Osnabrück, ehem Residenzschloss
Inventarnummer: cbdd10168
Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen
Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.
Das ehemalige Residenzschloss in Osnabrück wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört. Inventare des späten 17. und frühen 18. Jahrhunderts erlauben eine Bestimmung der Ikonografie der verlorenen Deckenmalerei von Felice Orlandi aus der Zeit um 1680.

Das ehemalige Residenzschloss in Osnabrück
Geschichte und Funktion
Das Residenzschloss in Osnabrück[1] wurde ab 1668 als Neubau für den lutherischen Osnabrücker Fürstbischof Ernst August Herzog zu Braunschweig und Lüneburg errichtet. 1673 konnte es bezogen werden. Vor Errichtung des Schlosses gab es keine landesherrliche Residenz in Osnabrück. Die Stadt hatte alle dahingehenden Versuche der Vorgänger vereitelt. Das Gebäude war zwar faktisch Residenzschloss des Osnabrücker Fürstbischofs, rechtlich aber Privatbesitz der Familie des Bauherrn bzw. seiner Nachkommen. Die folgenden Fürstbischöfe hatten jedoch ein Wohn- und Nutzungsrecht, auch wenn sie nicht der Familie des Bauherrn angehörten. Nach der Säkularisierung des Fürstbistums Osnabrück 1803 diente das Schloss der Verwaltung. Es wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört.
Kurzbeschreibung und Lage
Das Schloss steht im Stadtzentrum von Osnabrück, jedoch nicht in der ehemaligen Altstadt, wo kein Baugrund gefunden werden konnte, sondern in der ehemaligen Neustadt. Das Schloss wurde im Typus des bei Protestanten damals beliebten Subordinierten Schosses errichtet.[2] Ein weiter, regelmäßiger Hof wird von vier Flügeln umschlossen, an deren Schmuck und Größe sofort ihr Rang deutlich wird. Das Hauptgebäude ist am höchsten und größten. Es hat vier Geschosse, wobei das erste und das vierte Geschoss als Halbgeschosse ausgebildet sind. Die übrigen Flügel sind zweigeschossig. Das Hauptgebäude nahm die landesherrlichen Wohn- und Repräsentationsräume auf. In den Seitenflügeln sowie dem Eingangsflügel befanden sich Wirtschafts- und Verwaltungsräume, ein Ballhaus und die Schlosskapelle, Marstall und seit dem 18. Jahrhundert auch die aus dem Hauptgebäude verlegten Räume für Regierung und Konsistorium.[3]
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Das 1668 begonnene Gebäude[4] konnte bereits 1673 im Hauptflügel bezogen werden. 1679 erfolgte die Erweiterung des Hauptflügels zum subordinierten Schloss. Als der Hof 1680 nach Hannover wechselte, war es aber noch immer nicht vollendet. Für die Ausmalung des Schlosses war seit 1670 der Hofmaler Felice Orlandi zuständig, der die Arbeiten bis zu seinem Tod 1681 nicht abschließen konnte. Die frühe Nutzung der Räume im Schloss ist nicht für jeden Raum eindeutig geklärt, es ist aber klar, dass der Bischof im Erdgeschoss an der Ostseite wohnte und seine Frau im Hauptgeschoss – ebenfalls an der Ostseite.[5]
Mit dem Wegzug des Hofes 1680 endete das Hofleben im Schloss. Die Räte blieben zurück und das Schloss wurde weitergebaut und die Maßnahmen offiziell 1682/83 mit dem Eingangsportal und Arkaden an den Schlossflügeln abgeschlossen. Die nächsten knapp 100 Jahre erfolgte danach nur noch die Substanzerhaltung, obwohl sich bereits Ende des 17. Jahrhundert erhebliche Mängel am Schloss bemerkbar machten.[6]
Auf Karl Joseph von Lothringen (1698–1715) folgte mit Ernst August II. 1716–1728 ein Sohn des Erbauers auf dem Bischofsstuhl. Er ließ einige Räume im Hauptflügel im Regencestil – teilweise mit Holzlambrien – renovieren und änderte erstmals die Abfolge der Appartements, wie aus einem Inventar von 1729 hervorgeht. So wohnte er im Erdgeschoss im westlichen Teil des Schlosses. Die von Felice Orlandi stammenden Malereien wurden teilweise entfernt oder auch in andere Räume verbracht. Gäste wurden im Hauptgeschoss einquartiert.[7]
Der katholische Fürstbischof Clemens August I. von Bayern (1728–1761) veränderte wenig am Schloss und trug auch nicht zu seiner Erhaltung bei. Das änderte sich erst unter seinem Nachfolger Friedrich von York und Albany, der das Fürstbistum 1764–1802 regierte – anfänglich noch unter Vormundschaft seines Vaters Georg III.[8] Jetzt erfolgten ab 1761 und vor allem ab 1771 Modernisierungen und Renovierungen. Der Maler Goswin Conrad Meyer sollte 1772/73 die erhaltenen Wand- und Deckengemälde restaurieren. In vier Zimmern sollten die „Deckengestücke“ vollständig entfernt und in zehn Zimmern erneuert werden. Zuletzt erhielten nach der Regierungsübernahme Friedrichs 1783 Vestibül und Hauptsaal ab 1785 durch den Hofdekorateur Bartholomeo Verona nicht nur eine neue Gestaltung, sondern auch neue Deckengemälde.
