Lenting, Pfarrkirche St. Nikolaus
Pfarrkirche, Diözese Eichstätt; z. Z. der Ausmalung hatte das Domkapitel Eichstätt das Präsentationsrecht auf die Pfarrei, 1762 Gründung des Marianischen Nikolai-Liebesbunds. Hofmark Lenting, Pfleggericht Vohburg, 1803–1972 Landkreis Ingolstadt/OB
Patrozinium: St. Nikolaus
Zum Bauwerk: Beginn des Kirchenneubaus mit dem Turm 1629, Unterbrechung durch Schwedeneinfall, 1640 größeres Bauvorhaben, 1652 Errichtung des Chors, dreier neuer Fenster, Einbau einer Kassettendecke im LHs. Weihe 1661. Barockisierung um 1730: Hofmann vermutet als Maurermeister den Ingolstädter Michael Anton Prunnthaler; die Stuckierung wird Wolfgang Zächenberger (seit 1722 in Ingolstadt ansässig) zugeschrieben. 1760/62 wurde die Kirche mit Fresken, Gestühl und Altären ausgestattet. Im 19. Jh. – vielleicht im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Orgel 1832 – fand eine Verlängerung nach Westen um ein Joch bis zur heutigen Emporenbrüstung statt, 1925/27 wurde der Raum durch Friedrich Haindl, München, in Form einer dreischiffigen Hallenkirche erweitert und die Ausstattung im Stil des Rokoko ergänzt (vergleichbar wie in Pförring).
Die barocke Kirche, ein schmaler zweiachsiger Saal (ca 10×7m) mit dem noch bestehenden Chor, ging in dem neubarocken Erweiterungsbau (24,40 x 13,50m) auf, der heute vier


Joche hat. Die ehemaligen Langhauswände wurden zu drei weit gesprengten Arkaden über rechteckigen Pfeilern geöffnet. Belichtung im Langhaus über die Seitenschiffe durch 4 Fensterpaare. Tiefe Empore im W. Eingezogener einjochiger Chor (6,20 x7m), dreiseitig geschlossen, Belichtung durch ein Fensterpaar.
Auftraggeber: Amtierender Pfarrer von Lenting war z. Z. der vermuteten Entstehungszeit Willibald Schöpfl (1743–66); er resignierte und wurde danach Pfarrer in Untermäßing. Er starb 1787 im Alter von 72 Jahren, war also als Pfarrer in Lenting vom 28. bis 50. Lebensjahr. Als Mann in mittleren Jahren ist er in Fresko C porträtiert. An dem ungewöhnlich ausführlichen Nikolaus-Zyklus war er als Programmentwerfer wohl maßgeblich beteiligt.
Autor und Entstehungszeit: Zuschreibung an Franz Joseph Eberl (* um 1715, 1747 Heirat in Gaimersheim, † vor 1793), um 1760.
Aufgrund der großen stilistischen Übereinstimmung mit den 1772 von Eberl signierten Fresken im nahen Lippertshofen kann diesem Maler auch die Lentinger Ausmalung zugewiesen werden. Die Fresken in Lenting sind zwar auf den ersten Eindruck nicht so flüchtig und locker in ihrer Malweise, was teilweise auf Restaurierungen zurückgeführt werden kann, aber im Detail doch überzeugend ähnlich. Beiden eigen sind die skizzenhaften Kompositionen, in denen Figuren und Gesichter nur in angedeuteten Linien umrissen sind, die Versatz-Architekturen, überzeugend vor allem ist der gleiche Puttentyp. Die Fresken repräsentieren die Stilstufe des Rokoko, sie sind oft nur mit wenigen Pinselstrichen hingeworfen, zart und duftig in der Farbgebung. Deutlich ist die stilistische Nähe zu den Ingolstädter Malern Melchior Puchner und Johann Evangelist Hölzl. Der Umgang mit der Perspektive, mit Architekturen und Versatzstücken geschieht spielerisch, nicht konsequent. Die sechzehn Kartuschen zeigen eine erstaunliche Sicherheit in Komposition und Ausführung, die geradezu modern anmutet. Mit Eberl wurde ein im kurfürstlichen Markt Gaimersheim ansässiger Maler beauftragt, was die Zuschreibung auch lokalhistorisch wahrscheinlich macht.
Dass die Fresken nicht gleichzeitig mit der Stuckierung entstanden sind, sondern erst mit der zweiten Stuckfassung, ergab der Restaurierungsbefund von 1980.
