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Hessen, Schloss

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Hessen, Schloss, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/7e098677-565c-49ed-a0fa-9527ed273170

Inventarnummer: cbdd10149

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In Schloss Hessen hat sich äußerst qualitätvolle Deckenmalerei von Hans Vredeman de Vries von ca. 1590 erhalten.

Schloss Hessen

Kurzbeschreibung und Lage

Die Reste von Schloss Hessen stehen am Nordrand der gleichnamigen Ortschaft. Die Anlage setzte sich ehemals aus dem eigentlichen Schloss, einer Vorburg und einem Wirtschaftshof sowie einem Garten zusammen.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Schloss Hessen[1] geht vermutlich auf eine Burg des 10. Jahrhunderts zurück. 1129 wurde sie erstmals genannt. 1348 gelangte die Anlage an die Herzöge von Braunschweig und Lüneburg, die sie verpfändeten. 1408 kam Schloss Hessen wieder in den Besitz der Landesherrschaft. Diese hatte aber weiterhin kein Interesse daran, die abgelegene Anlage zu nutzen und verpachtete sie an Adelige. 1535–38 nahm der Pächter Kurt von der Schulenburg Umbauten vor und ersetzte ein altes Gebäude durch einen Neubau.

1551 vertrieb Herzog Heinrich II. zu Braunschweig und Lüneburg den Pfandinhaber Ulrich von Regenstein mit Gewalt, ohne die Pfandsumme zu begleichen. Schloss Hessen wurde von 1562 bis 1568 Hauptwohnsitz des Erbprinzen Julius und seiner Frau Hedwig von Brandenburg. Das Paar ließ zwischen 1562 und 1568 zahlreiche Baumaßnahmen realisieren, so den Westflügel mit Treppenturm und Loggia an der Südwestecke des Hofes bis 1563.

Über einem Monat nach dem Tod ihres Gemahl am 3. Mai 1589 erhielt Hedwig Schloss Hessen. Sie ließ bis ca. 1595 weitere Baumaßnahmen durchführen. Als Architekt ist Paul Francke auf jeden Fall für 1590 bezeugt. Zu den Arbeiten gehörte auch die Neuausstattung der Schlosskapelle sowie die Ausmalung eines Zimmers im Turm – wohl eines Studiolos. Den Altar für die Kapelle schuf Hans Vredeman de Vries, der wohl auch die Kammer im Turm mit Groteskenmalerei 1589/90 versah. Hedwig starb 1602.

1607 entstand im Norden des Schlosses durch Johann Royer ein seinerzeit berühmter Garten. Bereits 1604 war Schloss Hessen als Wittum an Elisabeth von Dänemark verschrieben worden, die es nach dem Tod ihres Mannes 1613 von 1616 bis zu ihrem eigenen Tode 1626 als Sommersitz nutze. Schloss Hessen wurde im Dreißigjährigen Krieg mehrfach beschädigt. Später diente es nicht mehr als Wohnsitz für Mitglieder der landesherrlichen Familie und wurde nur noch temporär aufgesucht, etwa zu Jagden. 1726 entfernte man die Zwerchgiebel. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts diente Hessen als Domäne mit vorwiegend wirtschaftlicher Nutzung und war verpfändet. Die Schlossgräben wurden ab 1811 verfüllt.

Im 20. Jahrhundert setzte ein zunehmender Substanzverlust ein. Ab 1948 wurde der Westflügel abgerissen und 1970/71 der Nordflügel bis auf seinen östlichen Teil. Seit 1989 erfolgt eine etappenweise Sanierung des Schlosses, so ab 2000 der Dächer.

