Laß, Heiko:Mühlhausen, Rathaus, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/e7de202e-2c51-420a-8e95-924147e30d30

Inventarnummer: cbdd20248

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Das Reichsstädtische Rathaus bewahrt Decken- und Wandmalerei vom 14. bis zum 20. Jahrhundert. Bemerkenswert sind ein Verweis auf das Reich mithilfe von Quaternionen und ein Tugendzyklus von 1572, Darstellungen der vier Weltreiche von 1748 und dekorative Malereien von ca. 1620 in Kanzlei und Archiv.

Alexander der Große, Herrscher des makedonischen Reiches
Alexander der Große, Herrscher des makedonischen Reiches

Das Rathaus in Mühlhausen

Kurzbeschreibung und Lage

Das Mühlhäuser Rathaus[1] ist ein ausgedehnter Gebäudekomplex mit mehreren Höfen und Flügeln, der vom 14. bis in das 19. Jahrhundert immer wieder erweitert wurde. Er steht nicht frei, sondern ist in ein Häusergewirr mit Straßen und Gassen integriert.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das erstmals urkundlich 1310 genannte Rathaus stammt wohl von ca. 1270 und wurde zwischen Alt- und Neustadt, teilweise über dem Bachlauf der Schwemmnotte, erbaut. Nach einem Brand um 1328–32 erfolgte der bei weitem größere Wiederaufbau mit einer Erweiterung nach Westen. Das Gebäude diente nicht nur der Stadtverwaltung, sondern auch als Kaufhaus und stand anfänglich frei. Nach der Schlacht von Frankenhausen 1525 verlor Mühlhausen vorübergehend seine Reichsfreiheit und konnte sie erst 1548 von Kaiser Karl V. wieder erlangen. 1569 folgte ein Anbau nach Osten mit der so genannten Alten Kanzlei. 1595/96 kam der Anbau des Südflügels hinzu, 1605/06 und 1609 wurde weitere Annexe im Norden und Westen angefügt. Verantwortlich waren Christoph Schnabel, Klaus Schnabel und Hans Rinke. Die Ballung an Baumaßnahmen um 1600 erklärt sich aus einer kurzen wirtschaftlichen Blüte der Stadt in dieser Zeit. 1738 wurde ein Fachwerkanbau hinzugefügt. 1874 verband man den Nordflügel über einen Gang mit dem Kernbau. Von 1908 bis 1914 erfolgte eine schöpferische Restaurierung des Rathauses. 1912 erstand ein Treppenhausanbau. Eine weitere Restaurierung begann 1990, die 1996 abgeschlossen wurde.[2]

Beschreibung

Der Kernbau ist über die von Nord nach Süd verlaufende Ratsstraße und den im Norden verrohrten Bachlauf gebaut. In seinem Obergeschoss sowie in dem des westlichen Anbaus von 1328-32 ist die so genannte Ratshalle gelegen und daran im Westen anschließend die so genannte Große Ratsstube. An der Nordseite dieses Gebäudes wurde im 18. Jahrhundert der Fachwerkbau angefügt. Nach Osten schließt sich an den Kernbau der Anbau von 1568/69 an, der einen früheren Kapellenerker vernichtete. Am Übergang von Kernbau zur westlichen Erweiterung stößt annähernd rechtwinklig der Südflügel von 1595/96 an. Hier fanden das reichsstädtische Archiv im Obergeschoss und ein Marstall im Erdgeschoss ihren Platz. An seiner Westseite stand ehemals ein 1510 erbauter Marstall. Jenseits eines Hofes sind im Westen und Norden die zwei rechtwinklig aneinanderstoßenden Flügel von 1605/06 und 1609 gelegen, die 1874 mittels des Übergangs an den Kernbau angebunden wurden.[3]

Forschungsstand zur Baugeschichte

Der kunsthistorische Forschungsstand zum Rathaus ist in Anbetracht der Bedeutung des Gebäudes und seiner Ausstattung unbefriedigend. Bis 2000[4] gab es außer einem Führer[5] keine neuere Beschreibung. Eine Monografie steht bislang aus. Das Rathaus und seine Decken- und Wandmalerei sind kaum in der übergreifenden Literatur zum Rathausbau präsent, abgesehen von der wegweisenden Arbeit von Susan Tipton aus dem Jahr 1996.[6]

Die Ratshalle

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die Ratshalle ist in zwei Bauabschnitten entstanden. Die beiden Teile sind noch heute deutlich voneinander zu unterscheiden. Älter ist der östliche Bereich, der bereits aus dem 13. Jahrhundert stammt. Um 1328-32 wurde der Raum nach Westen erweitert und bekam vermutlich bereits damals sein spitzes Tonnengewölbe. 1455 erhielt er eine Kapelle im Osten, die 1569 wieder zugesetzt wurde. Wohl im 17. Jahrhundert kam eine Galerie für Musiker in den Raum. 1747 erfolgte eine teilweise Neuausstattung und der östliche Teil bekam ein neues Gewölbe. Der Raum diente für Gerichtsverhandlungen, Rats- und andere Versammlungen, Fürstentage, Feste des Rates, Hochzeiten etc. 1908-13 wurde die Halle schöpferisch restauriert und ein Zugang zum neuen Treppenhaus geschaffen. Die Wände erhielten 1914 eine neue Ausmalung. Künstlerischer Leiter war Max Kutschmann. Die Malereien schuf Albert Leusch. Aus dieser Zeit stammt die Empore an der Westseite des Raums. 1956 entfernte man wieder alle historistischen Zutaten und auch Teile der neuen Malerei, um die Halle in den Zustand von 1525 zu versetzen. 1990-92 wurde der Raum restauriert. Seit 1999 ist der Spitzbogen zum ehemaligen Kapellenerker an der Ostwand wieder sichtbar.[7]

