Vorwort Dank (Band 6)
Freising, seit 739 Bischofssitz, war seit dem 13. Jahrhundert Hauptort des Hochstifts Freising, nachdem der Bischof zum weltlichen Fürsten erhoben worden war und für sein Territorium die volle Landeshoheit und Reichsunmittelbarkeit erlangt hatte. Während die Diözese einen Teil des heutigen Oberbayern mit der Hauptstadt München umfaßt, waren die weltlichen Besitzungen klein und weit verstreut. Der heutige Landkreis Freising (mit der kreisfreien Stadt Freising) umfaßt von diesem ehemaligen Hochstiftsgebiet die Stadt Freising mit ihrem Burgfrieden, den nördlichen Teil der Grafschaft Ismaning sowie neun von zwölf Freisinger Hofmarken. Das Territorium war ringsum von wittelsbachischen Gebiet umgeben. Davon gehören heute ein großer Teil der in Westen und Norden gelegenen ehemaligen Gerichte Kranzberg und Moosburg ebenfalls zu diesem Landkreis, während die ursprünglich ebenfalls auf bayerischem Gebiet gelegenen Klöster Neustift und Weihenstephan heute Teil der Stadt Freising sind.
Das Bild der Stadt ist von ausgeprägter Eigenart. Das Zentrum der geistlichen und weltlichen Herrschaft lag auf dem Berg mit dem Dom, dem fürstbischöflichen Palais, mehreren Stiften und Domherrnhöfen, die bürgerliche Stadt dagegen am Fuße des Bergs. Im 18. Jahrhundert kulminierte das geistliche und künstlerische Leben unter der Regierung des Fürstbischofs Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck. Er beschäftigte die bedeutendsten bayerischen Künstler seiner Zeit und ließ 1724 zur 1000-Jahrfeier des Bistums das Innere des Freisinger Doms durch die Brüder Asam neu gestalten. Es entstand eines der eindrucksvollsten Raumensembles des 18. Jahrhunderts in ganz Bayern.
Die Erfassung der Objekte erfolgte durch Alois Harbeck, Cordula Böhm und Lore Lüdicke. Die Bearbeitung lag bei Brigitte Volk-Knüttel, Anna Bauer-Wild und Jutta Tezmen-Siegel, die Redaktion bei Cordula Böhm.
Wir bedanken uns sehr herzlich für die große Hilfe, die wir von vielen Seiten erfahren haben. Das Erzbischöfliche Ordinariat München und Freising und das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege haben unsere Arbeit nachhaltig unterstützt, ebenso das Bayerische Hauptstaatsarchiv, das Staatsarchiv München, die Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek, das Zentralinstitut für Kunstgeschichte und die Staatliche Graphische Sammlung.
Herr Dr. Hans Ramisch vom Kunstreferat der Erzdiözese stellte uns freundlicherweise Farbaufnahmen vom Freisinger Dom zur Verfügung. Die Pfarrherren gaben uns die Erlaubnis zum Photographieren und gewährten Einsicht in die Pfarrarchive.
Mit Auskünften und Photos haben uns ferner folgende Damen und Herren geholfen: Peter Allert, Hochbauamt Freising, Wilhelm Böck, Langenbach, Karin Friedlmaier, München, Amtsgerichtsdirektor Martin Gleixner, Freising, Rudolf Goerge, Kreisheimatpfleger von Freising, Dr. Ulrike Götz, Freising, Dr. Sylvia Hahn, Freising, Manfred Herz, Freising, Klaus Klarner, München, Dr. Klaus Kratzsch, München, Manfred Palus, Freising, Jürgen Pursche, München, Dr. Peter Steiner, Freising, Erwin Wiegerling, Bad Tölz und Helmut Zernickel, München.
Besonders herzlich danken wir Herrn Prälat Dr. Sigmund Benker, der sich der Mühe unterzogen hat, die Druckfahnen sorgfältig durchzusehen und dabei eine Reihe von Fehlern und Unstimmigkeiten korrigiert hat.
Unser Unternehmen wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen. Wir möchten daher an dieser Stelle den Damen und Herren, die mit unserer Sache befaßt sind, aufs herzlichste danken für ihre Geduld und ihr Verständnis.
Der Hirmer Verlag hat mit der Fortführung des CORPUS DER BAROCKEN DECKENMALEREI eine große verlegerische Aufgabe übernommen. Für die verständnisvolle Zusammenarbeit danken wir dem Verlagsleiter, Herrn Albert Hirmer, für die fachkundige und liebenswürdige Betreuung während der Herstellung Herrn Peter Mayr.
Das Zustandekommen dieses Bandes war nur möglich durch die Unterstützung der Stadt und des Landkreises Freising sowie der Sparkassen Freising und Moosburg; Herrn Oberbürgermeister Dieter Thalhammer sind wir für diese Hilfe dankbar verbunden.
Im November 1997 verunglückte Wolf-Christian von der Mülbe bei der Arbeit tödlich. Die Nachricht von seinem Tod löste bei uns große Trauer und Bestürzung aus, denn wir verloren mit ihm nicht nur einen Mitarbeiter, der unser Unternehmen von Anfang an begleitete, sondern auch einen Freund.
Wolf-Christian von der Mülbe hatte gerade die Fachakademie für Photographie in München absolviert, als er, angestellt von der DFG für unser Unternehmen, sein Können und vor allem seine Erfindungsgabe einsetzte, um Deckenmalereien den spezifischen Bedingungen entsprechend zu fotografieren. Die Ergebnisse waren bald hervorragend. Er setzte Maßstäbe und es waren nicht zuletzt seine Aufnahmen, die für Sinn und Berechtigung unseres Corpuswerks sprachen. Später photographierte Wolf-Christian von der Mülbe als freier Mitarbeiter für uns, zu einer Zeit, da er sich einen Namen als der vielleicht beste Photograph für Architektur, Skulptur und Bildausstattung machte. Seine Arbeiten sind dadurch so unvergleichlich, daß er nie den Verlockungen erlag, sich selbst manipulierend ins Spiel zu bringen, sondern nur seinen Gegenstand sprechen ließ. Das – so gesehen – trockene und auch langwierige Photographieren der Deckenbilder mag für ihn Schulung gewesen sein. Es soll mehr als eine Floskel sein, wenn Wolf-Christian von der Mülbes Arbeit als für uns unersetzlich bezeichnet wird. Aber auch seine Person, seine Menschlichkeit und seine Freundschaft empfinden wir als unersetzlich.
Hermann Bauer / Frank Büttner / Bernhard Rupprecht