München, Kirche und Kloster der ehem. Paulaner
Kirche und Kloster der ehem. Paulaner, im Areal Am Neudeck gelegen. 1799 säkularisiert, ab 1807 Strafarbeiterhaus, im Zweiten Weltkrieg zerstört; ein baufälliger Teil des Klosters steht noch. Deckenbilder in Kirche
Zum Bauwerk: 1621-23 wurde die Kirche zum hl. Karl Borromäus mit einem - in der Literatur überall hervorgehobenen - farbig gefaßten Palmbaum aus Marmor in der Mitte, als Stiftung für 16 Ordensgeistliche aus dem Orden des hl. Franziskus de Paula errichtet. Neubau des Paulanerklosters 1660/65 durch Baumeister Wenzel Gebhard »in kurzer Zeit vom Grunde an mit 2 Quadraturen gebauet, und mit einem schönen Garten versehen worden« (Crammer, S. 148, Ansichten 23 und 27 bei Wening). Der Konventbau schloß sich im S an die Kirche in zwei Gevierten an. Über die Lage des Refektoriums innerhalb der Klosteranlage ist nichts bekannt, der Gang ist vermutlich mit dem Kreuzgang identisch, der im westlichen Geviert lag.
I KLOSTERKIRCH
Die ehem. Klosterkirche bestand aus einem fünfjochigen LHs, einen zweijochigen Querhaus und einem nach O gerichteten Chor. Eine nach N gerichtete kleine Seitenkapelle (Ansicht Nr. 27 bei Wening) war nach einer handschriftlichen Beschreibung von 1750 im Jahr 1737 erweitert und ausgemalt worden: »Das khleine gegen der Strasse heraus erbaute Capel lerl S. Francisci de Paula ist ao 1737 umb mehr Fenster ganz erweitert, aucl von Stugador, und mallerey herrlich ausgeziehrt worden, ...hernach is 1748 die ganz Khirch herrlich renovieret, auch mit einem neu Vorn PalmBaum aufgerichten Schmerzhafften Altar vermehrt...«
Von der Ausmalung hat sich nichts erhalten, das Thema der Darstellung ist nicht bekannt.
II REFEKTORIUM
Autor und Entstehungszeit: Joseph Schwaiger (* München-Au, Conventuale im Paulanerkloster), 1686; an der Ausmalung beteiligt war Ignatius Depas (auch Depar; Lebensdaten unbekannt, ebenfalls Conventuale im Paulanerkloster), der nach Lipowsky (Künstlerlexikon, S. 86) der Lehrer Schwaigers war und während der Ausmalung gestorben zu sein scheint (s. unten).
Verbleib: Die malerische Ausstattung war bei Westenrieder (Beschreibung 1783) noch vorhanden, bei Lipowsky (Künstlerlexikon 1810) bereits verloren; die Vermutung liegt nahe, daß sie nach der Säkularisation 1799 übermalt wurde.
Rekonstruierte Bildabfolge
In einem handschriftlichen Verzeichnis der Kirchen Münchens von 1760 sind die Decken- und Wandbilder einzeln aufgeführt (BSGS, Inv. Mü A/ 760/1; weniger ausführlich auch bei Crammer und Westenrieder):
»Der Plafond welcher in dreyen großen und 2 kleinen Rundellen bestehet. enthaltet den Patriarchen Abraham, mit dem Engel. Die Agar mit ihrem Sohn Ismael und den Propheten Daniel in der Löwen Grube, wie ein Engel den Habakuk bey den Haaren zu ihmo samt der Speiß in die Grube traget. Durch Joseph Schwaiger, aus der Au gebürtig ord: S. Francisci de Paula Ao. 1686 gemahlen. An der hintern Wand des Refectorii ist in einen großen Stuck die sich bekehrenden Magdalena zu sehen, wie sie Christo Jesu die Füße mit ihren Bußzähren wascht, wobei sich viele figuren befünden, welche veritable Portrait fürstellen; wie dan rechter Hand die erste figur den Verfaßer dießes Gemähldes und die letzte figur lincker Hand den gewesten Mahler Ignatium depas in ganzer Statur praesentiert Durch den nemlichen Joseph Schwaiger gemahlen.
Sonsten sind auch von eben dießen Schwaiger an der einen wand dieße Refectorii noch vier Stuck zu besehen, worinnen Er in lebens großer figuren fürgestellt hat: 1° den durstigen Samson. 2ndo den Esau und Jacob
mit dem linßen muß, 3tio den heiligen Antonium und Paulum, und 4to der Isac wie er den Jacob für den Esau segnet.
