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Hanshofen, Filialkirche St. Katharina

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 4: Landkreis Fürstenfeldbruck. Hirmer, München 1995, ISBN 978-3-7774-6310-0, S. 166–167, geschrieben von Böhm, Cordula. Original (Passwortgeschützt)
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HANSHOFEN

A1-2 Die hll. Antonius und Franziskus
ufer W. Hl. Sin

Filialkirche, Gemeinde Mittelstetten, Pfarrei Günzlhofen Erzdiözese München und Freising. Hanshofen gehörte zur Klosterhofmark Fürstenfeld-Markt Bruck. Gericht Dachau

Patrozinium: St. Katharina

Zum Bauwerk: Kapelle bei einem Bauernhof. Spätgotisch, im letzten Viertel des 17. Jh. nach Brand wiederhergestellt (Schmidt: >Ecclesia haec, post hostile incendium decenter eparata(). Barocke Ausstattung um 1720.

Kleiner Rechteckbau (8,60 × 4,20 m) zu zwei Achsen, gerade geschlossen und flach gedeckt. Je zwei Fenster von N und S Empore im Westen.

Autor und Entstehungszeit: Die Ausmalung ist gleichzeitig mit dem Stuck um 1720 entstanden; der Maler ist unbekannt. Die Fresken sind stilistisch denen in Hohenzell und Windach zuzuordnen; der schlechte Erhaltungszustand erlaubt jedoch keine Stellungnahme.

Befund

Träger der Deckenmalerei: Flachdecke mit stuckierter Hohlkehle

Rahmen: Stuckprofil

Technik: Fresko; polychrom

Maße: A Höhe 4,60 m; 3,50 × 1,30

W1-2 1,50 × 0,90

W3-4 1,50 × 0,60

Erhaltungszustand und Restaurierungen: In den 70er Jahren fand eine Restaurierung durch Fa. Hausch, Fürstenfeldbruck, statt. Die Fresken waren damals in ruinösem Zustand. Sie sind stark erneuert.

Bildabfolge

Die Decke ist durch Stuckprofil gegliedert in ein längsrechteckiges Mittelfeld mit seitlichen Medaillons, in denen übereck laufende Rechteckfelder zusammenlaufen. Die Aufteilung entspricht den zahlreichen von Benedikt Heiß im frühen 18. Jh. stuckierten Kirchen im ehemaligen Gerichtsbereich Dachau.

A Krönung Mariens

A1-2 Medaillons seitlich des Hauptfreskos mit Heiligen

A1 Hl. Antonius

A2 Hl. Franziskus

W1-4 Wandbilder mit ganzfigurigen Darstellungen von Heiligen

W1 (Nordwand) Hl. Katharina vor der Muttergottes mit dem Jesukind

W2 (Südwand) Hl. Margareta mit dem Drachen und Kreuz

W3 (Altarwand links) Hl. Johannes der Täufer in der Wüste

W4 (Altarwand rechts) Hl. Simon mit Säge

Das Hauptfresko bezieht sich auf das Altarpatrozinium mit einer plastischen Darstellung der Himmelfahrt Mariens, die hll. Katharina und Margareta auf Kirchen- und Pfarrpatrozinium (Günzlhofen); die Auswahl der männlichen Heiligen könnte Namenspatrone der Besitzer des Bauernhofs betreffen.

Quellen und Literatur

Schmidtsche Matrikel, Bd 2, S. 257. Mayer-Westermayer, Bd 1, S. 297. Heimatbuch Fürstenfeldbruck 1963, S. 180. Historischer Atlas Bd 11/12, S. 111. Kunst- und Kulturdenkmäler, S. 268