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Poxau, Schloss

Aus Deckenmalerei-Lab
Dreyer, Angelika:Poxau, Schloss, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/87282933-9871-4569-8a5c-1ab98608324a

Inventarnummer: cbdd10525

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Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Schloss Poxau im niederbayerischen Landkreis Dingolfing zeigt auf charakteristische Weise die gestalterische und damit auch mentale Vorstellungswelt des bayerischen Landadels. Die Innenräume sind mit formal aufwändigen, die Geschosse unterscheidenden Stuckaturen verziert. Die Kapelle ist freskiert.

Poxau, Schloss
Poxau, Schloss

Lage, Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte

Lage

Das Schloss liegt auf einer Höhenkuppe und überragt(e) die dörfliche Ansiedlung. Die vorgegebene Naturformation erzwang allerdings eine bauliche Anlage, die in ihrer fünfeckigen Unregelmäßigkeit den geologisch vorgegebenen Umriss nachbildet. Dieses scheinbare Manko, in der Barockzeit bevorzugte man, falls möglich, symmetrische Bauanordnungen, relativierte der damals wie heute faszinierende Blick in das landschaftlich attraktive Vilstal, wobei in früheren Zeiten vor allem fortifikatorische Überlegungen im Vordergrund standen.[1]

Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte

Erstmals archivalisch fassbar werden die Baulichkeiten von Schloss Poxau im 15. Jahrhundert, als 1407 „Herzog Johann in Bayern Heinrich dem Poxauer zu Poxau die Erlaubnis“[2] gab, „die Vessten zu Pochsau seiner Gelegenheit nach zu pauen.“[2] Eine gestalterisch eher anspruchslose Anschauung dieser spätmittelalterlichen Bautengruppe, die zugleich den Status einer Hofmark besaß,[3] vermitteln die Ansichten von Philipp Apian und Jost Amann aus dem 16. Jahrhundert.[4]

Dieses Bautenkonglomerat überstand jedoch die Anstürme im 30-jährigen Krieg nicht, es ist, wie Wening in seiner Topographie 1723 schreibt, „in Feinds-Zeiten gleich anderen verwüstet worden/aber dermahlen in einem solchen Standt/daß es zu der Herrschaft Bewohnung brauchbar/[...]“[5] war. Spätestens ab 1710 hatten sich die Besitzer entschlossen, die zerstörte Anlage in damals neueren, ,moderneren‘ Formen aufzubauen.[6] Direkter gestalterischer Ausdruck dieser Zeitströmung ist die symmetrisch angelegte Westfassade des Schlosses, welche die spätmittelalterlichen Unregelmäßigkeiten aus der Fernsicht geschickt zu kaschieren versteht. Mit der Komposition aus den beiden fünfachsigen Eckrisaliten, die gegenüber der sechsachsigen Fassadenmitte vorgerückt sind, erfüllt diese die Grundanforderung von zeitgenössisch repräsentativem Bauen.

„Der Neubau des Schlosses aus der Barockzeit ist im wesentlichen erhalten [...].“[2]

In diese Ausbauphase des Schlosses fällt auch die heute noch bestehende Ausstattung. In den Innenräumen zeigt sich hierbei eine gestalterisch deutliche Unterscheidung der einzelnen Stockwerke, die auf diese Weise zugleich ihre grundsätzliche Nutzung preisgeben: im 1.OG sind als dem hervorgehobenen, repräsentativen Geschoss (piano nobile) sowohl die Umrissformen der Stuckausstattung an den Flachdecken reicher und formal komplexer, weil über einzelne Räume hinweg, konzipiert, als auch im Dekorapparat differenzierter. Der formale Aufwand in diesen Räumlichkeiten, die hauptsächlich für die öffentliche Repräsentation gedacht waren, nimmt im 2.OG beträchtlich ab. Die dortigen Wohnbereiche von Hausherr, Gemahlin und Kinder sind weniger kunstvoll gestaltet.

Besitzergeschichte

Poxau, Schloss

Die Bau- und Ausstattungsgeschichte des Schlosses samt Kapelle lässt sich auf nachvollziehbare Weise den wechselnden Besitzern zuordnen.

„Im Besitz der Poxauer bleibt das Schloß bis 1484. Es folgen die Fraunberg (1484 bis zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts[1653]), hierauf die Fraunhofen bis 1857.“[2] „Am 1.12.1857 schenkte Carl August Clemens, Reichsfreiherr von und zu Alt- und Neufraunhofen das Schloss dem Orden der Armen Schulschwestern v.U.L.F., die es fast 150 Jahre als Kloster(-schule) betrieben. 2006, nachdem der Orden der Armen Schulschwestern das Kloster aufgegeben hatten, ging das Schloss laut Schenkungsvertrag von 1857 in den Besitz des Grafen von Soden-Fraunhofen über.“[7] „Heute wird das Schloss für Schulungen, Hochzeiten [...] und diverse Veranstaltungen genutzt.“[8]

Das Bauwerk

Poxau, Schloss

Die ab 1710 großteils neu errichtete Schlossanlage weist im Grundriß ein unregelmäßiges Fünfeck auf, das der geologischen Grundformation folgt. Die einzelnen Flügel des Schlosskomplexes sind dementsprechend unterschiedlich lang, hingegen kompensieren sie dies mit einer gewissen Gleichförmigkeit aus der alle Flügel bestimmenden Dreigeschoßigkeit und dem die Baukörper zusammenfassenden Walmdach.

