Hohenaschau, ehem. Burg der Grafen Preysing-Hohenaschau, Vestibül


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 12, Teil 1: Stadt und Landkreis Rosenheim. Hirmer, München 2006, ISBN 978-3-7774-3355-4, S. 294–295, geschrieben von Bauer-Wild, Anna. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Vestibül

Durchgangsraum an der O-Seite des Hofes

Zum Bauwerk: Der Vorraum an der O-Seite des Schloßhofes, vom dem sowohl eine Treppe als auch ein Gang abzweigt, stammt wie Treppe und Gang vom Umbau 1905/08. Die Decke trägt neubarocken Stuck.

Das barocke Deckenbild wurde aus anderem Zusammenhang an diese Decke versetzt.

Autor und Entstehungszeit: Das Bild wurde zur Zeit des Schloßumbaus 1905/08 erworben; die Provenienz ist nicht bekannt. Es dürfte aus der 2. Hälfte des 17. Jh. stammen (Bomhard, S. 384); es hat Ähnlichkeit mit den Bildern Stefano Catanis für den Münchner Hof (CBD, Bd 3/II, S. 267-69). Die untersichtige Darstellung läßt als sicher erscheinen, daß das Bild ursprünglich ebenfalls an einer Decke angebracht war.

Befund

Träger der Deckenmalerei: Flachdecke, Stuck 1905/08 Rahmen: Stuckprofil Technik: Öl auf Leinwand Maße: 2,60 × 1,85 m Erhaltungszustand und Restaurierungen: Das Bild wurde um 1970 von Walter Ball restauriert.

Beschreibung und Ikonographie

VERSUCHUNG DES HL. BENEDIKT Im Vordergrund einer öden Landschaft wälzt sich der junge Benedikt fast nackt in Dornen: der Teufel hält ihm, um ihn in Liebesglut zu versetzen, das Porträt einer schönen Frau vor. Vor unruhig aufgehellten Wolken fliegt ein kleiner Amor und schießt seinen Pfeil auf Benedikt ab, der die Versuchung überwindet, indem er seinen Körper kasteit.

 
Die Nordwand