Architekten, Künstler und Handwerker
Zu den am Schloss tätigen Architekten, Bauinspektoren und Künstlern ist wenig bekannt.[9] Felice Orlandi war vor 1670 in Rom tätig. Batholomeo Verona stammte ebenfalls aus Italien und war ab 1771/73 in Berlin tätig, wo er ab 1790 auch Mitglied der Preußischen Akademie der Künste war.[10]
Baubeschreibung
Schloss Osnabrück ist ein Subordiniertes Schloss. Dem viergeschossigen Hauptflügel mit zwei Voll- und zwei Hauptgeschossen sind rund um einen Hof zweigeschossige Seitenflügel sowie ein ebenfalls zweigeschossiger Eingangsflügel untergeordnet. Das 17 Achsen breite und fünf Achsen tiefe Hauptgebäude misst 66 auf 21 auf 15 Meter. Es ist, wie die Seitenflügel, mit einem Walmdach gedeckt. Kleine, einachsige Zwischenbauten stellen die Verbindung zwischen Haupt- und Nebengebäuden her. Der Eingang in das Corps de logis wird von einem zweigeschossigen, einachsigen Portal mit Vollsäulen und bekrönendem Wappen geschmückt. Es erschloss ein zentrales Vestibül an der Eingangsseite, von dem aus man das Haupttreppenhaus an der Rückseite erreichte.
Das Innere nahm sowohl öffentliche als auch eher private Gemächer auf.[11] So befand sich ursprünglich an der Ostseite des Erdgeschosses links des Vestibüls das Appartement des Fürstbischofs, während an der Westseite die Kanzlei einige Räumlichkeiten zugewiesen bekam. Das Konsistorium hatte hier seinen Sitzungsaal und auch der Maler Orlandi nutzte hier bis zu seinem Tode ein Zimmer. Man kann daher davon ausgehen, dass diese Nutzungen zumindest nicht zur Gänze dem angestrebten Endzustand entsprachen. Das Zwischengeschoss nahm Gastgemächer auf, während das Hauptgeschoss in der Mitte von einem großen, zentralen Saal an der Eingangsseite eingenommen wurde. Das Geschoss entsprach in der Raumaufteilung weitgehend dem Erdgeschoss. An der Ostseite hatte die Frau des Bischofs ihr Appartement. Beim Bischof und seiner Frau handelte es sich jeweils um eine Abfolge aus verschiedenen Vorzimmern, einem Audienzgemach, einem Schlafgemach hinter dem Audienzzimmer sowie verschiedenen Kabinetten. Über eine eigene Treppe waren sie miteinander verbunden. Auch das Gastgemach verfügte über zwei Vorzimmer, ein Schlafzimmer sowie ein Kabinett. Ferner befanden sich in den Geschossen Räume für Prinzen und Prinzessinnen. Im Zwischengeschoss sowie im Mezzanin waren auch Zimmer für Kavaliere und die Dienerschaft vorhanden.
Nach den Umbauten unter Ernst August II. befand sich das fürstbischöfliche Gemach an der Westseite des Erdgeschosses. Nun gelangte man vom Vestibül aus nach rechts an der Gartenseite durch ein Vorzimmer in ein Speisegemach, an das sich ein Audienzzimmer anschloss, auf das ein Kabinett folgte. Ferner gelangte man vom Audienzgemach an der Hofseite in ein Schlafzimmer mit zugehörigem Kabinett sowie einer Garderobe.[12] Ende des 18. Jahrhunderts wurde dann die landesherrliche Raumfolge in die westlich des Saals gelegenen Räume im Hauptgeschoss verlegt. Dort fasste man an der Ostseite zwei an den Hauptsaal anschließende Räume zur Hofseite hin vom ehemaligen Appartement der Fürstin zu einem neuen Speisesaal zusammen. Im neuen Gemach des Fürstbischofs trat funktional an die Stelle des Speisezimmers ein Courzimmer.
Bezüglich der Deckenmalerei kann keine verlässliche Aussage über das ursprünglich intendierte Programm gemacht werden, da die Arbeiten bis zum Tode Orlandis 1681 nicht vollendet und anschließend auch nicht fortgesetzt wurden. Die Gemälde haben sich durchweg nicht erhalten. Lediglich Inventare berichten von ihnen. Die Malereien an den Decken und Kaminen der Räume beschränkten sich anscheinend auf Gemächer höherer Funktion. In den Räumen von Ernst August nahmen sie Bezug auf den Herrscher und seine Tugenden. In seinem Schlafzimmer zeigte die Deckenmalerei aber „anzüglich Venus und vier ihrer Liebhaber“.[13] Die Thematik der Malerei scheint insgesamt lehrhaft angelegt gewesen zu sein.[14] Ernst August II. ließ die Ausstattung von Vestibül und Hauptsaal nicht verändern. In den Gemächern wurden sie jedoch teilweise entfernt oder umgehängt. So präsentierte man die Herrschertugenden aus dem ehemaligen Vorzimmer Ernst Augusts I. nun im neuen Speisegemach.[15]
Forschungsstand
Der Forschungsstand zum Osnabrücker Residenzschloss ist gut, wenn man bedenkt, dass es bis auf die Außenmauern zerstört wurde. Einen Anfang nahm die neue Forschung 1991 mit einer Ausstellung zum Schloss, zu der ein großer Begleitband erschien.[16] Darauf aufbauend äußerte sich Laß 2007[17] zum Schloss in Gegenüberstellung zur Iburg. Eine umfassende historische Monografie erschien 2018 von Schepers.[18] Ein gründliches Studium der Archivalien wird mit Sicherheit weitere Erkenntnisse zu den verlorenen Deckengemälden erbringen. An dieser Stelle konnte nur die Sekundärliteratur ausgewertet werden.
