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Kempten, Fürstäbtliche Residenz

Aus Deckenmalerei-Lab
Dreyer, Angelika:Kempten, Fürstäbtliche Residenz, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2026, URL: www.deckenmalerei.eu/4d518584-b51d-461f-9b21-4dc7cf898c09

Inventarnummer: cbdd10533

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Die Fürstäbtliche Residenz im Stadtzentrum von Kempten ist mit ihrer Doppelhofanlage der erste monumentale Baukomplex im süddeutschen Bereich nach Ende des Dreissigjährigen Krieges. Den hohen kunsthistorischen Rand bezeugen zusätzlich die reich mit Fresken ausgestatteten Prunkräume.

Das Bauwerk

Das längsrechteckige Bautengeviert der fürstäbtlichen Residenz misst im Grundriss 145x43m.[1] Ein mittlerer Quertrakt teilt die Gesamtanlage in annähernd zwei gleich große Innenhöfe, den flächenmäßig etwas größeren, heute sogenannten Residenzhof im Westen und den Konventshof im Osten. Alle Flügel der beiden Höfe stoßen im rechten Winkel aneinander außer die jeweiligen Nordtrakte, die in Richtung Osten in einer nach außen weisenden Schräge verlaufen.

Das äußere Erscheinungsbild der Residenz wird von einem Aufbau aus drei Stockwerken mit Mezzanin bestimmt, welches das gesamte Gebäude gestalterisch vereinheitlicht. Zugleich weisen die Fenstergröße mit ihren unterschiedlich gemalten Rahmungen bereits auf die Rangunterschiede der Innenräume hin.

Das Bautenensemble besitzt an ihren vier Kanten jeweils einen Turm, der in seinem Aufbau eine geometrische Variation zeigt, indem er vom wandhohen quadratischen Block im Dachbereich in die Achteckform wechselt, die von einer Haube mit offener Laterne bekrönt wird.

Der Auftraggeber der Prunkräume: Anselm Reichlin von Meldegg

Den Auftrag für die Anlage und Aussstattung der Prunkräume auf der Südseite des Residenzhofes erteilte der Fürstabt Anselm Reichlin von Meldegg (1679–1747), der dem Fürststift Kempten von 1728 bis 1747 vorstand.[2] Generell kann man von einem Ausstattungszeitraum von ungefähr 10 Jahren, von 1732 bis 1742 aussgehen.

Die Hofkanzlei, der räumliche Auftakt an der Westecke des Südtraktes, war zwar bereits in der Regierungszeit von Meldeggs angelegt worden, die freskale Ausstattung erfolgte allerdings erst unter Fürstabt Rupert von Neuenstein (1736–1793).[3]

Die Künstler: Vater und Sohn der Familie Hermann

Die Hofkanzlei malte Franz Joseph Hermann (1738–1806) aus, Sohn des am Kemptener Fürststift tätigen Hofmalers Franz Georg Hermann (1692–1768), der die fürstäbtlichen Prunkräume ausstattete.

Einen wesentlichen Anteil an der räumlichen Gesamtwirkung haben die Stukkaturen "von Johann Schütz und Abraham Bader unter Beteiligung von Franz und Johann Bader, Anton Rauch und Johann Georg Üblherr."[4]

Das Prunk-Appartement

Das Prunk-Appartement erstreckt sich im 2. Obergeschoss an der Südseite des Residenzhofes, beginnend an der Westseite mit der Hofkanzlei und setzt sich über das Schlaf-, Tag-, Audienzzimmer, den Vorsaal bis in den Thronsaal fort.

Die Hofkanzlei


Das zentrale Deckenbild: Ester vor Ahasver


Die nordwestliche Nebenszene: Esters Gelage


Die südöstliche Nebenszene: Haman in peinlicher Situation


Die südwestliche Nebenszene: Esters Gebet


Die nordöstliche Nebenszene: Die Erhängung Hamans


Das Turmzimmer der Hofkanzlei

Das Turmzimmer befindet sich im südwestlichen Turm und ist von der Hofkanzlei aus zugänglich.

Das Deckenbild: Triumph des Mordechai


Der Vorraum des Schlafzimmers

Das Schlafzimmer besteht aus zwei gestalterisch voneinander separierten Raumeinheiten, dem Vorraum und dem Alkoven.

