Wessobrunn, ehem. Benediktinerabtei Klostergebäude, Gang
Gang im ehem. Prälatentrakt und anschließender Gang im Gästetrakt
Zum Bauwerk: Prälaten- und Gästetrakt, in deren Obergeschoß sich die beiden Gänge befinden, wurden unter Abt Leonhard Weiß errichtet und im wesentlichen in den 90er Jahren ausgestattet. Der Gang im Prälatentrakt (40,50 × 4,00 m) besteht aus 17 reichstukkierten Gewölbejochen, der im rechten Winkel anschließende des Gästetrakts (88,00 × 4,00 m) aus 28 Jochen.
Auftraggeber: Abt Thassilo Bölzl von Wessobrunn (1706–43)
Autor und Entstehungszeit: Die Deckenbilder sind später als der Stuck (1690) entstanden. Als Autor der Bilder wurde Josef Zäch vermutet (Hager 1893/94, S. 324). Geht man jedoch von den einigermaßen für Zäch gesicherten Deckenbildern im Theatersaal (s. Gasthaus zur Post) und in Vilgertshofen (s. LKr. Landsberg am Lech) aus, so ist diese Zuschreibung, stilistisch gesehen, nicht überzeugend. Vor allem spricht gegen die Autorenschaft Zächs, daß dieser schon 1693 starb, während die Deckenbilder das erst 1712 erschienene Emblembuch J. Zollers voraussetzen (s. Kemp S. 315, 318).
Befund
Träger der Deckenmalerei: Flachtonnen mit Stichkappen Rahmen: Stuckprofil mit Akanthus (1, 3, 5 usw. bis 41) und Lorbeer (2, 4, 6 usw. bis 40)
Technik: Secco; 1, 3, 5 usw. bis 41 monochrom gelbbraun; 2, 4, 6 usw. bis 40 monochrom rötlich
Maße: Höhe 4,30 m; 1, 3, 5 usw. bis 41 1,40 × 1,30; 2, 4, 6 usw. bis 40 Ø 1,30

Erhaltungszustand: In den meisten Bildern erhebliche Risse und Abblätterungen; vielfache Übermalungen, Inschrifte zum Teil stark übergangen
Beschreibung und Ikonographie
Die 41 bemalten, abwechselnd runden und rechteckigen Felder an den Gewölben der beiden Gänge zeigen ein ausführliches Emblemprogramm lehrhaften Charakters. Die Embleme sind, wie C. Kemp nachweisen konnte, dem Buch des Benediktinerpaters Joseph Zoller entnommen, das 1712 unter dem Titel »Mira satis ac sine omni peccato Mariae sanctissima conceptio c. symbolis chronographice concepta« in Augsburg erschienen war. Die hundert Embleme Zollers haben lateinische und entsprechende deutsche Textbestandteile zu den Icones, welche laut Signatur des ersten Kupferstichs von I. C. Banawiz gezeichnet und von I. H. Störcklin gestochen wurden. Die 41 erhaltenen Icones in Wessobrunn wurden mit dem deutschen Lemma von Zoller übernommen (vgl. die Übersicht bei Kemp, S. 318 f.). Die meisten Embleme Zollers gehen auf traditionelle Motive zurück, wie sie z. B. Picinellis enzyklopädischer »Mundus symbolicus« in verschiedenen Sinngebungen verzeichnet. Das allein der Unbefleckten Empfängnis gewidmete Buch »Innocentia vindicata« Sfondratis (St. Gallen 1695) war Zoller sicher bekannt.
Alle Wessobrunner Embleme sind marianisch, genauer als Anspielung auf die Unbefleckte Empfängnis zu verstehen. Als direkten Anlaß zu diesem marianischen Zyklus führt C. Kemp (S. 317) die Gründung einer Bruderschaft zur Unbefleckten Empfängnis Mariä 1711 in Wessobrunn an. Der Klostergang als Darstellungsort gibt einen Hinweis darauf, daß in einer zweiten Sinnschicht auf das Kloster und das Leben der Mönche angespielt wird. Viele der Icones sind in den älteren Emblembücher dafür eingesetzt.


1 Ganz und gar hell und klar. – Über einer Meereslandschaft mit Schiffen und einem Turm am Ufer geht strahlend die Sonne auf. – Bei diesem sehr oft marianisch gedeuteten Bild der aufgehenden Sonne (vgl. Picinelli, Liber 1, s. v. aurora, Nr. 45 u. a.) vergleicht Zoller (Emblem Nr. 23) die Sonne mit Gott und das leuchtende Meer mit Maria, der Unbefleckt Empfangenen.

