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Schleswig, Residenzschloss Schloss Gottorf

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Schleswig, Residenzschloss "Schloss Gottorf", in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2024, URL: www.deckenmalerei.eu/a65c9353-d2f4-435f-b7c3-3e30b8e33138

Inventarnummer: cbdd10207

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In Schloss Gottorf sind nur wenige Reste der ehemals überaus reichen und bedeutenden Ausmalung erhalten. Dazu gehören die Malereien des Hirschsaals von 1585-90, die in der so genannten Laterne von 1540/50 und die „Persianische Decke“ von 1640-50.

Das Residenzschloss Gottorf

Kurzbeschreibung und Lage

Das ehemalige Residenzschloss Gottorf[1] erhebt sich im Westen der Stadt Schleswig auf einer Insel im Burgsee, der durch Abtrennung eines Teils der Schlei künstlich entstanden ist. In der Mitte steht die Vierflügelanlage des Schlosses, umgeben von überwiegend nach der Residenzzeit errichteten Nebengebäuden. Die ehemaligen Bastionen und weitere Befestigungsbauten sind verloren.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Schloss Gottorf stammt aus dem Mittelalter. Die damalige Burg setzte sich aus vier Flügeln um einen querrechteckigen Hof zusammen. Unter Herzog bzw. König Friedrich I. fanden nach einem Brand 1492 bis in das erste Drittel des 16. Jahrhunderts umfangreiche Baumaßnahmen statt, die unter König Christian III. nach 1538 fortgeführt wurden. Der Westflügel, der Kern des Ostflügels und der westliche Teil des Südflügels in den unteren Geschossen gehen auf diese Zeit zurück.

Seit der Landesteilung 1544 war Gottorf das Residenzschloss eines eigenständigen Herzogtums Schleswig-Holstein-Gottorf. 1564/65 traf ein neues Schadenfeuer das Schloss. Die Herzöge Adolf und Johann Adolf bauten Gottorf bis zum Ende des Jahrhunderts zum vierflügeligen befestigten repräsentativen Residenzschloss mit einem neuen Nordflügel aus. Im 17. Jahrhundert erfolgten vor allem Veränderungen im Innern und ab 1640 die Anlage eines Lustgartens im Norden des Schlosses. Herzog Friedrich IV. begann dann 1697 mit dem Neubau des erheblich vergrößerten Süd- bzw. Eingangsflügels. Entwerfender Architekt war Johann Heinrich Böhme, die Baudurchführung hatte Christian Thomsen inne. Ein neuer Ostflügel kam nicht zur Ausführung. Auch die Ausstattung des Südflügels blieb unvollendet, denn Schleswig wurde 1713 von Dänemark annektiert und 1721 mit dem dänischen Teil des Herzogtums Schleswig vereint. Das Inventar von Gottorf gelangte sukzessive nach Kopenhagen und das Schloss wurde Sitz eines dänischen Statthalters. 1843-48 wurden die Befestigungsanlagen niedergelegt und ab 1850 diente Schloss Gottorf als Kaserne, für deren Befugnisse zahlreiche Veränderungen auf der Schlossinsel erfolgten. Schwere Schäden verursachten eine Pulverexplosion im Westflügel 1872 sowie Brände 1882 und 1917 im Turm, im westlichen Teil des Südflügels und im Westflügel. 1947/48 kam das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum ins Schloss, das ab 1972 von Grund auf instand gesetzt wurde. So erfolgte etwa 1978-85 eine ergänzende Teilrekonstruktion der westlichen Hofwand mit Standerker und so genannter Laterne. Auch der Zementputz der Kasernenzeit wurde entfernt.[2]

Auftraggeber

Die Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf gehörten dem Haus Oldenburg an und waren eine Nebenlinie des Dänischen Königshauses. Sie regierten in Schleswig von 1544 bis 1713. Ihr Herrschaftsbereich erstreckte sich auf Anteile am Herzogtum Schleswig und am Herzogtum Holstein. Während Schleswig zu Dänemark gehörte, war Holstein Bestandteil des Alten Reiches. Der jeweilige Lehnsherr der Gottorfer Herzöge war daher für die Gebiete in Holstein der jeweilige Kaiser, für die Gebiete in Schleswig der jeweilige dänische König. 1658 gelang es den Gottorfern jedoch, für ihren Schleswigschen Herrschaftsbereich die Souveränität zu erhalten. Das Herzogtum erlangte im 16. und 17. Jahrhundert eine bedeutende politische und kulturelle Stellung in Nordeuropa. Zugleich schwächten die andauernden Konflikte mit Dänemark vor allem im 17. Jahrhundert die Entwicklung und führten letztendlich zum Verlust des Herzogtums Schleswig.

Begründer der Gottorfer Linie war Herzog Adolf I. (reg. 1544-1586), jüngster Sohn von König Friedrich I. Er kannte aus eigener Anschauung die Niederlande. Er ließ zahlreiche Schlösser in seinem Herzogtum erbauen, so Husum und Reinbeck, die beide erhalten sind. Am Gottorfer Schloss geht der Nordflügel in weiten Teilen auf ihn zurück. Auf Adolf I. folgte sein Sohn Friedrich II. (reg. 1586-1587) und auf diesen sein nächster Sohn Philipp (reg. 1587-1590). Beide starben jung und 1590 folgte sein dritter Sohn Johann Adolf (reg. 1590-1616), der zeitweilig auch Fürstbischof von Lübeck sowie erwählter Fürsterzbischof von Bremen war. Er war mit einer Schwester des dänischen Königs Christinan IV. verheiratet und drängte erfolgreich die Macht der Stände in den Herzogtümern zurück. Er begann den aufwendigen Ausbau des Schlosses Gottorf. Auf Johann Adolf folgte sein Sohn Friedrich III. (reg. 1616-1659). In seiner Regierungszeit kam es zu ernsthaften Konflikten mit Dänemark, einer Annäherung an Schweden und 1658 zur Souveränität Schleswigs. Der Konflikt mit Dänemark sollte fortan die Außenpolitik der Herzöge bestimmen. Friedrich III. versuchte eine internationale Politik zu betreiben und Handelsbeziehungen mit Persien aufzunehmen. 1621 gründete er die Handelsniederlassung Friedrichstadt mit niederländischen Kaufleuten. Diese Bestrebungen scheiterten weitgehend, doch wurde Gottorf zu einem Zentrum von Kunst und Wissenschaft. Der Herzog selbst war Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft und machte Schloss Gottorf zum bedeutendsten Kulturzentrum Nordeuropas. Schloss Gottorf wurde unter seiner Herrschaft weiter ausgebaut. Auf Friedrich III. folgte sein Sohn Christian Albrecht (reg. 1659-1695). Er war zugleich zwischen 1655 und 1666 Fürstbischof von Lübeck. Das belastete Verhältnis zu Dänemark, welches das Herzogtum zweimal besetzte, blieb bestehen. Christian Albrecht bemühte sich weiterhin um die volle Souveränität seines Herzogtums, die er jedoch zeitweilig ganz verlor. Der Herzog musste mehrfach nach Hamburg fliehen. Trotz dieser Probleme blieb das Gottorfer Kulturleben auf hohem Niveau. Christian Albrechts Nachfolger wurde sein Sohn Friedrich IV. (reg. 1695-1702). Auch er beanspruchte die volle Souveränität und näherte sich an Schweden. Im Nordischen Krieg kämpfte er auf Schwedischer Seite. Kurzzeitig erlangte der Herzog die volle Souveränität. Er fiel jedoch 1702 und der Krieg ging zuletzt verloren. Das gesamte Herzogtum Schleswig gelangte an Dänemark. Die Gottorfer wurden auf ihre Anteile am Herzogtum Holstein beschränkt und sowohl politisch als auch kulturell bedeutungslos. Friedrich IV. begann mit dem aufwendigen Neubau des Südflügels von Schloss Gottorf, der jedoch nicht mehr vollständig ausgestattet wurde. Auf Friedrich IV. folgte mitten im Krieg sein minderjähriger Sohn Karl Friedrich (reg. 1702-1739), der Gottorf an Dänemark abtreten musste.[3]