Auftraggeber

Der spätere Herzog Julius gilt als der bedeutendste Herrscher des Braunschweig-Lüneburger Teilfürstentums Wolfenbüttel. Er war als jüngster Bruder nicht für die Regierung vorgesehen und stand in politischem sowie konfessionellem Gegensatz zu seinem Vater. Hessen war sein Rückzugsort sowie der seiner Frau. Er war den schönen Künsten, aber auch der Verwaltung und Staatsorganisation zugetan. Auf seine Büchersammlung geht etwa die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel zurück. Er führte die Reformation ein und nahm zahlreiche Reformen im Sinne des Merkantilismus vor. Obwohl er sich von seiner Frau später entfremdete, erhielt Hedwig zahlreiche Schlösser und Rechte, zu denen auch Hessen zählte.

Architekten und Künstler

Unter Herzog Julius arbeitete Paul Francke auch an Schloss Hessen. Die Herzoginwitwe Hedwig beauftragt vermutlich zwischen Sommer 1589 und 1595 Hans Vredeman de Vries mit einem Altar für die Schlosskapelle und der Ausmalung einer Stube im Schlossturm. Er könnte die Arbeiten zusammen mit seinen Schwiegersohn Elias Wouter und seinen Sohn Paul ausgeführt haben.[2]

Beschreibung

Das Schloss[3] ist nur in Teilen erhalten. Die ehemals dreigeteilte Anlage setzte sich aus einem Schloss- und einem Amtsbereich zusammen. Beide waren von einem gemeinsamen Graben umgeben und werden heute als Oberburg und Unterburg bezeichnet. Dem Amtsbereich war ein Wirtschaftshof vorgelagert. Von seiner Seite her wurde der Komplex betreten. Der Amtshof war an drei Weiten von zweigeschossigen Bauten umstanden. An der vierten Seite erhob sich der Westflügel des dreigeschossigen Schlosses. Dieses setzte sich aus vier Flügeln zusammen. Im Osten konnte man das Schloss verlassen, um in den Garten zu gelangen. Der Komplex verfügte über zwei Türme, die beide noch erhalten sind. Einer stand an der Südwestecke des Amtshofs, der andere im Schloss am Übergang des Südflügels zum Westflügel. Nach Abriss des Westflügels steht der Turm heute am Ende des Flügels, und Oberburg und Unterburg sind nicht mehr voneinander geschieden.

Die Privatgemächer von Herzog Julius und seiner Frau befanden sich im Westflügel im zweiten Obergeschoss über der Ritterstube im ersten Geschoss. Es gab auch eine Stube mit Wandmalerei unbekannter Thematik. Alle Räume sind zusammen mit dem Flügel verloren.

Im Süden schloss an den Westflügel der Turm mit Treppenturm an der Hofseite an. Ihm waren zum Hof hin verner Arkaden vorgelagert, die eine einheitliche Front mit den anschließenden Südflügel herstellten. Während der Turm ebenfalls landesherrliche Gemächer aufnahm, diente der Südflügel vermutlich zur Unterbringung von Gästen. In die Hofecke zum Ostflügel ist ebenfalls ein Treppenturm gestellt. An der äußeren Ecke in den Graben wurde später eine zweigeschossige Altanen gebaut, die wohl ebenfalls Gastgemächer aufnahm sowie seit Anlage des Gartens im Norden des Schlosses einen Ausgang mit Brücke über dem Graben, um diesen neuen Garten bequem erreichen zu können. Damals wohnte hier der Hofgärtner Johann Royer.

Der Ostflügel beherbergte die Schlosskapelle und in späterer Zeit im Obergeschoss die Räume der Herzoginwitwen. Direkt über der Kapelle befand sich der sogenannte Grüne Saal. In zwei Fensterlaibungen haben sich Malereireste erhalten.

Der weitgehend verlorene Nordflügel nahm die Hofstube, Wirtschafts- und Verwaltungsräume auf.

