Amelgering, Filialkirche St. Lambert
AMELGERING
Filialkirche, Gemeinde und Pfarrei Hohenpolding (Pfarrverband Holzland), Erzdiözese München und Freising; z.Z. der Ausmalung (bis 1883) Filiale der Pfarrei Steinkirchen. Gericht Erding
Patrozinium: St. Lambert
Zum Bauwerk: Ratifikation zum Neubau des völlig baufälligen Kirchleins am 26.3.1756 (StAL). Neubau 1756/57 durch Johann Baptist Lethner, Maurermeister aus Erding, und Abraham Kirschenhofer, Zimmermeister aus Erding (Datum im Dachstuhl 1757). Im Herbst 1757 war der Bau bis auf den Putz und den Turm fertig. Innendekoration 1757, sparsamer Stuck, der sich auf das Rahmenwerk und einzelne Rocaillemotive beschränkt. Weihe 1764.
Kleiner Bau, der Raum hell und hoch. LHs Saal zu drei Jochen mit gerundeten Ecken und Pilastergliederung vor flachen Wandvorlagen, im W Empore, die in der Mitte weit ausgebaucht ist, Belichtung von N und S durch je drei Rundbogenfenster. Eingezogener einachsiger AR mit halbrundem Schluß und zwei von O.
Auftraggeber: Matthäus Hoffmayr, Pfarrvikar von Steinkirchen (1737–59, s.S. 154), Mitglied der Bartholomäer. Steinkirchen beschäftigte zwei Kooperatoren, deren erster Amelgering und Hohenpolding betreute. Pfarrer und Kooperator sind auch auf dem Votivbild abgebildet: Matthäus Hoffmayr links, der Kooperator an der Spitze der ihm anvertrauten Amelgeringer Bauern.
Autor und Entstehungszeit: Franz Joseph Aiglstorffer (* um 1713 Wartenberg † 1790 Wartenberg; s. S. 146) 1757; Jahreszahl am Chorbogen MLCC/LVII und in C 1757.
Überzeugende Zuschreibung durch Brenninger 1980 (S. 133–35). Die Steinkirchener Filiale Hohenpolding war schon 1752 von Franz Joseph Aiglstorffer ausgemalt worden (s. S. 154), die Filiale Niederstraubing 1754 (s. S. 231).
Befund
Träger der Deckenmalerei: LHs (A, B, a-k) und AR (C, 1-6) Stichkappentonne
Rahmen: A, B und C weißer Stuckprofilrahmen; zwischen A und B und östlich von B ockergetönte Rocaille-Kartuschen; Stuckmuscheln östlich und westlich von C. Die Nebenbilder a-k und 1-6 haben einfache weiße Stuckprofilrahmen: Die Stichkappenbilder im LHs, b, d, g, i, sind von Stuckmotiven gekrönt; Stuckmotive auch über 1 und 6 und unter 2 und 5. Technik: Fresko; A–C, a–k polychrom, 1–6 monochrom ocker
Maße: A Höhe 8,30 m; 4,00×2,50
B Höhe 8,30 m; 4,00×2,50
C Höhe 8,10 m; 2,00×2,00
Erhaltungszustand und Restaurierungen: Baureparaturen 1853/54, 1861, 1878, 1895, 1905. Ob und wann anläßlich dieser Arbeiten die Deckenbilder restauriert wurden, ist nicht bekannt. Bei der Restaurierung 1982 wurde der Innenraum in der Fassung der »Neuredaktion der Jahrhundertwende« (Gutachten 1991, BLfD) konserviert. Die Wände wurden nach dem letzten Zustand weiß und hellocker mit violetten Einfassungen.
streifen getönt. Restaurierung der Fresken durch die Fa. Ludwig Keilhacker, Taufkirchen/Vils: Reinigen, Schließen der Risse und Ausbrüche, Retuschierung der Fehlstellen, Festigung der abpudernden Pigmente. Schadstellen vor allem im Randbereich der Bilder: »die Beschriftungen sind durch Abpudern zum Teil unleserlich geworden. Inwieweit eine Rekonstruktion möglich ist, kann erst vom Gerüst aus festgestellt werden« (BLfD, Bericht Keilhackers vom 22.6.1982). Ubermalungen früherer Restaurierungen wurden kaum festgestellt. Die Fresken sind in gutem und offenbar weitgehend originalem Zustand.
