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Schorndorf, Rathaus, Gerichtsstube, heute im Stadtmuseum

Aus Deckenmalerei-Lab
Seeger, Ulrike:Schorndorf, Rathaus, Gerichtsstube, heute im Stadtmuseum, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/39ac920a-7f49-4862-8972-85a4a822c52b

Inventarnummer: cbdd20178

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Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Das 1769/70 von Johann Bernhard Schnaible gemalte Wandprogramm der Gerichtsstube vereinte alttestamentliche Szenen wie David und Goliath, die Versöhnung von Jakob und Esau, Judith und Holofernes sowie das Gelübde Jephtas mit den beiden Tugenden von Justitia und Cognitione als innerer Erkenntnis.

Das Neue Rathaus von 1724

Geschichte und rechtliche Stellung der Stadt Schorndorf

Schorndorf wurde um 1250 von den Grafen von Württemberg zur Sicherung der Ostgrenze gegründet. [1] Da sich das Territorium auch unter den seit 1495 Herzögen von Württemberg nach Osten nicht vergrößerte, blieb Schorndorf bis Anfang des 19. Jahrhunderts Grenzstadt.

Einen massiven Ausbau zur Grenzfeste erlebte die Stadt nach 1524 in der zweiten Regierungszeit Herzog Ulrichs. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, als Schorndorf nach der Schlacht von Nördlingen 1634 fast vollständig niederbrannte, nahm die Bedeutung für die Landesverteidigung ab. Die Hauptgefahr kam von da an mit Frankreich aus dem Westen.

Im frühen 18. Jahrhundert, als das Neue Rathaus errichtet wurde, genoss die Stadt keine Sonderstellung mehr bei den Herzögen. [2] Schorndorf war Amtsstadt, seit 1759 Oberamtsstadt.

Verwaltungsstruktur der Amtsstadt Schorndorf im 18. Jahrhundert

An der Spitze der Stadtverwaltung stand der vom Herzog bestellte bürgerliche Vogt, beziehungsweise Untervogt. [3] Er nahm die Aufgaben des Schultheißen (besonderer Stadtvorsteher) wahr und se Untervogt war das Stadtoberhaupt.

Von kommunaler Seite gab es zwei wichtige Kollegien, nämlich den Rat und das Gericht. Der Rat bestand aus mehreren Bürgermeistern, die als Stadtpfleger das städtische Rechnungswesen leiteten. Es gab mehrere gleichzeitig amtierende Bürgermeister, beziehungsweise Stadtpfleger.

Das Gericht bestand aus meist zwölf angesehenen Stadtbürgern. Es war verwaltendes und richtendes Organ zugleich. Ihm oblag das Kriminalgericht für das gesamte zur Stadt gehörende Amt. Zudem war es für die Dorfgerichte der Amtsorte die zivile Appellationsinstanz. Da es sich bei dem an den Wänden ausgemalten Raum um die Gerichtsstube handelte und die dargestellten Szenen auf Gnade und Gerechtigkeit abzielen, ist das Gerichtskollegium als Auftraggeber zu vermuten.

Baugeschichte des Neuen Rathauses von 1724

Nachdem das Schorndorfer Rathaus während des Dreißigjährigen Kriegs 1634 zerstört worden war, wurde zunächst ein Interims-Korn- und Rathaus erstellt, das von Unterurbach nach Schorndorf versetzt worden war und 1660/61 einen Anbau erhielt.[4] Erst 1724 hatten sich die Finanzen soweit erholt, dass der Stadtrat einen Neubau beschließen konnte. Am 19. Juli 1724 wurde für den Neubau ein Beitrag von 2000 Gulden bewilligt, an dem sich das gesamte Amt Schorndorf zu beteiligen hatte. [5]

Die Wahl des Architekten fiel auf Georg Friedrich Majer (1695–1765), der als Kirchenratsbaumeister im Dienst Herzog Eberhard Ludwigs von Württemberg stand und aus Schorndorf gebürtig war. [6] Zudem war Majer ein Sohn des örtlichen Chirurgen Johann Balthasar Majer, der seit 1714 das Amt eines Bürgermeisters bekleidete. [7] Georg Friedrich Majer stand Donato Giuseppe Frisoni zur Seite, als dieser seit 1721 an der Erweiterung von Schloss Ludwigsburg zum Residenzschloss arbeitete und 1725–1733 das Neue Corps de logis erbaute.

