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Leipzig, Webers Hof

Aus Deckenmalerei-Lab
Hertzig, Stefan:Leipzig, Webers Hof, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2023, URL: www.deckenmalerei.eu/511e1ca5-e1a9-4ab4-8026-ce9423135c08

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Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Webers Hof zählt zu den bedeutendsten Leipziger Bürgerhausbauten aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg, die noch erhalten sind. Das Gebäude enthält eine hölzerne Felderdecke mit einer dekorativen Bemalung aus der Zeit vom Ende des 17. Jahrhunderts.

Webers Hof

Baugeschichte / Beschreibung

Webers Hof, Hainstraße 3, stellt einen der bedeutendsten Leipziger Bürgerhausbauten aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg dar, die bis heute noch erhalten sind. Der Neubau aus dem Jahre 1662 war durch den Maurermeister Christian Richter errichtet, 1845 durch Friedrich Lüders erweitert und nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg wiederaufgebaut worden. Zwischen 1995 und 1997 erfolgte eine weitere Restaurierung.

Der dreigeschossige, zwölfachsige Bau weist an seiner von Eckrustizierungen gerahmten und sonst schmucklosen Fassade geohrte und profilierte Fenstergewände auf. In der Mitte befindet sich ein zweigeschossiger und zwei Achsen einnehmender Kastenerker, welcher mit 16, mit Füllhörnern, Blattranken und Festons verzierten Holzplatten ausgestattet ist. Neben diesem stellt der vierachsige, zweigeschossige Giebel den einzigen weiteren Dekor der Hausfassade dar: Kleine korinthische Säulenstellungen, verkröpfte Gesimse, dekorativer Zierrat in Form von Festons und grotesken Figuren, sowie Ziervasen, seitliche Voluten und ein abschließender Dreiecksgiebel bilden seinen Schmuck.[1]

Bauwerksabschnitt

Neben einer dreijochigen, kreuzgratgewölbten Haushalle im Erdgeschoss birgt das Haus im zweiten Obergeschoss auch eine hölzerne Felderdecke mit einer dekorativen Bemalung aus der Zeit vom Ende des 17. Jahrhunderts.

Gesamtdecke

Die sich kreuzenden schmalen Balken bilden an der Decke sechs auf vier, annähernd quadratische Felder aus. Auf dunklem Grund sind diese auf dunklem Grund mit reich bewegten, hellgrau wiedergegebenen Akanthusblattranken, die die Abschnitte fast zur Gänze ausfüllen, bemalt.

Bibliographie

  • Dehio, Sachsen II, 1998, S. 523. – Dehio, Gregor: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen II. Regierungsbezirke Leipzig und Chemnitz, München/Berlin 1998, S.523.

Einzelnachweise

  1. Dehio, Sachsen II, 1998, S. 523. Das gequaderte Rundbogenportal stammt aus dem Jahre 1872.