Andere zwey Stuck in gleicher Größe hat obiger Ignatius Depas ge mahlen.«
Deckenbilde
Wandbilde
Der Bestimmung des Raumes als Refektorium entsprechend waren verschiedene Szenen dargestellt, die sich thematisch auf Gastfreundschaft, Bewirtung, Speisung und Tränkung bezogen; mit einer Ausnahme (4) alle aus dem Alten Testament.
III KLOSTERGANG
Autor und Entstehungszeit: Joseph Schwaiger 1686. Im Verzeichnis von 1760 heißt es: »In dem Clostercurrent seind 35 Stuck halbrunde Gemählde al fresco an die Mauer gemahlen, welche die wunderthaten de heiligen Francisci de Paula gar schön repräsentieren, durch 2 Brüde nahmens...« bricht ab; gemeint waren wohl Joseph Schwaiger und Igna Depas, die beide Paulaner-Fratres waren. Westenrieder (1783, S. 197) und Lipowsky (Künstlerlexikon, S. 86) bringen übereinstimmende Angaber im Zusammenhang mit Joseph Schwaiger: »Im Klostercurrent sind Fres cogemähle mit halbrunden Einfassungen, welche die Wunderthaten de heiligen Franciscus de Paula vorstellen« und »In den Gängen des Kloster sah (!) man auch nicht übel ausgeführte Freskogemälde von ihm, die e 1686 gemalt hatte, als: Christus am Oelberge; Christus am Kreuze; de heil. Franz von Paul, wie er auf ausgebreitetem Mantel über das Meer fähr USW.«
Verbleib: Die Ausmalung ging offenbar im Zusammenhang mit der Säkularisierung des Klosters verloren (s. Refektorium)
Rekonstruierte Bildabfolge (nach einer Kupferstichserie)
Der gesamte Freskenzyklus ist in einer Kupferstichfolge von Michael Wening (1707) überliefert. Das Titelkupfer lautet: »Geburt, Leben, und über grosse Wunderwerch deß Heiligen Vatters Francisci de Paula Ordens=Stiffter der Mindesten Brüder. Wie solches in dem Hochlöbl Closter R. R. P. P. Paulaner zu Neudeck ob der Au, nechst München kunstreich gemahlet zu sehen ist. Verlegt, in Kupfer gestochen und z finden, in München, bey Michael Wening, Portier und Kupferstecher, A 1707.« Obgleich in den literarischen Quellen (s. Autor) nicht ausdrücklich von Deckenbildern die Rede ist, weisen die Kupferstiche auf Deckenbildkompositionen als Vorlagen hin: Sie sind im Format durchweg querova (möglicherweise ist mit der Bezeichnung »halbrund« im Verzeichnis 1760 und bei Westenrieder dieses Format gemeint), die Darstellungen sind jeweils in Untersicht auf einer Erdrampe bzw. auf einem Treppenpodes angesiedelt. In das üppige Rahmenwerk sind Schriftbänder geschlungen, deren Inschriften teilweise auf dem Kopf stehen.
Die Inschriften geben oben bzw. seitlich auf die jeweilige Darstellung bezogene bzw. adaptierte Bibelzitate wieder, auf dem Band unten jeweils eine Erläuterung der Szene in lateinischer Sprache. Alle Darstellungen geben Szenen aus der Legende des hl. Franz von Paula (* 1416 Calabrier † 1507 Plessis-les-Tours) wieder.
SZENEN AUS DEM LEBEN DES HEILIGEN FRANCISCUS DE PAULA 1 GEBURT Im Vordergrund das Kind im Arm seiner Mutter und
1 GEBURT Im Vordergrund das Kind im Arm seiner Mutter und Begleitfiguren, im Hintergrund das Wochenbett mit der Geburtsszene. Eine Lichterscheinung trifft das Kind
»Oravi et dedit mihi dominus petitionem meam quam postulavi eum 1. Reg. 1 « (1 Reg 1, 27)
»A° 1416 B. Franciscus Paulae in Calabria Jacobo et Vienna parentibus prolem a Deo postulantibus nascitur, in cuius futurae sanctitatis prae sagium hora puerperii de caelo luminaria conspecta sunt.«
