Dillingen, Fürstbischöfliche Residenz

Dreyer, Angelika:Dillingen, Fürstbischöfliche Residenz, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/45e85f0f-89b4-4bc3-aa6c-2b68f4a8ccdb

Inventarnummer: cbdd10001

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Die bereits am Ende des 16. Jahrhunderts entstandene Decke im Rittersaal der Fürstbischöflichen Residenz in Dillingen markiert den Beginn einer regen Tradition von Emblemdarstellungen im Kontext wandfester Ausstattungen im Landkreis Dillingen.

Die Fürstbischöfliche Residenz in Dillingen

Vorbemerkung

Der 2018 abgeschlossene Text enthält noch nicht die neuen, umfangreichen Forschungen von Michael la Corte zur Emblematik als Teil der profanen Innenraumgestaltung deutscher Schlösser und Herrenhäuser.[1] Einarbeitungen konnten bisher nur sehr vereinzelt vorgenommen werden.

Geschichtlicher Hintergrund

Die erste Nennung der Siedlung Dillingen erfolgte im Jahre 1111 als Besitz der Grafen von Dillingen-Kyburg.[2] Diese überließen 1258 die Burg und die Stadt dem Augsburger Hochstift als Schenkung. Anlass war das Aussterben der Dillinger Linie mit Graf Hartmann IV. im Jahre 1248, dessen einziger lebende Nachkomme, Hartmann V. Bischof von Augsburg war und folgerichtig die Stadt und Burg Dillingen als sein „Allod“[3], sein Familienerbe, auf das Augsburger Hochstift übertrug. Für das Hochstift war diese Stiftung für die folgende Entwicklung prägend, hatte es sich zuvor lediglich mehrere zersplitterte Liegenschaften inne und konnte nun einen zusammenhängenden Bereich im Norden erlangen.[4] Da sich die freie Reichsstadt Augsburg immer mehr der Herrschaft der Bischöfe entzog, entwickelte sich das Schloss Dillingen zwischen dem 15. und dem 18. Jahrhunderts zum Sitz der hochstiftischen Verwaltung und von etwa 1543–1690 auch zur Hauptresidenz der Augsburger Fürstbischöfe.[5]

Als eine solche musste die Dillinger Residenz auch den repräsentativen Ansprüchen genügen, was insbesondere im Hinblick auf die Stellung des hochstiftischen und domkapitelischen Hofes gegenüber den benachbarten Klein- und Mittelstaaten des Schwäbisches Reichskreises notwendig war. Als Direktoren des augsburgischen Viertels standen die Augsburger Fürstbischöfe stets im konkurrierenden Vergleich mit den kreisausschreibenden Fürsten des Herzogtum Württemberg und dem Hochstift Konstanz.[6]

Die Baugeschichte

Die Baugeschichte:[7]

Schon im Jahre 973 und damit noch während der Amtszeit von Bischof Ulrich (923-973), dem Patron des Bistums Augsburg, erfolgte die erste Erwähnung des castellum Dilinga.[8]

Kardinal Peter von Schauburg ließ innerhalb des Palas zwei Geschosse mit Gewölben als Standort für ein hochstiftisches Archiv anfügen, wo auch Lehensstube, Burgpflegamt und zahlreiche Registraturen und Kanzleiräume ihren Platz fanden. Die um 1450 fertiggestellte Baumaßnahme bildete einen wesentlichen Schritt für die Entwicklung von Schloss Dillingen als Hauptsitz der Augsburger Fürstbischöfe. Bischof Johannes II. von Werdenberg (1469–1486) führte diesen Kurs fort, 1469 wird erstmals die Schlosskapelle genannt.[9]

In den Jahren 1485–1520 erfolgte durch die verdichtende Erweiterung der Randbebauung mit neuen Wohngebäuden und die Umgestaltung des Burghofes ein Umbau der mittelalterlichen Burg in ein spätgotisches Burgschloss.[9] Um 1480 entstand an der Westseite ein weiterer Eingang mit einer aufwändig mit Kreuzrippengewölbe gestalteten Toreinfahrt, dem bis heute erhaltenen Marientor. Um 1500 baute man im östlichen Graben zwischen Vorburg und Burg einen Gewölbegang ein.

