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Zell, Pfarrkirche St. Lucia

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 10: Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Hirmer, München 2005, ISBN 978-3-7774-2365-4, S. 328–336, geschrieben von Volk-Knüttel, Brigitte. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Pfarrkirche (Pfarrverband Neuburg), Stadt Neuburg, Diözese Augsburg. Zell gehörte ursprünglich dem Benediktinerinnenkloster Neuburg, ging 1542 in den Besitz der Herzöge von Pfalz-Neuburg über und wurde protestantisch bis 1617. Nach Wiedereinführung des katholischen Glaubens traten die Jesuiten in Neuburg 1638 in die Rechte des aufgehobenen Benediktinerinnenklosters ein; Zell wurde wie Hollenbach (s. S. 105) und Unterhausen (s. S. 308) eine Hofmark des Jesuitenkollegs Neuburg. Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 gingen diese Hofmarken 1781 in den Besitz der Malteser über und nach Auflösung dieses Ordens 1808 an den König von Bayern. Der jeweilige Inhaber der Hofmark besaß das Präsentationsrecht auf die Pfarrei (außer in Unterhausen). An der Kirche in Zell bestand eine Herz-Jesu-Bruderschaft. Gericht Neuburg

Patrozinium: St. Lucia, Nebenpatron St. Sebastian

Zum Bauwerk: Die Kirche ist ein Neubau von 1739 laut Chronogramm in einer Inschriftkartusche über dem Chorbogen: SANCTA LVCIA / VIRGO AC MAR=/TYR SYRA CVSA=/NA LVX VERA PA=/ROCHIAE ZELLENSIS. Der Turm im W stammt in den unteren Geschossen von 1486 (Inschrift), das Glockengeschoß mit Satteldach wohl aus dem 17. Jahrhundert. An der Kanzel Gemälde aus der Erbauungszeit mit Darstellungen der Vier Evangelisten am Kanzelkorb und der Vier letzten Dinge am Schalldeckel. Aus der gleichen Zeit das gemalte Antependium am Hochaltar mit Darstellungen der hl. Lucia. An den Wänden befanden sich ursprünglich auf Leinwand gemalte Ganzfigurenbilder der Zwölf Apostel (1891 entfernt, nur die Inschriften, die Namen und Wirkungskreis nennen, sind noch vorhanden). Bei der Darstellung des Judas Thaddäus soll es sich um ein Porträt des Auftraggebers, des Pfarrers Kirchbaur, in der roten Kleidung der Alumnen des Kollegium Germanicum in Rom gehandelt haben.

Der Kirchenraum
Stuckkartusche am Chorbogen mit Chronogramm 1739

Saalbau zu drei Jochen mit eingezogenem AR zu einem Joch und halbkreisförmigem Schluß; gotischer Turm an der W Seite. Im S des ARs schließt sich die Sakristei mit Oratorium im Obergeschoß an. Belichtung durch hohe Stichbogenfenster. Im W Doppelempore, die die Fenster überschneidet. Farbig gefaßter Bandwerkstuck in der Art des Eichstätter Stuckators Franz Xaver Horneis an Decke und Wänden; über dem Scheitel der Fenster musizierende Putten in hohem Relief auf Konsolen als Verkörperung der Engelchöre.

Auftraggeber: Dr. Georg Claudius Kirchbaur, Pfarrer in Zell (1731–68). Kirchbaur (* 1700) hatte von 1720 bis 1723 am Collegium Germanicum in Rom studiert und war Kammerer des

A Die hl. Lucia als Patronin von Zell

Kapitels Neuburg, Geistlicher Rat und Kanonikus in Vils¬hofen. Sein Epitaph befindet sich an der S-Wand der Kirche neben dem Eingang. »Um seine Gemeinde Zell machte er sich verdient, ließ eine neue Kirche bedeutend größer als die alte aufführen, fast ganz auf seine Kosten« (Böhaimb, S. 102). »Um seine Gemeinde Zell machte er sich verdient, ließ eine neue Kirche bedeutend größer als die alte aufführen, fast ganz auf seine Kosten«.

