Schwabstadl, Kapelle St. Johannes


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 1: Die Landkreise Landsberg am Lech, Starnberg, Weilheim-Schongau. Hirmer, München 1976, ISBN 978-3-7991-5737-7, S. 230, geschrieben von Bauer-Wild, Anna, Böhm, Cordula, Lüdicke, Lore und Werner-Clementschitsch, Heide. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Kapelle (seit 1871 Friedhofkapelle), Gemeinde und Pfarrei Obermeitingen, Diözese Augsburg; z. Z. der Ausmalung Hofmarksherrschaft Steingaden

Patrozinium: St. Johannes, ehem. St. Apollonia

Zum Bauwerk: Der schlichte Bau wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jh. durch Kloster Steingaden errichtet. - Einfacher rechteckiger, dreiseitig geschlossener Raum (7,60 m × 4,40 m)

Autor und Entstehungszeit: Das in seiner originalen Substanz schwer angegriffene und in der figürlichen Darstellung ausgesprochen schlichte Deckenbild ist wohl erst im späten 18. Jh. entstanden und nicht wie der Stuck bereits im 17. Jh.

Befund

Träger der Deckenmalerei: Flachdecke Rahmen: Stuckprofil

Technik: Fresko; polychrom Maße: Höhe 4,20 m; 1,55 × 1,55

Erhaltungszustand und Restaurierungen: Das 1951 restaurierte Mittelbild ist farblich schlecht erhalten und erheblich übermalt (Krone der Heiligen und Pflanzentopf). Die vier darum angeordneten Medaillons zeigen moderne Malereien. Keine Abbildungen

Beschreibung

Die hl. Apollonia steht frontal neben einem hohen Steinsockel und präsentiert ihre Attribute: Martyrerkrone und -palme, Zange und Zahn. Sie ist die Patronin für Zahnleiden.

Quellen und Literatur

Steichele-Schröder, Bd 8 (1932), S. 455. Müller-Hahl, Bernhard (Hg.), Heimatbuch Stadt- und Landkreis Landsberg am Lech, Aßling-München 1966 S. 544 f.