Burioni, Matteo:Weesenstein, Schloss, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2024, URL: www.deckenmalerei.eu/406a58fa-7cbb-46bd-ab78-3ef16fd3a2c0

Inventarnummer: cbdd10379

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In der Schloßkapelle von Weesenstein befindet sich eine Himmelfahrt Christi von nach 1752.

Baugeschichte

Das Schloß Weesenstein ist Beginn des 15. Jahrhundert im Besitz der Familie von Bünau. 1719 bis 1747 wurde es barockisiert.

Rittersaal

Der Rittersaal von um 1575 weisst in der Türnische die Malerei von zwei springendeb Hirschen von um 1610 auf. Diese wurden 1985 freigelelgt.

Die Schloßkapelle von Weesenstein

Die Schloßkapelle von Weesenstein wurde von Johann Georg Schmidt 1738-1741 für Rudolf von Bünau und Henrica Helena geb. Vitzthum von Eckstädt errichtet. Der langgezogene Ovalraum der Kapelle mit umlaufender Empore, ringsum durchfenstert und mit einem Pilastern ruhenden Gewölbe hat einen barocken Kanzelaltar aus polychromierten Holz bekrönt mit Skulpturen von Christus, Gottvater und des Heiligen Geistes, flankiert von lebensgroßen Skultpuren der Heiligen Paulus und Petrus. Links ist der Kanzelaltar von der Herrschaftsloge mit Wappen und zwei bekrönenden Liegestatuen des Ruhmes geschmückt. Eine Orgel schmückt die Gegenseite mit zwei Statuen des Ruhmes verziert.

Das Deckengemälde der Himmelfahrt Christi

Das Deckengemälde der Himmelfahrt Christi zeigt mittig den zum Himmel emporsteigenden Erlöser. Aus dem Himmel wird er durch Lichtstrahlen empfangen. Zu Füßen des Bildes stehen die Jünger um ein geöffnetes Buch. Rechts stehend Johannes, links kniend Petrus. Die Komposition übernimmt weit verbreitete Kompositionsmotive, die letztlich auf Darstellungen der Himmelfahrt Mariens von Raffael zurückgehen und in vielfacher Hinsicht abgewandelt wurden. Weder die Himmelfahrt Christi von Mengs noch von Sebastiano Ricci in der Katholischen Hofkirche sind überzeugende Vorlagen. Das mittig liegende Buch verweist auf dsa Evanglium und das Wort als zentraler Überlieferungsträger. Zusammen mit dem Kanzelaltar ein charakteristisches Merkmal eines lutherischen Kirchenraumes. Um das zentrale Deckengemälde gruppieren sich die vier theologischen Tugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung. Zusätzlich ist eine Personifikation der Barmherzigkeit oder Milttätigkeit dargestellt. Diese vier Tugenden finden sich ebenfalls in der Ausmalung der katholischen Hofkirche durch Giovanni Battista Grone. Die Deckenmalerei mit Tempera auf Putz wurde 1991 und 1993 restauriert. Der Maler ist unbekannt. Zu datieren ist das Deckenmälde nach 1752.

Bibliographie

  • Dehio SN I = Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Sachsen I: Regierungsbezirk Dresden, bearbeitet von Barbara Bechter, Wiebke Fastenrath und anderen, München-Berlin 1996.
  • Birgit Finger/Lutz Henning, "Himmelfahrt Christi". Das Deckengemälde der Evangelischen Schlosskapelle in Weesenstein, in: Jahrbuch der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten, 15 (2007/2008), S. 130-135.

Einzelnachweise