Hofhegnenberg, Schlosskapelle St Maria

Dreyer, Angelika:Hofhegnenberg, Schlosskapelle St. Maria, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/0eb2f594-2d57-4831-9ad6-bb11aee89c3a

Inventarnummer: cbdd10309

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Schloss Hofhegnenberg mit der Kapelle St. Maria gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Landkreises Aichach-Friedberg. Es zeugt zugleich von der lehenstechnischen Versorgung eines wittelsbachischen Bastards wie dem Entstehen und der Blüte einer Wallfahrt nach dem 30-jährigen Krieg.

Hofhegnenberg: Lage, Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte

Lage

Das Schloss Hofhegnenberg, etymologisch betrachtet ein „umhegter Berg“,[1] hat von seiner ursprünglichen Gesamtwirkung, bevorteilt durch seine geologisch bedingte Hügellage und Positionierung am Ortsrand von Steinbach bis heute nichts wesentliches eingebüßt. Schloss Hofhegnenberg blieb über die Jahrhunderte hinweg, trotz zeitgemäßer Veränderungen von Dorf und Schloss, eine „augenfällige Landmarke des Lechrains und [...] [ein wahres] Schmuckstück des Landkreises.“[2]

Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte

„Die Entstehung dieses Herrschaftskomplexes hängt wohl mit den gegen Ende des 12. Jahrhunderts auftretenden staufischen Ministerialen von Althegnenberg zusammen [...].“[3] „Der Herrschaftskomplex der zur Hofmark Hofhegnenberg gehörigen Dörfer lässt sich zum ersten Mal im Jahr 1399 quellenmäßig erfassen [...].“[3] „Das Schloss [...] hat sich aus einer Burganlage entwickelt, die dem Typ der in [...][dieser] Gegend höchst seltenen Kastellburg zuzurechnen ist.“[4]

Es war seit 1442 erstmals im Besitz der bayerischen Herzöge, die sie „durch adelige Pfleger verwalten [ließen].“[5] Dieser Umstand bleibt für die folgende Besitz- und Baugeschichte maßgeblich, da letztendlich, nach mehreren Verkaufsaktionen und Besitzerwechsel, ab 1528 der wittelsbachische Herzog Wilhelm IV. das Schloss erneut ankaufte.[6]

Dieser Herzog, Wilhelm IV., der Standhafte genannt,[7] hatte mit Margareta von Hausen zu Stepperg den um 1503/04 geborenen, nicht ehelichen Sohn Georg gezeugt, dem er „anlässlich seiner Verlobung mit der Hofdame Wandula von Paulsdorf 1542 [...] das Schloss Hofhegnenberg [...][schenkte], das er ihm aber erst 1544 bei der Vermählung überließ, und zwar auf Lebenszeit, worauf sich Georg (oder auch Jörg) ,von und zu Hegnenberg‘ nannte.“

Besagter Georg wurde damit zum Stammvater des Hofhegnenberger Geschlechts, genannt Dux.[8]Die Besitzverhältnisse klärten sich allerdings endgültig erst 1575. Nachdem „Herzog Wilhelm IV., der leibliche Vater Georgs, [...] 1550 gestorben [war], belehnte dessen „Sohn und Nachfolger Albrecht V. [...] seinen Stiefbruder [...] auch für seine männlichen Nachkommen für immer mit der Hofmark Hof-Hegnenberg.“[9]„Bis 1902 im Besitz seiner Nachkommen, danach die Freiherrn von Gebsattel.“[10] Ab 2009 im Besitz von Dr. Dr. Peter Löw.[11]

„Der Hauptteil der Anlage ist der Renaissancezeit zuzurechnen. Nach den 2009 durchgeführten dendrochronologischen Untersuchungen wurde sie zwischen 1544 und 1564 unter Georg Dux erstellt, wie auch der Wappenstein von 1557 über dem westlichen Schlosstor ausweist.“[12]

Die Schlosskapelle hingegen „ist seit 1354 nachzuweisen. 1604 wird sie als das würdige unser lieben frauen Gottshauß und Capelln Im Schloss bezeichnet, die im Kern wohl aus der Erbauungszeit stammt, ihre Erweiterung und Ausgestaltung aber erst im 18. Jahrhundert erhielt.“[13]

Im Jahre 1750 erging wohl der Auftrag an den Freskanten Ignaz Paur, die Decken im Hauptraum der Kapelle und an der westlichen Empore auszumalen. Jedenfalls „wurde [sie] am Sonntag, dem 3. Oktober 1751, durch den Weihbischof Franz X. Adelmann von Adelmannsfelden ,noviter‘ konsekriert.“[14]

Das Bauwerk

Bauwerk

Die vielfach umgestalteten Baulichkeiten von Schloss Hofhegnenberg ergeben eine „umfangreiche Vierflügelanlage um einen rechteckigen Hof [...][und] zwei- bzw. dreigeschossige Trakte mit Satteldächern. Im Nordwesten und Südosten quadratische Ecktürme mit neugotischen Zinnen, im Nordosten mit Oktogon und Zwiebelhaube.“[15]

Die Kapelle befindet sich im östlichen Bereich des Süd-Flügels.

Die Schlosskapelle: Beschreibung und Maße

Die Kapelle hat einen annähernd quadratischen Grundriß mit einer Seitenlänge von ca. 9,1 x 9,1m. Mit einer Scheitelhöhe von 6,15m erweist sie sich als ein wohlig proportionierter Innenraum.

Diesen betritt man von der Hofseite im Norden und erfährt ihn relativ licht. Drei große Fensteröffnungen, zwei auf der Altarwand und eine auf der Südseite, verleihen dem Inneren eine angenehme Helligkeit, die auch eine gute Betrachtung der gemalten Deckenbilder und Embleme erlaubt und damit dem wallfahrenden Volk ein lehrreiches Exempel bot.

Der Kapellenraum gehört mit seiner markanten Säule in der Raummitte, von dem aus sich die vier Kreuzgratgewölbe entwickeln, dem Typus des sogenannten Ein-Stützen-Raumes an. In Hofhegnenberg scheint diese Raumform bereits im Spätmittelalter bestanden zu haben, deren Grundbestand man während der Umbauphase zwischen 1544–1564 allerdings nicht wesentlich in seiner Raumwirkung beeinträchtigte.

Im Westen schließt eine Empore an, die 3,1m tief und 3,5m hoch ist.

Der Auftraggeber: Johann Georg Sigismund von Hegnenberg-Dux (1700–1766)

 
Hofhegnenberg, Schloss

Die um 1750/1751 in der Schlosskapelle gemalten Deckengemälde gab Johann Georg Sigismund von Hegnenberg-Dux (1700–1766) in Auftrag. Nach dem Tod seines Vaters Georg Anton Philipp von Hegnenberg-Dux (1662–1746) war er (als Drittgeborener) 1747 mit dem Schloß und der Hofmark Hofhegnenberg belehnt worden.[16]

Der Künstler: Ignaz Paur (1723-1780)

Der die Deckengemälde in der Schlosskapelle ausmalende Freskant dürfte Ignaz Paur (1723-1780) gewesen sein.[17]

Die Deckenbilder: Vorbemerkung zur Beschreibungs-Abfolge

Aus Gründen der schnelleren Nachvollziehbarkeit und Übersichtlichkeit werden die Deckenbilder im Uhrzeigersinn beschreibend vorgestellt. Ausgangspunkt ist die Altarseite im Osten.