Unter Kardinal Otto Truchsess von Waldburg (1543–1573) verstärkte man die Südwestecke des Schlosses mit dem sogenannten Heiligen Turm und errichtete das Reitertreppenhaus am Osttor. Im Heiligen Turm mit seinem dezidiert gegenreformatorischen Bau- und Ausstattungsprogramm befand sich im 1. Obergeschoss das Oratorium mit Bibliothek, darüber ein Geschoß mit Reliquien, Gold- und Silbergerätschaften wie auch dem Kirchengerät, im dritten Obergeschoß die Salesiuskapelle, im vierten Obergeschoss der Hauptreliquienbau, im nicht mehr vollendeten 5. Obergeschoss hätte das sogenannte Paradies als krönender Abschluss platziert werden sollen.[10] In einem zweiten Bauabschnitt erfolgte der Ausbau des südlichen Flügels bis zur Ostwand des Rittersaales.[11]

Ein Brand im Jahre 1595 zerstörte große Teile des Burgschlosses, wobei Bischof Johann von Gemmingen (1591–1598) unmittelbar anschießend erste Instandsetzungsmaßnahmen einleitete. Im Zuge weiterer durch den Brand notwendig gewordener baulicher Maßnahmen unter Bischof Heinrich von Knöringen (1598–1646) erfolgte die Errichtung eines großen Repräsentationssaales, der durch das weiträume Treppenhaus im Ostturm erschlossen war. Der sogenannte Waldburgbau im Süden fand Anschluss über einen Wendeltreppenturm und durch das Schließen der dortigen Baulücke konnte eine größere Geschlossenheit und Einheitlichkeit des Baukörpers erreicht werden.[11] Im Zuge dieser baulichen Veränderungen entstand auch die prächtige Ausmalung der Decke im Rittersaal.

Im 17. und 18. Jahrhundert fanden letzte eingreifende Veränderungen am Burgschloss unter Bischof Christoph von Freyberg (1665–1690) und Bischof Johann von Stauffenberg (1737–1740) statt, während sich Bischof Joseph von Hessen in Darmstadt auf die fürstbischöfliche Residenz in Augsburg konzentrieren sollte und in Dillingen nur geringfügige Spuren hinterließ. Der letzte der in Dillingen residierenden Augsburger Fürstbischöfe, Clemens Wenzeslaus von Sachsen (1766–1812), gab nur noch kleinere Reparaturarbeiten in Auftrag.

Freyberg forcierte im Inneren die künstlerische Ausgestaltung mit Stuckarbeit in der Bibliothek, den Gängen und den bischöflichen Gemächern, wobei die Arbeiten unter der Leitung des Wessobrunners Johann Schmutzer (1683–1752) in der Schloßkapelle St. Johannes den Höhepunkt bildeten.[12] Alexander Sigismund von Pfalz-Neuburg (1690–1737) setzte den Kurs seines Vorgängers fort.

Dennoch scheinen die Maßnahmen der Bischöfe Christoph und Alexander Sigismund nur bedingt dazu geführt haben, Dillingen in eine respektable Residenz zu verwandeln. Dies zeigte sich beim Amtsantritt von Johann Franz Schenk von Stauffenberg (1737–1740). Er zeigte sich erst zum Umzug von Konstanz bereit, wenn „die höchstbenöthigten baureparationen in der nahebei völlig zu grund gegangenen und zu keinem fürstlichen aufenthalt mehr tüchtigen Residenz zu Dillingen in wohnbaren stand hergestellt sein werden.“[13] So erfolgte 1738 im nördlichen Teil der Durchbruch für eine geräumige Torhalle, zwischen den beiden Haupttürmen und die davorliegende Anlage des runden, zum Oval neigenden Ehrenhofes. Eine wesentliche Veränderung erfuhr das gesamte Äußere der Anlage durch die Überformung der Nordfassade durch Johann Caspar Bagnato (1696–1757). Hierzu schliff man auch die Buckelquader des östlichen Bergfrieds bis auf 5m ab und erreichte so nicht nur ein homogeneres Erscheinungsbild sondern reduzierte auch den fortifikatorischen Charakter der Gesamtanlage. Eine zeitgemäße Regelmäßigkeit des Gebäudekomplexes konnte jedoch aufgrund des vorhandenen Baubestandes nicht erzielt werden.[14]