1726 wurde in Schorndorf die bisherige „Raths Behausung“ abgebrochen, um Platz für den Neubau zu schaffen. [8] Die Grundsteinlegung fand am 9. September 1727 statt. In den Grundstein, „in den großen Eckstein rechter Hand, auff welchen die runde Säule des Portals am Eingang des neuen Rathauses ruhet“, wurde ein Jubelgedicht des evangelischen Diakons und Präzeptor der örtlichen Lateinschule Johann Sigmund Wißhack (1679–1751) eingemauert, das dieser 1730 publizierte. [9]

Wißhacks Publikation erschien anlässlich der feierlichen Einweihung am 26. Juni 1730. Dem Tag und damit auch der Schrift wurde dadurch besonderes Gewicht verliehen, dass er mit dem 200jährigen Jubiläum der Augsburger Konfession einherging. [10] Bei der Einweihung war als Vertreter des Herzogs der Obervogt und Geheime Rat Johannes Nathanael von Schunck (1687–1742) zugegen. [11] Als Frontispiz der Publikation diente eine Ansicht des symbolisch von der Sonne beschienenen Neuen Rathauses, für die vermutlich Georg Friedrich Majer die Vorlage lieferte.

Beschreibung des Außenbaus

Das Neue Rathaus steht mit 13 x 7 Achsen frei als Solitär an der Nordseite des Marktplatzes, dem es seine südliche Schmalseite zuwendet. Es erhebt sich zweigeschossig über einem hohen Sockelgeschoss mit Arkaden an den beiden Lang- und der südlichen Schmalseite. Die Arkaden, hinter denen sich ursprünglich die Fleischbänke (Metzig), Brotlauben, die Waage und Feuerspritzen befanden, öffnen sich rundbogig über gebänderten Mauerabschnitten.

Die beiden oberen Geschosse mit hochrechteckigen Fenstern wurden verputzt. Im ersten Obergeschoss alternierten ursprünglich an den Seiten Rund- und Dreiecksgiebel. An der dem Markt zugewandten Seite zierte das mittlere Fenster ein gesprengter Rundgiebel, flankiert von Dreiecksgiebeln und geraden Verdachungen im Wechsel. Das oberste Geschoss hatte ringsum geohrte Fensterrahmen ohne Verdachungen. Die beschriebenen Fensterrahmen sind dem Frontispiz von Georg Friedrich Majer zu entnehmen. [12] Nach einer Purifizierung Anfang des 19. Jahrhunderts stellen sich die Fensterrahmen heute etwas einfacher dar.

Die Gliederung des gesamten Baukörpers beschränkte sich laut Frontispiz von Georg Friedrich Majer auf Ecklisenen im Sockelgeschoss und eine das erste und zweite Obergeschoss zusammenfassende Eckquaderung. Die Eckquaderung wurde entweder nicht ausgeführt oder fiel wie die Fenstergiebel der Purifizierung zum Opfer. Die dem Marktplatz zugewandte Südseite erhielt eine aufwendige Portalädikula. Mit schräg gestellten toskanischen Vollsäulen und einem konvex vortretenden Gesims mit Balustrade gibt sie sich als Derivat der Ludwigsburger Architektur von Donato Giuseppe Frisoni zu erkennen. [13]

In der Balustrade der Portalädikula prangt bis heute das Stadtwappen mit den beiden gekreuzten Spaten (Schoren) unter der Hirschstange Württembergs. Auf dem steilen Walmdach erhebt sich am südlichem Firstende ein Uhrturm. Nach Ausweis des Frontispizes war seine Zwiebelhaube ursprünglich von einer metallenen Fahne ebenfalls mit dem Stadtwappen bekrönt.

Innenaufteilung und Raumprogramm des Rathauses von 1724

Die einstige Innenaufteilung geht laut Carl Immanuel Rösler aus einer im Stadtarchiv erhaltenen Beschreibung von 1735 hervor. Sie ist Teil des „Gemeiner Statt Ehehafften und Gerechtigkeitenbuch“. [14]

Das Erdgeschoss enthielt eine große Halle für den Verkauf von Früchten und Korn. Unter den Arkaden folgten die schon erwähnten Räumlichkeiten für die Metzig, die Brotlauben, die Waage und die Feuerspritzen.

Im ersten Stock befand sich „gegen den Markt die Rathsstube“. Daran schlossen die Registratur und […] zwei Stuben zu allerhand Verrichtungen“ an. Des Weiteren gab es eine Stube zum „Abtreten vom Gericht“ und eine Wohnung für den Stubenknecht (Hausinspektor). Die ehemalige Gerichtsstube, die Recherchen von Frau Nathalie Riegert zufolge in der Tat im ersten Obergeschoss an der westlichen Langseite lag, wird in nächsten Kapitel ausführlich besprochen.

Im zweiten Stock befand sich der große Ratssaal, der damals so genannte „Bürgersaal“. Er war ein Platz zum Tanzen mit daneben einer großen Küche. Außerdem standen dort vier Kammern zur Verfügung.