Beschreibung

Der Raum besteht aus zwei nicht ganz auf einer Achse liegenden Teilen, die durch einen spitzen Gurtbogen voneinander geschieden sind. Beide Teile haben eine unterschiedliche Breite und Höhe. Der ältere östliche Teil ist dabei schmaler und niedriger als der neue im Westen. Während im Westen aber noch die gotische Tonne mit ihrer Malerei aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts erhalten ist, befindet sich im älteren Ostteil die Decke des 18. Jahrhunderts mit der Malerei von 1748. Im Westen befindet sich eine Empore. Fenster gibt es im älteren Teil – eines nach Süden und im neueren Teil je drei nach Norden und zwei nach Süden. Ein weiteres ist über der Empore gelegen. Die Halle wurde ehemals von Norden über eine Außentreppe erreicht. Sie erschließt zahlreiche angrenzende Räume, zu denen Türen unterschiedlicher Zeitstellungen führen. Vom alten Teil aus ist durch eine zentrale Tür die ehemalige Kanzlei zu erreichen. Nördlich der Kanzleitür führt eine spitzbogige Pforte in einen Nebenraum. Gegenüber gelangt man durch eine Tür in der Südwand in das reichsstädtische Archiv. Durch die Tür in der Westwand wird die Große Ratsstube betreten.[8]

Die gotische Decke

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Spitztonne über dem Erweiterungsbau ist dendrochronologisch auf 1328/32 datiert. Die Malerei stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts und wurde von einem unbekannten Künstler geschaffen. 1638 war die Tonne himmelblau gestrichen und mit goldenen Sternen versehen. 1908 war die Malerei fast schwarz geworden. 1912 wurde die Decke restauriert, was eine Freilegung der Malerei des 14. Jahrhunderts zur Folge hatte sowie deren weitgehende Übermalung und teilweise Neufassung in freier Ergänzung. Die Ausmalung besorgte Albert Leusch, künstlerischer Leiter war Max Kutschmann.[9]

Beschreibung und Ikonographie

Die graue spitzbogige Holztonne wird über einem roten Ornamentfries von ebenfalls roten gurtbogenartigen Ornamentfriesen gegliedert. Die Friese nehmen polychrome Darstellungen und Textfelder auf – an der Tonne in Medaillons. Hier waren ursprünglich Tierfabeln mit moralisierendem Charakter dargestellt. An der Nordseite sind noch sechs Jagdszenen mit gotischen Fragmenten erhalten. Die Szenen aus der Fabel Reinecke Fuchs an der Südwand wurden 1912/13 erneuert.[10]

Die barocke Decke

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Decke war 1638 geweißt und stammt wohl von Anfang des 16. Jahrhunderts. 1746 wurde die Tonne gänzlich neu erbaut und 1747/48 von Johann Hermann Bauer ausgemalt. Der Wappen-Puttenfries am Fuß der Tonne ist eine Zutat von 1913. Damals wurde auch die Malerei in der Tonne durch Albert Leusch aufgefrischt. Künstlerischer Leiter war Max Kutschmann.[11]

Beschreibung und Ikonographie

Auf die blaugraue Tonne sind vier große Bandelwerkkartuschen gemalt. Sie nehmen jeweils ein großes polychromes Gemälde auf. Sie zeigen entgegen dem Uhrzeigersinn die Herrscher der vier Weltreiche nach dem Buch Daniel. Im Südosten ist das Reich der Babylonier zu sehen, im Südwesten das der Perser. Gegenüber im Nordwesten ist das Reich der Makedonen visualisiert und im Nordosten das im Verständnis der Zeit immer noch bestehende Römische Reich. Es wird jeweils der Begründer des Reiches im Bild gezeigt. Die Herrscher an der Nord- und die Herrscher an der Südseite sind jeweils einander zugewandt.[12]

Die Vier-Reiche-Lehre bezeichnet gemäß dem Buch Daniel (Daniel 2, Daniel 7) des Alten Testaments die Vorstellung, dass es vier aufeinanderfolgende menschliche Weltreiche geben würde. In den von Daniel gedeuteten Visionen steigen nacheinander vier Tiere aus dem Meer. Das erste sah aus wie ein Löwe mit Adlerflügeln. Das zweite Tier glich einem Bären. Es hatte drei Rippen zwischen seinen Zähnen. Das dritte Tier hatte die Gestalt eines vierköpfigen Leopards mit vier Vogelflügeln auf dem Rücken. Das vierte hatte große eiserne Zähne, bronzene Klauen und zehn Hörner. Nach dem Ende des vierten werde ein ewiges Reich begründet werden. Jedes Tier stand für eines der Weltreiche.

