Laß, Heiko:Unterlind, Gut, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/8a96a26e-57e9-4f06-8546-4bd2268e43bb

Inventarnummer: cbdd10113

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Das Rittergut Unterlind barg um 1900 Wandmalereien mit Landschaften aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, die heute verloren sind.

Unterlind/Sonneberg, Schloss Unterlind
Unterlind/Sonneberg, Schloss Unterlind

Das Rittergut Unterlind

Geschichte und Beschreibung

Das Rittergut ist seit dem 16. Jahrhundert belegt. 1710 ließ Georg Hartmann von Erffa einen Neubau errichten.[1] Es handelt sich um einen schlichten, zweigeschossigen Rechteckbau von 9 auf 5 Achsen unter steilem Walmdach. An den Längsseiten sind die mittleren drei Achsen um ein Geschoss erhöht und unter einem Dreiecksgiebel zusammengefasst. An den Schmalseiten entsprechen ihnen dreiachsige Erker. Im Inneren haben sich einige qualitätsvolle Stuckdecken erhalten, die Bartolomeo und Carlo Domenico Lucchese zugeschrieben werden.

Die ehemalige Wandmalerei

Beschreibung

Georg Voss beschreibt 1899 in einem Raum des Erdgeschosses, „der jetzt als Speisekammer dient, [...] 4 Wandtapeten aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, Oelmalerei auf Wachstuch, an den Wänden befestigt; jedesmal eine Gartenlandschaft mit Baulichkeiten und drei Knaben, welche ohne künstlerische Motivierung, doch ganz orginell, ein Gemälde (darauf Scene in der Weise von Teniers gemalt) in Roccoco-Rahmen halten".[2] Der Verbleib der beschriebenen Malerei ist unbekannt.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Lehfeldt/Voss, KDM Sonneberg, 1899. – Lehfeldt, Paul/Voss, Georg (Hrsg.): Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens (Bd. 3): Herzogthum Sachsen-Meiningen: Kreis Sonneberg; Amtsgerichtsbezirke Sonneberg, Steinach und Schalkau. Jena 1899.
  • Schwämmlein, Sonneberg, 2005. – Schwämmlein, Thomas: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Thüringen, Bd. 1. Landkreis Sonneberg. Erfurt 2005.

Einzelnachweise

  1. Lehfeldt/Voss, KDM Sonneberg, 1899, S. 39; Schwämmlein, Sonneberg, 2005, S. 517519.
  2. Lehfeldt/Voss, KDM Sonneberg, 1899, S. 39.