2 TAUFE Am Taufbecken stehen die Eltern mit dem Kind und ein Geistlicher, der die Taufe vollzieht.
»Oportet vos nasci denuo Ioan, C. 3« (Io 3, 7)
»Ad baptismi sacrum fontem admoto Francisci nomen a parentibus ex voto
imponitur et a celebri oppido cosentinensis diaece sis de Paula nunc patur.«
PAULANERKLOSTER AM NEUDECK
20 Wunderbare 18 Heilt 21 Bestätigung der Ordensregel 23 Heilung der Pestkranken 22 Ludwig XI. empfängt Franz de Paula »Hoc genus in nullo potest exire nisi in oratione et ieiunio Marc. C. 9« (Mo 16 FRANZISKUS VON PAULA VOR DEM KÖNIG VON NEAPEL Links auf einem Thron Ferdinand, der König von Neapel, und seine 9, 28). »S. Francisci paulani solo verbo et iussu daemones ab energum enorum Gemahlin samt Gefolge. Von rechts tritt der Heilige mit seinem Begleiter corporibus excutiuntur et abiguntur.« hinzu. Er hält in jeder Hand eine blutende Münze. — Franziskus von Paula brach das Geld entzwei, wodurch Blut daraus hervortrat. Durch dieses 12 FELSWUNDER Rechts im Bild berührt der Heilige den Felsen, Wunder wies er auf die gewaltsamen Ungerechtigkeiten hin, mit denen es links stehen Pickel in den Händen, Arbeiter und Zuschauer. — Franziskus der König dem Volk abgenötigt hatte. de Paula gelang es, einen herabstürzenden Felsen aufzuhalten und wieder »Non exasperes pauperem in inopia sua Eccle, C. 4« (Eccli 4, 2). zu festigen »S. Franciscus de Paula monetam frangens sanguinem elicit, coram Fer¬ »Si habueritis fidem sicut granum sinapis dicetis montis huic: transi hince dinando rege Neapolitano ad ostendas iniustas exactiones a populo.« illuc, et transibit Matth. C. 17« (Mt 17, 1). »Rupes quae iam ruere coeperat, multosque opifices sub ea operi sus 13 BLINDENHEILUNG Vor dem Kloster rechts erscheint der Heilige intentos opressura erat, iussu B. viri ne dedicat, prohibetur et constitit.« mit einem Begleiter, von links kommen Kranke und Sieche, voran eine Frau, die vor ihm niederkniet. Franziskus de Paula schenkte der von »Faciebat prodigia et signa magna in populo Act. Cap. 6« (Act 6, 8). Geburt an blinden Julia, Tochter des Antonius Catelanus, das Augenlicht. »Illumina oculos meos, ne umquam obdormiam in morte Ps. 12« (Ps 12, 4) »Iuliam Antonii Catelani filiam, a nativitate caecam, herbis oculo admotis »Iuliam Antonii Catelani filiam, a nativitate caecam, herbis oculo admotis orans illuminat.« orans illuminat.« 18 HEILUNG DES GESICHTSLOSEN KINDES Rechts steht auf den Stufen vor dem Kloster der Heilige, von links nähert sich Volk, voran ein 14 VERTEILUNG GEWEIHTER KERZEN Inmitten von Soldaten Ehepaar mit einem Kind auf dem Arm, das keine Gesichtszüge hat. steht Franziskus von Paula mit einer Kerze, neben ihm sein Begleiter mit Franziskus de Paula hatte diesem, indem er es mit seinem Speichel zahlreichen Kerzen im Arm. – Der Heilige hatte in Otranto durch den bestrich, Augen und Mund gegeben. Grafen von Arena geweihte Kerzen an die Soldaten verteilen lassen und »A saeculo non est auditum quia aperuit quis oculos caeci nati loan. 11« (lo jenem so zum Sieg verholfen. Nur ein Soldat, der die Kerze weggeworfen uero sine ore et oculis nato, dum vultum sputo illivit, os oculosque hatte, fiel bei dem Kampf. effingit.« »Tenuerunt sinistris manibus lampades, et dextris sonantes tubas Iudic. 7 19 AUFERWECKUNG EINES JÜNGLINGS Im Innern eines Gebäu¬ (Iud 7, 20). des steht inmitten einer Menschenansammlung ein Bett, auf dem sich »Comiti de Arena as Hidruntum cum turis proelium comissuro candelas gerade ein junger Mann aufsetzt, am Kopfende staunend die Familie, am benedictas militib. dispertiendas tribuit, victoriam pollicit. quam comes Fußende der Heilige, in der Linken die Bibel, mit der Rechten se retulit uno tantum milite qui candelam spreverat desiderato.