Die Schlosskapelle

Poxau bei Marklkofen, Schloss

Die Bau-, aber nicht die Ausstattungsgeschichte der Schlosskapelle hat sich durch jüngere Archivfunde präzisieren lassen.[6]

So erfahren wir von den Absichten des damaligen Bauherren Adam Lorenz Freiherr von Alt- und Neufraunhofen, dass er 1710 beim Um- und Neubau des Schlosses die bestehende Kapelle innerhalb der Anlage verlegen wollte. Aus diesem Grunde schreibt er an das bischöfliche Konsistorium nach Regensburg, er sei „in Verenderung meines Schloß begriffen und nunmehr mit dem Gepeu soweit khommen [...], das die Schloßcapelln ein Verhindernus macht.“[9] Seine Überlegungen gingen dahin, die Kapelle „an ein anderes anstendiges Orth und zwar necher [näher] zu meinem Wohnzimmer“[10] setzen zu lassen, wozu er die Erlaubnis der bischöflichen Behörde erbat.[10]

Daraus wird offensichtlich, die räumliche Verlegung der Kapelle in die Nähe seiner Wohnräume hätte für den Hausherrn den bequemen Vorteil erbracht, die Kapelle direkter und schneller aus seinen Gemächern begehen zu können, also unter Vermeidung unnötigen Treppensteigens und anderer Umwege.

Man machte sich deshalb daran, die alte Kapelle unter Bewahrung der vorhandenen Reliquien abzubrechen.[11] Der Nachfolgebau wurde „von Grundt auf völlig [...] auferpaut und auf ainer Seitten an die Schlossmaur angesetzt.“[12]

Mit der Neusituierung der Schlosskapelle „im vordern Thaill des Schloss auf der rechten Seyten gegen den Baumgarten“[13] war jedoch das ursprüngliche gräfliche Grundanliegen, der direkte Zugang von den Wohnräumen, nicht mehr gegeben.

Die Innenausstattung der Kapelle dürfte sukzessive nach 1710 entstanden sein. Präzisere Daten sind bis dato nicht eruierbar.

Der Raum: Beschreibung und Maße

An der südwestlichen Ecke der talseitigen Westfassade befindet sich im Erdgeschoss die Schlosskapelle, die über einen Vorraum begehbar ist. Der längsrechteckige einfache Saalraum mit Flachdecke und fünf Fensterachsen auf der Westseite erstreckt sich in N-S-Ausrichtung, wobei der Altarbereich im Süden nicht ausgeschieden ist, sondern eine flache Altarwand ausbildet.

Die räumlichen Dimensionen sind leicht schiefwinklig verschoben, weshalb sich bei einer Längserstreckung von 15,2m und einer Höhe von 4,6m in der Breite zwischen Süd- und Nordseite eine Differenz von 0,6m ermessen lässt.[14]

Auftraggeber und Künstler

Auftraggeber

Auftraggeber der Um- und Neubauphase ab 1710 war „Adam Lorenz Wolfgang Freiherr von Alt- und Neufraunhofen auf Poxau, Marklkofen und Aiglkofen“,[15] der das Schloss um 1684 von seinem Vater Hans Ludwig Freiherrn von Alt- und Neufraunhofen geerbt hatte. Er war kurfürstlich bayerischer Kämmerer und verstarb am 5. Juni 1719.[15]

Künstler

In den regionalen Forschungen zu Poxau wird als ausführender Künstler Johann Christoph Härdl (um 1640–1730) favorisiert.[16]

Von wissenschaftlicher Seite ist eine seriöse Beurteilung und Zuschreibung aufgrund der das barocke Originalfresko zerstörenden Übermalungen (1889) und Restaurierungen (1920 und 1982) nicht möglich.

Die Deckenbilder

An der Flachdecke der Schlosskapelle befinden sich drei Deckenbilder. Sie sind entlang der räumlichen Mittelachse von Nord nach Süd aufgereiht und unterscheiden sich sowohl in ihrer Form als auch Größe. Das zentrale Hauptbild mit seiner rautenartigen Grundform und spitzförmigen Ausbuchtungen auf den Diagonalseiten steht dabei in einem eklatanten formalen Widerspruch zu der sie übergreifenden Stuckbildung aus konkaven (Hauptseiten) und konvexen (Diagonalseiten) Gegenschwüngen. Auf der Nord- und Südseite schließen sich längsovale Stuckfelder mit inflächigen Freskenbildern an. Alle drei Fresken sind in ihrer kompositionellen Bildanlage auf eine Ansicht von Süd nach Nord ausgerichtet.

Die originalen Fresken sind ohne Signatur und Datierung. Lediglich die Namen der beiden Restauratoren im 20. Jahrhundert und das Jahr der Renovierung (Faschinger 1920 und Weilhammer 1982) sind im Fresko dokumentiert.[17]

Das zentrale Deckengemälde: Marienkrönung mit Julia und Karl Borromäus

Das zentrale Freskenbild zeigt insgesamt fünf Hauptpersonen in einer kompositionellen Quincunx-Anordnung, die sich aufgrund ihrer Positionierung, Größenverhältnisse und Kleidung von den sie begleitenden Engelchen abheben.

Die Gottesmutter Maria wird durch die sofort auffällige Farbgebung ihres weißen Kleides mit blauem Mantel (und rotem Innenfutter) und besonders durch ihre Hervorhebung in der Bildmitte als inhaltlich wichtigste Figur wahrgenommen. Optische und thematische Standfestigkeit bietet ihr die Mondsichel und eine Wolke, auf der sie sich betend und bekränzt mit einem Sternenreif Gottvater, Christus und dem Heiligen Geist (Heilige Dreifaltigkeit) nähert, die sie bereits erwarten, um sie als zukünftige Königin des Himmels zu krönen.