Die Datierung um 1760 kann mit dem »konfftigen Kürchen Reparations Pau« in Zusammenhang gebracht werden, die in der Kirchenrechnung von 1760 vermerkt ist (Siegfried Hofmann 1986, S. 5), sowie mit der Gründung einer Liebesbruderschaft St. Nikolaus im Jahr 1762. In diese Zeit wird von Hofmann auch die Altarausstattung datiert, deren Hochaltar- und nördliches Seitenaltarbild ebenfalls Eberl zugeschrieben werden können (vgl. den Kopf der Europa; 1985 von Emanuel Braun dem Maler Johann Evangelist Hölzl zugeschrieben). Das breitformatige Ölgemälde auf der Orgelempore »Christus im Grab« gehört stilistisch dazu.
Siegfried Hofmann datierte 1986 die Ausmalung um 1730 und plädierte für Johann Anton Zächenberger als Autor, über den damals nicht bekannt war, dass er seit 1724 in München ansässig war.
Befund
Träger der Deckenmalerei: LHs Flachdecke mit Hohlkehle; AR verschliffenes Kreuzgewölbe mit Stichkappen
Rahmen: Die Decke ist durch eine Rahmendekoration gegliedert, in die die Bildfelder, mit schmalen vergoldeten Stuckleisten gerahmt, eingebunden sind
Technik: Fresko; alle Fresken polychrom
Maße: A Höhe 6,28 m; 4,80 × 3,80 B Höhe 6,85 m; 2,80 × 2,40 C Höhe 6,85 m; 1,50 × 1,20 D Höhe 6,85 m; 2,40 × 2,40
Erhaltungszustand und Restaurierungen: 1886 Innenrenovierung, 1913 Reinigung der Deckenbilder (DAEI, Pfarrakten Lenting I). Im Zusammenhang mit der Verlängerung und Erweiterung des Kirchenbaus 1925/27 wurde die neue Decke der barocken Dekoration 1929 mit Stuck und Fresken angepasst. Waldemar Kolmsperger sen., München, und Theodor Gämmerler malten nach Entwürfen von Waldemar Kolmsperger jun. in den westlichen Jochen I1, an der Emporenbrüstung 5 und im Emporenraum 10, insgesamt 26 neubarocke Bilder in Fresko-Secco-Technik für 5000 RM. Der Emporenraum wurde wegen der Orgel extra erhöht, eine neue Orgel wurde 1973 direkt an der Emporenbrüstung angebracht. Die ursprünglich nach innen geschwungene Brüstung (Foto BLfD) wurde begradigt.
1929, 1952? und 1964 Restaurierungen der Fresken, letztere durch Georg Löhnert, Ingolstadt. Deckenstuck und Deckenbilder waren durch Wassereinwirkung infolge eines Sturms im Jahr 1958 sehr beschädigt.
Letzte Restaurierung 1980 durch Hugo Preis, Parsberg. Die Befunduntersuchung ergab fünf verschiedene Fassungen an der Decke, erst mit der zweiten Fassung waren die Bilder entstanden. Der Stuck war in Grün-Rot-Gelbtönen grundiert, Bänder- und Ornamentstuck gelb gefaßt und teilweise mattvergoldet. Der Freskoputz der zweiten Fassung war zum Teil recht derb und ungleichmäßig an die Rahmen und Stuckteile angefügt. Die Tagwerkgrenzen waren meist unsauber angeputzt. Die Bilder waren stark verschmutzt. Bei der Renovierung 1964 lagen die Bilder häufig hohl. Sie waren mit einem schellackähnlichen Mittel fixiert worden, das stark vergilbt war. Viele Konturen der Bilder waren nachgezogen bzw. neu aufgemalt. Die Restaurierung der Fresken erbrachte eine deutliche Aufhellung, sie vermitteln aber trotzdem noch den Eindruck eher von Öl- als von Freskomalerei. Die Fresken sind überarbeitet, stumpf, an einigen Stellen wirkt die Farbigkeit und die Detailzeichnung reduziert; Gesamteindruck der Malereien überwiegend original. Restaurierung in Vorbereitung.
Beschreibung und Ikonographie
Die Dekoration der Flachdecke ist in ein Rahmensystem gegliedert, das die gesamte Decke, die Hohlkehle, die Haupt- und die Nebenbilder einfasst. Dazwischen Füllungen und Umrahmungen in Band- und Gitterwerk-Ornamentik in Tönungen mit Rosa, Altweiß und Gelb, durch vergoldete Leisten akzentuiert, was dem Raum eine festliche Wirkung gibt.
Die Ausmalung präsentiert in den Haupt- und den Nebenfresken einen selten ausführlichen und fundierten Nikolaus
Zyklus (zur Nikolaus-Vita und schriftlichen Vorlage siehe S. 336f.). Chronologische Zählung und Abfolge der Fresken vom Chor zum Langhaus.
