Laß, Heiko:Ebersdorf, Residenzschloss, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2026, URL: www.deckenmalerei.eu/118d4a27-e6de-4212-a5ef-b4be61a20151

Inventarnummer: cbdd10234

Lage: Auf OpenStreetMap anzeigen

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Schloss Ebersdorf zeigte noch 1945 eine überreiche Decken- und Wandmalerei aus der Zeit von 1788-92. Sie ist fast komplett verloren, aber in Farbdias von 1943/44 dokumentiert. Zu sehen waren Landschaften, Veduten, Grotesken, antikisierende und pompejanische Darstellungen.

Schloss Ebersdorf

Kurzbeschreibung und Lage

Schloss Ebersdorf[1] steht im ehemaligen Südwesten der gleichnamigen Ortschaft. Im Westen und Norden erstreckt sich der Schlosspark. Das Schloss selbst stellt sich heute als eine unregelmäßige Vierflügelanlage dar. Im 17. und 18. Jahrhundert war der Hof im Osten gegen die Ortschaft offen. Der Eingang ist heute im Südflügel gelegen. Hier befanden sich auch überwiegend die Wohngemächer, während im Westflügel zum Garten die Repräsentationsräume lagen.

Bau- und Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Schloss geht auf ein Rittergut zurück, das 1682 von Heinrich I. Reuß zu Schleiz erworben wurde. Er hatte es für sein Mündel Heinrich X. Reuß zu Ebersdorf als möglichen Residenzstandort vorgesehen, da dieser nach der Teilung der Grafschaft Lobenstein 1678 über kein Residenzschloss mehr verfügte. Heinrich X. ließ die alte Anlage nach Plänen des Mühltroffer Baumeisters Johann Christoph Reinel 1690-93 tiefgreifend umgestalten, und 1694 konnte das Residenzschloss bezogen werden. Es handelte sich um den Kernbereich des heutigen Westflügels. Von 1709-20 wurde das Schloss unter ihm und seinem Nachfolger Heinrich XXIX. Reuß zu Ebersdorf um einen nördlichen und südlichen Seitenflügel erweitert. Ein hölzerner Ostflügel bestand von ca. 1733 bis 1782/83, als er durch eine Mauer ersetzt wurde. 1788-92 erfolgte ferner – vermutlich nach Plänen des kursächsischen Oberlandbaumeisters Christian Friedrich Schuricht – der Umbau des Westflügels, dem zudem die heute noch erhaltene klassizistische Gartenfassade vorgestellt wurde. Heinrich LI. Reuß zu Ebersdorf ließ auch die Innenräume neu gestalten. Zahlreiche Räume erhielten neue Decken- und Wandmalereien. Die Stuckarbeiten besorgten Anton und Thaddäus Bach. Maler zumindest der Gemälde im Ovalen Salon war der Dresdener Hofmarschallamtsmaler Johann Gottlob Klingner. Weitere Maler, denen aber keine konkreten Arbeiten im Schloss zugewiesen werden können, waren der Coburger Hofmaler Johann Albrecht Friedrich Rauscher, ferner Johann Gottl. Gerber aus Reichenbach sowie Michael Franz Friedrich Weber und August Gregorius aus Gera. 1848 dankte die Linie Reuß zu Ebersdorf zugunsten der Linie Reuß zu Schleiz ab und das Schloss verlor seinen Status als Residenz. Es diente hinfort dem Sommeraufenthalt. Nach 1948 diente es erst als Alten- und dann bis 2000 als Pflegeheim. In den 1960er Jahren wurde die Wandmalerei teilweise ausgelagert. Erst 1972 entstand der vierte Flügel im Osten. Nach Jahren des Leerstands wurde Schloss Ebersdorf 2017 von einem Mitglied der Familie Reuß zurückerworben. Seit 2020 wird das Schloss saniert.

Auftraggeber

Die Grafen Reuß zu Ebersdorf gehörten der jüngeren Linie des Hauses Reuß an. Heinrich X. Reuß zu Ebersdorf[2] begründete 1678 die politisch gänzlich unbedeutende Reußische Teillinie Ebersdorf. Aus der Vormundschaft entlassen, trat er 1683 die Regierung an, befand sich aber die ersten Jahre seiner Regierungszeit als aktiver Militär im Rahmen der so genannten Türkenkriege im Ausland. Er war mit Erdmuthe Benigna zu Solms-Laubach verheiratet, die den Hof pietistisch stark beeinflusste und nach seinem Tod 1711 die Vormundschaft für Heinrich XXIX. übernahm. Heinrich XXIX.[3] war 1699 geboren worden. Er studierte in Halle und lernte 1719 Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf kennen, mit dem ihn seitdem eine enge Freundschaft verband. Zinzendorf heiratete 1722 die Schwester Heinrichs XXIX., Erdmuthe Dorothea. In Ebersdorf entstand eine Herrnhuter Brüdergemeinde und in der Residenz wurde wenig auf Standesunterschiede geachtet. Der ehemalige Hauptsaal im Schloss diente der ganzen Gemeinde als Betsaal. Nach seinem Tod 1747 in Herrnhag folgte seine Sohn Heinrich XXIV. Sein Enkel Henrich LI. Reuß zu Ebersdorf[4] wurde 1761 geboren und kam 1779 an die Regierung. Nachdem bereits 1778 die ältere Linie des Hauses Reuß in den Reichsfürstenstand erhoben worden war, gelang dies 1790 auch der benachbarten Linie Reuß zu Lobenstein, die wie die Ebersdorfer Grafen der jüngeren Linie angehörten. 1806 erlangte auch Heinrich LI. die Standeserhöhung zum Fürsten. Die Baumaßnahmen im Schloss unter seiner Regierung sind eventuell in Zusammenhang mit der Standeserhöhung zu sehen. Heinrich LI. ist 1822 gestorben.

Architekten, Künstler

Über den planenden Baumeister Johann Christoph Reinel ist nur bekannt, dass er aus dem nahen Mühltroff im Vogtland stammte.

Christian Friedrich Schuricht war kursächsischer Oberlandbaumeister in Dresden. Der Umbau von Ebersdorf gehört zu seinen frühen Arbeiten. Neben Bauten in Dresden und dessen näherem Umfeld wie dem dritten Belvedere und dem Neuen Schloss Pillnitz war er auch für den Innenausbau des Römischen Hauses in Weimar und zahlreiche Kirchenneubauten verantwortlich.

