München-Baumkirchen, Pfarrkirche St. Stephan
BAUMKIRCHEN St. Stephan
Pfarrkirche St. Stephan, Baumkirchnerstraße 45, z.Z. von der Pfarrei St. Michael Berg am Laim vikariert, Erzdiözese München und Freising; z.Z. der Ausmalung hatte das Collegiatstift St. Veit in Freising das Präsentationsrecht auf die Pfarrei, Landgericht Wolfratshausen
Patrozinium: St. Stephan

3 Ambrosius, links c Gabriel

Zum Bauwerk: Spätgotischer Bau, im frühen 18. Jh. barockisiert (am Chorbogen befanden sich vor der Restaurierung die Jahreszahlen 1511, 1713, 1883.) Amtierender Pfarrer Georg Miller (1708–34).
Fünfjochiger Saalbau, eingezogener dreijochiger AR, drei seitig geschlossen, Oratorium auf der S-Seite des AR. Belichtung im AR nördlich durch drei Barockfenster, südlich drei Emporenfenster. Im LHs gotisches Kreuzgewölbe, im AR frühbarocke Felderteilung. Die Deckenbilder befinden sich im AR.

4 Hieronymus, rechts d Raffael


1-4 KIRCHENVÄTER
1-4 KIRCHENVÄTER Darstellungen in Dreiviertelfigur vor rosa bewölktem Himmelsgrund:
1 Augustinus im Bischofsgewand, mit flammendem Herz 2 Gregor im Papstornat mit Taube und Buch 3 Ambrosius im Bischofsornat, mit Bienenkorb 4 Hieronymus im Kardinalsornat, mit Löwe
a-d ERZENGEL
a-d ERZENGEL:
a Tobias mit Fisch und Wanderstab b Michael mit Schwert und Waage (Typus des Seelenwägels) c Gabriel als Verkündigungsengel, mit Lilie d Raffael als Schutzengel, mit einem betenden Kind
Befund
Träger der Deckenmalerei: Tonnengewölbe mit Stichkappen
Rahmen: Stuckprofil
Technik: Fresko; polychrom
Maße: Höhe des AR 6,80 m
1-4 2,10 × 2,20 a-d Ø 0,60
Erhaltungszustand und Restaurierungen: Die Deckenbilder sind durch die Freilegung in den 50er Jahren beeinträchtigt, die Freskoschicht ist, besonders bei b (Hl. Michael), weitgehend abgerieben.
Bildabfolge
Die Stuckeinteilung des AR-Gewölbes deutet darauf hin, daß auch die beiden – jetzt leeren – Hauptfelder ursprünglich mit Bildern geschmückt waren. Die freigelegten Fresken befinden sich in den Stichkappen (1–4) und den Fensterlaibungen (a-d) des Chorgewölbes.
Quellen und Literatur
Schmidtsche Matrikel, Bd 2, S. 488. Mayer-Westermayer, Bd 2, S. 617.
KDB I OB (1), S. 766.
C. B