Autor und Entstehungszeit: Autor unbekannt, um 1739 Die Deckenbilder entstanden wohl anschließend an den Kirchenbau 1739. Sie stammen möglicherweise von demselben Künstler, der auch das Antependium des Hochaltars gemalt hat, doch verbietet sich eine Zuweisung aufgrund der sehr bescheidenen Qualität und des schlechten Erhaltungszustandes.

2 Die hl. Lucia verteilt ihr Vermögen

Befund

Träger der Deckenmalerei: LHs Flachtonne mit Stichkappen; AR Muldengewölbe mit Stichkappen

Rahmen: A gelängter Vierpaß mit geschwungenem, vergoldetem Stuckprofilrahmen; Aa-b, 1-4 einfacher Stuckrahmen; B geschwungener vergoldeter Stuckprofilrahmen, dem stellenweise Akanthus entwächst und der von Wolken und Engelsköpfchen übergriffen wird; Ba-e einfacher Stuckrahmen Technik: A 1-4 Fresko polychrom. A1 camaieu braun, B2,4d camaieu blau-grau, Bp,c,2 camaieu braun

Masse: A Höhe 9,01 m; 5,30×3,70

B Höhe 8,86 m; 3,40×3,40

, , , , , , , , , , , , , , , , , , , , Erhaltungszustand und Restaurierungen: Bei einer Innenrenovierung 1891 wurden Decke und Wände gereinigt, aus getüncht und die Stuckaturen neu vergoldet. Die Deckenbilder sparte man aus, da sie nur in Wasserfarben ausgeführ seien; die Darstellungen an der Kanzel wurden »grob und batzig« übermalt (StA Augsburg). Im Zuge einer Innenrenovierung von 1908 durch Paul Jakisch, Neuburg, wurden die Gemälde von Joseph Keisl »übergangen« (Horn/Meyer S. 788), d. h. zum Teil stark übermalt. 1953 erfolgte eine Außeninstandsetzung des Baus, 1972 eine Innenrestaurierung durch die Kirchenmalerfirma Georg Löhnert, Ingolstadt. Dabei versuchte man, die Übermalungen zu entfernen. Es ist jedoch nur sehr wenig originale Substanz erhalten.

Ein Photo im BLfD, aufgenommen vor der letzten Restaurie rung von 1972, zeigt anstelle des Bildes Aa (geflügeltes durch bohrtes Herz) eine Darstellung des Herzens Jesu mit der Dornenkrone, von Strahlen umgeben und in Wolken schwebend, dazu die Umschrift: SÜSSESTES HERZ MEINS JESU / GIB DASS ICH IMMER MEHR DICH LIEB. Diese Herz-Jesu-Darstellung (19./20. Jh.) dürfte anläßlich der Restaurierung von 1972 abgenommen worden sein und die jetzt sichtbare Darstellung freigelegt oder neu gemalt worden sein. Aufgrund des Fehlens von Vergleichen für die Bildelemente und ihre Anordnung müssen weitgehende Ergänzungen vermutet werden.

Beschreibung und Ikonographie

Das Hauptbild des LHs zeigt die Heilige Lucia als Patronin von Zell (A), die übrige Ausmalung gilt ihrem Leben und ihrem Martyrium (1–4, B). Nach der Legende lebte Lucia während der diokletianischen Christenverfolgung in Syrakus. Als sie mit ihrer kranken Mutter eine Wallfahrt nach Catania an das Grab der hl. Agatha unternahm, erschien ihnen die Heilig (1), heilte die Mutter und verkündete Lucia ihr zukünftiges Martyrium. Nach der Rückkehr entschloß sich Lucia, auf die schon vereinbarte Heirat zu verzichten und ihren Besitz unter die Armen zu verteilen (2). Von ihrem Verlobten, der das Heiratsgut schwinden sah, wurde sie als Christin angeklagt und vor den Richter Paschasius geführt (3). Vor Gericht stand sie fest in ihrem Glauben. Um sie zu demütigen, wollte man sie in ein Bordell bringen, doch selbst mit der Kraft mehrerer Ochsen konnte man sie nicht von der Stelle bewegen (4). Lucia erlitt das Martyrium durch das Schwert, nachdem der Versuch mißlungen war, sie durch Verbrennen zu töten (B). Sie konnte jedoch erst sterben, nachdem sie von einem Priester die Kommunion empfangen hatte (vgl. Darstellung Ab). Vor ihrem Toverkündete sie die Rückkehr des Friedens für die Christenheit und den Tod des Imperators (LA-Benz, S. 35-38; BiblSS, Bd VIII, Sp. 241–257; LCI, Bd 7, Sp. 415–420). Die Darstellungen sind ausführlich durch lateinische Inschriften erläutert, wie es sich auch in weiteren Kirchen des Landkreises in den 1730er Jahren beobachten läßt (Mauern, S. 142; Illdorf, S. 110).