Einige der Maler aus der Ausstattungsphase Ende des 18. Jahrhunderts sind namentlich bekannt, ohne dass ihnen bestimmte Arbeiten zugewiesen wären. Zu nennen sind Johann Albrecht Friedrich Rauscher, Johann Gottl. Gerber aus Reichenbach, Michael Franz Friedrich Weber und August Gregorius aus Gera. Lediglich von den Landschaftsbildern im so genannten Ovalen Salon weiß man, dass sie von Johann Gottlob Klingner stammen, der der Dresdner Hofmarschallamtsmaler war.[5] Seine Landschaften in Ebersdorf entsprechen den von ihm bekannten Ideallandschaften, die beeinflusst sind von eigenen Naturbeobachtungen. Er betätigte sich auch als Freskant und Radierer. Johann Albrecht Friedrich Rauscher war Hofmaler in Coburg.[6] Er hatte an der Düsseldorfer Akademie gelernt und war überwiegend als Maler und Radierer von Landschaften – mit Schlossansichten – tätig. Die bekannten Darstellungen zeichnen sich durch eine eher kühle Stimmung aus, was aber nicht bei einer Zuschreibung der Malerei in Ebersdorf an Rauscher hilft.

Beschreibung

Das bis auf die nachträglich im Westen vor die Fassade gesetzten sieben kannelierten Kolossalsäulen schmucklose Schloss umgibt mit vier unterschiedlich drei- bzw. viergeschossigen Flügeln einen unregelmäßigen trapezförmigen Hof. Teilweise ist zwischen das Erd- und das erste Obergeschoss ein Zwischengeschoss eingefügt, der Westflügel verfügt über ein zusätzliches abschließendes Mezzaningeschoss. Zum Garten im Westen hin ist dem Westflügel ein Risalit vorgestellt. Die Durchfahrt im Südflügel erschließt den Hof. Der Haupt- und Westflügel wird über eine kleine zweiläufige Treppe erreicht.

Man betritt einen Vorsaal, der eine Treppe aufnimmt, die das Obergeschoss erschließt. Vom Vorsaal gelangt man ferner nach Westen in den ehemals so genannten Gartensaal, an den sich nach Norden das ehemalige Esszimmer anschließt. Im Süden folgt auf den Gartensaal ein ehemals Malzimmer genannter Raum. Im ersten Obergeschoss – dem ehemaligen Hauptgeschoss – erreicht man von einem zentralen Mittelraum u.a. sowohl einen Raum an der Hof- als auch einen Raum an der Gartenseite. Der Raum an der Gartenseite ist der mittlere von dreien, die im Risalit gelegen sind. Nach Süden schließt sich der ehemalige Blaue Salon an, nach Norden das ehemalige Napoleonzimmer. Vom Raum an der Hofseite aus folgt im Süden ein großer Raum, der ehemals als Gelber Saal bezeichnet wurde und als Empfangsraum diente. Über ein Durchgangszimmer gelangt man in den Südflügel. Erster Raum hier ist der so genannte Ovale Saal, der als Speisesaal fungierte. Er stellt das Gelenk zu den ehemaligen fürstlichen Wohnräumen im Südflügel her, die über einen Flur an der Hofseite erschlossen werden, der vom ovalen Saal aus im Osten zugänglich ist. Noch zu den öffentlichen Räumen gehört ein Zimmer an Südwestecke des Schlosses, das man ebenfalls vom Ovalen Saal aus betritt. Es wurde ehemals als Billardzimmer bezeichnet. Über eine kleine Passage erreicht man von hier aus nach Osten das ehemalige Schlafzimmer des Fürsten bzw. des Erbprinzen.

Im zweiten Obergeschoss des Hauptflügels ist über dem Gelben Saal der ehemalige Hauptsaal bzw. die ehemalige Schlosskapelle gelegen. Sie durchmisst zwei Geschosse. Der Raum wird direkt vom zentralen Treppenraum erreicht. Nach Norden schließen sich an der Hofseite der ehemalige Selbitz-Salon und das ehemalige Selbitz-Schlafzimmer an. Nach Süden folgt ein kleiner Flur hinter einer Tür in der Raummitte, von dem aus man im Westen zum Garten hin das ehemalige, aus drei Räumen bestehende Appartement der Prinzessin Luise Adelheid erreichen kann. Es zieht sich bis in den zum Garten hin gelegenen Risalit.

Vorlagen für die Decken- und Wandmalerei

Es kann davon ausgegangen werden, dass alle Malerei aus dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts auf Vorlagen basierte. An dieser Stelle können die Vorlagen jedoch nur für die heute noch erhaltenen Veduten bestimmt werden, die überwiegend aktuellen Reiseberichten entstammten. Die Pompejanische Malerei kann ebenfalls diesen Reiseberichten entnommen sein, stammt aber wahrscheinlicher aus den ab der Mitte des 18. Jahrhunderts erscheinende Spezialpublikationen.

Der ehemalige Gartensaal im Erdgeschoss und seine übertünchten Supraporten

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der so genannte Gartensaal[7] wurde im Rahmen des klassizistischen Umbaus 1788-92 neu gestaltet bzw. erst geschaffen. Der Stuck stammt von Anton und Thaddäus Bach, der Maler der ehemaligen Supraporten ist unbekannt. Nach 2000 wurde der Raum stark in Mitleidenschaft gezogen und wird gegenwärtig (2021) restauriert.

Beschreibung

Der Gartensaal ist im westlichen Risalit im Erdgeschoss gelegen. Er wird von Osten aus dem Vorsaal erreicht. Nach Norden schließt sich – ebenfalls im Risalit gelegen – das ehemalige Esszimmer an. Nach Süden folgt ein ehemals Malzimmer genannter Raum. Der Gartensaal öffnet sich mit vier Fenstern nach Westen zum Garten hin. Ein weiteres Fenster ist im Süden gelegen.

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Nach 1945 wurden die Supraporten[8] überstrichen. Sie haben sich unter der Farbschicht erhalten.

Beschreibung und Ikonographie

Die insgesamt sieben halbrunden Supraporten zeigten Puttengruppen in Grau-Gelb-Malerei. Zwei sind im Farbdiaarchiv dokumentiert. Jeweils zwei geflügelte Putten lagern auf dem unteren Rand und musizieren bzw. trinken Wein.

Gestalterische Mittel - Komposition und Ansichtigkeit

Die Figuren waren vor dunkelbraunem Hintergrund als Stuckreliefs gemalt.

Das ehemalige sog. Malzimmer im Erdgeschoss und seine verlorene Wandalerei

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Auch das ehemalige so genannte Malzimmer[9] wurde im Rahmen des klassizistischen Umbaus 1788-92 neu gestaltet.

Beschreibung

Das Eckzimmer schließt südlich an den Gartensaal an. Es hat zwei Fenster nach Westen und zwei nach Süden.

