Laß, Heiko:Lemgo, Residenzschloss Brake, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/3a94f292-daab-4c22-94d3-0f610b44082b

Inventarnummer: cbdd10201

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Schloss Brake wurde für Graf Simon VI. zur Lippe ab 1583 zum Residenzschloss ausgebaut. Aus dem ehemaligen Hauptsaal haben sich die Deckengemälde erhalten. Es handelt sich um einen dreizehnteiliger Abrahamszyklus des Hildesheimer Malers Johannes Hopffe in Öl auf Eichenholz von 1591.

Schloss Brake

Kurzbeschreibung und Lage

Schloss Brake wurde rund 500 Meter östlich der Stadt Lemgo erbaut. Es steht leicht erhöht an einem Wassergraben am Lauf des Flüsschens Bega. Die ehemals unregelmäßige Vierflügelanlage hat ihren Eingangsflügel samt Torhaus 1811 verloren und öffnet sich heute gegen die im Westen gelegene Vorburg. Die Repräsentations- und Wohnräume lagen im Nordflügel. Vor seinen Fenstern erstreckte sich nördlich der Bega der Schlossgarten.

Bau- und Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Schloss Brake[1] geht auf eine Burg des späten 12. Jahrhunderts zurück. Sie wurde ab 1571 in aktuellen Formen modernisiert. Ab 1583 forcierte Graf Simon VI. zur Lippe den Ausbau zum Residenzschloss. Bereits ein Jahr später wechselte er von Detmold nach Brake und 1587 waren Nordflügel und Schlossturm durch Hermann Wulff vollendet. Bis 1603 folgte der heute verlorene Westflügel. Die Arbeiten am Ostflügel konnten 1666 abgeschlossen werden, 1669-71 wurde er nach Süden verlängert. Brake war seit 1583 Residenz. 1709 ging Brake dieser Funktion wieder verlustig.

Ab 1710 wurde vor allem das Innere des Nordflügels umgestaltet. Bis 1804 diente Schloss Brake noch als Wohnsitz für Familienmitglieder. Dann wurde das Inventar 1805 versteigert und das Schloss für Verwaltungs- und Wirtschaftsaufgaben genutzt. In den folgenden Jahren legte man die Zwerchhäuser auf dem Nordflügel nieder und setzte den First tiefer. Das Torhaus und der Westflügel wurden komplett abgerissen. Seit 1932 hat die Kreisverwaltung ihren Sitz im Schloss. 1976-90 erfolgte eine umfassende Sanierung und Restaurierung und anschließen die Einrichtung des Weserrenaissance-Museums.

Auftraggeber

Graf Simon VI. zur Lippe[2] herrsche von 1579 bis 1613 über die Grafschaft Lippe. Er war durch den reformierten Hof in Kassel geprägt und setzte in der Grafschaft 1605 die reformierte Konfession durch. Lediglich die Stadt Lemgo wehre sich erfolgreich und blieb lutherisch. Simon VI. war als Kunstagent und Diplomat für Kaiser Rudolf II. im Amte eines Hofrats und Kammerherrn tätig. Er verfügte über einen weiten kulturellen Horizont, war allgemein anerkannt und dilettierte selbst erfolgreich als Maler. Er besaß umfangreiche und hochwertige Bücher- und Kunstsammlungen. Simon VI. war zweimal verheiratet. Seine erste Ehe mit Armgard von Rietberg blieb kinderlos, seiner zweiten Ehe mit Elisabeth zu Holstein-Schaumburg entsprangen hingegen zahlreiche Kinder.

Architekten, Künstler

Zum Baumeister Hermann Wulff hat Otto Gaul bereits 1967 eine Monografie in Bezug auf Schloss Brake geschrieben.[3] Wulff gehört zu den wichtigsten Baumeistern seiner Zeit in der Region. Er war auch als Bildhauer tätig und arbeitete oft für seinen Landesherrn Graf Simon VI. Zum Maler Johann(es) Hopffe,[4] der die Deckengemälde im Hauptsaal schuft, gibt es bislang (2018) keine Monografie. Hopffe lebte in Hildesheim und arbeitete außerhalb von Hildesheim unter anderem auch in Schloss Bückeburg. Der Kontakt nach Bückeburg dürften über Brake erfolgt sein, denn Simon VI. war der Schwager Ernsts von Holstein-Schaumburg, der Hopffe für die Ausstattung seiner Schlosskapelle 1603-08 nach Bückeburg holte.

Beschreibung

Schloss Brake[5] stellt sich heute als weitgehend schlichter verputzter Bruchsteinbau mit Werksteingliederungen dar. Der zweigeschossige Nordflügel als Hauptbau ist wie der siebengeschossige Turm mit Säulenordnungen in Superposition geschmückt. Gurtgesimse trennen die Geschosse voneinander. Eine heute verlorene hofseitige Galerie trug ehemals eine Loggia, auf der das erheblich höhere Dach ruhte.