Südost-Kartusche: Nimrod, Herrscher des babylonischen Reiches
 
Nimrod, Herrscher des babylonischen Reiches

Beschreibung und Ikonographie

Als Vertreter des Babylonischen Reiches wird König Nimrod präsentiert. Nimrod galt als erster König überhaupt. Er thront links im Bild, ist antikisch gekleidet und stützt sich auf ein Gemälde des Turmbaus zu Babel mit der Beschriftung „BABEL“. Ihm gegenüber befindet sich der Löwe mit Adlerflügeln. Im Hintergrund ist die Stadt Babylon vor einer Bergkette zu sehen. Die Darstellung ist oben in einer eigenen Kartusche beschriftet mit „NIMROTH“.

Südwest-Kartusche: Cyros, König des persischen Reiches
 
Cyros, König des persischen Reiches

Beschreibung und Ikonographie

Für das Persische Weltreich steht König Kyros gemäß der Beschriftung in der Kartusche „CIRUS REX PERSIÆ“. Er sitzt rechts vor einer Palme mit einem Turban auf dem Kopf. Hinter ihm befindet sich eine Stadt vor einem Gebirge. Ihm gegenüber steht der Bär.

Nordwest-Kartusche: Alexander der Große, Herrscher des makedonischen Reiches
 
Alexander der Große, Herrscher des makedonischen Reiches

Beschreibung und Ikonographie

Alexander der Große als Begründer des Hellenistischen Reiches sitzt links vor einer umrankten Pyramide. Ihm gegenüber steht der vierköpfige Leopard mit seinen vier Vogelflügeln. Im Hintergrund befindet sich eine Stadt vor einem Gebirgszug. Die Inschrift in der Kartusche über dem Bild nennt „ALEXANDER MAGNUS”.

Nordost-Kartusche: Julius Cäsar, Herrscher des römischen Reiches
 
Julius Cäsar, Herrscher des Römischen Reiches

Beschreibung und Ikonographie

Für das Römische Reich steht gemäß der Inschrift in der oberen Kartusche „JULIUS CÆSAR“. Er ist im Gegensatz zu den anderen Herrschern nicht antikisch gekleidet und thront zudem unter einem Baldachin. An diesem ist oben der Doppeladler als Verweis auf das bestehende Kaiserreich angebracht. Ferner trägt er eine abendländische Krone. Sein Thron steht auf Waffen. Ihm gegenüber befindet sich links das Tier mit den großen eisernen Zähnen, bronzenen Klauen und zehn Hörnern. Eines der Hörner trägt ein Gesicht. Auch hier befindet sich im Hintergrund eine Stadt im Gebirge.

Die Große Ratsstube

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die Große Ratsstube liegt am westlichen Ende des 1328-32 errichteten Erweiterungsbaus. Sie wurde mehrfach neu ausgestattet, so 1459/60, 1570-72, als sie vertäfelt wurde, 1681, 1719 und 1911/13, als die heute sichtbare Deckenbemalung entstand. Anlass der Neuausstattung von 1570 bis 1572 war vermutlich die Wiedergewinnung der Reichsfreiheit unter Kaiser Karl V. 1548. Diese Ausstattung ist erhalten bis auf einen Bereich an der Ostwand, wo 1911-13 die ältere Raumausstattung freigelegt wurde.[13]

Beschreibung

Die leicht querrechteckige Große Ratsstube nimmt die gesamte Breite des Anbaus ein. Sie hat drei Fenster an der Südseite und zwei an der Nordseite, von denen das nordöstliche heute zugesetzt ist. Vor den Wänden verläuft eine umlaufende Sitzbank. Vor der Nordwand zwischen den Fenstern stand ehemals ein Kachelofen. Der Raum wird von der Ratshalle im Osten durch eine Tür an der Nordostecke betreten. Die Wände ziert mit Ausnahme der weitgehend wieder freigelegten Bohlenwand im Osten bis auf halbe Höhe eine Vertäfelung, die der Schreiner Georg Hecht 1571 fertigte. Sie wird vertikal von kannelierten Pilastern gegliedert. Auch die Kassettendecke mit zwei Unterzügen und das Eingangsportal stammen von Hecht 1571. Unter der Stube befindet sich eine Steinofen-Luftheizung von 1328.[14]

Die Malerei vor 1500

 
Die Malerei vor 1500 an der Ostwand der Großen Ratsstube

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

An der Westwand sind Reste einer älteren Ausstattung der Stube freigelegt. Die Malerei wurde 1459/60 von dem Maler Tielemann auf breite Bohlen gemalt. Aufgrund der Mode des späten 15. Jahrhunderts der Figuren kann davon ausgegangen werden, dass die Malerei um 1500 modernisiert wurde. Sie ist bereits 1571 verdeckt und erst 1911 wieder entdeckt worden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich ihr Figurenzyklus ehemals auf alle vier Wände erstreckte. Eventuell war die Große Ratsstube ursprünglich eine Bohlenstube.[15]