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die Malerei wurde nach 1945 entfernt bzw. überstrichen.

Beschreibung und Ikonographie

Der gesamte Raum war mittels der illusionistischen Wandmalerei als offener Pavillon gestaltet. Über ein Geländer blickte man in die weite Landschaft mit unbestimmten Ortsansichten. Im Vordergrund agierten Figurengruppen in zeitgenössischer Tracht, teilweise von den Gittern überschnitten. An der Ostwand ging der Blick in eine gemalte Rosenlaube mit einer Urne auf einem Sockel.

Der ehemalige Blaue Salon im ersten Obergeschoss und seine Supraporten

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der ehemalige so genannte Blaue Salon[9] im Hauptgeschoss erhielt ebenfalls zwischen 1788 und 1792 eine neue Raumfassung.

Beschreibung

Der Raum ist im ersten Obergeschoss in der Südwestecke des Risalits an der Gartenseite gelegen. Nach Norden schließt sich der ehemalige Rote Salon an, im Süden gelangt man in ein weiteres Zimmer. Der Raum hat zwei Fenster im Westen und eines im Süden.

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Von der ehemaligen Raumausstattung haben sich lediglich zwei Supraporten[10] an der Nord- und Westwand erhalten.

Beschreibung und Ikonographie

In die rechteckigen Supraporten sind achteckige Felder gemalt. Die vier so entstandenen Zwickel nehmen Drachendarstellungen auf. Die Hauptfelder zeigen mythologische Szenen. Beide präsentieren rund um einen Altar sechs Frauen. Auf der westlichen Supraporte kommt eine siebte sitzende Frau hinzu, in deren Auftrag die anderen sechs offenbar agieren.

Gestalterische Mittel - Komposition und Ansichtigkeit

Die Malerei erinnert mit weißen Figuren vor blauem Grund an das in dieser Zeit beliebte Wedgwood-Porzellan.

Das ehem. Napoleonzimmer im ersten Obergeschoss und seine verlorene Wandmalerei

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Das ehemalige Napoleonzimmer[11] erhielt im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen 1788-92 eine neue Ausstattung. Den Stuck schufen Anton und Thaddäus Bach.

Beschreibung

Der Raum ist im Hauptgeschoss an der Nordwestecke des Risalits zum Garten hin gelegen. Es öffnet sich mit drei Fenstern nach Westen und zwei weiteren nach Norden. Es wird durch eine Tür an der Ostwand betreten und führt weiter in den im Süden befindlichen ehemaligen Roten Salon.

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die bemalten Seidentapeten[8] des Napoleonzimmers sind verloren.

Beschreibung und Ikonographie

Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts waren die Wände mit einer Seidentapete bespannt gewesen. Sie imitierte pompejanische Wandmalerei im Verständnis der Zeit. Unter anderem gab es schwarze Medaillons, die rote Tänzerinnen zeigten. Diese Darstellungen orientieren sich an rotfigurigen griechischen Vasen.

Das sog. Durchgangszimmer im ersten Obergeschoss und seine verlorene Wandmalerei

 

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Das so genannte Durchgangszimmer erhielt im Rahmen der Ausbaumaßnahmen des Schlosses 1788-92 eine neue Ausstattung.

Beschreibung

Das Durchgangszimmer ist am Übergang vom Westflügel in den Südflügel gelegen. Der sehr kleine Raum hat eine Tür im Norden und eine im Süden sowie zwei Fenster im Osten zum Hof.

Die verlorene Wandmalerei

Im Farbdiaarchiv sind zwei Darstellungen von Pferderennen dokumentiert, sowie ein Blumenstück auf schwarzem Grund in eigenem gemalten Rahmen über gemalten Festons – ebenfalls in fingiertem Rahmen. Die schmalen Querformate lassen eine ehemalige Anbringung über den Türen oder Fenstern als wahrscheinlich erscheinen.

Die ehemaligen sowie die nach Molsdorf translozierten Wandgemälde des Zimmers

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die wandfeste Ausstattung des Raumes ist heute nicht mehr vor Ort. Einige der ehemaligen Wandmalereien,[12] die in den 1950er Jahren ausgebaut wurden, sind 1964 nach Molsdorf transferiert worden und können daher ausführlicher analysiert werden. Weitere ehemalige Wandbilder sind zumindest in Ausschnitten im Farbdiaarchiv überliefert. Sie alle wurden nach grafischen Vorlagen um 1790 von einem unbekannten Künstler mit Leimfarbe auf Leinwand gemalt, die auf die Wände geklebt war. Die Gemälde wurden von Friedrich Hofmann restauriert und anschließend im östlichen Gartensalon in Molsdorf eingebaut, dabei aber teilweise ergänzt oder auch verkleinert.

Der verlorene formale Kontext der Gemälde

Die Wandfelder präsentierten Ansichten überwiegend aus dem Mittelmeerraum, aber auch aus England. Es gibt keine Fotografie, die die Malerei im historischen Rahmen oder gar eine ganze Wand des Durchgangszimmers zeigt. Daher kann man nicht sagen, welche Darstellung sich an welcher Wand befand oder wie die einzelnen Gemälde voneinander abgegrenzt waren. So sind auch keine Gruppen nach Wänden zu bilden, etwa in dem Sinne, dass alle griechischen oder spanischen Veduten jeweils zusammen an einer Wand präsentiert worden wären.

Programm

Die Gemälde präsentierten den Betrachtenden ferne Welten in Spanien, Griechenland oder England. Ein inhaltliches Kriterium für die Wahl der Motive lässt sich nicht feststellen. Weder sind es durchweg besonders exotisch anmutende Ansichten, noch war der Auftraggeber nachweislich an den dargestellten Orten. Die meisten – aber nicht alle – Gemälde sind beschriftet und nennen den gezeigten Ort.

Ansicht von Clivden House

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Malerei[13] befindet sich in Schloss Molsdorf heute an der Südwand zwischen zwei Fenstern. Das Gemälde wurde beschnitten, ehe es in Molsdorf an die Wand gebracht wurde.

Beschreibung

Zu sehen ist Clivden House in Buckinghamshire mit einem Teil des Parks, der sich links hinunterzieht zur im Tal fließenden Themse. Wenige eher statische, elegant gekleidete Figuren beleben die Szene. Sie unterhalten sich oder wandeln gemeinsam durch den Park. Rechts unten ist der heute teilweise abgeschnittene Rest der Beschriftung zu erkennen: „CLIV“.