Die Decke im Rittersaal

Während die Dillinger Residenz eine bemerkenswerte Stuckausstattung auszeichnet, sind wandfeste Malereien ausschließlich im sogenannten kleinen Rittersaal erhalten.[15] Weiterhin ist für den sogenannten Heiligen Turm eine Ausstattung in Freskotechnik überliefert, die sich jedoch nicht erhalten hat.[16] Lediglich am Kamin im großen Festsaal im 2. Obergeschoss findet sich noch ein wandintegriertes Gemälde des letzten in Dillingen residierenden Fürstbischofs, Clemens Wenzeslaus, gerahmt von einem architektonischen Stuckaufbau aus Hermenpilastern, die im Volutengiebel sein von zwei Löwen gehaltenes Wappen tragen.[17]

Einen lebendigen Eindruck der einstigen prachtvollenmobilen Ausstattung, zugleich aber auch des stets vorherrschenden Diktums der Sparsamkeit im Hochstift Augsburg, vermittelt das von Wüst in Auszügen transkripierte und veröffentlichte Schloßinventar über die „meublen und andere utensilien“[18] von 1802.

Die Decke im Rittersaal weist ein emblematisches Programm auf, das vierzig rautenförmige Felder mit je einem Emblem aneinanderreiht. Wie Zoepfl nachwies,[19] sind diese allesamt aus dem zwar später weit verbreiteten und vielfach zweitverwendeten Emblembuch Symbola et Emblemata von Joachim Camerarius[20] entnommen, doch muss hier beachtet werden, dass dieses erst zwischen 1590 und 1604 herausgegeben wurde und damit zur angenommenen Entstehungszeit der Decke zwischen 1595 und 1605 noch ganz neu gewesen ist. Da Dillingen nicht nur die Hauptresidenz der Augsburger Fürstbischöfe war, sondern zugleich auch ein Priesterseminar beherbergte, standen hier neueste Publikationen sozusagen druckfrisch zur Verfügung.

Problematisch für eine Gesamtdeutung ist die bis heute ungeklärte ursprüngliche Anordnung der einzelnen Embleme in der Kassettendecke, sowie die Frage, welche Bedeutung der unterschiedlichen Farbwahl in der Rahmung ursprünglich zukam.[21] Sie wechselt heute in unregelmäßiger Reihenfolge zwischen rot, weiß, blau, gelb und grün ab. (Abb. Schemata Zoepfl, 1964, S. 523.) Lippert vermutet hier eine auf das memento mori bezogene Gesamtdeutung, wohingegen Zoepfl von einem moralischen Lebensprogramm ausgeht.[22] Die Aussagen der Lemmata bei den an der Dillinger Decke aufgeführten Emblemen legt die Interpretation eines christlichen Tugendkanons nahe. Unterstützt wird diese Vermutung durch die auffällige Nähe einiger Embleme zu denjenigen in Lodovico Dolces 1578 in Venedig erschienenem Emblembuch mit dem Titel ,Imprese nobili‘, welche sich stets der christlich-tugendhaften Lebensführung widmen.[23] Dolce wiederum war für Camerarius vorbildgebend, doch ist im gelehrten Dillingen auch eine direkte Verwendung Dolces bei der Konzeption des Deckenprogrammes denkbar. Ein Vergleich der Auslegungen im Epigramm von Dolce und Camerarius könnte die inhaltliche Aussage des Deckenprogrammes in jedem Fall verdichten und vielleicht sogar Fragen der ursprünglichen Einordnung klären. Eine nähere Untersuchung wäre in diesem Kontext wünschenswert.

Im Folgenden werden die einzelnen Rautenfelder mit dem Icon und dem lateinischem Lemma vorgestellt. Bei Zoepfl wird hierzu eine deutsche Übersetzung angeboten, die bereits die Deutung des Emblems nach dem Epigramm bei Camerarius berücksichtigt und damit wertvolle Deutungshilfen geben kann.[24] Um dem zeitgenössischen Verständnis des Lemmas näher zu kommen, wird weiterhin, wenn vorhanden, eine deutsche Übersetzung der von Camerarius eingeführten Embleme aus dem Jahre 1695 zitiert.[25]

Diese findet sich teilweise in den Emblematischen Gemüths-Vergnügungen, ein kleines, von Jakob Wilhelm Heckenauer in Augsburg veröffentlichtes und weit verbreitetes Emblembüchlein. Die Gemüths-Vergnügungen zeigen in handlicher Form auf jeder Seite 15 emblematische Medaillons, deren Lemma auf der linken, gegenüberliegenden Seite in Latein, französischer, italienischer und deutscher Übersetzung ohne Epigramm vorgestellt werden und dessen Fundus sich zu einem wesentlichen Teil aus dem inzwischen zum Standartwerk aufgestiegenen Emblemwerk von Camerarius speist.