Dieses überirdische Geschehen verfolgt äußerst interessiert der kniende heilige Karl Borromäus, während er gleichzeitig himmlischen Beistand für das Schloss Poxau erfleht, auf dessen Darstellung er mit seinem rechten Arm hinweist.

Aus Sicht eines gläubigen Betrachters wird der Pestheilige Karl Borromäus von der heiligen Julia eingeführt, die ein weißes Unterkleid und darüber einen gelben Mantel trägt. Als Ausweis ihres Märtyrertums ist ihr die Palme beigegeben, der Kranz auf ihrem Haupt charakterisiert sie als tugendhafte Jungfrau, die ganz dem christlichen Gott ergeben war.

Die beiden Heiligen begleiten juvenile Engel, die deren wichtigste Attribute vorweisen. Ein Engel mit einer Palme und einem Kranz betont noch einmal die charakterliche Stärke und Gottesliebe von Julia, die sie, wegen der erlittenen Martern auf Erden, als Märtyrerin für die Aufnahme in das Reich Gottes befähigt hat.

Im Gegensatz zu Julia ist bei Karl Borromäus eine aussagekräftige Anhäufung von Attributen festzustellen: ein Weihrauchfass, die Mitra und Bischofsstab sowie das Birett und Galero in Kardinalsrot, alles dingliche Verweisstücke, welche die unterschiedlichen Rangstufen und Funktionen des Heiligen symbolisieren.

Nördliche Deckengemälde: Karl Borromäus reicht einem Pestkranken das Viaticum

Im zweifenstrigen Innenraum eines Spitals spendet der heilige Karl Borromäus einem Bettlägrigen die Heilige Kommunion. Ehrfürchtig betend nimmt dieser Sterbenskranke sehnsüchtig die Hostie als letzte Wegzehrung zu seiner seelischen Stärkung an, denn sein Körper ist bereits soweit geschwächt, dass ihn ein Helfer stützen muss. Karl Borromäus assistieren bei diesem rituellen Vorgang zwei Diener mit dem dafür nötigen Versehbesteck, von denen einer ein kleines Kreuz, der andere eine Kerze hält.

Die Szene mit der Sterbekommunion wird vom Einblick in einen Nebenraum des Spitals erweitert, in dem sich zwei Holzbetten mit darin liegenden Pestkranken und einem Pfleger befinden.

Südliches Deckengemälde: Attentatsversuch auf Karl Borromäus

Im Langhaus einer Marienkirche kniet der heilige Karl Borromäus in Kardinalskleidung auf einem Betschemel. Er wird von hinten gezeigt, wie er auf ein Altarbild mit Maria und Kind im kreuzgratgewölbten Chorbereich blickt und dieses Gnadenbild armoffen adoriert. Im Kirchenschiff sind weitere Betende anwesend, die sich ebenfalls ehrfurchtsvoll niedergekniet haben. In diese von Andacht geprägte Stille im Kirchenraum bricht bildlinks von hinten ein behelmter Mann ein, der eine Muskete im Anschlag hat, auf Karl Borromäus zielt, einen Schuss abfeuert und, wie die spätere legendare Erzählung weiß, den Heiligen allerdings nur verletzte und deshalb diesen Attentatsversuch überlebte.[18]

Programm und Synthese: Karl Borromäus und Julia, die Pest und ein Kinderwunsch

Die Inhalte der Deckenbilder in der Schlosskapelle beziehen sich vor allem auf Karl Borromäus (1538–1584), den Schutzpatron von Poxau. In zwei der drei Fresken werden bedeutsame Szenen aus seinem Leben thematisiert, im zentralen Hauptbild ist er in einem übergeordneten kirchenhistorischen Zusammenhang als gegenreformatorisches „Muster des tridentinisches Bischofs [gezeigt], in dem das Konzil gleichsam Fleisch und Blut annimmt.“[19]

Diese Darstellung wird durch die heilige Märtyrerin Julia ergänzt, deren Corpus man damals erworben und 1709 in einer feierlichen Zeremonie in Poxau willkommen hieß.[20] Aus der bildlichen Kombination dieser beiden Heiligen ergab sich eine sehr eigene, allein aus der Besonderheit des Ortes erschließbare Ikonographie, die aus diesem Grunde im (süd-) deutschen Raum auch keine Entsprechung hat.[21]

Karl Borromäus, der zweitgeborene Sohn einer adeligen Familie, nahm ab 1552 in Pavia das Studium der weltlichen und kirchlichen Rechte auf, das er 1559 mit einer Promotion abschloss. Damit war die wesentliche Grundlage für eine glänzende geistliche Karriere bereitet, die ihn schließlich an den päpstlichen Hof brachte. Der 1559 zum Papst Pius IV. gewählte Giovanni Angelo de`Medici (1499–1565) berief im bewährten System des Nepotismus „seinen jungen Neffen Karl Borromäus zum Staatssekretär [...], welcher [...] einen guten Einfluß auf den Papst ausübte. Das größte Verdienst Pius`IV. ist die von ihm 1562 eingeleitete Fortsetzung des Konzils von Trient, das 1563 glücklich zu Ende geführt werden konnte.“[22]

Die historisch bedenkliche, vielleicht nur legendäre Behauptung, Karl Borromäus sei „die treibende Kraft des Konzils gewesen“[19], verfestigte sich in der katholischen Hagiographie zu einem Faktum, in der man ihm eine ganz entscheidende Rolle in der kirchlichen Reformpolitik zuschrieb.[23]