Das zentrale Deckenbild: Jakobs Traum von der Himmelsleiter


Die südwestliche Nebenszene: Jakobs Begegnung mit dem Engel


Die nordwestliche Nebenszene: Begegnung Jakobs mit Rahel


Die nordöstliche Nebenszene: Jakobs Kampf mit dem Engel


Die südöstliche Nebenszene: Jakobs Aussöhnung mit Esau


Der Bozzetto für das zentrale Deckenbild


Die Westwand


Die Supraporte: Der Schmerzensmann


Die Südseite: Der Tod Annas


Die Nordseite: Der Tod Joachims


Die Ostwand


Die Supraporte: Die Schmerzensmutter


Die Südseite: Der Tod Josephs


Die Nordseite: Der Tod Mariens


Der Alkoven des Schlafzimmers


Das Deckenbild: Ein Wolkenhimmel


Die nordwestliche Nebenszene: Der Tod des Hl. Benedikt


Die nordöstliche Nebenszene: Der Tod der Hl. Scholastika


Das Tagzimmer


Das zentrale Deckenbild: Der Weg der christlichen Seele in den Himmel


Die südwestliche Nebenszene: Der Glaube an die katholische Kirche


Die nordwestliche Nebenszene: Zerknirschung des Herzens und Fasten


Die nordöstliche Nebenszene: Die Mildherzigkeit


Die südöstliche Nebenszene: Die Wachsamkeit


Der Bozzetto für das zentrale Deckenbild


Die Westwand


Die südliche Supraporte: Die Tollheit


Die nördliche Supraporte: Die Unmäßigkeit


Das Wandgemälde: Die Klugheit


Die Nordwand


Die Supraporte: Eine Mondlandschaft


Das westliche Wandgemälde: Die Mäßigkeit


Das östliche Wandgemälde: Die Gerechtigkeit


Die Ostwand


Die nördliche Supraporte: Die Ungerechtigkeit


Die südliche Supraporte: Die Furchtsamkeit


Das Wandgemälde: Die Starkmut


Das Audienzzimer


Das zentrale Deckenbild: Salomon und die Königin von Saba


Die südwestliche Nebenszene: Die Friedfertigkeit


Die nordwestliche Nebenszene: Der Eifer für die gerechte Sache


Die nordöstliche Nebenszene: Die Aufrichtigkeit


Die südöstliche Nebenszene: Die Nichtigkeit der Reichtümer


Die Westwand


Die südliche Supraporte: Die Grausamkeit


Die nördliche Supraporte: Die Habsucht


Die Ostwand


Die südliche Supraporte: Die Trägheit


Die nördliche Supraporte: Die Lüge


Die Nordwand


Die westliche Supraporte: Eine Ruinenlandschaft


Die östliche Supraporte: Eine Ruinenlandschaft


Der Vorsaal


Die Westwand


Trophäe (Schild mit Löwenfell umgeben von Waffen und Feldzeichen)


Trophäe (Brustpanzer mit Helm umgeben von Waffen und Feldzeichen)


Die Nordwand


Trophäe (Militärmusikinstrumente mit Waffen und Feldzeichen)


Die Ostwand


Trophäe (Schilde mit Helm vor Waffen, Feldzeichen und Militärblasinstrument)


Trophäe (Rüstungsteile mit Helm vor Waffen und Feldzeichen)


Der Durchgang zum Thronsaal


Das Deckenbild: Eine Perspektivmalerei mit zwei Putten


Der Thronsaal


Das Deckenbild: Die Verherrlichung des Fürststifts


Die Westwand


Die südliche Supraporte: Das Erz-Truchsessamt


Die nördliche Supraporte: Das Erz-Schenkenamt


Die Ostwand


Die nördliche Supraporte: Das Erz-Marschallamt


Die südliche Supraporte: Das Erz-Kämmeramt


Die Südwand


Das westliche Sockelbild: Ein liegender und stehender Putto

Unterhalb der Stuckfigur der Weisheit ist im Sockelbereich der Wand ein kartuschenähnliches Bild angebracht.

Das östliche Sockelbild: Zwei miteinander kämpfende Putti

Unterhalb der Stuckfigur der Stärke ist im Sockelbereich der Wand ein kartuschenähnliches bild angebracht.

