Sögel, Jagdschloss Clemenswerth

Laß, Heiko:Sögel, Jagdschloss "Clemenswerth", in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/7dce5bf2-320c-44a5-9148-0db65af91918

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Schloss Clemenswerth wurde 1737–47 für Clemens August von Bayern im Pavillonsystem erbaut. Im Hauptgebäude sowie der Schlosskapelle hat sich Deckenmalerei von Gerhard Koppers und Vittorio Maria Bigari erhalten.

Schloss Clemenswerth

Geschichte und Beschreibung

Das Jagdschloss Clemenswerth[1] ist für den Münsteraner Fürstbischof Clemens August, der u.a. zugleich Fürsterzbischof und Kurfürst von Köln war, von 1737 bis 1747 im Pavillonsystem nach Plänen von Johann Conrad Schlaun erbaut worden. Es diente seinem Bauherrn als Jagdschloss. Der Grundstein für die Schlosskapelle wurde im Oktober 1737 gelegt. Zugleich wurde hier mit päpstlicher Erlaubnis eine Mission gegründet.

Mit dem Tod von Clemens August 1761 war die Glanzzeit von Clemenswerth vorbei. 1803 gelangte es an das Haus Aremberg, in dessen Besitz es bis 1968 verblieb. Ein geplanter Umbau der Gesamtanlage fand nie statt, vielmehr wurde sie weitgehend unverändert erhalten. Erst 1945 kam es zu schweren Schäden und dem Verlust der Ausstattung. 1967 wurde das Schloss vom damaligen Landkreis Aschendorf-Hümmling erworben und bis 1972 zu einem Museum umgewandelt. Seit 1977 ist der Landkreis Emsland Eigentümer der Kernanlage, seit 2000 auch des gesamten Parks.

Der Komplex ist auf einer bewaldeten leichten Anhöhe im Osten von Sögel gelegen und hat einen annähernd glockenförmigen Umriss. Er wird von einem Jagdstern aus acht Lindenalleen strukturiert, die sich auf dem höchsten Punkt der Anlage kreuzen. Im Westen des Schlossareals gegen die Ortschaft ist am Eingang an der Nordseite der Ost-Westachse ein halbrund geschwungener Marstall gelegen, für den ein Hundezwinger als Pendant an der Südseite projektiert war. Dieser Platz sollte der Auftakt zum Schlossareal werden. Das zentrale Schloss steht inmitten des Kreuzungspunktes auf einem freien Platz. Es ist so angeordnet, dass die Schneisen von den Fenstern des Schlosses eingesehen werden können. Der Kernbereich setzt sich aus dem zentralen, achteckigen, zweigeschossigen Pavillons sowie acht in gleichem Abstand im Kreis um diesen am Rand des ehemals komplett gepflasterten Platzes angeordneten, eingeschossigen Pavillons zusammen. Die Bauten sind einheitlich in Backstein ausgeführt, haben Werksteingliederungen und Mansarddächer. Die umgebenen Pavillons sind im Äußeren annähernd identisch gestaltet und nach den verschiedenen Fürstentümern des Bauherrn sowie nach ihm selbst benannt: Pavillon Clemens August, Pavillon Köln, Pavillon Mergentheim, Pavillon Münster, Pavillon Hildesheim, Pavillon Paderborn, Pavillon Osnabrück. So wird Clemens August mit seinem gesamten Titel genannt. Diese sieben Pavillons dienten als Gästehäuser oder Wirtschaftsgebäude, der achte Pavillon nimmt die Schlosskapelle auf und ist mit einem Dachreiter gekennzeichnet. An seiner Rückseite schließt sich ein Kloster an. Gleich hinter den Bauten beginnt der Wald.

Forschungsstand

Der Forschungsstand zu Schloss Clemenswerth ist ausgesprochen gut. Seit der Arbeit von Plagemann 1969[2] hat sich der Kenntnisstand ständig erweitert, vor allem im Zusammenhang mit dem Bauherrn Clemens August von Bayern[3] und dem Architekten Johann Conrad Schlaun, was im Besonderen die Jubiläumsausstellung 1995 in Münster[4] bezeugt. Die Ausstattung und auch die Wand- und Deckenmalerei sind im Rahmen dieser Untersuchungen immer wieder beachtet worden, bedürfen aber noch einer Aufarbeitung und abschließenden Bewertung. Bigari ist von der italienischen Forschung bearbeitet worden,[5] deren Ergebnisse in Deutschland bislang nicht rezipiert wurden. Das Werk des Malers Gerhard Koppers wurde bislang nicht erforscht.

Das Hauptgebäude

Kurzbeschreibung und Lage

Das Hauptgebäude von Schloss Clemenswerth erhebt sich auf dem zentralen Platz der als Pavillonsystem errichteten Anlage. Es ist mit einem Mansarddach gedeckt und als einziger Bau des Schlosskomplexes zweigeschossig.

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Das ab 1737 errichtete Gebäude[6] hatte seine Glanzzeit bis zum Tode seines Bauherrn Clemens August von Bayern im Jahre 1761. Bereits zu seinen Lebzeiten war die Ausstattung verändert worden, nach seinem Tode wurden fast alle Mobilien veräußert. Das Haus Aremberg, an das Clemenswerth 1803 gelangt war, erhielt die Anlage und stattet sie zeitgemäß aus. 1849 wurden die ursprünglichen Bleifenster durch haltbarere Holzsprossenfenster ersetzt. Die verbliebene Ausstattung wurde nur teilweise erneuert. 1945 ging sie jedoch komplett verloren und das Gebäude erlitt schwere Schäden. Der Stuck war zerschossen, die Wandbespannungen und Gobelins waren zerschnitten oder verschwunden, Spiegel und Möbel zerschlagen oder entwendet worden. Nach 1949 begann eine Grundinstandsetzung des Gebäudes. Eine grundlegende Restaurierung erfolgte erst in den Jahren 1983–88. Als Zeitstellung wurde 1740/41 angestrebt.

Architekten, Künstler und Handwerker

Das Schloss wurde nach Plänen das Architekten Johann Conrad Schlaun für den Münsteraner Bischof Clemens August von Bayern in den Jahren 1737–47 erbaut.[7] Schlaun entwarf auch den plastischen Fassadenschmuck. Johann Christoph Manskich führte seine Entwürfe aus.[8]

Die Dekoration der Haupträume lag in den Händen von Stephan Laurent Delarocqie und der Werkstatt Michel Leveillys.[9] Der Stuck ist zum größten Teil am Ort freiplastisch nach Entwürfen von Leveilly und Schlaun durch die Stuckatuere C. Pietro, Domenico Castelli und Carlo Pietro Morsegno ausgeführt worden. Die Malereien im Hauptgebäude schuf Gerhard Koppers, die Supraporten teilweise auch sein Sohn Johann Anton Koppers. Dieser verantwortet auch zwei Gemälde in der Schlosskapelle, während die Wand- und Deckenmalerei dort von Vittorio Maria Bigari geschaffen wurde.

Baubeschreibung

Das Hauptgebäude[10] hat die Grundform eines Achtecks mit vier Flügeln. Die Eingänge befinden sich im östlichen und westlichen Kreuzarm. Der Haupteingang ist im Westen gelegen und dieser Flügel ist konvex ein wenig ausgedehnt, um ein Treppenhaus aufnehmen zu können. Fenster befinden sich an den freien Seiten des Achtecks sowie den äußeren Fronten der Rechtecke. Die Grundform findet ihr Vorbild in der Pagodenburg von Schloss Nymphenburg.