A DIE HL. LUCIA ALS PATRONIN VON ZELL Die Heilige, in blauem Kleid und braunem Mantel, thront in der Bildmitte auf Wolken, umgeben von Engeln, die Palmzweig, Lorbeerkranz, Lilien und Rosen als Attribute der Jungfrau und Martyrerin halten. Zu ihren Füßen kämpfen zwei Engel mit Schwert und Blitzbündel gegen die von ihr überwundenen Laster und bösen Mächte. Links sieht man die geschmückte Frau Welt mit Zepter und Perlen, davor den Teufel, der eine Schlange umklammert, sowie Amor carnalis mit Pfeilen im Köcher. Der Ochse und der im Vordergrund kniende römische sche Soldat, der mit abwehrender Geste nach oben blickt beziehen sich auf die in Darstellung 4 geschilderte Episode der Legende, wonach vergeblich versucht wird, Lucia ins Bordell zu bringen. Zu Füßen der Heiligen sieht man

B Martyrium der hl. Lucia
d Barmherzigkeit

Die Darstellung ist durch Inschriften auf Schriftbändern jeweils an den Scheiteln des Bildes erläutert.

Im W (oben): PAX ECCLESIAE PRAENVNTIATA SANCTA LVCIA VIRGINE ET MARTYRE INSPIRATA A SPIRITV SANCTO (Der Friede der Kirche ist von der hl. Lucia, Jungfrau und Martyrerin, inspiriert vom Heiligen Geist, vorausgesagt worden).

Im O (unten): LVX LVCIA ESTO ZELL AC BRVGG LVCE REPLETO/SVNT ETENIM IN TENEBRIS TARTARA TERRA CARO (= 1739) (Lucia soll ein Licht sein für Zell und Brugg, die vom Licht erfüllt sind, aber in Finsternis liegen Hölle, Welt und Fleisch).

Inschrift oben: ERRAS QVANDO ORAS, NISI DVX SIT PRAEVIVS./SIC ORA, HAVD ERRAS, HAC DVCTRICE TVA. (Du irrst, wenn du betest, wenn nicht der Führer vorausgeht; bete so, und du irrst nicht mit ihr als deiner Führerin). Unten:

DIE ARMEN Die Heilige in blauem Kleid hinter einem Tisch, darauf ist ein Schmuckkasten zu sehen. Assistiert von ihrer Mutter verteilt sie ihr Geschmeide an die links sitzenden Bettler und Krüppel.

Inschrift oben: VIX ERIT IN CAELO QVI NOLIT MAGNIS INESSE/ FAC MEDIVM IN MINIMIS DA TVA MAGNVS ERIS. (Es wird kaum einer im Himmel sein, der an großen Dingen nicht teilhaben will; ergreife als Mittel den

B Stärke

Armsten das Deine zu geben, dann wirst du groß sein). Unten: AURI NULLA FAMES (Kein Verlangen nach Gold).

3 DIE HL. LUCIA WIRD VERKLAGT In einer Säulenhalle steht links der Thron des Richters, von rechts naht der abgewiesene Bräutigam in modischer Kleidung des 18. Jahrhunderts, mit kurzem Mantel, Degen, Dreispitz und Schnallenschuhen, um Lucia als Christin anzuklagen. Im Hintergrund sieht man sie selbst mit ihrer Mutter.