Befund und Restaurierungsmaßnahmen

 
Dillingen Fürstbischöfliche Residenz

Dem Ordner zur Restaurierung der Decke liegt vorne ein Schreiben von Pursche vom 14.1.1983 bei. Pursche kritisiert darin hart, dass die Fa. Onnen keineswegs den Auftrag: „Auskitten und Retuschieren von Fehlstellen“[26] nachgekommen ist, sondern lediglich ein Eintönen der ausgekitteten Fehlstellen vorgenommen habe, aber keine Retusche durchgeführt habe. Die Restaurierung sei in diesem Zustand 1982 abgeschlossen worden. Die Schlussrechnung ist vom 16.6.1982, der Beginn der Ausbauarbeiten der Decke war im Mai 1980.[26]

„Die bemalte Holzkassettendecke im kleinen Rittersaal im Schloß zu Dillingen (um 1600) ist mit 40 bemalten Rautenfeldern versehen. Die Rauten sind mit Emblemen und Arabesken versehen und lateinisch beschriftet.“[27]

Es wird insgesamt ein sehr schlechter Erhaltungszustand konstatiert.

„Weit geöffnete Bretterfugen, verschmutzte Wasserränder und stark aufstehende Malschichten waren zu sehen. Auch die vor Jahren aufgebrachte oberflächige Leimbefestigung hat sich nachteilig ausgewirkt und führte zur Oberflächenspannung. Starker Anobienbefall an den Platten und Zierknöpfen war festzustellen.“[28]

„Auf den einzelnen Kassettendecken waren zum Teil bis zu 15 cm dicke Staub- und Bauschuttablagerungen vorhanden, so daß nach dem Ausbau insgesamt eine LKW Ladung Schutt abgefahren werden musste.“[28] Hierin war auch die Ursache für die starke Aufbauchung zu sehen.

Folgende Restaurierungsmaßnahmen wurden durchgeführt: Niederlegen und Reinigen, Zusammenfügen der Holzplatten, Ergänzen von Profilleisten, Retuschen (hellster Farbton wurde gewählt). Ihren Abschluss fanden die Restaurierungsmaßnahmen mit dem Wiedereinbau der Decke (ab Januar 1982).[29]

„Die später in die Decke geschnittene Kaminöffnung wurde mit angepaßtem Holz geschlossen, lose verdübelt und neutral im Grundton der Umgebung eingestimmt. Die breiten Fugen zwischen den Holzgesimse der Decke und den Wänden wurden mit Holzleisten geschlossen und im Wandfarbton hell abgefaßt.“[30] Abschließend wird kritisiert, dass die Luftfeuchtigkeit durch die Heizung im Raum zu gering und damit schädlich für die Decke sei.[30]

NON INFERIORA SECVTUS: Eine Sonnenblume wendet sich der Sonne zu

Bild/Icon: Eine Sonnenblume wendet sich der Sonne zu

Überschrift/Lemma: NON INFERIORA SECVTUS

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem XLIX

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIX. Dieser Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.

Rezeption in den Gemüthsvergnügungen:„Ich folge keinem Geringeren"

Die Deutsche Übersetzung des Lemmas in den Gemüths-Vergnügungen, einer zeitgenössische, für den Hausgebrauch geeigneten Kurzfassung des Symbolorum & Emblematicum von Joachim Camerarius lautet: „Ich folge keinem Geringeren“[31].

Zoepfl verwendet hierfür als deutsche Übersetzung: „Nicht nach unten, sondern zu Gott lenke den Blick“[32]

Inhaltlich ist dies als Aufforderung zur uneingeschränkte Hinwendung zu Gott zu verstehen.