Der Außenbau ist schlicht, ohne Pilaster, nur mit den für Schlaun typisch gekuppelten Ecklisenen gestaltet, gibt aber trotzdessen zahlreiche Hinweise auf die Jagd. So schmücken ihn Jagdtrophäen aus Baumberger Sandstein, die Johann Christoph Manskich schuf. Die Gehänge werden von Hundeköpfen gehalten. Sie sind an den Flanken der Rechtecke angerbracht. Je zwei Gehänge zeigen die Hohe Jagd auf den Hirsch (im Westen), die Wolfsjagd (im Norden), die Reiherbeize (im Osten) und die niedere Jagd (im Süden). Von den Hauptachsen ausgehend hat man jeweils drei Wandflächen vor sich: einen Mittelteil und zwei Flügelseiten. Sie haben immer dasselbe Thema der Jagd. Hierzu gehören auch die Schriftzüge über Eingängen und Fenstern. Über dem Haupteingang im Westen steht: „DeCet haeC VenatIo aVgVsto regVM eX sangVIne natus“ (Diese Jagd ziemt solchen, die aus dem erhabenen Geschlecht der Könige stammen) Dazu kommen ein Hirschkopf, Jagdhörner, Jagdspieße sowie im Segmentgiebel das kurfürstliche Wappen. An der Nordseite steht: „InnoCenes tVerI INsIDIasqVe gressVs LVpI eVertere gLorIosVM est“ (rühmlich ist es, die Unschuldigen zu beschützen und die Nachstellungen des anfallenden Wolfes abzuwehren). Hinzu kommen ein Wolf mit Netz, Jagdspieße, Flinte, Gabeln. Im Osten steht: „aD VsqVe nVbes et per arCVa seqVItVr DoneC VInCat“ (bis in die Wolken und über alle Hindernisse verfolgt er sein Ziel bis zum Sieg). Hier werden Falken über Reihern mit Falknergeschirr gezeigt. Und im Süden ist zu lesen: „qVot Lepores aLItesqVe eDVcat sogeLanVs ager, tot eCCe sVo nVtrit prinCipi DeLICIas“ (wieviel an Hasen und Federwild das Sögeler Land hervorbringt, ebenso viel Vergnügen verschafft es fürwahr seinem Fürsten). Dazu werden Hasen und Feldhühner, Flinten, Pulverhorn und Hirschfänger gezeigt. Die großen Buchstaben aller Texte in der richtigen Reihenfolge sind das Chronogramm des Datums der Grundsteinlegung 1737.

Der Grundriss[11] des Hauptgebäudes besteht vom Prinzip aus einem Achteck, bei dem an vier Seiten Rechtecke angefügt wurden. Ungeachtet des achteckigen Umrisses ist der zentrale Salon im Erdgeschoss kreisrund. Der westl. Kreuzflügel weitet sich fast unmerklich trapezförmig zur leicht rund vorschwingenden Hauptfassade. In diesem Flügel befindet sich das durch zwei Geschosse reichende Vestibül mit einer zweiläufigen Treppe zum ersten Obergeschoss. Der Ostflügel nimmt eine schmale Nebentreppe zu untergeordneten Räumen und Dienerzimmern im Mansarddach auf sowie ein Kabinett für das Büfett. Im Nord- und Südflügel befindet sich im Erdgeschoss jeweils ein Kabinett, das vom Salon aus betreten wird. Das erste Obergeschoss hat eine andere Struktur. Auf die Treppe folgt ein quergelegtes Vorzimmer, das über der westlichen Hälfte des Salons im Erdgeschoss liegt. An der Nord- und Südseite schließt sich je ein Appartement an. Das südliche hat zwei Räume. Sein Schlafzimmer ist über dem südöstlichen Viertel des Salons gelegen, dazu kommt ein Kabinett im südlichen Flügel. Das nördliche Appartement verfügt über drei Zimmer: Ein Schlafzimmer über dem nordöstlichen Viertel des Salons und ein Kabinett im nördlichen Flügel sowie eine Garderobe über dem Büfettraum. Das Erdgeschoss nimmt damit die Repräsentationsräume auf, das Obergeschoss die privaten Zimmer des Hausherrn sowie eines hochgesellten Gastes.

Die Ausstattung[12] der Räume nahm auf ihre Bestimmung sowie den Auftraggeber Bezug. Der Salon hat beispielsweise einen Marmorfußboden mit Wittelsbacher Rautenwappen. Hier wie in allen anderen Räumen stehen Marmorkamine von Manskirch. Die Zargen der Räume sind reich geschnitzt und die Supraporten tragen Gemälde mit Bezug auf die Jagd oder die Raumfunktion. Mit Ausnahme des Treppenhauses haben die Räume keine Deckengemälde, sondern höherwertige Stuckdecken. Diese zeigen Jagdmotive in Treppenhaus sowie Salon und Chinoiserien in Kabinetten.

Das Treppenhaus und Vestibül

Beschreibung

Das zweigeschossige, sehr steile Vestibül[13] ist mit dem Treppenhaus kombiniert. Es liegt im westlichen Arm des Hauptgebäudes, der trapezartig geweitet ist. Gegenüber dem Eingang im Westen liegt der Zugang zum Salon im Osten. Dieser wird von zwei Treppenaufgängen flankiert, die an der Nord- und Südwand zum ersten Obergeschoss emporführen und auf einem Podest über dem Saaleingang enden. An das Treppengeländer sind die bekrönten Schilde mit Wittelsbacher Raute sowie Monogramm des Bauherrn appliziert. Oben am Gitter hinter dem Podest wird das Deutschordenskreuz präsentiert. Die Treppe lenkt den Blick empor auf das Podest, wo im Idealfall der Hausherr selbst stand. Weiter gleitet der Blick an die Decke.

Wände und Decke zeigen elegante, freiplastische Stuckaturen. Ein stuckiertes Simsband trennt die Zone des Erdgeschosses von der des Obergeschosses. Über dem Eingang zum Saal zeigt ein Stuckrelief einen Jäger mit abgefangenem Hirsch. Über ihm an der Decke unter dem Podest wird ein stuckierter Hirschkopf in einer Rocaille präsentiert, den Jagdhunde betrachten. Im unteren Bereich des Vestibüls gibt es ferner stuckierte Trophäen, die am Simsband befestigt sind und weitere Insignien landesherrlicher Macht präsentieren. An der Südwand sind es Kurfürstenhut, Mitra und Bischofsstab, an der Nordwand Kürass, Helm, Schwert, Standarten und Lanzen. Damit sind der Kurfürst von Köln sowie der Deutschordensmeister gemeint. Hinzu kommen Vollwappen des Bauherrn an der Nord- und Südwand, die von jeweils zwei posaunenden Engeln auf Wolken präsentiert und gleichsam über das Simsband emporgetragen werden. Im oberen Bereich ist im Westen über der Eingangstür ein Fenster gelegen. Im Osten befindet sich eine Tür, durch die man das Vorzimmer im ersten Obergeschoss betritt. Zwei weiß-pastellgelb und pastellblau gefasste Scheintüren sind an der Nord- und Südwand stuckiert. Die Supraporten zeigen sich ausruhende Jäger. Zwischen Fenstern und Türen sind vier Gemälde in die Wand eingelassen, die Clemens August auf der Parforcejagd zeigten. Die reich mit Jagdmotiven stuckierte Decke präsentiert ein zentrales Bild der Jagdgöttin Diana.

