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München, Klosterkirche der Chorfrauen von Notre Dame

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 3, Teil 2: Stadt und Landkreis München. Profanbauten. Hirmer, München 1989, ISBN 978-3-7991-6358-3, S. 425, geschrieben von Bauer-Wild, Anna. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

EHEMALIGES KAFFEEZIMMER

Raum im Obergeschoß des Orangeriegebäudes, das den S-Flügel des nördlichen Hofgevierts bildete. Er liegt an der W-Seite, durch einen Vorraum vom großen Saal getrennt, der nie ausgestattet wurde; Zugang vom Paßspielgebäude über den 1739 entstandenen Wassergang. Zwei Fenster nach S, drei nach W

Auftraggeber: Kurfürst Max III. Joseph von Bayern (1745–77)

Autor und Entstehungszeit: Joseph Adam Mölckh (* 1714 Wien † 1794 Wien), 1757. Mölckh quittierte die Ausmalung am 20. 1. 1758 (das Datum 1757 ist von ihm irrtümlich angegeben, BHStA I, HR I, 285/261): »Daß von dem Churfrtl. Lobl. Hofzahl Ambt alhir mir endts unterschribenen umbwillen die deckhen des zu Nümphenburg in dem Neuerpaut Linckhen Flügel sich befindent sogenanten Caffee zimmers in fresco gemahlen habe, die yberhaubts veraccordierten fünffhundert Gulden richtig bezahlt

worden; würdet hirdurch bescheint München den 20. Januar 1757 Joseph Adam Mölckh Kayserl. Hofcamer-Mahler auß Dieroll.«

Verbleib: Das Deckengemälde ist nicht erhalten

Darstellung

Im Inventar von 1763 ist die Decke folgendermaßen beschrieben: »In dem Salletl, oder dem sogenannten Caffeezimmer nächst dem großen Saal ... Die gemahlte oberdecke bestehet in 4 Grouppen und enthaltet in einer die freyen Künsten, und hierunter insbesondere die Drechselkunst, alsdann aber in den übrigen die Anatomie, die Jagd, und die Alchymie.«

Quellen und Literatur

Heigel 1891, S. 65. Hager (1955), S. 63.

KLOSTERKIRCHE DER CHORFRAUEN VON NOTRE DAME