2 Am A die nächste, nach Gott die höchste. – In einem Innenraum mit Marmorboden, Säule und Draperie ist auf einem Tisch ein gerahmtes Bild, auf dem der Buchstabe B erscheint. In der Emblematik ist dieses Bild ein Gleichnis für einen Menschen, der einem anderen in der Rangfolge unmittelbar folgt. Picinelli nennt als Beispiel dafür das Verhältnis Josua zu Moses, Joseph zu Pharao Johannes zu Christus (Picinelli, Liber 19, Nr. 4, B mit dem Lemma proxima primae). Und Boschius erklärt (Classis 4, Nr. 187) »Littera B... PROXIMA PRIMAE. Convenit Administro primario quem Principis Gratia proxime sibi adjunxit.« Auch Zoller (Emblem Nr. 2) hat das gleichlautende lateinische Lemma »PROXIMA PRIMAE«; der zweimalige weibliche Artikel in dem deutschen Lemma macht die marianische Sinngebung klar.

3 Ist geschaffen ohne Waffen. – Mehrere Bienenstöcke, um die Bienen fliegen. Auf einem Tisch liegt eine Wabe Honig. Nach Zollers Emblem Nr. 83 muß das Lemma richtig heißen: »Ist beschaffen ohne Waffen.« Die stachelbewehrten Bienen stehen für die Erbsünde, aus der Maria – die süße, stachellose Honigwabe – schuldlos hervorging.


Nr. 84 ist das Bild mit dem Lemma »HOC LUMINE VIVO« auf das Augustiner-Chorherren-Stift Hl. Kreuz zu Augsburg bezogen und im allgemeinen gedeutet: »... Caeterum Emblema istud etiam hominem contemplativum spectat, qui nullo alio, nisi coelesti lumine vivit, rerum terrenarum summe pertaesus.« (vgl. auch verwandte Sinnbezüge bei Boschius, Classis 1, Nr. 108, 109, 787 und Classis 2, Nr. 4, 15). Im Wessobrunner Emblem wird die beharrliche Hinwendung zu Gott als marianische und wohl auch als mönchische Tugend dargestellt (Zoller, Emblem Nr. 63).
6 Von anbegin, schneeweiß ich bin. - Auf einer Wasserfläche, die an beiden Seiten von bebauten Ufern begrenzt ist, schwimmt eine geöffnete Muschel mit einer Perle.

Die verbreitetste und bekannteste Bedeutung der Perlmuschel ist die der Unbefleckten Empfängnis (Sfondrati, C 3; Zoller, Nr. 19). Über den marianischen Bezug hinaus ist wohl in Wessobrunn die Bedeutung Virginitas bzw. Castitas (s. v. margaritha, wenn auch nicht im genau gleichen Zusammenhang) gemeint.
7 Früh schwing, ich mich zu loben dich. – Über einer Landschaft mit Bäumen und Häusern fliegt eine Lerche empor.
Die Lerche, auf ihrem Flug in die Höhe singend, ist unter anderem ein Bild für das Gebet des Christen (Picinelli, Liber 4, Nr. 57, s. v. alauda, bei Boschius für den Vir Apostolicus, Classis 1, Nr. 823) »Alauda, ... sursum volans et cantans ... QUO ALTIUS SUAVIUS«. Hier ist das Emblem ein Hinweis auf das Gotteslob Mariens (s. Zoller, Emblem Nr. 57) und vielleicht auch auf das frühe Chorgebet der Mönche.

9 Bestimmt zu messen der Linien Größen. – In einer weiten Landschaft steht ein Steinblock, auf dem eine Hand aus den Wolken den Stechzirkel ansetzt.
In Zollers Emblem (Nr. 60) mit den Lemmata »DEVIA NUN- OUAM« und »Bleibt allzeit Grad/ In stäter Gnad.« ist der Marienbezug deutlich. Zur Erläuterung heißt es weiter: »Hie sihest zwey Puncten / und findest alsbald / Wie jeder zum Mittel deß Zirggel-Maaß halt. Glaub / also der Tod / und Empfangnuß darbey / Dem Leben mariae gantz ähnlich gweßt sey.« Das Wessobrunner (erneuerte?) Lemma bezieht sich nicht auf die gerade Linie, sondern auf den Zirkel, wodurch der marianische Sinnbezug verunklärt wird.

10 Des Ankers Kraft mir Ruhe verschafft. - Ein Segelschiff mit übergroßem Anker auf wildbewegtem Meer.


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Der Anker ist ein allgemein bekanntes, verbreitetes Symbol für Spes. Siehe Picinelli, Liber 20, Nr. 1, 2, 3, 7; bei Nr. 9: »Anchora, ad littus ejecta, epigraphen reddit; INSTABILEM FIRMAT. Sancti spei hoc symbolum est, ut in Deo firmati, nunquam inter tot mundi procellas fluctuemus. S. P. Augustinus; Jam spem in terram viventium quasi anchoram praemisimus, ne in isto mari turbati naufragemus.« Das Emblem Zollers (Nr. 76) modifiziert den Sinngehalt: Der Anker bedeutet die Gnade Gottes, welche Maria – das Schiff – vor der Erbsünde bewahrt.
11 Durch eigne Gestalt das Leben entfallt. – An eine Mauer ist ein Spiegel gelehnt, vor dem ein Basilisk tot auf der Erde liegt.