Forschungsstand zur Baugeschichte

Der Forschungsstand zu Schloss Hessen und den erhaltenen Malereiresten ist ausgesprochen gut. Nach der Wende sind einige Qualifikationsschriften zu verschiedenen Aspekten von Schloss Hessen geschrieben worden. Am Anfang steht die Magisterarbeit von Sonneberg 1992 zum Schloss,[4] gefolgt 1993 von der Magisterarbeit zum Schloss und seiner Ausstattung von Kiesler,[5] die auch später zu Hessen publizierte.[6] 2001 folgte die Diplomarbeit von Lenzner zur Decken- und Wandmalerei im Turmzimmer.[7] Die Doktorarbeit von Scheliga 2002[8] zu Schloss und Garten stellt bis heute den Forschungsstand dar. Überwiegend auf diesen Erkenntnissen beruhen spätere Publikationen.[9]

Der Bergfried

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Der fünfgeschossige Bergfried[10] in der Oberburg stammt vermutlich aus dem 14. Jahrhundert. Er hat eine Grundfläche von 7 auf 7 Meter und ist ungefähr 30 Meter hoch. Er wurde im 16. Jahrhundert zu Wohnzwecken umgebaut und erhielt moderne Fenster und neue Zugänge. Direkt an den Bergfried kam in den 1560er Jahren ein Treppenturm, der die Räume im Turm nun auf drei Ebenen erschloss.

Vermutlich diente der Turm auch als Bibliothek. In einem Inventar von 1582 ist ein Studiolo belegt. Es ist möglich, dass es im obersten Geschoss lag. Derartige Türme mit Studierstuben gab es in jener Zeit öfter, etwa in Schloss Brake bei Lemgo. Denkbar ist aber auch, dass der Studiolo im ersten Obergeschoss lag, wo sich ein Raum mit Decken- und Wandmalereiresten erhalten hat.

Das Turmzimmer

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der Raum[11] wurde mit größter Wahrscheinlichkeit im Auftrag der Herzoginwitwe Hedwig zwischen 1589 und 1595 durch Hans Vrederman de Vries ausgemalt. Er diente vermutlich als Bibliothek. Spätestens im 18. Jahrhundert verlor er seine ursprüngliche Funktion und diente im 19. Jahrhundert als Taubenschlag.

Beschreibung

Im Bergfried befindet sich im ersten Obergeschoss das kreuzgratgewölbte sogenannte Turmzimmer. Es hat eine Grundfläche von acht Quadratmetern. Gegenüber dem Eingang an der Nordseite ist im Süden eine ca. fünf auf zwei Meter messende Fensteröffnung gelegen. Die Decke des Turmzimmers sowie die oberen Wandbereiche und die Wölbung der Fensteröffnung sind bemalt. Da die unteren Bereiche keine Bemalung aufweisen, hat man dort Regale für eine Bibliothek vermutet oder doch zumindest eine Holzvertäfelung. Für den Turm ist ein Studiolo belegt. Es wäre möglich, dass es sich in diesem Raum befand und nicht, wie sonst üblich, in einem der höheren Geschosse.

Die Malerei von Hans Vredeman de Vries im Turmzimmer

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Turmzimmer des ehemaligen Bergfrieds hat sich Decken- und Wandmalerei[12] aus der Zeit von ca. 1590 erhalten. Sie wurde in Secco ausgeführt und bedeckt das gesamte Gewölbe sowie die angrenzenden Schildbögen der Seitenmauern sowie die Wölbung der Fensternische. Auftraggeberin war Hedwig von Brandenburg zur Zeit ihrer Witwenschaft. Als Künstler wurde Hans Vredeman de Vries erkannt. Da de Vries 1590 in Braunschweig weilte, könnten die Arbeiten bereits damals erfolgt sein. Dort, wo später das aufgetragene Pigment verloren gegangen ist, hat man Reste einer Vorzeichnung mit Zeichenkohle entdeckt. Von 2010 bis 2011 wurde die Malerei restauriert.

Die Deckenmalerei

Die Decke ist durch gelb-ockerfarbene (Gold imitierende?) Beschlagwerksbänder in vier Teile gegliedert, die den Gewölbegraten folgen. Sie leiten über zu einem fingierten Okulus im Gewölbescheitel. Diese von Rollwerk gerahmte Himmelsöffnung ist vergittert. Ein Wechsel zwischen den Sphären des Betrachters und des Himmels ist also nicht möglich. Jedoch kommen vier Engel in starker perspektivischer Verkürzung herab, die durch das Gitter hindurch greifen. Die Malerei ist teilweise stark beschädigt. Nur noch drei Engel sind zu erkennen.