Beschreibung und Ikonographie

Zu sehen sind vier annähernd lebensgroße paarweise aufeinander bezogene Figuren. Es handelt sich von links nach rechts um zwei Landgrafen und vier Burggrafen, die durch Wappen unten im Bild und einer Beschriftung über dem Bild identifiziert werden können. Die Figuren stehen jeweils in einem etwa einen Meter breiten Rahmen. Die Personen sind gleich groß, was als Verweis auf ihre Gleichwertigkeit gedeutet werden kann. Alle tragen eine Kopfbedeckung und lange Mäntel – teilweise mit Pelz besetzt. Es handelt sich um die Landgrafen von Leuchtenberg und von Elsass sowie um die Burggrafen zu Meyborg (Magdeburg), zu Nürnberg, zu Rheineck und zu Stromburg. Darüber steht links „on vier landt graffen“ und rechts „on vier burck graffe“. Unter den Bildern erblickt man Rankenwerk mit Trauben. Aus der Beschriftung geht hervor, dass ehemals nicht nur vier Burggrafen, sondern auch vier Landgrafen zu sehen waren. Sehr wahrscheinlich war daher ehemals der ganze Raum mit der Quaternion des Heiligen Römischen Reiches ausgestattet.[16]

Die Quaternion stellte in Vierergruppen das ganze Reich dar. Unterhalb von Kaiser und Kurfürsten gab es mehrere Vierergruppen, die von den Herzögen über Markgrafen, Landgrafen, Burggrafen, Grafen, Ritter, Freie, Städte, Dörfer, Burgen bis hin zu den Bauern die weltlichen Stände des Reiches abbilden. Diese Einteilung festigte sich um 1400. Nach ihr wären die fehlenden Landgrafen die von Hessen und von Thüringen gewesen. Die Mitglieder der Gruppen waren nicht genau festgelegt. Meist handelte es sich um die Herzöge von Braunschweig, Bayern, Schwaben und Lothringen, bei den Markgrafen um jene von Mähren, Brandenburg, Meißen und Baden, bei den Grafen um die von Kleve, Savoyen, Schwarzburg und Zilli, bei den Rittern um die von Andlau, Weissenbach, Fraunberg und Stromdeck, bei den Edlen um die von Limpurg, Westerburg, Thusis und Aldenwalden, bei den Städten um Augsburg, Metz, Aachen und Lübeck, bei den Burgen um Magdeburg, Luxemburg, Rotenburg und Altenburg, bei den Dörfern um Bamberg, Ulm, Hagenau und Schlettstatt und bei den Bauern um Köln, Regensburg, Konstanz und Salzburg. Die Quaternionen waren ein realitätsfernes Konstrukt ohne Bezug zur Reichsverfassung, bis in das 17. Jahrhundert hinein aber weit verbreitet.[17]

Die Westwand mit dem Kaiser und den Kurfürsten sowie den Quaternionen

 
Die Westwand der Großen Ratsstube mit dem Kaiser und den Kurfürsten sowie den Quaternionen

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei an der Westwand stammt gemäß der Inschrift von 1572. Maler war Bernhard Stephan, der die malerische Neuausstattung der Stube von 1570 bis 1572 erstellte. Diese Malerei ist bald darauf den veränderten rechtlichen Gegebenheiten im Alten Reich angepasst worden. Nach 1648 wurde wohl durch Hans Rupprecht der König von Böhmen in den Kurfürsten von Bayern umgewandelt, da nun auch Bayern im Kurfürstenkollegium vertreten war. Auch die Inschriften wurden angepasst. 1681 und 1719 wurde die Malerei restauriert. 1791 verdeckte man die Malerei und tapezierte sie 1874 weiß über. Erst 1912 wurde sie wieder freigelegt und 1913 restauriert.[18]

Beschreibung und Ikonographie

Oberhalb der Wandvertäfelung werden Kaiser Maximilian II. und die sieben Kurfürsten des Reiches gezeigt. Links sind die drei geistlichen Kurfürsten dargestellt, rechts die vier weltlichen. Der Kaiser befindet sich in der Mitte. Die Figuren sind mittels Wappen und Inschriften zu identifizieren, wobei die Inschriften aus dem 17. Jahrhundert stammen. Der Schriftzug über dem König von Böhmen wurde ersetzt durch einen Verweis auf den Bayerischen Kurfürsten. Die Personen befinden sich scheinbar in einem Innenraum, der durch kannelierte Pilaster ausgezeichnet ist. Sie sind alle im Hüftstück in Amtstracht dargestellt. Die Kurfürsten stehen vor einer Rückwand mit Vorhang, über der eine Öffnung den Blick auf einen blauen Hintergrund (den Himmel?) freigibt. Sie blicken im Dreiviertelporträt alle zum Kaiser in der Mitte. Dieser sitzt auf einem Thron zwischen gedrehten Säulen, aus denen Hermen emporwachsen. Diese halten den Kaiserlichen Doppeladler mit Habsburgischem Bindenschild vor der Brust über den Kopf Maximilians II. Über und unter der Porträtfolge sind jeweils in der Art eines Frieses Wappen angebracht, die zu Vierergruppen zusammengefasst und beschriftet sind. Sie beziehen sich auf die Quaternionen des Heiligen Römischen Reiches. In der oberen Reihe erfolgt die Beschriftung auf zwei Schriftbändern. Das obere bezeichnet die Wappen, das untere nennt die Vierergruppe, die diese Wappen repräsentieren sollen. Oben werden links die Städte präsentiert: Augsburg, Metz, Aachen, Lübeck. Es folgen rechts daneben die vier Bauern: Köln, Regensburg, Konstanz, Salzburg. Die vier Herzöge (hier als Säulen des Reiches bezeichnet) sind rechts und links des Kaisers in der Mitte angeordnet. Links sind die Wappen von Schwaben und Braunschweig angeordnet. Hier erfolgt die Bezeichnung der Wappen auf einem flatternden Schriftband. Rechts des Kaisers sind Bayern und Lothringen analog dargestellt. Die Bezeichnung der Gruppe ist zweigeteilt. Links des Kaisers steht „DIE VIER“ und rechts „SEVLEN“. Die Wappenfolge setzt sich fort mit den vier Burgen des Reiches: Magdeburg, Luxemburg, Rotenburg und Altenburg und findet ihren Schluss mit den Dörfern: Bamberg, Schlettstadt, Hagenau und Ulm. Unter den Kurfürsten erfolgt die Kennzeichnung der Wappen mit einer Beschriftung direkt auf dem Schild. Darüber ist auf einer Art Brüstung, hinter der die Kurfürsten zu stehen scheinen, die jeweilige Vierergruppe genannt. Es sind von links nach rechts die Freien Limpurg, Thusis, Westerburg und Aldenwalden, die Burggrafen von Stromberg, von Rieneck, von Magdeburg und von Nürnberg, die Markgrafen von Baden, von Meißen, von Brandenburg und von Mähren. Rechts des Kaisers folgen die Landgrafen von Thüringen, von Elsass, von Hessen und von Leuchtenberg, die Grafen von Kleve, von Savoyen von Schwarzburg und Zilli sowie zuletzt ganz rechts die Ritter zu Andlau, Weissenbach, Fraunberg und Stromdeck.[19]

