München, Schloss Nymphenburg, Ehemaliges Kaffeezimmer im Orangeriegebäude
Kirche, z. Z. der Ausmalung Pfarrei Sendling, 1944 zerstört, Deckenbilder bereits 1937 übertüncht
Patrozinium: Hl. Dreifaltigkeit
Zum Bauwerk: Das Kloster der Chorfrauen von Nôtre Dame, die am 19. Juli 1730, von Kurfürst Karl Albrecht gerufen, aus Luxemburg in München ankamen, wurde ab 1730 im Ostflügel des nördlichen Hofgevierts errichtet. Beginn des Baues der Klosterkirche 1734, Weihe 1739. 1937 wurde das Klostergebäude für ein Jagdmuseum vorgesehen und die Klosterkirche zur Bibliothek bestimmt; die Fresken wurden überstrichen. Am 4. Oktober 1944 wurde die Kirche durch eine Luftmine völlig zerstört. 1965–67 Bau einer Volksschule an der Stelle des alten Klosters und der Kirche (Maria-Ward-Str. 1).
Die Kirche war ein zweigeschossiger Saalbau zu sechs Achsen, von O und W belichtet, mit gerundetem Schluß im N. Emporen an beiden Längsseiten. Flache Spiegeldecke
Auftraggeber: Kurfürst Karl Albrecht von Bayern (1726–40)
Autor und Entstehungszeit: Als Autor der Deckenbilder ist – aufgrund einer früheren Signatur? – Johann Baptist Zimmermann überliefert.
Verbleib: Die Deckenmalereien wurden 1937 übertüncht
Darstellung
Drei vierpaßförmige Bildfelder, von S nach N:
Gottvater Christus Hl. Geist
Quellen und Literatur
Hager (1955), S. 54
Heine, Barbara, Tiepolos Dreifaltigkeitsbild in der Klosterkirche zu Nymphenburg, in: Pantheon 33, 1974, S. 144 ff.
Thon 1977, S. 334.
Eckardt, Donatilla von, Vom Bau der Institutskirche München-Nymphenburg bis zu ihrer Zerstörung, in: OA 101, 1976, S. 383 ff. A.B
Quellen und Literatur zur Schloßanlage Nymphenburg
BHStA I, HR I 201/20a, 202/20b, 284–86, HR I 115/89.
BHStA I, HR II 19–29, Lustgebäude
BHStA I, Kasten schwarz 524
BHStA III, GHA Korr. Akt 668 I, II, III; Korr. Akt 669.
BSV, Baumanuale.
BSB, Oefeleana 5/VI
Inventaire des Tableaux de la Résidence de Nymphenburg 1751, BHStA I, HR I 200/12/1.
Faßmann, Benedikt, Beschreibung deren in der Churfürstlichen Residence zu Nymphenburg und denen darzue gehörigen Garttenschlössern befindlichen Mahlereyen 1758, StAM, Ämternachlaß Törring, Karton 2.
–, Nymphenburg, Mahlerey Beschreibung De Anno 1763, BSGS, Inv. Nr. A 763/1.
-, Beschreibung der Gemälden in der Churfürstlicher Résidence zu Nymphenburg verfast im Jahr 1767, BHStA I, FS 780 i.
-, Beschreibung der Gemälden in der Churfürstlicher Résidence zu Nymphenburg verfast im Jahr 1769, BHStA I, FS 780 k.
-, Beschreibung der Gemälden, Welche sich in der Churfürstlichen Résidence zu Nymphenburg befinden, 1770 BSB, Cgm 2122.
Wening 1701, S. 48.
Bretagne 1722 = Bretagne, Pierre de, Réjouissances et fêtes magnifiques, qui se sont Faites en Bavière l’an 1722, au marriage de S.A.S. monseigneur le prince electoral, München 1723, S. 45–66.
Westenrieder 1782, S. 64–70.
Nicolai 1781, Bd 7, S. 4–28.
Sckell, Carl August, Das königliche Lustschloß Nymphenburg, München 1837.
Buchinger, Dr., Geschichtliche Nachrichten über die ehemalige Grafschaft und das Landgericht Dachau bis 1800, in: OAVG 6, 1845, S. 366–69: Kemnaten.
Claretta, Gaudenzio, Adelaida di Savoia e i suoi tempi, Turin 1877.
Schmid, Hermann von, Das Königreich Bayern, Bd 1 München 1879, S. 61 f.
Remlein, Theodor, Lustschloß Nymphenburgs Vergangenheit und Gegenwart, München 1884.
Heigel, Carl Theodor, Nymphenburg (= Bayerische Bibliothek 25), Bamberg 1891.
Merkel, Carlo, Adelaida di Savoia, Elettrice di Baviera, Turin 1892.
Oertel, Friedrich, Schloß Nymphenburg, München 1899.
KDB I OB (1), S. 793–98
Schiedermair, Ludwig, Künstlerische Bestrebungen am Hofe des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern, in Forschungen zur Geschichte Bayerns X, 1902.
NYMPHENBURG
Hauttmann-Kunstleben
Paulus, Richard, Der Baumeister Henrico Zuccalli am Kurbayerischen Hofe zu München, Straßburg 1912, S. 156 ff.