Die Decke präsentiert auf gebrochenem weiß, ocker und hellblau eine Groteskendekoration mit Roll- und Beschlagwerk. In jedem Deckenviertel ist eine Kartusche zu sehnen, die scheinbar vom Okulus abgehängt sind. Perlschnüre und gespannte Tücher befinden sich dazwischen. Die Darstellung prägend sind aber nicht das Roll- und Beschlagwerk, sondern die grünbelaubten Zweige, Laubbüschel und Blattkränze. Sie sind das Gegenstück zur tektonischen Gliederung der Decke. Zu ihnen gehören auch gedoppelte Schlangen, Flusskrebse, ein Phönix im Feuer und Früchte wie etwa Granatäpfel und Pfingstrosenblüten. Die Malerei kann an eine stilisierte Gartenlaube oder Treillage erinnern.

Die Mitten der Deckenviertel werden von unterschiedlichen Kartuschen eingenommen, die Wappen in Blattkränzen präsentieren. Die Wappen sind auf einen Betrachterstandpunkt am Fenster hin gestaltet und nicht auf den Eingang hin orientiert. Sie konnten bislang nicht alle bestimmt werden. Scheinbar eindeutig bestimmt wurde das Wappen über dem Fenster an der Südseite. Es handelt sich vermeintlich um den Lüneburger steigenden Löwen. Dieser müsste eigentlich blau angelegt sein auf einem mit Herzen bestreuten, goldenen Grund und nicht schwarz auf goldenem Grund. Das Wappen ist eingefasst von einem schwarz-weißen Band, den Farben der Hohenzollern. Es liegt auf einer fast schwarzen Scheibe, die von einem Lorbeerkranz eingefasst ist. Um das Wappen herum erblickt man eine Art Trauergerüst: Es sind Tuchfestons, gläserne Hängelampen mit erloschener Kerze und vier Totenschädel sowie zwei Cherubim mit vom Weinen tiefliegenden Augenhöhlen. Es muss sich also um das Wappen eines Verstorbenen handeln, der mit dem verstorbenen Ehemann von Hedwig, Herzog Julius, gleichgesetzt wurde. Prinzipiell wäre bei dem schwarzen steigenden Löwen an die Fränkischen Hohenzollern zu denken. Die Burggrafen von Nürnberg führten einen steigenden Löwen mit doppeltem Schweif im Schild. Man könnte meinen, dass der Löwe an der Decke in Hessen diesem entspricht. Es gab jedoch keinen Todesfall bei den fränkischen Hohenzollern vor 1603, als die Linie mit Georg Friedrich I. ausstarb. Im Osten ist der schwarze Adler des Herzogtums Preußen zu sehen. Es handelt sich nicht um den Brandenburger Adler, da dieser rot ist. Im Norden über der Tür ist das schwarz-silber gewürfelte Wappen der Hohenzollern zu erkennen. Im Westen erblickt man einen schwarzen Greifen. Es handelt sich nicht um das Wappen der Askanier, sondern um das Wappen Pommerns, doch ist der Pommersche Greif eigentlich rot. So erscheint das Wappenprogramm an der Decke willkürlich.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Adler ehemals zinnoberrot war. Es ist denkbar, dass nicht nur der Adler, sondern auch der Greif seine ehemals rote Farbe verloren hat. Denkt man diese Möglichkeit weiter, könnte der steigende Löwe nicht von einem schwarz-weißen, sondern einem rot-weißen Band umgeben gewesen sein. Und das wäre dann das Wappen der Markgrafschaft Brandenburg. Der Adler steht für Brandenburg, der Greif für Pommern, der Löwe für Nürnberg und das gewürfelte Wappen für die Dynastie der Hohenzollern. Hedwig würde sich damit auf ihre Familie beziehen. Das würde aber bedeuten, dass sich die Todessymbolik rund um das Wappen mit dem Löwen nicht auf einen aktuell Verstorbenen beziehen kann.