Vorlagen und Vergleiche

Die Ansicht geht auf eine Darstellung des britischen Grafikers Luke Sullivan zurück und war Bestandteil einer sechsteiligen Kupferstichfolge von Ansichten aus der Umgebung Londons. Die Vorlage wurde weitgehend übernommen, die Figurenanzahl aber reduziert. Links und rechts sind schmale Teile abgeschnitten (eventuell erst seit 1964?) und nach oben wurden die Bäume verlängert und zusätzlicher Himmel geschaffen.

Überlegungen zum möglichen Anbringungsort in Ebersdorf

Da dies die einzige Vedute ist, die eine Ansicht wiedergibt, die nicht aus dem Mittelmeerraum stammt, liegt die Vermutung nahe, dass die beiden Pferderennen zusammen mit Clivden-House präsentiert wurden. Dann hätten sie sich an der Ostwand befunden: die Rennen über den Fenstern und die Landschaft zwischen den Fenstern.

Karawane

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das Bild befindet sich heute ebenfalls in Molsdorf, und zwar an der Mitte der Westwand.

Beschreibung

Diese Darstellung[14] präsentiert eine orientalische Lagerszene. Eine Karawane hat sich an einem Wasserlauf niedergelassen. Man erblickt beladene Kamele, Führer und Reiter. Der Blick fällt in ein leeres Zelt. Hinter einem Hügel ragen weitere Zelte auf. Im Bildmittelgrund erblickt man eine Stadt an einem See.

Vorlagen und Vergleiche

Diese Darstellung geht ebenfalls auf eine Buchillustration aus dem Werk von Marie Gabriel Florent Auguste de Choiseul-Gouffier zurück. 1782 publizierte er im ersten Band seiner „Voyage pittoresque de la Grèce“[15] auf Tafel 104 eine Ansicht der lagernden Karawane in einem Querformat. Sie wurde für Ebersdorf nahezu unverändert übernommen, aber im Vordergrund und vor allem im Hintergrund und am Himmel erweitert, um das Hochformat in Ebersdorf zu füllen und damit in der Höhe mehr als verdoppelt.

Die Felsengräber von Telmessos

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das Bild befindet sich heute in Molsdorf an der Westwand ganz rechts.

Beschreibung

Das schmale Hochformat zeigt die Felsengräber von Telmessos[16] (heute Fethiye) in Kleinasien. Über ein Tal hinweg blickt man auf die steil aufragende Felswand. Hier sind die Gräber als Tempelfassaden auszumachen. An einem Stein im Bildvordergrund befinden sich zwei Orientalen mit Turban. Der Stein trägt die nur noch schwer zu entziffernde Inschrift „Montagne de tombeaux près de Telemissus“. Hinter ihnen lagen einige Kamele.

Vorlagen und Vergleiche

Auch dieses Motiv entstammt dem ersten Buch von Choiseul-Gouffier aus den Jahren 1782 „ „Voyage pittoresque de la Grèce“.[15] Auf Tafel 67 werden die Felsengräber im Querformat gezeigt. Nur der mittlere Bereich der Vorlage wurde für das Hochformat in Ebersdorf übernommen. Die beiden Orientalen und ihre Kamele wurden nach rechts vor die Felsen verschoben und ein Vordergrund hinzugefügt. Eine weitere Gruppe von Kamelen mit Treibern auf der Vorlage rechts fehlt.

Das Mausoleum bei Milas

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das Bild befindet sich heute in Molsdorf an der Westwand ganz links.

Beschreibung

Das Gemälde[16] zeigt das Mausoleum des antiken Hekatomnos in Kleinasien bei der heutigen Ortschaft Milas. Das Monument ist am linken Bildrand des hochformatigen Gemäldes zu sehen und angeschnitten. Rechts fällt der Blick über eine Ortschaft mit Minarett hinweg in die Ferne. Zwei Orientalen mit Turbanen sitzen am Fuß des Mausoleums und blicken grüßend zu einer Kamelkarawane vor dem Ort. Auf einem Stein im Vordergrund wird der Ort genannt: „Tombeau de Mylasu“.

Vorlagen und Vergleiche

Die Darstellung geht wiederum auf eine Illustration aus dem Werk von Choiseul-Gouffier zurück. Im 1782 publizierten ersten Band seiner „Voyage pittoresque de la Grèce“[15] wird auf Tafel 85 in einem Querformat das „Tombeau près de Mylasa“ abgebildet. Mausoleum, Karawane und Ort sind dort vorhanden. Die Szenen sind aber in Ebersdorf enger zusammengeschoben und das Mausoleum im Gegensatz zur Vorlage angeschnitten. Bildvordergrund und Himmel wurden entsprechend dem Hochformat erweitert.

Das Tor von Milas
 

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Der Verbleib der Malerei ist unbekannt. Ein Ausschnitt mit der zentralen Szene ist im Farbdiaarchiv überliefert.

Beschreibung

Man erblickt Kamele, die durch einen Bogen hindurchschreiten. Es handelt sich um das ehemalige Stadttor von Milas.

Vorlagen und Vergleiche

Die Vorlage entstammt dem 1782 publizierten ersten Band der „Voyage pittoresque de la Grèce“ von Choiseul-Gouffier. Auf Tafel 90 erkennt man, dass auch ein Teil der Mauer erhalten war und das links auf einem Felsen Orientalen den vorbeiziehenden Kamelen zusahen. Die Sträucher im Bildvordergrund in Ebersdorf entstammen nicht der Vorlage.

Der Brunnen auf Chios
 

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Der Verbleib der Malerei[17] ist unbekannt. Ein Ausschnitt mit der zentralen Szene ist im Farbdiaarchiv überliefert.

Beschreibung

Man erblickt den freistehenden Brunnen auf einer freien Fläche, auf der mehrere Hunde tollen. Ein Mensch holt sich offensichtlich Wasser. Im Vordergrund verweist ein Orientale einen Reiter auf etwas, das nicht zu sehen ist. Im Hintergrund erkennt man Häuser, teilweise hinter einer Mauer.

Vorlagen und Vergleiche

Auch die Vorlage für diese Ansicht entstammt dem ersten Band der „Voyage pittoresque de la Grèce“ aus dem Jahre 1782 von Choiseul-Gouffier.[15] Auf Tafel 45 wird der auf einem großen Platz freistehende Brunnen von Chios gezeigt. Der Platz ist reich bevölkert und im Hintergrund erkennt man die Stadt, links das alte Genuesenfort.

Montgolfiere über einer Hafenstadt

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das Bild[18] ist heute in Molsdorf an der Ostwand ganz rechts angebracht. Vor seiner Anbringung wurde es an den Seiten um ca. 10 Zentimeter verkürzt.