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G 3; Zoller, Nr. 74). Wenn dem Basilisk ein Spiegel vorgehalten wird, tötet ihn sein eigener Anblick. Maria ist der Spiegel (speculum sine macula). Sie schlägt die Dämonen und die Sünde in die Flucht. Picinelli (Liber 7, Nr. 17 und 18, s. v. basiliscus) nennt das Bild vom Basilisken, den sein Spiegelbild tötet, als Gleichnis für den, der sein eigenes Unheil verursacht, oder für den Sünder im Todeskampf; Boschius (Classis 4, Nr. 140) als Gleichnis für den ungerechten Richter. In Wessobrunn dürfte das marianische Emblem auch ein allgemein moralischer Hinweis darauf sein, daß die Sünde ihre Strafe in sich trägt.
12 Roth und fest auf das best. - Am Meeresufer sind drei Männer in einem Boot damit beschäftigt, Korallenzweige aus dem Wasser zu ziehen. - Die der Koralle zugeschriebene Eigenschaft, im Wasser weich und weiß zu sein, an der Luft aber zu erhärten und zu erröten, wird in der Emblematik als Sinnbild verwendet.
Zoller (Emblem Nr. 90) deutet das Bild wie Sfondrati (G 2) marianisch; die Sonne steht für die Gnade Gottes, die Koralle für die unbefleckt Empfangene.
Picinelli (Liber 12, Nr. 80, s. v. corallium) schreibt: »Haec gemma, ex aquis protracta, evadit pulchrior, et fortior Unde alius eidem, sub radiis solaribus figurato, inscripsit RUBORI ROBUR. Haud aliter Christianus e vita saeculari ad religiosam; vel e vitiis ad virtutem eluctatus, ornamentum et fortitudinem recuperat.« Das Bild kann also auch für den in der Tugend erstarkenden und innere Schönheit gewinnenden Mönch stehen.

13 Der Schatten allein schon tödlich kann seyn. — In eine weiten Landschaft steht ein hoher Baum, in dessen Schatten mehrere Schlangen liegen.
Wahrscheinlich handelt es sich um tote Schlangen unter einer Esche. In der Emblematik ist das Bild der den Schatten einer Esche fliehenden Schlangen geläufig. Es bezieht sich auf die von Plinius den Eschen zugeschriebene Eigenschaft, mit ihrem Schatten Schlangen zu töten. Picinelli bringt ein solches Emblem als Bild für die »praesenti piorum« (Liber 9, Nr. 178, s. v. fraxinus): »Plinius testatus Fraxini umbram e congenita sua proprietate serpentibuliatale esse, ac celerrime in fuga agere. Unde serpentes, fraxino profugi, epigraphen tenent; STANT PROCUL A UMBRA. Haud aliter vitia et peccata a virtuosorum con suetudine, ac locis, hominum sanctimonia conspicuis, lon gissime exulant . . . « (vgl. Emblem Nr. 180 »NOCENTIBU NOXIA« für den »princeps justus« und Nr. 181 »venenos. REPELLIT« für die »praesentia justi«).
Das Wessobrunner Emblem hat eine leicht veränderte Icon: Es zeigt nach Zollers Vorbild (Emblem Nr. 80) unter dem Baum (laut Zoller ein Olbaum!) nicht fliehende, sondern getötete Schlangen. Das Eschenbild ist ähnlich bei Sfondrati (B 2) auf die Unbefleckte Empfängnis bezogen. Die »praesentia piorum« als mönchische Eigenschaft könnte in Wessobrunn als zweite Sinnschicht zu der marianischen hinzukommen.

14 Ich [leuchte bedeckt] . . kein Wind mich erschreckt. (Inschrift teilweise zerstört.) — Kerze an einer Mauer im Freien, die in einer Laterne brennt. Zwei kleine Windgötter bemühen sich vergeblich, die Kerze auszublasen.
Ein solches Emblem wird bei Picinelli beschrieben und auf den Mönch oder Einsiedler bezogen (Liber 15, Nr. 69 s. v. candela sub vitro): »Quantumvis conjurato impetu ad versus candelam irruant venti, eam tamen vitro coopertan extinguere aut praecipitare necquidquam possunt. Ut ade gnomam opportunissimam gerat; NON EXTINGUETUR. Ita omnino virtutis splendor ab homine justo diffusus, inter omnes calamitatum procellas intactus persistit... Certe Religiosus, intra coenobii sui maenia assiduus, spirituale
fremente, illibatum traducit; . . . « (vgl. auch Embleme Nr 71-74). Im Wessobrunner Emblem bedeutet die Kerze in der Laterne vielleicht neben Maria im göttlichen Schutz (vgl. Zoller, Emblem Nr. 64) auch den Mönch, dessen Tugenden, vor den Gefahren der Welt bewahrt, desto heller erstrahlen.

