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Vorwort (Band 4)

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 4: Landkreis Fürstenfeldbruck. Hirmer, München 1995, ISBN 978-3-7774-6310-0, S. 6–7, geschrieben von Bauer, Hermann und Rupprecht, Bernhard. Original (Passwortgeschützt)
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Der vorliegende Band behandelt die barocken Deckenmalereien des Landkreises Fürstenfeldbruck. Abweichend von der bisherigen Editionsweise wird die Reihe von jetzt an jeweils einen Landkreis in einem Einzelband herausbringen, da sich mehrere Landkreise in einem Band zu vereinen als unhandlich erwiesen hat.

Der heutige Landkreis Fürstenfeldbruck setzt sich aus dem ehemaligen Gericht Bruck, das im Besitz von Kloster Fürstenfeld war, und aus Teilen der Landgerichte Landsberg, Dachau und Starnberg zusammen. Mittelpunkt und künstlerischer Glanzpunkt des Landkreises ist die Klosterkirche Fürstenfeld. Das westliche Gebiet stand unter dem Einfluß der Augsburger Freskomalerei, es gehörte auch kirchlich zum Bistum Augsburg, während der östliche Teil im ehemaligen Freisingischen Diözesanbereich seine Künstler und Handwerker aus den Gerichtsbereichen Bruck und Dachau bezog, die im 18. Jh. über bescheidenere Maler verfügten.

Bei der Objektauswahl erwiesen sich einige Entscheidungen als problematisch. So wurde z. B. die Leonhardskirche in Fürstenfeldbruck nicht aufgenommen: ihre Ausmalung stammt zwar aus der Barockzeit, der Träger der Deckenmalerei ist jedoch ein gotisches Rippengewölbe, und insofern trifft der Begriff barocke Deckenmalerei in diesem Fall nicht zu. Verschiedene Kirchen weisen innerhalb einer qualitätvollen barocken Stuckdekoration schlecht erhaltene Barockfresken auf; diese Objekte wurden wegen des barocken Gesamteindrucks aufgenommen und mit Kurztexten abgehandelt: Aich, Aufkirchen, Günzlhofen, Hanshofen, Hohenzell, Holzhausen; desgleichen freigelegte, aber aus ihrer barocker Gesamtwirkung gelöste Fresken wie in Adelshofen, Biburg und Windach. Nicht aufgenommen wurden neubarocke Fresken, die sich innerhalb einer barocken Dekoration befinden wie z. B. in Hattenhofen und Herrnzell, Langwied und Steinbach bzw. leere Bildfelder innerhalb einer barocken Stuckdekoration, die auf ehemalige bzw. übermalte Deckenbilder schließen lassen, wie in Stephansberg, St. Wolfgang bei Überacker und in Waltenhofen. Einen Sonderfall stellt das Langhausfresko in Puch dar: Es wurde 1936 nach einem Stich neu gemalt, der seinerseits auf das frühere Deckenbild zurückgeht.

Die erste Erfassung der Deckenmalereien im Landkreis Fürstenfeldbruck liegt einige Jahre zurück: die Drucklegung hat sich lange hingezogen. Es wurde versucht, die Texte auf den aktuellen Stand zu bringen. Die Erfassung der Objekte erfolgte durch Alois Harbeck, Monika Hornig-Sutter und Heide Werner-Clementschitsch, letztere schrieb auch die Erstfassung der Texte. Bärbel Hamacher bearbeitete analog mit dem Asam-Katalog die Klosterkirche Fürstenfeld, Michael Gluderer die Pfarrkirche St. Magdalena in Fürstenfeldbruck. Die Endbearbeitung des Landkreises lag bei Anna Bauer, Brigitte Sauerländer und Brigitte Volk-Knüttel, für die Aktualisierung der Objekte war Cordula Böhm zuständig.

Bei unserer Arbeit wurden wir von vielen Seiten unterstützt und danken bei dieser Gelegenheit herzlich für diese Hilfe. Herr Dr. Alois Harbeck, Puchheim, stellte uns unentgeltlich Büroräume zur Verfügung und unterstützte uns in großzügiger Weise. Empfehlungen des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising, des Bischöflichen Ordinariats Augsburg und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege haben uns die Arbeit sehr erleichtert. Wir dürfen den geistlichen Herren danken, die uns Zutritt zu den Kirchen gewährten, Einsicht in Archivalien ermöglichten und die Erlaubnis für photographische Aufnahmen gaben.

Die Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen war ebenso ergiebig wie dankenswert erfreulich. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gewährte uns Einsicht in die Restaurierungsakten, und Frau Dr. Gisela Vits, Herr Dr. Klaus Kraft und Herr Dr. Volker Liedke standen uns mit ihrer Sachkenntnis zur Verfügung. Herr Dr. Sigmund Benker, Frau Angela Landes und die Herren Anton Gandl und Manfred Herz im Erzbischöflichen Ordinariatsarchiv München halfen uns in bewundernswerter Weise. Auch dem Archiv des Bistums Augsburg sowie Frau Dr. Hilda Thummerer möchten wir danken. Im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, im Staatsarchiv München, in der Bayerischen Staatsbibliothek mit Handschriftenabteilung, in der Universitätsbibliothek München, im Zentralinstitut für Kunstgeschichte, in der Staatlichen Graphischen Sammlung haben wir immer wieder Unterstützung gefunden. Die Restauratoren der betreffenden Objekte, die Herren Hans Hausch, Franz Debold, Helmut Knorr, Erwin Wiegerling, Helmut Zernickel, waren jederzeit zur Zusammenarbeit bereit. Ihnen allen sei herzlich gedankt. Unser Unternehmen wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen. Wir hoffen, durch unsere wissenschaftlichen Ergebnisse unseren Dank abstatten zu können. An dieser Stelle aber wollen wir den Damen und Herren der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die mit unserer Sache befaßt sind und die unseren Sorgen Gehör schenken, aufs herzlichste danken für ihre Geduld und ihr Verständnis. Frau Annemarie Haller, Sekretärin am Institut für Kunstgeschichte der Universität München, hat über viele Jahre alle Verwaltungsarbeit für uns erledigt. Sie trat in diesem Jahr in den Ruhestand, und wir danken ihr an dieser Stelle noch einmal. Wir freuen uns, daß, nach Auflösung des Süddeutschen Buchverlags, der Hirmer Verlag die Reihe übernommen hat. Für die verständnisvolle Zusammenarbeit danken wir dem Verleger Albert Hirmer, für die fachkundige und liebenswürdige Betreuung während der Herstellung Herrn Peter Mayr.

Das Zustandekommen des Buches war nur möglich mit der Unterstützung des Ernst von Siemens-Kunstfonds. Ihm sei herzlich gedankt.

Hermann Bauer / Bernhard Rupprecht