Die Nordwand


Das östliche Sockelbild: Ein Putto kämpft mit Schlangen

Unterhalb der Stuckfigur der Liebe ist im Sockelbereich der Wand ein kartuschenähnliches Bild angebracht.

Das westliche Sockelbild: Ein sitzender Putto

Unterhalb der Stuckfigur der Friedfertigkeit ist im Sockelbereich der Wand ein kartuschenähnliches Bild angebracht.

Die Bibliothek

Die räumlichen Dimensionen der Bibliothek bemisst sich auf 10,77 m in der Länge, auf 7,23 m in der Breite und weist eine Höhe von 3,54 m auf.

Der funktionale Zusammenhang der Bibliothek ist nicht erforscht, weshalb ihre Zugehörigkeit zu den Prunkräumen problematisiert werden muss.

Aufgrund der stilistischen Datierung um 1730[5] fällt die Raumanlage in die Zeit der Auftraggeberschaft von Fürstabt Anselm von Reichlin. Ihr direkter funktionaler Kontext zu den etwas später ausgestatteten Prunkräumen, deren Gesamterscheinung einen völlig anderen Charakter aufweist, ist bisher nicht erschlossen und einordbar.

Die östliche Deckenseite
Kempten, Residenz

An der Ostseite der Decke sind insgesamt zwei Bildfelder mit Fresken (Deckenmitte und Nordseite) versehen. Das dritte Bildfeld an der Südseite wurde nicht ausgeführt.

Das mittlere Deckenbild: Ein lesender Putto

In einem offenen Bibliotheksraum, der mit einem Regal voller Folianten bestückt ist, wird ein sitzender Putto beim hochkonzentriertem Lesen gezeigt. Mit aufgestützem Kopf und Brille stellt er die Klein-Version eines Gelehrten dar, den sein Sonnenhut vor der herrschenden Hitze schützen muss. Der Putto liest angestrengt in einer Publikation, deren Autor mit Strykius benannt wird. Latinisiert ist damit der deutsche Jurist Samuel Stryk (1640–1710) gemeint. Neben dem vertieftem Studium der Jurisprudenz wird mit der Armillarsphäre zusätzlich ein weiteres Beschäftigungsgebiet veranschaulicht und die geistige Spannweite von irdischer und himmlischer, oder mikro- und makrokosmischer Interessenslage (des Auftraggebers) angedeutet.

Das nördliche Deckenbild: Ein Putto weist eine Münze vor

Aus der Schublade eines Münzschrankes hat ein Putto mit Perücke und blauem Umhang eine Münze herausgenommen und weist sie stolz dem im Raum anwesenden Betrachter vor. Somit wird der Putto zum Repräsentanten des Sammelns, Aufbewahrens und Erforschens von Münzen, einer Leidenschaft, die sich parallel zu der Anlage von Kuriositätenkabinetten verstärkt ab dem 16. Jahrhundert entwickelte.

Bezogen auf die damalige Funktion der Bibliothek könnte dies auf eine thematisch hybride Nutzung des Raumes hinweisen, ein Umstand, der in der Frühen Neuzeit nicht ungewöhnlich, sondern eher selbstverständlicher Usus war.

Der Auftraggeber des Gäste-Traktes: Engelbert von Syrgenstein

Im Zeitraum von 1758–1760 gab Fürstabt Engelbert von Syrgenstein (1694–1760) den Gäste-Trakt in Auftrag.[6] Aus der Vielzahl der Räumlichkeiten sind drei Zimmer funktional bestimmbar: der Vorraum des Roten Gästezimmers sowie das Rote und Grüne Gästezimmer.

Der Gäste-Trakt

Der Gäste-Trakt befindet sich an der Südseite des Konventshofes. Seine Bezeichnung leitet sich von der funktionalen Bestimmung dreier Räume ab, die dem Empfang und weiteren Aufenthalt der fürstäbtlichen Gäste dienten.

Das Vorzimmer des Roten Gastzimmers

Das westlich des Roten Gästezimmers gelegene Vorzimmer unterteilte man in jüngerer Zeit in zwei Hälften. Von der ursprünglichen Ausstattung ist lediglich eine Supraporte über der Osttüre erhalten.