[1] Die folgende Charakterisierung folgt Grube, Schorndorf, 1961. Siehe auch: Schorndorf - Altgemeinde~Teilort - Detailseite - LEO-BW

[2] Grube, Schorndorf, 1961, S. 49.

[3] Im Folgenden nach Grube, Schorndorf, 1961, S. 50. Schorndorf war bis 1755 Sitz eines Obervogts, dem auch Waiblingen und Winnenden unterstanden. Der Obervogt war im 18. Jahrhundert ein Ehrenrang für Edelleute. 1755 wurde das Amt des Obervogts im ganzen Land abgeschafft.

[4] Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 78–79; KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 942.

[5] Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 80.

[6] Fleischhauer, Barock, 1958, S. 199, außerdem S. 233, 249.

[7] Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 81.

[8] Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 80–81.

[9] Wißhack, Rath-Hauß, 1730. Das Zitat findet sich auf dem Titelblatt. Online abrufbar: IVVenta sChornDorfensIVMLVtheranaple IVblLans - OpenDigi (uni-tuebingen.de). Von Wißhacks Jubelschrift handelt auch der Zeitungsartikel: „der Ort, auf den Gott selbst als Oberrichter schauet“. Unser Schorndorfer Rathaus ist jetzt 225 Jahre alt. Das Jubelgedicht im Grundstein des Bauwerks, in: Neue Württembergische Zeitung. Schorndorfer Nachrichten, Bd. 10, Nr. 145 (1955), S. 7 (28.6.1955).

[10] Wißhack, Rath-Hauß, 1730, S. 3.

[11] Wißhack, Rath-Hauß, 1730, S. 5.

[12] Wißhack, Rath-Hauß, 1730, online abrufbar: IVVenta sChornDorfensIVMLVtheranaple IVblLans - OpenDigi (uni-tuebingen.de).

[13] Ebenso Fleischhauer, Barock, 1958, S. 245; Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 85.

[14] Stadtarchiv Schorndorf. Ohne Signatur bei Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 81–83.

Die ehemalige Gerichtsstube und die ursprüngliche Anordnung der Gemälde

Lage der Gerichtsstube innerhalb des Rathauses

Die Gerichtsstube mit der 1769/70 bemalten Holzvertäfelung befand sich im nordwestlichen Eckraum des ersten Obergeschosses. Dies geht aus einem im Stadtarchiv erhaltenen Grundriss vom 6. November 1908 hervor, den Frau Nathalie Riegert kollegialerweise anlässlich der Bearbeitung für das CbDD recherchiert hat. [1] Der Raum öffnete sich mit drei Fenstern nach Norden zur rückwärtigen Schmalseite des Gebäudes und mit drei Fenstern nach Westen Richtung Marktplatz.

Dem Grundriss von 1908 zufolge, war damals geplant, den Raum zu unterteilen. Dies scheint jedoch unterblieben zu sein, da auf einem Grundriss vom 13. Februar 1939, der den Raum nach dem nationalsozialistischen Umbau zeigt, der Raum noch seine ursprüngliche Größe hatte. [2] 1936 wurde die Gerichtsstube als Kleiner Sitzungssaal bezeichnet. [3] Adolf Schahl beschreibt im 1983 erschienenen Band der Kunstdenkmäler im ersten Stock „zwei Zimmer mit einer einst durchgehenden, kassettenartig stark profilierten Täferdecke“, bei der es sich um die ehemalige Gerichtsstube gehandelt haben dürfte. [4]

Die Gerichtsstube besaß den historischen Fotografien zufolge eine flache Holzdecke mit kassettenartig aufgesetzten Leisten. Unterhalb der Decke war eine Frieszone ausgewiesen. Einen Anhaltspunkt zur Rekonstruktion der ehemaligen Raumhöhe geben die Wandpaneele im Stadtmuseum mit einer ungefähren Höhe von 2,8 Metern.

Die ursprüngliche Anordnung der Wandgemälde

Die ursprüngliche Anordnung der im Stadtmuseum erhaltenen Wandgemälde ist durch drei historische Fotografien überliefert. [5] Dasjenige Foto mit der Wandmalerei des „Bruderkusses“ entstand mit dem Rücken nach Westen. Linker Hand des Fotografen zeigen sich die Fenster zur Nordseite des Gebäudes. Die Wand mit dem Bruderkuss grenzt als Ostwand an den Flur. Der Zugang zum Flur erfolgte durch eine Wandtür, die sich links der Bildmitte zwischen zwei Bäumen auftut.

Der Kamin in der Südostecke, also in der Ecke zwischen Flur und dem nach Süden angrenzenden Raum, ist auf dem Grundriss vom November 1908 eingezeichnet. Die Tür mit der Supraporte in der Frieszone oberhalb der Wandvertäfelung führt in den südlichen Nachbarraum.