Seine eigentliche Bedeutung erlangte Karl Borromäus allerdings erst nach Abschluß des Konzils, als er 1565 nach Mailand ging und dort die in Trient vorformulierten Ideen ganz konkret und konsequent ins Praktische, im Sinne einer Strukturreform, in seiner Diözese, der größten Italiens, umzusetzen versuchte. Im Vordergrund standen hierbei „persönliche Visitationen, Diözesansynoden [...] und Pastoralsynoden [...], die durch Pastoralinstruktionen und zahlreiche Verfügungen über die Verwaltung des Predigtamtes, die Spendung der Sakramente, Ausstattung der Kirchen und die Vermögensverwaltung der 800 Pfarreien des Sprengels ergänzt wurden. Als Acta ecclesiae Mediolanensis 1582 [...] gedruckt, wirkten sie in ganz Europa.“[19]

Die in Folge seines Reformwillens entstandenen Institutionen (Knaben- und Priesterseminare, Kollege und andere „Schulen der christlichen Lehre“[19]), die „sowohl elementares wie religiöses Wissen“[19]vermittelten, spielen in der in Poxau dargestellten Ikonographie überhaupt keine Rolle. Im Vordergrund stehen hingegen zwei historisch bekannte Ereignisse, die sich dialektisch zusammenfügen und zwei wesentliche Aspekte vom Wirken des Heiligen versinnbildlichen.

In dem kleinen Ovalfresko auf der Südseite des Kapellenraumes wird auf indirekte Weise die Auflösung des Humiliaten-Ordens und damit die direkte Auswirkung der Gegenreformation im institutionellem Rahmen veranschaulicht. Die ab 1201 als Orden firmierende Gemeinschaft einer christlichen Armuts- und Bußbewegung, die vor allem im Mailänder Gebiet, dem kirchlichen Zuständigkeitsgebiet von Karl Borromäus, aktiv war, widersetzte sich den neuen, im Tridentiner Konzil formulierten Reformideen. Ihr Widerstand war so groß, dass sie sich in ihrer verblendeten Hartnäckigkeit sogar dazu entschlossen, den Reformator Karl Borromäus umzubringen. In zeitgenössischer Diktion liest sich dies so: „alldieweilen nun der H. Ertz-Bischoff ihr Protector oder vom Pabst bestellter Schutz Herr/wollte er disen

ungeistlichen Gesellen einen Zaum anwerfen/und widerumb in die Schranken ihrer vorigen Zucht zwingen [...].“[18]

Die Verantwortlichen des Humiliaten-Ordens waren so sehr im geistlichen Zwiespalt und „wissen sich also keinen Rath mehr sich aufzuhalffteren/als daß sie gottlose Weiß zusammen schwören/den H. Mann umbs Leben zubringen. Einer auß ihnen Nahmens Hieronymus Farina ein Priester erbiethet sich den Mord zubegehen/bekombt 40. Gulden Gelts auff die Hand/und schleichet/als ein verzweiffelter und vom Teuffel angespohrter Judas/im Jahr 1569. den 26. Tag im Weinmonath umb die erste Stund nach Sonnen Untergang mit einer Büchs/die mit einer Kugel und vilen Schrötten geladen in die Ertz-Bischoffliche Capell/da der H. Carolus, seiner Gewohnheit nach/pflegte vor dem Altar seine Andacht abzuwarten [...].“[18]

Um die panegyrische Hagiographie abzukürzen: Karl Borromäus überlebte den Anschlag, er „verbliebe unerschrocken kniend [...] streckte [...] seine Händ gegen dem Himmel auf/gabe ein Zeichen/sie [weitere Betende] sollten sich nit stöhren lassen/biß die Andacht vorbey/und vollführete mithin unbeweglich sein Gebett.“[18]

Dieses heroische, allein im Gottesglauben gründende Verhalten, führte zur verschriftlichten Apotheose von Karl Borromäus. Nachdem man bei der nach dem Anschlag durch die Leibärzte angestellten Untersuchung keinerlei lebensgefährlichen Verletzungen außer einem blauen Fleck, „ein blaues Mahlzeichen“[18]entdeckte, konnte man nicht umhin, „daß man diese unerhörte Sach [Attentatsversuch] billich und ohne Scheu für ein großes Wunderwerck außruffen könnte [...].“[18]

Dieses Wunder war natürlich „den übernatürlichen Schutz Gottes zuerzehlen [zuzuzählen]“[24], was, in einem weiteren Schritt, als ein „klaren Beweißthumb seiner unfehlbaren Heiligkeit [...]“[24] zu bewerten war.

Das aussagekräftige Fresko, das die göttliche Wundertätigkeit, die daraus resultierende Heiligkeit und die Auflösung des Humiliaten-Ordens 1571[25] miteinander verbindet, sollte auf diese Weise von der Wirkkraft und Stärke des neu aufblühenden katholischen Glaubens zeugen.

Die Bildaussage auf der gegenüberliegenden Seite (Nord) konzentriert sich hingegen ganz auf den persönlichen Einsatz von Karl Borromäus während der 1576 in Mailand herrschenden Pest.

Sein Verhalten während der grassierenden Epidemie „hob sein Ansehen“[19] enorm und galt in kirchlichen Kreisen als nachahmenswertes Exemplum. Obwohl ihm eine große Anzahl an Priestern helfend zur Seite standen, „welche den Krancken beystehen/und mit den H.H.Sacramenten versehen [...]“[26], wollte Karl Borromäus seine priesterliche Grundaufgabe der geistlichen Versorgung erfüllen, indem er „[...] mit eigener Hand das H. Abendmahl/und die H.letzte Oelung [...]“[26] reichte.