Beschreibung und Ikonographie
Das ikonographische Hauptgewicht der Ausmalung liegt auf den beiden Wetterheiligen Johannes und Paulus (LHs und C im AR), die Patrone eines der beiden Seitenaltäre waren (Schmidt, S. 150f.), deren Verehrung aber offenbar anläßlich des Neubaus auf den Hauptaltar übertragen wurde (Seitenfiguren von Christian Jorhan d. Ä. 1761). Ihr Fest am 26. Juni wurde von der Pfarrgemeinde Steinkirchen feierlich begangen, mit Prozession und Hochamt. Mit dem Kirchenpatron Lambert von Maastricht beschäftigen sich die Deckenbilder im Chor (C und die Nebenbilder 1–6).
A DIE HLL. JOHANNES UND PAULUS IN DER SCHLACHT Blickrichtung gegen W. Schlachtfeld vor den Toren einer Stadt. Im Vordergrund sind die drei Hauptpersonen zur Beratung zusammengetreten: Gallicanus, der Feldherr des Kaisers Konstantin, in prachtvoller römischer Rüstung mit Federhelm, hellblauem Mantel und Löwenköpfen als Epauletten, und vor ihm seine Berater Johannes und Paulus in Soldatenkleidung, mit Lanzen bewaffnet. Gallicanus sieht sich vom Feind in die Enge getrieben und erwägt zu fliehen. Johannes und Paulus versprechen ihm einen überragenden Sieg, wenn er gelobe, den christlichen Glauben anzunehmen. Alle drei heben die Hand zum Zeichen des Gelöbnisses. In den Wolken erscheint Christus, der seine Wundmale zeigt.
Hinter Gallicanus ist der weitere Verlauf der Begebenheit dargestellt: Ein Zug von berittenen Soldaten in weißer Kleidung, angeführt von einem Engel auf weißem Roß, der das Kreuzzeichen auf der Schulter trägt, zieht vor Gallicanus in die Schlacht.
Inschrift von der Orgel verdeckt. Johann und Paul dem Feld obrist Gallican vorsagen, daß er auf gemachtes Gelübde seinen Feind wird schlagen.
Der Legende nach (Ribadeneira-Hornig, Bd 1, S. 880-87) war Gallicanus Feldherr Kaiser Konstantins im Feldzug gegen die Skythen in Thrakien. Er forderte für den Fall seines Sieges ein Bürgermeisteramt und Constantia, die Tochter Kaiser Konstantins, zur Frau. Constantia, die Christin war, verlangte von ihrem Vater, dem Gallicanus die christlichen Brüder Johannes und Paulus, die bei ihr die Stellen des Hofmeisters und des Sekretärs bekleideten, mitzugeben. Diese sahen im kritischen Augenblick der Schlacht »die bequemste Gelegenheit ..., den Hülfflosen zum wahren Glauben zu bringen«. Auf sein Gelübde hin sah er »ohngefehr einen hocherwachsenen Jüng-
ling ihm an der Seith stehen, mit einem Creutz auf den Schultern, welcher sagte: Ergreiffe dein Schwerdt und folge mir nach. Er gürtete eylend das Gewehr um, tritt dem Jüngling auf dem Fuß nach, und vermercket beyderseits frische, tapfere und unbekannte Völcker ... «, die den feindlichen König der Skythen schnell bewogen, sich zu ergeben (S. 882).
B MARTYRIUM DER HLL. JOHANNES UND PAULUS Schauplatz ist ein Raum im Haus von Johannes und Paulus, von Arkaden begrenzt und nach hinten ins Freie gehend. Terentianus, der Bote des Kaisers Julian fordert die beiden Brüder auf, einem Götzenbild zu opfern. Von der anderen Seite naht schon der Henker, im Begriff, das Schwert aus der Scheide zu ziehen. Johann und Paul geben lieber her ihr Leben, als das sie sich dem götzen dienst ergeben.