Architekten, Künstler

Als Architekten und Baumeister an Schloss Gottorf arbeiteten der dänisch-königliche Baumeister Hercules von Oberberg und Johann Heinrich Böhme. Bedeutendster Maler am Gottorfer Hof war Jürgen Ovens. Ihm folgten Andreas Otto Krap und Balthasar Mahs. Die Deckenspiegel sollten ausdrücklich frei bleiben. Wichtiger Stuckateur war Ende des 17. Jahrhunderts Joseph Mogia und seine Werkstatt.[4]

Beschreibung

Das Hauptgebäude ist überwiegend aus Ziegeln ausgeführt und stellt sich heute als Vierflügelanlage um einen querrechteckigen Innenhof dar, bei der der Südflügel nach Osten verlängert ist und so quasi einen fünften Flügel ausbildet. Die Flügel haben drei bis vier Geschosse. Die eher schlichte Erscheinung der nördlichen Flügel und der weiße Anstrich aller Fassaden gehen auf das späte 18. Jahrhundert zurück. Ursprünglich hatte der Bau ein helles Rot mit grau gefassten Schmuckelementen. Der breite 27 Achsen umfassende Eingangsflügel mit seinem zentralen fünfachsigen Turm verdeckt die etwas niedrigeren übrigen Flügel des Schlosses. Die strenge Fassadengliederung mit symmetrisch angeordneten Fenstern, Wandstreifen und Eckrustizierungen orientiert sich an anderen Residenzschlössern Nordeuropas. Der Flügel hat über einem geböschten rustizierten Kellergeschoss drei Vollgeschosse sowie ein Halbgeschoss zwischen Erd- und erstem Obergeschoss. Der Turm verfügt über zwei zusätzliche Geschosse. In der Mitte unter dem Turm ist die von Säulen flankierte Durchfahrt in den Hof gelegen. Zur ihren Seiten bzw. über ihr befand befindet sich das Haupttreppenhaus. Es wurde im 19. Jahrhundert fast komplett umgestaltet. Korridore an der Hofseite erschlossen die nach Süden hin in Enfilade gelegenen Räume. Das Halbgeschoss nahm Verwaltungsräume und Zimmer für Bedienstete auf – es erhielt kleine runde Fenster. Das Hauptgeschoss mit dem herzoglichen Appartement befand sich im ersten Obergeschoss – hier sind die hohen Fenster mit Segmentgiebeln ausgezeichnet. Die Herzogin erhielt ihre Räume im zweiten Obergeschoss.

Der Westflügel war ehemals ein freistehender Bau aus vier parallel aneinandergefügten Häusern. Sie waren jeweils übergiebelt. Die einzelnen Satteldächer wurden erst im 19. Jahrhundert entfernt und ein viertes Halbgeschoss aufgesetzt. An der Hofseite befindet sich ein rekonstruierter dreigeschossiger polygonaler Standerker. In der Nordwestecke des Hofes steht ein formal ähnlicher, aber kleinerer Treppenturm. Der Nordflügel entstand 1565-90 und hat als einziger Flügel des Schlosses noch seine Zwerchhäuser, die allerdings ihr Schweifwerk verloren haben. Die Geschosse sind gleichmäßig aufgeteilt und nehmen im Allgemeinen in zwei Reihen annähernd quadratische Räume auf, die entweder zum Hof oder nach Norden weisen. In diesem Flügel haben sich einige Räume erhalten, so die Schlosskapelle, der so genannte Hirschsaal und der so genannte Weiße Saal. Die Schlosskapelle und der Hirschsaal durchmessen als Ausnahme die gesamte Tiefe des Gebäudes. Der Ostflügel von 1564-68 hat einen zentralen 1907 erneuerten Treppenturm – quasi als Pendant zum Standerker des Westflügels.

Die Repräsentationsräume befanden sich im dreigeschossigen Nordflügel. Er wurde zwischen 1565 und 1590 erbaut und ausgestattet. Nicht alle Räume sind noch erhalten. Zu diesen gehören die aus der Zeit der Bauherren Herzog Adolf und Herzog Friedrich III. stammende Schlosskapelle sowie der Hirschsaal.[5]

Ausstattung

An malerischer Ausstattung hat sich nur wenig erhalten. Komplett ausgezahlt ist der bis heute erhaltene Hirschsaal aus der Zeit um 1590. Ferner gibt es Reste einer bemalten Holzbalkendecke aus der Zeit nach 1640. Spätere Räume erhielten Stuckdecken ohne Malerei. Im um 1700 erbauten Südflügel kam lediglich in das Treppenhaus ein Deckengemälde. Die herzoglichen Appartements wurden zwar überreich mit Gemälden ausgestattet, die wandfeste Malerei war aber rein dekorativ. Sie stammte unter anderem von den Hofmalern Andreas Otto Krap und Balthasar Mahs. Die Deckenspiegel sollten ausdrücklich frei bleiben.[6] Einen Eindruck von der verlorenen Wandgestaltung gibt ein gemalter Kaminaufsatz von Andreas Otto Krap, der sich auf dem Museumsberg in Flensburg erhalten hat.[7]

Forschungsstand zur Baugeschichte sowie Decken- und Wandmalerei

Der Forschungsstand ist vergleichsweise gut. Es gibt zahlreiche zusammenfassende Darstellungen,[8] zuletzt die von Lafrenz 2022.[9] Die Baugeschichte gründlich untersucht hat Anja Silke Wiesinger.[10] Die Innenräume wurden teilweise untersucht und auch jene Räume mit Resten von Decken- und Wandmalerei.[11]

Der so genannte Hirschsaal

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der Hirschsaal ist vermutlich unter Herzog Johann Adolf 1585/95 entstanden. Baumeister war in jener Zeit der königlich dänische Hercules von Oberberg. Es handelte sich um einen Empfangs- und Bankettsaal. Die Stuckarbeiten wurden eventuell von Gerhardt Schmidt und Hans Weihrauch ausgeführt. In zeitgenössischen Quellen wird er Grüner Saal oder Kirchensaal genannt (er ist direkt neben der Schlosskapelle gelegen).

Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts kam es zu Veränderungen der wandfesten Ausstattung. An der Südwand des Saals befand sich ein Erker für Musiker, der wohl 1773 abgerissen wurde. Spätestens im 19. Jahrhundert wurde der Raum durch Zwischenwände in vier Zimmer unterteilt. Ende der 1880er Jahre entdeckte man Reste der ursprünglichen Ausmalung wieder. Sie wurde 1888/89 in kleinen Teilen freigelegt, dann aber wieder überstrichen und erst 1924 erneut entdeckt. Nach weiteren Funden 1927 wurden die Zwischenwände entfernt. Im Rahmen einer ergänzenden Wiederherstellung gewann man die Ausstattung des Saals 1929-32 zurück. 2006-07 erfolgte eine Restaurierung.[12]

Beschreibung

Der Raum ist im ersten Obergeschoss gelegen und durchmisst die ganze Tiefe des Gebäudes von Süden nach Norden. Er grenzt an die im Westen gelegene Schlosskapelle, zu der er als Vorraum genutzt werden konnte. Der Hirschsaal wird von zwei Kreuzrippengewölben überspannt, die durch einen Gurtbogen in der Mitte voneinander getrennt sind. Zum Hof im Süden und zur Feldseite im Norden befinden sich jeweils zwei Fensternischen, wobei die östliche in der Südwand ein Rest des Erkers ist. Die beiden Fenster hier kamen erst im 18. Jahrhundert hinzu. Der Saal wird durch eine Tür im Osten betreten. Im Westen erschließen zwei Türen die Schlosskapelle. An der Ostwand steht ein Kamin. Hier befand sich einst auch ein Schenkenstuhl. Eine weitere Tür führt auf ein Treppenhaus.

Die heute sichtbare Raumfassung ist das Ergebnis der Restaurierung von 1929-32. Die Wände sind durch ein kräftiges Gesims zweigeteilt. Der untere Bereich wird von einer grünen Vorhangmalerei eingenommen. Im oberen Bereich in den Bogenfeldern der Gewölbe befinden sich Landschaftsszenen auf hellem Grund mit halbrund modellierten Hirschkörpern. Man sieht im Vordergrund in der Mitte junge Hirschkühe sowie zu ihren Seiten junge Kitze, die äsen oder springen. Auch die Steine und stilisierten Pflanzen der gemalten Landschaft sind überwiegend stuckiert. Nur der große Hirsch auf dem Kamin hat sich im Original erhalten, die anderen Tiere wurden anhand ihrer Umrisse vom Kieler Bildhauer Schweighöfer neu geschaffen. Die Proportionen des Hirsches auf dem Kamin dienten Schweighöfer als Vorlage für seine Hirschkühe und Kitze. Neben dem Hirsch auf dem Kamin befindet sich eine Tafel mit der Inschrift: „Disses Wild ist geschlagen auff der Offenfelder Heide vor dem hohlen Wege den 18. August im Jahre Ann 1595“. Es handelt sich um eine echte Trophäe.

Das Gewölbe ist im nördlichen Joch ein Kreuzrippengewölbe, im südlichen Joch sind die Gewölbekappen gegen den Hof unregelmäßig dreigeteilt. Die Rippen sind gedoppelt. Von den Schnittpunkten hängen vergoldete Stuckzapfen aus Frucht- und Knorpelmotiven. Die Kappen selbst sind monochrom mit einer Schwarz-weiß-Bemalung versehen. Im schwarzgrundigen Schweifwerk befinden sich Medaillons mit schwarzen Strichzeichnungen auf weißem Grund. Die Deckenmalerei erinnert stark an grafische Darstellungen. Der Gurtbogen ist polychrom gefasst.

Auffallend ist die uneinheitliche Gestaltung des Raums. Wände und Decken gehen weder formal noch farblich zusammen und haben auch inhaltlich nichts miteinander zu tun.[13]

Vorlagen und Vergleiche

Der Hirschsaal gehört zu einer Reihe von ähnlichen Sälen mit Hirschfriesen, die in jener Zeit im Ostseeraum entstanden. Im 16. Jahrhundert waren Hirschsäle an den nordeuropäischen Höfen fester Bestandteil der Ausstattung. Erst im letzten Viertel des Jahrhunderts wurden sie zu einer dezidiert königlichen Mode mit echten Geweihen.

Zu nennen sind etwa ein Jagdfries in Schloss Güstrow von 1669/71, der von Johann Baptist Pahr geschaffen wurde und vermutlich der erste in der Region war. Es folgt Anfang der 1570er Jahre ein Fries in Schloss Kalmar, ebenfalls von Pahr. In Frederiskborg schuf Hans Windrauch 1575 einen weiteren Jagdfries und 1583/85 in Schloss Kronborg gehörnte Hirschköpfe, die aus der Wand wuchsen. Im nahe Schleswig gelegenen Tondern entstand 1582/85 ein Hirschfries, den ebenfalls Johann Baptist Pahr schuf. Der Gottorfer Fries stammt wohl von Hans Windrauch. Er unterscheidet sich von den anderen, da er aufgrund der Gewölbe nicht durchläuft, sondern in die vier Kompartimente der Schilfbogenfelder unterteilt ist. Auch die Bezeichnung eines Geweihes bzw. Hirschen als Trophäe ist singulär.[14]

Die Wandmalerei des Saals

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Wandmalerei des Saals geht auf ca. 1585/90 zurück. Spätestens um die Mitte des 17. Jahrhunderts verschwand die Vorhangmalerei unter einer Bekleidung mit grünem Goldleder. Der Hirschfries wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt zerstört. Fries und Malerei wurden nach Freilegung der Reste 1927 in den Jahren 1929-32 von August Olbers aus Hannover weitgehend neu geschaffen. 2006-07 wurden sie restauriert. Die heute sichtbare Raumfassung ist das Ergebnis der von Olbers ausgeführten Restaurierung.[15]

