Haigerloch, Schloss mit Schlosskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit

Seeger, Ulrike:Haigerloch, Schloss mit Schlosskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2024, URL: www.deckenmalerei.eu/cfe14eee-1c16-4198-97b1-374ef889e644

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Hauptanteil an der von Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen 1748 veranlassten Barockisierung der Schlosskapelle haben die vom Sigmaringer Hofmaler Andreas Meinrad von Au geschaffenen Fresken. Im Langhaus Szenen aus dem Leben des hl. Christophorus und der hl. Katharina von Alexandrien.

Haigerloch, Schloss - Schlosskirche
Haigerloch, Schloss - Schlosskirche

Schloss

Das 1580–1585 von Graf Christoph von Hohenzollern-Haigerloch (1552–1592) erbaute Schloss geht auf eine Burg der Zeit um 1200 zurück. Seit 1660 wurde es modernisiert, was sich bis Ende des 17. Jahrhunderts hinzog.[1]

Schlosskirche zur Heiligen Dreifaltigleit

Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen (1702–1769), der 1737 seine Residenz von Sigmaringen nach Haigerloch verlegte, bezog dort das Schloss seiner Vorfahren. Die in vorgeschobener Position auf einem Felssporn von Graf Christoph von Hohenzollern-Haigerloch (1552–1592) 1584–1609 errichtete Schlosskirche ließ er 1748 barockisieren. Den größten Anteil an der vom Stuckateur Nikolaus Schütz erdachten, vom Maurermeister Franz Großbayer (1709–1777) architektonisch umgesetzten Barockisierung hatten die Fresken des Sigmaringer Hofmalers Andreas Meinrad von Au (auch von Aw oder von Ow) (1712–1792).[2]

Im Zentrum des Langhauses stehen zwei Gewölbe mit Szenen der Namenspatrone des Stifterpaars Graf Christoph von Hohenzollern-Haigerloch und Gräfin Katharina, geb. Prinzessin von Welsperg und Primör. Christoph und Katharina hatten die Linie Hohenzollern-Haigerloch begründet, die Schlosskirche an ihren heutigen Platz verlegt und vor allem dort ihre letzte Ruhestätte gefunden.[3]

Die östliche Kuppel erhielt die Szenen aus der Legende des hl. Christophorus, die westliche die der Legende der hl. Katharina von Alexandrien. Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen war seit 1743 mit Maria Theresia (1696–1761), geborene Prinzessin von Waldburg zu Trauchburg verheiratet. Ihr Allianzwappen Hohenzollern-Sigmaringen und Waldburg zu Trauchburg befindet sich am Scheitel des Triumphbogens. Fürst Joseph Friedrich ließ seinen Leib in Sigmaringen, sein Herz an der Seite des Gründers Graf Christoph bestatten.[4]

Da die Autorin im Rahmen des CbDD bislang noch keinen Zugang zur Schlosskapelle erhalten hat, konnte das Programm der Deckengemälde noch nicht im Detail erfasst und beschrieben werden.

Langhaus

 
Haigerloch, Schloss - Schlosskirche


Bibliographie

  • • Dehio BAW, II, 1997, S. 270–271.
  • • Oehler, Haigerloch, 1993 = Oehler, Hans Albrecht, Schloßkirche Haigerloch. Kath. Pfarrkirche St. Trinitatis (Schnell, Kunstführer, 2071), München/Regensburg 1993.
  • • Schauz, Vorlagen, 1976 = Volkmar Schauz, Die Vorlagen des Meinrad von Aw zur Ausmalung der Schlosskirche von Haigerloch, in: Zeitschrift für hohenzollerische Geschichte, N.F. 12.1976, 161-162.
  • • Steim, Haigerlocher Schlosskirche, 1985 = Karl Werner Steim, Vor 400 Jahren war Baubeginn der Haigerlocher Schlosskirche. Ein Beitrag zur Baugeschichte vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, in: Hohenzollerische Heimat, 35/1, März 1985, S. 5–7.

Einzelnachweise

  1. Dehio BAW II, 1997, S. 273–274.
  2. Die Namen nach Oehler, Haigerloch, 1993, S. 4–5.
  3. Oehler, Haigerloch, 1993, S. 2.
  4. Oehler, Haigerloch, 1993, S. 3.