Julianus, Neffe und Nachfolger des Kaisers Konstantin, neidete Johannes und Paulus die Hinterlassenschaft Constantias, die sie freigebig unter die Armen verteilten, und beschloß ihren Tod, um das Erbe an sich zu bringen. Er schickte Teren-
Lambertus abends mit einem Götzenbild in ihren Palast. Dieser fand sie im Gebet vor. Auf ihre Weigerung hin, dem Götzenbild zu opfern, ließ er sie auf der Stelle enthaupten und in ihrem Hause begraben, einmal, weil er die öffentliche Reaktion auf die Hinrichtung der Höflinge fürchtete, zum anderen weil er nicht wollte, daß sie als christliche Martyrer verehrt würden. Er verbreitete die Nachricht, sie seien des Landes verwiesen, und hielt ihren Tod vorläufig geheim.
C LAMBERT, JOHANNES UND PAULUS ALS PATRONE AMELGERINGS
Der irdische Schauplatz ist miniaturhaft klein wiedergegeben: die Kirche von Amelgering mit einem kleinen Bauernhaus, umgeben von Wiesen und Wäldern. Links kniet mit ausgebreiteten Armen der Pfarrer von Steinkirchen, Matthäus Hoffmayr, rechts die Gemeinde, angeführt vom Kooperator. Im Hintergrund zucken Blitze und fallen Hagelkörner aus dem gewitterdunklen Himmel. Über der Landschaft sind auf Wolken die Halbfiguren der heiligen Patrone dargestellt, in der Mitte der Kirchenpatron St. Lambert im Bischofsornat, der als Attribut ein pfeildurchbohrtes Herz in Händen hält. Seitlich sind die Wetterheiligen Johannes und Paulus in Soldatenkleidung zu sehen, mit den Martyrerattributen Schwert, Palme und Lorbeerkranz. Zwei Putten gießen aus Krügen Wasser als Regen auf die Erde. Ein Bittvers in einem Schriftband unter dem Bild bezieht sich auf das Wetterpatronat der Heiligen Johannes und Paulus. All schändliche Ungewitter all Hagl und Schauer,/ Wolt gnädig abwenden, das bittet der Bauer./ 1757.
Fresko c in Benediktbeuern (CBD, Bd 2, S. 50): »Habent pote statem claudere coelum nubibus et aperire portas eius«.
e Vor Donners Schreken / dise Zwey bedecken. Kirche auf einem Hügel, von Gewitterwolken und Blitzen bedroht.
f Landschaft mit Kirche auf einem Hügel, von Gewitter (Wolken und Blitze) und Sturm (blasende Windköpfchen) bedroht.
g Non Murmur resonat (Keine Klage ertönt). Bereith steher / in Tot zu gehen. Schlachtblock, in dem zwei Messer stecken. Davor stehen geduldig zwei Lämmer. Johannes und Paulus ergaben sich nicht nur geduldig in das Martyrium, sie schlugen auch eine Bedenkzeit aus und drängten zum sofortigen Vollzug.
h Diß Opfer muß söhnen / V...ls friden Vergöhnen. Landschaft mit der Sonne, die durch die dunklen Regenwolken bricht, und den Wassern der Sintflut, die sich verlaufen. In Hintergrund ist auf einem Hügel die gestrandete Arche Noah zu sehen. Im Vordergrund steht ein Opferaltar, auf dem ein dargebrachtes Lamm vom Feuer verzehrt wird. Rechts und links vom Altar liegen die abgeschlagenen Häupter der beider Heiligen Johannes und Paulus. Zwischen ihnen erhebt sich ein Regenbogen. Hier wird das Martyrium der Heiligen als ein Versöhnungsopfer interpretiert: Sie haben durch ihren Tod den Zorn Gottes beschwichtigt (der Regenbogen ist Versöhnungszeichen zwischen Gott und den Menschen) und die Macht erhalten, dem Menschen und den Feldfrüchten schädliches Wetter abzuwenden (abziehende Regenwolken, strahlende Sonne über der Arche).
i Perducis ad Caelestia (Du geleitest zum Himmlischen). Phoenix sterben:/ geist und leben erben. Auf einem hohen Felsen, der aus dem Wasser ragt, schwingt sich ein Phönix aus der Asche zum Himmel empor, als Bild für den Martyrer, der sich durch den leiblichen Tod das ewige Leben erwirbt.
k Kirche auf einem Hügel vor dem angedeuteten Erdball, auf dem zwei Palmen stehen, seitlich Mond mit Sternenhimmel und Sonne.