Decke und Deckengemälde im Treppenhaus

Beschreibung und Künstler

Die trapezförmige Decke[14] mit abgerundeten Ecken wurde nach Entwürfen von Michel Leveilly gestaltet. Die Ausführung vor Ort erfolgte durch die Brüder Carlo Pietro und Domenico Castelli. Als dritter Stuckateur war Carlo Pietro Morsegno genannt, der seit 1723 als einer der Gehilfen von Leveilly nachweisbar ist. Anstreicher war Gerhard Rothmann, das Deckengemälde wie auch die Wandgemälde schuf Gerhard Koppers. Als Abschluss der stuckierten Voute tragen Doppelkonsolen in Gestalt von Hundeköpfen den Deckenspiegel. In der Mitte ist das Deckengemälde in einem eigenen Stuckrahmen befestigt. In dem Bereich dazwischen erblickt man an den beiden Langseiten ein Jagdnetz. In der Mitte eines jeden Netztes wird ein Wildkopf präsentiert: Im Norden der eines Hirsches und im Süden der eines Bären. An den Schmalseiten im Westen und Osten ist nicht genug Platz für das (bildliche) Aufspannen eines Netzes. Dort sind nur die Tierköpfe mit Vorderläufen zwischen Hunden zu sehen: Im Osten handelt es sich um einen Wolf und im Westen um ein Wildschwein. Aus den Ecken der Decke scheinen Hunde fortzulaufen. Sie kehren einander den Rücken zu. Vor den Trophäen in der Mitte scheinen weitere Hunde das Wild zu stellen.

Deckengemälde

Das Deckengemälde[15] wurde von Georg Koppers in Öl auf Leinwand geschaffen. Es zeigt die Jagdgöttin Diana auf ihrem von Hirschkühen gezogenen Wagen in den Wolken. Diese ruhen gerade und der Wagen ist zum Stehen gekommen. Diana trägt ein Diadem mit einer Mondsichel. Ihr Blick ist unbestimmt nach oben gerichtet. In ihrer rechten Hand hält sie einen gefiederten Pfeil. Über der Göttin liegen zwei Putten auf den Wolken. Eine bläst in ihr Horn, weshalb eine der Hirschkühe zu ihr zurückblickt. Unterhalb des Wagens haben sich zwei Gefährtinnen der Diana auf den Wolken gelagert. Die eine kehrt dem Betrachter den Rücken zu und bläst ein Brackenhorn, die andere ist dem Betrachter zugewandt und hält einen Jagdbogen in der Hand. Auch sie blickt den Betrachter nicht an. Vielmehr wendet sie sich über die Schulter zurück an eine Putte, die ihren Köcher mit Pfeilen trägt. Im Vordergrund auf einer unten am Bildrand befindlichen Wolke ist eine männliche Figur gelagert, die aus dem Bild herausschaut. Auch sie nimmt keinen Blickkontakt zum Betrachter auf. In der Hand hält sie ein Parforcehorn.

Die Ansichtigkeit des Gemäldes ist auf den das Gebäude betretenden Besucher ausgerichtet.

Vorlagen und Vergleiche

Die Decke orientiert sich an jener der Kapelle von Schloss Clemensruhe in Bonn, wurde aber für die Bauaufgabe Jagdschloss ikonografisch abgewandelt.

Wand und Wandgemälde im Treppenhaus

Beschreibung

Die Wände[16] im oberen Bereich des Treppenhauses werden von einer realen Tür im Ost und einem Fenster im Westen sowie zwei stuckierten Scheintüren im Norden und Süden gegliedert. Zwischen Türen und Fenstern sind vier großformatige Jagdgemälde von Georg Koppers in Öl auf Leinwand eingelassen. Der plastische Stuck der Wände ist weiß gefasst und präsentiert sich vor blassgelbem Fond.

Über den Türen sind Stuckreliefs angebracht. Sie zeigen jeweils zwei Jäger, die sich nach der Jagd ausruhen. Das Fenster ist höher als die Türen und seine Laibunrg grenzt direkt an das die Wand oben abschließende, schmucklose Kranzgesims. Die Stuckrahmen der Gemälde zieren unten zentrale Masken, die den Rahmen volutenartig aufrollen. Sie präsentieren faunenartige Männerköpfe. Der obere Rahmenabschluss zeigt zwei Konvexe Schwünge, hinter denen Hunde hervorkommen.

Wandgemälde

Die Gemälde[17] zeigen den Bauherrn und Auftraggeber Clemens August auf der Parforcejagd. Dem Ablauf der Jagd folgend beginnt die Reihe rechts der Tür zum Vestibül an der Ostseite des Raumes, läuft um die Wand herum und endet links der Tür. Auf dem ersten Bild rechts neben der Eingangstür wird der Beginn der Jagd gezeigt: Das Setzen des Leithundes. Von links stürmen bereits die Jagdhunde heran. Die Bildmitte wird von einem alten Eichbaum dominiert. Im Bildmittelgrund sieht man weitere Jäger. Im Bildhintergrund wird eine hochgestellte Person in einer Chaise zur Jagd gefahren.

Das zweite Bild der Abfolge links neben dem Fenster an der Westseite stellt dar, wie die Hundemeute an den Hirsch kommt. Links im Vordergrund reitet Clemens August auf einem Schimmel heran. Er blickt auf einen Jäger rechts vorn, der den Leithund beiseite führt. Der von der Meute gehetzte Hirsch ist im Bildmittelgrund zu sehen, wie er nach links flüchtet. Weitere Jäger auf Pferden kommen von rechts in das Bild hinein.

Rechts des Fensters an der Westwand ist das dritte Gemälde der Folge zu sehen. Es zeigt, wie die Hundemeute den Hirsch gestellt hat. Entkräftet hat der Hirsch die Flucht aufgegeben und sich der Meute ergeben. Einige der Hunde sind seinem Geweih bereits zum Opfer gefallen. Die Meute hat ihn jedoch bereits an mehreren Stellen gefasst. Sein Schicksal ist entschieden. Im Bildmittelgrund reitet von rechts der Jagdherr Clemens August auf seinem Schimmel herbei.

Das vierte und letzte Gemälde ist links neben der Tür zu sehen. Der Hirsch bekommt von Clemens August den Fangstoß und die Hunde fallen über ihn her. Im Hintergrund blasen zwei Jäger das Halali.

Der Salon

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Der zentral im Erdgeschoss gelegene Salon[18] war der Hauptsaal von Schloss Clemenswerth. Er wurde nach Entwürfen von Schlaun und Leveilly gestaltet und ist nicht nur formaler, sondern auch inhaltlicher Mittelpunkt der Gesamtanlage. Der kreisrunde Zentralraum ist zugleich Mittelpunkt des Jagdsterns der Schlossanlage. In seinen Fußboden ist ein in die Hauptrichtungen ausstrahlender Marmorstern eingelegt. Hier gab der Hausherr Audienzen, hier wurde gespeist.

Beschreibung

Der Salon[19] ist hochwertig, aber schlicht gestaltet. Nach dem vorgeschalteten zweigeschossigen Treppenhaus im Westen wirkt der eingeschossige Raum jedoch niedrig. Sein Fußboden ist von unterschiedlichen Marmorsorten und zeigt den bereits genannten zentralen Stern von blau-weiß-grauen Farbtönen in der Mitte. Zwischen den von ihm ausgehenden radialen Strahlen ist als Fond ein Rautenmuster gelegt, das als Verweis auf das Haus Wittelsbach zu verstehen ist. Über dieses hinweg sind durch die Fenster die Schneisen einzusehen.