Genau dieses elementare Anliegen eines Seelsorgers, das Sorgen und Kümmern um die ihm anvertrauten Seelen der Gläubigen, wird in der Gabe der Heiligen Kommunion anschaulich versinnbildlicht. Karl Borromäus wird damit zum überzeitlichen Bewahrer der Verwandlung der eucharistischen Gabe in Leib und Blut Christi.

In der zeitgenössischen Hagiographie fasste man dieses Verhalten ebenfalls als ein wundertätiges Werk auf, weil es „ware wunderwürdig zusehen/wessen sich die überschwenckliche Lieb Caroli von neuem unterfienge/auff daß allen und jeden Hülff geschehe.“[27]

Während in den beiden kleinen Freskenbildern Ereignisse aus dem realen Leben von Karl Borromäus, einerseits das „Ausmerzen der Mißstände“[19] (Kampf gegen den 1571 aufgelösten Humiliaten-Orden) und andererseits die „aufopfernde Hirtensorge“[19] (Pest), thematisiert sind, wird er im Hauptbild als bereits kanonisierter, vielfacher Würdenträger gezeigt. Er nimmt Anteil an der Himmelfahrt Mariens, die bereits von der Heiligen Dreifaltigkeit darüber erwartet wird, um sie als künftige Himmelskönigin zu krönen.

Seinen mit der Heiligsprechung 1610 mittlerweile kirchenhistorisch bedeutend gewordenen Status drücken die ihm beigegebenen Attribute aus.[28] Diese zeigen ihn als Erzbischof von Mailand (Mitra und Stab), als Kardinal von S. Prassede (Birett und Galero) und einfachen Seelsorger (Weihrauchfaß). Die entsprechende Verteilung dieser Symbole lässt indes eine intrabildliche Gewichtung zu. Auffälligerweise sind die Ämterinsignien (Bischof, Kardinal) optisch weniger prominent ins Bild gesetzt, hingegen ist das von einem Engel präsentierte Weihrauchfass in der unteren Bildmitte nicht nur platziert, sondern inszeniert. Dem Betrachter wird damit ein anschaulicher Hinweis geliefert, dass das Abhalten der heiligen Messe ein ganz besonderes Anliegen von Karl Borromäus war. In der Kirchengeschichte gilt er bis heute als einer der großen Förderer der heiligen Eucharistie.[29]

Die Rolle von Karl Borromäus im Fresko ist einerseits die eines an dem himmlischen Geschehen der Himmelfahrt Mariens teilnehmenden und davon ergriffenen Zeugen. Andererseits tritt er als Fürbitter auf, der Schutz und Hilfe für die Besitzer von Schloss Poxau erfleht, auf dessen Abbild er verweist, das auf einem ausgerollten Blatt Papier, gehalten von einem Engel, zu sehen ist.

Die in Poxau bestehende figurale Komposition und Kombination aus Himmelfahrt Mariens und der sie erwartenden Heiligen Dreifaltigkeit unter Anwesenheit eines Heiligen entspricht einer standardisierten Bildauffassung.

Ungewöhnlich wird die Bildthematik erst durch Existenz der heiligen Julia im Fresko, die an diesem Geschehen als Märtyrerin (Palme und Krone) teilnimmt.[30] Ihre Bildfunktion erschöpft sich auf den ersten Blick erst einmal nur darin, mit ausladender Armgeste auf den Patron Karl Borromäus hinzuweisen.

Diese figurale Verbindung von Karl Borromäus und Julia ist in der (süd-)deutschen Freskomalerei eine große Besonderheit, vielleicht sogar singulär, und die allein aus der spezifischen Situation in Poxau zu verstehen ist.

Die damaligen Besitzer von Poxau hatten sich entschlossen, den ganzen Leib mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Julia anzukaufen.[31] Die Ankunft in Poxau am 5. November 1709 beging man mit großen Feierlichkeiten, in deren Rahmen auch eine Festpredigt integriert war. Die von dem Kapuzinerpater Jordan Reisberger (1670–1754)[32] gehaltene „Lob=und Ehren=Red“[20] war elaboriert und fand soviel Beachtung, dass man sie 1710 nachdruckte.[33]

Die Predigt, vorgetragen und abgefasst mit der zu dieser Zeit typischen metaphernreichen Formulierungswucht und hoher Affinität zu aussagekräftigen Belegbeispielen aus den beiden Testamenten, verrät auch aufschlussreiche Details über die Beweggründe zur Anschaffung und Funktion des heiligen Leibes der Julia.

Die an „Hochadeliche/Hochwertiste/Außerwählte Zuhörer“[20] gerichtete Predigt gibt preis, dass man den heiligen Leib begehrte, weil die Märtyrerin gerade als weibliches Wesen eine übergroße Stärke an Gottesglauben zeigte, die bereit war, „Lieber Tausent Todt außzustehen/als von Christo ihrem alleinigen Leben abzuweichen.“[20]

Was den zukünftigen und hoffentlich dauerhaften Aufenthaltsort der heiligen Julia in Poxau betrifft, ersann Pater Jordan eine sehr schlüssige und nachvollziehbare Deutung. Mit dem Mittel einer Wortverknüpfung stellte er eine Verbindung mit dem biologischen Geschlecht der Julia als Frau und dem Geschlecht der Fraunberg, den ehemaligen Besitzern, und dem Geschlecht der Fraunhofer, den aktuellen Besitzern, her und deutete dies als göttliche Fügung.

Es folgen die zeittypischen Ausführungen zur Funktionalität der heiligen Gebeine, die besonders am festgesetzten Festtag virulent werden: erstens das Anflehen der Heiligen mit der Bitte um Hilfe und Schutz, zweitens ihre Vorbildrolle als tugendsame Christin, das „zu einem frommen Leben“[20]anregt und drittens, mehrmals erwähnt, die sich bei den Gläubigen sofort einstellende „Beschemung“[20]aufgrund der eigenen lasterhaften Lebensführung.