15 Sicher zu seyn hang ich mich ein. (Inschrift verschmiert) – In einem wellenbewegten Meer klammern sich zwei sechsfüßige Wassertiere (= Polypen!) an Felsen. Das Bild von dem im sturmbewegten Meer am Felsen fest sitzenden Polypen gibt Picinelli (Liber 6, s. v. polypus, Emblem Nr. 181 mit dem Lemma »ITA SECURUS«) in allgemeiner Sinngebung für die Hoffnung auf Gott. Dabei ist der Fels als biblisches Bild Christi in die Deutung einbezogen. Zoller bezieht die Icon (Emblem Nr. 29) auf Maria in Gottes Schutz. »Kaum Polypus mercket das Wüten der Wind / Ein Schrofen er suchet / und hebt sich ein gschwind So hebt sich MARIA in Gottes Gnad ein / Von Wüten der Erb-Sünd befreuet zu sevn.«

16 Wenn’d Füße betracht verschwindt meine Pracht. (Inschrift verschmiert.) — In einem Ruinengemäuer von weiter Flußlandschaft steht ein Pfau, der seine plumper Füße betrachtet.
Der Pfau, der nicht auf seine häßlichen Füße sieht, ist in der Emblematik ein Bild für »superbia vana«, siehe Picinelli, Liber 4, Nr. 518, s. v. pavo: »Deformes oblita PEDES«, und Boschius, Classis 4, Nr. 25, mit dem gleichen Lemma. Er beschreibt es näher als Bild für den »hominem ambitiosum«, »et Adami luti immemorem«. Das deutsche Lemma lautet bei Zoller (Emblem Nr. 71): »Durchs Fuß Gestalt / All Pracht zerfallt.« Er gibt folgende mariologische Erklärung: »Es pranget der Pfau in vilfärbiger Gestalt / Wan d'Füß er betrachtet / der Pracht ihm entfallt. Der Höllen-Pfau sich ab MARIA entsetzt / Ihr reiner Fuß ihme die Augen verletzt.« Die Gleichsetzung Pfau = Teufel entspricht der symbolischen Bedeutung Pfau = superbia.

17 Im Koth zwar schein, verbleib doch rein. (Inschrift verschmiert) - Über einer Landschaft mit einem schilfbewachsenen Tümpel im Vordergrund scheint strahlend die Sonne und spiegelt sich darin.
Das Emblem bezieht sich auf die unverletzliche Reinheit der unbefleckt Empfangenen (Zoller, Emblem Nr. 95). Eine entsprechende Icon bringt Boschius, Classis 1, Nr. 901: Sonne scheint in einen Fluß: »NEC SORDESCIT NEC INHAERESсіт. Nihil Vitii a Vitiosis, quibuscum agit, trahens. Radiis Solis in caenum, et lacunas incidens.« Und er bezieht das Bild auf den eifrigen Seelsorger (»zelus seu studium salutis
animarum«) der von der Sünde, mit der er in Berührung kommt, nicht befleckt wird.

18 Nur einer sonst keiner. (Inschrift verschmiert) — Einem in einer kargen Landschaft lodernden Reisigfeuer entsteigt ein Phönix.
Der Phönix, ein altes christologisches Sinnbild (Physiologus), wird von Zoller (Emblem Nr. 18) so erläutert: Die reineste Mutter Gottes Ist jener Neue Phoenix-Vogel / So auß dem Aschen deß / Durch die Sünd / gefallenen Adams hervorgegangen.
Eine moralische Deutung, wie sie Picinelli, Liber 4, s. v phoenix, in den Emblemen Nr. 581 »REDIVIVAM EXTINCTIS« und 596 »EADEM, NON EADEM« für die Läuterung durch die Buße und in Nr. 571 »EX FUNERE FOENUS« und 574 »NON EXURIT, UT PERDAT« für die Läuterung durch Unglück gibt, könnte in Wessobrunn noch hinzukommen.