Der Deckenstuck thematisiert die Jagd.[20] Die flachen Stuckreliefs zeigen Jagdstillleben und erlegtes Wild sowie andere Motive, die in Bezug zur Jagd stehen. Um die stuckierte Deckenrosette mit Wappenschild des Kurfürsten mit Kurhut, gekreuztem Hirtenstab und Schwert sind vier große Bildfelder angelegt. Sie präsentieren in angedeuteten Landschaften einen Jagdhund auf der Fährte, einen flüchtigen Hirsch, weitere Hunde auf der Fährte sowie einen eine Hirschkuh anspringenden Hund. Am Rand sind zwischen diese größeren Felder kleinere gelegt, die Köpfe von erfolgreichen Jägern mit Bruch am Hut präsentieren. Die stuckierte Deckenleiste thematisiert ebenfalls die Jagd sowie den Auftraggeber Clemens August. Zu erkennen sind Jagdtrophäen sowie über den Fenstern Stuckfelder mit weiteren Jagdszenen. Hinzu kommen Wappenschilde und Initialen.

Die Wände[21] werden von vier Flügeltüren, vier Fenstern in Nischen und Lambris gegliedert. An der Ostseite sind beiderseits der Tür zwei Marmorkamine mit Trumeauxspiegeln angebracht. Die anderen Wandfelder präsentieren plastische Jagdtrophäen mit Gottheiten oder Damen in einem Rahmen. Über die vier Türen sind Supraporten mit Gemälden von Georg Koppers oder seinem Sohn Johann Anton Koppers in Stuckrahmen eingelassen. Sie stellen die vier Jahreszeiten verbunden mit den vier Elementen vor und dienen damit als Verweis auf die verschiedenen Jagdzeiten. Im Osten sind der Frühling und die Luft zu sehen: Putten bekränzen eine Florabüste – hinzu kommen Vögel, ein Schmetterling und ein Vogelnest mit Küken. Im Süden sind der Sommer und die Erde dargestellt: Um eine Büste der Ceres erblickt man Putten mit Korngarbe, Sichel und Sonnenschirm, eine Putte löscht ihren Durst, wobei ihr eine andere hilft. Herbst bzw. Wasser sind das Thema der Supraporte im Osten: Rund um eine Büste des Bacchus tummeln sich Putten mit Weintrauben, Obst und einem Ziegenbock. Eine gefüllte Weinamphore sowie zwei bereits geleerte verweisen auf das flüssige Element, ein Tamburin auf Musik. Die Supraporte im Norden ist dem Winter sowie dem Feuer gewidmet: Putten umranken eine Janusbüste mit Efeu. Und während eine Putte Schlittschuh läuft, wärmen sich andere rund um eine Feuerschale. Raumkontextuell betrachtet berücksichtigen die Jahreszeitendarstellungen auch die Tageszeiten: Den Frühling erblickt man im Osten bei Sonnenaufgang, warmen Sommer im Süden, im Osten den Herbsts und den kalten Winter im Norden.

Das chinesische Kabinett südlich des Salons

Beschreibung

Das Kabinett[22] an der Südseite des Salons wurde als chinesisches Kabinett gestaltet. Der annähernd quadratische Raum ist an der Nordwestecke abgeschrägt, wo er einen Kamin mit Spiegel aufnimmt. Die stuckierte Decke zeigt in der Mitte eine Kartusche mit einem Chinesen, der Pfeil und Bogen in den Händen hält. Im Rahmen windet sich ein Drache, man erblickt ferner Muscheln, Blüten, Rankenwerk sowie einen Pfau. In drei der vier Eckkartuschen in der stuckierten Voute werden Chinesen dargestellt, die jeweils einen Drachen, einen Wolf oder einen Vogel jagen. Die vierte Seite über dem Kamin präsentiert unter Festons einen Vogel – wohl einen Reiher. Die Voute zeigt darüber hinaus Rocaillen, florale Motive, Reiher und Kartuschen über Fenster und Tür.

Die Wandbespannung ist nicht mehr original. 1739 befand sich eine von Georg Koppers gemalte Tapete mit einer Reiherbeize an der Wand. Der Rahmen des Spiegels ist mit exotischen Tieren verziert und von einem Chinesenkopf bekrönt. Die Supraporte präsentiert ein Gemälde von Georg Koppers oder seinem Sohn Johann Anton Koppers. Hier gibt es keinen Bezug zur Jagd. Vielmehr handelt es sich um eine Allegorie vom Sieg des Tages über die Nacht. Drei Putten befinden sich auf einem Podest, das von einem goldenen Reif mit Tierkreiszeichen — dem Band der Zeit — eingefasst ist. Eine hell erleuchtete Putte in Siegerpose — der Tag — stößt mit dem Fuß eine zweite mit Fackel — die Nacht — vom Podest herab. Eine Dritte Putte im Hintergrund hält in ihrer Rechten einen Uroboros als goldenen Reif — das Band der Unendlichkeit — um den Tag und in der Linken Lorbeerzweig des Siegers.

Das Kabinett nördlich des Salons

Beschreibung

Das an den Salon anschließende nördliche Kabinett[23] wurde dem Ende der Jagd gewidmet. Der annähernd quadratische Raum ist an der Südwestecke für einen Kamin mit Spiegel abgeschrägt. Die Mittelkartusche zeigt gekreuzte Jagdwaffen zusammen mit einem Jagdnetz. Drei der vier Eckkartuschen in der Voute präsentieren sich ausruhende Jäger zusammen mit ihren Hunden. In der vierten Kartusche über dem Kamin erblickt man den Kopf eines Hirsches. Hinzu kommen verschiedene Rocaillen, Festons und Kartuschen in der gesamten Voute.

Die Wände besitzen heute nicht mehr ihre ursprüngliche Wandbespannung. 1739 gab es eine auf Leinwand gemalte Darstellung einer Parforcejagd von Georg Koppers. Der Spiegelrahmen präsentiert Hunde und auch der Stuckrahmen der Supraporte nimmt mit Hunden und Vögeln Bezug auf die Jagd. Das Gemälde selbst stammt von Georg Koppers oder seinem Sohn Johann Anton Koppers und hat kein jagdliches Thema, sondern stellt Vanitas dar. Man erkennt Putten, von denen eine Seifenblasen bläst und eine andere eine geflügelte Lebensuhr hält. Links erblickt man Rosen. Am Boden liegen eine Landkarte, eine umgestülpte Krone, ein Zepter sowie Münzen. Es geht also um die Endlichkeit von weltlicher Macht und Herrschaft.

Das Vorzimmer im ersten Obergeschoss

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Das Vorzimmer erschloss die im ersten Obergeschoss gelegenen Appartements des Hausherrn sowie ein weiteres, das vermutlich als Gastagemach diente.

Beschreibung

Der Raum[24] hat den Grundriss eines halben Achtecks. Sein Hauptschmuck war ein großer Wandteppich an der Ostwand gegenüber des Eingangs. 1739 beschloss man, dass die Wand mit einer „Tapisserie de haute lisse behangen werden“ sollte.[25] Letztendlich kamen fünf gewirkte Wandteppiche an den Platz, vermutlich um 1741/42. Aufgrund ihrer Qualität ist es wahrscheinlich, dass sie in Brüssel gefertigt wurden. Es handelte sich um Verdüren – Darstellungen von grünen Landschaften ohne große figürliche Kompositionen. Hier wurde auf den Naturraum und damit das Gebiet, in dem die Jagd stattfindet, angespielt. Die anderen Wände nahmen bedruckte und teilweise geschinzte Baumwolltapeten auf. Die Teppiche sind seit 1945 verloren. Der gegenwärtige (2017) wurde 1967–89 nach flämischen Veduten von 1741 nachgewebt. Der Deckenstuck zeigt die wilde Jagd mit Wild, Nymphen und Faunen. Es gibt eine Jagdtrophäe sowie Hifthörner und erlegtes Wild. Die Eckkartuschen zeigen Satyrn und Mänaden.

