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Flensburg, Haus Angelburger Str 22

Aus Deckenmalerei-Lab
Laß, Heiko:Flensburg, Haus Angelburger Str. 22, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/fae58c02-25e3-41e8-a1e6-ceac1ab8a212

Inventarnummer: cbdd20197

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

In eine translozierte Kassettendecke sind neun Tafelgemälde von Anfang des 18. Jahrhunderts eingelassen. Sie präsentieren verschiedene ideale Landschaften mit Menschen, die alltäglichen Tätigkeiten nachgehen. In einer Landschaft wird Hagar in der Wüste gezeigt.

Decke in der Angelburger Straße 22
Decke in der Angelburger Straße 22

Das Haus Angelburger Str. 22

Haus Angelburger Str. 22

Kurzbeschreibung und Lage

Das Haus steht an der Südseite der Angelburger Straße.

Bau-, Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Haus wurde 1609 erbaut und später mehrfach verändert.[1]

Beschreibung

Das weitgehend schmucklose zweigeschossige Giebelhaus von fünf Achsen Breite mit Krüppelwalmdach wird zur Angelburger Straße hin von Gurtgesimsen gegliedert. In die Tiefe nach Süden schließen sich mehrere Trakte an.[2]

Raum

Beschreibung

Der stark veränderte Raum im Erdgeschoss ist an der Nordwestecke des Hauses gelegen – von der Straße aus gesehen hinter dem modernen rechten Standerker. In die Decke ist in Kassetten eine neunteilige Malerei eingelassen.

Die Kassettendecke

Decke in der Angelburger Straße 22

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei stammt vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Damals gehörte das Haus Angelburger Straße Claus und Detlev Jansen. Die Malerei wurde in Öl auf Nadelholz gemalt und 1995/96 restauriert. Die Malerei an der Decke ist in Kassetten eingelassen und offensichtlich transloziert. Es ist unbekannt, ob sie aus einem anderen Raum stammt oder ob sie sich schon immer in dem Raum befand, in dem sie heute zu sehen ist. Jedenfalls wurden die Tafeln verkürzt, vermutlich im Rahmen eines späteren Umbaus.[3]

Beschreibung und Ikonographie

In Kassetten sind neun Tafeln in drei Reihen übereinander angebracht. Sie messen insgesamt 3,5 auf 4 Meter. Jede Tafel zeigt eine Landschaft. Der Betrachterstandpunkt ist jeweils leicht erhöht. Der Lichteinfall erfolgt diagonal. In üppiger Vegetation mit hohen Bäumen sind Gebirgslandschaften, Gewässer und Häuser zu sehen. Wenige Menschen gehen alltäglichen Beschäftigungen nach.[4]

Kutsche im Gebirge

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Die linke Tafel in der obersten Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Man erblickt eine Gebirgslandschaft. Im Vordergrund wird eine Kutsche von zwei Pferden gezogen. An der Straße steht ein Verkaufsstand. Von der Straße führt eine Treppe zu einem Gebäude empor. Auf einer Klippe steht ein Pavillon.

Brücke im Gebirge

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Das mittlere Bild in der oberen Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] In einer Gebirgslandschaft führt eine Balkenbrücke über eine tiefe Schlucht mit Wasserfall. Ein Mann mit beladenem Esel überquert sie. Im Hintergrund ragt eine Burgruine auf.

Hof an einem Gewässer mit Angler

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Die rechte Tafel in der oberen Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Man erblickt ein Gewässer mit Angler. Am anderen Ufer steht ein Hof.

Hagar in der Wüste

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Die linke Tafel in der mittleren Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Sie zeigt in einer waldigen Landschaft Hagar in der Wüste. Sie kniet links, hinter ihr steht in der Mitte der rettende Engel, rechts liegt der sterbende Ismael.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung von Hagar folgt Merian.[7]

Wassermühle

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Das mittlere Bild in der mittleren Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Man erblickt eine fantastisch aufgetürmte Wassermühle. Auf dem Gewässer rudern zwei Menschen in einem Boot.

Siedlung am Wasser

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Die rechte Tafel der mittleren Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Gezeigt wird eine Ansiedlung mit mehreren Häusern an einem Wasserlauf. Vor den Häusern erblickt man zwei Menschen.

Hof hinter einem Baum

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Das linke Bild in der unteren Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Dargestellt ist ein Hof hinter einem Baum.

Hof im Wald

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Das mittlere Bild in der unteren Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Die Malerei präsentiert einen Bauernhof im Wald. Im Vordergrund geht ein Mensch. Ferner sieht man zwei Schwäne oder Gänse.

Blick auf eine Stadt

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei in Öl auf Nadelholz stammt vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der Bildträger ist aus drei verleimten Nadelholzbrettern zusammengesetzt und anschließend dünn grundiert worden. Die ebenfalls dünne Ölmalerei wurde in mindestens 25 Schichten aufgetragen und gefirnisst. Zu einem unbekannten Zeitpunkt wurde die Tafel verkürzt. 1995/96 erfolgte eine Freilegung der Malerei. Anschließend wurden die Fehlstellen retuschiert bzw. rekonstruiert.[5]

Beschreibung und Ikonographie

Das rechte Gemälde in der unteren Reihe misst ungefähr 1 auf 1,15 Meter.[6] Zwischen einem ansteigenden Felsen und einem Baum geht der Blick über ein Gewässer auf eine Stadt im Hintergrund.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Kraack, Kataster, 2013. — Kraack, Gerhard (bearb.): Historisches Kataster der Stadt Flensburg. Die Häuser und ihre Besitzer von 1436 bis 1795 (Große Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte e.V., 76). 3 Bde. Flensburg 2013.
  • Rohling, Flensburg, 1955. — Rohling, Ludwig: Die Kunstdenkmäler der Stadt Flensburg (Die Kunstdenkmäler des Landes Schleswig-Holstein, 7). München/Berlin 1955.
  • Wenzel, Kaufmannshöfe, 2020. — Wenzel, Eiko: Historischer Exkurs. Kaufmannshöfe — Eine Flensburger Denkmalgruppe und ihre Geschichte, in: Vom Deutschen Haus zum Flensborghus. Die Dänisch-Deutsche Kulturachse Flensburger Altstadt. Flensburg 2020, S. 22-51.
  • Quellen:
  • Merian-Bibel, 1630. — Biblia, Das ist: Die gantze H: Schrifft Alten und Newen Testaments, Verteutscht: Durch D. Martin Luther […], Insonderheit aber mit den schönen und Kunstreichen Original Kupfferstücken Matthaei Merians gezieret [...]. Straßburg 1630.
  • Archivalien:
  • Liedtke/Matthiesen, Zwischenbericht, 1996. – Liedtke, Christian/Matthiesen, Henning: Zwischenbericht über die Restaurierung der Deckentafeln der Kassettendecke Angelburgerstr. 22 in Flensburg.

Einzelnachweise

  1. Kraack, Kataster, 2013, S. 763.
  2. Kraack, Kataster, 2013, S. 763; Rohling, Flensburg, 1955, S. 406.
  3. Kraack, Kataster, 2013, S. 764. Liedtke/Matthiesen, Zwischenbericht, 1996, S. 2-4.
  4. Liedtke/Matthiesen, Zwischenbericht, 1996, S. 2-3.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 5,7 5,8 Liedtke/Matthiesen, Zwischenbericht, 1996, S. 2-4.
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 6,6 6,7 6,8 Liedtke/Matthiesen, Zwischenbericht, 1996, S. 3.
  7. Merian-Bibel, 1630.