19 Aufs Wasser zwar gesezt, doch gar nicht benezt. - Auf einem Fluß schwimmt ein Schwan
Außer der marianischen Sinngebung (Zoller Nr. 34; Sfondrati, E) kommen auf das Kloster bezügliche Bedeutungerin Betracht: Picinelli schreibt in Liber 4, Nr. 317, s. v. cygnus: »Cygnus intra aquas epigraphen tenet: ABLUOR, OBRUOR.« Er deutet es auf die Prüfungen, Unglück und widrigen Umstände, denen der Mensch zwar ausgesetzt ist die ihn aber nur läutern, nicht vernichten (»Calamitate purificant«). Ebenso Boschius mit dem Untertitel »Ad versae Res, Aerumnae, Calamitates« (Classis 3, Nr. 100–125) »Cygnus in stagno. ABLUOR, NON OBRUOR« Nr. 122) Eine für Wessobrunn noch präzisere Deutung bringt er in Classis 1, Nr. 869: Schwan auf dem Wasser, »CANDOR ILLAE. sus« und bezieht es auf die Virgines Religiosae, die sich in der Welt ihre Unschuld bewahrt haben.

20 Wirf her wirf hin, doch allzeit aufrecht bin. (Inschrift verschmiert) — In einem durch Wand und Plattenfußboden angedeuteten Innenraum steht ein Mann an einem Tisch, auf dem drei Würfel liegen.
Ein sehr ähnliches Emblem beschreibt Picinelli, Liber 18 Nr. 1, s. v. alea: »Animum imperterritum, et inter quosvis adversae fortunae assultus nunquam e statione dimovendum, talo non absimilem dixeris, quae hanc epigraphen

20
21 Nur dem der siegt, nicht unterliegt. – Im Vordergrund einer Landschaft steht ein Palmbaum, an dessen Fuß ein Putto mit Palmzweigen in Händen sitzt.
Die Palme – der Palmzweig – gelten in der Symbolik allgemein als Siegespreis, als Auszeichnung der Martyrer. Der Sinn des Bildes wird durch das Lemma klar: Nur der erhält die Palme, der im Kampf gegen das Böse Sieger bleibt (Mariendeutung Zollers entsprechend, s. Emblem Nr. 24).

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22 Kein Feuer kein Glut mir Schade thut. (Inschrift verschmiert) - Auf einem kleinen Erdhügel brennt ein helle Feuer. Im Feuer kriechen zwei Feuersalamander aufeinander zu.
Eine Erklärung finden wir bei Picinelli, Liber 8, Nr. 271 s. v. salamandra: »... ILLAESA PER IGNES. Hominem, inter persecutiones salvum, et inter impurae occasionis tentamenta incolumem, haec imoga concernit.« Der Feuersalamander bedeutet also den Menschen, der trotz der Anfechtungen der Welt unversehrt in der Tugend bleibt, die Unschuld. Das Wessobrunner Emblem bezeichnet die Reinheit Mariens (vgl. Zoller, Nr. 30) und vielleicht auch das tugendhafte Leben der Mönche.

23 Keiner aus allen auf mich wird fallen. (Inschrift z. T verschmiert) – Auf einer kleinen Erderhebung sitzt ein Adler, von Eichenlaub bekränzt. Um seinen Kopf zucken Blitze.
Zoller bereichert die Adler-Icon durch das Motiv des Eichenlaubkranzes; er erläutert (s. Emblem Nr. 51): »Gleichwie / wan Gott Jupiter donnert / und blitzt/ Er allzeit sein Vogel / den Adler beschitzt. So hat Gott / da Adam das Wetter erweckt / MARIAM, sein Mutter / vor Sünd bedeckt.«
Nach Picinelli steht der unerschrockene Adler für »animus intrepidus«, »virtus in arduis«, »virtus intacta« (Liber 4 Nr. 179, 180, 190, s. v. aquila).
24 Süß allein kann ich seyn. (Inschrift verschmiert) - In einem einfachen Landschaftsausblick mit umzäunten Acker und Garten steht an einer Hausecke ein Bienenstock mit umherfliegenden Bienen.
Wie in Emblem 3 die Honigwabe wird hier der Bienenkorb als marianisches Sinnbild eingesetzt. Zoller (Emblem Nr. 22) bezieht den nur Süßes enthaltenen Bienenkorb auf Maria als domus aurea. Hinzugenommen werden kann die Deutung Picinellis, Liber 8, Nr. 75, s. v. apes circa alveare Bienenstock mit dem Lemma: »NIL INTUS AMARUM... Monasteria quoque meris affluunt animi delitiis, nec quidquan amarum intus habent.«


Es handelt sich um stella, den Sternfisch, der im Wasser leuchtet. Zoller vergleicht diesen (Emblem Nr. 35) mit Maria als der stella maris. Für den mönchischen Sinnbezüglich paßt folgende Deutung Picinellis: »A LUCE PRIMORDIA DUC


Der Elefant, von Pfeilen unverletzt, ist Bild der angegriffenen, aber unverletzten Tugend (vgl. Picinelli, Liber 5, Nr. 264, 265, s. v. elephas). Eine sinngemäße marianische Deutung gibt Zoller in Emblem Nr. 15: »Mit Pfeilen geschossen / der starcke Elephant / Nit bluetet / hinschittlet die Pfeil / wie bekant / So wird auch nie blueten MARIAE ihr Ehr / Nur keiner Dieselbe z’verletzen begehr.«
27 Leuchte allen nach Gefallen. (Inschrift verschmiert) – In einer nächtlichen Landschaft gehen zwei Wanderer; über ihnen fliegt ein strahlend leuchtender Vogel.