Rückführung des wunderbarerweise erhalten gebliebenen Gnadenbildes (Osten)

Auf dem Fresko ist eine feierliche Prozession zu sehen, die mit großem Pomp die Rückführung des nicht verbrannten Gnadenbildes in die Schlosskapelle von Hofhegnenberg zeigt.

Der Feier-Zug windet sich in einer Serpentine vom Tal hoch zur Schlossanlage. Für den Betrachter wird die Muttergottes großartig in Szene gesetzt. Sie wird von vier Ministranten mit einer sänfteartigen Holzkonstruktion mit roter Decke getragen, worauf das Gnadenbild steht und von einem goldenen Baldachin hinterfangen und damit zugleich ausgezeichnet wird.

Dahinter gehen viele Gläubige, die verschiedenen Gesellschaftsschichten angehören, allen voran weibliche und männliche Mitglieder des Adelsstandes, deren Gesicht, Kleidung und Perücke erkennbar sind, während die nachfolgenden Personen gesichts- und konturloser bleiben. Diese Gestaltung ist natürlich weniger klassenspezifisch zu deuten als ein simpler malerischer Effekt in einer Wallfahrtskapelle. Wichtig bleibt allerdings: verschiedene soziale Schichten finden sich ein, um dem Gnadenbild ihre Anerkennung und Referenz zu erweisen.

Den Prozessionszug vor den vier Trägern vervollständigen ein Ministrant mit Vortragekreuz und eine Zweiergruppe, von denen einer eine Trompete bläst. Vor diesen befinden sich die Sänger, die mit Abstand der Spitze der Prozession folgen. Diese wird angeführt von dem Fahnenträger, dem ein ritterlich gekleideter Kreuzträger an den Fersen klebt.

Akustisch begleitet wird dieses Szenario von Salut-Schüssen, die ein Rotgewandeter aus sechs Kanonen abfeuert.

Kranke und Gebrechliche erflehen Hilfe vom Gnadenbild (Süden)

In einer freien Landschaft haben sich kranke und gebrechliche Menschen zusammengefunden, um in ihrer misslichen Situation Hilfe und Trost vom Hofhegnenberger Gnadenbild zu erflehen, das, von Engelchen umsäumt, auf einer Wolke über ihnen steht und seine Gnadenstrahlen aussendet.

Versammelt haben sich in dem Mittelbereich ein Bettlägriger im weißen Hemd, der inbrünstig seine Augen und gefalteten Hände zu Maria richtet. Über ihm ist eine knieende Mutter zu sehen, die ein Kleinkind vorweist und wohl den Schutz vor Krankheiten erbittet. Rechts ist als Rückenfigur ein beinamputierter Soldat gezeigt, ein leidendes Opfer des Konfessionskrieges, dem auch die brennenden Häuser bildrechts zuzuordnen sind.

Im Hintergrund der Mittelgruppe sehen ein bärtiger Gefanger und ein bartloser Jüngling mit Krückstock zur Erscheinung des Gnadenbildes hoch.

Auf der bildlinken Seite sind vier Personen erkennbar, deren Schmerzen sie jeweils mit ihrem Zeigefinger überdeutlich bekannt machen: die Frau mit gegürtetem Mieder hat Ohren- und der kniende Mann mit Glöckchen Zahnweh. Die Frau zwischen den beiden blickt bewundernd zu Maria, ohne im Bild nachvollziehbare Einschränkungen. Im Hintergrund hält eine Frau ihren linken Arm hoch, an dem ihre abgebrochene Hand kraftlos herunterhängt.

Den markanten Auftakt der rechten Dreiergruppe bildet eine vornehme verheiratete Frau in prächtiger Tracht mit Haube. Sie weist mit ihrem rechten Zeigefinger auf ihr Augenleiden hin, von dem sie befreit werden möchte.

Hinter ihr ereignet sich ein kleines Wunder, das von allen Anwesenden wegen der Erscheinung Mariens nicht wahrgenommen wird. Mit ihrem Herabschweben ist nämlich zugleich das Entweichen eines bösen Geistes aus dem Munde eines hintüber fallenden Mannes verbunden. Dieses Phänomen beobachtet ganz entgeistert eine weißgekleidete Frau und die deshalb ihre Hände faltet.

Vergeblicher Versuch vom Verbrennen des Gnadenbildes (Westen)

Nachdem es den protestantischen Schweden im Dreißigjährigen Krieg nicht gelungen war, die Gnadenmadonna von Hofhegnenberg am Grillfeuer zu verbrennen und diese selbst nach stundenlangem Feuerkontakt weder Brand- noch Rußschaden aufwies, entriss ein schwedischer Belagerer die Madonna wieder dem Feuer, worauf er und seine Kompagnons, panisch entsetzt über dieses wundersame Ereignis, von diesem Ort entflohen.

Im Fresko werden vor der Architekturkulisse des Schlosses Hofhegnenberg die beiden oben skizzierten Szenen ausgebreitet. Im Vordergrund sieht man eine genrehafte Darstellung vom Grillfeuer, darüber ein Säbel, auf dem Geflügel aufgespießt ist. Vier schwedische Soldaten lagern pfeiferauchend und trinkend, in Erwartung eines schmackhaften Essens, um das Feuer. Die auffälligste Figur ist der stehende Soldat, der, wie die lokale Legende weiß, aus Ärger über das Nicht-Verbrennen des Gnadenbildes diese wieder aus den Flammen herausholte und wegwarf.

Von dieser seltsamen religiösen Erscheinung betroffen und irritiert, verschwindet der protestantische Reitertrupp schnellstmöglich vom Schloss Hofhegnenberg, was bildlinks gezeigt ist.[18]

Verehrung des Gnadenbildes (Norden)

In freier Natur erleben Personen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten das Erscheinen des Gnadenbildes von Hofhegnenberg auf einer Wolkenbank.

Alle dargestellten Personen knien und haben die Hände zur Anbetung gefaltet. Ihre Anordnung folgt einer Trennung in eine Männer- und Frauenseite wie sie früher auch im Kirchenraum üblich war.

Die zentrale Mitte am vorderen Bildrand nehmen drei Personen ein, die durch den Abstand zu den rückwärtigen Figuren hervorgehoben werden. Ganz vorne ist ein herrschaftliches Paar dargestellt, deren Physiognomien möglicherweise dem Auftraggeber und seiner Gemahlin zuzuordnen sind. Verstärkt wird diese Vermutung durch die auffällige Farbwahl des Justaucorps in Weiß und Blau, das auf die Abstammung von den Wittelsbacher Herzögen hinweist (siehe Kapitel: Auftraggeber). Beide werden von einem Geistlichen begleitet, der zwischen ihnen, etwas zurückversetzt, kniet.[19]

Mit standesgemäßem Abstand von dieser mittleren Trias folgen auf der rechten Bildseite sechs Frauen, auf der linken Bildseite sieben Männer. Beide Gruppen sind durch Kleidung und Frisur in sich differenziert, abgestuft von der ranghöheren zur rangniederen Gesellschaftsschicht.