Am linken Bildrand ist schemenhaft und perspektivisch verkürzt ein Zwischenfensterstück zu erkennen. Offenbar handelt es sich um das Pferd der Szene „Jephta wird von seiner Tochter begrüßt“. Geht man davon aus, dass die zugehörige Szene in nächster Nähe dazu stand, hätten diese beiden Teile der Vertäfelung die beiden nördlichen Zwischenfensterstücke gebildet.

Dasjenige Foto mit der Wandmalerei „David und Goliath“ beschreibt die Wand zum südlich angrenzenden Raum. Am linken Bildrand ist die Tür mit der Supraporte zu sehen. [6] Rechter Hand des Fotografen befinden sich die Fenster nach Westen. Hinter ihm liegen die Fester zur rückwärtigen Nordseite.

Fotografisch nur mit einem Bild dokumentiert ist das Zwischenfensterstück „## kniet vor ##“. Wo sich dieses Zwischenfensterstück im Raum befand, ist der Fotografie nicht zu entnehmen, doch wird sie durch zwei weitere Zwischenfensterstücke thematisch ergänzt. Da die nördliche Fensterwand mit den beiden Jephta-Szenen schon belegt ist, kommt die Westwand in Betracht.

Übrig bleiben die beiden sehr schmalen Vertäfelungsstücke mit den beiden Tugenden „Justitia“ und „Cognitione / innerer Erkenntnis“ Sie könnten einander gegenüber angebracht gewesen sein jeweils an der Nord- und der Südwand ganz nahe an der westlichen Fensterwand.

Die neun Wandgemälde von 1769/70, heute im Stadtmuseum

Die Verpflichtung des Leonberger Malers Johann Bernhard Schnaible

Mit den Gerichtsbildern wurde im Rechnungsjahr 1769/70 Johann Bernhard Schnaible aus Leonberg betraut. Schnaible malte die Bilder vom 22. September 769 bis zum 14. Januar 1770, brauchte in der dunklen Jahreszeit also knapp vier Monate. [7] Vertraglich wurde festgelegt, dass „Kunst Mahler Schnaiblen von Leonberg … die ordinarj Gerichts Stuben auf Tapeten Art mit Landschafften und Römischen Historien“ auszumalen habe, wofür er ohne Materialien zusätzlich zu einem halben Maß Wein und Brot 74 Gulden erhielt. [8]

Der Maler Johann Bernhard Schnaible ist kaum bekannt. Die heute im Stadtmuseum ausgestellten Tafeln zeigen, dass Schnaible in Ölfarbe direkt auf die vorhandene Vertäfelung gemalt hatte, ohne dass er zuvor eine Leinwand als Malgrund aufgebracht hätte. Laut dem Architekten und Vorsitzenden des Heimatvereins Schorndorf Carl Immanuel Rösler (1891–1974) wurden die Gerichtsbilder 1769/70 auf die vorhandene Holzvertäfelung gemalt. Der Raum hätte demnach von Anfang an eine wandhohe Holzvertäfelung besessen, die von Schnaible nachträglich bemalt worden wäre. [9]

Einem Aktenvermerk vom März 1981 im Stadtarchiv Schorndorf zufolge besorgte Johann Bernhard Schnaible 1770 in Beutelsbach in der dortigen Kirche „Brusttäfer, Fassung und Vergoldung der Orgel“. [10] In der Schorndorfer Stadtkirche malte er 1767/68 im Chor die Apostel, die Evangelisten, Johannes den Täufer und den Herrn. [11]

Renovierung in den Jahren 1908–1912

Die Wandgemälde der Gerichtsstube wurden in den Jahren 1908–1912 für den erstaunlich hohen Betrag von 2461,84 Goldmark restauriert. [3]

Entfernung der Gemälde im Nationalsozialismus

Während des Nationalsozialismus erregten die Gemälde Anstoß, da sie als Exempel Geschichten aus dem Alten Testament wiedergaben. [12] Trotz vehementer Einsprüche des Denkmalamtes und trotz des Vorschlags des Kreisleiters, die Malereien mit Leinwand lediglich zu verdecken, wurden sie 1939 entfernt. [13] Glücklicherweise legte man die herausgestemmten Holzpaneele lediglich auf dem Dachboden, wo sie 1949 von Carl Immanuel Rösler in beschädigtem Zustand wiederentdeckt und dem damaligen Heimatmuseum, heute Stadtmuseum, zugeführt wurden. [9]