Programm

So wird an der Westwand gegenüber den Eintretenden das Reich in allen seinen föderalen Gliedern dargestellt. Die Malerei knüpft damit an die Malerei des 15. Jahrhunderts an, die ebenfalls die Einteilung des Reiches in Vierergruppen ins Bild gesetzt hatte.[20]

Kaiser Maximilan II.
 
Kaiser Maximilan II.

Beschreibung und Ikonographie

Kaiser Maximilian II. sitzt auf einem Thron zwischen gedrehten Säulen, aus denen Hermen emporwachsen. Diese halten den Kaiserlichen Doppeladler mit Habsburgischem Bindenschild vor der Brust über den Kopf des Kaisers. Überfangen wird sein Sitz von einem Rundbogen, auf dem „MAXIMILIANUS II ROMAN IMPERATR“ zu lesen ist. In den Ecken ist die Malerei datiert mit „15“ links und „72“ rechts. Der Kaiser trägt die Hauskrone. Seine rechte Hand umfasst das Zepter, seine linke hält den Reichsapfel.[21]

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung des Kaisers lehnt sich eng an ein Flugblatt von Michael Peterle aus dem Jahr 1568 an.[22]

Die geistlichen Kurfürsten
 
Die geistlichen Kurfürsten

Beschreibung und Ikonographie

Die drei geistlichen Kurfürsten von Mainz, Trier und Köln sind in vollem Ornat dargestellt. Sie stehen vor einer Rückwand mit Vorhang und blicken im Dreiviertelporträt nach rechts. Als Reichskanzler für Deutschland, für Burgund und für Italien halten sie als Attribut jeweils ein Schriftstück in Händen.[21]

Die weltlichen Kurfürsten
 
Die weltlichen Kurfürsten

Beschreibung und Ikonographie

Die vier weltlichen Kurfürsten sind im vollen Ornat dargestellt. Sie stehen vor einer Rückwand mit Vorhang. In ihrer linken Hand halten sie jeweils ihr Kurschwert. Sie blicken im Dreiviertelporträt alle nach links. In ihrer rechten Hand tragen sie jeweils das für sie typische Attribut: Der Kurfürst von Bayern hält eine Krone, der Kurfürst von der Pfalz einen Reichsapfel, der Kurfürst von Sachsen ein Schwert und der Kurfürst von Brandenburg ein Zepter.[23]

Die Tugenddarstellungen der Fides, Caritas, Spes, Justitia, Prudentia, Fortitudo, Temperantia

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Personifikationen der Tugenden sind zwischen 1570 und 1572 von Bernhard Stephan geschaffen worden. Sie wurden 1681 und 1719 restauriert bzw. erneuert. Die Malerei wurde 1791 verdeckt und 1847 weiß übertapeziert. Erst 1912 entdeckte man sie wieder. 1913 wurde sie restauriert bzw. durch Neuausmalungen ersetzt.[24]

Beschreibung und Ikonographie

An der Nord- und Südwand sind beiderseits und zwischen die Fenster Personifikationen der drei theologischen Tugenden Fides, Spes, Caritas und der vier Kardinaltugenden Fortitudo, Justitia, Temperantia, Prudentia gemalt. Sie sind in Kartuschen beschriftet. An der Südwand handelt es sich von links nach rechts um den Glauben mit Kelch, die Gerechtigkeit mit Schwert und Waage, die Mäßigkeit mit Schale und Krug wie auch um die Nächstenliebe mit Kindern. An der Nordwand sind es die Hoffnung mit Anker, die Klugheit mit Spiegel (zerstört) und Schlage sowie die Stärke mit zwei Säulen. Alle Darstellungen sind architektonisch gerahmt und von Girlanden überfangen oder umgeben. Ferner erblickt man am oberen Abschluss der Nord- und Südwand die zwölf Tierkreiszeichen sowie Darstellungen der Planetengötter.[25]