So folgen auf der rechten Frauenseite der Ehefrau eine ähnlich Gewandete, d.h. mit Dekolleté und ähnlicher Frisur, was ihren gleichen Stand ausdrücken soll. Dahinter knien fünf Frauen mit Tracht und Hauben, deren Machart ebenso eine soziale Differenzierung erlaubt.

Auf der bildlinken Männerseite knien hinter dem (angenommenen) Auftraggeber drei Personen im Überrock, von denen die beiden Vorderen dem Adel zugehören, der Grüngekleidete dahinter, der in einem Buch liest, eher dem bürgerlichen Milieu (Lehrer?) zuzuordnen wäre.

Die folgenden vier Personen repräsentieren pauschal die dem Adel und Bürger nachgeordneten Stände. Am auffälligsten verhält sich ein Schnurbärtiger im braunen Rock, der mit empor gerissenen Armen einen überfreudigen Begrüßungs-Gestus zeigt, während der graubärtige Alte hinter ihm ganz still und versunken Mariens Erscheinung in sich aufnimmt. Der bartlose Jugendliche dahinter sieht fast ängstlich, aber voller Erstaunen zu Maria hoch, ein Ausdruck, der sich in der Hintergrundsfigur wiederholt.

Die Embleme an der Wand: Vorbemerkung zur Beschreibungs-Abfolge

Aus Gründen der schnelleren Nachvollziehbarkeit und Übersichtlichkeit werden die Embleme an der Wand im Uhrzeigersinn beschreibend vorgestellt. Ausgangspunkt ist die Altarseite im Osten.

Marien-Signum (Osten)

In einem gemalten Schild mit Akanthusumrahmung sind die fünf Buchstaben Mariens in einer zeittypischen Art mit Großbuchstaben kunstvoll angeordnet.[20]

Arche Noah: Da ist das Heÿl allen (Süden)

Icon: In einem gemalten Schild mit Akanthusrahmen ist die Arche Noahs zu sehen. Mit ihrem gebauchtem Rumpf und geschweiften Satteldach und Gaube ähnelt sie sehr stark dem Aufbau eines Hauses, vielleicht eine bewusste Anspielung des Künstlers auf das rettende Zu-Hause der letzten gläubigen Menschen. Das Hausschiff treibt mitten in der Sünd(en)flut, deren Ende noch nicht abzusehen ist, da der göttliche Straf-Regen weiterhin heftig auf die Erde niedergeht.

Lemma: Da ist das Heÿl allen. Der Sinnspruch ist auf zwei Arten zu interpretieren: erstens bezieht er sich direkt auf die dargestellte Arche, die den „Bewohnern“ gerade Heil, einen Schutzraum, bieten. Zweitens bezieht er sich im übertragenen Sinne auf Maria und ihre heilsgeschichtliche Rolle.

Die Genese des emblematischen Bildmotives der Arche Noah
 
Hofhegnenberg, Schloss

Die Herkunft der Darstellung der Arche Noah lässt sich in seiner formalen Gestaltung mit mehreren Beispielen aus Boschius vergleichen.[21] Nicht vergleichbar ist hingegen der jeweilige Gehalt, der sich allein im Icon, ohne Ergänzung durch das Lemma, ausdrückt.

In Hofhegnenberg treibt die Arche von Noah auf dem wild tosenden Wasser der Sünd(en)flut, die sich aus dem heftig hernieder prasselnden Starkregen speist. Diese bildlich dramatische Situation des Ausgeliefertseins an die göttliche Natur kann nur durch den göttlichen Willen behoben werden, was das Lemma „Da ist das Heyl allen“ mitteilt.

Dieser Aspekt des lebensbedrohlichen Ausgeliefertseins in der Arche, ist in den Bildvorgaben

bei Boschius nicht enthalten. In diesen Emblembildern herrscht eher eine vorsichtige Zuversicht auf ein Überleben (der Sündflut) und eine Hoffnung an ein Weiterleben der sündigen Menschen (und Tier- und Planzenwelt), die zugleich auch das Überleben der christlichen Menschheit bedeutet.

Zum einen sind in diesen Darstellungen die Regenmassen bereits verschwunden und der Himmel klart auf (Classis I/Tabula IX), womit das Ende der Bedrohung signalisiert wird.

Zum anderen wird die Hoffnung auf ein Anlanden der Arche und Weiter-Bestehen der Lebewesen bibelgerecht veranschaulicht, indem eine Taube mit einem Ölzweig im Schnabel angeflogen kommt, um die Existenz von Land anzuzeigen (Gen 8,11)

.

Über das Lemma ergibt sich eine indirekte Bezugnahme zu Maria und ihrer Rolle im göttlichen Heils-Plan: „Wie die Taube mit dem Ölzweig den Menschen in der Arche Zeichen des Heils war, so war die Ankunft Mariens der Beginn des Heilsgeschehens (Picinelli, lib. XX, Nr. 16, s.v. arca Noe).“[22]

Lilie in Landschaft: Ohne Mackhel (Westen)

Icon: In einem gemalten Schild mit Akanthusrahmung sieht man eine aufrechte stehende Lilie mit Blüten. Das Besondere daran ist ihre riesenhafte Gestalt, die sich vor allem im maßstäblichen Kontrast mit der sie umgebenden hügeligen Landschaft und den kleinen, zum Teil welken Pflanzen ausdrückt.

Lemma: Ohne Mackhel. Der Sinnspruch ist auf die Lilie als Mariensymbol zu beziehen, das in ihrer Schönheit und vor allem ihrer Reinheit (von Sünden) inszeniert ist.