Die drei Supraporten sollen Morgen, Mittag, und Abend thematisieren An der Westwand gegen das Treppenhaus sieht man den Abend – die Jagd ist vorbei, die Putten haben die Waffen abgelegt, bringen die Hunde zurück und betrachten ihre Jagdbeute. Von links kommt bereits der dunkelblaue Vorhang der Nacht ins Bild. Die Supraporte zum südlichen Gemach zeigt Putten mit abgelegten Waffen, die speisen. An einem Baum hängt ein erlegter Reiher. Es ist Mittag. Die Supraporte zum nördlichen Gemach zeigt den beginnenden Tag. Eine Putte reibt sich noch den Schlaf aus den Augen, währen eine andere mit Hund zur Jagd bläst.

Das Schlafzimmer des Clemens August

Beschreibung

Das Südliche Gemach[26] im ersten Obergeschoss diente dem Bauherren Clemens August als Schlafzimmer. Es hat vom Prinzip her die Grundfläche eines rechtwinkligen Dreiecks. Die beiden Spitzen im Osten und Süden sind jedoch gekappt. Türen sind im Osten, Süden und Westen gelegen, ein Fenster an der Südostwand und ein Kamin in der gekappten Ostspitze links neben der Tür. Die stuckierte Mittelkartusche an der Decke zeigt dementsprechend eine sitzende Putte unter Mond und Sternen, die ihren rechten Zeigefinger zum Mund führend um Ruhe heischt. In der stuckierten Voute sind Kartuschen mit den Köpfen ermatteter Jäger sowie Waffen, Füllhörner, ein Hirsch- sowie ein Eberkopf. Auf dem abschließenden Stuckband gegen den Deckenspiegel ruhen Hunde, die teils wachen und teils ebenfalls schlafen. Die Wände waren ehemals mit „ostindischen Zitz“ behangen.

Über der Ausgangstür in das Vorzimmer ist als Supraporte ein Gemälde von Gerhard Koppers in einen Stuckrahmen eingelassen. Es präsentiert die Vision des Hl. Hubertus. Der Jäger ist vor dem Hirschen auf die Knie gefallen, im Hintergrund flüchtet einer seiner Begleiter vor der Erscheinung, während die Jagdhunde die Szenerie aufmerksam beobachten. Rechts hinter dem Hirschen verfolgen zwei kleine Engel aus den Wolken das Geschehen. Der Hl. Hubertus galt als Inbegriff des christlichen Jägers und sein Gemälde über dem Ausgang kann quasi als Mahnung an den Bewohner verstanden werden, auch nach dem Verlassen seines Appartements den christlichen Werten treu zu bleiben.

Das Kabinett am Schlafzimmer des Clemens August

Beschreibung

Im Süden des Schlafzimmers von Clemens August schließt sich ein annähernd quadratisches Kabinett[27] an, dessen Südwestecke durch einen Kamin abgeschrägt wird. Das zentrale Deckenfeld ist auf dem Plafond aufgelegt und zeigt im Zentrum den Wappenschild des Deutschordensmeisters, hinterlegt mit Helm, Schwert, Lanze, Kanone, Trommel und Fahnen.

Die Eckkartuschen in der Voute präsentieren die Künste Malerei, Bildhauerei und Architektur anhand eines Gehänges von Palette, Büste etc., die Musik mittels eines Gehänges aus Musikinstrumenten und für Wissenschaften steht ein Gehänge mit Globus, Zirkel, Fernrohr, Winkelmaß etc. Über dem Kamin ist ein Gehänge mit geflügeltem Hut, Schlangenstab, Schwert und Drachen als Verweise auf Merkur angebracht. Merkur ist der Erfinder der Leier, der sie Apoll überließ. Die Vouten zwischen den Kartuschen präsentieren Putten, die Festons halten, Kartuschen mit Masken. Dass dieses Programm von Kunst und Wissenschaften auf den Bauherren zu beziehen ist, bezeugt nicht nur das Wappen an der Decke, sondern auch die Superport über der Tür.

Das in einen Stuckrahmen eingelassene Gemälde von Gerhard Koppers oder seinem Sohn Johann Anton Koppers zeigt einen (bayerischen) Löwen, der auf einem weißen Mantel mit Deutschordenskreuz ruht. Mit seiner rechten Pranke umfasst er ein Kurschwert, welches ihm ein Putto reicht. Ein anderer Putto hält den Mantel in der einen und einen Feldherrenstab in der anderen Hand. Ein vierter Putto hält ebenfalls den Mantel, ein fünfter präsentiert dem Löwen ein aufgeschlagenes Buch. In diesem steht geschrieben: „Annus Electonis MDCCXXXIV“. Es ist das Jahr der Investitur von Clemens August. Ein sechster Putto trägt einen Helm.

Das Schlafzimmer des Gastgemachs

 

Beschreibung

Im nördlichen Gemach[27] des Obergeschosses befand sich das Schlafzimmer für einen hochgestellten Gast. Der Raum hat die Grundfläche eines rechtwinkligen Dreiecks, doch sind die Spitzen im Osten und Norden gekappt. Die stuckierte Mittelkartusche der Decke zeigt eine über Wolken schreitende Putte mit einem Blütengehänge in der linken Hand vor einem Sternenhimmel. In der stuckierten Voute präsentieren Kartuschen einen Kopf der Diana mit Mondsichel vor Pfeilköchern und Bogen (als Verweis auf Nacht und Jagd), zahlreiche Jagdtrophäen sowie einmal den Kopf eines alten und einmal den eines jungen schlafenden Mannes. An der Nordecke befindet sich ein Kamin.

Über der Eingangstür an der Ostwand ist als Supraporte ein Gemälde vom Gerhard Koppers in einen Stuckrahmen eingelassen. Es zeigt die Bekehrung des Hl. Eustachius. Der römische Militär hat sich niedergelassen und seine Waffen abgelegt. Putten tragen seinen Helm und sein Schwert. Er wurde während der Jagd durch die Erscheinung des Gekreuzigten im Geweih eines Hirschen bekehrt. Seine Taufe führte zum Verlust von Stellung, Besitz, Frau und Söhnen und zuletzt in den Märtyrertod. Daher hält er den Palmwedel des Märtyrers in Händen.

Das Kabinett des Gastgemachs

Beschreibung

Das an das Schlafzimmer des Gastes nach Norden anschließende Kabinett[28] hat eine annähernd quadratische Grundfläche. Es ist lediglich in der Südwestecke abgeschrägt, um einen Kamin aufzunehmen. In der stuckierten Mittelkartusche an der Decke ist in einem Strahlenkranz das Haupt des Apoll zu sehen. Am Rahmen hängen über seinem Kopf Lyra und Posaunen sowie unter der Kartusche Palette, Pinsel, Malstab, Büste, Maßstab und Zirkel. Die Ansichtigkeit ist dabei nicht auf die Eingangstür im Süden hin ausgerichtet, sondern auf die Westwand. In den drei Eckkartuschen der Voute sind verteilt Szenen einer Wolfsjagd mit Hunden zu sehen. Über dem Kamin ist lediglich eine Kartusche mit Maske angebracht. Die Voute präsentiert Rocaillen und florale Motive sowie Kartuschen und in den Ecken Hunde. Der Rahmen des Spiegels über dem Kamin ist ebenfalls mit Hunden geschmückt, u.a. erblickt man im Scheitel einen frontalen Kopf.

Die Supraporte an der Südwand zeigt ein Gemälde von Gerhard Koppers oder seinem Sohn Johann Anton Koppers mit drei Putten bei der Hasenjagd. Die eine Putte zieht den erlegten Hasen rückwärts in ein Zelt, wo bereits erlegte Vögel liegen, eine zweite bläst in ein Jagdhorn und eine dritte folgt den beiden mit einem Jagdhund.