Die Wandbemalung über der Eingangstür

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Über der Tür sind heute zwei Fassungen nebeneinander zu sehen. Die Stadtansicht wurde vermutlich 1459/60 vom Maler Tielemann geschaffen oder entstand während der Überarbeitung der Malerei gegen 1500. Die übrige Malerei ist 1570-72 von Bernhard Stephan erstellt worden. 1681 und 1719 wurde sie restauriert und 1791 verdeckt. Nach ihrer Freilegung 1912 wurde die Malerei 1913 restauriert und ergänzt.[24]

Beschreibung und Ikonographie

Direkt über der Tür ist eine freigelegte gotische Stadtansicht zu sehen. Auf dieser lagern die 1570/72 gemalten Figuren von Adam und Eva. Sie halten Palmwedel in den Händen. Über ihnen erblickt man Rollwerk mit Festons, in denen sich zwei Putten befinden. Die eine hält einen Kelch, die andere einen Teller mit Obst. Zwischen den beiden wölbt sich ein Band, auf dem der Maler seine Arbeit signiert hat: „BERNHART STEFFAN“. Darüber ist wieder eine ovale Kartusche gemalt mit einem Hinweis auf die Renovierung des 17. Jahrhunderts: „RENOVATVM ANNO 1681“. Ganz oben in den Ecken befinden sich zwei Medaillons mit Köpfen en Face.[26]

Die verlorene Wandmalerei der Ostwand

Beschreibung und Ikonographie

In einem Inventar von 1638 wird die Malerei der Ratsstube beschrieben. Danach befand sich an der Ostwand eine Darstellung des weisen Urteils König Salomons.[27]

Das Bildprogramm der Großen Ratsstube

 
Die Große Ratsstube nach Süden

Das Bildprogramm der Großen Ratsstube stellt insgesamt den real im Raum anwesenden Rat in einen Rahmen, in dem er als Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation an dessen Regierung mitwirkt und unter den Einfluss der Tugenden zu weisen Urteilen kommt.

Das Bildprogramm der Großen Ratsstube

Das Bildprogramm der Großen Ratsstube stellt insgesamt den real im Raum anwesenden Rat in einen Rahmen, in dem er als Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation an dessen Regierung mitwirkt und unter den Einfluss der Tugenden zu weisen Urteilen kommt.

Die Alte Kanzlei

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die so genannte Alte Kanzlei befindet sich in der 1569/70 unter der Leitung von Baumeister Liberius Schnabel und Hans Rinke erfolgten Osterweiterung des Rathauses. Die Wandverkleidung ist an einem Paneel durch dessen Inschrift auf 1570 datiert. Die hölzernen Giebel über den Wandschränken an Nord- und Westwand sind zudem jünger als die übrige Holzarchitektur. Im 19. Jahrhundert wurden die Wandnischen umgestaltet. DieWandvertäfelung ist weitgehend original und vollständig erhalten, die Wandbank jedoch modern.[28]

Beschreibung

Der annähernd quadratische Raum liegt an der Südostecke des Anbaus und hat zwei Fenster nach Süden und eines nach Osten. Er hat ein Kreuzgratgewölbe und wird im Westen direkt aus der Ratshalle betreten. Die Wände sind zum Gewölbeansatz vertäfelt. Kannelierte Pilaster gliedern die Täfelarbeit vertikal. Vor sie ist eine umlaufende Sitzbank montiert. In die Vertäfelung integriert sind zwei Wandschränke an der Nord- und Westwand sowie die Türen, die alle mit Dreiecksgiebeln abschließen.[29]

Die Malereifragmente

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Es lassen sich insgesamt zwei Malereifassungen in der Alten Kanzlei nachweisen. Die erste Fassung aus der Erbauungszeit um 1670 hat sich nur in den Nischen der ursprünglich hölzernen Wandregale erhalten. Die rahmende Malerei der Nischen ist eine Zweitfassung von ca. 1615. Sie erfolgte ungefähr zeitgleich wie die Malerei in den Gewölbekappen. Erst 1912 wurde die Malerei der zweiten Fassung wieder aufgedeckt und restauriert. Es gibt keine Ergänzungen.[30]

Beschreibung und Ikonographie

Die heute sichtbare zweite Fassung ist als Grisaillemalerei auf einem hellen geblichen Fond in Blautönen gemalt. Umrisse sind teilweise mit schwarzen Strichen gezogen, Höhungen erfolgen in Weiß. Die Malerei rahmt heute Einbauten und Fenster. Ferner akzentuiert sie die Gewölbegrate. Ehemals waren aber offenbar weitere Flächen bemalt. Geringe Reste sind in den Gewölbekappen sowie an der Süd- und Ostwand erhalten. Die ornamentale Groteskenmalerei zeigt im Rollwerk üppige vegetabile und florale Elemente, in die in großer Erzählfreude Maskarons, Menschen, Fabel- und Mischwesen sowie Tiere und Vögel von hoher ästhetischer Qualität gesetzt sind. Die Gewölbegrate ziert Blattwerk mit Blumen.[31]

