Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 1: Die Landkreise Landsberg am Lech, Starnberg, Weilheim-Schongau. Hirmer, München 1976, ISBN 978-3-7991-5737-7, S. 341, geschrieben von Bauer-Wild, Anna, Böhm, Cordula, Lüdicke, Lore und Werner-Clementschitsch, Heide. Original (Passwortgeschützt)
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Kalvarienberg

Zum Bauwerk: Halbrunde Nische (5,45 × 8,90 m), von Pilastervorlagen flankiert; Kalotte; geschwungener Giebel

Autor und Entstehungszeit: 1774 war Johann Baptist Baader mit den Fresken der Kirche in Perchting beschäftigt. Dem stilistischen Befund nach zu urteilen hat Baader im gleichen Jahr auch dieses Nischenfresko geschaffen.

Befund

Träger der Deckenmalerei: Nischeninnenwand und Kuppel als oberer Abschluß der Nische

Rahmen: Architektonische Rahmung, Pilaster und Gurtbogen mit ornamentaler Bemalung

Technik: Fresko; polychrom

Maße: Höhe der Nische 8,00 m; 2,10 × 4,10

Erhaltungszustand: Der Putz wurde mehrfach ausgebessert, zwei Schichten späterer Übermalungen sind sichtbar; starke Veränderungen im Detail

Beschreibung und Ikonographie

GOLGOTHA Im unteren Teil der Nische plastische Golgothagruppe mit Kruzifix, den beiden Schächern und Maria unter dem Kreuz.

In der Halbkuppelwölbung ist Gottvater dargestellt, neben der Weltkugel auf Wolken thronend, von einer hellen Himmelsöffnung und einem Kranz von Engelsköpfchen wie von einer Glorie umgeben. Seine Rechte weist segnend auf Christus. Über dem Kreuz schwebt die Taube des Geistes. Rechts in den Wolken die schmale Sichel eines Himmelsgestirns bedeutet die Verfinsterung der Sonne nach Christi Tod. Inschrift am Giebelbogen in einer Kartusche: Sieh das Holz des Kreuzes, / an welchem das Heil der Welt hing (Schriftstil spätes 19. Jh.)

 

Literatur siehe S. 340