Innenräume aus der Zeit Simons VI. haben sich nicht erhalten. Es gibt jedoch noch Stuckdecken aus der Zeit der Umgestaltung 1708/15. An der Nordwestecke ist die ehemalige Schlosskapelle gelegen. An diese grenzten im Obergeschoss die Gemächer des Grafen an. Fast der gesamte Nordflügel wurde aber von einem Hauptsaal eingenommen. In einigen Räumen des Nordflügels haben sich geringe Malereireste an Deckenbalken erhalten. Das meiste wurde aber 1981 bei einer weitgehenden Auskernung des Baus vernichtet.[6]

Forschungsstand zur Baugeschichte

Der Forschungsstand zu Schloss Brake ist vergleichsweise gut. Bereits Gaul hat 1967 die Baugeschichte von Schloss Brake verfasst.[3] Heinz Sauer hat auf Grundlage der Bauforschung 2002 Gauls Ergebnisse bestätigt und ergänzt.[7] Jüngst hat Borggrefe eine Monografie zum Schloss vorgelegt.[8]

Der ehemalige Hauptsaal von Schloss Brake

 
Lemgo-Brake, Schloss Brake - Malereireste

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der ehemalige Hauptsaal[9] wurde mit 14 auf 24 Metern im ersten Obergeschoss des Nordflügels für Graf Simon VI. erbaut und 1590/91 ausgestattet. Er hat sich nicht erhalten.

Beschreibung

Der stützenlose Saal nahm fast die Hälfte des Flügels ein. 1790 heißt es: „Es hat einen Saal, dessen Decke ganz mit königlichen, fürstlichen und gräflichen Wappen derer Vorfahren bemahlet, und seiner Größe wegen sehenswürdig ist.“[6] Zu den Wappen der Vorfahren von Graf Simon VI., die als eine Ahnenprobe verstanden werden können, kam ein Gemäldezyklus. Er wurde bereits 1790 ausgebaut. Seine Bilder haben sich an verschiedenen Orten erhalten.

In den Fensternischen des ehemaligen Saals wurden Reste von Bemalung gefunden, sodass man davon ausgehen kann, dass auch die Wände des Raums farbig gefasst waren. Für 1590 sind zudem figürlich-dekorativ geprägte Ledertapeten nachgewiesen. Der Saal selbst wurde nach 1804 als Lager genutzt und 1819 in kleinere Raumeinheiten unterteilt.

1986 wurden im Nordflügel bemalte Bretter gefunden. Sie können wohl überwiegend dem Hauptsaal zugeschrieben werden. Als Künstler wird ein Meister Andreas aus Hameln vermutet.[10] Die Verkleidungen sind ornamental gestaltet mit floralen Motiven oder Rollwerk. In der Mitte des Rollwerks befindet sich jeweils eine Kartusche, die einen Kopf oder auch ein Bruststück zeigt. Die Darstellung variiert von formal-stilisiert bis hin zu individualisiert und porträtähnlich. Vermutlich sind Stücke dabei, die von der kassettierten Saaldecke stammen und die Bestandteil der Rahmungen der einzelnen Felder waren.

Der Abrahamszyklus an der ehemaligen Decke des Hauptsaals

Befund-, Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

In die Kassettendecke des Hauptsaals war ein dreizehnteiliger Abrahamszyklus[11] eingelassen. Die Ölmalerei wurde von Johannes Hopffe in Öl auf Eichenholz ausgeführt. Bis 2017 wurde der Zyklus fälschlich als Teil der ehemaligen Ausstattung der Schlosskapelle angesehen. Die Malerei wurde 1590 beauftragt und bis 1591 geliefert. Der Künstlernachweis ist ein Brief Hopffes von 1591 zur Lieferung der noch ausstehenden letzten sechs Gemälde. Nach ihrem Ausbau 1790 wurden 12 Bilder des Zyklus 1932 auf dem Dachboden einer Schule in Brake wieder entdeckt. Elf von ihnen sind heute im Lippischen Landesmuseum in Detmold, das zwölfte als Leihgabe in Schloss Brake. Das 13. Gemälde befindet sich auf Schloss Anholt.

Beschreibung und Ikonographie

In chronologischer Reihenfolge wird dargestellt, wie Abraham nach Kaanan zieht, wie er einen Bund mit Gott schließt, wie ihm Nachkommen geboren werden und wie sein Sohn eine Frau findet. Das erste Gemälde zeigt Abraham, wie er mit seiner Frau Sarah und seinem Neffen Lot in das Land Kanaan aufbricht. Es folgt die Szene, in der sich Abraham und Lot voneinander trennen und Lot sich für die Stadt Sodom entscheidet. Das nächste Bild zeigt den Krieg der Könige von Elam und ihrer Verbündeten gegen die fünf rebellischen Könige der Pentapolis, in deren Folge auch Sodom geplündert wird. Lot gerät in Gefangenschaft, wird aber von Abraham befreit. Im Anschluss an Abrahams Sieg schließt er ein Bündnis mit König Melchisedek von Salem, was auf der folgenden Darstellung gezeigt wird. Auf dem nächsten Bild sieht, wie Gott mit Abraham einen Bund schließt. Er verspricht Abraham reiche Nachkommenschaft.