« Franziskus de Paula hatte den 15 ERRETTUNG DER HANDWERKER Zwischen den Trümmer Kloster zu ihm gebracht worden seen einer seiner Bestaten eines eingestürzten Gebäudes liegen leblose Gestalten, in der Mitte der Szene steht segnend der Heilige, daneben sein Begleiter. — Franziskus de Franziskus de Paula hatte die Handwerker, die von der Last des einstürzenden Gebäudes Paula hatte die Handwerker, die von der Last des einstürzenden Gebäudes erdrückt und bereits für tot gehalten worden waren, unversehrt errettet. erdrückt und bereits für tot gehalten worden waren, unversehrt errettet. »Resdit qui erat mortu. et coepit loqui et dedit illum matri suae Luc. 7« (L9 »Super aegros manus imponent, et bene habebunt Marc. ult.« (Mc 16, 18). »B. pater opifices paterni fabricae operam dantes (quos magna fabricao »B. pater opifices paterni fabricae operam dantes (quos magna fabricao moles repente collapsa ita obruerat, ut ab omnibus mortui haberentur) moles repente collapsa ita obruerat, ut ab omnibus mortui haberentur) integros et illaesos servat.« integros et illaesos servat.« 20 WUNDERBARE MEERFAHRT Auf einem wildbewegten Meer PAULANERKLOSTER AM NEUDECK Wiederbelebung eines Erfrornen 29 Predigertätigkeit in Sizilien 28 Vorhersage der Geburt Franz I. 27 Papst-Prophezeiung auf einer Erdrampe rechts zwei Männer, die den völlig steifen Körper steht links im Vordergrund der Heilige auf seinem Mantel, darauf kniet eines dritten stützen, der Heilige und sein Begleiter treten von links hinzu neben ihm sein Begleiter. Rechts wird ein großes Segelschiff sichtbar, das — Franziskus de Paula stellte die Gesundheit eines Mannes, der ohne mit losgerissenen Segeln dem Sturm preisgegeben ist. — Der Kapitän des Lebenszeichen vom Schnee erdrückt aufgefunden und zum Begräbnis ins Schiffes hatte Franziskus de Paula wegen seiner äußerlichen Dürftigkeit Kloster gebracht worden war, wieder her. nicht aufgenommen. Dieser jedoch fuhr auf seinem Mantel über die »Dedit illis potestatem, ut crarent omnem infirmitatem Matth. 10« (Mt 10, sizilianische Meerenge bei Scylla und Charybdis. 1; »Dedit illis potestatem spirituum immundorum, ut eiicerent eos, »Videntes eum super mare ambulantem turbati sunt Matth. 14« (Mt 14, languorem, et omnem infirmitatem«). »Hominem a venatorib. hirmali nive oppressum, nullum vitae signum »Siculum fretum, qua Scyla et Charibidis furit, pallio porprio unacum praeseferentem, und ad monasterium oppidi paterni delatum, ut sepelire¬ socio insidens traiicit dum ab improbo nauarcho ob pauperiem non tur, in columitati restituit.« excipitur navi.« 25 HEILUNG EINES STUMMEN KNABEN Rechts auf den Stufen 21 BESTÄTIGUNG DER ORDENSREGEL Rechts sitzt auf seinem stehen der Heilige und sein Begleiter, vor ihm Eltern mit ihrem Sohn, aus Thron der Papst und hält die Hände des Heiligen, der als bejahrter Mann dessen Mund die Worte »Iesus Iesus Iesus« entweichen. Über der rechten vor ihm kniet, umgeben von zahlreichen Geistlichen und dem Begleiter erhobenen Hand des Heiligen erscheint in der Glorie ein Kruzifix. des Franziskus de Paula. – 1474 bestätigte Papst Sixtus IV. die Ordensreg Franziskus de Paula löste einem von Geburt an stummen Knaben die des Minimen-Ordens. 1482 berief der französische König Ludwig Zunge, worauf dieser dreimal den Namen Jesu sprach und fortan reden Franziskus de Paula an sein Krankenbett, damit er ihm in der letzten konnte. Lebensphase beistehe. »In conspectu potentium admirabilis ero, et facies principium mirabuntur »Labia mea aperies, et os meum annuntiabit nomen tuum Ps. 5« (Ps 50 bzw. me Sap. 8« (Sap 8, 11). 