Untereglfing, Filialkirche Mariä Himmelfahrt
UNTEREGLFING
Filialkirche, Gemeinde und Pfarrei Eglfing, Diözese Augsburg; z. Z. der Ausmalung hatte Kloster Bernried das Präsentationsrecht auf die Pfarrei, Gericht Weilheim
Patrozinium: Mariä Himmelfahrt
Zum Bauwerk: Erweiterung der mittelalterlichen Kapelle durch einen rechteckigen Gemeinderaum (8,60 × 5,25 m) im 17./18. Jh.; die alte Kapelle bildet den eingezogenen AR mit dreiseitigem Schluß. Das Fresko befindet sich im Gemeinderaum.
Autor und Entstehungszeit: Signatur am O-Rand des Bildes, links und rechts von der Bildunterschrift: Mart... Failler & Pinxit / Anno . 1766. Martin Failler ist ein unbekannter, unbeholfener bäuerlicher Maler, dem ein Fresko in Obermühlhausen (s. LKr. Landsberg am Lech) mit der Signatur »F.M. Binxit 1768« zugewiesen wird.
Befund
Träger der Deckenmalerei: Flachdecke Rahmen Stuckprofil
Technik: Fresko; polychrom M.O. TI'll FIF
Maße: Höhe 5,15—m; 5,20 × 3,50
Erhaltungszustand: Längsrisse, kleine Fehlstellen; das Fresko, Signatur und Bildunterschrift sind augenscheinlich bei einer Restaurierung übermalt worden.
Beschreibung und Ikonographie
HIMMELFAHRT MARIENS Einansichtige Darstellung mit geringer Untersicht und ungeschickten Verkürzungen; Standpunkt unter der Bildmitte. Inmitten der öden Landschaft mit einer kleinen Stadt im Hintergrund rechts umgeben die Apostel den leeren Sarkophag. Auf Wolken schwebt Maria, von einem Engel begleitet, zum Himmel empor. Am westlichen Bildrand sind – viel zu klein im Verhältnis zu den übrigen Figuren – Gottvater und Christus mit der Taube des Hl. Geistes wiedergegeben.
Das Bild wirkt farblich eintönig; es ist auf Graublau (Hintergrund), Rosa und Ocker (Wolken, Gebirgsformation), Blau und Rostrot (Gewänder) beschränkt. In einem Schriftband steht der Bittruf: INTERCEDE PRO NOBIS AD DOMINVM DEVM NOSTRUM
Quellen und Literatur
Gailler, Franciscus Salesius, Vindeliciae Sacrae Tomi 3.. Capitulum Weilheimense, Augsburg 1756, Cap. 15,5 und 44, 2/11.
Braun-Augsburg, Bd 1, S. 340 f. (Eglfing).
Mauthe, Willi, Der Pfaffenwinkel, Weilheim 1964, S. 34.