A, 1-6 Chorfresken: Kindheit und Bischofsamt des hl. Nikolaus
A GEBURT DES HL. NIKOLAUS Dreiansichtige Szenerie mit drei Schauplätzen, die durch steile Architekturen gegeneinander gesetzt sind: In der Mitte eine überkuppelte Säulenhalle mit Treppenstufen und Vorhangdraperie. Das neugeborene Kind wird von den Eltern und zwei Frauen gebadet. Rückwärts in einer zweiten Szene ist das erste Wunder des hl. Nikolaus dargestellt: Vor einem Priester und den Eltern stellt sich das Kind aufrecht hin, faltet die Hände zum Gebet und hebt den Blick zum Himmel. Auf der linken Seite ist Bischof Nikolaus, der Onkel des kleinen Nikolaus, in einer Vision dargestellt: Er sitzt an einem Altar und erfährt von einem Engel, dass der Welt mit dem Kind eine neue Sonne aufgegangen sei. Gegenüber, vor undefinierbaren Architekturteilen wie Brüstung, Torbau und Mauer ist eine weitere Vision dargestellt: Der bejahrte Sabbathus sieht im Himmel schon den Thron für Nikolaus bereitet, über dem in Wolken die Hl. Dreifaltigkeit auf einem Thronsessel erscheint, flankiert von Petrus und Paulus und Maria mit Begleitern. Die Szene bekrönt ein Fanfarenengel mit der Nachricht: DOMINUS/ IN COELO/PARAVIT SEDEM (Der Herr hat einen Sitz im Himmel bereitet).
I ARMENSPEISUNG Im Innern eines säulengeschmückten Palastes sitzt der junge Nikolaus in gelbem Wams unter einem roten Thronbaldachin an der Tafel. Mit offenen Händen reicht er den Hungrigen und Armen, die sich nähern, die Speisen und lässt sie an seiner fürstlichen Tafel teilhaben.
2 KRANKENPFLEGE Unter dem Portikus des elterlichen Palastes in Patara erscheint der junge Nikolaus, in gelbem Wams, roten Hosen und hellblauem Umhang, gefolgt von seinem Vater (?). Er wendet sich hilfreich einer brustkranken Frau mit Krücke zu, die vor ihm kniet. Andere vornehme Bürger der Stadt wenden sich ostentativ ab und verlassen den Platz.
3 PRIESTERWEIHE Ein durch Doppelsäule, Vorhang und Altar angedeuteter Kirchenraum. Auf den Altarstufen kniend erhält Nikolaus die Priesterweihe durch seinen Oheim Nikolaus, den Erzbischof von Myra. Diakon und Ministranten wohnen der Weihe bei.
4 VISION DES ERZBISCHOFS In der Kirche an einer gedrehten Doppelsäule sitzend sieht der Erzbischof in einer himmlischen Öffenbarung seinen Neffen in zukünftigen hohen Würden: im Hintergrund erheben ihn zwei Bischöfe in den Bischofsstand, indem sie die Mitra über den zwischen ihnen Knienden halten. Ein Engel in Wolken versinnbildlicht das visionäre Ereignis.
5 IM GEFÄNGNIS Zweigeteilter Schauplatz: Links das Gemäuer eines Kerkers, der sich in einer Arkade öffnet gegen einen Kirchenraum, in dem eine Bischofsversammlung zu sehen ist. Ganz rechts sitzt auf einem Thron der Kaiser, der das Langhausdecke: (von oben) B Tod des hl. Nikolaus, C Grab des hl. Nikolaus, D Patron St. Nikolaus (Franz Joseph Eberl? um 1760)]
Konzil leitet. Dort tritt Bischof Nikolaus einem schwarz gekleideten Mann mit Barett entgegen; es ist der Ketzer Arianus, gegen den Nikolaus im Streitgespräch handgreiflich und in der Folge seiner erzbischöflichen Würde beraubt und verhaftet wurde. Als Gefangener in Ketten erfährt er die Befreiung durch Christus und Maria, die in Wolken zu ihm herab schweben.
6 ERSCHEINUNG VON CHRISTUS UND MARIA Nikolaus, als einfacher Priester gekleidet, begibt sich zum Meßopfer an einen Altar, zwei Ministranten knien auf der Altarstufen. Auf einer Wolke schweben ihm Christus und Maria entgegen, Christus reicht ihm ein Buch, Maria das erzbischöfliche Pallium, Putten tragen Abtsstab und Mitra, die
Insignien der Bischofswürde. Die Darstellung trifft sowohl auf die Vision des hl. Nikolaus vom zukünftigen Bischofsamt als auch auf die wunderbare Wiederverleihung der Bischofswürde nach seiner Verhaftung zu.