Die Stellungnahme des Denkmalamtes vom 9. November 1938 lautete: „Diese Gerichtsstube ist neben der im Rathaus in Tübingen die einzig erhaltene in sämtlichen württembergischen Städten. Ihre Erhaltung ist ausgezeichnet, besitzt sie doch nicht nur die vollständige Ausmalung, die alten Holzdecken usw., sondern sogar auch noch das alte Mobiliar“. [14]„Selbstverständlich lag es dem 18. Jahrhundert ganz fern, etwa den Juden durch diese Darstellungen zu verherrlichen.“ [14]

Ikonographische Bestimmung der einzelnen Szenen

Insgesamt haben sich im Stadtmuseum Schorndorf neun annähernd gleichhohe Tafeln unterschiedlicher Breite erhalten. Bei der Benennung der einzelnen Tafeln beruft sich die Forschung zumeist auf die Liste von Adolf Schahl im 1983 publizierten Band der Kunstdenkmäler. [15] Diese ist im Fall der Geschichte von Judith und Holofernes um im Fall einer der beiden Tugenden zu korrigieren, was in den entsprechenden Unterkapiteln dargelegt und begründet wird.

David vor Goliath (ehemals Südwand)

Benennung und Zustand

Übereinstimmend mit Adolf Schahl waren an der Südwand (zum Nebenraum) David und Goliath dargestellt. [15] Die Szenerie begann in der Ecke zwischen Kamin und Tür mit David beim Schafehüten. Die Weiterführung ist daran zu erkennen, dass sich eine gemalte Baumkrone über der Tür wölbt. Im heutigen Zustand fehlen sowohl die Bretter mit David beim Schafehüten als auch ein einzelnes Brett zwischen David und Goliath.

Beschreibung der Szenerie

Am Ufer eines Flusses, an dem sich für den Betrachter links das Heer der Israeliten und rechts das der Philister gegenüberstehen, steht König David vor dem Riesen Goliath. [16] Goliath ist zusammen mit seinem Schildträger aus dem Heer der Philister hervorgetreten, David kam jedoch vom Schafehüten, da er der jüngste Sohn seines Vaters war. Die Vorgeschichte, wie David von seinen Schafen kommend, dem bedrängten Heer der Israeliten zur Hilfe eilte, war jenseits der Tür dargestellt. David trägt dort seinen Schäferstab. Im Hintergrund war eine Burg zu sehen.

Das Ungleichgewicht der Gegner und das Übermaß der Bedrohung kam außer in ihrer unterschiedlichen Größe darin zum Ausdruck, dass Goliath eine Rüstung, David jedoch nur ein rotes Kleid trug. Auch hatte er lediglich den Schäferstab und eine Feldtasche bei sich. Der Abstand zwischen David und Goliath war ursprünglich etwas größer als heute, da das Brett zwischen dem niedergelegten Schäferstab und Goliath verloren ist.

Als Mittelszene hat Schnaible den Moment wiedergegeben, in dem David den Schäferstab auf den Boden gelegt, einen zuvor dem Fluss entnommenen Stein aus der Feldtasche genommen und in die Steinschleuder gelegt hat. Im nächsten Moment wird sich David aufrichten und Goliath tödlich an der Stirn verletzen.

Erzählstruktur und Texttreue

Schnaible hat die Szene, wie von ihm im Vertrag gefordert, in der Art einer Tapisserie als weite Landschaft angelegt. Die Übermacht des Bösen, das dennoch vom Guten besiegt werden kann, hat er als Hauptbotschaft in der Mitte in Szene gesetzt. Der rot gekleidete David hebt sich wirkungsvoll vor dem grünen Hintergrund ab.

Die Darstellung beweist einerseits Texttreue mit dem Schildträger, der in der Bibel eigens als Soldat erwähnt ist, der vor Goliath hergeht. Andererseits war Schnaible mit dem kunsttheoretisch hoch bewerteten schrittweisen Erzählen auf ein und demselben Bild vertraut. Wie in einem Text (ut pictura poesis) entfaltete er die Geschichte vor dem Betrachter, beginnend bei David bei seinen Schafen, bis zum unmittelbar bevorstehenden Tod des Riesen Goliath.