Beschreibung

Das schmale hochrechteckige Bild zeigt eine Meeresbucht mit einer Stadt, die bisher nicht identifiziert werden konnte. Zahlreiche Segelschiffe liegen im Hafen. Die Stadt ist befestigt und es gibt mindestens zwei Türme, auf denen Wimpel im Wind wehen. Rechts ragen steile Berge empor. Im Bildvordergrund erblickt man einen See oder auch eine weitere Bucht. Oben am hohen Himmel schwebt eine Montgolfiere. Ob die Montgolfiere auf der möglichen Vorlage war, ist nicht zu entscheiden. Da es sich aber im Allgemeinen bei den für das Durchgangszimmer genutzten Vorlagen um Querformate handelte, ist das eher unwahrscheinlich. Die erste Montgolfiere startete 1783 und ihre Darstellung war damals sehr populär, sie dürfte eine Zutat des ausführenden Malers in Ebersdorf gewesen sein.

Vorlagen und Vergleiche

Es ist ausgesprochen wahrscheinlich, dass die Vorlage für die Ansicht entweder aus einem Reisebericht Swinburnes[19] oder de Saint-Nons[20] stammt.

Ansicht von Madrid

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Ansicht von Madrid[21] befindet sich heute in Molsdorf an der Nordwand.

Beschreibung

Der Blick fällt von der Casa de Campo im Westen von Madrid auf die Stadt. Im Bildvordergrund ist das Zusammentreffen zweier sich grüßender Personen gezeigt, die sich auf dem Weg begegnen, der aus der Stadt auf die Höhe führt. Links steht ein Baum und gewährt der Komposition Halt. Im Bildmittelpunkt steht hell das königliche Schloss, rechts erkennt man das Wild im königlichen Tierpark. Links unten ist das Bild mit einer Inschrift versehen: „Madrid from the Casa del Casino“.

Vorlagen und Vergleiche

Die Ansicht folgte einer Darstellung in dem erstmals 1779 erschienenen Reisebericht von Henri Swinburne „Travels through Spain in the years 1775 and 1776“, der 1787 mit 20 Kupferstichen versehen erneut herauskam.[19] Die Vorlage ist breiter als in Ebersdorf, wo nur die linken zwei Drittel übernommen wurden. Für das Hochformat wurde der Himmel oberhalb der Baumkrone hinzugefügt.

Das Tor von Valencia
 

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Der Verbleib der Malerei ist unbekannt. Ein Ausschnitt mit der zentralen Szene ist im Farbdiaarchiv überliefert.

Beschreibung

Man erkennt das von zwei Türmen flankierte Tor. Der rechte Turm ist unten mit „Valentia“ beschriftet. Vor dem Tor befinden sich mehrere Menschen, im Hintergrund erkennt man Gebäude.

Vorlagen und Vergleiche

Die Vorlage entstammt ebenfalls dem Reisebericht von Henri Swinburne „Travels through Spain in the years 1775 and 1776“ von 1787.[19] Hier wird deutlich, dass sich der Betrachter im Graben vor der Stadt befindet. Rechts und links sind Mauern, über die hohe Bäume ragen.

Ansicht von Granada

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die sehr schmale Darstellung[22] ist heute in Molsdorf an der Ostwand ganz links angebracht. Das ohnehin schmale Format wurde für die Anbringung in Molsdorf rechts noch einmal beschnitten, wie ein Vergleich mit dem Farbdia erweist.

Beschreibung

Gezeigt wird eine Ansicht von Granada aus Südosten und kann hier erstmals bestimmt werden. In der Mitte ragt die Kathedrale aus dem Häusermeer auf, recht steigt der Berg zur Alhambra an. Zwei Drittel des Bildes werden vom Himmel eingenommen.

Vorlagen und Vergleiche

Auch diese Ansicht folgte einer Darstellung der „Travels through Spain during the years 1775 and 1776“ in der Auflage von 1787.[19] Die Vorlage, von der nur die linken zwei Drittel übernommen wurden, ist bei weitem breiter als in Ebersdorf. Für das Hochformat wurde der Himmel oberhalb der Baumkrone hinzugefügt.

Ansicht von Barcelona
 

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Diese Darstellung[22] ist heute verloren und nur über einen Ausschnitt im Farbdiaarchiv überliefert.

Beschreibung

Gezeigt wird eine Ansicht von Barcelona aus Westen, die hier ebenfalls erstmals bestimmt werden kann. Rechts steigt der Montjuïc auf. In der Mitte erblickt man die charakteristischen zwei Türme der Kathedrale (ohne den erst im 20. Jahrhundert errichteten Turm).

Vorlagen und Vergleiche

Auch diese Ansicht folgte einer Darstellung der „Travels through Spain during the years 1775 and 1776“ in der Auflage von 1787.[19]

Ansicht von Valletta

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Vedute ist heute in Molsdorf an der Ostwand in der Mitte angebracht.

Beschreibung

Gezeigt wird der Hafen von Valletta[23] auf Malta von der Seeseite aus. Auf der Reede liegen mehrere Segelschiffe, kleinere Boote und eine Galeere kommen hinzu. Am Ufer erblickt man die Fahne des Malteser Ordens. Hinter den Kaimauern ragen die Gebäude der Stadt und eine der Befestigungen auf. Rechts im Vordergrund am Felsen ist der Rest einer Beschriftung zu erkennen, die aber bis auf „TER“ nicht mehr zu entziffern ist.

Vorlagen und Vergleiche

Auch diese Darstellung hat eine Illustration aus der zeitgenössischen Reiseliteratur zur Vorlage, und zwar von Jean Claude Richard de Saint-Non: „Voyage Pittoresque ou Description des Royaumes de Naples et de Sicile“ aus den Jahren 1781-86, hier Illustration 102 aus Tl. 4,1, 1785.[24] Das Querformat ist fast unverändert wiedergegeben. Lediglich die Schiffe wurden in ihrer Anzahl reduziert und weiter nach rechts geschoben. Ferner wurde der Himmel nach oben erweitert.

Der Ovale Saal im ersten Obergeschoss und seine verlorene Wandmalerei

 

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der Ovale Saal[1] entstand im Rahmen der 1788-92 erfolgten Umbaumaßnahmen.

Beschreibung

Er diente als Speisezimmer und hat seinen Namen wegen seines Grundrisses. Die abgerundeten Ecken geben dem Raum einen ovalen Eindruck. Er grenzt südlich an das so genannte Durchgangszimmer und verbindet den alten Bereich des Westflügels mit dem Südflügel. Nach Osten geht ein Korridor ab, der den Südflügel erschließt. Im Süden folgt das ehemalige Billardzimmer. Der Ovale Saal hat drei Fenster nach Westen zum Garten und zwei nach Osten zum Hof. An der Nordwand befand sich ein Marmorkamin in violetter Farbigkeit. Die umlaufenden Paneele griffen diese Farbe auf.