Beschreibung und Ikonographie

Die Vorhangmalerei umläuft in 22 Segmenten bis zur Höhe von zwei Metern den Raum. Sie ist stark stilisiert. Von ihr waren an allen Wänden Reste erhalten.[16] Der Hirschfries hat in jedem Kompartiment eine vom Prinzip her gleiche Aufteilung: In der vordersten Ebene lagern Hirsche und Alttiere, die Kitze stehen oder springen. Steine und Gras sind teilweise wie die Tiere plastisch ausgebildet. Es folgt eine hügelige Landschaft, die mithilfe der Farbperspektive Tiefe zu schaffen sucht. Im Bildmittelgrund wachsen aus dieser Landschaft gemalte, stark stilisierte Laubbäume. Teilweise erheben sich im Hintergrund steile Berge mit Burgen auf den Gipfeln. Es überwiegen Grüntöne.[17]

Vorlagen und Vergleiche

Für die Landschaften wurden als Vorlagen Illustrationen zu Reinecke Fuchs von Virgil Solis 1574 identifiziert.[18]

Die Malereireste im Erker

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei im Erker ist ca. 1590/1600 entstanden. Sie hat sich aufgrund des Verlustes des Erkers nach 1750 nur in der jetzigen Fensterlaibung erhalten. Die Malerei wurde von der Restaurierung des Hirschsaals 1929-32 miterfasst.[19]

Beschreibung und Ikonographie

Entsprechend der vermuteten Funktion des ehemaligen Erkers als Aufenthaltsort für Musiker zeigt der obere Teil der Malerei musizierende Putten in Wolken. Vor blauem Himmel öffnet sich eine Wolke und lässt goldenes/göttliches Licht hindurch. Hier erblickt man zwei Engel mit Notenblättern, einen Engel mit Querflöte und einen Engel mit Laute. Der Rest der Musiker ist heute nicht mehr erhalten. Der untere Teil der Malerei zeigt über dem Vorhang Bäume einer Landschaft, die jedoch durch einen Rollwerkrahmem vom Himmel getrennt sind. Unten überwachte die Landschaft diesen Rahmen.

Die Saaldecke

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die schwarzweiße Ausmalung der Decke ist zusammen mit der des übrigen Saals 1585/90 entstanden. Der ausführende Künstler ist unbekannt. Später wurde sie überstrichen und Ende der 1880er Jahre im damals noch unterteilten Raum in einer Gewölbekappe wiederentdeckt und freigelegt. Anschließend wurde die Malerei allerdings wieder überkalkt. Erst bei den Umbaumaßnahmen 1924 wurde die übrige Deckenmalerei entdeckt und im Rahmen der Restaurierung des Saals 1929-32 durch August Olbers malerisch ergänzt und so wiedergewonnen. 2006-07 wurde die Malerei restauriert.[20]

Beschreibung und Ikonographie

Die flachen Gewölbekappen sind mit einer schwarzgrundigen Schweifwerkmalerei ausgemalt. Hinzu kommen Masken, Vögel, Hasen und vegetabile Ranken. In diese sind sieben ovale Bildfelder eingelassen, in jeder Kappe eines. Sie sind als schwarze Strichzeichnungen auf weißem Grund angelegt und zeigen überwiegend Szenen aus der römischen Geschichte nach Titus Livius. Ergänzend kommen im Süden zwei Löwendarstellungen und die eines Reiters hinzu. Lediglich den Gurtbogen schmücken farbige Blumen und Vogeldarstellungen.[21]

Gestalterische Mittel – Komposition und Ansichtigkeit

Die Schwarzweißmalerei erinnert an Sgraffiti bzw. grafische Darstellungen bis hin zur Schraffur. Während die Ornamentmalerei sehr gekonnt ist, wirken die figürlichen Darstellungen recht unbeholfen.

Vorlagen und Vergleiche

Die Ornamente folgen Virgil Solis.[22] Die Szenen aus der Römischen Geschichte entstammen der Ausgabe „Titus Livius und Lucius Floris: Von Ankunfft und Ursprung des römischen Reichs [...]. Franckfurt a. M. 1568“. Die Holzschnitte in dieser Ausgabe stammen von Jost Amman.[23]

Löwe

Beschreibung und Ikonographie

In den südlichen drei Kappen des Südgewölbes sind zwei Löwen und ein Falkenjäger dargestellt.[24] Der Löwe in der westlichen Kappe erinnert an ein Wappentier. Er schreitet – vom Betrachter aus gesehenen – nach links zur Raummitte.

Reiter mit Falken

Beschreibung und Ikonographie

Die mittlere Kappe zeigt einen reitenden Jäger mit Falken auf der linken Hand.

Löwe

Beschreibung und Ikonographie

Die östliche Kappe präsentiert wiederum einen Löwen, der hier aber nach rechts schreitet – wieder zur Raummitte hin.

Der Tod des Mettius Fufetius

Beschreibung und Ikonographie

In der Westkappe ist ein entkleideter Mann zu sehen, der zwischen vier Pferde gespannt ist, die ihn vierteilen sollen. Auf den Pferden sitzen Reiter und treiben sie an. Im Hintergrund befinden sich Menschen, die die Hinrichtung beobachten. Es handelt sich um den Tod des Heerführers der Stadt Alba Longa – Mettius Fufetius. Die Stadt war mit Rom gegen die Etrusker verbündet. In einer entscheidenden Schlacht wechselte Mettius Fufetius die Seite. Rom gewann dennoch und nach seiner Gefangennahe wurde der Verräter gevierteilt.[24]

Der Schulmeister von Falerii

Beschreibung und Ikonographie

Die Darstellung in der östlichen Kappe des Südgewölbes zeigt, wie ein halbnackter Mann von einer Gruppe von Kindern ausgepeitscht wird. Ein Soldat bewacht die Züchtigung, die in einem Zeltlager vor den Toren einer links gelegenen Stadt vollzogen wird.

Zu sehen ist die Bestrafung des Schulmeisters von Falerii. Die Stadt war von den Römern im Kampf mit den Etruskern belagert worden. Der Schulmeister der belagerten Stadt hatte die Verantwortung für seine Schüler auch in deren Freizeit und ging mit ihnen oft vor die Stadt hinaus, um dort Sport zu treiben. Eines Tages führte er seine Schüler jedoch in das Lager der Römer, um sie deren Feldherrn Camillus zu übergeben. Er erklärte ihm, dass die Väter der Schüler die Macht in der Stadt innehätten und ihm – Camillus – nun folglich die Stadt gehören würde. Camillus aber antwortete, dass der Krieg wie der Frieden Regeln habe, und dass die Römer nur mit bewaffneten Männern, nicht aber mit Kindern Krieg führen würden. Er befahl, den Schulmeister zu entkleiden, ihm die Hände auf den Rücken zu binden und ließ die Kinder ihn nach Hause führen, nachdem sie mit Ruten ausgestattet worden waren. Die Stimmung in der belagerten Stadt änderte sich daraufhin und sie ergab sich den Römern zuletzt freiwillig.[25]