Sollten also die in Poxau verehrten Heiligen Karl Borromäus und Julia gerade in den damaligen Kriegs- und Notzeiten „mit ihrer Stärke und Großmut dem kleinmütigen und verzagten Geist im Alltag als seelische Speise dienen“,[20] sind dies tradierte Grundanforderungen, die man eigentlich zu dieser Zeit von allen Heiligen an allen Orten erhoffte.

Bedenkt man die in der Predigt erwähnten Krisenzeiten hinzu, so eröffnet sich mit der Darstellung des von Karl Borromäus gespendeten Viaticums eine weitere Bezugsebene, die auf seine Funktion als Pestpriester hinweist, bzw. im erweiterten, kanonisierten Sinne, ihn als Schutzherr bei Pestepidemien ausweist. Dieser heilige Schutz war auch notwendig, denn Niederbayern und die Poxau nahen Städte Dingolfing, Landau und auch Regensburg waren in den Jahren nach dem 30-jährigen Krieg bis in den Zeitraum um 1720/30 häufige Opfer dieser lebensgefährlichen Seuche.[34]

Der Ort Marklkofen und Schloss Poxau waren also ständig dieser Gefahr ausgesetzt, vielleicht sogar davon betroffen. Um sich präventiv dagegen zu wappnen, erflehte man die Hilfe von Pestheiligen, zu denen Karl Borromäus genauso zählte wie der heilige Rochus und der heilige Sebastian, von dem in der Schloßkapelle an der westlichen Altarwand ebenfalls ein Bildnis vorhanden ist. Vielleicht war die äußere Bedrohung und innere Angst der Bewohner so groß, dass man sich gleichzeitig mit zwei Pestheiligen gegen die Seuche schützen wollte.

Im Rückblick auf die Zeitumstände von vor über 300 Jahren werden die damals herrschenden religiösen, präindustriellen und prärationalen Verhaltensweisen nachvollziehbarer: „Beim fast vollständigen Mangel an geeigneten und wirksamen Behandlungsmöglichkeiten blieb in vielen Fällen nur mehr übrig, die Erkrankten der Gnade und Barmherzigkeit des Himmels zu empfehlen. Aber auch die Gesunden setzten ihre Hoffnung auf göttliche Hilfe, um vor Krankheit und jähen Tod verschont zu werden. Hier war es nun Aufgabe der Seelsorger, die Tröstungen der Religion anzubieten, Kranke und Sterbende mit den Sakramenten zu versehen [...]. Aus Anlaß besonderer Gefährdung des Leibes durch pestartige Seuchen und infolgedessen auch der Seele durch Hoffnunglosigkeit, Verzweiflung und mangelnde Vorbereitung auf den Tod berief die Kirche bei großen Epidemien eigene Geistliche, die als ,Pestpriester‘ Auftrag und Sendung zur Seelsorge in den Seuchengebieten erhielten. Auch in der Diözese Regensburg ist man dieser Übung gefolgt, als sich die Notwendigkeit dazu abzeichnete. Allerdings blieben die Abordnung und der Einsatz derartiger Pestpriester mit Erfolg nur zu Zeiten möglich, in denen Friedensverhältnisse herrschten und damit die Funktionstüchtigkeit der kirchlichen Einrichtungen gegeben war.“[35]

Sollte in Poxau tatsächlich jemals Bedarf an einem Pestpriester bestanden haben, was in hohem Grade vermutet werden darf, hätte dieser in Karl Borromäus ein leuchtendes und nachahmenswertes Vorbild an der Kapellendecke vorgefunden. Ebenso konnte man die gestellte Aufgabe als sinnvolle Handlung in der Nachfolge des Heiligen verstehen.

Waren in Poxau die bittflehentlichen Hoffnungen an Karl Borromäus sehr von der tagesaktuellen Bedrohung durch die Pest bestimmt, bestanden die sehnlichsten Erwartungen an die heilige Julia noch in einem ganz anderen Begehr, nämlich dem speziellen Wunsch um Kindersegen. Mit drei alttestamentarischen Fallbeispielen umschreibt der Prediger auf allegorische Weise diesen Umstand. Das alle drei Narrative verbindende Element ist die Konzentration auf kinderlose Paare, die alle mit Gottes Hilfe auf überraschende Weise und/oder im biologisch eigentlich zu späten Alter noch einmal Nachkommen geboren zu haben.

Zum einen führt er den Propheten Elisäus an, der bei „zwey ansehlich fromm und andächtigen Eheleuthen zu Suna“ Beherbergung fand, und danach, obwohl „sie lang unfruchtbar“ gewesen, „einen Sohn erlanget haben.“[20]

Zum anderen erwähnt er das ebenfalls lange kinderlose Paar Abraham und Sara, denen durch drei göttliche Botschafter die Geburt eines Sohnes, Isaak, angekündigt wurde. Das dritte Beispiel bezieht sich auf Anna, die Mutter des Propheten Samuel, die „sich wegen ihrer Unfruchtbarkeit bestürtzte“ und deshalb „von ihrem lieben Ehe=Herrn Elcanae dieses zum Trost“ empfing: „warumb bekümmert sich dein Hertz? bin ich dir dann nicht besser als zehen Söhn? wie vil mehr dann solle allhier sprechen? ist ein Kind des Himmels nicht besser/als vile Erdenskinder: ist es nicht besser/GOTT selbsten einigermassen zu einem Erben zu haben/als etwann eine Leibsfrucht von dero man in stetten Sorgen muß ob selbe einstens das Himmlische Reich erhalten werde?“[20]