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Es handelt sich um die lucidia oder den Scheinvogel, den Picinelli, Liber 4, Nr. 468, erklärt: »Haec volucris in Hercinia sylva nasci solita, Plinio teste, splendorem e pennis suis spargit adeo clarum, ut viatores inter densas umbras ac veluti perpetuam sylvae illius noctem tanta luce illustrentur, quasi clarissima diei meridie, iter suum coficerent ... Emblemate illo bonum exemplum, prudens consilium, et Angelum tutelarem apposite significabis, qui mentem nostram . . . sanissima luce irradiant.« Der Scheinvogel bedeutet bei Zoller (Emblem Nr. 49) Maria, das wegweisende Tugendvorbild.
28 In ganzer Revier kein Schatten ist hier. (Inschrift befleckt.) - Nächtliche Landschaft mit zwei Wanderern, darüber der Sternenhimmel.

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Die Nacht mit sternklarem Himmel ist dadurch ausgezeichnet, daß es keinen Schatten gibt. In seinem Marienvergleich setzt Zoller (Emblem Nr. 38) den strahlenden Himmel Maria und den Schatten der Erbsünde gleich. Auf die Klostergemeinschaft der Mönche beziehen lassen sich die Deutungen des Sternenhimmels bei Boschius als »virgines religiosae« (Classis 1, Nr. 828) und als »ecclesiastici« (Classis 1, Nr. 164).
29 Willst sicher sein brauch mich allein. – Eine in einer Hügellandschaft stehende Frau wird von einem Schirm, den eine Hand aus den Wolken über sie hält, vor Sturm und Regen beschützt.
Übereinstimmend bringen Picinelli und Boschius folgende Deutung: Picinelli, Liber 15, Nr. 261, s. v. umbella: »ET SOLEM, ET IMBREM« (Schirm). Boschius zeigt einen Schirm mit dem Lemma: »ET SOLEM, ET IMBRES.« Beide beziehen das Bild auf Maria als Protectrix, Boschius mit den Worten: »Cultoribus suis pro scuto et praesidio est« (Classis 1, Nr. 595). Zoller (Emblem Nr. 85) vergleicht den Schirm der göttlichen Gnade, die Maria vor der Erbschuld bewahrt hat: »Die vorbehaltende Göttliche Gnad Diente Mariae gleich einem Schirm / Vor den allgemeinen Unwetter / Erblicher Sünd.«

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30 Dornen Hecken mich bedecken. (Inschrift befleckt) – Links ein Weinberg, von einer Hecke umgeben, rechts ein Haus. – Die schützende Dornenhecke gebraucht Zoller (Emblem Nr. 86) auch als Bild der Gnade, die Maria – den Weinberg — vor Bösem schützt.
Picinelli beschreibt zwei ähnliche Embleme: Dornen um einen kleinen Baum: »PUNGUNT, SED PROTEGUNT« (Liber 9. Nr. 448, s. v. spina) und Dornen um eine Rose »VALLANT. NON VIOLANT« (Nr. 450). Es bedeutet daß »calamitates optima praesidii nostri instrumenta esse, quae . . . salutem nostram non tantum non laedunt, sed vindicant . . .«
Unglück und Widrigkeiten schaden dem ewigen Heil nicht, sondern nützen ihm sogar. Dabei könnte man das Bild des Weinbergs ohne weiteres als Anspielung auf das Kloster verstehen.

31 Umsonst ist hie all eure Müh. (Inschrift verschmiert - Vor dem Tor eines eingefriedeten, reinlichen Barockgartens drängen sich Schweine.
Der Garten – der hortus conclusus –, von welchem Schlangen oder andere Tiere ausgesperrt sind, ist ein Bild der jungfräulichen Gottesmutter, vgl. Picinelli, Liber 11, Nr. 93, s. v. hortus: »PROCUL HINC« und Nr. 99: »PROCUL HINC TALPAE . . . nam horti huius Virginei flores ita tenere ac eleganter vernant, ut procul omnes fuget haereticos, talparum more excaecatos.« Der Garten ist aber auch als Bild einer klösterlichen Gemeinschaft nicht ungewöhnlich (Boschius, Classis 1, Nr. 205).