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung folgt Amman, ist jedoch auf die Hauptszene reduziert. So fehlen die römischen Streitkräfte im Hintergrund. Die Torwache ist nun rechts der Schülergruppe und überwacht die Handlung. Aus der Stadtmauer sind die Zelte der Belagerer geworden.[26]

Die afrikanische Schlange wird getötet

Beschreibung und Ikonographie

In der Nordkappe des Südgewölbes erblickt man Römer im Kampf mit einem drachenähnlichen Ungeheuer. Es ist in der Bildmitte zu sehen und wird von den Römern von beiden Seiten mit Lanzen und Schwertern attackiert. Angeblich soll während des ersten punischen Krieges der Heerführer Marcus Atilius Regulus mit seinen Soldaten an einem Fluss in Nordafrika auf eine große Schlange gestoßen sein, die eine Überquerung unmögliche machte. Speere konnten ihre nicht durchdringen. Erst eine Belagerungsmaschine ermöglichte den Tod des Untiers.

Held der eigentlichen Geschichte ist Regulus. Der Tod der Schlage hat mit dem heldenhaften Verhalten des Regulus aber nichts zu tun. Regulus wurde von den Puniern gefangen genommen und von ihnen nach Rom geschickt, um Frieden auszuhandeln. Er riet dem Senat aber, nicht auf die Forderungen der Punier einzugehen. Anschließend kehrte er verabredungsgemäß in die Gefangenschaft zurück und wurde getötet.[24]

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung an der Decke folgt zwar Amman, ist aber so stark vereinfacht, dass die Geschichte kaum zu identifizieren ist. Bei Amman greift die Schlage die Soldaten an. Im Hintergrund naht die siegbringende Maschine. Sie fehlt in Gottorf. Dafür ist die Schlange in die Bildmitte gesetzt.[24]

Mucius Scaevola verbrennt seine Hand

Beschreibung und Ikonographie

Die Gewölbekappe im Osten nimmt eine Darstellung Caius Mucius Scaevola auf. Die Mitte des Bildes ist zerstört. Rechts erkennt man einen Altar mit brennender Flamme, in die ein Mann seine Hand hält. Rechts und links stehen weitere Männer. Caius Mucius (Scaevola) war ein Römer, der während einer Belagerung Roms durch den Etruskerkönig Porsenna in dessen Lager eindrang, um ihn zu töten. Er verwechselte jedoch den Sekretär des Königs mit Porsenna. Porsenna ordnete den Tod des Attentäters durch Verbrennung an. Mucius hielt daraufhin seine rechte Hand in ein Opferfeuer, wo sie verbrannte und verkündete, dass der Körper eines Mannes wenig wert sei, wenn er nur an die Ehre denke. Der beeindruckte Porsenna ließ Caius Mucius daraufhin frei, und dieser führte fortan den Ehrennamen Scaevola (der Linkshändige).[27]

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung ist im Vergleich mit der Vorlage stark vereinfacht. Bei Amman liegt der getötete Sekretär im Vordergrund, der rufende Mucius ist im Hintergrund mit der Hand in den Flammen zu sehen. Um die Gruppe herum steht eine größere Menge. In Gottorf sind neben dem heute zerstörten Mucius in der Bildmitte nur links Porsenna und rahmend zwei Soldaten von der Volksmenge übriggeblieben.[27]

Die Enthauptung der aufrührerischen Römer

Beschreibung und Ikonographie

In der vierten Kappe des Nordgewölbes im Süden wird die Enthauptung verräterischer römischer Edelleute gezeigt. Die Verräter sind vorn in der Bildmitte zu sehen. Zwei wurden bereits enthauptet und das Blut strömt aus ihrem Rumpf. Ein Dritter wird im nächsten Moment folgen. Im Hintergrund sind Zuschauer auszumachen.

Junge römische Adlige hatten die Wiedereinführung der Monarchie angestrebt und daher an einer Verschwörung mit den Tarquiniern – der gerade aus Rom vertriebenen Königsdynastie – teilgenommen. Rom stand mit den Tarquiniern zu diesem Zeitpunkt im Krieg. Ein Sklave deckte die Verschwörung auf. Zu den Verschwörern gehörten auch die beiden jungen Söhne Titus und Tiberius des römischen Konsuls Lucius Iunius Brutus. Der Konsul selbst musste die Hinrichtung seiner beiden Söhne vollziehen. Der Gerechtigkeit wurde damit genüge getan. Sie stand an erster Stelle über persönlichen Befindlichkeiten.[28]

Der Tod des Romulus

Beschreibung und Ikonographie

In der nördlichen Gewölbekappe nach Westen ist der Tod des Romulus zu sehen. Er liegt tot am Boden und ist durch eine Krone hervorgehoben. Entsetzt laufen seine Soldaten rechts zu ihm hin – einer hat das Schwert erhoben. Links befindet sich ein reißender Strom, dahinter steht ein Rundbau. Ein stark stilisiertes Unwetter ist über der Szene zu erkennen. Romulus war mit seinen Truppen in ein Unwetter geraten. Ein Blitz warf ihn zu Boden. Anschließend wurde er von einer Gewitterwolke eingehüllt und entrückt. Der Soldat mit gezogenem Schwert will Romulus rächen und hat ihn nicht etwa erschlagen, auch wenn das auf der Darstellung so aussieht. Die Wolke hinter dem Tempel wird Romulus gleich verbergen.[29]

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung folgt der Vorlage Ammans fast komplett, wurde aber stark vereinfacht. Das Unwetter ist aus der Mitte verschoben und kommt nun senkrecht hernieder. Das schafft Platz für die Soldaten.[30]

Das Opfer des Marcus Curtius

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das letzte Bild in der Nordkappe des Gewölbes ist teilweise verloren.

Beschreibung und Ikonographie

Trotz des Verlustes erkennt man noch einen Reiter, der in ein Loch springt, aus dem Flammen hervorschlagen. Drumherum stehen römische Soldaten. Zwei verweisen links auf die Hauptszene. Es handelt sich offensichtlich um das Opfer des Marcus Curtius. Dieser sprang in ein großes Loch, das sich auf dem Forum in Rom aufgetan hatte und nicht geschlossen werden konnte. Curtius opferte sich als das Wertvollste, was die Römer hatten. Und tatsächlich schloss sich das Loch, nachdem Curtius hineingesprungen war.