Die Genese des Bildmotives der Lilie in Landschaft
 
Hofhegnenberg, Schloss

Das Bildmotiv einer riesigen Lilie, die inmitten einer Landschaft steht, umgeben von mickrigen und/oder verdorrten Blumen, entstammt grundsätzlich der Augsburger Emblemliteratur, wie sie auf prominente Weise Boschius vertritt. In seinem Emblembuch ,Symblographia [...]‘ sind mehrere Einzelblumen dargestellt, die eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Icon in Hofhegnenberg aufweisen, ohne allerdings eine direkte Abhängigkeit aufzuweisen.[23]

Die literarische Genese der „Lilie in Landschaft“ und des Lemmas „Ohne Mackhel“

Sowohl die Darstellung einer Lilie mitten in einer fast fruchtlosen Landschaft wie der Sinnspruch „Ohne Mackhel“ gehen beide auf das Hohe Lied zurück. Darin wird „in eindrucksvoller poetischer Allegorie die Realität der Liebe Gottes [...] zu seiner auserwählten Frau ohne Sünde, ganz ohne Schuld und wunderschön“[24] ausgedrückt. Die makellose Braut des Hohen Liedes ist „auf vollkommene und vorzügliche Weise die Allerseligste Jungfrau, nur sie, die Unbefleckte, das bedeutet, von der man schlechthin sagt, ,vollkommen schön bist du‘ und ,ohne Makel‘“.[24]

Zeltlager mit Gnadenbild-Standarte: Durch dise wirst obsigen (Norden)

Icon: Ein einzelner Musketier steht in der Bildmitte und benutzt seine auf dem Boden abgestellte Muskete als Stütze. Er ist in Ruheposition dargestellt und hält darin konzentriert Ausschau nach einer möglichen Rettung, denn seine Umstände, in denen er sich befindet, sind nicht einladend. Aus einem nicht näher erschließbaren Grund ist er von seiner Truppe getrennt worden und muss sich in einer unwirtlichen Landschaft nicht nur zurechtfinden, sondern auch überleben, wozu für kurze Zeit allein ein aufgeschlagenes Zelt dient.

Doch während er auf eine ersehnte Rettung in der Wüstenlandschaft hofft, ist die erwartete Hilfe bereits sehr nahe, denn sie befindet sich zeichenhaft in Gestalt der Hofhegnenberger Gnadenmadonna genau über ihm in der großformatigen Standarte.

Lemma: Durch dise wirst obsigen. Die Standarte mit dem Gnadenbild besitzt in diesem Zusammenhang eine zweifache Aussage: einerseits ist sie konkret als Insignie der Truppenabteilung der Infanterie zu sehen und andererseits im übertragenen Sinn als Hoheitszeichen Gottes, der Maria in seinen Heilsplan einpasste. So ist das ,obsigen‘ im Lemma weniger, aber auch, auf den militärischen Bereich, vor allem aber auf den seelischen Triumph des Glaubens als Voraussetzung für die Errettung am Weltenende zu verstehen.

Genese: Bildmotiv: Zelt und Marien-Standarte
 
Hofhegnenberg, Schloss

Eine ganze genaue Bild-Vorgabe, die man in Hofhegnenberg übernehmen hätte können, findet sich in der zeitgenössischen Emblem-Literatur nicht.

In Ginthers ,Mater [...]‘ hingegen ist in der Consideratio LXVIII eine bild- und gehaltmotivische Übereinstimmung zu erkennen.

Das Emblem nimmt Bezug auf den fünften Vers, Kapitel 30 aus dem Buch der Sprichwörter,

in dem der biblische Sinngehalt von Gottes Rede für all diejenigen ein Schild darstellt, „die bei ihm sich bergen.“[25]

Dargestellt ist ein Zeltlager, vor dem ein Speer im Boden aufgespießt steckt und das Marienbildnis als Clypeus (Schild) trägt. Maria wird hierbei, wie das Schriftband angibt, als „Praesidium & decus“ vorgestellt, als Beschützerin und gleichzeitig Zierde.

Diese grundsätzlichen Eigenschaften Mariens sind in ihrem Sinngehalt auch auf das Hofhegnenberger Emblem zu übertragen, in dem zwar das Zelt ein gewissen Schutz gegen widrige Lebensumstände in einer wüstenartigen Landschaft bietet kann, den viel größeren Schutz und Hilfe kann allerdings nur die durch den Glauben an Maria gestärkte Seele erwarten.

Die Embleme an der Säule: Vorbemerkung zur Beschreibungs-Abfolge

Aus Gründen der schnelleren Nachvollziehbarkeit und Übersichtlichkeit werden die Embleme an der Mittelsäule im Uhrzeigersinn beschreibend vorgestellt. Ausgangspunkt ist die Altarseite im Osten.

Blumengarten und mittig stehende Rose: Edle Zierdt (Osten)

Icon: Inmitten eines quadratisch angelegten Gartens steht eine übergroße, voll erblühte Rose. Sie ist die einzige Pflanze in dem gefelderten Geviert und überragt die ebenfalls anwesenden Blumen. Diese befinden sich alle am Rand des Gartens, wo sie einer hierarchischen Anordnung folgen, die sich aus der Höhe der Blumen zueinander ergibt. Die vier Ecken werden von aufgeblühten Tulpen markiert. An den Langseiten dazwischen wechseln sich in symmetrischer Pflanzung stern-, kelch- und strauchige Blumen ab.

Lemma: Edle Zierdt. Das Lemma bestätigt in der ersten Leseschicht den optischen Bestand: die Rose ist nicht nur die größte, sondern auch das edelste Gewächs in der Pflanzenwelt. Dieser Adelstitel bezieht sich im übertragenen Sinne auf Maria, die als die Königin unter den Blumen gilt.

Eine weitere Sinnschicht/Lesart hält die Darstellung der Rose bereit, indem sie ohne Dornen vorgestellt wird, womit auf das Verhältnis von Eva, der ersten Mutter, und Maria, der Mutter des Erlösers verwiesen ist. Dieser erstmals bei dem christlichen lateinischen Dichter Sedulius (zwischen 430–450) vorkommende Vergleich ist folgendermaßen zu verstehen: „So wie die reizvolle und sehr zarte Rose aus einem dornigen Strauch hervorsprießt, ohne die Mutter zu verletzen, die er mit wunderbarem Zauber versteckt, so konnte auch Maria aus dem Geschlecht der schuldigen Eva als zweite Jungfrau mit dem kommenden heiligen Licht die Schuld der ersten Jungfrau hinwegschwemmen.“[26]

Der jungfräulich-keusche Aspekt Mariens wird in dem Emblem durch die bildliche Anspielung auf den Hortus conclusus aus dem Hohen Lied noch zusätzlich verstärkt: „Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut/ein verschlossener Garten [...].“[27]

Die Genese des Bildmotiv der Rosa mystica
 
Hofhegnenberg, Schloss

Das in Hofhegnenberg gemalte Emblem mit der Rosa mystica ist in der zeitgenössischen Emblem-Literatur ein geläufiges Motiv, vor allem im Zusammenhang mit der Lauretanischen Litanei.

Die „geheimnisvolle Rose“ steht darin für das Geheimnis Mariens, nämlich ihrer jungfräulichen Mutterschaft. Aus diesem Grund ist sie auch eine Rose ohne Dornen, denn, metaphorisch gesehen, ist Maria der Reis/Samenkorn derjenigen Wurzel (jüdisches Volk), aus dem eine Knospe erblühen wird (Christus).

Dieser thematische Aspekt ist bei Boschius auffällig konsequent sichtbar, denn die bedornten Rosen stehen bei ihm alle in der freien, offenen Landschaft.[28] Die ganze Generationen übergreifende dornenlose Rose bildet hingegen in einem Garten den Mittelpunkt, das Zentrum aller Pflanzenwesen.[29]

Genau so verhält es sich auch in Hofhegnenberg. Maria, die Rosa Mystica, steht in der Mitte eines geometrisch angelegten Gartens und überragt die anderen anwesenden Blumen, die allesamt einen schützenden Pflanzenwall bieten. Auffällig ist die konsequente Hierarchisierung des Blumen-Arrangements, in der die mittig platzierte und hohe Rose den Mittelpunkt bildet, dem die kelchartigen Blumen in den vier Ecken und die drei Blumensorten an den Längsseiten sowohl an Größe wie auch an symbolischer Bedeutung untergeordnet sind. In diesem geordneten Welten-Gefüge ist die Rose die Königin unter allen Blumen, eine „Edle Zierdt“.