Ob diese von Pater Jordan geäußerte Tröstung tatsächlich Linderung in den sorgenvollen Gedanken der Poxauer Eheleute um den Erhalt des Geschlechtes brachte, ist ungewiß. Gewiß ist, dass die Anwesenheit der Gebeine von Julia doch noch die erhoffte biologische Katalysatorwirkung zeigte, Fruchtbarkeit sich im Hause Fraunhofer einstellte und die Dynastie bis 1865 erhalten blieb.[36]

Die Ende des Jahres 1709 erfolgte Zusammenführung von dem in Poxau bereits zuvor verehrten Karl Borromäus und der aus Rom immigrierten Märtyrerin Julia, inszenierte man als symbolische Vermählung der beiden Heiligen. Diese materielle und geistige Verbindung ist auch in dem etwas später gemalten Fresko sichtbar gemacht.

Die Restaurierungen

Die Deckenbilder in der Schlosskapelle sind heute in einem sehr schlechten Erhaltungszustand, bei dem außer der kompositionellen Bildanlage und Figurenbildung nahezu keine Originalsubstanz zu erkennen ist. Dies dürfte wohl auf die in erster Linie 1889 unsachgemäß durchgeführte Restaurierung zurückzuführen sein. Die hierbei vorgenommenen Übermalungen [2] empfand man 1920 von Seiten der noch wissenschaftlich jungen Denkmalpflege als nicht so störend, wenn sie denn von einem „erfahrenen Künstler abgenommen werden“.[37] Dieser erfahrene Künstler, Kunstmaler Jakob Huwyler, wohnhaft in Buch am Ammersee, war zwar bereits gefunden und hatte sogar schon 1915 die Kapelle selbst begutachtet, seine dringend nötige Sachkompetenz zur konservatorischen Rückführung der zuvor verstümmelten Fresken scheiterte jedoch an nicht vorhandenen Geldmitteln.[38]

So begnügte man sich bei der 1920 in Angriff genommenen Renovierung der Deckenbilder mit dem in Dingolfing ansässigen Maler Fasching. Das damals gerade im Aufbau sich befindliche Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hatte mit Fasching auch bereits Kontakt aufgenommen und „geeignete Ratschläge für die Restauration“[39] bereitgehalten. Die vorhandenen Schädigungen waren aber scheinbar nicht mehr zu beheben oder auszugleichen.

Der konservatorisch schlechte Zustand der Deckenbilder bedurfte bereits 60 Jahre später einer erneuten Erhaltungsmaßnahme, die der Kirchenmaler Josef Weilhammer aus Gangkofen 1982 ausführte.[40] Dieser fügte auch die heute sichtbaren Buchstaben "er" hinter Fasching an.[41]

Bibliographie

  • BIBLIOGRAPHIE
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  • Haushofer, Pest, 1973 — Haushofer, Josef: Erinnerungen an die Pest von 1713 in der Stadt Landau, in: Markmiller, Fritz (Hg.): Der Storchenturm. Geschichtsblätter für den Landkreis um Dingolfing und Landau, Heft 16, Dingolfing 1973, S. 95–113.
  • Jedin, Borromäus, 1986 — Jedin, Hubert: Borromäus, Karl, in: Höfer, Josef/Rahner, Karl (Hgg.): Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i.B. 1986, Band 2, Spalte 611–612
  • Kebinger, Kapellenkranz, 2012 — Kebinger, Ludwig: Der Kapellenkranz zu St. Jakob in Wasserburg, in: Heimatverein (Historischer Verein) e.V. für Wasserburg am Inn und Umgebung in Verbindung mit der Stadt Wasserburg a. Inn (Hg.): Heimat am Inn. Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes, Jahrbuch 2012, Wasserburg am Inn, 2012, S. 27–70
  • Liedke, Dingolfing, 1970 — Liedke, Volker H.: Die Hofmarken und Edelsitze im Gericht Dingolfing, Dingolfing 1970
  • Markmiller, Pest, 1973 — Markmiller, Fritz: Zur Seelsorge bei den Pestseuchen von 1680 und 1713 im Dekanat Dingolfing, in: Markmiller, Fritz (Hg.): Der Storchenturm. Geschichtsblätter für die Landkreise um Dingolfing und Landau, Heft 16, Dingolfing 1973, S. 114–116
  • Markmiller, Umbau, 1978 — Markmiller, Fritz: Nachrichten über den Umbau des Schlosses Poxau von 1710, in: Markmiller, Fritz (Hg.): Der Storchenturm. Geschichtsblätter für die Landkreise um Dingolfing, Landau und Vilsbiburg, Heft 25, Dingolfing 1978, S. 1–6
  • Markmiller, Barockmaler, 1982 — Markmiller, Fritz: Barockmaler in Niederbayern. Die Meister der Städte, Märkte und Hofmarken, Regensburg 1982
  • Myers, Jesuiten, 1996 — Myers David: Die Jesuiten, die häufige Beichte und die katholische Reform in Bayern, in: Verein für Diözesangeschichte von München und Freising e.V. (Hg.): Beiträge zur altbayerischen Kirchengeschichte, Band 42, München 1996, S. 45–58.
  • Reisberger, Predigt, 1710 — Reisberger, Jordan: Willkomm Und Geistliche Begrüssung Einer Edlen Römerin und Blut=Zeugin Christi S. Juliae [...], Landshut 1710
  • Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705 — Ribadeneira, Peter/Hornig, Johannes: Triumphierende Tugend/Das ist: Leben Aller Heiligen Gottes [...], Augsburg 1705, Seite 681–698
  • Schwaiger, Lexikon, 1993 — Schwaiger, Georg (Hg.): Mönchtum, Orden, Klöster. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 1993
  • Schwarz, Vilsbiburg, 1976 — Schwarz, Georg: Vilsbiburg. Die Entstehung und Entwicklung der Herrschaftsformen im niederbayerischen Raum zwischen Isar und Rott (=Historischer Atlas von Bayern, hg. von Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Teil Altbayern, Heft 37), München 1976
  • Zistler/Morsbach, Marklkofen, 1992 — Zistler, Alois/Morsbach, Peter: Die Kirchen der Pfarrei Marklkofen (=Schnell&Steiner, Kunstführer Nr. 2032), München/Zürich 1992
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Einzelnachweise