Das ehemalige Vestibül
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Das Vestibül wurde zusammen mit dem Residenzschloss in Osnabrück 1668–73 erbaut und bis spätestens 1681 ausgestattet.[19] Die Deckenmalerei schuf Felice Orlandi – wie auch in den anderen Räumen des Schlosses. Unter Ernst August II. wurde die Ausstattung des Vestibüls im Gegensatz zu den Gemächern nicht verändert.[20] Nach der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Renovierungsarbeiten dann unumgänglich. 1771 hingen die auf Leinwand gemalten Deckengemälde durch und wurden neu gespannt. Die Restaurierungen führte bis 1773 Goswin Conrad Meyer durch.[21] Fürstbischof Friedrich ließ das Vestibül dann ab 1785 gänzlich neugestalten und durch Bartholomeo Verona ausmalen.[22]
Beschreibung
Der quergelagerte Raum wurde direkt von der Außentreppe aus durch das Eingangsportal betreten.[23] Er maß sieben Achsen in der Breite, vier in der Tiefe und reichte bis in das Zwischengeschoss. Gegenüber dem Eingang befand sich ein offenes, imperiales Treppenhaus, das unter einer Galerie hindurch betreten wurde. An den beiden Schmalseiten standen Kamine. Auf Höhe des Zwischengeschosses lief an der Ost-, Süd- und Westwand eine Galerie um. Der ganze Raum war in einem gelben Farbton – den Farben der Welfen – gehalten. Zur Linken (im Osten) befand sich anfänglich das Appartement des Fürstbischofs, zur Rechten (im Westen) waren anfänglich Verwaltungsräume gelegen. Später verlegte der Fürstbischof sein Gemach auf diese Seite. An den Wänden waren bis 1785 die Musen – al fresco gemalt – in Lebensgröße zu sehen. Sie werden beschrieben als in monochrom-gelber Farbe auf den Kalk gemalte römische Statuen.
An der Decke waren Leinwandgemälde in den plastischen Stuck eingelassen.[24] Das Hauptbild zeigte die Taufe Widukinds, hinzu kamen Porträts weiterer Personen, die als Bischöfe und Statuen beschrieben werden. Mit der Taufe Widukinds wurde auf den Gründungsakt des Fürstbistums und seine weltlichen Wurzeln Bezug genommen, dessen Traditionslinie Ernst August I. wieder aufnahm. Es könnte sich um eine Apotheose des Fürstbistums Osnabrück gehandelt haben.
Mit den Umgestaltungen unter Fürstbischof Friedrich verschwand die gesamte Ausstattung. Die Decke ruhte nun auf 16 einzelnen oder gekuppelt vor die Wand gestellten Säulen, die auf einem Längsoval gestellt waren. Korbbögen teilten sie in drei Abschnitte: ein rechteckig gewölbtes Mittelfeld sowie zwei Halbkuppeln an den Schmalseiten. Über dem Zugang zum Treppenhaus gab es ein dreigeteiltes, kleines, antikisierendes Wandbild, die Decke selbst war mit einer fingierten, ebenfalls antikisierenden Kassettengliederung bemalt.[25]
Die ehemalige Raumfolge östlich des Vestibüls
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Die Räume östlich des Vestibüls haben im Laufe der Zeit unterschiedliche Nutzung gehabt.[26] Ursprünglich befand sich hier das Appartement des Fürstbischofs. Es ist jedoch ungeklärt, ob die Lage mit den noch nicht abgeschlossenen Bauarbeiten zusammenhing und nur als Interim gedacht war, oder ob es eine endgültige Lösung sein sollte. Jedenfalls erhielten die Räume eine aufwendige Ausstattung und Deckengemälde von Felice Orlandi. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das landesherrliche Appartement an die Westseite des Erdgeschosses verlegt. Zahlreiche Deckengemälde wurden damals entfernt.
Beschreibung und Nutzungsänderung
Ehemals gelangte man vom Vestibül in ein Vorzimmer an der Südseite – direkt neben der Haupttreppe. Nach Osten folgte die „Grand Chambre“, in der Ernst August aber auch geschlafen haben soll. Die Nutzung als Audienzzimmer erscheint als sehr wahrscheinlich. Weiter nach Osten befand sich ein Kabinett. Auf dieses folgte an der Südostecke des Hauptgebäudes ein weiteres Kabinett, das als Schlafzimmer diente. An der Nordseite schloss direkt an das Vestibül ein Speisezimmer an. Nach Osten folgte ein Vorzimmer, das an der Nordostecke des Hauptgebäudes von einer Garderobe beschlossen wurde.[27] Die Räume hatten plastische Stuckdecken. Im Folgenden werden für die Räume die Nummern eines Inventars von 1698 in Klammern beigegeben.