51, 17; dort »laudem tuam«). »Muto a nativitate linguae vinculum solvit, et expedite ter Iesus conclama¬ »Sixti quarti pontifices maximi Romae suspecto mandato ad Ludovicum mum. christianissimum Gallae regem obnixe rogatus accedit.« ret, ac de caetero loqueretur iussit.« 22 EMPFANG DURCH LUDWIG XI. Von rechts neigt sich der König 26 ENTRÜCKUNG In einem Garten naht von rechts ein Zug mit dem und Adligen, angeführt von der Königin, die ihr Gesicht zu der Heiligen entgegen, der vor ihm niederknien will, im Gefolge Soldaten, Erscheinung des Heiligen erhebt, der in einer Glorie in den Himmel im Hintergrund Schloßgebäude. — Der französische König empfing in entrückt wird. — Im Garten des französischen Königs Ludwig XI. ging Plessis-les-Tours Franziskus de Paula, den er um seelischen Beistand Franziskus de Paula seinen religiösen Übungen nach. Damit er in seine ersucht hatte, mit großer Ehrfurcht (vgl. 21). Meditation nicht durch den König, die Königin und andere gestört werde, wurde er vor deren Augen geistig und körperlich in den Himmel entrückt »Pater mi, pater mi, currus Israel et auriga eius 4. Reg. 2. C.« (4 Reg 2, 12). »Turones accedit, atque a christianissimo rege ad Plessiacum magna cum »Glorificavit eum in conspectu regum. Et induxit illum in nubem Eccl pietate excipitur.« 45« (zusammenstellt aus Eccli 45, 3 »Glorificavit illum in conspectu regum, et iussit illi coram populo suo« und Eccli 45, 5 »Audivit enim eum, et vocem ipsius, et induxit illum in nubem«). 23 HEILUNG DER PESTKRANKEN In einem ruinösen Gebäude »Dum inter fruteta nemoris regis abditus contemplationi dei vacat, a rege¬ liegen kranke Männer, Frauen und ein Kind, andere stehen ihnen bei Ludovico XI. et regina, et caeteris non solo mente, sed etiam corpore a Rechts der Heilige mit seinem Begleiter. — Franziskus de Paula hatte in terra visus, et elevatus est.« Bormio alle Pestkranken geheilt. 27 PAPST-PROPHEZEIUNG Links vor dem Thron steht ein Kardi¬ »Virt. de illo exibat et sanabat omnes Lucae 6.« (Lc 6, 19) nal, von rechts naht der Heilige, umgeben von Zuschauern. — Franziskus »S. Franciscus de Paula transiens per civitatem Bormensem visitat, et sanat de Paula hatte Giulio della Rovere, Kardinal von S. Pietro a vinculo, omnes peste infectos.« 24 WIEDERBELEBUNG EINES ERFRORENEN Vor dem Kloster vorhergesagt, daß er als Julius II. Papst werden würde
Die bei Lipowsky (s. oben) angeführten Darstellungen »Christus an Ölberg« und »Christus am Kreuz« befanden sich, vielleicht zusammen mit anderen Szenen aus der Passion Christi, an der Wand.
Quellen und Literatur
Quellen und Literatur Wening 1701, S. 24. Wening, Michael, Geburt, Leben, ... Francisci de Paula..., München 1707. Verzeichnis 1760. Beschreibung 1750, S. 87. Schmidtsche Matrikel, Bd 1, S. 234. Crammer 1781, S. 168–170. Westenrieder 1783, S. 197. Meidinger, S. 274. Westenrieder, Beyträge zur vaterländischen Historie, Geographie, Statistik, Bd 6, München, 1800, S. 339–352.
Hübner 1803, S. 416–419.
Lipowsky, Künstlerlexikon, Bd 2, S. 86 (s. v. Schwaiger, Joseph)
Lipowsky, Felix Joseph von, Geschichten der Vorstadt Au, München 1816, S. 63–70, 136.
Freudenberger, Joseph, Aus der Geschichte der Au. Hauptsächlich die Geschichte der Au vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Einverleibung in München. Festschrift zur Feier des 25jährigen Jubiläums der freien Vereinigung für den 16. und 17. Stadtbezirk, München 1913, S. 95 ff.
Vereinigung für den 16. und 17. Stadtbezirk, München 1913, S. 95 ff. –, Aus der Geschichte der Au (München). Die alte Au nach amtlichen Quellen dargestellt, München 1927, S. 112 ff.
Mayer-Westermayer, Bd 2, S. 461–63.
Backmund, Norbert, Die kleineren Orden in Bayern und ihre Klöster bis zur Säkularisation, Kloster Windberg 1974, S. 81/82.
E.-G. B.