7-16 Langhausfresken von O nach W, paarweise von link nach rechts
7 RETTUNG DER ZUM TOD VERURTEILTEN Nikolaus verhindert die Köpfung dreier zum Tode Verurteilter (vom Seitenaltar teilweise verdeckt). Am Boden kniet einer der »drei armen Tröpfe« mit verbundenen Augen; der Henker holt aus, aber Nikolaus wehrt mit beiden Armen den Schwertstreich ab.
erweckten Knaben entsteigen. Der Wirt, von Nikolaus bekehrt, bereut in einer Wendung zum Betrachter hin seines Meuchelmords.
denden Nikolaus nach oben und Engel ihm entgegen schweben. Ein senkrechter Schriftzug enthält die Worte, die auf den Empfang des Heiligen im Himmel bezogen werden: Elige serve bone intra in gaudium domini tui (Wohlan guter Knecht, tritt ein in die Freude deines Herrn).
C GRAB DES HL. NIKOLAUS In freier Landschaft steht auf einem Sockel der Marmorsarkophag mit der Liegefigur des hl. Nikolaus, in einen goldenen Umhang gehüllt. Die
Personifikationen der Vier Erdteile umringen das Grabmal: Links America mit Papagei, rechts Africa mit Federschmuck und Kamel. Asia mit Turban und Europa mit Krönchen auf dem Kopf stehen im Vordergrund und halten gemeinsam eine Schale mit kleinen Gefäßen, in denen das vom Sarg tropfende Öl und Wasser geborgen wird. – Der hl. Nikolaus lebte in Kleinasien; begraben ist er in Europa. Im Vordergrund liegen geistliche und weltliche Herrschersymbole: Krone und Zepter, Mitra, Tiara und Papstkreuz zu ihren Füßen.
D PATRON ST. NIKOLAUS
Eine Scheinarchitektur, die keinen realen Raum vorstellt, bildet den Schauplatz; eine Rampe wird links von einer grün drapierten Säule, rechts vor einer offenen Arkadenhalle begrenzt; die himmlische Zone bricht in die irdische weit hinein. Auf den Stufen versammelt sind Notleidende aller Art: ein bresthafter Mann mit Krücke, ein Kind mit einem Pestglöckchen, eine taube Frau, die sich an die Ohren greift, ein Bettlägeriger, bei dem ein Paar kniet. Vor rechts kommt ein von einem Kind geführter Blinder hinzu. Sie alle schauen bittend zum hl. Nikolaus, der greifbar nah auf Wolken herabschwebt. Mit der Gebärde des Fürbitters wendet sich Nikolaus der Dreifaltigkeit zu und weist auf die notleidenden Menschen.
Ergänzungen zur Nikolaus-Ikonographie
Es kann davon ausgegangen werden, dass bei einem so umfangreichen Nikolaus-Zyklus auch die entsprechende Literatur bekannt war. Die Auswahl und die Schilderung der einzelnen Szenen sprechen dafür, dass die seit 1699 auch in deutscher Sprache vorliegende umfangreichste und als authentischste geltende Nikolausbiographie des Beatillus als schriftliche Vorlage diente. Bei der Auswahl der Ereignisse fällt auf, dass beliebte Legenden wie die zahlreichen Schiffswunder oder das Getreidewunder des Heiligen hier nicht, umso mehr aber die Erscheinungen und Visionen von Bedeutung sind. Viele der Darstellungen sind zweigeteilt: in der Art eines ›fatto‹ wird im Hintergrund in verkleinertem Maßstab die Vorgeschichte be richtet, während im Vordergrund das Ereignis bzw. das Wunder bewirkt wird.
Die deutsche Übersetzung des P. Antonius Beatillus »Das Leben und Wunderwerck deß Heiligen Nicolai Ertz-Bischoffen zu Myren«, aus dem Italienischen durch einen Priester der Gesellschaft Jesu, erschienen 1699 in Freiburg bei Johann Jakob Quentz, ist eine gekürzte Fassung der Nikolausvita des Signor Abbate Francesco Buti. Es ist in 6 Bücher gegliedert, von denen in Lenting die vier ersten bis zum Tod berücksichtigt werden: Kindheit bis zur Bischofsweihe, Nikolaus als Bischof, Nikolaus und die Ketzerei, letzte Reisen und seliges End. Die beiden letzten Bücher über große Wunderwerke nach seinem Tod und die Wunderwerke nach seiner Erhebung sind allegorisch in Fresko C vertreten. Manche Ereignisse und Wunder gibt es in mehreren Varianten, sie sind hier verschiedentlich entsprechend mehrdeutig (6, 13); das Wunder mit dem Sturz von der Palme (9) konnte nicht gedeutet werden; möglicherweise handelt es sich um eine lokale Legende (vgl. die Nikolauszyklen in Mühldorf, CBD Bd 8, in Unterdießen und Huglfing, CBD Bd 1).
Der Zyklus beginnt im Chor mit der Geburt und dem Werdegang des Heiligen. Im Langhaus sind in den Hauptfresken Tod, Verehrung und Patronat, in den Nebenfresken Wunder und Erscheinungen dargestellt.