Nach den Umgestaltungen unter Fürstbischof Friedrich befand sich hier ein Gastappartement. Nun waren an der Hofseite die Domestiken untergebracht (im ehemaligen Speisezimmer) sowie der Kammerdiener (im ehemaligen Vorzimmer). An der Gartenseite nutzte der Portier das ehemalige Vorzimmer, das Audienzzimmer diente als Vorzimmer und das große Kabinett als Wohnzimmer, das kleine Kabinett nach wie vor zum Schlafen.[28]
Vorzimmer
Das Vorzimmer (4) hatte ursprünglich ein Deckengemälde, das eine weibliche Personifikation der Herrschertugend vorstellte, zusammen mit dem Wahlspruch Ernst Augusts.[29] Über dem Kamin befand sich ein weiteres Gemälde, das die Flucht des Aeneas aus Troja präsentierte. Auch Aeneas galt damals als tugendhafter Held. Ernst August II. brachte das Deckengemälde in sein neues Speisegemach. An die Stelle der Herrschertugenden traten die Vier Jahreszeiten und die Vier Wassergötter.[20]
Audienzzimmer
Das Audienzzimmer (5) des Fürstbischofs schmückte ein Deckengemälde mythologischer Thematik, das Tugend und Eintracht zeigte.[30] 1729 werden Venus und Adonis genannt. Über dem Kamin hing ein Porträt der „Mademe de Colonna“.
Kabinett
Das Kabinett (6), bei dem es sich um ein Arbeitszimmer gehandelt haben dürfte, war mit Bücherschränken und einem Schreibtisch ausgestattet.[31] Deckenmalerei ist nicht bekannt.
Schlafzimmer
Das Schlafzimmer (7) präsentierte an der Decke eine nackte Venus und vier Begleitbilder mit je einem nackten Mann.[32] Es könnte sich um Geliebte der Venus gehandelt haben.
Speisesaal
Der Speisesaal (1) präsentierte an der Stuckdecke ehemals Putten, Bischofshut und Wappen.[29] Über dem Kamin war eine weibliche Heldin mit Drachen und einem Degen zu sehen, bei der es sich eventuell um Minerva gehandelt haben könnte.
Vorzimmer
Das Vorzimmer (2) nach dem Speisesaal zeigte an seiner Decke ursprünglich vier Gemälde mit Herrschertugenden bzw. den Gaben des heiligen Geistes: einen alten Mann mit Tieren (Consilium), Pietas und Intellectus sowie am Kamin ein Gemälde der Sapientia.[29]
Garderobe
In der Garderobe (3) [33] wurde unter Ernst August II. in die Stuckdecke ein Gemälde mit der Rettung der Susanna eingelassen.
Zusammenfassung
Zusammenfassend stellte bereits Königfeld fest, dass die Malerei an Decken und Kaminen in den Räumen von Ernst August Bezug auf den Herrscher und dessen Tugenden nahm. Eine Ausnahme ist das Deckgengemälde im Schlafzimmer mit Venus und vermutlich vier ihrer Liebhaber.[13]
Die ehemalige Raumfolge westlich des Vestibüls
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Das westliche Appartement im Erdgeschoss ist um 1670/80 entstanden. Es handelte sich ursprünglich nicht um ein herrschaftliches Appartement. Der Fürstbischof hatte seine Räume im Erdgeschoss in der Osthälfte des Hauptgebäudes, seine Frau an der Ostseite im Hauptgeschoss. Erst Fürstbischof Ernst August II. ließ sich sein Gemach im Hauptgeschoss westlich des Hauptsaals gegenüber den Räumen der Fürstin einrichten. Unter Fürstbischof Friedrich erfolgte Ende des 18. Jahrhunderts eine Umgestaltung bzw. Modernisierung.
Die Raumfolge bestand aus fünf größeren Zimmern und vier kleinen Kabinetten. Vom Hauptsaal aus erreichte man nach Süden das Vorzimmer, das auf den Garten ausgerichtet war. Nach Westen schloss sich ein Speisezimmer an, das auch direkt vom Saal aus zu erreichen war. Auf dieses folgte ein Audienzzimmer, an das sich kleinere Kabinette anschlossen. Vom Schlafzimmer aus erreichte man ferner ein im Norden zum Schlosshof hin gelegenes Schlafzimmer, an dessen Westseite sich wiederum Kabinette anschlossen, während zur Ostseite gegen den Hauptsaal hin eine Garderobe situiert war. Im Folgenden werden für die Räume die Nummern eines Inventars von 1698 in Klammern beigegeben.