Damit ist die Interpretation der Malerei als Andenken der Witwe an ihren verstorbenen Gatten jedenfalls nicht haltbar. Der Aspekt des Memento Mori in Bezug auf das Brandenburger Wappen bzw. die Hohenzollern jedoch bleibt bestehen.

Die Malerei in den Schildbögen

Die Malerei der Wände ist weitgehend verloren und hat sich nur in den Schildbögen in Resten erhalten. Bereits 1906 notierte Meier nur noch die Namen von „Glaube“, „Liebe“, „Hoffnung“, aber sah keine zugehörigen Figuren mehr.[13] Heute sind auch die Schriftzüge verloren und es ist nur noch im Süden über dem Fenster zu identifizierende Malereien erhalten. Man erkennt eine Nereide und einen Triton, die aus einer Vase hervorwachsen und tulpenähnliche Blumen halten. In den Ecken hocken Eichhörnchen.

Über der Tür an der Nordseite hat sich rechts und links Laubwerk erhalten. In der Mitte kann man eine Frauengestalt in weit geöffnetem Mantel in geringsten Resten erahnen – vielleicht war sie die heute verlorene Caritas.

Die Malerei in der Fensternische

An der korbbogigen Decke der Fensternische hat sich die Darstellung einer Justitia in einer Beschlagwerkrahmung erhalten. Sie ist mit Beschlagwerk und Tuchgehängen wie ein Baldachin über der Nische gestaltet. Die barbusige Justitia hält Wage und Richtschwert, hat aber gemäß der norddeutschen Tradition keine verbundenen Augen.

Scheliga hat in der Ausführung der Malerei eine andere Hand als an der Decke erkannt. Sowohl die konturschärfere Malweise als auch die kältere Farblichkeit würden voneinander abweichen.[14]