Schalenbrunnen und ausströmendes Wasser: Der Lebens strom(m) (Süden)

Icon: Inmitten einer baumbestandenen Landschaft steht ein Schalenbrunnen, aus dem in überreichem Maße Wasser hervorsprudelt. Die Menge an Wasser ist so enorm, dass es einen Brocken des eigentlich wasserfangenden Steinrings wegsprengte und in die offene Landschaft hinaus drängt.

Lemma: Der Lebens strom(m).

Die Genese des Bildmotives des Schalenbrunnen als Lebensstrom
 
Hofhegnenberg, Schloss

„Als lebensnotwendiger Wasserspender ist der Brunnen in seiner symbolischen Bedeutung in engem Zusammenhang mit der Quelle als Symbol von Leben und Unsterblichkeit zu sehen.“[30]

In diesem generalisierenden Sinne ist auch die Darstellung in Hofhegnenberg zu verstehen, womit letztendlich auf Gottvater als Spender des Lebenswassers verwiesen wäre.

Bezieht man das Emblem auf den mariologischen Gesamtkontext in der Kapelle, so ergibt sich eine Deutungsalternative, die den Schalenbrunnen als übersprudelnden und ausströmenden Gnadenbrunnen Mariens nahelegt.

Vergleichbare thematische Bezüge sind der Augsburger Emblem-Literatur z.B. bei Boschius[31] und den zeitgenössischen Schriften zur Lauretanischen Litanei, z.B. Franz Xaver Dornn,[32] zu entnehmen.

Pfeile brechen sich am Gnadenschild: Der feünd müeß unterligen (Westen)

Pfeile brechen sich am marianischen Gnadenschild: Der feünd müeß unterligen (Westen) (P1010116)

Icon: Die göttliche Wolkenhand hält im rechten Bildteil ein konvexes Ovalschild, auf dem das Bildnis der Hofhegnenberger Madonna abgebildet ist. Von links sausen Pfeile auf das Schild zu, aber sie zerbrechen, bzw. werden alle an der stabilen Abwehrkraft des Schildes zerbrechen.

Lemma: Der feünd müeß unterligen. Das Lemma betont bzw. verstärkt die Kraft der feindlichen Abwehr (in Gestalt von Nichtchristen) und die ganz entscheidende Rolle von Maria als Gnadenschild, wodurch der Feind unterliegen muß.

Die Genese des Bildmotiv eines Schildes und gebrochener Pfeile
 
Hofhegnenberg, Schloss

Die Emblem-Darstellung in Hofhegnenberg, in der das von der göttlichen Wolkenhand gehaltene marianische Gnadenschild Pfeile der Ungläubigen zerbrechen lässt, scheint keinem direkten bildmotivischem Vorbild zu folgen.

Vielmehr lässt es sich als eine Kombination sehen, deren Einzelmotive bei Boschius sich einerseits aus einem fremde Kräfte abwehrenden Schild (Classis II/Tabula XI, CII/TIIXXXX) und andererseits aus abbrechenden Pfeilen (CII/TII, CII/TXXII) herleiten lassen.[33]

Die Emblem-Darstellung in Hofhegnenberg scheint somit tatsächlich eine originäre Erfindung des Concettisten und/oder Künstlers gewesen zu sein.

In der zeitgenössischen Marien-Literatur werden die an einem Elefanten abprallenden Pfeile sogar als ein Anfechten und Bestätigen der unbefleckten Empfängnis Mariens gedeutet.[34]

Achteckiger Stern mit Gnadenbild: Diß soll dein fiehrer sein (Norden)

Achteckiger Stern mit Gnadenbild über einer Landschaft schwebend: Diß soll dein fiehrer sein (Norden)

Icon: Über einer mit Pflanzen und Baum bestückten kargen Landschaft erscheint am wolkenverhangenen Himmel der achtstrahlige Morgenstern. Seine Mitte bildet das Abbild des Hofhegnenberger Gnadenbildes.

Lemma: Diß soll dein fiehrer sein. Diese Aussage bezieht sich auf Maria, die in symbolischer Gestalt des Morgensternes die bald aufgehende Sonne, ihrem Sohn, dem Heilsbringer, vorauschwebt.

Die Genese des Bildmotives des Sterne mit Gnadenbild über verdorrter Landschaft
 
Hofhegnenberg, Schloss

Die Genese des Bildmotives des achteckigen Sternes mit zentralem. Gnadenbild über einer verdorrter Landschaft

Der „Meerstern [...] ist einer der ältesten und weitverbreiteten Marientitel mit umfangreicher Symbol- und Begriffsgeschichte, der im Laufe der Jahrhunderte eine reiche Ausprägung und Entfaltung in der Marienverehrung und Marienfrömmigkeit fand. In zeichenhaften, symbolischen und künstlerischen Darstellungen ist der Meerstern entweder als sechs- oder achtstrahliger Stern tradiert: [...] achtstrahlig [wie in Hofhegenenberg] als Symbol der heilsgeschichtlichen Erneuerung.“[35]

Die Zahl acht „ist biblisch und heilsgeschichtlich vorbildhaft begründet in der Erneuerung der Menschheit nach der Sündflut, aus welcher Noe und sieben seiner Verwandten (zusammen acht) von Gott gerettet hervorgingen.“ (Dieser thematische Zusammenhang wird in Hofhegnenberg durch die direkte Verbindung auf der Nord-Süd-Achse hergestellt).

Der achteckige Stern mit dem Gnadenbild Mariens ist als Morgenstern zu verstehen, der als heilsverheißendes Zeichen der aufgehenden Sonne (Christus) vorausleuchtet. In dieser Rolle ist Maria dem Menschen ein leuchtendes Vor- und Leitbild und bietet ihm Orientierung wie das Lemma überdeutlich ausführt: Diß soll dein fiehrer sein.

Mit der kargen, ausgedörrten Landschaft unterhalb des Morgensterns ist ein Hinweis auf das erste Buch der Könige, 41–45 und den Propheten Elias verbunden, in der auf symbolische Art Maria (als kleine Wolke) den ersehnten Regen bringt, der das Land aus der lebensbedrohlichen Dürre befreit und neue Fruchtbarkeit (Messias) mit sich bringt.[36]

Eine diesen Sinn-Ebenen bildlich entsprechende Vorgabe findet sich bei Ginther 1726.[37] Zwar ist der Stecher bemüht, den Vorgang vom Erscheinen des Morgensterns erzählerisch sehr detailreich auszubreiten, dennoch bleiben die wesentlichen Merkmale vergleichbar: die frühmorgendliche Landschaft und die darüber schwebende Maria als Morgenstern, umgeben von acht langen Haupt- und acht kürzeren Nebenstrahlen, die eine Sonne (Christus) bildlich vorbereitet, die im Hintergrund bereits aufgeht.