Die Supraporte über der Osttüre: Ein Blumenbouquet

Die Supraporte zeigt ein üppiges Blumenbouquet, das in einem geflochtenem Korb an der Bildvorderseite zu sehen ist. Zu beiden Seiten befinden sich rückwärtig, und, insgesamt strukturell gesehen, eine symmetrische Einheit bildend, jeweils eine bronzierte Vase, die mit einer Lilie und üppigem Blattwerk versehen ist.

Das Rote Gastzimmer

Das Rote Gastzimmer hat eine Länge von 8,20 seine Breite beträgt 6,58 und seine Höhe 3,83 m. Belichtet wird es von zwei Südfenstern. Drei Türen erschließen den Zugang zum Gang (Nordseite), zum Vorzimmer (Westseite) und zum benachbarten Grünen Gastzimmer (Ostseite).

Die Westwand


Die Supraporte: Obelisk, Triumpharchitektur und Kirchenbau

Die Supraporte versammelt drei verschiedene Architekturtypen, die verschiedenen Epochen zuzuordnen sind. Dem äygyptischen Kulturkreis entstammt der Obelisk bildlinks und das aufwändig mit Säulen bestückte Bauwerk repräsentiert allgemein die antik-römische Zeit. Im Bildhintergrund ist ein längsgerichteter Kirchenbau mit Vierungskuppel als Ausdruck christlicher Baukultur erkennbar.

Die Nordwand


Die Supraporte: Brunnen in einer Schlossarchitektur


Die Ostwand
Die Supraporte: Schlossarchitektur


Das Grüne Gastzimmer

Das Grüne Gastzimmer misst 9,17 m in der Länge 6,64 m in der Breite und weist eine Höhe von 3,93 m auf. Zwei Südfenster belichten den Raum und drei Türen führen in die anschließenden Räume: auf der Nordseite in den Gang, auf der Westseite in das Rote Gastzimmer und auf der Ostseite in das funktional nicht näher bestimmbare Zimmer.

Die Westwand
Die Supraporte: Landschaft mit Wasserfall und mittelalterlicher Wehranlage


Die Nordwand


Die Supraporte: Landschaft mit Weiher und Tempelruine


Die Ostwand


Die Supraporte: Landschaft mit Wasserfall und Stadtansicht


Der Auftraggeber des Wappensaales: Roman Giel von Gielsberg

Den Auftrag zur Ausstattung des Wappensaales erteilte Fürstabt Roman Giel von Gielsberg (1612–1673), der von 1639 bis zu seinem Tod Fürstabt von Kempten war. [7]

Der nördliche Konventsflügel (Teil 1)

Der Ausbau der Klostergebäude entstand im Zeitraum ab 1651 und dehnte sich bis in die Zeit um 1670.[8]

Der Wappensaal

Der Wappensaal ist der größte Raum innerhalb der gesamten Kemptener Residenz. Mit einer Länge von knapp 14 (13,98) m, einer Breite von 6,41 und einer Höhe von 6,43 m erstreckt er sich über eineinhalb Geschosse. Im Mezzaningeschoss befinden sich vier längsrechteckige Fenster, die zusammen mit den vier Hauptfenstern jeweils eine hohe Lichtbahn bilden. Dieses fällt vom Süden aus dem Konventsinnenhof ein und gibt dem Saal reichlich Helligkeit.

Die beiden Türen führen zum Nordgang.

Das zentrale Deckenbild: Die Verklärung Christi

Das Deckenbild ist in einen achteckigen Rahmen eingepasst. Es hat eine Gesamtlänge von knapp 4 Meter (3,99m) und eine Breite von 2,41m. Die Ausrichtung des Deckenbildes erstreckt sich von Ost nach West. Die Komposition ist zweiteilig aufgebaut und damit in ihrer Hauptaussage schnell erfassbar. Das "stark erneuerte Fresko der Verklärung Christi" [1] erlaubt hingegen keine genauere Bildanalyse.

Der Auftraggeber der nordöstlichen Gang-Ausmalung: Rupert von Bodman

Die Ausmalung der beiden östlichen Jochabschnitte des Nordganges (Konventhof) gab Fürstabt Rupert von Bodman (1646–1728) in Auftrag, der ab 1678 die Leitung der Fürstabtei innehatte und als einziger aller Fürstäbte eine 50-jährige Amtszeit erlebte.[9]

Der nördliche Konventsflügel (Teil 2)

Der Ausbau der Klostergebäude entstand im Zeitraum ab 1651 und dehnte sich bis in die Zeit um 1670.[8] Die Ausmalung der beiden nordöstlichen Jocheinheiten des Ganges erfolgte um 1700.

