Schirgiswalde, Hauptstr 5
Inventarnummer: cbdd20055
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Das zweigeschossige Haus aus dem 18. Jahrhundert besitzt profilierte Fenstergewände und ein hohes Satteldach. Eine Privatkapelle im ersten Obergeschoss zeigt eine Darstellung der Marienkrönung umgeben von Wolken. Die vier Evangelisten sind in separaten Rahmen dargestellt.
Das Bauwerk
Das zweigeschossige, siebenachsige Haus mit profilierten und geohrten Fenstergewänden stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Ein hohes, schiefergedecktes Satteldach beschließt das Gebäude.
Die Deckenmalerei im 1. Obergeschoss
In einer der Räume im ersten Obergeschoss befindet sich eine kleine Privatkapelle, welche mit verschiedenen figürlichen Malereien ausgestattet ist.
Das große, runde Mittelbild zeigt, umgeben Wolken, die Darstellung der Marienkrönung: In der Mitte befindet sich die knieende Muttergottes, gehüllt in zweifarbige Gewänder und die Hände vor der Brust gekreuzt. Auf der linken Seite steht der bartlose Christus, nur in sein Untergewand gehüllt und mit den Wundmalen an Händen und Füßen versehen, sowie das Kreuz in seiner Rechten haltend. Rechts steht Gottvater, bärtig und in vollem Gewand, mit dem Dreieckssymbol der Dreieinigkeit hinter seinem Haupt und seine Linke auf die überdimensioniert große Weltkugel ganz rechts legend. Beide halten mit ihrer linken bzw. rechten Hand die Krone über Marias Haupt während im Scheitelpunkt des Gemäldes die Taube des Heiligen Geistes ihre Strahlen auf die Untenstehenden herabsendet.
Das zentrale Bild ist umgeben von den Darstellungen der vier Evangelisten in vierpassförmigen Formaten:
Der Evangelist Lukas, mit grauem Bart und Haar, ist in frontaler Darstellung zu sehen, wie er mit nachdenklicher Mimik mit dem Federkiel, den er in seiner Rechten in das von seiner Linken auf seinem Schoß gehaltene Buch schreibt. Links von ihm sitzt im Hintergrund der Stier, der mit verschmitztem Blick das Tintenfass in seinem Maul hält.
Der Evangelist Matthäus ist als alter, bärtiger Mann in reich gefaltetem Gewand dargestellt, wie er mit der Feder seiner Rechten in das Buch auf seinem Schoß schreibt. Gleich hinter ihm sitzt, das rechte Bein vorgestreckt und sich keck halb nach links vorwendend, seine Attributsfigur, der Engel. Umsichtig weist er dem Schreiber mit seiner rechten Hand auf das Buch, während er in seiner Linken das an feinen Schnüren aufgehängte Tintenfass emporhält.
Auch der Evangelist Markus, mit dunkelbraunem Bart und längerem Haar, ist zu sehen, wie er mit dem Federkiel in seiner Rechten in das aufgeschlagen vor seinem Bauch liegende Buch schreibt. Links hinter ihm erscheint der Löwe, der das an Schnüren hängende Tintenfass in seinem Maul hält.
Der Evangelist Johannes ist schließlich halb von rechts, bartlos und in reichem Gewand dargestellt. Mit der hoch aufgerichteten Feder in seiner Rechten schreibt er in das aufgeschlagen vor ihm liegende Buch schreibt. Ganz auf der linken Seite unten hält sein Attributstier, der Adler das Tintenfass im Schnabel.