Anschließend beginnt ein neuer Handlungsstrang, der auf die eine oder andere Art in Bezug zu dieser Nachkommenschaft steht. Im Gegensatz zu Abrahams Frau Sarah bekommt seine Magd Hagar von ihm – durchaus mit Zustimmung und auf Anregung von Sarah – ein Kind. Als es daraufhin zu Spannungen zwischen den Frauen kommt, flieht Hagar. Ein Engel bewegt die Magd jedoch zur Umkehr. In der anschließenden Szene kommen drei Engel bei Abraham zu Besuch und offenbaren, dass auch Sarah einen Sohn bekommen wird. Die Engel gehen weiter nach Sodom und warnen Lot vor dem Untergang der Stadt. Lot flieht mit seiner Familie. Die Zerstörung ist so gewaltig, dass seine Töchter fürchten, ihr Vater sei der letzte überlebende Mann. Um das Menschengeschlecht zu erhalten, beschließen sie, ihren Vater zu verführen und machen ihn zuvor betrunken und damit willig. Dieser Moment wird auf dem nächsten Gemälde gezeigt. Auf dem folgenden Bild erblickt man, wie König Abimelch Sarah an Abraham zurückgibt, als er erfährt, dass sie mit Abraham verheiratet ist. Als Sarah einen Sohn bekommt, bricht der Konflikt mit Hagar wieder auf. Sarah überredet Abraham, die Magd und deren Sohn fortzuschicken. Das geschieht und die verzweifelte Hagar sieht ihren Sohn in der Wüste verdursten, als ihr ein tröstender Engel eine Quelle zeigt. Anschließend prüft Gott den Glauben Abrahams und fordert ihn auf, seinen einzigen und lang erwarteten Sohn zu opfern. Abraham ist dazu bereit, da er Gott gänzlich vertraut. Gott verhindert im letzten Moment das Opfer, was Hopffe im nächsten Gemälde zeigt. Das vorletzte Bild des Zyklus präsentiert die Beisetzung der Sarah. Den Schluss bildet eine Darstellung, in der Elieser von Rebekka am Brunnen Wasser angeboten bekommt. Er ist von Abraham in seine Heimat geschickt worden, eine Frau für seinen Sohn zu finden, und die großzügige Tat der Wasserspende offenbart Rebekka als die passende Gemahlin.

Gestalterische Mittel - Komposition und Ansichtigkeit

Auffallend bei allen Gemälden sind die meist wenigen, sehr großen Figuren im Bildvordergrund, die kaum in das Format zu passen scheinen. Hinzu kommen im Mittel- oder Hintergrund oft viele kleine Personen. Die Farben, vor allem der Kleidung, sind leuchtend und kräftig. Über dem durchweg hohen Horizont erblickt man einen hellen, korallenfarben getönten Himmel, der fast an göttliches Licht erinnert. Die Farbe Blau gibt es weder am Himmel, noch in einem Gewand, was gemäß Borham eine überweltliche Sphäre schafft.[12] Die üppig moosgrüne Landschaft entstammt einem deutschen Mittelgebirge. Der Hauptprotagonist – Abraham – trägt immer ein braunes Gewand mit einem roten Mantel und ist so schnell zu erkennen. Oft sind mehrere Szenen in einem Bild zusammengefasst, wobei die inhaltlich wichtigste durchaus im Hintergrund stattfinden kann. Obwohl die Gemälde für eine Unteransicht geschaffen wurden, gibt es keine Verkürzungen. Lediglich beim Körper des Isaak in der Opferszene und bei einigen Pferden in der Darstellung des Kriegs der Könige lassen sich Ansätze dazu erkennen.

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe hat seinen Bildzyklus nach Vorlagen[13] erstellt. Er ist diesen aber nicht gänzlich gefolgt, sondern hat sie abgewandelt bzw. verändert. Es handelt sich um eine Folge von Radierungen zum Alten Testament: Die Figurae et Imagines Bibliorum. Die Radierungen stammen von Simon Novellanus, die Druckplatten von Pieter van der Borcht. Die Darstellungen von Lot und seinen Töchtern, der Rückgabe von Sarah durch Abimelch, die Darstellung von Hagar in der Wüste und die Szene mit Elieser und Rebekka folgen jedoch vier Zeichnungen von Antonius Eisenhoit. Da Graf Simon VI. lange am Hof in Kassel gelebt hatte und enge Kontakte dorthin bestanden, können die Vorlagen von Eisenhoit, der am Kasseler Hof tätig war, nicht verwundern. So wie Eisenhoit die Figuren in den Vordergrund gestellt hat, macht es auch Hopffe und passt die eher grazilen Figuren der Radierungen denen Eisenhoits an. Auch tauscht er im Bildhintergrund teilweise Figuren und Szenen gemäß Vorlagen anderer niederländischer Drucke aus.

Forschungsstand

Lange hat man die Malerei, die bereits umfassend dargestellt wurde, als Ausstattung der Kapelle angesehen.[14] Erst Borham hat erkannt, dass es sich um einen Zyklus für den Hauptsaal handelte.[15]

Der Zug Abrahams nach Kanaan

Beschreibung und Ikonographie

Zu sehen ist der Moment, in dem die Auswanderer nach Kanaan aufbrechen.[16] Im Vordergrund stehen Sarah, Abraham und Lot, die sich beraten. Hinter ihnen erblickt man in einer felsigen Hügellandschaft ein regelrechtes Gewimmel von Figuren. Während von rechts weitere Gruppen nachdrängen, ziehen die ersten links bereits davon.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung folgt von der Auffassung des Themas her der Darstellung in den Figurae et Imagines Bibliorum.[17]

Bedeutung

Als Reaktion auf Gottes Versprechen, aus Abraham werde ein großes Volk hervorgehen, durch das alle Menschen der Erde gesegnet würden, folgt er Gott in das ihm unbekannte Kanaan. Es ist der Anfang des Weges von Abraham und der Beginn des Volkes Israel.