Das Reichsstädtische Archiv

Bau- und Ausstattungsgeschichte

1595/96 wurde durch Christoph Schnabel der Südflügel an das Rathaus angefügt. Im Zwischengeschoss erhielt das seit dem 14. Jahrhundert nachweisbar Reichsstädtische Archiv spätestens ab 1615 seinen Platz. Die drei Räume wurden 1922 und nach 1990 renoviert. Von 2020 bis 2023 erfolgte die Sicherung und Restaurierung des Reichsstädtischen Archivs. Die Räume werden museal präsentiert.[32]

Beschreibung

Die drei Räume des Reichsstädtischen Archivs mit den Raumnummern 1.01, 1.02, 1.03 liegen neun Stufen tiefer als die Ratshalle. An einen annähernd quadratischen, sehr kleinen Vorraum schließen sich zwei bei weitem größere trapezförmige Räume nach Süden an. Die zwei großen sind ähnlich gestaltet mit Kreuzgratgewölben und einer Mittelstütze sowie je zwei Fenstern nach Osten. Rundbogenportale verbinden die Räume miteinander. Die originalen Fensterläden und Türen sind durch Eisenplatten verstärkt. Das Originalmobiliar (Schränke und Truhen) des 17. Jahrhunderts ist ebenfalls erhalten. Der älteste Aktenschrank trägt die Jahreszahl 1614. An Decken und Wänden sind Buchstaben und Symbole gemalt, die sich auf die systematisch aufgestellten Archivalien darunter beziehen.[33]

Die Malereifragmente

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Archivräume sind Ende des 16. Jahrhunderts entstanden, ihre Ausschmückung erfolgte wohl aber erst um 1620 in Seccomalerei auf Putz. Sie nimmt Bezug auf die Einrichtung und ist sehr wahrscheinlich erst nach der Möblierung erfolgt. Die Malerei ist weitgehend erhalten geblieben. Sie wurde später teilweise überarbeitet und 1922 aufgefrischt.[34]

Beschreibung und Ikonographie

Wände und Decken sind mit Kalktünche überzogen. Die malerische Dekoration beschränkt sich weitgehend auf die Gewölbegrate sowie die Fenster- und Türeinfassungen. Es handelt sich überwiegend um ornamentale Grisaillemalereien in Grau- und Blautönen. In Raum 1.02 überwiegen die Grautöne, in Raum 1.03 die Blautöne. Die Rahmungen zeigen Roll- und Beschlagwerk, das vor allem um die Türen üppig mit Blättern, Früchten, Tieren, Fabelwesen, Maskarons, Menschen, Engeln und Cherubimköpfen ergänzt wurde. Hinzu kommen lateinische und griechische Inschriften. In der rechten Laibung des Durchgangs von Raum 1.02 nach Raum 1.01 verweist eine Inschrift auf die Renovierung 1922. Die Gewölbegrate sind in Blau mit Blattwerk geziert. In den Scheiteln sind angedeutete Blattrosetten in rotbräunlichen Farben zu sehen. Teilweise gibt es weitere Rosetten zwischen den Jochen. Auch die gemalten oder realen ‚Sockel‘ der Pfeiler über den Schränken sind von blauer Farbe und zeigen Rollwerk, Maskarons sowie animalische und vegetabile Elemente. An den Gewölbeflächen finden sich ferner große Buchstaben oder Symbole wie Planetenzeichen als Verweis auf die hier archivierten Urkunden und Schriftstücke.[35]