Versöhnung von Jakob und Esau (ehemals Ostwand)

Benennung und Zustand

Die Ostwand der ehemaligen Gerichtsstube mit Wandtür zum Flur und Kamin in der Ecke zierte eine orientalische Landschaft mit einem sich umarmenden Paar. Von der Szenerie, die Schahl zu Recht als „Begegnung von Jakob und Esau“ identifizierte, [1] hat sich im Stadtmuseum in der heutigen Aufstellung lediglich das Paar erhalten. Schahl nennt darüber hinaus einen Ausschnitt mit der Herde Jakobs unterhalb eines Fensters, [2] der heute allerdings verschollen ist. [3]

Beschreibung der Gesamtszenerie

Im Zentrum des einstigen Wandgemäldes stand in Lebensgröße dargestellt die Versöhnung von Jakob und Esau. Von links kam Jakob, dessen Familie und Herde als Karawane im Hintergrund zu sehen war. Von rechts kam Esau mit einem Pferd. Esau trägt einen prächtigen Königsmantel, einen Turban mit Federbusch und einen Degen. Sein Pferd, von dem er abgestiegen ist, wird unter einer Palme von einem Diener gehalten. Jakob hingegen, der bei Esau in der Schuld steht, da er ihn um sein Erstgeburtsrecht betrogen hat, trägt unter einem roten Mantel ein schlichtes braunes Gewand mit schwarzer Schärpe. Sein Turban ist wesentlich einfacher als der seines Bruders.

Schnaible hat die Geschichte auf den Bruderkuss konzentriert. In der Bibel (1. Mose 33) wird Esau mit einem Gefolge von vierhundert Mann geschildert, das Schnaible allerdings weggelassen hat. Jakob hingegen verteilte „die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Mägde; und er stellte die Mägde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Josef zuletzt. Er selbst aber ging vor ihnen her und warf sich siebenmal zur Erde nieder, bis er nahe an seinen Bruder herangekommen war. Esau aber lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küsste ihn; und sie weinten.“ [4]

[1] KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 946. Ihm folgt Wandel, Gerichtsstube, 1986.

[2] KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 946.

[3] Beschriftung Stadtmuseum.

[4] 1.Mose 33 | Elberfelder Bibel :: ERF Bibleserver

Jephtas Tochter tritt mit Gespielinnen aus dem Stadttor (Zwischenfensterstück Nordwand)

Als Zwischenfensterstücke der Nordwand fungierten die bei Schahl so benannte Szene von König Jephta (Jiftach) und seiner Tochter. [15] In der links montierten Szene ist das Stadttor zu sehen, aus dem Jephtas Tochter musizierend mit ihren Gespielinnen tritt, um ihren aus dem Krieg heimgekehrten Vater zu begrüßen.

Jephta erkennt die Konsequenz seines Versprechens (Zwischenfensterstück Nordwand)

In der rechts montierten Szene, die auf einer der historischen Fotografien als Zwischenfensterstück schemenhaft zu erkennen ist, hält Jephta (Jiftach) auf einem Schimmel reitend inne, da er die Konsequent seines Gelübdes erkennt.

Jephta hatte Gott gelobt, im Fall eines Sieges gegen die Ammoniter dasjenige zu opfern, das ihm bei seiner Heimkehr als erstes entgegenkommen würde. Als ihm seine einzige Tochter tanzend und musizierend als erste entgegenkommt, hält er sein Gelübde und opfert sie.

Judith und ihre Dienerin begeben sich ins Lager des Holofernes (Zwischenfensterstück Westwand)

Drei inhaltlich zusammenhängende Einzelszenen, bei denen es sich um die die auf den historischen Fotografien nicht eingefangenen Zwischenfensterstücke der Westwand gehandelt zu haben scheint, erzählen die Geschichte von Judith und Holofernes. Schahl identifizierte sie als „Abimelech führt Sarah zurück an Abraham“, „Sarah vor Abimelech“ und „Judith enthauptet Holofernes“. [15] Es handelt sich jedoch eindeutig um eine einzige Geschichte, die in drei Schritten von links nach rechts mit fast durchgehend denselben Protagonisten erzählt wird. Dieser Ansicht folgt auch die Beschriftung im Stadtmuseum.

Die Geschichte von Judith und Holofernes beginnt in Schorndorf mit der Szene, in der Judith zusammen mit ihrer Dienerin ihre Stadt verlassen hat, um sich als angebliche Überläuferin im Feldlager des Holofernes vorzustellen. Holofernes war der Heerführer der Assyrer, die Judiths Heimatstadt Bethulia belagerten.

Judith trägt ein weit ausgeschnittenes Kleid mit einem langen, markant dreifarbig gestuften Rock. In ihren Haaren leuchten Perlen, an denen ein verführerisch rotes Band lose befestigt ist. Judith spricht strahlend und herausfordernd mit dem Soldaten, den sie bittet, sie zu Holofernes zu führen. Ihre Dienerin hingegen in einem einfachen dunkelgrünen Gewand hat den Blick brav gesenkt.

Judith tötet Holofernes (Zwischenfensterstück Westwand)

Die dritte und letzte Szene schildert die Enthauptung des Holofernes. Er hatte sich zur Nacht ins Bett gelegt. Die abgelegte Rüstung samt Helm liegt am vorderen Bildrand. Judith hat sich das Schwert des Feldherrn geholt und tötet ihn mit weit ausholender Geste. Die Dienerin hält einen weißen Sack bereit, in den sie das Haupt legen wird.