Abraham und Lot trennen sich

Beschreibung und Ikonographie

Nach der Ankunft in Kanaan zeigt sich, dass an einem Ort nicht genug Land für die Herden von Abraham und Lot vorhanden ist. Die beiden müssen sich trennen. Abraham gibt Lot die Wahl, wohin er ziehen will. Lot entscheidet sich für das fruchtbare Tal.[18] Dort liegt Sodom, wo er sich niederlassen wird.

Wie bereits auf dem ersten Gemälde sind die Hauptprotagonisten im Vordergrund, währen im Hintergrund ein Personengewimmel herrscht. Lot steht rechts und weist in das Tal, in das seine Leute bereits hinabziehen. Abraham links weist auf das eher karge Gebirge. Zwischen den beiden Männern stehen ihre Frauen.

Vorlagen und Vergleiche

Auch diese Darstellung folgt vom Prinzip her den Figurae et Imagines Bibliorum.[17] In den Details gibt es keine Ähnlichkeiten. Vorlage für die Figur des Lot ist ein Kupferstich von Jakob Matham nach Goltzius, den Samson darstellend.[19]

Bedeutung

Die Trennung von Abraham und Lot ist der Beginn des Scheiterns von Lot. Es ist Abrahams Glück, dass Lot die falsche Wahl trifft. Er hat keinen Anteil ihn ihr. Die Gleichmut, mit der er Lot die Wahl überlässt, steht zudem für die Tugend der Tranquilitas. [20]

Der Krieg der Könige

Beschreibung und Ikonographie

Die fünf Könige der so genannten Pentapolis, zu der auch Sodom gehörte, weigerten sich, ihre Abgaben zu entrichten. Die Könige von Elam führten darauf einen siegreichen Krieg gegen die Städte. Lots Entscheidung für die fruchtbare Ebene führte damit letztendlich zu seiner Gefangennahme im Verlauf dieses Krieges.[21] Abraham gelang es aber, ihn und seinen gesamten Hausstand wieder zu befreien.

Man erblickt den Zug der Könige im Vordergrund, währen im Hintergrund die Aufständischen niedergemetzelt werden. Die Ruhe der Sieger im Vordergrund steht im Kontrast zum Chaos im Hintergrund. Die Stadt im Hintergrund wird fallen.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung der Pferde im Vordergrund folgt einer Darstellung von Giovanni di Medici vor König Franz I. auf einem Kupferstich von Herndik Goltzius nach Johannes Stradanus.[22] Eine direkte Vorbildhaftigkeit der Figurae et Imagines Bibliorum besteht nicht.

Abrahams Bund mit Melchisedek

Beschreibung und Ikonographie

Nach der Befreiung Lots trifft Abraham auf Melchisedek von Salem, mit dem er einen Bund schließt.[23] Hopffe zeigt den Moment, in dem Abraham und Melchisedek Brot und Wein austauschen. Zwischen den beiden steht ein großer Krug mit Wein. Melchisedek hält zwei Brote in Händen, während Diener von rechts weitere herbeitragen. Link hinter Abraham stehen zwei Krieger

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung des Bundes von Abrahams mit Melchisedek sollte den Figurae et Imagines Bibliorum folgen.[17]

Gottes Bund mit Abraham

Beschreibung und Ikonographie

Gottes Bund mit Abraham[24] wird besonders ausführlich in vier verschiedenen Szenen geschildert. Gott schließt ein Bündnis mit Abraham und tröstet ihn damit über seine mangelnde Nachkommenschaft. Er sagt Abraham zu, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne sein werden. Und so sieht man am Himmel in der Mitte zahlreiche Sterne, zu denen Abraham mit ausgebreiteten Armen aufschaut. Ein Hinweis auf das Land, das Abrahams Nachkommen erhalten werden, geben die Opfertiere: Eine Kuh (Färse), eine Ziege, ein Widder, eine Taube und eine Turteltaube, die Abraham einfängt. Man sieht ihn ein wenig weiter rechts erneut, während ein Strahl des göttlichen Lichts die Tauben in seiner Hand trifft. Nach dem Schlachten der Opfertiere wollen Rabenvögel über die Kadaver herfallen und Abraham muss sie vertreiben, war vorn rechts gezeigt wird. Am größten ist der Abraham dargestellt, der anschließend in einen tiefen Schlaf fällt, in dem ihm Gott die Geschichte des Volkes Israel offenbart und Abraham den Bund mit Gott eingeht. Er wird bestätigt durch den brennenden Feuerofen hinter ihm und die Feuerflamme rechts.

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe ist bei dieser Darstellung eng den Figurae et Imagines Bibliorum gefolgt.[25] Er hat lediglich das Querformt an die annährend quadratische Darstellung angepasst und die Figur des schlafenden Abraham ein wenig aufgerichtet und im Verhältnis zu den übrigen Szenen stark vergrößert.

Bedeutung

Diese Episode ist die Schlüsselszene des Zyklus. Die Darstellung von Gottes Bund mit Abraham ist in der frühneuzeitlichen Kunst gemäß Borham sehr selten.[26] Abraham hat das Glück, von Gott ausgewählt worden zu sein und vertraut ihm.