Die im Ovalen Saal erhaltene Wandmalerei

 

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Wände[25] des Raumes waren über einer Sockelzone komplett bemalt. Illusionistisch gemalte Rahmen präsentierten sieben farbige Landschaften, die 1790 von Johann Gottlob Klingner in Öl auf Leinwand geschaffen wurden. Hinzu kamen Supraporten mit antikisierenden weißen Frauengestalten vor stahlblauem Grund. Bis auf die Landschaften ist die Malerei verloren. Diese sind auf die Wände geklebt und kaschieren teilweise Wandschränke.

Ein Vergleich mit den Farbdias von 1943/44 zeigt, dass die Gemälde später restauriert oder überfasst wurden und von einer kühlen, aber hellen Farbpalette hin zu einer warmen und dunkelgrünen wechselten. Die klaren Konturen wurden zudem teilweise verwischt.

Waldstück 1 – Landschaftspanorama mit Brücke

An der Südwand rechts der Tür zum Billardzimmer wird der Blick in einen dichten Laubwald mit einem breiten Flusslauf gezeigt. Das Gewässer wird von einer flachen Holzbrücke ohne Geländer überquert. Am Anfang der Brücke steht links eine Herme. Über dem Wald türmen sich dunkle Wolken auf. Die Farbdias von 1943/44 zeigen im Gegensatz dazu einen hellen Wolkenhimmel und überhaupt eine viel hellere, aber eher kühle Landschaft.

Waldstück 2 – Landschaftspanorama mit Brücke

Auch das an der Südwand links der Tür folgende Waldstück zeigt einen Fluss mit Brücke. Es handelt sich jedoch um eine Steinbrücke, die in elegantem Bogen den eher schmalen Bachlauf überquert. Im Hintergrund erkennt man einen dunklen Wolkenhimmel. Auch hier ist die ursprüngliche Anmutung gemäß der Farbdias trotz kühler Farben hell und freundlich.

Waldstück 3 – Landschaft mit Fluss vor einem Felsen

Weiter links an der Ostwand zwischen Tür und Fenster befindet sich ein vergleichsweise schmales Gemälde. Über einen Flusslauf hinweg fällt der Blick auf einen steil aufragenden Felsen, hinter dem man einen Bergrücken erkennt. Auch hier ist der Himmel heute bedrohlich dunkel, was er 1943/44 noch nicht war.

Waldstück 4 – Landschaftspanorama mit Tempel

An der Ostwand zwischen den Fenstern fällt der Blick über einen Flusslauf hinweg auf einen antiken Tempel, der dicht von den Bäumen des Waldes umgeben und an den Fluss mit einer Treppe angebunden ist, die von Sphingen flankiert wird. Rechts im Wald steht an einem Zulauf auf einem Sockel eine Urne. Auch hier sind die Farben dunkler als ehemals.

Waldstück 5 – Bachlauf im lichten Wald

An der Nordwand rechts der Tür zeigt die Malerei einen lichten Wald, durch den sich ein Bachlauf in die Tiefe des Raumes schlängelt. Die Farben wurden auch hier verändert.

Waldstück 6 – Wasserlauf mit Felsen und Baum

An der Nordwand links des Kamins blickt man über einen Wasserlauf auf einen Felsen, vor dem ein schlanker Baum aufragt. Darüber öffnet sich der heute dunkle und ehemals helle Wolkenhimmel. Die Farben heute sind andere als auf dem Dia von 1943/44.

Waldstück 7 – Brunnen am Wegesrand und Denkmal auf dem Berge

An der Westwand ist zwischen dem mittleren und dem nördlichen Fenster der Blick aus einem Wald heraus in die freie Landschaft dargestellt. Im Vordergrund rechts fließt ein schmaler Bach. Links führt ein schmaler Weg in den Wald. An seinem Rand steht ein Brunnen mit Urne. Auf einer Anhöhe im Bildmittelgrund erhebt sich ein hohes Denkmal, das an einen Obelisken erinnert. Im Hintergrund links erkennt man die Ruinen einer Gebäudegruppe. Auch hier unterscheiden sich die gegenwärtigen Farben stark von den 1943/44 dokumentierten.

Waldstück 8 – Tempel auf einer Anhöhe

Zwischen dem mittleren und dem südlichen Fenster an der Westwand fällt der Blick über einen Flusslauf auf eine Anhöhe, auf der man einen Tempel erblickt. Farbe und Klarheit sind auch hier heute anders als auf den Farbdias von 1943/44.

Das sog. Billardzimmer im ersten Obergeschoss und seine verlorene Wandmalerei

 

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Auch das ehemalige Billardzimmer[26] wurde im Rahmen der Baumaßnahmen zwischen 1788 und 1792 neu ausgestattet.

Beschreibung

Der Raum ist an der Südwestecke des Schlosses gelegen und zwei Fenster nach Süden sowie zwei nach Westen. Im Norden grenzt der Ovale Saal an, im Osten das ehemalige Appartement des Erbprinzen.

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die Wandmalerei[27] des Billardzimmers hat sich nicht erhalten.

Beschreibung und Ikonographie

Die Malerei zeigte farbige schwebende Figuren vor blauem Grund in pompejanischem Stil – vermutlich nur Frauen. Zwei Dias zeigen zudem Dreiergruppen, bei denen eine der Frauen sitzt, eine steht und eine kniet. Sie geben Supraporten wider. Ferner gab es zwei weibliche Gestalten in Medaillons.

Das ehem. Schlafzimmer des Erbprinzen im 1. OG und seine verlorene Wandmalerei

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Das ehemalige Schlafzimmer des Erbprinzen[8] erhielt im Zuge der Umbaumaßnahmen 1788-92 eine neue Ausstattung.

Beschreibung

Der Raum befindet sich im Hauptgeschoss des Südflügels und öffnet sich mit zwei Fenstern nach Süden. Im Westen folgt nach einem kleinen Durchgangsraum das ehemalige Billardzimmers, im Osten schließen sich die ehemaligen Wohnräume des Appartements an.

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die Sepiamalerei[28] ist verloren. Einige Details sind in Farbdias überliefert.

Beschreibung

Die Wände waren mit pompejanischer Malerei gestaltet und mittels gemalter Bordüren in mehrere Rapporte untergliedert. Der Raum soll in Apfelgrün, Rosa und Olivgrün gehalten gewesen sein. Unter der Stuckdecke waren an den Wänden mythologische Szenen in Stuckrahmen zu sehen. Sie drehen sich um den Herbst mit Dankopfer, Trinkgelage und Bacchus im Panterwagen. Sie imitierten mit hellen Figuren vor schwarzem Grund Reliefs. Von einem realen Stuckband getrennt, erblickte man an den daruntergelegenen Wänden gemalte Blumengehänge und Medaillons mit Puttendarstellungen.