Justitia (schmales Seitenstück)

Die beiden schmalen Stücke, die einander als schmale Seitenstücke an Nord- und Südwand gegenübergestanden haben könnten, stellen einmal zweifelsfrei Justitia mit Schwert, Waage und Augenbinde dar. Die zweite Figur mit Krone, Buch und brennender Fackel benannte Schahl als Prudentia, obwohl sie in keiner Weise der geläufigen Ikonographie der Prudentia entspricht. Der namentlich nicht genannte Denkmalpfleger bezeichnete sie 1938 als Wahrheit. [1] Im Einklang mit Cesare Ripa wird sie von der Autorin als Cognitione / innere Erkenntnis identifiziert. [2]

Justitia steht in einem roten Gewand über einem grünen Rock vor einer Landschaft. In der Rechten hält sie das Richtschwert und die Waage. Mit der linken Hand greift sie sich an die Augenbinde, die ihre Augen als gängiges Zeichen der Unparteilichkeit verdeckt. [3]

[1] Hammerschmitt, Schorndorf, 2020, S. 128.

[2] Ripa, Iconologia, 1645, S. 91. Den Hinweis auf das Attribut der Fackel bei der Personifikation der Cognitione / Erkenntnis: Kobler, Friedrich, Fackel als Attribut, in: Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte, Bd. VI (1972), Sp. 993–1023; in: RDK Labor, URL: <https://www.rdklabor.de/w/?oldid=88967> [04.04.2022]

[3] Ripa, Iconologia, 1645, S. 246.

Cognitione / innere Erkenntnis (schmales Seitenstück)

Beschreibung und Identifikation der inneren Erkenntnis / Cognitione auf der Grundlage von Cesare Ripa

Vor dem Hintergrund einer Landschaft mit auf- oder untergehender Sonne steht eine zeitgenössisch gekleidete weibliche Figur mit Krone, Buch und brennender Fackel. Sie schaut dem Betrachter herausfordernd ins Gesicht. Die Fackel hält sie aufrecht in ihrer Rechten, das Buch hat sie unter ihren linken Arm geklemmt. Vorne links im Bild blühen rote Blumen in der Art eines Leberblümchens.

Die dargestellten Attribute stimmen mit Cesare Ripas Charakterisierung der inneren Erkenntnis / Cognitione überein. Ripa beschreibt eine Frau, die dabei ist, sich zu setzen, um besser nachdenken zu können. Sie trägt eine brennende Fackel und hat neben sich ein offenes Buch, auf dessen Buchstaben sie mit einem Finger der rechten Hand zeigt. [17]

Die Fackel steht laut Ripa dafür, dass wir zwar Licht benötigen, um mit unseren Augen etwas zu sehen, dass jedoch der Augensinn nur die Vorbereitung auf die tiefere Bedeutung des Gesehenen darstelle. Das innere Auge, beziehungsweise der Intellekt und der Verstand bedürfen der körperlichen Sinne, um die Dinge richtig zu erkennen. Ripa verbildlichte mit seiner Personifikation den Satz von Aristoteles: „Nihil est in intellectu, quod prius non fuerit in sensu“ (Nichts ist im Verstand/Geist, was nicht zuvor in den Sinnen war). [17]

Das Buch deutet laut Ripa zudem darauf hin, dass das Verständnis nicht nur über das Sehen und Hören, sondern auch aus den Büchern komme. Als Variante bietet Ripa die wie in Schorndorf stehende Personifikation der „Cognitione delle cose“ an, die das Buch ebenfalls wie in Schorndorf in der linken Hand hält, in der rechten allerdings eine Rute oder ein Zepter. [17]

In Bezug auf die Gerichtsstube könnte man die Botschaft der Figur dahingehend deuten, dass die richtenden Räte sich ihre Fälle erst sehr genau anschauen sollten, bevor sie sich darüber ein Urteil bildeten und sie richteten.

Programm und Synthese

Die alttestamentlichen Szenen illustrieren moralische Grundwerte des christlichen Gemeinwesens wie Gnade und Gerechtigkeit. David und Judith gelten jeweils als Retter ihres Volkes, [18] indem sie einen körperlich überlegenen Gegner mit Gottes Hilfe und List aus dem Weg schaffen. Die Versöhnung von Jakob und Esau steht für Gnade, da Esau seinem schuldigen Bruder vergibt. Jephta gilt als Exempel für die Standhaftigkeit, mit der er sein Gelübde auch dann erfüllt, nachdem er die Konsequenzen seines unbedacht gegebenen Versprechens erkannt hat. Justitia und innere Erkenntnis /Cognitione flankieren das Programm, wobei insbesondere die tiefe innere Erkenntnis, die hinter dem Äußeren auch das Innere der Menschen sieht, einen wichtigen moralisierenden Zusatz darstellt.

