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Schliersee, Kapelle St. Nikolaus

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 2: Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach. Hirmer, München 1981, ISBN 978-3-7991-5834-3, S. 560–561, geschrieben von Bachter, Falk, Bauer-Wild, Anna, Böhm, Cordula, Lüdicke, Lore und Sinkel, Kristin. Original (Passwortgeschützt)
davordanach

Kapelle auf dem Friedhof, Pfarrei Schliersee, Erzdiözese München und Freising; z. Z. der Ausmalung Schulkapelle in baulichem Konnex mit der nördlich angrenzenden ehem. Schule, die zum Münchener Kollegiatstift gehörte.

Patrozinium: St. Nikolaus

Zum Bauwerk: Die spätgotische Kapelle wurde unter Pfarrvikar Wolfgang Höger (1630–49) um 1635 barockisiert (Jahreszahl 1635 auf der Altarpredella); 1920 Benediktion. - Kleiner einjochiger Raum ohne Fenster mit dreiseitig geschlossener Altarnische

Autor und Entstehungszeit: Die Deckenmedaillons und Wandbilder sind stilistisch in die Zeit der Umgestaltung, um 1635, einzuordnen. Der Autor der primitiv gemalten Bilder, die eine altertümliche Figuren- und Schauplatzdarstellung haben, ist unbekannt.

Befund

Träger der Deckenmalerei: spätgotisches Netzgewölbe, ur 1635 stuckiert

Rahmen: A, 1–4 ornamentiertes Stuckprofil Technik: A, 1-4, W1-2 Öl auf Holz; polychrom

Maße: A Höhe 4,20 m; Ø 0,50

Erhaltungszustand und Restaurierungen: Restaurierungen 1784, 1919. Letzte Reinigung 1973 durch Firma Holder-

4 Lukas
A Schlüsselübergabe

Beschreibung

A SCHLÜSSELÜBERGABE (Mt 16, 18) Tafelbildmäßige Anlage: Christus im roten Mantel reicht dem knienden Petrus die Schlüssel des Himmelreiches. Im Hintergrund auf einem steilen Felsen eine Kirche.

1–4 Brustbilder der Evangelisten

1 Matthäus, 2 Markus, 3 Johannes, 4 Lukas

W1-2 Wandbilder an der N- und S-Wand beim Eingang mit ganzfigurigen Heiligendarstellungen

W1 S: Veit. S: Georgius

W2 S: Rochüs S: Sebastian

Quellen und Literatur

Obernberg, Joseph von, Historische Abhandlung von den uralten Benediktinerkloster und nachmaligem Chorstift Schliersee in Oberbayern, in: Neue historische Abhandlung der bayerischen Akademie der Wissenschaften, Bd 2, 1804, 3. Abt., S. 1–144.

Zur Geschichte der Kirchen und Ortschaften Westenhofen und Schliersee, in: OAVG 2, 1840, S. 281-94.

Mayer-Westermayer, Bd 2, S. 51–66.

Hager, Georg, Die Bautätigkeit und Kunstpflege im Kloster Wessobrunn und die Wessobrunner Stukkatoren, in: OAVG 48, 1893/94, S. 403.

Schmid, Johann Baptist, Johann Baptist Zimmermann, in: Altbayerische Monatsschrift 2, 1900, S. 23.

KDB I OB (2), S. 1488.

Lindner, Pirmin, Monasticon Metropolis Salzburgensis Salzburg 1908, S. 174–75.

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-, Kirchenkunst in Schlierach- und Leitzachtal, in: Jahrbuch des Vereins für christliche Kunst 7, 1929, S. 151–53. Hartig, Michael, Die oberbayrischen Stifte, München 1935, Bd 2, S. 72–74.

Röhlig, Ursula, Die Deckenfresken J.B. Zimmermans ungedr. Diss. München 1949, S. 22–25.

Gasteiger, Michael, Das Buch vom Schliersee, München 1951, S. 156 f.

Schnell, Hugo, Kirchen in Schliersee (= KKF Nr. 554) München 1951.

Dehio OB S. 230.

Haenlein, Albrecht, Neues zur Baugeschichte der Pfarrkirche Schliersee, in: OAVG 81/82, 1957, S. 161–68.

Lampl, Sixtus, Johann Baptist Zimmermann als Altarbauer, in: Zwiebelturm 5, 1967, S. 108–10.

Andrelang, Franz, Landgericht Aibling und Reichsgrafchaft Hohenwaldeck (= Hist. Atlas von Bayern Teil Bd 17) München 1967, S. 282 f.

Hitchcock, Henry-Russell, German Rococo: The Zimmermann Brothers, London 1968, S. 11.

Thon, Christina, J.B. Zimmermann als Stukkator, München 1977, S. 32–34, 288–89.

Lampl, Sixtus, Joh. Bapt. Zimmermanns Schlierseer Anfänge, Schliersee 1979.