Hagars Flucht

Beschreibung und Ikonographie

Als Sarah und Abraham nach zehn Jahren noch immer keine Kinder bekommen haben, bietet Sarah Abraham ihre Magd Hagar als Ersatz an. Nachdem Hagar empfangen hat, wird sie jedoch übermütig und es kommt zu Spannungen zwischen den beiden Frauen. Abraham erlaubt seiner Frau daraufhin, mit Hagar nach Belieben zu verfahren. Hagar bekommt Angst und flieht. Ein Engel offenbart ihr jedoch den Namen ihres Sohnes Ismael sowie dessen Schicksal. Hagar kehrt daraufhin zurück.[27]

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe hat sich verschiedener Vorlagen bedient.[28]Die Gesamtkomposition und die Figur der fliehenden Hagar im Bildvordergrund folgen weitgehend den Figurae et Imagines Bibliorum. Vorbild für die Gruppe links ist ein Kupferstich von Johann Sadeler „Lamech mit Ada und den Söhnen Jabal und Jubal“.

Die drei Engel bei Abraham

Beschreibung und Ikonographie

Eines Tages kommen drei Besucher bzw. Engel zu Abraham und sagen ihm voraus, dass seine Frau Sarah innerhalb eines Jahres einen Sohn bekommen wird.[27] Abraham bewirtet die Gäste üppig mit einem Festmahl, anschließend ziehen sie weiter.

Hopffe zeigt zwei Szenen. Im Vordergrund kniet Abraham vor den drei Engeln, die geradezu tänzerische Bewegungen vorführen. Im Bildmittelgrund ist das Gastmahl vor Abrahams Haus zu sehen.

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe hat sich bei der Komposition prinzipiell an die Figurae et Imagines Bibliorum gehalten.[28] Die drei Engel und der kniende Abraham finden sich auch dort, jedoch in anderer Gestalt. Das Gastmahl geht inhaltlich ebenfalls auf diese Vorlage zurück, folgt formal aber einem Stich von Adrian Collaert nach einer Vorlage von Hendrick Goltzius, die eben dieses Festmahl zeigt.

Bedeutung

Das Gastmahl Abrahams für seine Gäste ist ein Zeichen seiner Großzügigkeit.[20]

Lot und seine Töchter

Beschreibung und Ikonographie

Aufgrund der Warnung der drei Engel kann Lot mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern aus Sodom fliehen, ehe es zerstört wird. Entgegen der Warnung blickt sich Lots Frau nach dem brennenden Sodom um und erstarrt daraufhin zur Salzsäule. Lot und seine Töchter aber entkommen und finden in einer Höhle Unterschlupf. Im Irrglauben, alle Männer seien umgekommen, beschließen die Töchter, mit ihrem Vater Kinder zu bekommen. Sie machen ihn trunken, um ihn anschließend zu verführten.[29]

Genau diese Situation zeigt Hopffe. Während die eine Tochter sich dem Betrachter in frontaler Nacktheit präsentiert und dabei einen Weinkelch in die Höhe hält, schmiegt sich die andere an den bereits trunkenen Lot. Im Hintergrund erkennt man das brennende Sodom und davor Lots erstarrte Frau. Der erhobene Weinkelch der Tochter stellt dabei die Verbindung zum sündhaften Sodom her und verdeutlicht damit die Sündhaftigkeit des Vorgehens der beiden Töchter.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellungen von Lot und seinen Töchtern geht auf eine Zeichnung von Antonius Eisenhoit zurück.[30]

Programm

Inhalt der Darstellung ist die Sünde des Inzests, vor dem der Betrachter gewarnt wird, bzw. weiter gefasst, die Warnung vor Verführung und sündhaftem Verhalten überhaupt.[31]

Abimelch gibt Sarah an Abraham zurück

Beschreibung und Ikonographie

Als Abraham mit Sarah nach Gerart geht, gibt er sie als seine Schwester aus, um Ärger zu vermeiden.[32] König Abimelch nimmt sie zu sich, gibt sie aber umgehend an Abraham zurück, als Gott ihn im Traum warnt, dass sie verheiratet ist. Zugleich gibt er Abraham zusätzliches Geld, womit auch die Ehre Sarahs gewahrt bleibt.

Genau dieser Moment der Übergabe wird im Gemälde gezeigt. Links steht Abraham, rechts Abimelch und neben ihm Sarah, die beschämt oder auch züchtig zu Boden blickt. Der König hält einen Beutel mit Geld in der Hand, um ihn Abraham zu überreichen.

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe folgt einer Zeichnung von Antonius Eisenhoit, die er fast eins zu eins umsetzt.[30]

Der Engel tröstet die vertriebene Hagar

Beschreibung und Ikonographie

Isaaks Geburt führt zu erneuten Eifersüchteleien zwischen Sarah und Hagar. Sarah überredete Abraham schließlich, Hagar und Ismael fortzuschicken. Abraham tut dies, segnet die beiden jedoch und gibt ihnen noch eine Wegzehrung mit. Als dieser Vorrat aufgebraucht ist, verzweifelt Hagar in der Wüste, wo sie ihren Sohn verdursten sieht. Da kommt ein Engel zu ihr, tröstet die verzweifelte Mutter und verspricht ihr, dass aus Ismael ein großes Volk hervorgehen werde.[26]

Genau diesen Moment zeigt Hopffe. In einer weiteren Szene im Hintergrund rechts ist zu sehen, wie Abraham Hagar und Ismael fortschickt und ihnen seinen Segen gibt.