Die Deckenmalerei und Wandmalerei im Mühlhäuser Rathaus

Bedeutung

Bemerkenswert ist die reiche erhaltene malerische Ausstattung aus der Zeit zwischen Schmalkaldischem Krieg und Beginn des Dreißigjährigen Krieges in der Ratsstube (sowie in der Kanzlei und dem Archiv), die sich sonst in den Rathäusern ehemaliger Freier oder Reichsstädte nicht in dieser Art erhalten hat. Ein besonderer Glücksfall ist es, dass auch ältere Malerei des 15. und 14. Jahrhunderts überkommen ist.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Bühner/Sünder, Rathaus, 2000. – Bühner, Peter/Sünder, Martin (Red.): Das Rathaus zu Mühlhausen in Thüringen. Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte (Mühlhäuser Beiträge, Sonderheft 13). Mühlhausen 2000.
  • Bühner/Gliemann/Zeuch, Sanierung, 2000. – Bühner, Peter/Gliemann, Matthias/Zeuch, Stefen: Die Sanierung des Rathauses, in: Bühner, Peter/Sünder, Martin (Red.): Das Rathaus zu Mühlhausen in Thüringen. Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte. (Mühlhäuser Beiträge, Sonderheft 13). Mühlhausen 2000, S. 115-129.
  • Dehio, Thüringen I, 2025. – Dehio, Georg: Thüringen I (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Stephanie Eißing, Franz Jäger und anderen; überarbeitet und erweitert von Kerstin Vogel und anderen. Berlin/Boston 2025.
  • Gliemann, Archiv, 2023. – Gliemann, Matthias P.: Die Sicherung und Restaurierung des Reichsstädtischen Archivs, in: Mühlhäuser Beiträge 46 (2023), S. 349-361.
  • Günther, Rathaus, 1982. – Günther, Gerhard: Mühlhausen. Thomas-Müntzer-Stadt – das Rathaus (Baudenkmale, 39). Leipzig 1982.
  • Schubert, Quaternionen, 1993. – Schubert, Ernst: Die Quaternionen. Entstehung, Sinngehalt und Folgen einer spätmittelalterlichen Deutung der Reichsverfassung, in: Zeitschrift für historische Forschung 20 (1993), S. 1-63.
  • Seib, Repräsentationsräume, 2000. – Seib, Gerhard: Die Repräsentationsräume des Mühlhäuser Rathauses, in: Bühner, Peter/Sünder, Martin (Red.): Das Rathaus zu Mühlhausen in Thüringen. Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte (Mühlhäuser Beiträge, Sonderheft 13). Mühlhausen 2000, S. 130-163.
  • Tipton, Rathausdekorationen, 1996. – Tipton, Susan: Res publica bene ordinata. Regentenspiegel und Bilder vom guten Regiment. Rathausdekorationen in der Frühen Neuzeit (Studien zur Kunstgeschichte, 104). Hildesheim/Zürich/New York 1996.
  • Wagner, Untersuchungen, 2000. – Wagner, Uwe: Restauratorische Untersuchungen an Putzen und Bemalung, in: Bühner, Peter/Sünder, Martin (Red.): Das Rathaus zu Mühlhausen in Thüringen. Beiträge zur Bau- und Kunstgeschichte (Mühlhäuser Beiträge, Sonderheft 13). Mühlhausen 2000, S. 58-66.
  • Archivalien:
  • Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021. – Gröschner, Veit/Kirchner, Lisa: Mühlhausen, Rathaus – Reichsstädtisches Archiv, 1. und 2. Obergeschoss – Innenräume. Baubegleitende restauratorische Befunduntersuchung und Bewertung. Rudolstadt 2021.
  • Hopf, Mühlhausen, 2015. – Hopf, Udo: Bauhistorische Untersuchungen des spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Baubestandes am Rathaus in Mühlhausen/Thür. Gotha 2015.

Einzelnachweise

  1. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 489-490; Bühner/Sünder, Rathaus, 2000; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 362-366; Günther, Rathaus, 1982.
  2. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 489; Günther, Rathaus, 1982, S. 3, 5-8; Bühner/Gliemann/Zeuch, Sanierung, 2000; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 362. Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021, S. 6-7; Hopf, Mühlhausen, 2015.
  3. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Günther, Rathaus, 1982.
  4. Bühner/Sünder, Rathaus, 2000.
  5. Günther, Rathaus, 1982.
  6. Tipton, Rathausdekorationen, 1996.
  7. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490, 6-9; Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 63; Bühner/Gliemann/Zeuch, Sanierung, 2000, S. 115-116; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 130-142; Günther, Rathaus, 1982; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 362. Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021, S. 8; Hopf, Mühlhausen, 2015.
  8. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 130-133; Günther, Rathaus, 1982, S. 5.
  9. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 63; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 135-136. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  10. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 135-136; Günther, Rathaus, 1982, S. 9.
  11. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 60, 63; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 138, 141-142; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 362; Günther, Rathaus, 1982, S. 9. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  12. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 136-138; Günther, Rathaus, 1982, S. 9.
  13. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 147-149; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 363; Günther, Rathaus, 1982, S. 10.
  14. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 147-149; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 363; Günther, Rathaus, 1982, S. 9. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  15. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 147-148; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 363.
  16. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 147; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 363.
  17. Schubert, Quaternionen, 1993.
  18. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 149, 152; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 366. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  19. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 149-151; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 163, 366.
  20. https://www.deckenmalerei.eu/e7de202e-2c51-420a-8e95-924147e30d30#fd55b1bf-ae68-4f3c-95b4-e18608ae528c.
  21. 21,0 21,1 Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 150; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 366.
  22. https://www.graphikportal.org/document/gpo00288830.
  23. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 150-152; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 366.
  24. 24,0 24,1 Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 149, 152. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  25. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 149-150; Tipton, Rathausdekorationen, 1996, S. 366.
  26. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 149-152.
  27. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  28. Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 64-65; Bühner/Gliemann/Zeuch, Sanierung, 2000, S. 117; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 143-144; Günther, Rathaus, 1982, S. 12. Hopf, Mühlhausen, 2015.
  29. Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 143-144.
  30. Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 64-66; Bühner/Gliemann/Zeuch, Sanierung, 2000, S. 117.
  31. Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 65-66; Bühner/Gliemann/Zeuch, Sanierung, 2000, S. 116; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 145-146.
  32. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Gliemann, Archiv, 2023; Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 58; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 154-155; Günther, Rathaus, 1982, S. 12. Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021, S. 9, 21.
  33. Dehio, Thüringen I, 2025, S. 490; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 155; Günther, Rathaus, 1982, S. 12. Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021, S. 9-15, 21.
  34. Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 60; Günther, Rathaus, 1982, S. 12. Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021, S. 9, 21.
  35. Wagner, Untersuchungen, 2000, S. 59; Seib, Repräsentationsräume, 2000, S. 158. Gröschner/Kirchner, Rathaus, 2021, S. 10-15, 21.