Vorlagen und Vergleiche

Im Gegensatz zur Vorlage fehlen die trauernden oder bestürzten Frauen. Die zwei Soldaten links wurden jedoch übernommen.[27]

Das Programm der Saaldecke

Die Bilder zeigen überwiegend Szenen aus der Römischen Geschichte.[22] Ausnahme sind im Süden des Raumes zwei Löwen und ein Reiter mit Falken. Die Reihenfolge der Römischen Historien an der Decke erscheint willkürlich, auch ist kein einheitliches Programm auszumachen. Und zur übrigen Ausstattung des Raumes ist gar kein Bezug herzustellen.[31] Alle Historien handeln vom moralischen oder unmoralischen Handeln von Menschen. So werden zum einen positive Exempel vorgestellt, in denen Römer heldenhaft und selbstlos handeln. Zu dieser Gruppe gehören Marcus Curtius, Mucius Scaevola und Marcus Regulus. Zum anderen werden Menschen und Verräter gezeigt, die im Dienste der Gerechtigkeit und Moral bestraft werden. Zu diesen gehören Mettius Fufetius, die jungen Römer und der Schulmeister. Der Tod des Romulus passt nicht in diese Abfolge. Er ist der Ausgangspunkt der anderen Geschichten, die bis auf eine Ausnahme alle mit dem Tod zu tun haben. Im weitesten Sinne handelt es sich um einen Fürstenspiegel.[32] Zu diesem würde auch der berittene Jäger passen, denn das Beherrschen der Jagd mit Vögeln galt als eine Voraussetzung für die gute Regierung. Es gelang dem Jäger ja, mit seinem Willen den freien Vogel zur Rückkehr zu bewegen. Die beiden Löwen könnten dann als die Wappentiere des Herzogtums Schleswig interpretiert werden. Und alle diese Bilder zeigen eine geordnete Welt im Chaos der sie umgebenden Ornamente.

Diese Interpretation ermöglicht es auch, die Decke thematisch im Gesamtraum zu verorten, wo es mit der Jagd ebenfalls um ein landesherrliches Vorrecht geht.

Der Raum mit der "Persianischen Decke" und seine Deckenmalerei

Der Raum

Der Raum im zweiten Obergeschoss des Nordflügels ist heute stark verändert und seine Decke weitgehend abgehängt. Er gehört zu einer Reihe von drei Räumen mit Eichenholzbalkendecken, die um 1585 entstanden. Während die meisten Decken mit ornamentalem Beschlagwerk bemalt sind, sind im so genannten Herzog Moritz Schlafzimmer Akanthusranken und an den Seiten individualisierte Köpfe dargestellt.[33]

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die Malerei wird in das 17. Jahrhundert datiert und wurde vermutlich vom Gottorfer Hofmaler Johann Müller nach 1640 geschaffen. Der Raum wurde im frühen 18. Jahrhundert zweigeteilt und die Decke abgehängt. 1995 entdeckte man die Malerei wieder und restaurierte sie. Nur ein geringer Teil der Decke ist freigelegt und restauriert.[34]

Beschreibung und Ikonographie

Auf den Deckenbrettern sind im roten Rahmen auf dunklem Fond in Weiß und Ocker Akanthusranken mit roter Binnengliederung gemalt. An den Südseiten sind in eigenen Rahmen mit Segmentbögen gegen den Akanthus im Wechsel Fruchtbündel bzw. Vögel und Brustbildnisse gemalt. Sie sind jeweils vor einem weiß-beigen Hintergrund in rotorangen Farbtönen angelegt. Von Westen nach Osten sind im 1., 3., 7. und 9. Feld Brustbildnisse zu sehen. Das 5. ist verloren. Die Personen sind höfisch oder orientalisch gekleidet, was der Decke ihren Namen gegeben hat. Dargestellt sind u.a. ein älterer Mann im Profil mit Hakennase, Schläfenlocken und breitkrempigem Hut sowie ein Mann mit Turban, die als Orientalen identifiziert werden können. Es ist aber auch eine höfisch gekleidete Frau im schulterfreien Kleid mit offenem Haar zu sehen, die eindeutig eine Europäerin sein soll.[35]

Vorlagen und Vergleiche

Die orientalischen Darstellungen werden als Reflex auf die 1635 von Herzog Friedrich III. beauftragte Gesandtschaft nach Moskau und Isfahan verstanden. Diese Gesandtschaft kehrte 1639 mit einem Abgesandten des persischen Hofes nach Gottorf zurück. Friedrich III. versuchte erfolglos, den Welthandel durch sein Herzogtum zu lenken. Der wissenschaftliche Ertrag der Gesandtschaft unter Adam Olearius war jedoch groß und Olearius veröffentliche eine ausführliche mit Kupferstichen versehene Reisebeschreibung, die in mehreren Auflagen erschien. Die Darstellungen an der Decke könnten von diesen Kupferstichen inspiriert sein.[36]

Die so genannte Laterne des Standerkers

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der dreigeschossige polygonale Standerker an der Westseite des Hofes ist um 1530 für König Friedrich I. erbaut worden. Damals entstand auch als oberstes Geschoss die so genannte Laterne. Dieses Kabinett gehörte zum so genannten „Churfürsten Gemach“, das aus vier Räumen bestand. 1871 wurde der Erker bei einer Pulverexplosion zerstört und 1978-85 rekonstruiert.[37]

Beschreibung

Die Laterne war als Kabinett vom Westflügel aus zugänglich und hatte ehemals einen Kamin, der aber bereits im frühen 17. Jahrhundert zugemauert wurde. Der Raum war verputzt und ausgemalt, die Wände zum Hof waren komplett durchfenstert.

Der Wandmalereirest

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Wurde der Erker auch um 1530 für König Friedrich I. erbaut, so ist der Wandmalereirest rund 100 Jahre jünger und wurde wohl vom Gottorfer Hofmaler Johann Müller oder vom Hamburger Blumenmaler Hans Simon Holzbecker um 1640/60 geschaffen. Es handelt sich um eine mehrschichtige Temperamalerei, die auf den Kalkmörtelputz aufgetragen wurde. Nach der Explosion 1871 wurde der Malereirest aufgepickelt, überputzt und erst nach 1978 wieder freigelegt, anschließend restauriert und in den Fehlstellen teilweise ergänzt bzw. farbig angepasst.[38]

Beschreibung und Ikonographie

Das Malereifragment an der Westwand misst ungefähr 190 auf 180 Zentimeter. Die Malerei ist schwer beschädigt und nur teilweise zu erkennen. Sie wurde pastos ausgeführt und scheint einen Wandteppich zu imitieren. Es sind Reste einer Ohrmuschelrahmung zu erkennen. Die Darstellung selbst zeigt dichtes Rankenwerk mit Blättern, Blüten und Früchten, das von verschiedenen Vögeln bevölkert ist. Es wird gegliedert von kräftigen gegenläufigen C-Schwüngen in Ocker, die an den Umriss einer bauchigen Vase erinnern. Man erkennt u.a. blühende Tulpen in Rot oder auch panaschiert, gelbe Nelken, eine weiße Blume (Lilie) und eine Iris. An Früchten gibt es eine Apfelsine, Kirschen oder Lorbeer und eine Zitrone. An Vögeln lassen sich eine Drossel, ein Buchfink sowie ein weißer Papagei mit rotem Schopf bestimmen. Es gibt weitere Vögel, Früchte, und Blumen.[39]