Programm und Synthese: Franz Xaver Dornn und die nachtridentinische Bildrhetorik

 
Hofhegnenberg, Schloss

Das in den Deckenbildern der Schlosskapelle St. Maria dargebotene Programm ist sowohl populär wie anspruchsvoll zugleich.

Populär ist es, weil die vier großen kleeblattförmigen Deckenbilder den gläubigen Wallfahrern im besten Sinne der Volksfrömmigkeit eine schnelle bildliche Erfassbarkeit ermöglichen und eine nachvollziehbare Botschaft transportieren.

Anspruchsvoll ist und wird es durch die Emblem-Darstellungen, deren Lemma, wahrscheinlich erneut eine Rücksichtnahme auf das gläubige Volk, nicht in Latein, sondern in deutscher Sprache verfasst sind. Diese Embleme, deren Entschlüsselung nicht nur Lesefähigkeit und Bibelfestigkeit voraussetzt, dürften wohl auf ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers entworfen worden sein, immerhin ist er Nachkomme des wittelbachischen illegitimen Sohnes von Herzog Wilhelm IV. und Stammvater der Linie Hegnenberg-Dux.

Als möglicher Programmentwerfer sei hier Franz Xaver Dornn vorgeschlagen, Landdechant, Stadtpfarrer und Prediger im räumlich nahe gelegenen Friedberg, der vor und nach 1750, dem Zeitraum der Hofhegnenberger Ausmalung der Kapelle, zahlreiche Predigten, aber 1749 auch die Lauretanische Litanei publizieren ließ, in welcher er der „Ohne Mackel empfangenen / Von Sünd befreyten / Unbefleckten Jungfrauen / und Glorwürdigsten Himmels=Königin MARIAE“[38] emblematisch huldigte.[39]

Die Bekanntheit von Dornn und seiner Schriften und sein Einfluss auf andere Kirchenausmalungen (Dasing)[40] könnte in Hofhegnenberg thematisch anspruchsvollere Begehrlichkeiten ausgelöst haben.

Die großflächigen Hauptbilder jedenfalls sind einfach zu lesen und zu erschließen. Sie beziehen sich zum einen (mit zwei von vier Fresken) auf die Lokalgeschichte mit realhistorischem Hintergrund, bei der die regionale Mund-Propaganda von der wunderbaren Unversehrkeit des alten, spätgotischen Gnadenbildes bei der Besetzung durch die protestantischen Schweden 1632 bildlich nacherzählt wird. Nachdem der Versuch misslang, das Gnadenbild beim Grillfeuer zu verbrennen, wird es unbeschadet an den ursprünglichen Kapellenort zurückgebracht und löst damit eine schnell anwachsende Verehrung der Marienstatue aus, die sich zu einer Wallfahrt für die umliegenden Gemeinden entwickelte.[41]

Die beiden anderen Deckenbilder beschreiben die Wirkmächtigkeit von Maria für die gläubige Christenheit: einerseits wird Maria als Fürsprecherin der sie verehrenden Stände vorgestellt, denen der christliche Glaube als Orientierungshilfe in ihrem Leben dient. Andererseits tritt Maria als die tröstende Helferin der Kranken und Leidenden in Erscheinung.

Die Darstellungen sind angereichert mit Motiven aus dem alltäglichen Erfahrungsbereich, was den direkten emotionalen Zugang für die Wallfahrer umso nachvollziehbarer und eindrücklicher machte.

Die Deckenbilder waren ein wesentlicher Bestandteil bei der Verehrung der Hofhegnenberger Gnadenmadonna, die allerdings erst im Zusammenhang mit den Gebeten aus der Lauretanischen Litanei ein große Wechselwirkung aus Bild und Wort entfalteten.[42]

Von dem großen Andrang der Wallfahrer und der sich einstellenden Wirksamkeit der Gebete und Andachten, die „nicht selten Guttaten erhaltet“,[43] weiß die zeitgenössische Literatur bereits kurz nach der Ausmalung der Kapelle zu berichten.

In den Emblem-Darstellungen (Picturae) und den dazu gehörenden Sentenzen (Lemmae) wird kein emotional-volkstümlicher, sondern ein anderer Ton der Erfassung angeschlagen. Bibelkunde und die Fähigkeit der Exegese waren hierfür das geistige Rüstzeug, um die verschiedenen Anspielungen und Aussagen aufzuschlüsseln und sinnvoll nachzuvollziehen. Hierfür wählte man Bild-Metaphern, die auf prägnante Sätze im Alten und Neuen Testament Bezug nehmen und zum Großteil in der mit Druckgraphik ausgestatteten Emblem-Literatur gewisse Vor-Bilder besitzen, deren Erscheinen in dem Verlags-Standort Augsburg besonders vielfältig und virulent sich ausnahm.[44]

Summarisch gesehen, wird in den Emblemen hauptsächlich auf die heilsgeschichtliche Rolle Mariens auf unterschiedliche Weise verwiesen.

Im Vordergrund steht dabei nicht, wie man aus dem bildtraditionell breit gefächerten mariologischen Themen-Pool erschließen könnte, z.B. die Mutterschaft Mariens und ihr damit zusammenhängendes freud- und schmerzvolle Leben oder Maria als Sitz der Weisheit. Verbildlicht sind die grundsätzlichen Eigenschaften von Maria, die sie auszeichnen, um ihre von Gott zugedachte Rolle voll auszufüllen. Mit den ihr eigenen Besonderheiten erlangt sie zugleich Befähigungen, die sie im christlichen Glaubens-System als Vorbild hervorheben.

Mit der Arche Noah wird zwar auf emblematische Weise auf Maria und den Beginn der Heilsgeschichte verwiesen, die übrigen Sinnbilder betonen einerseits ihre sie auszeichnenden Besonderheiten und andererseits ihre Funktion im Glaubens-Gebäude.

Mit der Darstellung der Lilie wird ihre Reinheit und ihre Existenz ohne Erbsünde thematisiert. Mit der Rose ohne Dornen ihre Schuldlosigkeit bei der Menschwerdung, die generationen-übergreifend zu begreifen ist. Und ihre jungfräuliche Keuschheit drückt sich im Motiv des Hortus conclusus aus.

Dies alles (und noch mehr) weist nicht nur auf ihre Auserwähltheit hin, sondern diese Eigenschaften qualifizieren sie zudem, im göttlichen Heilsplan eine in den Glauben stabilisierende und vorbildhafte Rolle einzunehmen. Maria ist eine Jungfrau, die alle Gnaden in sich birgt (Brunnen-Emblem), gleichzeitig ist sie in der Lage, sowohl Anfechtungen / Zweifel ihrer Unbefleckten Empfängnis wie auch die Angriffe von Un-Gläubigen abzuwehren (Schild und Pfeil-Motiv).