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe hat eine Zeichnung von Antonius Eisenhoit umgesetzt.[12]

Die Opferung des Isaak

Beschreibung und Ikonographie

Nach der Geburt des langersehnten Isaak stellte Gott den Glauben Abrahams auf die Probe und forderte ihn auf, seinen Sohn zu opfern. Abraham kommt diesen Auftrag nach errichtet einen Opferaltar und ist im Begriff, seinen Sohn zu töten, als ihm ein Engel in den Arm fällt und auf einen Widder verweist, der sich in einem Busch verfangen hat und anstatt des Menschen geopfert werde soll.[33]

Genau diesen entscheidenden Moment gibt Hopffe wieder. Der wallende Mantel Abrahams unterstreicht die Dramatik der Situation. Abraham hält in seinem Handeln inne und blickt zum Engel hinauf. Hinter ihm im Busch ist der Widder zu sehen.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung folgt wieder den Figurae et Imagines Bibliorum.[17]

Sarahs Begräbnis

Beschreibung und Ikonographie

Mit 127 Jahren stirbt Sarah und wird am Eingang einer Höhle beigesetzt.[34] Die Darstellung ist ausgesprochen figurenreich. Die Gestik der farbigen Figuren stellt ihre Gefühle dar und steht in Kontrast zur unbeweglichen Sarah im weißen Leichentuch.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung folgt erneut den Figurae et Imagines Bibliorum.[17]

Elieser und Rebekka am Brunnen

Beschreibung und Ikonographie

Vor seinem eigenen Tod befiehlt Abraham seinem Knecht Elieser, in sein altes Heimatland zurückzukehren und dort eine Frau für seinen Sohn Isaak zu finden. Gott offenbart dem Elieser die Richtige durch die großzügige Tat des Wasserspendens. Den Rebekka leistet seiner Bitte um Wasser Folge und gibt ihm zu trinken.[35]

Wir sehen den Moment, in dem Rebekka im Begriff steht, Elieser ein Gefäß mit Wasser zu überreichen. Die Darstellung ist angefüllt mit zahlreichen Menschen, die parallel zueinander in einem Prospekt statisch angeordnet sind und überwiegend im Profil gezeigt werden.

Vorlagen und Vergleiche

Hopffe hat in dieser Darstellung eine Zeichnung von Antonius Eisenhoit umgesetzt.[36]

Die Stellung des Zyklus

Programm und Bedeutung

Die Szenen des Zyklus[37] zeigen nicht die gesamte Geschichte Abrahams. Vielmehr sind Schlüsselereignisse ausgewählt worden. Im Mittelpunkt stehen Gottes Versprechen, dass aus Abraham ein großes Volk hervorgehen werde sowie das tatkräftige Handeln Abrahams.

Der Zug Abrahams nach Kanaan erfolgt aufgrund des Versprechens von Gott an ihn. Er gehorchte Gottes Befehl und bricht mit seiner gesamten Habe aus seiner alten Heimat Haran in das ihm unbekannte Land Kanaan auf. Haran war dabei nicht die Heimat seiner Familie, denn sein Vater Terach stammte aus Chaldäa und hatte bereits nach Kanaan ziehen wollen, sich dann aber auf halbem Wege in Haran niedergelassen. Abraham vollendet jetzt den Weg, den sein Vater begonnen hatte.

Als es in Kanaan nicht genug Land für die Herden Abraham und Lot gibt, trennen sich die beiden. Lot entschied sich für die fruchtbare Ebene des Siddimtals und die Stadt Sodom, Abraham blieb in Kanaan auf dem Land. Die Entscheidung, in die fruchtbare Ebene zu ziehen, brachte Lot Unglück. Da Sodom zusammen mit vier anderen Städten ihrem Herrn den Tribut verweigerte, kam es zum so genannten Krieg der Könige, in der die Städte unterlagen und geplündert wurden. Lot geriet in Gefangenschaft und musste von Abraham befreit werden. Auf dem Rückweg traf Abraham auf Melchisedek. Dieser war der Priester des höchsten Gottes in Salem. Melchisedek brachte ihm Brot und Wein und segnete Abraham. Dieser übergab Melchisedek den zehnten Teil seiner Beute.

Danach schloss Gott ein Bündnis mit Abraham und offenbarte ihm, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne sein würden. Diese Verheißung wurde durch ein Opfer bekräftigt. Da aber nach zehn Jahren immer noch kein Kind geboren war, bot ihm seine Frau Sarah die Magd Hagar an, die auch ein Kind empfing. Als Hagar aufgrund von Spannungen mit Sarah das Haus Abrahams verließ, offenbarte ihr ein Engel, dass die Nachkommen ihres Sohnes Ismail zahlreich sein würden, er aber in Feindschaft zu seinen zukünftigen Brüdern leben würde. Und Sarah bekam tatsächlich einen Sohn, wie ihr von Engeln prophezeit wurde. Während die Dinge auf Land also eine gute Entwicklung nahmen, sah es in der Stadt anders aus. Sodom versank in Sünde und wurde dafür vernichtet. Lot konnte zwar mit seinen Töchtern fliehen. Diese verführten ihn jedoch zum Inzest. Deren Söhne Moab und Ben-Ammi wurden ebenfalls Feinde des zukünftigen Volkes Israel.