Die Schlosskapelle St. Hubertus und Maria Himmelfahrt

Geschichte und Beschreibung

Die Schlosskapelle[29] von Schloss Clemenswerth wurde von 1737 (Grundsteinlegung) bis 1739 nach Entwürfen von Johann Conrad Schlaun erbaut. Sie hat ein Doppelpatrozinum St. Hubertus sowie Maria Himmelfahrt und wurde am 15. August 1741 geweiht. An ihrer Rückseite (und damit vom Eingang im Süden nicht zu sehen) befindet sich ein Kapuzinerkloster. Für dieses diente und dient das Gotteshaus als Klosterkirche. Der Orden betreute eine Mission, gab es doch zahlreiche Nichtkatholiken im Norden und Osten, vor allem aber im Westen in den Niederlanden. 1739 trafen drei Patres und ein Bruder in Sögel ein; 1741 konnte das Kloster bezogen werden. Nachdem das Fürstbistum Münster säkularisiert worden war, gelangte Clemenswerth 1803 an das Haus Aremberg. 1810 kam Clemenswerth an das Kaiserreich Frankreich und 1812 wurde das Kloster aufgelöst. Erst 1893 erfolgte die offizielle Rückgabe an den Orden.[30]

Kurzbeschreibung und Lage

Die eingeschossige Kapelle[31] von drei Achsen Breite mit Mansarddach steht an der Nordseite des zentralen Platzes von Schloss Clemenswerth. Formal gleicht der Backsteinbau den anderen sieben Pavillons, die den Platz umstehen. Lediglich ein Dachreiter mit Glocke hebt den Bau hervor und weist auf seine Funktion hin.

Der Innenraum

Geschichte

Die Ausstattung der Schlosskapelle[32] von Schloss Clemenswerth erfolgte vor allem in den Jahren 1740–42. Im Juli 1741 wurde die Reliquie des Hl. Fructuosus (ein Geschenk von Papst Benedikt XIV. an Clemens August) unter dem Hochaltar der Kapelle niedergelegt. Am 15. August 1741 erfolgte die Konsekration der Kapelle – Maria Himmelfahrt. 1742 waren alle Arbeiten beendet.

Als Stuckateure werden Carlo Antonio Castelli und Domenico Castelli aus Lugano vermutet sowie Carlo Pietro Morsegno. Bei der Ausstattung kam es zu einer unvorhergesehenen Verzögerung, da Johann Evangelist Holzer, der die Wand- und Deckenmalerei schaffen sollte, am 21. Juli 1740 — gerade in Clemenswerth angekommen — verstarb. Als Ersatz wurde die Ausmalung Vittorio Bigari übertragen.

Franz Joseph Roth, der Baumeister des Deutschen Ordens in Bad Mergentheim hat Altar und Kanzel geschaffen. Am 22. März 1741 war der Altar im Rohbau aufgerichtet. Die Figuren des Hl. Georg und des Hl. Eustachius vom Mainzer Bildhauer Burkhard Zamels kamen später.

Nachdem Clemenswerth 1803 an das Haus Aremberg gekommen war, wurde die Kapelle im 19. Jahrhundert wieder instandgesetzt. Wie in jener Zeit üblich, wurde die Malerei dabei flächig übermalt. Leider wurden auch alle farbigen Fassungen der Ausstattung abgebeizt. 1956/60 wurde die Kapelle renoviert und die Signatur des Deckengemäldes freigelegt. Erst bei der Restaurierung 1990–1993 wurde die Übermalung wieder entfernt.

Beschreibung

Die anderthalbgeschossige Kapelle[33] von Schloss Clemenswerth ist ein geosteter Saalbau. Decken und Wände sind farbig teils in Freskotechnik bemalt oder stuckiert. Ihre Gliederung erfolgt durch Lisenen und Felder, die die Struktur des Außenbaus aufnehmen. Alle Wände haben prinzipiell drei Intervalle. An der Ostseite steht in der mittleren Achse der Hauptaltar, begleitet von je einer Fensterachse. Die komplette Westseite nimmt eine eingeschossige, dreigeteilte Empore ein. Im Obergeschoss bildet sie eine Serliana aus. Eingestellte Atlanten tragen ihren Bogen. Dort befanden sich in der Mitte der Herrschaftsstand und das Auditorium von Clemens August. Für seine Privatandacht stand hier ein der Mutter Gottes geweihter Altar von Johann Christoph Manskirch. Über dem Bogen ist das Wappen von Clemens August angebracht. Rechts und links nahm der Hof Platz. Unter dem Stand im Erdgeschoss befand sich das Oratorium der Ordensbrüder. Hier stehen Beichtstühle mit Darstellungen des Hl. Nepomuk und des Guten Hirten. Aufgrund der Empore erscheinen im Kapellenraum an der Nord- und Südwand nur jeweils zwei Achsen, da die Empore den Raum der dritten beansprucht. An der Nordseite sind in den verbleibenden beiden Achsen Türen angebracht, zwischen denen sich eine Kanzel befindet. An der Südseite nimmt die westliche Achse die Eingangstür auf, die östliche ein Fenster. Ein umlaufendes Gesims trennt den unteren Bereich von der steilen, fast wandartigen Voute. In der Voute sind axial über Fenstern, Türen und Altar weitere Fenster bzw. Scheinfester angeordnet. Lediglich die mittlere Achse über der Serliana bleibt ausgespart, da diese sich in die Voute emporwölbt und für ein Fenster kein Platz bleibt. An der Nordwand nimmt die östliche Fensteröffnung Orgelpfeifen auf. Der Spiegel präsentiert ein Deckengemälde im Stuckrahmen. Es zeigt die Himmelfahrt Mariens.

Der Hauptaltar[34] aus blauem Stuckmarmor mit Vergoldungen von Franz Joseph Roth erhebt sich hinter einer Abendmahlsbank. Unter der Mensa werden in einem gläsernen Schrein die Gebeine des Märtyrers Fructuosus präsentiert. Das Altargemälde eines unbekannten Künstlers zeigt das Wunder des Heiligen Hubertus. Er ist auf die Knie gefallen und blickt auf den Hirschen. Das Gemälde wird vom landesherrlichen Wappen des Auftraggebers bekrönt. Die beiden begleitenden Statuen stellen St. Eustachius mit dem Löwen und St. Georg mit dem Drachen dar. Den Abschluss nach oben bildet ein Ochsenauge mit der Taube des Heiligen Geistes. Bereits im Stuck der Voute und nicht mehr der Altararchitektur zugehörig erscheint Gottvater in Wolken. In den Wandecken rechts und links des Altars hängen zwei Gemälde mit Darstellungen des Fegefeuers, die vermutlich von Johann Anton Koppers stammen.[35] Die Kanzel in blauem Stuckmarmor stammt ebenfalls von Joseph Roth.[36] Sie präsentiert die Kirchenväter sowie Putti mit Kreuz und Kelch. Über der Kanzel sind, wie auch an der gegenüberliegenden Eingangswand in einem Schild, die Initialen von Clemens August angebracht.

Die Decke der Schlosskapelle

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Die Decke der Kapelle wurde 1740/41 gestaltet.[37] Das Deckengemälde und der Stuck wurden im 19. Jahrhundert flächig übermalt und erst bei einer Restaurierung 1990–1993 wieder freigelegt.

