Zum Inhalt springen

Ehem Steinburger Hof in der Krempermarsch

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Ehem. Steinburger Hof in der Krempermarsch, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2024, URL: www.deckenmalerei.eu/0028c619-11ac-4ea0-91af-2653daa3c7e0

Inventarnummer: cbdd20106

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

In Schloss Reinbek wird Wandmalerei aus dem 18. Jahrhundert aus einem unbekannten Steinburger Hof in der Krempermarsch gezeigt. In einer bunten mitteleuropäischen Hügellandschaft gehen Jäger der Jagd nach.

Wandmalereirest aus einem unbekannten Steinburger Hof in der Krempermarsch

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

In Schloss Reinbek wird Wandmalerei aus einem unbekannten Steinburger Hof in der Krempermarsch gezeigt. Es handelt sich um jagdlich bemalte Bretter, die im rechten Winkel zueinander stehen und offenbar aus einer Raumecke stammen. Sie sind 5,5 Meter breit. Das untere Drittel nimmt eine Lambriszone ein, die oberen zwei Drittel zeigen gegenständliche Malerei. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert und würde gut in eine so genannte Sommerstube passen. Doch ist die Herkunft der Malerei unbekannt. Genannt wird lediglich ein Steinburger Hof in der Kremper Marsch. Die Malerei soll 1985 nach Reinbek gekommen sein, nachdem der Ursprungsbau abgerissen worden war.[1]

Beschreibung und Ikonographie

In einer bunten mitteleuropäischen Hügellandschaft mit großen Bäumen, einem See, Äckern, Feldern, Landsitzen und südländisch anmutenden Städten gehen Jäger der Jagd nach. Sie hetzen Hirsche und Hasen, lassen Schwarzwild auf Sauspieße laufen und schießen mit dem Gewehr.

Gestalterische Mittel – Komposition und Ansichtigkeit

Die Darstellung wirkt leicht naiv. Dazu tragen die bunten Farben, die harten Konturen ohne Schattenwurf, die ungelenke Anatomie der Figuren, ihre Unmaßstäblichkeit sowie die Stilisierung von Landschaft und Bauten gleichermaßen bei.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Konerding, Reinbek, 1983. – Konerding, Volker: Die Restaurierung des Äußeren von Schloß Reinbek, in: Schloß Reinbek. Reinbek 1983, S. 26-35.
  • Lafrenz, Schlösser, 2022. – Lafrenz, Deert: Schlösser in Schleswig-Holstein (Studien zur Schleswig-Holsteinischen Kunstgeschichte, 18). Petersberg 2022.

Einzelnachweise

  1. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 294; Konerding, Reinbek, 1983, S. 26.