Der Nordgang

Der Nordgang untergliedert sich in zwei Joche mit einem Kreuzgratgewölbe, das die Decke in sieben Gewölbekappen unterteilt (zwischen den beiden Jochen ist kein Gurtbogen eingezogen, so dass die zentrale Gewölbekappe in beide Joche hineinreicht). Diese bemalten Gewölbefelder werden um je ein Bildfeld an der östlichen und südlichen Schildwand ergänzt. Ebenso ist an der Nordwand noch die Pfeiler- und Wandbemalung zu sehen, die sich ursprünglich auch über die anderen Wandseiten fortsetzte.

Die zentrale Gewölbekappe mit Emblem: Raro conveniunt


Die Ostseite
Die östliche Gewölbekappe mit Emblem: Cum lenitate severitas


Die östliche Schildwand mit Emblem: Viam affectat Olympo


Die Südseite
Die südöstliche Gewölbekappe mit Emblem: Plorat priusquam feriat


Die südwestliche Gewölbekappe mit Emblem: Armata clementia


Die südwestliche Schildwand mit Emblem: Jactor, non mergor


Die Westseite
Die westliche Gewölbekappe mit Emblem: Hic regit, ille tuet


Die Nordseite
Die nordwestliche Gewölbekappe mit Emblem: Co.rigit et ...git


Die nordöstliche Gewölbekappe mit Emblem: Delectat serenum


Die nischenbildenden Wandpfeiler mit aufgemalter Pfeilerkolonnade und Ausblick

Die Nordwände beider Joche haben keine flachen Raumabschlüsse, sondern sind als den Gang räumlich erweiternde Nischen gebildet. Die rückwärtigen Fensterwände sind mit Ornamenten bemalt, während die nischenbildenden Wandpfeiler von einer aufgemalten Pfeilerkolonnade mit Sockelbrüstung aufgefasst sind, die einen Ausblick in eine Phantasielandschaft mit blauem Himmel zeigen.

Bibliographie

  • Böhm, Hermann, 1968 — Böhm, Cordula: Franz Georg Hermann. Der Deckenmaler des Allgäu im 18. Jahrhundert (=Dissertation München, LMU, 1968, Manuskript), o.O.
  • Bushart/Paula, Schwaben, 2008 — Bushart, Bruno/Paula, Georg: Bayern III. Schwaben (=Dehio, Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben), München/Berlin 2008 (2. Auflage)
  • Herzog von Württemberg, Kempten, 1990 — Herzog von Württemberg, Alexander: Stadt Kemten. Ensembles, Baudenkmäler, Archäolgische Geländedenkmäler (=Denkmäler in Bayern, Band 85:7, Schwaben, kreisfreie Städte. Stadt Kempten), München/Zürich 1990
  • Klingmann, Porträtgalerie, 2019 — Klingmann, Brigitte: Die Porträtgalerie der Fürstäbte des Fürststiftes Kempten (=von Böck, Franz-Rasso/Weber, Gerhard (Hgg.): Allgäuer Forschungen zur Archäologie und Geschichte 4), Friedberg 2019
  • online

Einzelnachweise

  1. Böhm, Hermann, 1968, S. 65.
  2. Klingmann, Porträtgalerie, 2019, S. 212–229.
  3. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rupert_von_Neuenstein&oldid=229183331; Klingmann, Porträtgalerie, 2019, S. 257–265.
  4. Bushart/Paula, Schwaben, 2008, S. 566.
  5. Bushart/Paula, Schwaben, 2008, S. 568.
  6. Bushart/Paula, Schwaben, 2008, S. 568; https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Engelbert_von_Syrgenstein&oldid=225442784.
  7. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Roman_Giel_von_Gielsberg&oldid=225394847; Klingmann, Porträtgalerie, 2019, S. 167–181.
  8. 8,0 8,1 Bushart/Paula, Schwaben, 2008, S. 559–560, 565–566.
  9. https://de..wikipedia.org/w/index.php?title=Rupert_von_Bodman&oldid=222753180; Klingmann, Porträtgalerie, 2019, S. 195–211.