Der ehem. Hauptsaal bzw. die ehem. Schlosskapelle im zweiten Obergeschoss

 

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der ehemalige Hauptsaal[29] war um 1680/90 vollendet. Den Deckenstuck schuf 1693/94 Francesco Reha, der Maler der Deckengemälde ist unbekannt. Bereits 1733 wurde er zu einer Schlosskirche für die Herrnhuter Brüdergemeinde in Ebersdorf umgenutzt. Zu diesem Zeitpunkt oder erst später wurde die Deckenmalerei überstrichen. Noch später wurde in dem Raum eine Zwischendecke einzogen, die mittlerweile wieder entfernt ist.

Beschreibung

Der Raum befindet sich im zweiten Obergeschoss über dem so genannten Gelben Saal. Er durchmisst zwei Geschosse. Der Raum wird direkt vom zentralen Treppenraum erreicht. An den schmalen Seiten im Osten und Westen befinden sich Emporen. Der Raum hat in beiden Geschossen je zwei Fenster nach Osten zum Hof.

Die Decke und ihre Deckenmalerei

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die Deckenmalerei wurde erst kürzlich wieder entdeckt und ist noch nicht gänzlich freigelegt.

Beschreibung und Ikonographie

Die Stuckdecke zieren Eichen- und Fruchtkränze sowie Putten und Kriegstrophäen. Vermutlich nimmt der Stuck auf die erfolgreiche Teilnahme Heinrichs X. Reuß zu Ebersdorf an den so genannten Türkenkriegen Bezug.

Der Stuck lässt ein zentrales achteckiges Feld sowie zwei begleitende kreisrunde Felder für Malerei frei. Nur das mittlere Feld ist freigelegt (2020). Die stark beschädigte Malerei ist horizontal zweigeteilt und zeigt eventuell zwei aufeinanderfolgende Fassungen.

Der untere Teil zeigt deutlich größere Figuren als der obere. Man erkennt links einen Löwen, der heraldischen Vorgaben folgt und vermutlich mit dem Wappentier der Reußen zu identifizieren ist. Rechts steht auf Wolken mit Helm, Schild und Lanze oder Schwert Minerva. Links hinter ihr befindet sich eine weitere Frau, die auf den Löwen blickt. Sie hält einen dünnen, langen Stab.

Im oberen Bereich lagern zwei Frauen auf Wolken und schauen nach rechts, wo ihnen eine vergleichsweise überdimensionierte Putte eine Tafel präsentiert. Es könnte sich um einen Spiegel handeln. Um den Unterarm der einen Frau windet sich eventuell eine Schlange. Es muss sich deshalb aber nicht um Prudentia (Klugheit) handeln.

Der ehem. Selbitz-Salon im zweiten Obergeschoss und seine verlorene Wandmalerei

 

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der ehemalige Selbitz-Salon[8] wurde ebenfalls zwischen 1788 und 1792 mit neuer Wandmalerei versehen. Sie ging nach 1945 verloren.

Beschreibung

Das Zimmer schließt sich nördlich an den ehemaligen Hauptsaal an und ist an der Hofseite im Osten gelegen. Es verfügt über zwei Fenster. Nach Norden schließt das so genannte Selbitz-Schlafzimmer an.

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die Wandmalerei[8] ist verloren, in Ausschnitten aber im Farbdiaarchiv dokumentiert.

Beschreibung und Ikonographie

Bordüren im Groteskenstil rahmten Wandfelder, an die Bilder gehängt waren. Zwei gemalte Supraporten zeigten große weiße Vasen, umgeben von Früchten auf Fellen.

Das ehem. Selbitz-Schlafzimmer im 2. OG und seine verlorene Wandmalerei

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Das zum Selbitz-Salon[8] gehörende so genannte Selbitz-Schlafzimmer wurde ebenfalls 1788/92 neu ausgestattet. Die damals geschaffene Wandmalerei hat sich nicht erhalten.

Beschreibung

Der Raum grenzt nördlich an den so genannten Selbitz-Salon. Seine zwei Fenster weisen auf den Hof im Osten.

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Auch die Wandmalerei[8] in diesem Raum ist verloren, aber ebenfalls in Ausschnitten im Farbdiaarchiv dokumentiert.

Beschreibung und Ikonographie

Bordüren in antikisierendem Stil rahmten die Wandfelder. Hier befand sich rote Malerei auf schwarzem Grund oder schwarze auf rotem und orientierte sich damit an griechischer Vasenmalerei.

Der ehem. Salon der Prinzeß Luise im 2. OG und seine verlorene Deckenmalerei

 

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Auch dieser Raum wurde im Zuge der Umbauten 1788-92 neu ausgestattet. Seinen Namen hatte er vermutlich nach Luise Adelheid, der Tochter von Heinrich XXVII. Reuß jüngere Linie.

Beschreibung

Der Raum ist westlich des Hauptsaals gelegen und kann direkt aus ihm erreicht werden. Er öffnet sich mit zwei Fenstern nach Westen zum Garten und mit einem nach Süden.

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die dekorative Decken- und Wandmalerei hat sich nicht erhalten, ist aber zum Teil im Farbdiaarchiv dokumentiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Decke war mit einer Treillage bemalt. Verschiedene Blumen wie Rosen und Clematis rankten sich um das Gestänge.

Das ehem. Wohnzimmer der Prinzeß Luise im. 2. OG und seine verlorene Malerei

Bau- und Ausstattungsgeschichte

Der Raum wurde im Rahmen der 1788-92 erfolgten Umbauten neu gestaltet.

Beschreibung

Es handelt sich um das Südwesteckzimmer, das südlich an den Gartenrisalit anschließt. Es hat zwei Türen an der Nord- und Ostwand. Im Süden befinden sich zwei und im Westen ein Fenster.

Befund - Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte der Malerei

Die Decken- und Wandmalerei hat sich nicht erhalten.

Beschreibung und Ikonographie

Decken und Wände hatten eine frühklassizistische pompejanische Bemalung. Bordüren gliederten die Decke in verschiedene Felder: quadratische in den Raumecken, längsrechteckige dazwischen und ein großes Quadrat in der Deckenmitte. Festons, Grotesken und figürliche Darstellungen waren sparsam verteilt. Die Eckquadrate nahmen runde Medaillons mit mythologischen Darstellungen auf, die Deckenmitte zeigte im Zentrum eine Rosette, von der stilisierte Pflanzen- und Tierformen zum Rand überleiteten.