Abraham ging sich mit seiner Frau Sarah nach Gerar, wo er sie als seine Schwester ausgab, um Ärger mit eifersüchtigen Männern zu vermeiden. Die Folge davon war, dass König Abimelch Sarah zu sich nahm, sie aber an Abraham zurückgab, als er erfuhr, dass sie seine Frau sei. Abraham wurde von Abimelch reich beschenkt. Nachdem Sarah den prophezeiten Sohn Isaak geboren hatte, wurde Sarah eifersüchtig auf den älteren Sohn ihres Mannes – Isamel. Sie bewegte Abraham, Hagar und Isamel fortzuschicken. Ein Engel erschien der verzweifelte Hagar und versprach ihr, dass auch aus ihrem Sohn ein großes Volk hervorgehen würde. Gott prüfte Abrahams Glauben und ließ ihn, nachdem er einen Altar errichtet hat, seinen gefesselten Sohn mit dem Messer opfern. In letzter Minute griff ein Engel ein und statt des Sohnes wurde ein in den Büschen gefangener Widder das Opfer. Schließlich starb Sarah und wurde ein eine Höhle bestattet. Vor seinem eigenen Tod befahl Abraham seinem Knecht Elieser, in sein Heimatland zurückzukehren und dort eine Frau für seinen Sohn Isaak zu finden. Gott offenbarte Elieser die richtige Frau, Rebekka, dadurch, dass sie ihm am Brunnen vom Wasser zu trinken gibt. Rebekka leistete der Werbung Eliesers Folge und wurde Isaaks Frau.

In der Auswahl der Szenen hat Broham überzeugend einen konfessionellen Wegweiser und ein moralisches Beispiel für einen reformierten Fürsten erkannt.[38] Der Heilsplan Gottes beruht auf seiner Gnade, und Abraham ist der Prototyp des von Gottes Gnade Begünstigten.[39] Entscheidende Szene ist die Darstellung mit dem schlafenden Abraham, in dem Gott seinen Bund mit Abraham schließt. Abraham schenkt der Verheißung Gottes Glauben und hält an seiner Treue zu Gott immer fest. Die wichtige Szene findet rechts im Hintergrund statt, wo Abraham mit ausgebreiten Armen die Vision annimmt. Auf das Opfer, das den Bund bestätigt, wird vorn rechts eingegangen, auf die abschließende Vision Abrahams über die Zukunft seines Volkes vorn. Der rauchende Feuerofen und die brennende Fackel sind die Bestätigung des Bundes durch Gott. So offenbart sich die Gnade Gottes an Abraham. Weder seine Taten noch sein Glaube sind das Entscheidende. Gottes Souveränität ist allumfassend und der Weg des Menschen ist von Gott vorherbestimmt. Nur durch Gottes Gnade kann er errettet werden. Und das unterschied die Reformierten von Katholiken und Lutheranern. Auf die reformierte Konfession verweist auch die Darstellung Gottes als Tetragramm und nicht in körperlicher Gestalt.

Ein Bezug zur zweiten Reformation ist zudem in Abrahams Zug nach Kanaan zu sehen. Bereits sein Vater hatte dorthin ziehen wollen, aber auf halben Wege innegehalten. Abraham vollendete nun das Begonnene. So sahen sich auch die Reformierten, die die auf halben Weg von den Lutheranern abgebrochene Reformation zum Abschluss brachten.[40]

Ferner wird deutlich, dass alles Glück von Gott abhängt. Wenn der Mensch aktiv in den Plan Gottes einzugreifen sucht, führt dies ins Unglück. Da Sarah und Abraham nicht warten können, bis sich Gottes Versprechen erfüllt, zeugt Abraham mit Hagar Ismael. Und die Töchter Lots, die das Fortbestehen des Menschengeschlechts selbst in die Hand nehmen wollten, begingen die Sünde des Inzests. So warnt der Abrahamszyklus auch vor sündhaftem Verhalten.[41]

Abraham verfügt auch über zahlreiche Tugenden und wird so zum Vorbild. [42] Seine Reise nach Kanaan und seine Bereitschaft, Isaak zu opfern, sind nicht nur ein Beweis seines Glaubens, sondern auch seines Gehorsams und seiner Geduld. Die Gastfreundschaft gegenüber den drei Engeln steht für eben diese Tugend oder weitergefasst die der Großzügigkeit und Freigiebigkeit. Auch ist Abraham ein erfolgreicher Feldherr, der das Chaos des Kampfes, wie es auf der Darrstellung des Krieges der Könige zu sehen ist, beseitigt. Er ist gottesfürchtig und unterwirft sich gerade als Sieger der Herrschaft Gottes, was die Abgabe des Zehnten an Melchisedek unterstreicht. Als Abraham und Lot sich trennen, überlässt er Lot die Entscheidung und offenbart damit ein hohes Maß an Gleichmut.

Nicht zuletzt kann im Abrahamszyklus auch ein Bezug zum Lebens Simons VI. hergestellt werden.[43] Er zog aus der Stadt Detmold nach Brake auf das Land und nicht in die Stadt. Er bekam erst spät Kinder in seiner zweiten Ehe, hatte aber einen unehelichen Sohn aus der Zeit vor seiner Ehe.