Inschrift oben: CANDIDIOR NIVEO VIX EST COLOR VLLVS IN ORBE, TAMEN EXCEDIT VITA PVDICA NIVES (Kaum eine Farbe auf der Welt ist weißer als schneeweiß. Dennoch übertrifft ein keusches Leben den Schnee) Unten: DISPLICENT THORI, PRAEPLACET MORI (Die Hochzeit mißfällt ihr, es gefällt ihr besser zu sterben).

4 OCHSENWUNDER Die Heilige ist mit einer Kette an vier Ochsen gebunden, die zwei Männer vergeblich anzutreiben suchen. Im Himmel erscheint die Taube des Heiligen Geistes. Nach der Legenda Aurea (LA-Benz, S. 37) war Lucia von den Gnaden des Hl. Geistes so schwer, daß sie nicht bewegt werden konnte.

Inschrift oben: EN DVPLICIA BOVM ROBVSTAQVE MACHINA CARNIS / VIRGINIS EN! FRAGILIS MEMBRA NEC VNCIAE MOVET (Siehe, die doppelte Zahl an Rindergespannen und das starke Aufgebot des Fleisches bewegen die Glieder der zarten Jungfrau nicht um Daumenbreite). Unten: MOBILE QUOD NON EST DI-/XERIS AN FRAGILE? (Was nicht beweglich ist, nennst du das etwa zerbrechlich?).

Aa-b SYMBOLISCHE DARSTELLUNGEN Die unge- wöhnlichen Darstellungen schließen sich als Begleitbilder in O und W an das Hauptbild A an, das die hl. Lucia in der Glo- rie zeigt. Sie stimmen im Format und durch die Ausführung in camaieu-braun überein, doch wird ein direkter Bezug zur Titelheiligen nur bei Ab Spende des Sakraments, deutlich: Die hl. Lucia konnte nach erlittenem Martyrium erst sterben nachdem sie die Kommunion empfangen hatte. Ein Hinweis auf die Heilige ist bei der andern Darstellung Aa Geflügeltes durchbohrtes Herz, mit der das Herz Jesu gemeint ist, dagegen nicht erkennbar. Das ursprüngliche Aussehen dieser Darstellung, die übermalt war, ist nicht gesichert (s. Erhaltungszustand). Ein Bezug zu der an der Kirche bestehenden Herz-Jesu-Bruderschaft ist anzunehmen.

Aa GEFLÜGELTES DURCHBOHRTES HERZ Ein geflügeltes Herz mit einem Auge in der Mitte wird von einem Degen durchbohrt. Unterhalb liegen auf einer Wolkenbank Herzen mit Augen, daneben sieht man links Tiara, Kardinalshut und Bischofsmitra, rechts drei Kronen von weltlichen Würdenträgern. In einer Landschaft darunter liegen auf dem Boden einzelne Augen, die auf das durchbohrte Herz Jesu schauen. Dem entspricht der Text des Schriftbandes.

Inschrift oben: OCVLI OMNIVM IN TE SPERANT Psal. 144,15 (Aller Augen hoffen auf dich). Unten: COR MVNDVM CREA, ET SPIRITVM RECTVM (Schaffe ein reines Herz und einen rechten Geist: Ps 50,12).

Unterhalb der Darstellung befindet sich, von Stuckwolken gerahmt, die ovale Heilig-Geist-Öffnung mit einer von Strahlen umgebenen plastischen Taube in der Mitte.

Ab SPENDE DES SAKRAMENTS Vor einem Altar, aus dem die Monstranz steht, wendet sich ein Priester einer knienden Frau zu. Er hält Kelch und Hostie in Händen und spendet ihr das Sakrament.

Inschrift oben: CALICEM SALVTARIS ACCIPIAM. Unten: ET NOMEN DOMINI INVOCABO. (Ich will den Kelch des Heils annehmen und des Herrn Namen anrufen; Ps 115,13).

M 18. JH. IM BEREICH DES LANDKREISES NEUBURG-SCHROBENHAUSEN TÄTIGE MALE

Unterhalb des Emblems befindet sich, in einem von Stuckwolken umgebenen ovalen Feld, analog zur Hl.-Geist-Öffnung, der Name Jesu in dem Monogramm IHS mit den drei Kreuznägeln.