1-6 LAMBERT-ZYKLUS Die Stichkappen- und Zwickelbilder im AR zeigen Szenen aus dem Leben des Bischofs Lambert von Maastricht, des Kirchenpatrons von Amelgering, erläutert durch Inschriften. Der hl. Lambert lebte im 7. Jh., stammte aus einer vornehmen Utrechter Familie und wurde schon in der Kindheit dem hl. Landoald zur Erziehung übergeben (1). Früh wirkte er Wunder (2). Um das Jahr 670 wurde er zum Bischof von Maastricht geweiht (3), aus politischen Gründen später von seinem Bischofssitz vertrieben. Er verlebte eine siebenjährige Verbannung im Kloster Stablo. Nach der Rückkehr in sein Bistum missionierte er den Stamm der Taxandrier (4). Er schritt gegen das ehebrecherische Verhältnis von König Pippin mit Alpais ein (5) und verfeindete sich damit mit Alpais' Familie, deren Bruder Dodo ihn in Lüttich ermorden ließ. Verehrung des Grabes vor allem nach der Translation von Maastricht nach Lüttich (6). Zählung der Fresken in der chronologischen Folge (zu Lambert von Maastricht s. AASS, Sept. Tom. V, S. 518-617, mit den älteren Viten; Ribadeneira- Hornig, Bd 2, S. 403-07; LThK, Bd 6, Sp. 351, s. v. Lambert von Maastricht; ebd. Sp. 740 f., s. v. Lüttich).
I UNTERWEISUNG IN DER JUGEND ... alus (Landoaldus) schon in der Jugend / ... (unterweiset) Lambertum in aller Tugend. Landoald steht vor einem Marienaltar und weist den jungen Lambert, der vor ihm kniet, darauf hin.
2 QUELLWUNDER UND KOHLENWUNDER Wie hoch Lamperti Heilligkeit / durch grosse Wunder wird andeit. Landschaft mit einem Kirchenbau im Hintergrund links, an dem Bauarbeiter am Werk sind. Auf einem Weg, der zum Bau führt, geht der jugendliche Lambert und berührt mit einem Stab den Boden: dort entspringt eine kleine Fontäne. Im Arm trägt Lambert drei glühende Kohlen.
Auf dem Gut Wentreshofen, das Lamberts Vater gehörte, sollte eine Kirche gebaut werden, doch mangelte es an frischem Wasser. Hier wirkte Lambert, noch fast ein Knabe, sein erstes Wunder: er machte mit einem Stab ein Kreuz am Boden und rief die Dreifaltigkeit an, worauf eine Quelle entsprang (AASS, Vita des Sigebert von Gembloux, S. 589).
Das Wunder mit den Kohlen geschah, als Landoald dem Knaben befahl, Feuer zu holen, und kein Feuergefäß vorhanden war. Da nahm Lambert die Kohlen in sein Gewand, ohne sich zu verletzen (AASS, loc. cit., S. 590). Ribadeneira berichtet, »daß er auch ... ohne Verletzung, Feuer in dem Busen truge, und einen frischen Bronnen erweckte, an dem Orth, wo man in dem Bau einer Kirch begriffen ware«.
3 BISCHOFSWEIHE Sogar zum Bischoff wird erwehlet und alsbald z. neuen Hirt[en] befellet. Drei Bischöfe steher unter einem Baldachin; der mittlere, im erzbischöflichen Pallium, setzt dem knienden Lambert die Mitra auf. Seitlich Ministranten mit Bischofstäben und Salbgefäß.
Nach der Unterweisung bei Landoaldus übergaben die Eltern den jugendlichen Lambertus an Theodardus, den hochverehrten Bischof der Diözese Lüttich (der Bischofsitz der Diözese war bis 718/22 Maastricht, dann Lüttich; Theodardus war noch Bischof in Maastricht). Nach dessen Tod wurde Lambertus einhellig zu seinem Nachfolger erwählt.