Beschreibung

Die Decke[38] setzt sich aus einer steilen, fast wandartigen Voute und einem flachen Deckenspiegel zusammen. Beide werden durch einen vergoldeten Stuckrahmen voneinander getrennt. Der Deckenspiegel nimmt eine Malerei mit der Himmelfahrt Mariens auf. In die Voute sind Fenster und Scheinfenster eingelassen. Der weiß gefasste Stuck von Carlo Antonio und Domenico Castelli nach Entwürfen von Michel Leveilly präsentiert vor einem zartrosa Fond eine Szenenfolge der Lauretanischen Litanei. Die Anrufung wird dabei symbolisch dargestellt: Sie beginnt mit Gottvater über dem Altar und es folgen im Uhrzeigersinn die einzelnen Verse des Liedes: Das auxilium Christi, das vas insignie devotione, die sedes sapientiae, die regina prophetaria, die rosa mystica, die turris Davidica, die ianua coeli, die stella matutina, das refugium peccatorum, dide regina angelorum. Engel halten oder zeigen sich dabei gegenseitig die einzelnen Sinnbilder Mariens.

Entwürfe

Der Entwurf von Voute und Decke geht auf Stephan Laurent Delarocque zurück.[39]

Deckenmalerei

Ursprünglich war für das Deckengemälde Johann Evangelist Holzer vorgesehen, der aber kurz nach seiner Ankunft in Clemenswerth unerwartet verstarb, sodass ein anderer Künstler gewählt werden musste: Vittorio Bigari freskierte nun das Deckengemälde[40] 1741 mit seinem Gehilfen Vanelli. Er erstellte detaillierte Vorritzungen. Am fertigen Gemälde wünschte der Auftraggeber einige Änderungen, die Bigari in Seccotechnik ausführte. Hierzu gehören die über den Stuckrahmen tretenden Wolken.

Beschreibung und Ikonographie des Deckengemäldes

Das Deckenfresko von Vittoria Maria Bigari zeigt die Himmelfahrt Mariens in einem Wolkenhimmel mit zahlreichen Assistenzfiguren. Maria wird von Engeln und Putten in der unteren Bildhälfte emporgetragen. In der oberen Bildhälfte erwartet sie bereits ihren Sohn im Himmel. Sie hat einen Sternenkranz auf dem Haupt, breitet ihre Arme aus und schaut verzückt auf ihren weißgekleideten Sohn, der ihr einladend seine Hand entgegenstreckt. Gott ist mit dem hebräischen Schriftzug seines Namens in der Sonne rechts oberhalb von Christus vertreten. An dem unteren und oberen Rand quellen Wolken über den goldenen Bildrahmen hinaus. Am oberen Rand sitzen dort Putten mit Musikinstrumenten, am unteren Rand Putten mit Rosen und Lilien. Bigari hat sein Werk auf den Außenseiten des Gesangbuches eines der Putten signiert: „Vittori Bigari P[inxit] A D 1741“.

Komposition und Ansichtigkeit

Das Gemälde ist auf den Herrschaftsstand hin ausgerichtet. Annähernd im Mittelpunkt des Gemäldes befindet sich der Kopf Marias.

Gestalterische Mittel

Die Hauptfiguren sind kräftig dargestellt, die Assistenzfiguren zarter. Personen und Gegenstände nahe des Betrachters sind in kräftigen und dunklen Farben wiedergegeben, weiter entfernte in zunehmend blasserem Kolorit. Licht und Beleuchtung der Personen sind zur Steigerung des Eindrucks systematisch eingesetzt worden.

Die Wandmalerei der Schlosskapelle

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Nach dem unerwarteten Tod von Johann Evangelist Holzer, der die Wandmalerei[37] schaffen sollte, übernahm die Ausmalung 1741 Vittorio Bigari mit seinem Gehilfen Vanelli. Bigari erstellte detaillierte Vorritzungen und schuf die Malerei in einer Kalkkaseintechnik. Sie wurde im 19. Jahrhundert flächig übermalt und erst bei einer Restaurierung 1990–1993 wieder freigelegt.

Beschreibung und Ikonographie

Die von umfassenden Lisenen gegliederten Wände der Kapelle sind komplett bemalt. Die Malerei[41] zeigt über den Türen und Fenstern Kartuschen in bräunlicher Grisaillemalerei mit Kapuziner- und Benediktinerheiligen Felix von Cantalice, Joseph, Franziskus von Paula, Klara, Johannes Nepomuk und Seraphicus von Montegranaro (Franz von Assisi). Sie werden von Putten begleitet bzw. gehalten. An den Lisenen erblickt man illusionistisch gemalte Gehänge, die Altargerät, Altarleuchter und Kerzen, Messgerät, Ampullen und Messteller etc. präsentieren.

Zusammenfassung und Synthese

Die Stellung des Schlossbaus

Schloss Clemenswerth stellt sich in mehrerlei Hinsicht als ideales und typisches Jagdschloss seiner Zeit dar. Es handelt sich um einen der wenigen erhaltenen jagdlichen Zentralbauten im Pavillonsystem. Sowohl die Außenarchitektur als auch die Innenausstattung sind konsequent auf die Jagd bezogen. Jagdszenen, Jagdtrophäen und Heilige, die im Zusammenhang mit der Jagd stehen, werden in Skulptur, Stuck oder Malerei präsentiert. Das entspricht der Bauaufgabe des Jagdschlosses.[42]

Das Verhältnis von Malerei und Stuck

Die Ausstattung von Schloss Clemenswerth erscheint typisch für die Verwendung von Deckenmalerei und Stuck in Nordwestdeutschland im 18. Jahrhundert.[43] Im Hauptgebäude hat lediglich das mit einem Treppenhaus kombinierte Vestibül ein Deckengemälde erhalten. Hinzu kamen Supraporten und heute verlorene Wandgemälde. Die Räume sind aber alle aufwendig stuckiert. Damit entspricht die Ausstattung einem seit 1710/20 im deutschen Nordwesten typischen Phänomen: In Anlehnung an die Entwicklung in Frankreich erhielten auch wichtige Räume eine hochwertige und moderner erscheinende Stuckdecke, aber keine Malerei. Sie galt offenbar als nicht angemessen. Im Gegensatz zur Deckenmalerei fand sich Wandmalerei oft in den Häusern des Adels und vereinzelt auch noch in jenen der Landesherrschaft. In Clemenswerth haben dementsprechend alle hochrangigen Räume aufwendige Stuckdecken, die Träger der Raumikonografie sind. Unterstützend kommen gemalte Supraporten hinzu. Ehemals gab es in einigen Räumen die heute verlorene Wandmalerei.

Anders als Profanräume wurden Sakralräume sehr wohl mit Deckenmalerei ausgeschmückt. Hier galten sie nicht als unmodern. Diesen Usancen folgt Clemenswerth. Hinzu kommt der Umstand, dass die Kapelle in Clemenswerth zugleich als Sakralraum für ein Kloster diente. Für die Ausmalung dieses Raumes griff Clemens August im Gegensatz zum profanen Schloss nicht auf den einheimischen Künstler Gerhard Koppers zurück, sondern wünschte sich Johann Evangelist Holzer. Da dieser vor Beginn seiner Arbeiten in Clemenswerth verstarb, wurde der Auftrag an Vittorio Maria Bigari vergeben.

So lässt sich an der Auswahl der Maler auch die unterschiedliche Bedeutung der Deckenmalerei in Profan- und Sakralräumen ablesen: Für die Ausmalung der profanen Räume wurde der heimische Maler Koppers herangezogen. Für die Malerei der Schlosskapelle bzw. Klosterkirche wurden andere Fähigkeiten verlangt und man beauftragte Holzer und nach dessen Tod Bigari.