Kindheit des hl. Nikolaus (1. Buch)
Schon die Geburt des hl. Nikolaus, der 280 in Patara in Kleinasien geboren wurde, ist mit wunderbaren Umständen verwoben, die in Fresko A dargestellt sind (Kap. 1–5). Die Eltern, Epiphanius und Johanna, waren adelige aber unfruchtbare Eheleute, denen durch einen Engel geoffenbart wurde, dass Gott sie mit einem Sohn beschenken würde, dem sie den Namen Nikolaus geben sollten. Als man dieses Kind nach seiner Geburt reinigte, »hat es sich selbst auf seine Füßlein gestellt und die Händlein, als wollte es beten, zusammengelegt und die Auglein gegen dem Himmel erhebt, welches als Vorbedeutung seiner künftigen Wunder mit Freude erfüllte« (A, Mitte). Von dem wunderbaren Glanz, der von dem Kind ausging, erfuhr Nikolaus, Erzbischof von Myra, der Onkel des Kindes. Er begab sich mit dem ganzen Klerus in die Kirche, um Gott für diese Gnade zu danken. In einer Vision wurde ihm geoffenbart, dass mit dem Kind der Welt eine neue Sonne aufgegangen sei, die den Erdenkreis erleuchten werde (A, linke Seite). Ein heiliger Älter namens Sabbathus hatte ebenfalls eine Offenbarung. Im Gebet sah er das Paradies offen. Eine kostbar mit Edelsteinen gepflasterte Straße führte zu einem herrlichen Palast, in dem ein prächtig gearbeiteter, aber leerer Thron stand. Der Engel vermeldete, dieser Thron sei schon jetzt für Nikolaus wegen seiner brennenden Liebe zu Gott bereitet (A, rechte Seite und Glorie).
Nikolaus legte sich vom ersten Tag seines Lebens an Fastenopfer auf und beschenkte statt dessen die Armen und Notleidenden (Fresko 1). Als im Jahr 300 in Patara eine Pestepidemie ausbrach, widmete er sich der Krankenpflege, zusammen mit seinen Eltern, die darüber starben (Fresko 2; Buch 1,6–7). Das reiche Vermögen, das Nikolaus erbte, ließ er Notleidenden zugute kommen. Eine Gelegenheit ergab sich, als er von der Not eines Edelmannes erfuhr, der seine drei Töchter nicht standesgemäß verheiraten konnte und im Sinn hatte, sie feil zu bieten. Er ging zu ihrem Haus und warf durch ein offenes Fenster einen Beutel mit so viel Gold und Geld, um die älteste Tochter verheiraten zu können. Später das gleiche für die zweite Tochter, und beim dritten Mal die doppelte Summe für die dritte und den Unterhalt des Vaters. Den Vater, der ihm aufgelauert hatte, nahm er in die Schweigepflicht (Fresko 14, Buch 1,8, Nikolaus war zu dieser Zeit noch nicht Bischof, wie meist und auch hier dargestellt). Weil die großzügige Tat doch bekannt wurde, begab sich Nikolaus von Patara nach Myra. 24jährig weihte ihn sein Oheim, der Erzbischof von Myra, zum Priester (Fresko 3; Buch 1,9). Nach vollendeter Weihe hatte der Erzbischof die Vision von der zukünftigen Größe des Neugeweihten und seiner überragenden Bedeutung für den katholischen Glauben (Fresko 4; Buch 1,9). Während der Erzbischof ins Heilige Land reiste, vertrat Nikolaus sein Amt. Danach zog er sich zunächst ins Kloster Sion zurück und reiste dann ebenfalls ins Heilige Land. Nach seiner Rückkehr zog es ihn wieder in die Einsamkeit; nun aber hatte er verschiedene Visionen einer höheren Berufung: »Jesus reichte ihm ein mit Edelgestein schimmerndes Evangelibuch dar und die seligste Jungfrau ihm an den Hals ein köstliches Behäng und an die Schultern einen Erzbischöflichen Mantel« (Buch 1,16). Auf dieses Ereignis kann Fresko 6 bezogen werden, in dem aber sicher auch die himmlische Wiederverleihung der erzbischöflichen Würde (Buch 4,5) dargestellt ist.