  1. Adresse: Klosterstraße 25, 84163 Marklkofen; Denkmal-Nummer: D-2-79-126-52.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Eckardt, Kunstdenkmäler, 1912, S. 134.
  3. Schwarz, Vilsbiburg, 1976, S. 388–389.
  4. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schloss_Poxau&oldid=226536643[zuletzt abgerufen am: 02.11.2022].
  5. Liedke, Dingolfing, 1970, S. 17.
  6. 6,0 6,1 Markmiller, Umbau, 1978, S. 1–6.
  7. http://297339.webhosting50.1blu.de/Das-Schloss-Poxau [zuletzt aufgerufen am: 02.11.2022].
  8. https://de. wikipedia.org/w/index.php?title=Schloss_Poxau&oldid=226536643 (zuletzt aufgerufen am: 02.11.2022] .
  9. Markmiller, Umbau, 1978, S. 2.
  10. 10,0 10,1 Markmiller, Umbau, 1978, S. 3.
  11. Markmiller, Umbau, 1978, S. 4. Die Bergung und Verwahrung oblag dem Schloßkaplan Judas Thaddäus Geyer.
  12. Markmiller, Umbau, 1978, S. 4.
  13. Markmiller, Umbau, 1978, S. 3. Dies entspricht ihrer heutigen Lage.
  14. Südseite: 6m (5,98m), Nordseite: 6,6 (6,64m).
  15. 15,0 15,1 Liedke, Dingolfing, 1970, S. 23.
  16. Markmiller, Barockmaler, 1982, S. 268.
  17. Beide Namen mit Daten sind links unten auf der von einem Engel gehaltenen Darstellung mit dem Schloss Poxau zu sehen. Die Restaurierung von 1920 führte Carl Fasching durch, die Ergänzung um die beiden Buchstaben „er“ erfolgte durch Weilhammer 1982. Genaueres hierzu unter dem Teilabschnitt Restaurierung.
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 18,4 18,5 Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 688.
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 19,6 19,7 Jedin, Borromäus, 1986, Band 2, Spalte 612.
  20. 20,0 20,1 20,2 20,3 20,4 20,5 20,6 20,7 20,8 Reisberger, Predigt, 1710, o.p.
  21. Bauer/Büttner/Rupprecht, Corpus, Gesamtindex, 2010.
  22. Fichtinger, Lexikon, 1980, S. 323.
  23. Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 682.
  24. 24,0 24,1 Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 687.
  25. Schwaiger, Lexikon, 1993, S. 235; https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Humiliaten&oldid=219437927[zuletzt aufgerufen am: 02.11.2022].
  26. 26,0 26,1 Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 691.
  27. Ribadeneira/Hornig, Tugend, S. 686 und S. 691: „Seine unbeschreibliche Lieb zur Zeit der Pest.“
  28. Karl Borromäus wird 12 Jahre vor dem Jesuitengründer Ignatius von Loyola heilig gesprochen.
  29. Bauer/Büttner/Rupprecht, Corpus, 2008, Band 13, S. 163–171; Myers, Jesuiten, 1996, S. 45–58.
  30. Frutaz, Julia, 1986, Spalte 1195.
  31. Die Ganzkörperreliquie der heiligen Julia ist bis heute in den Altaraufbau integriert.
  32. „Der Kapuzinerpater Jordan Reisberger, ein Fragners- und Maurersohn aus Wasserburg, war Prediger, Guardian, Provinzial und wurde als Generaldefinitor seines Ordens nach Rom berufen.“: Kebinger, Kapellenkranz, 2012, S. 43–44; https://www.historisches-lexikon-wasserburg.dee/indexphp?title=Grabdenkmal,_Nr. 160._Lapidarium,_Pater Jordan aus München,_1754&oldid=11350 [zuletzt aufgerufen am 02.11.2022].
  33. Reisberger, Predigt, 1710. Für die spontane und unkomplizierte Bereitstellung der Predigt danke ich dem Schloss-Archivar Matthias Unterholzner sehr herzlich.
  34. Haushofer, Pest, 1973, S. 95–113; zu Regensburg: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Albert_Ernst_von_Wartenberg&oldid=205850910[zuletzt aufgerufen am: 02.11.2022].
  35. Markmiller, Pestseuchen, 1973, S. 114.
  36. Demattio, Fraunhofen, Adelsfamilie: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Fraunhofen,_Adelsfamilie[zuletzt aufgerufen am: 02.11.2022].
  37. München, BLfD: Ordner: Poxau, 29.4.1920.
  38. München, BLfD: Ordner: Poxau, 31.3.1920.
  39. München, BLfD, Ordner: Poxau, 29.4.1920.
  40. München, BLfD, Ordner: Poxau, 23.8.1981 (Kostenvoranschlag); 5.10.1981 (Genehmigung des Renovierungsvorhabens).
  41. e-mail des Schlossarchivars Matthias Unterholzner vom