Übertroffen werden diese Eigenheiten von ihrer Befähigung, den Gläubigen eine seelisch-geistige Orientierung bieten zu können, die deren Lebensweg leitet und begleitet (Morgenstern).

Topologie im Zeichen des Kreuzes

 

Kreuzförmige An-Ordnung (und Ausrichtung) der Deckenbilder und Embleme

In der bloßen kreuzförmigen Ausrichtung der Deckenbilder und Embleme könnte oder muss man, neben ihrer rein achsialen Grund-Bedingtheit, ebenfalls einen erschließbaren Sinn sehen, der die Malereien mit der Marienthematik zur Voraussetzung hat.

Während die Fresken an der Decke anschaulich vor allem die heilsgeschichtliche Funktion von Maria und ihre besonderen Eigenschaften vortragen, wird in zwei Emblem thematisch ihre Rolle als Mutter des künftigen Erlösers angedeutet (Arche Noah, Morgenstern), dessen Erlösungstat (der sündigen Menschheit) darin besteht, dass er den Kreuzestod erleiden muss. Und gerade dieses höchste Zeichen/Signum des christlichen Glaubens ist in der Anordnung der Fresken auf indirekte, subzerebrale Weise mit intendiert.

Diese direkte bildliche Bedingung (Existenz Mariens) und indirekte Folge davon (Geburt und Tod des Erlösers Jesus Christus) sind in der Schlosskapelle von Hofhegnenberg als inhaltliche Einheit zusammenzudenken.

Die Restaurierungen im 20. und 21. Jahrhundert

 
Hofhegnenberg, Schloss

Die Schloßkapelle erfuhr im 20. Jahrhundert einen Umbau und zwei Renovierungen. Im Jahre 1910 plante man den Bau einer neuen Sakristei „an Stelle der sehr feuchten alten und gegen die Einbeziehung der jetzigen Empore zu den Räumen des Schlosses [...].“[45] Im Zuge dieser Baumaßnahme war auch die Abnahme der „beiden Fresken an der oberen Decke der Empore [...]“ eingeplant. Der Vertreter des Generalkonservatoriums schrieb diesbezüglich an die Verwaltung der Kapellenstiftung: „Die Erhaltung der beiden Fresken ist wünschenswert. Technisch ist die Abnahme der Bilder möglich. Es bietet sich an den Decken der unteren vorgesehenen neuen Räume, die sich westlich an den Schloßtrakt anschließen und nunmehr neu errichtet werden sollen (neue Sakristei), Platz für die Wiederanbringung der Fresken.“[45]

Als im Jahr 2009 Dr. Dr. Peter Löw Schloss Hofhegnenberg Lothar Freiherr von Gebsattel für knapp zwei Millionen Euro abkaufte,[46] war es außen und innen heruntergekommen.[47] Er machte sich darin, das Gebäude und Räumlichkeiten aufwendig zu sanieren und zu restaurieren (ca. 2010–2012).[48]

Bibliographie

  • Bamberg, Schlossherren, 2009 — Bamberg, Gerd: Neue Schlossherren in Hofhegnenberg, in: Augsburger Allgemeine, 02.03.2009, o.S.
  • Bauer/Büttner/Rupprecht, Corpus, Band 10, 2005 — Bauer, Hermann/Büttner, Frank/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei, Band 10, München 2005.
  • Boschius, Symbolographia, 1702 — Boschius, Jacobus: Symbolographia Sive De Arte Symbolica Sermones Septem. [...], Augsburg/Dillingen 1702.
  • Bushart/Paula, Schwaben, 2008 — Bushart, Bruno/Paula, Georg: Bayern III: Schwaben (Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bayern III: Schwaben), München/Berlin 2008.
  • Deissler/Vögtle, Bibel, 2007 — Deissler, Alfons, Vögtle, Anton: Neue Jerusalemer Bibel, 3. Auflage, Freiburg i.Br. 2007.
  • Dornn, Litaniae, 1750 — Dornn, Franz Xaver: Litaniae Lauretanae ad Beatae Virginis, coelique reginae Mariae honorem et gloriam [...], Augsburg 1750.
  • Dreyer, Mages, 2017 — Dreyer, Angelika: Zwischen barocker Frömmigkeit und katholischer Aufklärung. Die Fresken von Joseph Mages (1728–1769), Regensburg 2017.
  • Etzler, Heimat, 2002 — Etzler, Franz: Heimat an Steinbach und Paar (Ortschronik der Gemeinde Steindorf), Steindorf 2002.
  • Fried, Lechrain, 2012 — Fried, Pankraz: Der Lechrain. Eine historische Heimatkunde, Thalhofen 2012, S. 78–80.
  • Ginther, Mater, 1726 — Ginther, Anton: Mater amoris et doloris quam Christus in cruce moriens omnibus ac singulis suis fidelibus in matrem legavit: Ecce mater tua. [...], Augsburg 1726.
  • Hildebrandt, Hofhegnenberg, 2009 — Hildebrandt, Maria: Schloß Hofhegnenberg. Dokumentation zur Baugeschichte, München 2009.
  • Kfl (Kürzel), Dux, 2010 — kfl (Kürzel): Der neue Dux von Hegnenberg, in: Augsburger Allgemeine, 27.11.2010, o.S.
  • Knittel, Lechfeld, 2002 — Knittel, Franz: Das historische Lechfeld. Zwischen Landsberg und Augsburg, Mering 2002.
  • Kretschmer, Lexikon, 2008 — Kretschmer, Hildegard: Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst, Stuttgart 2008.
  • Lamp, Schlossherr, 2017 — Lamp, Christian: Der Schlossherr. Unternehmer Peter Löw hat die Burg in Hofhegnenberg wieder herrichten lassen. Nun wohnt er selbst darin, in: Süddeutsche.de, Fürstenfeldbruck, 20.10.2017, o.S.
  • Manelli, Mariologie, 2018 — Manelli, Stefano M.: Biblische Mariologie, Regensburg 2018.
  • Paas, Bilderfabrik, 2001 — Paas, John Roger (Hg.): Augsburg, die Bilderfabrik Europas, Augsburg 2001.
  • Paas/Biller/Hopp-Gantner, Augsburg, 2013 — Paas, John Roger/Biller, Josef H./Hopp-Gantner, Maria-Luise: Gestochen in Augsburg. Forschungen und Beiträge zur Geschichte der Augsburger Druckgrafik. Hommage à Wolfgang Seitz zum 40. Jahrestag des von ihm gegründeten Augsburger Forscherkreises 1973–2013.
  • Paula/Bollacher, Denkmäler, 2012 — Paula, Georg/Bollacher, Christian: Landkreis Aichach-Friedberg. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Denkmäler (Denkmäler in Bayern, Band VII.87), München 2012, S. 555–559.
  • Rischert, Hofhegnenberg, 2012 — Rischert, Helmut: Das Schloss Hofhegnenberg und die Freiherren und Grafen von Hegnenberg genannt Dux, in: Landkreis Aichach-Friedberg (Hg.): Altbayern in Schwaben. Jahrbuch für Geschichte und Kultur, Altomünster 2012, S. 51–90.
  • Schaul, Schwaben, 1986 — Schaul, Bernd-Peter: Denkmäler in Bayern, Band VII: Schwaben, München 1986.
  • Schmeer, Verschwinden, 2017 — Schmeer, Julia: Marias Verschwinden: metaphorische Umgestaltung Mariens in der Nürnberger Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts und bei Luther (Diss.), München 2017. (https://edoc.ub.uni-muenchen.de/24149/).
  • Steichele, Bisthum, 1864 — Steichele, Anton: Das Bisthum Augsburg, historisch und statistisch beschrieben, Band 2, Augsburg 1864, S. 545–550.
  • Stöbich, Sommerwanderung, 2015 — Stöbich, Peter: Eine Sommerwanderung mit Bildungscharakter, in: Augsburger Allgemeine, 18.08.2015, o.S.
  • von Bezold/Riehl, Kunstdenkmale, 1895 (Nachdruck 1982) — von Bezold, Gustav/Riehl, Berthold: Die Kunstdenkmale des Königreiches Bayern vom elften bis zum Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Erster Band: Die Kunstdenkmale des Regierungsbezirkes Oberbayern, II. Theil. Stadt und Bezirksamt Freising. Bezirksamt Bruck. Stadt und Bezirksamt Landsberg. Bezirksämter Schongau, Garmisch, Tölz, München 1895 (Nachdruck: München/Wien 1982).
  • Wening, Topographica, 1701 — Wening, Michael: Historic-Topographica Descriptio, Das ist: Beschreibung Deß Churfürsten-vnd Herzogthumbs Ober- vnd Nider Bayrn, Tl. 1: Das Renntambt München, München 1701 (Nachdruck 1974).
  • Zoller, Mariae, 1712 — Zoller, Joseph: Mira satis, ac sine omni peccato Mariae sanctissima conceptio C. Symbolis chronographice concepta [...], Augsburg 1712.
  • Zoller, Mariae, 1712 — Zoller, Joseph: Mariae höchst=wunderbarliche und ohne alle Sünden=Mackl gnaden=reich beschehene Empfängnuß [...], Augsburg 1712.