Nikolaus als Bischof (2. Buch)
Unter der großen Anteilnahme der Bevölkerung wurde Nikolaus zum Bischof von Myra gewählt (Erfüllung der Vision in Fresko 4). Auch die Frau, in deren Herberge Nikolaus in Myra wohnte, war in der Kirche. Ihr Kind hatte sie daheim gelassen und der neidige Teufel hatte es ins Feuer geworfen. In ihrer Verzweiflung warf sie sich mit den Überresten des Kindes am Altar vor Nikolaus. Er segnete das Kind, erweckte es zum Leben schöner als zuvor und eröffnete mit diesem Wunder
Nikolaus im Kampf gegen das Ketzertum (3. Buch)
In Placomiton beklagten sich die Einwohner, dass in einem Lindenbaum 40 Ellen hoch und viereinhalb dick von alters her unter dem Namen der Diana die bösen Geister hausten, die nach der eingestellten Verehrung der Göttin nun ihren Zorn im ganzen Umkreis ausließen, selbst die Felder könnten nicht mehr bestellt werden. Nachdem keiner den Baum umhauen wollte, ergriff Nikolaus selbst die Axt und führte sieben Streiche auf den Baum. Zu jedem Streich schrien die bösen Geister, als wären sie lebendig getroffen. Nikolaus wies die Einwohner an, sich auf die andere Seite des sich nach Osten neigenden Baums zu begeben. Aber die Geister schwenkten mit ungeheurem Heulen den Baum gegen die Leute (in Fresko 10 ist nur eine Person dargestellt). Mit einem Kreuzzeichen wendete nun Nikolaus die Gefahr und den Baum wieder in die Gegenrichtung; sein Holz verwendete er zum Bau einer Kirche (Fresko 10; Buch 3,2).
Auf dem Weg zum Konzil von Nicäa erkannte Nikolaus in einem Wirtshaus in den servierten angeblichen Fischen die Stücke von drei Knaben, die vom Wirt ermordet, zerhackt und eingesalzen worden waren. Er überführte und bekehrte den Wirt, nachdem durch sein Gebet die Kinder aus den Geschirren lebendig herauskamen (Fresko 13; Buch 3,5). Um die gleiche Untat handelt es sich bei zwei Brüdern, die in Athen studieren sollten und von ihrem Vater, einem asiatischen Edelmann, über Myra geschickt wurden, um sich von Nikolaus segnen zu lassen. Der Wirt, bei dem sie unterkamen, raubte sie aus, zerhackte sie und pökelte sie ein. Nikolaus, durch eine Offenbarung verständigt, verfügte sich zu dem blut- und geldgierigen Wirt und brachte ihn dazu, seine Tat zu bereuen. Die zerhackten Glieder aber fügten sich auf sein Gebet hin wieder zusammen und die Jünglinge entstiegen dem Pökelfaß (Buch 2,4). Beide Ereignisse sind in der Legende von den fahrenden Schülern aufgegangen.
Auf dem Konzil von Nicäa war neben vielen Bischöfen auch Kaiser Konstantin anwesend. Der Erzketzer war Arius, der die Gottheit von Jesus Christus und die Hl. Dreifaltigkeit anzweifelte. Mit seinen Gotteslästerungen brachte er Nikolaus so auf, dass dieser ihm einen Backenstreich versetzte. Obgleich über Arius schon der Kirchenbann verhängt war, wurde Nikolaus für diese Handgreiflichkeit seiner erzbischöflichen Kleidung und Insignien beraubt, ins Gefängnis geschickt und angekettet. In der folgenden Nacht erschienen ihm Christus und Maria und befreiten ihn aus den Ketten (Fresko 5). Sie gaben ihm das Evangelienbuch und den erzbischöflichen Mantel zurück, woraufhin Nikolaus von der Versammlung wieder anerkannt wurde (Buch 3,6, die Rückgabe ist in Fresko 6 dargestellt). Zum Dank für seine Errettung aus dem Kerker wollte Nikolaus der Seligsten Jungfrau eine Messe lesen, legte jedoch aus Demut die bischöflichen Insignien nicht an. Doch als er zum Altar ging, sahen die Umstehenden die Erscheinung der Mutter Gottes und zwei Engel dem Priester den erzbischöflichen Mantel anlegen und die Infula aufsetzen. Daran erkannten sie, dass Nikolaus ohne besondere Zeremonie wieder in sein Amt eingesetzt sei (Fresko 6; Buch 3,7).
Nikolaus letzte Reisen und Tod (4. Buch)
Weil Papst Silvester das Konzil von Nicäa und seine Acta bestätigte, entschloß Nikolaus sich, nach Rom zu reisen und den Papst zu beehren. Auf dem Weg zwischen Bari und Rom übernachtete er mit seinem reisenden Diakon in Nola. Der Stallknecht, wütend darüber, dass die beiden nicht auf Pferden, sondern aus Geiz, wie er vermeinte, nur auf Eseln ritten, schlug den Eseln die Köpfe ab. Dem Diakon, der sie am andern Morgen tot auffand, befahl Nikolaus, die Köpfe anzunähen. In der Eile und weil es noch finster war, vertauschte man die Köpfe, der weiße Esel bekam den schwarzen, der schwarze den weißen Kopf, aber beide wurden sofort lebendig. Der Stallknecht, schnell bekehrt, erhielt die Warnung, nicht zu urteilen, nicht zu murren und keinen Schaden zuzufügen (Fresko 12; Buch 4,2).