In Zollers Emblem Nr. 82 sind Schweine als Sinnbild der Sünde eingesetzt und das Mariensymbol ist auf die Unbefleckte Empfängnis bezogen.
32 G'en Sturm sich setzen, heißt sich selbst verletzen. (Inschrift verschmiert) - In einer Landschaft stehen zwei Bäume, daneben Schilfrohr. Die Köpfe von zwei kleiner Windgöttern in den Wolken blasen darauf: Durch die Kraft des Windes bricht der Stamm des Baumes, während sich das Schilf nur biegt. – Das sich biegende Schilfrohr ist ein Bild für Patientia und Humilitas, das des gebrochenen Baumes für bestrafte Widerspenstigkeit, vgl. Picinelli Liber 2, Nr. 301, s. v. ventus: »PARCEREM, SI FLECTERETUR« und Liber 9, Nr. 104, s. v. arundo: »FLECTOR, NON FRAN- GOR«.
Zoller (Emblem Nr. 16) bezieht den Baum auf die hoffärtige Eva und das Schilfrohr auf die demütige Jungfrau Maria.

33 Der Heuschreck obsiegt, die Schlang unterliegt. (Inschrift verschmiert) – Flußlandschaft mit Häusern und Bergen am jenseitigen Ufer. Am diesseitigen Ufer kriecht unter einem Baum eine Schlange, auf deren Kopf eine Heuschrecke sitzt und sie durch einen Biß in den Kopf tötet. D. D.
Die Deutung dieses Emblems finden wir bei Picinelli, Liber 8, Nr. 221, s. v. locusta: »Locusta, asserente Pierio Valeriano, serpentis caput pungere ac ferire solet. Unde Lucarini lemma: STAT, ET CONTERIT. Mariae Virginis hoe symbolum est, quae e serpentis Tartarei conflictu sempertriumphum retulit.« (Vgl. Zollers entsprechende Deutung

34 Es steigt Ihr Ehr Um soviel mehr. (Inschrift überstrichen.) — Neben einem ruhig brennenden Holzstoß brennt ein Dornbusch mit hochauflodernder Flamme.
Grundlage der Icon ist die physikalische Beobachtung, daß trockenes Dorngestrüpp stärker brennt als frisches Holz. Zoller erklärt (Emblem Nr. 11): »Non tantas accensa faces dant caetera ligna, Spinarum quantas arida ligna solent....« Zoller nimmt den Vergleich der verschieden starken Feuer als Bild des Tugendvorranges Mariens. Das Dornengestrüpp setzt er der Erbsünde gleich, von der sich die Unschuld Mariens abhebt: »Mariae Reine Empfängnuß In Mitte der Dörneren Allgemeiner erblichen Sünd / Steiget desto höcher in der Gnad Gottes.«

35 Der Schlange Witz mich treibt vom Sitz. (Inschrift verschmiert) – Hoher Baum inmitten einer einfachen Landschaft. Eine Schlange ist auf einen Ast geklettert und sucht ein Nest, in dem ein Papagei sitzt, in der Höhe der Baumkrone zu erreichen.
Das Bild des Papageis, der sein Nest für Schlangen unerreichbar hoch im Baum baut, findet sich in der Sinngebung →List überwindet List bei den Emblemen des Diego de Saavedra Fajardo (s. Arthur Henkel und Albrecht Schöne, Emblemata, Handbuch zur Sinnbildkunst des 16. und 17. Jh., Stuttgart 1967, Sp. 805). Zoller (Emblem Nr. 33) verwendet es für die unbefleckt Empfangene und erläutert: »Gar weislich der Pappengey richtet sein Nest / Daß es von der Schlangen versichert aufs best. Mariae Empfängnus aufs Creutz ist gericht/ Schadt also die höllische Schlangen ihr nicht.« Das Lemma muß nach Zoller lauten: »Auch öfters d'Witz/ Verliehrt den Sitz. « Im Wessobrunner Emblem könnte das Nest als Bild des sicheren Aufenthalts unter Gottes Schutz (vgl. Picinelli, Liber 4, s. v. nidus, Nr. 665) auch auf das Kloster anspielen.

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36 Apollo mich schützt, Wenns donnert und blitzt. - Zwischen zwei knorrigen alten Bäumen steht ein Lorbeerbaum. Blitze zucken aus dem dunklen Gewitterhimmel und treffen die beiden anderen Bäume. Der Lorbeer bleibt unversehrt.
Nach Plinius wird der Lorbeer als einziger Baum nicht von Blitzen getroffen (vgl. Picinelli, Liber 9, Nr. 224, s. v. laurus: SEMPER DICATA TRIUMPHIS). Die gebräuchlichste Deutung des von Blitzen unberührten Lorbeerbaumes ist die auf Maria Immaculata, s. Picinelli, Liber 9, Nr. 205; Sfondrati, E 3, Boschius, Classis 1, Nr. 498, Zoller Nr. 10. Es kann aber ebenso eine allgemeinere Deutung in Frage kommen, etwa der standhafte Gerechte, die furchtlose Tugend.
gend, die unter Gottes Schutz steht, Picinelli, Liber 9 Nr. 206: »NEC FULMEN METUIT NEC HYEMEM«; ebenso Boschius, Classis 3, Nr. 730.

