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Hünnefeld, Gut

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Hünnefeld, Gut, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/1fbe5078-16d8-4e00-9da2-56f87631a660

Inventarnummer: cbdd10076

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Haus Hünnefeld birgt ein Kabinett, dessen Decke ein Gemälde mit Allegorien aus der Zeit um 1700 ziert. Es zeitg eine Götterszene, umgeben von Grisaillen mit dekorativen und allegorischen Gestalten.

Hünnefeld, Gut
Hünnefeld, Gut

Haus Hünnefeld

Hünnefeld, Gut

Hünnefeld wurde erstmals 1146 genannt. Bereits 1447 gelangte die im 13. Jahrhundert erbaute Wasserburg[1] in den Besitz der von dem Bussche. Damals gab es eine Ober- und eine Unterburg. Die Unterburg wurde um 1600 niedergelegt. Hier entstand ein Wirtschaftshof. 1600-1614 ließen Gerhard Clamor von dem Bussche und seine Gemahlin Hedwig, geb. von Münchhausen das heute noch bestehende Herrenhaus erbauen. 1658 kam für Clamor-Eberard von dem Bussche der südliche Seitenflügel hinzu.

„Das Herrenhaus eine dreiflügelige zweigeschossige Anlage über hohem Sockelgeschoß; der mittlere Hauptflügel mit Zahnschnittgesimsen, Dreieckgiebel und flankierenden dreiseitigen Ecktürmen 1610/14 von Gerhard Clamor von dem Busche und Hedwig von Münchhausen, ebenso der einfachere rechte Seitenflügel mit Zwerchhaus. Der linke Seitenflügel 1658. Im Inneren wurde das Corps de logis durch Einfügung eines weiträumigeren Treppenhauses verändert. Die Räume erhielten damals eine bemerkenswert gut erhaltene Ausstattung: Saal mit Ledertapete 1733, der Sandsteinkamin frühes 17.Jh. Im roten Kabinett Deckengemälde mit Allegorien um 1700. In einem kleinen Kabinett Tapeten mit italienischen Landschaftsbildern, Rixheim 1813 von M.B.Mongin. Das blauweise Eßzimmer mit Fayenceofen und Delfter Fliesen mit biblischen Szenen völlig verkachelt, 18.Jh. Das Treppenhaus führt zu dem großen oberen Saal mit klassizistischer Ausmalung. Er entstand 1827 unter dem Einfluß von G.L.F. Laves, der Pläne für einen umfangreichen Umbau des Hauptflügels entwarf, die aber größtenteils nicht ausgeführt wurden.“[2]

Das Rote Kabinett und seine Deckenmalerei

Im Hauptflügel ist im Erdgeschoss das so genannte Roten Kabinett gelegen. Seine Decke zeigt Gemälde mit Allegorien aus der Zeit um 1700. Bei einer Besichtigung des Hauptgebäudes im Juli 1946 vermerkte Roswitha Poppe zum sogenannten Roten Kabinett bezüglich des Deckengemäldes: „zusammenkomponiertes Deckengemälde, stark restauriert, ursprünglich aus dem Ende des 17. Jahrh. Götterszene, umgeben von Grisaillen. mit dekorativen und allegorischen Gestalten, in und neben Kartuschen.“ Den Namen Rotes Kabinett hat der Raum nach einer roten Wandbespannung aus Seide von 1914.[3]

Bibliographie

  • Literatur:
  • Bruch, Rittersitze, 2004. – Bruch, Rudolf vom: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. Neuauflage Osnabrück 2004.
  • Dehio, Niedersachsen, 1992. – Dehio, Georg: Bremen - Niedersachsen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Gerd Weiß. München/Berlin 1992.
  • Mittelstädt, Schlösser, 2013. – Mittelstädt, Fritz-Gerd: Schlösser und Burgen im Osnabrücker Land. Ausgewählte Monographien in Texten und Bildern (Schriften der Kulturgeschichte des Osnabrücker Landes, 19). Belm 2013.

Einzelnachweise

  1. Bruch, Rittersitze, 2004, S. 209-214; Mittelstädt, Schlösser, 2013, S. 74-77.
  2. Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 768-769.
  3. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, Altakten.