Vorlagen und Vergleiche

Die Zuschreibung an Hans Vredeman de Vries erfolgt auch anhand der Nähe zu grafischen Vorlagen, die man in seinen Werken findet.[15] Scheliga hat zahlreiche Bespiele aufgeführt und verweist etwa für die trauernden Cherubime auf die Kupferstich-Serie „Grottesco“, jedoch ohne tiefliegende Augen. Die Tuchgehänge findet er ebenfalls gelegentlich in Vredemanschen Vorlagenwerken. Scheliga kommt zu dem Schluss: „Nirgendwo sonst in der erhaltenen profanen Wandmalerei des 16. Jahrhunderts in Deutschland sind Tuchgehänge, Fruchtbüschel und Laubgerten derart elegant und räumlich ausgewogen angeordnet wie hier in Hessen“.[16] Die hohe Qualität der Malerei ist bislang ohne Vergleich im norddeutschen Raum.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Arnhold, Hessen, 2010. – Arnhold, Elmar: Schloss Hessen. Fürstlich Braunschweigische Residenz der Renaissance. 2. Aufl. Braunschweig 2010.
  • Böcher/Kotyrba, Hessen, 2001. – Böcher, Britta/ Kotyrba, Sándor: Schloss Hessen. Kunsthistorische und bauanalytische Betrachtung eines Wahrzeichens (Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Hessen am Fallstein, 5). Mit einem Beitr. von Sylvia Lenzner zu Grotesken-Malerei im ersten Obergeschoss des Bergfrieds. Hessen 2001.
  • Kiesler, Hessen, 1993. – Kiesler, Claudia-Ros: Adeliges Wohnen und Repräsentieren in einem Schloß um 1600, dargestellt am Beispiel von Schloß Hessen (Magisterarbeit). München 1993.
  • Kiesler, Malereien, 1993. – Kiesler, Claudia-Ros: Die Malereien im Schloß Hessen. In: AKK – Architektur-, Kunst- und Kulturgeschichte für Nord- und Westdeutschland, 4 (1993), S. 128–137.
  • Kiesler, Hessen, 1996. – Kiesler, Claudia-Ros: Schloß Hessen - Raumstruktur, Ausstattung und Nutzung nach den Inventaren des 16. und 17. Jahrhunderts. In: "... zur Zierde und Schmuck angelegt ...". Beiträge zur frühneuzeitlichen Garten- und Schloßbaukunst (Materialien zur Kunst- und Kulturgeschichte in Nord- und Westdeutschland, 22). Marburg 1996, S. 53–108.
  • Lenzner, Hessen, 2001. – Lenzner, Sylvia: Erarbeitung eines Konservierungs- und Restaurierungskonzeptes für die Malereien und den Malereiträger des Turmzimmers im ersten Obergeschoss des Schlosses zu Hessen, Sachsen-Anhalt (Diplomarbeit Hochschule für bildende Künste). Dresden 2001.
  • Meier, Wolfenbüttel, 1906. – Meier, Paul Jonas (Bearb.): Die Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Wolfenbüttel mit Ausschluss der Stadt Wolfenbüttel (Die Bau- und Kunstdenkmäler des Herzogtums Braunschweig, 3). Wolfenbüttel 1906.
  • Scheliga, Hessen, 1999. – Scheliga, Thomas: Die Grotteskenmalereien in Schloß Hessen am Fallstein (Beiträge zur Geschichte der Gemeinde Hessen am Fallstein, 4). Hessen 1999.
  • Scheliga, Hessen, 2002. – Scheliga. Thomas: Schloss und Lustgarten in Hessen am Fallstein. Diss. Heidelberg 2002. https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/4460/
  • Sonnenberg, Hessen, 1992. – Sonnenberg, Rolf: Schloß Hessen bei Braunschweig unter Herzog Julius von Braunschweig und Lünbeburg (1568–1589). Hofkunst der Spätrenaissance in Norddeutschland (Magisterarbeit Universität Hamburg). Hamburg 1992.

Einzelnachweise

  1. Arnhold, Hessen, 2010; Scheliga, Hessen, 2002; Böcher/Kotyrba, Hessen, 2001; Scheliga, Hessen, 1999; Kiesler, Hessen, 1993; Sonnenberg, Hessen, 1992; Meier, Wolfenbüttel, 1906, S. 196–211.
  2. Scheliga, Hessen, 2002, S. 18, 58–59.
  3. Arnhold, Hessen, 2010; Scheliga, Hessen, 2002, S. 26, 30–31; Meier, Wolfenbüttel, 1906, S. 197–211.
  4. Sonnenberg, Hessen, 1992.
  5. Kiesler, Hessen, 1993.
  6. Kiesler, Malereien, 1993; Kiesler, Hessen, 1996.
  7. Lenzner, Hessen, 2001.
  8. Scheliga, Hessen, 2002.
  9. Etwa: Arnhold, Hessen, 2010; Böcher/Kotyrba, Hessen, 2001, mit einem Beitrag von Lenzner zur Malerei des Turmzimmers.
  10. Arnhold, Hessen, 2010, S. 31, 33; Scheliga, Hessen, 2002, S. 38–45; Meier, Wolfenbüttel, 1906, S. 204.
  11. Arnhold, Hessen, 2010, S. 33; Scheliga, Hessen, 2002, S. 42–43, 53–60; Meier, Wolfenbüttel, 1906, S. 204.
  12. Arnhold, Hessen, 2010, S. 33–37; Scheliga, Hessen, 2002, S. 53–60, bes. S. 58–59; Lenzner, Hessen, 2001; Scheliga, Hessen, 1999; Kiesler, Malereien, 1993; Meier, Wolfenbüttel, 1906, S. 204.
  13. Meier, Wolfenbüttel, 1906, S. 204.
  14. Scheliga, Hessen, 2002, S. 58.
  15. Scheliga, Hessen, 2002, S. 58-59.
  16. Scheliga, Hessen, 2002, S. 55.