Bibliographie

  • Literatur:
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  • Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1987. – Königfeld, Peter/Grote, Rolf-Jürgen: Jagdschloß Clemenswerth im Emsland. Baugeschichte, Restaurierung und denkmalpflegerische Perspektiven. In: Achilles, Walter (Bearb.): Clemens August. Fürstbischof, Jagdherr, Mäzen. Katalog zu einer kulturhistorischen Ausstellung aus Anlaß des 250-jährigen Jubiläums von Schloß Clemenswerth. Bramsche 1987, S. 109-118.
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  • Plagemann, Jagdschlösser, 1969. – Plagemann, Volker: Die Jagdschlösser des Kurfürsten Clemens August. Falkenlust, Clemenswerth, Herzogsfreude (Die Jagd in der Kunst). Hamburg/Berlin 1969, S. 19-29.
  • Poppe, Clemenswerth, 2000. – Poppe, Roswitha: Ein Schloß wird erhalten. 150 Jahre Denkmalpflege der Herzöge von Arenberg für Clemenswerth. In: Clemenswerth. Schloß im Emsland (Emsland – Raum im Nordwesten, 9). 3. Aufl. Sögel 2000, S. 142-157.
  • Püttmann-Engel, Schloßkapellen, 1987. – Püttmann-Engel, Kristin: Schloßkapellen im Raum Westfalen 1650–1770 (Denkmalpflege und Forschung in Westfalen, 14). Bonn 1987.
  • Schulze, Clemenswerth, 1995. – Schulze, Ulrich: Jagdschloß Clemenswerth. In: Bußmann, Klaus/Matzner, Florian/Schulze, Ulrich (Hrsg.): Johann Conrad Schlaun 1695–1773. Architektur des Spätbarock in Europa. Ausstellungskatalog. Münster/Stuttgart 1995, S. 298-341.
  • Stuchtey, Marmorfußboden, 1989. – Stuchtey, Günther: Der intarsierte Marmorfußboden. In: Möller, Hans-Herbert (Hrsg.): Restaurierung von Kulturdenkmalen. Beispiele aus der niedersächsischen Denkmalpflege (Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen, Beiheft 2). Hannover 1989, S. 468-170.
  • Wagner, Clemenswerth, 1987. – Wagner, Eckard: Schloß Clemenswerth – ein Höhepunkt jagdlicher Zentralanlagen in Europa. In: Achilles, Walter (Bearb.): Clemens August. Fürstbischof, Jagdherr, Mäzen. Katalog zu einer kulturhistorischen Ausstellung aus Anlaß des 250-jährigen Jubiläums von Schloß Clemenswerth. Bramsche 1987, S. 119-140.
  • Wagner, Antichambre, 1989. – Wagner, Eckard: Das Antichambre – Wiedergewinnung des barocken Interieurs. In: Möller, Hans-Herbert (Hrsg.): Restaurierung von Kulturdenkmalen. Beispiele aus der niedersächsischen Denkmalpflege (Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen, Beiheft 2). Hannover 1989, S. 471-472.
  • Wagner, Clemenswerth, 1993. – Wagner, Eckard: Schloß Clemenswerth. In: Bölsker, Franz (Bearb.): Kulturführer des Landkreises Emsland. Baudenkmale. Meppen 1993, S. 263-269.
  • Wagner, Schlösser, 1993. – Wagner, Eckard: Schlösser und Herrensitze im Emsland. In: Bölsker, Franz (Bearb.): Kulturführer des Landkreises Emsland. Baudenkmale. Meppen 1993, S. 35-47.
  • Wagner, Clemenswerth, 2004. – Wagner, Eckard: Jagdschloss Clemenswerth im Emsland. Sögel 2004.

Einzelnachweise

  1. Wagner, Clemenswerth, 2004; Clemenswerth, 2000; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 256-273, 300-301, 374-375; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 299, 332; Wagner, Schlösser, 1993, S. 44-46; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 361-364; Borchers, Clemenswerth, 1989; Plagemann, Jagdschlösser, 1969, S. 19-29 .
  2. Plagemann, Jagdschlösser, 1969, S. 19-29.
  3. Wagner, Clemenswerth, 1987.
  4. Matzner/Schulze, Schlaun, 1995.
  5. Vor allem: Casali Pedrielli, Bigari, 1991.
  6. Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1986, S. 162; Königfeld, Einführung, 1989; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 361-364; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 374-375; Poppe, Clemenswerth, 2000, S. 143-149; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 43.
  7. Königfeld, Einführung, 1989.
  8. Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 276-277.
  9. Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 275.
  10. Plagemann, Jagdschlösser, 1969, S. 19-29; Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1986, S. 155-162; Königfeld, Einführung, 1989; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 9-10; Wagner, Clemenswerth, 1993, S. 264-266; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 273-275, 277; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 316-322.
  11. Plagemann, Jagdschlösser, 1969, S. 19-29; Butt, Innenräume 1989; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 329.
  12. Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 275-276.
  13. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 12-13, S. 22; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 361-364; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 280-281; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 323; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 14-15.
  14. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 13, S. 19; Butt, Innenräume, 1989, S. 464; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 323.
  15. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 23; Matzner/Schulze, Schlaun 1696-1773, 1995, Bd. 1, S. 280-281; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 464.
  16. Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 280-281.
  17. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 20, 23-24; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 323.
  18. Butt, Innenräume, 1989, S. 464; Bußmann/Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, S. 324; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 15-16.
  19. Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1987, S. 110; Stuchtey, Marmorfußboden, 1989, S. 468-470; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 323; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 15-16.
  20. Bußmann/Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, S. 324; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995. Bd. 1, S. 323.
  21. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 17, 32; Bußmann/Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, S. 324; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 284-285; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 37.
  22. Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1987, S. 110; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 17; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 286-287; Bußmann/Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, S. 325; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 37.
  23. Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1987, S. 110; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 286-287; Bußmann/Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, S. 325; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 37.
  24. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 17; Wagner, Antichambre, 1989, S. 471-472; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 326-327; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 17.
  25. Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1987, S. 110.
  26. Königfeld/Grote, Clemenswerth, 1987; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 17-18; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 328; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 37.
  27. 27,0 27,1 Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 18; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 328; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 37.
  28. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 18; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 328; Matzner/Schulze, Schlaun 1995, Bd. 1, S. 290-292; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 37.
  29. Wagner, Clemenswerth, 1987, S. 300; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 294-295; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 19.
  30. Poppe, Clemenswerth, 2000, S. 146.
  31. Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 25-32.
  32. Wagner, Clemenswerth, 1987, S. 130; Königfeld, Clemenswerth, 1994; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 333; Poppe, Clemenswerth, 2000, S. 156; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 19, 34, 36.
  33. Püttmann-Engel, Schloßkapellen, 1987, S. 85-88, 167-172; Wagner, Clemenswerth, 1987, S. 300; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 25-32; Wagner, Clemenswerth, 1993, S. 263-269; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 294-295; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 333-334.
  34. Wagner, Clemenswerth, 1987, S. 300; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 26-29; Wagner, Clemenswerth, 1993, S. 266; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 36.
  35. Wagner, Clemenswerth, 1993, S. 266.
  36. Wagner, Clemenswerth, 1987, S. 300; Wagner, Clemenswerth, 1993, S. 266; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 334.
  37. 37,0 37,1 Königfeld, Clemenswerth, 1994, S. 52.
  38. Püttmann-Engel, Schloßkapellen, 1987, S. 85-88; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 28; Matzner/Schulze, Schlaun, 1995, Bd. 1, S. 296; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 334.
  39. Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 334.
  40. Püttmann-Engel, Schloßkapellen, 1987, S. 85-86; Borchers, Clemenswerth, 1989, S. 25-26; Königfeld, Clemenswerth, 1994, S. 52; Schulze, Clemenswerth, 1995, S. 333-334.
  41. Püttmann-Engel, Schloßkapellen, S. 87-88; Bochers, Clemenswerth, 1989, S. 26; Wagner, Clemenswerth, 2004, S. 22.
  42. Laß, Jagdschlösser, 2006, S. 27-40.
  43. Laß, Norddeutschland, 2020, S. 307-308.