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Unterbeuern, Kapelle St. Magnus

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 1: Die Landkreise Landsberg am Lech, Starnberg, Weilheim-Schongau. Hirmer, München 1976, ISBN 978-3-7991-5737-7, S. 240, geschrieben von Bauer-Wild, Anna, Böhm, Cordula, Lüdicke, Lore und Werner-Clementschitsch, Heide. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Kapelle, Gemeinde Dießen, Pfarrei Thaining (z. Z. von Stadl vikariert), Diözese Augsburg; z. Z. der Ausmalung Pfarrei und Hofmark St. Georgen (Inhaber Kloster Die- (Sen)

Patrozinium: St. Magnus

Zum Bauwerk: Der Bau stammt im wesentlichen aus dem 18. Jh.; rechteckiger Raum mit apsidialem Abschluß <math>(10 \text{ m} \times 5{,}60 \text{ m})</math>

Autor und Entstehungszeit: Stilistisch und thematisch paßt das Deckenbild in die Mitte des 18. Jh. Der schlechte Erhaltungszustand läßt mit dem von dem Landsberger Maler Joseph Anton Selig († 1741) signierten Altarbild kaum einen Vergleich zu (vgl. Müller- Hahl). Es ist daher zweifelhaft, ob er als Autor in Frage kommt.

Befund

Träger der Deckenmalerei: Tonne mit Stichkappen. Rahmen: imitiertes Rahmenprofil und Rocaillen. Technik: Fresko; polychrom. Maße: Höhe 6{,}10 m; 4{,}00 × 3{,}00.

Erhaltungszustand und Restaurierungen: Restaurierung und teilweise Neumalung 1922 durch S. Wirsching, bei der die Deckenbilder A, A1–2 teilweise übermalt und in den Konturen meist nachgezeichnet wurden. A1–2 zeigen wenig originalen Bestand. Das Mittelfresko A ist farblich schwach erhalten und weist leichte Abblätterungen auf. Die Gewölbedekoration aus Rocailleornamenten und sechs Symbolkartuschen stammt von der Renovierung 1922 (Signatur in der Kartusche östlich des Freskos A).

Beschreibung

A FÜNF WUNDEN JESU Das Fresko gibt Andachtsbildmotive der Passion Christi wieder: die fünf Wundmale Jesu, umgeben von den Leidenswerkzeugen (Arma Christi). A1 HL. ANTONIUS bezeichnet durch Kutte, Jesuskind und Lilie; St. Antonius / o.p.n.

A2 HL. KATHARINA mit fürstlichem Gewand, Rad und Palme; St. Katharina / o.p.n.

Quellen und Literatur

Braun-Augsburg, Bd 1, S. 382

Müller-Hahl, Bernhard (Hg.), Heimatbuch Stadt- und Landkreis Landsberg am Lech, Aßling-München 1966, S. 551.