Laß, Heiko:Morsum, Haus Michelsen, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2024, URL: www.deckenmalerei.eu/ab8b7fd5-156d-4068-bc5e-889fb1894a96

Inventarnummer: cbdd20170

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Im ehemaligen Haus Michelsen befand sich 1939 in einem nordöstlichen Raum eine bemalte Decke, an der eine Fortuna zu sehen war, sowie eine dekorativ mit Festons und Akanthus bemalte Wand. Die Malerei hat sich nicht erhalten.

Fortuna an der Decke des nordöstlichen Zimmers
Fortuna an der Decke des nordöstlichen Zimmers

Das Haus Michelsen in Morsum

 
Haus Michelsen

Kurzbeschreibung und Lage

Der ehemalige Hof Michelsen steht im Osten von Klein Morsum.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Haus wurde gemäß des Mauerankers 1762 für Lütje Cornelisen und seine Frau Ohm Lütjen erbaut.[1]

Beschreibung

Das eingeschossige Backsteingebäude unter Reetdach ist von Westen nach Osten ausgerichtet und hat an der Südseite über dem Eingang ein Zwerchhaus. Im Westen ist an der Nordseite ein großer Wirtschaftsflügel angefügt. Der Wohnbereich lag im Ostteil des Hauses.[1]

Das nordöstliche Zimmer

 
Wandmalerei im nordöstlichen Zimmer

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der Raum wurde 1762 für Lütje Cornelisen und seine Frau Ohm Lütjen errichtet und 1784 ausgemalt.[1]

Beschreibung

An der Nordostecke des Hauses befand sich 1939 noch ein Raum, der mit Decken- und Wandmalerei geschmückt war.[1]

Die Zimmerdecke

 
Fortuna an der Decke des nordöstlichen Zimmers

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Decke wurde zwischen 1762 und 1784 für Lütje Cornelisen und seine Frau Ohm Lütjen bemalt. Sie ist nicht erhalten.[1]

Beschreibung und Ikonographie

Die Deckenmalerei ist über ein Foto von 1935 und einen Eintrag im Denkmalinventar von 1939 bekannt. Dort heißt es: „An der Decke ein Engel mit Wimpel.“[1] Tatsächlich scheint es sich aber um eine geflügelte Fortuna mit ihrem Segel gehandelt zu haben.

Die Wandmalerei

 
Wandmalerei im nordöstlichen Zimmer

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Wand wurde zwischen 1762 und 1784 für Lütje Cornelisen und seine Frau Ohm Lütjen bemalt. Sie ist nicht erhalten.[1]

Beschreibung und Ikonographie

Die Wandmalerei ist über ein Foto von 1935 und einen Eintrag im Denkmalinventar von 1939 bekannt. Demnach gab es „eine Tafelwand mit schmalen hohen Feldern; sie [trugen] auf hellblauem Grunde gemalte Ranken, Blumen und Vögel. Lisenen rot marmoriert, die Ranken rot, weiß und schwarz“.[1] Die schmalen einzelnen Felder waren gemäß der Fotografie durch marmorierte Rahmen voneinander getrennt. Im Wechsel waren in die Füllungen Akanthusschlingen und Blumengehänge gemalt, auf denen oben je ein Vogel saß.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Brauer/Scheffler/Weber, Südtondern, 1939. – Brauer, Heinrich/Scheffler, Wolfgang/Weber, Hans (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Südtondern (Die Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein). Berlin 1939.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Brauer/Scheffler/Weber, Südtondern, 1939, S. 381.