Hauttmann, Max, Der kurbayerische Hofbaumeister Joseph Effner (= Studien zur Deutschen Kunstgeschichte Heft 164), Straßburg 1913.
Hager, Luisa und Heinrich Kreisel, Nymphenburg, Schloß, Park und Burgen, Amtlicher Führer 1938.
Kreisel, Heinrich, Farbiges Nymphenburg, München 1944.
Bomhard, Peter von, Die Schloßbaukunst des 17. Jahrhunderts in Süddeutschland, ungedr. Diss. München 1943, S. 46 f.
Bayern, Adalbert Prinz von, Schloß Nymphenburg und seine Bewohner, München 1950.
Hager, Luisa, Nymphenburg, Schloß, Park und Parkburgen, München 1955.
–, Nymphenburg, Königstein i. T., 1964
Volk, Peter, Guillielmus de Grof (1676–1742), Studien zur Plastik am kurbayerischen Hof im 18. Jahrhundert, Witterschlick 1966.
Lippert, Karl-Ludwig, Giovanni Antonio Viscardi, München 1969, S. 130f., 143.
Hager, Luisa und Michael Petzet, Nymphenburg, Schloß Park und Burgen, Amtlicher Führer, München 1969.
Lieb-München
Hojer, Gerhard, Die Baugeschichte des Schlosses Nymphenburg, in: Fee Schlapper u.a., Schloß Nymphenburg München 1972.
Petzet, Michael, Entwürfe für Schloß Nymphenburg, in: Zwischen Donau und Alpen, Festschrift für Norbert Lieb
(= Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 35, Heft 1) München 1972, S. 202–12.
Vierl, Peter, Neue Erkenntnisse zur Baugeschichte des Schlosses Nymphenburg, in: Jahrbuch der bayerischen Denkmalpflege 29, 1972/74, S. 97–115.
Baumstark, Reinhold, Abbild und Überhöhung in der höfischen Malerei unter Henriette Adelaide und dem jungen Max Emanuel, in: Kat. Max Emanuel 1976, I S. 171–206.
Hohenzollern, Johann Georg Prinz von, Die französischen Hofmaler Max Emanuels, in: Kat. Max Emanuel 1976, I, S. 207–20.
Hojer, Gerhard, Die Münchner Residenzen des Kurfürsten Max Emanuel – Stadtresidenz München – Lustheim – Schleißheim – Nymphenburg, in: Kat. Max Emanuel 1976 I, S. 142–70.
Volk, Peter, Die bildende Kunst am Hofe Max Emanuels in: Kat. Max Emanuel 1976, I, S. 125–41.
Thon, Christina, Johann Baptist Zimmermann als Stukkator, München-Zürich 1977.
Schmid, Elmar D., Nymphenburg, München 1979
Bary, Roswitha von, Henriette Adelaide von Savoyen, München 1980.
Hojer, Gerhard und Elmar Schmid, Nymphenburg Schloß, Park und Burgen, Amtlicher Führer, München 1983.
Bauer-Wild, Anna, Die erste Bau- und Ausstattungsphase des Schlosses Nymphenburg 1662–80, München 1986.
Hojer, Gerhard, Die Amalienburg. Rokokojuwel im Nymphenburger Schloßpark, München-Zürich 1986.
Braunfels, Wolfgang, François Cuvilliés. Der Baumeister der galanten Architektur des Rokoko, München 1986.
SCHLOSSANLAGE SCHLEISSHEIM Gemeinde Oberschleißheim
Ehemalige Schloßanlage der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige bestehend aus dem Alten Schloß, Schloß Lustheim und dem Neuen Schloß im Bereich einer großen Gartenanlage, jetzt unter der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen
Öffentlich zugänglich sind Altes Schloß: Sammlung Weinhold, Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums
Schloß Lustheim: Meißener Porzellansammlung, Stiftung Ernst Schneider, Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums
Neues Schloß: Schauräume sowie Staatsgalerie Schleißheim, Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Baugeschichtlicher Überblick S. 428
Altes Schloß S. 429 Saal und Wohnräume S. 430 Wilhelmskapelle S. 448
Schloß Lustheim S. 449 Saal und Wohnräume S. 449 Renatuskapelle S. 482 Sog. Schöner Stall S. 484
Neues Schloß S. 488 Salle des Colonnes S. 488 Sala Terrena S. 493 Südliche Antecamera S. 496 Nördliche Antecamera S. 499 Speisesaal S. 502 Prunktreppenhaus S. 506 Großer oder Weißer Saal S. 510 Viktoriensaal S. 515
Große Galerie S. 519 Die Kurfürstlichen Appartements S. 525 Vor-, Audienz-, Schlaf- und Wohnzimmer des Kurfürsten S. 525 Jagdkabinett oder Rotes Kabinett S. 534 Niederländisches Malerei-Kabinett oder Braunes Kabinett S. 536 Vor-, Audienz-, Schlaf- und Wohnzimmer der Kurfürstin S. 538 Kammerkapelle der Kurfürstin S. 547 Maximilianskapelle S. 548 Gesamtikonologie S. 553
Quellen und Literatur S. 557