VNDIQVE INSIDIAE: Kaninchenjagd

Bild/Icon: Kaninchenjagd

Überschrift/Lemma: VNDIQVE INSIDIAE

Die Vorlage: Camerarius II, Emblem LXXXII - "Überall droht Gefahr"

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im EmblemLXXXII. Dieser Band zeigt Embleme mit tierischen Motiven.[33]

Deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet „überall droht Gefahr“[34]

HINC DOLOR INDE FVGA: Fliehender Hirsch mit Pfeil in der Wunde

Bild/Icon: Fliehender Hirsch mit Pfeil in der Wunde

Überschrift/Lemma: HINC DOLOR INDE FVGA

Die Vorlage: Camerarius II, Emblem XLI

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLI. Dieser Band zeigt Embleme mit tierischen Motiven.[35]

Gemüths-Vergnügungen: „daher kommt mein Schmerz und meine Flucht.“

Zoepfl übersetzte das lateinische Lemma mit mit den Worten: „dem Mangel, den man in sich trägt, entrinnt man nicht“[34]

In der zeitgenössichen Übersetzung in den Gemüths-Vergnügungen wählte man die Worte: Deutsche Übersetzung nach den Gemüths-Vergnügungen: „daher kommt mein Schmerz und meine Flucht.“[36]

IDEM AMBO: Pfirsich und gespaltenes Blatt an einem Ast, darunter Schale

Bild/Icon: Pfirsich und ein gespaltenes Blatt an einem Ast, darunter Schale mit Pfirsichen und Blättern

Überschrift/Lemma: IDEM AMBO

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem XLIII-„die Rede gleiche dem Gedanken“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIX. Dieser Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „die Rede gleiche dem Gedanken“

CADUCA VOLUPTAS: Blühende und welkende Blumen

Bild/Icon: Blühende und welkende Blumen

Überschrift/Lemma: CADUCA VOLUPTAS

Die Vorlage: Camerarius I, LXII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIX. Dieser Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.

Gemüths-Vergnügungen: „Zergängliche Schönheit“

Die Deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „Schönheit ist vergänglich“[34]

In der zeitgenössichen Auslegung der Gemüths-Vergnügungen findet man die Worte: „Zergängliche Schönheit“[37]

VIRTVS DIFFICILIS DES FRVCTOSA: Eine Hand hält Pinienzapfen

Bild/Icon: Eine Hand hält Pinienzapfen

Überschrift/Lemma: VIRTVS DIFFICILIS DES FRVCTOSA

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem XLIII - „nur mit Mühe gewinnt man [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIII. Der Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[38]

Deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „nur mit Mühe gewinnt man die Früchte der Tugend“[34]

COMMINVS ET EMINVS: Stachelschwein

Bild/Icon: Stachelschwein

Überschrift/Lemma: COMMINVS ET EMINVS

Die Vorlage: Camerarius II, - „wachsam im Kampfe nah und fern“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLI. Der Band zeigt Embleme mit tierischen Motiven.[39]

Deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „wachsam im Kampfe nah und fern“[40]

BREVIS EST VSVS: Anemonenblüten, vom Wind entblättert

Bild/Icon: Anemonenblüten, vom Wind entblättert

Überschrift/Lemma: BREVIS EST VSVS

Zustand: teilweise zerstört, aber noch erkennbar

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXIX

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIII. Der Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[41]

Gemüths-Vergnügungen:„Man kans nicht lang gebrauchen“

Die eingängige deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „des Menschens Leben ist kurz und zerbrechlich“[40]

Die zeitgenössische Übersetzung in den Gemüths-Vergnügungen mein kurz und lakonisch neben dem Bild einer von Natur aus überaus empfindlichen Anemone als Zeichen menschlichen Lebens: „Man kans nicht lang gebrauchen“[42]

DE PARVIS GRANDIS ACERUUS: Ähren und kleine Garben im Kreis um eine große Garbe

Bild/Icon: Ähren und kleine Garben im Kreis um eine große Garbe

Überschrift/Lemma: DE PARVIS GRANDIS ACERUUS

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem XCI

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIII. Der Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[43]

Gemüths-Vergnügungen: „Aus kleinen Theilen ein grosser Hauffen.“

Die sehr eingängige Übersetzung nach den Gemüths-Vergnügungen meint: „Aus kleinen Theilen ein grosser Hauffen.“[40] Zoepfl übersetzte dies mit den Worten: „viele Wenig geben ein Viel“[44]

NEC CAESSVS CEDAM: Ein Hund, der einen von einem Pfeil getroffenen Löwen beißt

Bild/Icon: Hund, der einen von einem Pfeil getroffenen Löwen beißt

Überschrift/Lemma: NEC CAESSVS CEDAM.