Nach dem Besuch beim Papst entdeckte Nikolaus in Rom bei dem niedergerissenen Haus einer vornehmen Metze eine schöne Säule aus weißem und rotem Marmor, die im Tiber lag. Nikolaus machte über sie das Kreuzzeichen und hieß sie mit einem Stoß ins Meer und bis nach Myra treiben. Sie setzte sich in Bewegung und schwamm nach Andronica, wo er sie nach seiner Rückkehr in das Kloster Sion trug und seinen erzbischöflichen Thron mit ihr schmückte (Fresken 15 und 16; Buch 4,3). 740 Jahre lang bis zum Jahr 1089 stand sie an diesem Ort, bis sie auf wunderbare Weise nach Bari kam, wo sie heute noch als wundertätig verehrt wird.
Um die rebellischen Völker Taisali zu züchtigen, schickte Kaiser Konstantin eine Schiffs-Armada nach Phrygien. Mit Mutwillen vergingen sich die Soldaten auf dem Jahrmarkt von Placomiton und verursachten damit einen bewaffneten Widerstand der Bürger. Nikolaus schuf Frieden zwischen den Parteien. Auf Bitten der Bürger konnte Nikolaus drei armen Soldaten, die der bestochene Bürgermeister zum Tod verurteilt hatte, das Leben retten: mit einem Befehl Kaiser Konstantins begab er sich auf den Richtplatz, nahm dem Scharfrichter das Schwert aus der Hand und ließ die drei Unschuldigen frei (Fresko 7; Buch 4,4). Die drei Kommandeure der Schiffs-Armee, Nepotiano, Urso und Erpileone, die die Empörung in Phrygien mit Hilfe des hl. Nikolaus ohne Blutvergießen gestillt hatten, erwarben sich dadurch große Gnade bei Kaiser Konstantin. Neider verleumdeten sie jedoch beim Kaiser, so dass sie zum sofortigen Tode am kommenden Morgen verurteilt wurden. Die Nacht über riefen die drei Kommandeure Nikolaus zu Hilfe, und zu eben dieser Zeit erschien Nikolaus im Schlaf sowohl dem Kaiser als auch seinem Hofmeister Ablavio und entdeckte ihnen die Unschuld der Gefangenen (Fresko 8; Buch 4,5). Als sich am andern Morgen der Kaiser und der Hofmeister berieten und bei Vorladung der Gefangenen Nikolaus ein drittes Mal erschien, wurden die drei Verurteilten freigesprochen und mit Geschenken nach Myra gesandt, worauf sie sich in den geistlichen Stand begaben.
Nachdem Nikolaus ein letztes Mal sein Bistum bereist hatte, begab er sich in sein Kloster, las für eine große Menge Volks eine letzte Messe und zog sich in seine Zelle zurück. Er bat Gott, durch seine Engel ihm im Todeskampf beizustehen. Um das Bett des Sterbenden standen seine drei liebsten Mitbrüder und Freunde, Arteria, Hermes und Nikolaus, sie psallierten chorweise mit den Engeln, bis die Engel den dreißigsten Psalm anstimmten: »In te Domine speravi: non confundar in aeternum« (Herr ich flüchte zu dir, lass mich zuschanden nicht werden in Ewigkeit). Nikolaus sprach den Kehrvers und so fort, bis ihn der Vers traf: »In manus tuas Domine commendo spiritum meum« (Ps 30,6: In deine Hände befehle ich meinen Geist), mit welchen Worten er seinen Geist aufgab. Die Umstehenden aber vernahmen den Willkommensgruß Gottes an der Himmelstür: »Euge serve bone et fidelis quia super pauca fuisti fidelis, super multa te constituam: intra in gaudium Domini tui« (Wohlan, du guter und getreuer Knecht. Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh ein in die Freude deines Herrn. Mt 25,21 und 23 = Das Gleichnis von den Talenten. Fresko B; Buch 4,8).
Nikolaus starb am 6. 12. 345, an einem Freitag um die 3. Stunde nachmittags, im 65. Jahr seines Alters.
Mehr als 740 Jahre war Nikolaus in Myra begraben, 1089 wurden seine Gebeine in die ihm erbaute Kirche in Bari übertragen; aus seinem Sarg tropften heilbringendes Öl und Wasser (Fresko C; Buch 6,1). Seitdem verbreitete sich der Kult des Heiligen auch im Abendland. Nikolaus, einer der beliebtesten Heiligen des Mittelalters, dessen Vita so reich an Legenden war, wurde zum Patron in unzähligen Anliegen: der Kinder und Schüler, der Jungfrauen, der Kinderlosen, der Gefangenen, der Notare, der Schiffer und der Kornhändler.