Vorzimmer
Das Vorzimmer (10) hatte unter Ernst August I. als Stube des „Cancellisten“ gedient. Die stuckierte Decke hatte ein Gemälde des Propheten Elias aufgenommen. Am Kamin befand sich ehemals eine Darstellung des Diogenes.[34] Ende des 18. Jahrhunderts war hier das Zimmer für den Bedienten lokalisiert, der im anschließenden Gastgemach logierte.[28]
Speisezimmer
Das Speisezimmer (A) schmückten seit Ernst August II. Deckengemälde mit Herrschtugenden, die aus dem ehemaligen Vorzimmer Ernst Augusts I. stammten.[20] Unter Ernst August I. hatte das Speisezimmer dem Konsistorium als Sitzungssaal gedient. Damals hatte die Stuckdecke ein Gemälde geziert, das eine Figur mit einer Sonne auf der Stirn zeigte – vermutlich eine Allegorie der Wahrheit. Am Kamin präsentierte man ein Gemälde des Schlosses.[35] Gegen 1800 befand sich in diesem Raum das Vorzimmer eines Gastgemachs. Die Gemälde hatte man belassen.[36]
Audienzzimmer
Das Audienzzimmer (B) war zur Zeit Ernst August I. das Atelier von Felice Orlandi gewesen. Damals schmückte die Stuckdecke das Gemälde einer Jungfrau mit Pelikan und dessen Jungen als Attribut in der Hand – vielleicht eine Personifikation der Fürsorge.[37] Gegen 1800 diente dieser Raum als Wohnzimmer des Gastgemachs. Die alten Gemälde hatte man belassen.[36]
Das Kabinett (10a) an der Südwestecke des Schlosses wurde Ende des 18. Jahrhunderts als Schlafgemach im Gastappartement genutzt.[38]
Schlafzimmer
Im Schlafzimmer (9) hatte sich unter Ernst August I. der zweite Raum der Kanzlei befunden.[39] Die Stuckdecke schmückte damals in der Mitte ein Gemälde des Jakob, umgeben von weiteren Patriarchen. In den Fenstergewänden wurden die Evangelisten gezeigt. Über dem Kamin erblickte man die Geschichte von Lot und seinen Töchtern. Unter Ernst August II. fehlten die runden Eckgemälde bereits. Die Kanzlei erhielt unter Ernst August II. im Torflügel sowie einem neuen Eckbau Räume.[40] Ende des 18. Jahrhunderts befand sich hier die Marschallstube.[28]
Kabinett
Ein weiteres Kabinett (9a) befand sich an der Nordwestecke des Schlosses. Unter Ernst August I. war hier das Archiv der Kanzlei verortet.[41] Ende des 18. Jahrhunderts war es das Kabinett des Hofmarschalls.[28]
Garderobe
Die Garderobe (8) präsentierte an der Stuckdecke ein Gemälde mit der Rettung der Susanne.[20] Unter Ernst August I. befand sich hier das Vorzimmer der Kanzlei. Das Deckengemälde zeigte die zwölf Apostel (und Propheten?).[42] Ende des 18. Jahrhunderts befand sich in diesem Raum ein Billardzimmer.[28]
Der ehemalige Hauptsaal
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Der Hauptsaal der Residenz wurde zusammen mit dem Osnabrücker Schloss 1668–73 erbaut und bis spätestens 1681 ausgestattet.[43] Die Deckenmalerei schuf Felice Orlandi – wie auch in den übrigen Räumen des Schlosses. Bei den Umgestaltungen unter Ernst August II. wurde der Hauptsaal nicht verändert.[20] Knapp 100 Jahre nach ihrer Entstehung mussten die Wand- und Deckengemälde im Saal 1773 restauriert werden. Die Arbeiten führte Goswin Conrad Meyer aus.[44] Unter Bischof Friedrich wurde der Hauptsaal 1785 gänzlich neu gestaltet und um sechs Fuß erhöht.[45] Die neuen Malereien stammten von Bartholomeo Verona.
Beschreibung
Der Hauptsaal[46] befand sich im dritten Geschoss (dem Hauptgeschoss) und maß 12,0 auf 24,5 Meter. Er reichte mit etwas über 7 Metern Höhe bis in das Obergeschoss und wurde an der Südseite direkt aus dem Haupttreppenhaus betreten. Nach Norden gegen den Herrenhof befanden sich sieben Fenster. Eine Empore lief an der Ost-, Süd- und Westseite um, auf deren Balustrade Gipsbüsten römischer Kaiser präsentiert wurden. Über dem Saaleingang sprang sie auf vier Säulen ruhend ein wenig vor. Ost- und Westseite zierten große Kamine, über denen sich Gemälde mit „nackdeden kerrl[n]“ befanden – vielleicht ‚wilde‘ Männer. Später befanden sich hier nachweislich Öfen. 1771 sind wieder Kamine nachgewiesen, über denen sich Allegorien der Wachsamkeit und Gerechtigkeit befanden. Anfänglich war an der Ostseite das Appartement der Frau des Bischofs lokalisiert, während die Westseite ein Gastgemach beherbergte. Die Wände hatten eine auf Leinwand gemalte Architekturgliederung und andere Darstellungen. So soll sich an der Hofseite zwischen den Fenstern ein zwölfteiliger Zyklus von Darstellungen nach Ovid befunden haben – wohl in monochromer Malerei. Eventuell waren sie auch an den Seitenwänden angebracht. Das Gesims der Galerie präsentierte kleine Landschaftsdarstellungen und Embleme. An der plastisch stuckierten Decke[47] zeigte das Hauptfeld den Sturz des Phaeton, die Eckfelder präsentierten Venus, Neptun, Vulkan und Ceres, die wohl für die vier Elemente standen.
Nach dem Umbau unter Fürstbischof Friedrich stellte sich der Saal[48] mit illusionistisch gemalten Wandpilastern und Balkonen an den Wänden dar. Zwei Marmorkamine ersetzten die alten aus Stein; die Galerie verschwand. Die Decke wurde um sechs Fuß erhöht und erhielt eine antikisierende Ausmalung mit Kassetten und anderen architektonischen Schmuckelementen.
Die ehemalige Raumfolge östlich des Hauptsaals
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Das Appartement wurde zusammen mit dem Residenzschloss erbaut und ausgestattet. Es ist unklar, ob die Lage an der Ostseite im Hauptgeschoss die endgültige sein sollte, oder ob es sich um eine Interimslösung handelte.[49] Die nachfolgenden Fürstbischöfe waren bis auf den letzten (Friedrich) ledig, und Friedrich lebte von seiner Frau getrennt. Nach dem Wegzug von Ernst August und Sophie nach Hannover gab es daher keine Notwendigkeit mehr für ein Appartement der Landesherrin. Die Räume dienten als Gästegemach und wurden Ende des 18. Jahrhunderts zu Wohn- und Clubzimmer des Landesherrn umgebaut.[50]
Beschreibung
Das Appartement der Frau des Bischofs war zweiteilig aufgebaut und wurde in jedem Fall vom Hauptsaal aus erschlossen.[51] An der Hofseite im Norden folgten auf ein Vorzimmer eine sogenannte Große Kammer und dann abschließend an der Nordostecke des Hauptbaus mehrere Kabinette. An der Gartenseite – im Süden – befand sich direkt neben dem Treppenhaus eine Vorkammer, auf die nach Osten ein Vorzimmer (das ebenfalls vom Hauptsaal aus zu erreichen war), eine sogenannte Große Kammer gegen den Garten mit Bett und an der Südostecke des Hauptbaus mehrere Kabinette (eines davon ein Kunstkabinett) anschlossen. Die Deckenmalereien wurde von Felice Orlandi ausgeführt.