Reste einer Wandvertäfelung

1986 wurden im Nordflügel des Schlosses Reste einer bemalten Wandvertäfelung gefunden. Es könnte sich um eine komplett bemalte Wand gehandelt haben. Zwischen gemalten jonischen Säulen sind in ebenfalls gemalten Nischen Blumenvasen zu sehen. Ihre Gestaltung legt eine Datierung nach der Mitte des 17. Jahrhunderts nahe. Auftraggeber wäre dann Graf Casmir zur Lippe-Brake gewesen.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Borggrefe, Brake, 2021. – Borggrefe, Heiner: Schloss Brake. Residenz der Edelherren und Grafen zur Lippe. Lemgo 2021.
  • Borham, Abraham, 2017. – Borham, Holly: Abraham als Archetypus. Ein Gemäldezyklus für Simon VI. zur Lippe. In: Schafmeister, Julia (Hrsg.): Machtwort! Reformation in Lippe (Kataloge des Lippischen Landesmuseums Detmold, 21). Detmold 2017, S. 127-149.
  • Dehio, Westfalen, 2011. – Dehio, Georg: Nordrhein-Westfalen II. Westfalen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Ursula Quednau. München/Berlin 2011.
  • Deichsel, Brake, 2010. – Deichsel, Eckehard: Schloss Brake. Landesburg – Residenzschloss – Verwaltungssitz – Museum (Lippische Kulturlandschaften, 17). Detmold 2010.
  • Gaul, Brake, 1967. – Gaul, Otto: Schloß Brake und der Baumeister Hermann Wulff. Lemgo 1967.
  • Gmelin, Hopffe, 1973. – Gmelin, Hans Georg: Der Abrahamszyklus von Johann Hopffe aus dem Schloß zu Brake. In: Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte 12 (1973), S. 229–248.
  • Sauer, Brake, 2002. – Sauer, Heinz: Burg und Schloss Brake. 1000 Jahre Baugeschichte (Lippische Studien, 17). Lemgo 2002.
  • Quellen:
  • Donop, Lippe, 1790. – Donop, W[ilhelm] G[ottlieb] L[evin] von: Historisch-geographische Beschreibung der Fürstlichen Lippeschen Lande in Westphalen. 2., verb. Aufl. Lemgo 1790.

Einzelnachweise

  1. Borggrefe, Brake, 2021; Deichsel, Brake, 2010; Sauer, Brake, 2002; Gaul, Brake, 1967, vor allem S. 60-82.
  2. Gmelin, Hopffe, 1973, S. 245; Gaul, Brake, 1967, S. 86-103.
  3. 3,0 3,1 Gaul, Brake, 1967.
  4. Gmelin, Hopffe, 1973, S. 241-242.
  5. Borggrefe, Brake, 2021, S. 69-116; Deichsel, Brake, 2010, S. 20-30; Sauer, Brake, 2002; Gaul, Brake, 1964, S. 60-85.
  6. 6,0 6,1 Donop, Lippe, 1790, S. 70.
  7. Sauer, Brake, 2002.
  8. Borggrefe, Brake, 2021.
  9. Borggrefe, Brake, 2021, S. 91-93; Borham, Abraham, 2017, S. 147; Sauer, Brake, 2002, S. 184; Gaul, Brake, 1967, S. 73; Donop, Lippe, 1790, S. 70.
  10. Borggrefe, Brake, 2021, S. 92.
  11. Borggrefe, Brake, 2021, S. 93; Borham, Abraham, 2017.
  12. 12,0 12,1 Borham, Abraham, 2017, S. 135.
  13. Borham, Abraham, 2017, S. 133-135.
  14. Gmelin, Hopffe, 1973.
  15. Borham, Abraham, 2017.
  16. Borham, Abraham, 2017, S. 136-138, 151; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 129-131.
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 Borham, Abraham, 2017, S. 133.
  18. Borham, Abraham, 2017, S. 136; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 213.
  19. Gemlin, Hopffe, 1973, S. 213.
  20. 20,0 20,1 Borham, Abraham, 2017, S. 144.
  21. Borham, Abraham, 2017, S. 136, 143; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 231.
  22. Borham, Abraham, 2017, S. 145; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 231.
  23. Borham, Abraham, 2017, S. 153; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 231.
  24. Borham, Abraham, 2017, S. 136-138, 153; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 231.
  25. Borham, Abraham, 2017, S. 133, 137.
  26. 26,0 26,1 Borham, Abraham, 2017, S. 137.
  27. 27,0 27,1 Borham, Abraham, 2017, S. 136; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 233.
  28. 28,0 28,1 Borham, Abraham, 2017, S. 133; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 233.
  29. Borham, Abraham, 2017, S. 136, 141-142, 155; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 233.
  30. 30,0 30,1 Borham, Abraham, 2017, S. 133, 135.
  31. Borham, Abraham, 2017, S. 140-142.
  32. Borham, Abraham, 2017, S. 137; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 233-235.
  33. Borham, Abraham, 2017, S. 137; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 235.
  34. Borham, Abraham, 2017, S. 137, 145; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 235.
  35. Borham, Abraham, 2017, S. 137, 146; Gemlin, Hopffe, 1973, S. 235-236.
  36. Borham, Abraham, 2017, S 134-135.
  37. Borham, Abraham, 2017, S. 136.
  38. Borham, Abraham, 2017, S. 123, 137-140.
  39. Borham, Abraham, 2017, S. 138.
  40. Borham, Abraham, 2017, S. 140; Gemiln, Hopffe, 1973, S. 244-245.
  41. Borham, Abraham, 2017, S. 140.
  42. Borham, Abraham, 2017, S. 140-144.
  43. Borham, Abraham, 2017, S. 145.