Einzelnachweise

  1. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 51.
  2. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 51; Adresse: Herzog-Wilhelm-Straße 22, 82297 Steindorf-Hofhegnenberg; Denkmal-Nr.: D-7-71-168-9.
  3. 3,0 3,1 Fried, Lechrain, 2012, S. 79.
  4. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 75.
  5. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 53.
  6. Fried, Lechrain, 2012, S. 183; Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 53–54.
  7. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 54.
  8. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 54–56; https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Georg_von_Hegnenberg&oldid=210822354[zuletzt abgerufen am 08.03.2022].
  9. Etzler, Heimat, 2002, S. 316.
  10. Bushart/Paula, Schwaben, 1989, S. 476.
  11. Bamberg, Schlossherren, 2009; kfl (Kürzel), Dux, 2010; Lamp, Schlossherr, 2017.
  12. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 76.
  13. Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 79–80; zum Patrozinium siehe auch: Etzler, Heimat, 2002, S. 415.
  14. Etzler, Heimat, 2002, S. 414.
  15. Bushart/Paula, Schwaben, 2008, S. 476.
  16. Etzler, Heimat, 2002, S. 416.
  17. Hildebrandt, Hofhegnenberg, 2009, S. 27.
  18. Die Version von 1701, verfasst von dem Jesuitenpater Schönwetter, in: Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 80–81. Mit leichten Abweichungen davon bei Steichele, Bisthum, Bd. 2, S. 547.
  19. Ein Porträt-Abgleich des Geistlichen im Fresko mit dem Weihbischof Franz Xaver Adelmann von Adelmannsfelden ergab eine hohe Übereinstimmung, was indirekt auch die Porträt-Nähe des adeligen Paares als Auftraggeber-Paar nahelegt: https://de.wikipedia.org/w/index.php?=Franz_Xaver_Adelmann_von_Adelmannsfelden&oldid=212879420[zuletzt abgerufen am 08.03.2022].
  20. Vgl. eine ähnliche Gestaltung bei Ginther, Mater, 1726, S. 8.
  21. Boschius, Symobolographia, 1702: Classis I/Tabula IX, CI/TXXII, CIII/TVIII.
  22. Bauer/Büttner/Rupprecht, Corpus, Band 10, 2005, S. 116.
  23. Boschius, Symbolographia, 1702: Classis II/Tabula II, CII/T46XXXXVI, CIII/TXXII, CIII/XXX.
  24. 24,0 24,1 Manelli, Mariologie, 2018, S. 98.
  25. Deisssler/Vögtle, Bibel, 2007, S. 889.
  26. Koehler, Rose: http://campus.udayton.edu.
  27. Deissler/Vögtle, Bibel, 2007, S. 913.
  28. Boschius, Symbolographia, 1702: z.B. Classis I/Tabula XXXI, CIII/TXXII, CIII/TILX.
  29. Boschius, Symbolographia, 1702: z.B. Classis I/Tabula XXX, CII/TII.
  30. Kretschmer, Lexikon, 2008, S. 69.
  31. Boschius, Symbolographia, 1702: Classis III/Tabula VII, CIII/TXIV, CIII/TXXXI.
  32. Dornn, Litanei, 1750, Abb. 14: Mater divinae gratiae.
  33. Boschius, Symbolographia, 1702.
  34. Zoller, Mariae, 1712, S. 15.
  35. http://www.kathpedia.com/index.php?title=Meerstern&oldid=187413 [zuletzt aberufen am 08.03.2022]. Zur Bearbeitung der Metaphern Meerstern und Morgenstern: Schmeer, Verschwinden, 2017, S. 144–159.
  36. Nach: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Meerstern&oldid=187413[zuletzt abgerufen am 08.03.2022].
  37. Ginther, Mater, 1726, S. 221.
  38. Dreyer, Mages, 2017, S. 95, Anmerkung 542.
  39. Dreyer, Mages, 2017, S. 94–96.
  40. Dreyer, Mages, 2017, S. 90–100.
  41. . Diese Version erstmals bei Wening, Topographica, 1701, 1, S. 137, spätere Autoren wie z.B. Steichele, Bisthum, 1864, S. 547 variieren diese nur leicht.
  42. Steichele, Bisthum, 1864, S. 549.
  43. Etzler, Heimat, 2002, S. 418.
  44. Paas, Bilderfabrik, 2001; Paas/Biller/Hopp-Gantner, Augsburg, 2013.
  45. 45,0 45,1 Hildebrandt, Hofhegnenberg, S. 28.
  46. Stöbich, Sommerwanderung, 2015, o.S.
  47. Bamberg, Schlossherren, 2009, o.S.
  48. kfl (Kürzel), Dux, 2010; Rischert, Hofhegnenberg, 2012, S. 51; https://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/hofhegnenberg-der-schlossherr-1.3717367(SZ vom 21.10.2017).