Nach den Umbauten unter Fürstbischof Friedrich wurde vor allem die Eingangssituation in das Appartement an der Hofseite geändert. Vorzimmer und Große Kammer waren nun zu einem Esszimmer mit halbrunder Apsis an der dem Eingang gegenüberliegenden Ostseite zusammengefasst. An der Gartenseite wurde ein Courappartement eingerichtet, bestehend aus einem Vorzimmer zur Cour (ursprünglich Vorkammer), zwei Courzimmern (ehemals Vorzimmer und Große Kammer gegen den Garten), und zwei Kabinetten zur Cour (ursprünglich Kunstkabinett und Kabinett). Die Räume wurden mit Malereien von Bartholomeo Verona ausgestattet.[50] Im Folgenden werden für die Räume die Nummern eines Inventars von 1698 in Klammern beigegeben.
Vorzimmer
Das Vorzimmer (27) an der Hofseite hatte ursprünglich eine plastische Stuckdecke und zeigte neben stuckierten Figuren vier Embleme.[52] Über dem Kamin war eine Statue mit dem kurfürstlichen Wappen angebracht. Da die Landesherren 1680 vor Verleihung der Kurwürde nach Hannover wechselten, ist zu vermuten, dass es sich um das kurpfälzer Wappen von Sophies Familie gehandelt hat. Unter Fürstbischof Friedrich wurde dieser Raum zugunsten eines neuen Esszimmers beseitigt, das auch die ehemals daran anschließende Große Kammer mit einschloss.[28]
Große Kammer
Die sogenannte Große Kammer (28) zeigte an der plastischen Stuckdecke ein zentrales Gemälde mit Lukretia und einem Engel, umgeben von vier weiteren Engelsdarstellungen.[53] Hier ist sicher ein Bezug zur ersten Bewohnerin Sophie als starke Frau herzustellen. Über dem Kamin befand sich eine Personifikation des Friedens. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Raum aufgegeben und mit dem vorhergehenden Vorzimmer zu einem Esszimmer vereint.[54]
Die sogenannte Vorkammer (31) an der Gartenseite zeigte ursprünglich an der plastischen Stuckdecke Alexander beim Orakel.[55] Hinzu kamen vier Landschaftsdarstellungen.
Vorzimmer an der Gartenseite
Das Vorzimmer an der Gartenseite (30) hatte scheinbar noch kein Deckengemälde erhalten.[55] Am Kamin wurde eine Christgeburt präsentiert.
Große Kammer an der Gartenseite
Die sogenannte Große Kammer gegen den Garten (29) präsentierte ursprünglich an der plastisch stuckierten Decke ein Gemälde mit Venus und Adonis bzw. im hinteren Raumteil die Erziehung Amors durch Venus und Merkur.[56] Über dem Kamin wurde ein Porträt Ernst Augusts I. gezeigt. Es handelte sich vermutlich um das Schlafzimmer, denn hinter einer Scherwand stand ein Bett.
Die ehemalige Raumfolge westlich des Hauptsaals
Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte
Das westliche Appartement im Hauptgeschoss ist um 1670/80 entstanden. Es handelte sich ursprünglich nicht um ein herrschaftliches Appartement. Der Fürstbischof hatte seine Räume ehemals im Erdgeschoss in der Osthälfte und in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in der Westhälfte des Hauptgebäudes. Erst unter Fürstbischof Friedrich erfolgte Ende des 18. Jahrhunderts eine Verlagerung in das Hauptgeschoss. Ursprünglich befanden sich hier Gemächer für hochrangige Gäste.[57]
Beschreibung
Zur Zeit von Friedrich folgte auf ein Vorzimmer rechts neben der Treppe nach Westen ein Courzimmer, das wie das Vorzimmer vom Hauptsaal aus betreten werden konnte. An das Courzimmer schloss nach Westen ein Audienz- und Wohnzimmer an. Ihren Schluss fand die Zimmerflucht in einem Kabinett (Boudoir) an der Südwestecke des Hauptbaus. Vom Audienzzimmer erreichte man ferner das an der Hofseite im Norden gelegene Schlafzimmer, an das im Westen ein Toilettenkabinett anschloss und im Osten eine Garderobe, von der man wieder in den Hauptsaal gelangte. Im Folgenden werden Ausstattung und Funktionen unter Ernst August I. beschrieben und in Klammern die jeweilige Raumnummer aus einem Inventar von 1698 angegeben.
Vorzimmer
Das spätere und auch ursprüngliche Vorzimmer (32) hatte ehemals eine Stuckdecke, in deren Mitte ein Gemälde des Propheten Jonas eingelassen war.[58] Über dem Kamin befand sich eine Darstellung von Sodom und Gomorrha.