4 BEKEHRUNG DER TAXANDRIER Iberall S. Lambert den Glauben vermehrt. so gar die wilde Taxander bekehrt. Innenraum eines Tempels. Rechts steht Bischof Lambert mit erhobener Rechten vor kniendem Volk, dahinter weist ein bärtiger Mann mit Kutte in die Tiefe des Raums, wo eine Säule und ein Götzenbild stürzen.
Auf den Seelsorgereisen durch sein Bistum kam Lambert auch zu dem angrenzenden Volk der Taxandrier (auch Toxandrier in der Gegend des heutigen Brabant, s. LThK, Bd 6, Sp. 351), das noch heidnisch war. Unter Einsatz seines Lebens bekehrte er sie zum Christentum, ließ die Götzentempel schleifen, stiftete Kirchen und weihte Priester.
5 LAMBERT VERWEIST KÖNIG PIPPIN DEN EHEBRUCH MIT ALPAIS S. Lambert Pipini, Alpeidae, Ehebrecherisches Leben / auch durch Verliehrung seines eignen ni will zugeben. Tafel unter einem Baldachin, an der König Pippin und Alpais im königlichen Gewand sitzen. Bischof Lambert steht im Vordergrund, die Rechte erhoben. Von seinem Mund geht ein Schriftstrahl aus non licet.
Nach der Legende warf Lambert dem König Pippin dessen ehebrecherische Beziehung zu Alpais vor. Zu einem Auftritt zwischen Lambert und Alpais kam es, als der Bischof vom König zu einem Festmahl geladen war. Das Auftreten Lamberts gegen Alpais wird in den früheren Viten nicht erwähnt, erst in der des Sigebert von Gembloux (AASS, S. 589-602). Seit den Viten von Sigebert und Ado von Vienne (LThK) Sp. 351) gilt die unerbittliche Haltung des Bischofs als Grund seines Todes, denn Alpais gelang es, ihren Bruder Dodo dazu zu bewegen, Lambert zu ermorden. Der Mord geschah in Lüttich spätestens im Jahr 705.
6 SARG DES HL. LAMBERT All zu S. Lamberti grab haben freuden (freyen?) Zuetritt ausser die Ehebrecherische Weiber nit. Einfaches Portal, hinter dem der strahlenumgebene Sarg des Heiligen zu sehen ist. Menschen knien davor. Im Vordergrund vertreibt ein Engel mit Flammenschwert zwei Frauen mit geschnürtem Mieder.
Lamberts Leichnam, zunächst in Maastricht begraben, wurde nach Lüttich überführt. Nach der Überführung des Leichnams »eylete alles Volck zu, ihn zu sehen, konnte auch jederman frey hinzu tretten, ohne einige Hindernuß: außer die Ehebrecherische oder sonsten mit ungeziemender Lieb behaffte Weibs-Persohnen: diese möchten angangen und zudrucken, so hefftig sie auch können, ware doch keine Möglichkeit, biß zum heiligen Leichnam zu gelangen« (Ribadeneira-Hornig, S. 406).
Quellen und Literatur
BHStA, Landshuter Abgabe 1993, 144: Neubau 1756. StAM, LRA 147731: Bauarbeiten im 19. und frühen 20. Jh. StAL, Regierung Landshut 4062: Bauplanung und Genehmigung 1756.
AEM, Pfarrakten Steinkirchen: Pfarrbeschreibung; Filiale Amelgering; Bauten II.
BLtD, Akt Amelgering, Kirche St. Lambert.
Schmidtsche Matrikel, Bd 2, S. 150f. Mayer-Westermayer, Bd 3, S. 473. KDB I OB (2), S. 1212. Kemp, S. 152 f. Brenninger 1980, S. 133–35. Brenninger, Georg, Die Kirchen der Pfarrei Hohenpolding, Kirchenführer, Steinkirchen (1981), S. 10–14. Brenninger 1982, S. 113. Landkreis Erding 1985, S. 345 f. Dehio 1990, S. 37.