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Unterfinning, Pfarrkirche Zur Schmerzhaften Muttergottes

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 1: Die Landkreise Landsberg am Lech, Starnberg, Weilheim-Schongau. Hirmer, München 1976, ISBN 978-3-7991-5737-7, S. 247, geschrieben von Bauer-Wild, Anna, Böhm, Cordula, Lüdicke, Lore und Werner-Clementschitsch, Heide. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Pfarrkirche, Gemeinde Finning, Diözese Augsburg; z. Z. der Ausmalung hatte Kloster Benediktbeuern das Präsentationsrecht auf die Pfarrei, Gericht Landsberg

Patrozinium: Zur Schmerzhaften Muttergottes

Zum Bauwerk: Von dem gotischen Bau stammt noch der in der 1. Hälfte des 15. Jh. errichtete Chor. Erweiterung und Innenausstattung des Langhauses im späten 17. Jh. – Saalbau (15,50 × 7,50) mit eingezogenem AR; im W Empore

Autor und Entstehungszeit: Die einfachen, tafelbildartigen Darstellungen im LHs, die neben ornamentalen Malereien fünf Felder – vier kleinere Medaillons um ein Ovalmedaillon – der Kassettendecke zieren, stammen wohl aus der Zeit der barocken Umgestaltung. Der Autor ist nicht bekannt.

Befund

Träger der Deckenmalerei: flache Holzkassettendecke Rahmen: Holzprofil

Technik: Tempera auf Holz; polychrom Maße: A Höhe 6,50 m; 1,70 × 1,10

Erhaltungszustand und Restaurierungen: Anläßlich einer durchgreifenden Renovierung in den Jahren 1911–13 wurden die Malereien auf der Kassettendecke durch F. Grill unter einem Ölfarbenanstrich freigelegt und erneuert. Inwieweit bei diesem Verfahren, das die Temperamalschicht teilweise mit auflöste, die originale Substanz erhalten blieb, läßt sich nicht mehr beurteilen. Keine Abbildungen.

Bildabfolge

A Mariä Himmelfahrt

A1 Geburt Mariens

A2 Darbringung im Tempel

A3 Verkündigung

A4 Heimsuchung

Quellen und Literatur

Müller-Hahl, Bernhard (Hg.), Heimatbuch Stadt- und Landkreis Landsberg am Lech, Aßling-München 1966 S. 634 f.

Fried, Pankraz und Sebastian Hiereth, Die Landgerichte Landsberg und Schongau (= Historischer Atlas von Bayern, Bd 22/23), München 1971, S. 159.