Courzimmer
Das spätere Courzimmer (33) war ehemals ein weiteres Vorzimmer und präsentierte über dem Kamin ein Gemälde, das Samuel mit der Bundeslade zeigte.[58] Die Stuckdecke umrahmte eine Malerei, die eine Darstellung Samsons präsentierte.
Audienzzimmer
Das spätere Audienzzimmer (34) wurde ehemals als Großes Gemach bezeichnet und hatte ein Deckengemälde, das Samson mit dem Eselskinnbacken in plastischem Stuck zeigte.[58] Über dem Kamin befand sich ein unvollendetes Porträt der Hagar.
Garderobe
Die spätere Garderobe (38) war ehemals ein Vorgemach und präsentierte an der plastischen Stuckdecke im Gemälde die vier Evangelisten.[59] In der Mitte war Gottvater selbst zu sehen. Über dem Kamin gab es ferner eine Darstellung Christus mit der Samariterin am Brunnen.
Schlafzimmer
Das spätere Schlafzimmer (36) wurde ehemals als Gemach gegen den Hof benannt und hatte an der plastischen Stuckdecke ein Gemälde, das Daniel zeigte.[60] Es war umgeben von acht Prophetendarstellungen. Hinzu kam über dem Kamin eine Darstellung vom Fall Jerichos.
Zusammenfassung
Es ist auffallend, dass das Gastgemach durchweg ein theologisches Bildprogramm aufwies – im Gegensatz zu den Appartements des Fürstbischofs und seiner Frau. Es ging offenbar um die gottgefällige und gerechtfertigte Herrschaft des lutherischen Schlossherrn. Sodom und Gomorrha standen für eine überwundene Unrechtsherrschaft, die Darstellungen Samsons und Daniels für die Unbezwingbarkeit der von Gott Auserwählten, der Prophet Jonas für die Zweifel an Gott, aber auch seine Gnade und die Überwindung des Todes durch Jesus Christus. Hinzu kamen Propheten und Evangelisten als Verweis auf die Schrift sowie Darstellungen von Gott und Christus.
Bibliographie
- Literatur:
- Bruch, Rittersitze, 2004. – Bruch, Rudolf vom: Die Rittersitze des Fürstentums Osnabrück. Osnabrück 2004. [Im Text unveränd. seitengleiche Ausg. nach der Erstausg. von 1930 in heutiger Schrift.]
- Freydank, Verona, 1998. – Freydank, Ruth: Es war Kiste 19. Der Bühnenbildner Bartholomeo Verona und die Geschichte eines Nachlasses. In: Museums Journal 12 (11/1998), S. 5–8.
- Heuvel, Schloß, 1993. – Heuvel, Christine van den: Das Osnabrücker Schloß. Quellen zur Baugeschichte, Hofhaltung und Gartenanlage im Hauptstaatsarchiv Hannover. In: Osnabrücker Mitteilungen 98 (1993), S. 87–113.
- Inventarium 1991. – Inventarium palatii Osnabrugensis de anno 1698. In: Verspohl, Franz-Joachim (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz. Osnabrück 1991, S. 193–228.
- Kaster, Meliorisierung, 1991. – Kaster, Karl Georg: „Meliorisierung“ und „Möblierung“. Das Schloß als hannoversches Allod zwischen 1698 und 1802. In: Verspohl, Franz-Joachim (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz. Osnabrück 1991, S. 229–266.
- Königfeld, Nutzung, 2014. – Königfeld, Peter: Zur Nutzung und Ausstattung des Osnabrücker Schlosses: Die Inventare von 1682 und 1763. Ein Werkstattbericht. In: Tauss, Susanne (Hrsg.): Herrschen – Leben – Repräsentieren. Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600–1800 (Kulturregion Osnabrück, 30). Regensburg 2014, S. 209–225.
- Laß, Residenzschloß, 2007. – Laß, Heiko: Das Residenzschloss im 17. Jahrhundert im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und die Schlösser in Iburg und Osnabrück. In: Tauss, Susanne (Hrsg.): Der Rittersaal auf der Iburg. Göttingen 2007, S. 153–172.
- Rohr, Sophie, 1980. – Rohr, Alheidis von: Sophie Kurfürstin von Hannover (1630–1714). Begleitheft zur Ausstellung. Hannover 1980.
- Schepers, Herrschaft, 2014. – Schepers, Heinrich: Herrschaft aus der Ferne. Schloss und Hofstaat als Präsenzsymbole der fürstlichen Herrschaft Friedrichs von York. In: Tauss, Susanne (Hrsg.): Herrschen – Leben – Repräsentieren. Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600–1800 (Kulturregion Osnabrück, 30). Regensburg 2014, S. 245–259.
- Schepers, Prachtentfaltung, 2018. – Schepers, Heinrich: Fürstliche Prachtentfaltung in Abwesenheit des Herrschers. Bedeutung von Schloss und Hofstaat im Fürstbistum Osnabrück zur Regierungszeit Friedrichs von York (1764–1802) (Westfalen in der Vormoderne. Studien zur mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Landesgeschichte, 30). Münster 2018.
- Siebern/Fink, Osnabrück, 1907. – Siebern, Heinrich von/ Fink, Erich (Bearb.): Die Kunstdenkmale der Stadt Osnabrück (Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, IV Regierungsbezirk Osnabrück). Hannover 1907.
- Verspohl, Osnabrücker Schloß, 1991. – Verspohl, Franz-Joachim (Hrsg.): Das Osnabrücker Schloß. Stadtresidenz, Villa, Verwaltungssitz. Bramsche 1991.