Vorlagen und Vergleiche

Die Malerei folgt, soweit man das heute noch beurteilen kann, vermutlich zeitgenössischen niederländischen Verdure-Teppichen.[40]

Die verlorene Deckenmalerei aus dem ehemaligen Haupttreppenhaus

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Das ehemalige Haupttreppenhaus[41] wurde für Herzog Friedrich IV. im neuen Südflügel beiderseits bzw. über der Durchfahrt ab 1697 als offene Treppenhalle gebaut. 1703 war es in jedem Fall vollendet. 1887 wurde die Holztreppenanlage durch zwei steinerne Treppenhäuser ersetzt.[42]

Beschreibung

Das Haupttreppenhaus war eine offene Treppenhalle. Zwei hölzerne Treppen an den Seiten und umlaufende Galerien ließen einen freien Blick bis an die Decke zu. Dort befand sich ein großes stuckgerahmtes Oval, welches das Wappen des Bauherrn mit einer Ruhmesallegorie aufnahm.[43]

Das ehemalige Deckenbild

Die Decke hat sich in einem Zimmer erhalten. Im Stuckrahmen befand sich ehemals ein Fresko von Giovanni Battista Aprile. Er wurde 1704 für seine Arbeit entlohnt. Das Fresko zeigte eine Ruhmesallegorie auf Herzog Friedrich IV., die eventuell unter dem gegenwärtigen Anstrich noch erhalten ist. Das konkrete Aussehen ist unbekannt.[44]

Deckenmalereireste aus Schloss Gottorf

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Depot der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen – Schloss Gottorf haben sich Reste einer Deckenmalerei erhalten.[45] Es handelt sich um 12 bemalte Tannenholzbretter einer ehemaligen Holzbalkendecke vom Ende des 16. Jahrhunderts aus Schloss Gottorf.[46]

Beschreibung und Ikonographie

In runden Beschlagwerkrahmen werden polychrome Brustbilder in Dreiviertelansicht präsentiert. Erhalten sind vier Medaillons auf jeweils zwei Brettern. Es handelt sich um modisch gekleidete Männer und Frauen mit weißer Halskrause vor grünem Hintergrund.

Translozierte Deckenmalerei aus anderen Bauten

Die translozierte Malerei ist unter ihren ursprünglichen Standorten erfasst:

Eine Decke aus Süddithmarschen aus der Nähe von Dingen: http://www.deckenmalerei.eu/f053b751-33cd-472c-b5fe-ffc1c93bb283

Kiel, ehem. Gasthof Stadt Kopenhagen: http://www.deckenmalerei.eu/d23dbe07-8e86-480d-b30e-186e988f7804

Kollmar, Hof Rave: https://www.deckenmalerei.eu/81b5d8ef-5378-418f-8ff3-123093d6712b

Puttgarden, ehem. Bauernhof Wilder: http://www.deckenmalerei.eu/2c078a31-0f03-426b-bca5-fdfee8094e2b

Bibliographie

  • Literatur:
  • Auge, Christian Albrecht, 2016. – Auge, Oliver: Christian Albrecht. Herzog – Stifter – Mensch. Kiel 2016.
  • Bischoff, Söhne, 1997. – Bischoff, Malte: Die Söhne Herzog Adolfs, in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 24-29.
  • Cuveland, Wandmalerei, 1991. – Cuveland, Helga de: Die Wandmalerei nach Art eines Verdure-Teppichs im Erker des Westflügels von Schloß Gottorf. Ein Beitrag zur höfischen Wohnkultur in Schleswig-Holstein um die Mitte des 17. Jahrhunderts, in: Nordelbingen 69 (1991), S. 7-16.
  • Dehio, Schleswig-Holstein, 2009. – Dehio, Georg: Hamburg. Schleswig-Holstein (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Johannes Habich, Christoph Timm, Lutz Wilde. München/Berlin 2009.
  • Fuhrmann, Christian Albrecht, 1997. – Fuhrmann, Kai: Christian Albrecht – Zwischen Schweden und Dänemark, in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 35-48.
  • Fuhrmann, Friedrich IV., 1997. – Fuhrmann, Kai: Herzog Friedrich IV. im Ringen um das Ansehen als „Armierter Stand“, in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 49-53.
  • Heckmann, Baumeister, 2000. – Heckmann, Hermann: Baumeister des Barock und Rokoko in Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Lübeck, Hamburg. Berlin 2000.
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  • Hill, Herzog Adolf, 1997. – Hill, Thomas: Herzog Adolf, der Gründer des Gottorfschen Herzogshauses, in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 21-24.
  • Klussmann, Schleswig-Holstein-Gottorf, 1997. – Klussmann, Jan: Schleswig-Holstein-Gottorf 1544-1721. Zur Geschichte des Herzogtums von der Landesteilung bis zum Verlust Schleswigs, in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 19-20.
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  • Lafrenz, Schlösser, 2022. – Lafrenz, Deert: Schlösser in Schleswig-Holstein (Studien zur Schleswig-Holsteinischen Kunstgeschichte, 18). Petersberg 2022.
  • Laß, Jagdwild, 2016. – Laß, Heiko: Tier, Trophäe, Tradition – Jagdwild und seine Darstellung auf mitteleuropäischen Burgen und Schlössern im 15. und 16. Jahrhundert, in: Tiere auf Burgen und frühen Schlössern (Forschungen zu Burgen und Schlössern, 16). Petersberg 2016, S. 97-109.
  • Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008. – Löffler-Dreyer, Birgid: Die Restaurierung der herzoglichen Schlosskapelle, der Betstube und des Hirschsaales im Nordflügel von Schloss Gottorf in Schleswig, in: DenkMal! Zeitschrift für Denkmalpflege in Schleswig-Holstein, 15 (2008), S. 41-45.
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  • Rathjen, Friedrich III., 1997. – Rathjen, Jörg: Friedrich III., in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 29-34.
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  • Rumohr, Schleswig, 1987. – Rumohr, Henning von: Schlösser und Herrenhäuser im Herzogtum Schleswig. Würzburg 1987.
  • Rumohr/Neuschäffer, Schlösser, 1983. – Rumohr, Henning von/Neuschäffer, Hubertus: Schlösser und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Frankfurt 1983.
  • Schlee, Gottorf, 1965. – Schlee, Ernst: Das Schloß Gottorf in Schleswig. Flensburg 1965.
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  • Schulze, Gottorf, 1997. – Schulze, Heiko K. L.: Schloss Gottorf. Zur Baugeschichte der herzoglichen Residenz in Schleswig, in: Spielmann, Heinz/Drees, Jan (Hrsg.): Die Herzöge und ihre Sammlungen (Gottorf im Glanz des Barock. Kunst und Kultur am Schleswiger Hof 1544-1713, 1). Schleswig 1997, S. 138-147.
  • Thelle, Hirschsaal, 1983. – Thelle, Mette: Der Hirschsaal in Schloß Gottorf. Vorlagen und Vergleiche, in: Nordelbingen, 52 (1983), S. 31-52.
  • Weingart, Rotwildfries, 2000. – Weingart, Ralf: Der Rotwildfries im Güstrower Schoss – Voraussetzungen und Nachfolge, in: Mecklenburgische Jahrbücher, 115 (2000), S. 119-152,
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  • Quellen:
  • Livius/Floris, Ursprung, 1568. – Livius, Titus/Floris, Lucius: Von Ankunfft und Vrsprung des Römischen Reichs [...]. Franckfurt a. M. 1568.
  • Archivalien:
  • Reimers, Hirschsaal, 2014. – Reimers, Holger: Gottorf. Hirschsaal. Zum Erker in der Südwand des Hirschsaals 1595-2013. Baugeschichtliche Dokumentation. Charakteristische Merkmale. Rekonstruktionszeichnungen. Juli 2013 – Auszug März 2014. www.denkmal-an-baukultur.
  • Zugangsnummer 1928/406-417. – Landesmuseum Schleswig-Holstein, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Schloss Gottorf, Zugangsnummer 1928/406-417.

