Römhild, Residenzschloss Glücksburg

Laß, Heiko:Römhild, Residenzschloss "Glücksburg", in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/0ac91c47-0829-4f3c-a5ff-b7448afe9db7

Inventarnummer: cbdd10064

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Schloss Glücksburg in Römhild war 1680–1710 Residenz. 1703/04 wurden die Wohn- und Repräsentationsräume des Herzogs umgestaltet und von Carlo Ludovico Castelli mit Deckengemälden versehen. Sie haben sich nicht erhalten.

Geschichte und Beschreibung

 

Schloss Glücksburg in Römhild[1] ist für die Grafen von Henneberg-Aschach zwischen 1465 und 1491 als Residenzschloss erbaut worden. 1539 fiel die Anlage einem Schadensfeuer zum Opfer und wurde anschließend bis 1546 als vierflügelige Wasserburg verändert wiederaufgeführt. 1572 kam Römhild an das Herzogtum Sachsen und infolge von Erbteilungen 1672 an Sachsen-Gotha. Seit 1676 diente das Schloss als Mutschierungssitz und ab 1680 als Residenz für Herzog Heinrich, der die Speziallinie Sachsen-Römhild begründete. Auf diese Zeit geht der von Heinrich geprägte Name „Glücksburg“ zurück. Mit seinem Tod 1710 erlosch die Linie bereits wieder.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließ der Herzog 1703/04 seine Wohn- und Repräsentationsräume durch Christian (II.) Richter umgestalten. Carlo Ludovico Castelli versah die neu ausstuckierten Räume mit Deckengemälden. Sie haben sich nicht erhalten.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Fleck, Sakralraum, 2015. – Fleck, Niels: Fürstliche Repräsentation im Sakralraum. Die Schlosskirchen der thüringisch-ernestinischen Residenzen im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert. Berlin/München 2015.
  • Jacobsen, Römhild, 2009. – Jacobsen, Roswitha: Schloss Glücksburg in Römhild. In: Dies. (Hrsg.): Die Residenz-Schlösser der Ernestiner. Kulturhistorische Porträts. Bucha bei Jena 2009, S. 117–125.
  • Laß, Lustschlösser, 2006. – Laß, Heiko: Jagd- und Lustschlösser. Kunst und Kultur zweier landesherrlicher Bauaufgaben. Dargestellt an thüringischen Bauten des 17. und 18. Jahrhunderts. Petersberg 2006.

Einzelnachweise

  1. Fleck, Sakralraum, 2015, S. 176; Jacobsen, Römhild, 2009; Laß, Lustschlösser, 2006, S. 366.