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Langeneß, Bandixwarf, ehem Haus Holtmann

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Langeneß, Bandixwarf, ehem. Haus Holtmann, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/45deeacf-cd1a-44c0-b7fa-deb53bbc8d13

Inventarnummer: cbdd20167

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Im Haus Holtmann gab es ehemals Deckengemälde, die stilisierte Landschaften mit Häusern zeigten, die wohl 1710 geschaffen wurden. Ihr Verbleib ist unbekannt.

Das ehem.Haus Holtmann auf der Bandixwarf auf Langeneß

Kurzbeschreibung und Lage

Die Bandixwarf steht im Osten der Hallig Langeneß.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Haus Holtmann ist gemäß der ehemaligen Inschrift über der Eingangstür 1710 erbaut oder doch zumindest umgebaut worden. Nach der Sturmflut 1962 war das Gebäude so beschädigt, dass es 1966 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Noch Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts war aus einem abgebrochenen Nachbarhaus die Stubendecke aus der Döns auf dem Boden des Hauses Holtmann eingebaut worden. Sie wurde jedoch nach Schleswig geholt ebenso wie eine Wandvertäfelung und eine Stubendecke aus dem Haus Holtmann selbst.[1]

Beschreibung

Das langgestreckte eingeschossige Kapitänshaus mit Krüppelwalmdach und zweigeschossigem Giebel über der Tür verfügte an mehreren Stellen über Anbauten und Erweiterungen. Auf einer Steintafel über der Tür stand geschrieben:

„Wer zu dieser Thür eingeht, sprech' in dem er stille steht: Dies Haus bleib' im Segen steh'n bis die Welt wird untergeh'n B.P. Aō. 1710. S.B.“[2]

Das ehem. Zimmer rechts von der Diele

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die Stube dürfte zusammen mit dem Haus entstanden und auch wieder vernichtet worden sein.

Beschreibung

Die Wohnstube befand sich an der Seite des Hauses in jenem Bereich, in dem ehemals die Post untergebracht war.[3]

Die verlorene Deckenmalerei

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei ist zerstört oder transloziert.[4] Ihr gegenwärtiger Verbleib oder Zustand ist unbekannt.

Beschreibung und Ikonographie

1939 werden „zwei geschnitzte schwere Rocaillerahmen, etwa 163 x 130 cm, jetzt blaugrau gestrichen“ beschrieben, in denen „auf Holz gemalte Landschaften, Häusergruppen, einzelne Bäume und schematisches Laubwerk“ zu sehen waren.[5] Die Rahmen müssen sich zwischen den bezeugten Deckenbalken befunden haben. Die Malerei war bereits damals schlecht erhalten. Die Landschaften zeigten stark stilisierte Bäume mit Zweigen in mehreren Etagen sowie Häuser.[6]

Die ferner benannten Wandmalereireste in Kassetten sowie die Türfüllungen aus dem Raum scheinen eine ähnliche Motivik gehabt zu haben.[7]

Vorlagen und Vergleiche

Die Malerei erinnert an jene aus dem Pesel in Haus Hansen in Morsum.[8]

Bibliographie

  • Literatur:
  • Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939. – Brauer, Heinrich/Scheffler, Wolfgang/Weber, Hans (Bearb.): Die Kunstdenkmäler des Kreises Husum (Die Kunstdenkmäler der Provinz Schleswig-Holstein). Berlin 1939.
  • Röper, Innenraumgestaltung, 1984. – Röper, Gerhard: Die Innenraumgestaltung der ländlichen Profanarchitektur Schleswig-Holsteins vornehmlich des 18. Jahrhunderts. Lüdinghausen 1984.
  • Archivalien:
  • Lühning, Bandixwarf, 1966. — Schreiben von Arnold Lühning an (Carl Heinrich) Seebach im Landesamt für Denkmalpflege vom 05.09.1966., in: Aktenarchiv des Landesamts für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Akte NF Langeneß. Bandixwarf 1-2. ONR 32147.

Einzelnachweise

  1. Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939, S. 144. Lühning, Bandixwarf, 1966.
  2. Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939, S. 144.
  3. Röper, Innenraumgestaltung, 1984, S. 582; Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939, S. 145.
  4. Lühning, Bandixwarf, 1966.
  5. Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939, S. 145.
  6. Röper, Innenraumgestaltung, 1984, S. 582; Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939, S. 145. Lühning, Bandixwarf, 1966.
  7. Röper, Innenraumgestaltung, 1984, S. 578, 580-582; Brauer/Scheffler/Weber, Husum, 1939, S. 145.
  8. https://www.deckenmalerei.eu/70812acf-ac6d-412e-8a13-9d69830463c8.