Bibliographie

  • Anonym, „der Ort, auf den Gott selbst als Oberrichter schauet“. Unser Schorndorfer Rathaus ist jetzt 225 Jahre alt. Das Jubelgedicht im Grundstein des Bauwerks, in: Neue Württembergische Zeitung. Schorndorfer Nachrichten, Bd. 10, Nr. 145 (1955), S. 7 (28.6.1955).
  • Werner Fleischhauer, Barock im Herzogtum Württemberg, Stuttgart 1958.
  • Walter Grube, Schorndorfs Stellung in der Geschichte des Herzogtums Württemberg, in: Heimatbuch für Schorndorf und Umgebung, 4 (1961) (Festschrift für Immanuel Carl Rösler), S. 43–62.
  • Barbara Hammerschmitt, Schorndorf in der Zeit des Nationalsozialismus (Heimatblätter. Jahrbuch für Schorndorf und Umgebung, 15), Schorndorf 2000.
  • Die Kunstdenkmäler des Rems-Murr-Kreises, II, bearbeitet von Adolf Schahl, München/Berlin, 1983.
  • Immanuel Carl Rösler, Das alte und neue Rathaus zu Schorndorf, in: Heimatbuch für Schorndorf und Umgebung, 4 (1961) (Festschrift für Immanuel Carl Rösler), S. 74–86.
  • Uwe Jens Wandel, Aus der Arbeit des Stadtarchivs. Wie die alte Gerichtsstube aus dem Schorndorfer Rathaus kam. „In die giftigen Dünste einer mittelalterlichen Zeit versetzt“, in: Schorndorf aktuell. Informationen der Stadtverwaltung, Vereinsnachrichten, 15. Mai 1986.
  • Johann Sigmund Wißhack, Christliche Jubel-Freude Der Evangelischen Schul-Jugend in Schorndorff Als Anno 1730. den 25. Junii nicht nur Nach der Hochfürstl. gnädigsten Verordnung in der Kirche Das Evangelische Danck- Lob und Jubel-Fest andächtig celebriret, Sondern auch den darauff folgenden 26 Junii Das neu-erbaute Rath-Hauß Durch eine Obrigkeitlich-angestellte Versammlung aller Hohen und Niedern, Geist- und Weltlichen Beambten und Honoratiorum inauguriret worden, Stuttgart 1730. Online abrufbar: IVVenta sChornDorfensIVMLVtheranaple IVblLans - OpenDigi (uni-tuebingen.de)

Einzelnachweise

  1. Die Autorin dankt herzlich Frau Nathalie Riegert, die als Volontärin des Stadtmuseums Schorndorf Recherchen zur ehemaligen Gerichtsstube im Stadtarchiv Schorndorf durchgeführt hat. Ebenso gilt ihr Dank der Leiterin des Stadtmuseums Frau Dr. Andrea Bergler.
  2. Auch dieser Grundriss im Stadtarchiv Schorndorf.
  3. 3,0 3,1 Wandel, Gerichtsstube, 1986.
  4. KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 945–946.
  5. Abgebildet in: KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 944–945.
  6. Dem Grundriss von 1908 zufolge sollte sich die Tür zum südlich angrenzenden raum weiter rechts befinden.
  7. Die Angaben mit Quellennachweis bei KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 942.
  8. Zitiert nach KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 942.
  9. 9,0 9,1 Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 86.
  10. Recherche Frau Nathalie Riegert.
  11. Kirchenbaurechnung 1767-1770 fol. 64 (Recherche Frau Nathalie Riegert).
  12. Den Bericht hierüber bringt erstmals der Zeitungsartikel von Jens Uwe Wandel (Wandel, Gerichtsstube, 1986).
  13. Rösler, Rathaus Schorndorf, 1961, S. 86; ausführlicher: Wandel, Gerichtsstube, 1986. Noch ausführlicher und mit Quellenangaben: Hammerschmitt, Schorndorf, 2020, S. 127–129.
  14. 14,0 14,1 Zitiert nach Wandel, Gerichtsstube, 1986.
  15. 15,0 15,1 15,2 15,3 KDM Rems-Murr-Kreis II, 1983, S. 946. Ihm folgt Wandel, Gerichtsstube, 1986.
  16. 1. Sam. 17, 1–51. Siehe auch Poeschel, Ikonographie, 2005, S. 79–80.
  17. 17,0 17,1 17,2 Ripa, Iconologia, 1645, S. 91.
  18. Poeschel, Ikonographie, 2005, S. 94.