Die Wände waren am Rand von Grotesken und floralen Elementen umfasst. In die freien Flächen waren Bilder gehängt.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Dehio, Thüringen, 1998. – Dehio, Georg: Thüringen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Stephanie Eißing und Franz Jäger. Berlin/München 1998.
  • Laß, Fürsten, 2016. – Laß, Heiko: Fürsten und ihre Residenzen in Thüringen (Große Kunstführer der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, 5). Regenburg 2016.
  • Lehfeldt, KDM Reuss, 1891. – Lehfeldt, Paul (Bearb.): Fürstenthum Reuss Älterer Linie (Bau- und Kunst-Denkmäler Thüringens, 6). Jena 1891.
  • Löffler, Residenzen, 2000. – Löffler, Anja: Reußische Residenzen in Thüringen. Diss. Weimar 2000.
  • Lucke, Ebersdorf, 2001. – Lucke, Bertram: Schloss Ebersdorf (Saale-Orla-Kreis). In: Trützschler, Werner von (Hrsg.): Schlösser wieder entdecken und erhalten – nur eine Last? (Arbeitsheft des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege, N.F. 5). Erfurt 2001, S. 21-22.
  • Palzer, Fernweh, 2021. – Palzer, Iris: Fernweh im Gartensalon. Bildtapeten in den Caféräumen von Schloss Molsdorf. In: Schlösserwelt Thüringen Herbst/Winter 2021/22, S. 24-26.
  • Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022. – Plontke-Lüning, Annegret: Die Landschaftsbilder im Erdgeschoss von Schloss Molsdorf – eine Spurensuche. In: Burgen und Schlösser 3 (2022), S. 171-179.
  • Reußische Burgen, 1990/91. – Reußische Burgen, Schlösser & Gärten. Ausstellungskatalog Staatliches Museum Schloß Burgk, Neue Galerie und Pirckheimer-Kabinett. Burgk 1990/91.
  • Thieme-Becker, Bd. 20, 1927. – Vollmer, Hans (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Bd. 20. Kaufmann–Knilling. Leipzig 1927.
  • Thieme-Becker, Bd. 28, 1934. – Vollmer, Hans (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker, Bd. 28. Ramsden–Rosa. Leipzig 1934.
  • Weber, Ebersdorf, 1995. – Weber, Hans-Eberhard: Das Schloß in Ebersdorf. Seine Entstehung im Jahre 1692 und seine weitere Entwicklung bis 1945 (Schriftenreihe zur Geschichte Ebersdorfs im Saale-Orla-Kreis, 4). Ebersdorf 1995.
  • Weiß, Ebersdorf, 1998. – Weiß, Ulman: Das Schloß in Ebersdorf. In: Bärnighausen, Hendrik/Jacobsen, Roswitha (Hrsg.): Residenzschlösser in Thüringen. Kulturhistorische Porträt. Bucha bei Jena 1998, S. 233-238.
  • Quellen:
  • Choiseul-Gouffier, Voyage, 1782. – Choiseul-Gouffier, Marie Gabriel Florent Auguste: Voyage pittoresque de la Grèce. Paris 1782.
  • Saint-Non, Voyage. 1785. – Saint-Non, Jean Claude Richard de: Voyage Pittoresque ou Description des Royaumes de Naples et de Sicile, 4.1. Paris 1785.
  • Swinburne, Travels, 1787. – Swinburne, Henri: Travels through Spain in the years 1775 and 1776. In which several monuments of Roman and Moorish architecture are illustrated by accurate drawings [...]. London 1787.
  • Archivalien:
  • TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. – Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [75.030-0001]. Ebersdorf. Schloß. Ab 1939.

Einzelnachweise

  1. Laß, Fürsten, 2016, S. 100-101; Lucke, Ebersdorf, 2001; Löffler, Residenzen, 2000, S. 329-341 / 350; Dehio, Thüringen, 1998, S. 232-233; Weiß, Ebersdorf, 1998; Weber, Ebersdorf, 1995; Reußische Burgen, 1990/91, S. 10-11; Lehfeldt, KDM Reuss, 1891, S. 101-103. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf.
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_X._(Reu%C3%9F-Ebersdorf).
  3. Weiß, Ebersdorf, 1998, S. 235-238.
  4. https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_LI._(Reu%C3%9F-Ebersdorf).
  5. Thieme-Becker, Bd. 20, 1927, S. 520; Schmidt, Landschaftsmalerei, 1922, S. 14.
  6. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 178; Thieme-Becker, Bd. 28, 1934, S. 45; Schmidt, Landschaftsmalerei, 1922, S. 43-44, 96.
  7. Löffler, Residenzen, 2000, S. 334-336; Reußische Burgen, 1990/91, S. 11.
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 8,5 8,6 TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  9. 9,0 9,1 Löffler, Residenzen, 2000, S. 336.
  10. Lucke, Ebersdorf, 2001; Löffler, Residenzen, 2000, S. 336. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  11. Löffler, Residenzen, 2000, S. 336; Reußische Burgen 1990/91, S. 11. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  12. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022; Palzer, Fernweh, 2021. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  13. Palzer, Fernweh, 2021, S. 25.
  14. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 175; Palzer, Fernweh, 2021, S. 26.
  15. 15,0 15,1 15,2 15,3 Choiseul-Gouffier, Voyage, 1782.
  16. 16,0 16,1 Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 175; Palzer, Fernweh, 2021, S. 24.
  17. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 176.
  18. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 176; Palzer, Fernweh, 2021, S. 24.
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 Swinburne, Travels, 1787.
  20. Saint-Non, Voyage, 1785.
  21. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 175-176; Palzer, Fernweh, 2021, S. 24.
  22. 22,0 22,1 Palzer, Fernweh, 2021, S. 24.
  23. Plontke-Lüning, Molsdorf, 2022, S. 176; Palzer, Fernweh, 2021, S. 26.
  24. Saint-Non, Voyage. 1785.
  25. Löffler, Residenzen, 2000, S. 333-339; Reußische Burgen, 1990/91, S. 11. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  26. Löffler, Residenzen, 2000, S. 337; Lehfeldt, KDM Reuss, 1891, S. 103
  27. Lehfeldt, KDM Reuss, 1891, S. 103. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  28. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf. ab 1939. Bildliste Farbfoto Nehrdich, Berlin, ca. 1943.
  29. Löffler, Residenzen, 2000, S. 331; Reußische Burgen, 1990/91, S.11; Lehfeldt, KDM Reuss, 1891, S. 103. TLDA, 75.030-0001, Ebersdorf.