Einzelnachweise

  1. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 136-154; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 41; Wendt, Gottorf, 2000; Rinn, Stukkateure, 1999, S. 66-71; Schulze, Gottorf, 1997; Rumohr, Schleswig, 1987, S. 147-168; Rumohr/Neuschäffer, Schlösser, 1983, S. 52-59; Schlee, Gottorf, 1965.
  2. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 136-151; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 21-178; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, 860-864; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 41; Wendt, Gottorf, 2000, S. 4-12; Schulze, Gottorf, 1997; Schlee, Gottorf, 1965, S. 7-78.
  3. Auge, Christian Albrecht, 2016; Henningsen, Herzöge, 2008; Klussmann, Schleswig-Holstein-Gottorf, 1997; Hill, Herzog Adolf, 1997; Bischoff, Söhne, 1997; Fuhrmann, Christian Albrecht, 1997; Fuhrmann, Friedrich IV., 1997; Rathjen, Friedrich III., 1997; Wendt, Schlossbauten, 1997.
  4. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 14; Köster, Ovens, 2017; Dehio, Wiesinger, Gottorf, 2015; Schleswig-Holstein, 2009, S. 862; Heckmann, Baumeister, 2000, S. 190-192; Rinn, Stukkateure, 1999, S. 69.
  5. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 140-151; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 862-869; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 41-42. Wendt, Gottorf, 2000, S. 13-52.
  6. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 245-247, 365-367, 370, 378, 387-391.
  7. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 378.
  8. Wendt, Gottorf, 2000; Schulze, Gottorf, 1997; Wendt, Schlossbauten, 1997; Rumohr, Schleswig, 1987, S. 147-168; Rumohr/Neuschäffer, Schlösser, 1983, S. 52-59.
  9. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 136-163.
  10. Wiesinger, Gottorf, 2015. Die Arbeit ist trotz des Titels für das gesamte Schloss erkenntnisreich.
  11. Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008; Müller, Hirschsaal, 1997; Schulze, Decke, 1996; Cuveland, Wandmalerei, 1991; Thelle, Hirschsaal, 1983; Schlepps, Hirschsaal, 1954.
  12. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 149; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 106, 109-110, 112-138,143; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 43-44; Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 56-59, 62; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 179-180, 184; Rumohr, Schleswig, 1987, S. 159-167; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 32.
  13. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 109; Reimers, Hirschsaal, 2014; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 869-870; Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 56-59; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 43-44; Wendt, Gottorf, 2000, S. 45-47; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 180, 184; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 32; Schlepps, Hirschsaal, 1954, S. 66.
  14. Laß, Jagdwild, 2016, S. 100-102; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 109; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 870; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 44; Weingart, Rotwildfries, 2000, S. 146-149; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 181-182; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 31-32; Schlepps, Hirschsaal, 1954, S. 61-66.
  15. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 149; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 109-110; Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 57-59, 62; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 44; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 179.
  16. Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 57, 59, 61; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 44; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 180; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 32.
  17. Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 870; Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 5; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 181-182; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 32; Schlepps, Hirschsaal, 1954, S. 61, 64-65.
  18. Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 57; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 181-182.
  19. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 149; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 109; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 180.
  20. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 149; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 109; Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 57-62.
  21. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 109; Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 56-57; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 44; Müller, Hirschsaal, 1997, S. 182-184; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 32-33.
  22. 22,0 22,1 Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 33.
  23. Hengstler/Leonhardt, Hirschsaal, 2008, S. 56-57; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 44; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 33, 35. Livius/Floris, Ursprung, 1568.
  24. 24,0 24,1 24,2 24,3 Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 40.
  25. Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 40, 43.
  26. Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 43.
  27. 27,0 27,1 27,2 Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 38.
  28. Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 38, 40.
  29. Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 35.
  30. Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 35, 38.
  31. Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 35, 45.
  32. Müller, Hirschsaal, 1997, S. 183; Thelle, Hirschsaal, 1983, S. 45.
  33. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 107; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 42; Schulze, Decke, 1996, S. 60.
  34. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 107, 115; Löffler-Dreyer, Gottorf, 2008, S. 42; Schulze, Decke, 1996, S. 60, 64.
  35. Schulze, Decke, 1996, S. 61-63.
  36. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 115; Schulze, Decke, 1996, S. 63-64.
  37. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 150; Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 117; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 864; Cuveland, Wandmalerei, 1991, S. 7.
  38. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 117; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 866; Cuveland, Wandmalerei, 1991, S. 7-8, 14.
  39. Cuveland, Wandmalerei, 1991, S. 7-9.
  40. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 117; Cuveland, Wandmalerei, 1991, S. 11.
  41. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 303-310; Wendt, Gottorf, 2000, S. 24-26.
  42. Lafrenz, Schlösser, 2022, S. 147; Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 863.
  43. Dehio, Schleswig-Holstein, 2009, S. 863; Rinn, Stukkateure, 1999, S. 67.
  44. Wiesinger, Gottorf, 2015, S. 297, 305, 309-310; Rinn, Stukkateure, 1999, S. 71.
  45. Zugangsnummer 1928/406-417.
  46. Schulze, Decke, 1996, S. 64.