37 Ihr nichts vermögt, ich bleibe unbewegt. (Inschrift verschmiert) – Neben einer zerbrochenen Säule steht ein Obelisk auf einem Sockel, von vier Steinkugeln getragen. Aus den Wolken blasen von beiden Seiten je vier kleine Windgötter auf ihn.
Ein sehr ähnliches Emblem findet sich bei Picinelli Liber 16, Nr. 147, s. v. pyramis, obeliscus: »FRUSTRA. — Imperterritum ac immobilem animum e Pyramidis symbolo dignoscere licet, quae basi suae innixa, tametsi ventorum impetu tentetur, nunquam tamen prosternitur.« (Ebenso Nr. 148, »IMMOTA MANET«. Obelisk und Pyramide haben in der Emblematik meist gleiche Bedeutung.

Zoller (Emblem Nr. 32) deutet marianisch: »Maria In Ihrer Empfängnuß Ein vest-gestellte Piramiden / Von den häftigen Winden / der Erb-Sünd / unbewögt.« Sein Lemma lautet: »Gantz unbewögt / Hat Nichts vermögt.«
38 Zu bringen den Tag alleinig vermag. (Inschrift beschädigt.) – Am Horizont einer Landschaft mit Baum und Ruine erscheinen die Strahlen der aufgehenden Sonne. Die häufigste Deutung, die dem Bild der Morgenröte unterlegt wird, ist ohne Zweifel die auf Maria, Nativitas Mariae, Maria Mater Dei, Maria Virgo, vgl. Picinelli, Liber 1 s. v. aurora, Nr. 46, 48, 50 und 54: »LUX IN TENEBRIS... Unde Virgo haec gloriosissima a. S. Petro Damiano vocatu Aurora, de qua nascitur sol justitiae, solius soli claritat succumbens. Et a Petro Cluniacensi Aurora solis praevia et dies noctis nescia. « In diesem Sinn auch Zoller, Emblen Nr. 9: »De tenebris olim dixit splendescere lucen Aeterno imperio, qui regit astra, DEUS. De tenebris macula fecit splendescere lucem. Praeservans Matrem, qui regi astra, DEUS.«

39 Wer siegen will muß streiten viel. – Eine Menge Waffen und Trophäen sind am Boden liegend angeordnet: Kanonenrohre und Kugeln, Lanzen und Hellebarden, Schild Helm, Trommel, Trompete, bekrönt von dem römischen Feldzeichen S. P. Q. R. – Das Lemma (verändert?) weicht im Sinn stark von der Vorlage Zollers (Emblem Nr. 70 ab, dort heißt es: »Von Sünden Rein/ Ists Zeichen Mein.« – dazu folgende Erklärung: »Wer soll uns bestreitten? dif haben geführt Die Römer / in Fahnen / da sie triumphiert Zuvor die Sabiner. Diß sagen auch kan MARIA die Reine greifft mich nur nit an.« Das Wessobrunner Lemma paßt zu einem weiteren möglichen Sinnbezug vgl. Picinelli


40 All Fleiß ist hie vergeben Müh. (Inschrift und Bild sehr beschädigt.) – Aus einer kargen Landschaft steigt ein Felsen mit einer Burg steil auf. Sisyphus versucht einen Felsbrocken hinaufzuwälzen.
Zoller (Emblem Nr. 58) setzt hier ein mythologisches Bild ein zur Demonstration, wie nutzlos das Bemühen ist, Mariens Reinheit anzuzweifeln (vgl. auch die anderen mythologischen Motive in den Wessobrunner Emblemen 23 und 36: der Adler Jupiters und der Lorbeer Apolls).

41 Wenns noch so fein kanns schädlich seyn. (Inschrift und Bild sehr beschädigt.) – In einer flachen Graslandschaft mit einem Haus links im Hintergrund steht ein Mann in zeitgenössischer Tracht und reibt sich ein Staubkorn aus dem Auge, welches ihm das Köpfchen eines Windgotts ins Gesicht bläst. Zoller erklärt in Emblem Nr. 99 hierzu: »Ir denen Göttlichen Augen / hätte das geringste Stäublein Einer Mariae Zugerechneten Sünd / Den größten Verdruß erwöcket.« – »Seys wenig / und sey es auch nochmah so klein / Pflegt es doch den Augen verdrießlich zu seyn. So wurd in MARIA die kleinste Sünd Mißfallen den Augen ihr’s Göttlichen Kind.«
Spezialliteratur zum Gang
Kemp, Cornelia, Die Embleme des Klosters Wessobrunn und ihre Vorlage. Ein Beitrag zur Marienverehrung des 18. Jh. in Süddeutschland, in: Das Münster H. 5–6, 1975 S. 309–19.