Fresken im Altarraum

B MARTYRIUM DER HL. LUCIA Im AR ist in der Mitte das Martyrium der hl. Lucia dargestellt. Lucia ist mit Ketten an einen Pfahl gefesselt, zu ihren Füßen lodert das Feuer. Links im Hintergrund steht der Richter Paschasius, begleitet von zwei Schergen, von denen einer im Begriff ist, den Hals der Heiligen mit einem Schwert zu durchbohren. Rechts schüren zwei Männer das Feuer und legen Holz nach. Lucia blickt empor zu der Geisttaube im Himmel, mit der sie durch einen Schriftstrahl verbunden ist: ESTO COLUMNA MEUS SANCTA COLUMBA DEUS (Sei mir eine feste Säule, heilige Taube, mein Gott).

Umschrift: FORTIOR INTUS ERAT / URENS FLAMMA FORIS (Die Flamme innen war stärker als die Flamme außen). Unterhalb auf einem Schriftband: PAR AMOR EST IGNI CENTRVM SIBI FECIT / IN ALTO SIC IN LVCIAE CORDE TETENDIT AMOR (Liebe gleicht dem Feuer; ihren Mittelpunkt schuf sie sich in der Tiefe, im Herzen Lucias hat die Liebe ihr Zelt aufgeschlagen) (»In ihr war Ausgießung himmlischer Liebe ohne jegliche unreine Lust«; LA-Benz, S. 35).

Ergänzungen zur Ikonographie

Die künstlerische Qualität der Ausmalung ist sehr bescheiden, das ikonographische Programm jedoch ungewöhnlich und ambitioniert. Auffallend ist die außerordentliche Kunstfertigkeit der erläuternden lateinischen Inschriften (für freundliche Hinweise und Hilfe bei der Übersetzung wird Prälat Dr. Sigmund Benker, Freising, herzlich gedankt). Als ihren Urheber darf man den ebenso gebildeten wie originellen Auftraggeber Pfarrer Kirchbaur, ansehen. Er besaß eine große Bibliothek, die er seiner Vaterstadt Monheim vermachte. Das sehr seltene Patrozinium St. Lucia kommt sonst im Landkreis nicht vor. Ob der Patroziniumswechsel von St. Sebastian zu St. Lucia mit der Rekatholisierung durch die Jesuiten zusammenhängt (s. Sakrale Kunst, S. 177), ist nicht sicher bezeugt, würde aber gut passen. Lucia ist die Lichtbringerin (lux-Lucia), die den Frieden der Kirchen voraussagte, ihre Standfestigkeit im Martyrium macht sie besonders verehrungswürdig und als Vorbild geeignet.

Quellen und Literatur

Zum Kirchenbau und seiner Ausstattung konnten keine Quellen gefunden werden. Das Pfarrarchiv von Zell befindet sich in St. Ulrich in Neuburg und war nicht zugänglich.

ABA, BO, Summarische Übersicht der Pfarr- und Kirchenverhältnisse zu Beginn 1892. BHStA, Graßegger-Sammlung Nr. 15463: Schenkung der Bibliothek Kirchbaurs an die Stadt Monheim. BLfD, Registratur, Akten Zell, Pfarrkirche St. Lucia. StA Augsburg, BA Neuburg, Nr 6670: Restaurierung.

Braun-Augsburg, Bd 1, S. 481. Böhaimb, Carl August, Zell, in: NK 27, 1861, S. 85–104. Hopp, Bd 2, S. 84 f. Steinhuber, Andreas, Geschichte des Kollegium Germanicum in Rom, Bd 2, Freiburg 1906, S. 265. Horn/Meyer, 1958, S. 787–790. Sakrale Kunst, II: Die Diözese Augsburg, Marzoll, um 1975, S. 177 f.: Zell (Pfr. Georg Reiner). Pötzl, III, S. 44, 59. Kaeß, Friedrich und Reinhard H. Seitz, Neuburg an der Donau. Stadt der Renaissance und des Barock, Weißenhorn 1986, S. 46 und Abb. 52. Wagner, Ludwig, Auf den Spuren der Dorfgeschichte Zell-Bruck, Neuburg 1998, S. 26–35.

B. V.-K.