- Westphal, Osnabrück, 2014. – Westphal, Siegrid: Die Residenz in Osnabrück – ein Sonderfall? In: Tauss, Susanne (Hrsg.): Herrschen – Leben – Repräsentieren. Residenzen im Fürstbistum Osnabrück 1600–1800 (Kulturregion Osnabrück, 30). Regensburg 2014, S. 75–86.
Einzelnachweise
- ↑ Siebern/Fink, Osnabrück, 1907, S. 238–247; Bruch, Rittersitze, 2004, S. 404–413; Rohr, Sophie, 1980, S. 58; Westermeyer, Planung, 1991; Heuvel, Schloß, 1993, für die Zeit von Ernst August S. 90–96; Laß, Residenzschloß, 2007; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 100–198.
- ↑ Vgl. Chatelet-Lange, Catharinenburg, 2000. Ein wichtiges vergleichbares Schloss war etwa der Friedenstein in Gotha (vgl. Rohrmüller, Ernst, 2001; Rohrmüller, Ernst, 2002).
- ↑ Vgl. Siebern/Fink, Osnabrück, 1907, S. 238–247; Westermeyer, Planung, 1991, S. 60–63, S. 66; Inventarium 1991.
- ↑ Westermeyer, Planung,1991, S. 60–96; Heuvel, Schloß, 1993, S. 90–96; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 100–198; Westphal, Osnabrück, 2014.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 210.
- ↑ Heuvel, Schloß, 1993, S. 94–95.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 216, 218–219; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 108–112.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 216, S. 218; Schepers, Herrschaft, 2014; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 112–198, S. 254–255.
- ↑ Westermeyer, Planung, 1991, S. 82–86; Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 257; Schepers, Herrschaft, 2014, S. 254–163.
- ↑ Freydank, Verona, 1998; Schepers, Herrschaft, 2014, S. 254.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 211–213; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 106–107.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 216, S. 218.
- ↑ 13,0 13,1 Königfeld, Nutzung, 2014, S. 212.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 219. Königfeld folgend steht Marcus Curtius für den Opfertod des Vaterlandes, Lucretia im Zusammenhang mit Tyrannen, Minerva ist die Hüterin der Künste und Wissenschaften, Samsons Kampf mit dem Eselskinnbacken steht für die Unbezwingbarkeit der von Gott Auserwählten, Judith mit dem enthaupteten Holofernes steht für selbstloses Handeln, Daniel in der Löwengrube für die Errettung durch Gott aus der Not.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 218–219.
- ↑ Verspohl, Osnabrücker Schloß, 1991.
- ↑ Laß, Residenzschloß, 2007.
- ↑ Schepers, Prachtentfaltung, 2018.
- ↑ Siebern/Fink, Osnabrück, 1907, S. 238–247; Westermeyer, Planung, 1991; Heuvel, Schloß, 1993, S. 90–96; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 100–198.
- ↑ 20,0 20,1 20,2 20,3 20,4 Königfeld, Nutzung, 2014, S. 218.
- ↑ Schepers, Herrschaft, 2014, S. 249; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 136–137, S. 251.
- ↑ Schepers, Herrschaft, 2014, S. 254.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 204; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 139.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 204; Westphal, Osnabrück, 2014, S. 86; Schepers, Herrschaft, 2014, S. 247; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 107–108, S. 140.
- ↑ Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 272; Schepers, Herrschaft. 2014, S. 254.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 197; Königfeld, Nutzung, 2014, S. 211, 216, 218
- ↑ Inventarium, 1991, S. 197–200
- ↑ 28,0 28,1 28,2 28,3 28,4 28,5 Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 257.
- ↑ 29,0 29,1 29,2 Inventarium, 1991, S. 197.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 199; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 144.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 199–200.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 200.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 198; Königfeld, Nutzung, 2014, S. 218.
- ↑ Inventarium 1991, S. 201.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 202.
- ↑ 36,0 36,1 Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 257; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 140.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 201, 203; Königfeld, Nutzung, 2014, S. 210.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 203; Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 257; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 140.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 197, 201; Königfeld, Nutzung, 2014, S. 212; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 141.
- ↑ Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 111, S. 141.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 201.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 197, S. 200; Königfeld, Nutzung, 2014, S. 212; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 140.
- ↑ Siebern/Fink, Osnabrück, 1907, S. 238–247; Westermeyer, Planung, 1991; Heuvel, Schloß, 1993, S. 90–96; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 100–198.
- ↑ Schepers, Herrschaft, 2014, S. 249; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 136–137, S. 143.
- ↑ Schepers, Herrschaft, 2014, S. 243–254.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 211–212; Heuvel, Schloß, 1993, S. 97–98; Schepers, Herrschaft, 2014, S. 255; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 143.
- ↑ Heuvel, Schloß, 1993, S. 97; Schepers, Herrschaft, 2014, S. 247, S. 249; Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 108.
- ↑ Schepers, Herrschaft, 2014, S. 254–255.
- ↑ Königfeld, Nutzung, 2014, S. 211.
- ↑ 50,0 50,1 Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 247–257.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 212–215.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 212–213.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 213.
- ↑ Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 257.
- ↑ 55,0 55,1 Inventarium, 1991, S. 215.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 214.
- ↑ Schepers, Prachtentfaltung, 2018, S. 140.
- ↑ 58,0 58,1 58,2 Inventarium, 1991, S. 216.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 218; Kaster, Meliorisierung, 1991, S. 257.
- ↑ Inventarium, 1991, S. 217.