Ausmalung 1929
Die neubarocken Fresken wurden nach Entwürfen von Waldemar Kolmsperger jun. von seinem Vater Professor Waldemar Kolmsperger sen. und Theodor Gämmerler ausgeführt. Ein Schriftwechsel dazu befindet sich im Pfarrarchiv Lenting; die dazu gehörigen Entwürfe sind benannt und mit dem jeweils ausführenden Maler (Kolmsperger sen. oder Gämmerler) bezeichnet (publiziert mit Abbildungen von Hofmann 1985/86).
Bildabfolge von O nach W und von links nach rechts. Benennung nach den Entwürfen Kolmspergers jun.
E »Allegorie auf die Heiligsprechung St. Nikolaus«. Ein Engel, vor sich auf einer Wolke die Bischofsinsignien des hl. Nikolaus, kniet mit erhobenen Armen vor einer Gloriole (Gämmerler)
F »Glorifikation des hl. Nikolaus« Der hl. Nikolaus in Wolken vor der Heiligsten Dreifaltigkeit (Kolmsperger sen.)
»Die Legende von der Bekehrung der Räuberbande« Ein Scherge drischt aus Enttäuschung mit einer Rute auf die vergoldete Statue des hl. Nikolaus, die er aus seiner Nische herausgezerrt hat (Kolmsperger sen.)
18 »Hl. Nikolaus bekehrt die Räuber« Nikolaus in blauem Gewand, die Bischofsinsignien zu Füßen inmitten kauernder Menschen, die erstaunt und geblendet zurück weichen (Gämmerler)
19 »Legende von der Wasser- und Ölquelle am Grabe des hl. Nikolaus vor . . . « Sarg des hl. Nikolaus in Myra (Gämmerler)
20 »... und nach der Verschleppung der Gebeine nach Bari« Sarg des hl. Nikolaus in Bari, von Strahlen umgeben (Gämmerler)
»St. Nikolaus zeigt den Pilgern Dianas Feuer« Nikolaus gebietet den Flammen, im Hintergrund werden Kirche und Haus von Flammen verschont (Gämmerler)
22 »St. Nikolaus lässt Dianas Baum fällen« (Gämmerler)
23 »Legende vom Totschlag am Kreuzweg« Engel wendet Blitz ab, am Boden liegt vor Flammen ein Toter (Kolmsperger sen.)
»Legende vom falschen Becher, der immer wieder von unsichtbarer Hand vom Altar gestoßen wird. Das von St. Nikolaus gerettete Kind bringt den ersten Becher dem Vater zur Opferung.« Mann mit Bart und Kappe an einem Altar
25 »Wiedererweckung« St. Nikolaus in Wolken heilt einen Kranken, ein vornehmes Paar sitzt am Bett (Kolmsperger sen.)
Nikolaus-Zyklus an der Emporenbrüstung
Bis zum Umbau der Orgel 1973 waren an der Emporenbrüstung folgende Bilder zu sehen (Benennung nach den Entwürfen Kolmspergers jun.):
»Mittelbild. Die Uberredung der Schiffer durch Nikolaus und Prophezeiung. Gämmerler«
Ganz links. »Die Hungersnot darstellend. Kolmsperger sen.« Links. »Landung der Schiffe im Hafen von Myra. Kolmsper ger sen.«
Rechts. »Landung in Alexandria und Eintritt des Wunders. Der Weizen ist gleicher Menge. Kolmsperger sen.«
Ganz rechts. »Der Überfluß, die gute Ernte. Kolmsperge sen.«
Heiligenzyklus auf der Orgelempore
(sieben Bilder von Gämmerler, drei von Kolmsperger)
Mittelbild: Die hll. Cäcilia, David, Papst Gregor (Kolmsperger sen.) Blickrichtung nach W.
Von NO fortlaufend im Uhrzeigersinn
Hl. Leonhard, darunter in der Ecke hl. Oswald (Kolmsperger sen.)
Mutter Anna lehrt Maria
Hl. Aloisius, darunter hl. Sebastian (Kolmsperger sen.)
Hl. Wendelin
Hl. Franziskus
Hl. Notburga
Hl. Isidor
Quellen und Literatur
DAEI, Pfarrakten Lenting I; Buchner Eichstätter Bistumsgeistliche.
BLfD, Akt Lenting, Pfarrkirche St. Nikolaus
Braun, 1985 (Altarbilder stilistisch in der Art des J. Ev. Hölzl)
Mader, Felix, Kirchenerweiterung in Lenting, in: Christliche Kunst 26, 1929/30, S. 189ff.
Buchner Bistum Eichstätt 1938, S. 90-95
Historischer Atlas Ingolstadt, S. 187, 216
Hofmann, Siegfried, Notizen zur Geschichte der Kirche von Lenting mit einem Exkurs über die Fresken in der Kirche Burgheim bei Neuburg, in: SHVI 94/95, 1985/86, S. 352-90.
-, 325 Jahre Pfarrkirche St. Nikolaus, Lenting 1661–1986, Ingolstadt 1986.
Dehio OB 2006, S. 648.
CB