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem VII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in einer späteren Ausgabe des Emblembuches von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem VII. [45]

Gemüths-Vergnügungen: „Ich weiche doch nicht / wann ich schon verwundt bin“

Das Lemma dieses für Beharrlichkeit stehnden Emblems lautet in deutscher Übersetzung nach Zoepfl: „den stärkeren Gegner ungeachtet eigener Schmerzen standhaft bekämpfen“[40]

Die Gemüths-Vergnügungen beschreiben es noch eingängiger: „Ich weiche doch nicht/ wann ich schon verwundt bin“[46]

HAC VENENA FVGANTUR: Eine Hand hält eine Blumenzwiebel

Bild/Icon: Eine Hand hält eine Blumen mit Zwiebel

Überschrift/Lemma: HAC VENENA FVGANTUR

Erhaltungszustand: Teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXXX–„Weisheit schützt vor Trug“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIII. Der Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[47]

Die deutsche Übersetzung von Zoepfl lautet: „Weisheit schützt vor Trug“[40]

NON SOLVM NOBIS: Igel mit Äpfel auf seinen Stacheln

Bild/Icon: Igel mit Äpfel auf seinen Stacheln

Überschrift/Lemma: NON SOLVM NOBIS

Erhaltungszustand: Leicht beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem LXXXV

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLI in der Ausgabe von 1595. Der erste Band zeigt Embleme mit tierischen Motiven.[48]

Zoepfl übersetzt das Lemma mit: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“[40]

Gemüths-Vergnügungen: „Der anderen Hunger zu stillen“

Unter dem abweichendem, inhaltlch aber verwandten Lemma "ALIENAM PASTURA FAMEN / Der anderen Hunger zu stillen" wird in den Gemühtsvergnügungen die Tugend der "Liberalitas. Die rühmliche Freygebigkeit" vorgetragen.

VNA SALVS: Hirsch zu einer Quelle schwimmend, mit Schlangen am Leib

Bild/Icon: Hirsch zu einer Quelle schwimmend, mit Schlangen am Leib

Überschrift/Lemma: VNA SALVS

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem XLII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLI in der Ausgabe von 1595. Der Band enthält Embleme mit tierischen Motiven.[49]

Gemüths-Vergnügungen: „Ich suche hier das Heil“

Klar und unmissverständlich gibt die deutsche Übersetzung nach Zoepfl den Inhalt des Lemmas wieder: „Nimm Zuflucht zu Gott, der einzigen Quelle des Heils“.[40]

In den Emblematischen Gemüths-Vergnügungen ist das Pittura nicht in der Drastik von Camerarius wiedergegeben. Hier trinkt der Hirsch alleine von der Quelle. Sein Verzehr der höllischen Elementen aus dem Erdreich als Sinnbild für die teuflischen Versuchungen der Welt wird beim zeitgenössischen Leser hingegen selbstverständlich als bekannt vorausgesetzt. Die Übersetzung nach den Gemüths-Vergnügungen lautet: „Ich suche hier das Heil" […] Der Kommentar fügt hinzu: "Christus der Schild der Frommen. L.C. Ausser Christo ist kein Heil“[50]

FEROCES REDIT IMPVNITAS: Katze in der Falle, umgeben von spielenden Mäusen

 

Bild/Icon: Katze in der Falle, umgeben von spielenden Mäusen

Überschrift/Lemma: FEROCES REDIT IMPVNITAS

Errhaltungszustand: Schwer beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), LXXXIX – „Sicherheit führt zu Übermut“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLI in der Ausgabe von 1595. Der Band enthält Embleme mit tierischen Motiven.[51]

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „Sicherheit führt zu Übermut“[40]

GLORIA FINIS: Windhund über einem erjagten Hasen

Bild/Icon: Windhund über einem erjagten Hasen

Überschrift/Lemma: GLORIA FINIS

Zustand: schwer beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem LXIII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLI in der Ausgabe von 1595. Der Band enthält Embleme mit tierischen Motiven.[52]

Gemühts-Vergnügungen: „Ehre ist der Zweck“

Zoepfl übersetzt das Lemma mit: „alles um den Ruhm“[53]

Die Übersetzung nach den Gemüths-Vergnügungen lautet sehr einprägsam: „Ehre ist der Zweck“[54]

EFFVUGIA PERDVNT: Steinbock auf einem Felsen, davor zwei anspringende Hunde

Bild/Icon: Steinbock auf einem Felsen, davor zwei anspringende Hunde

Überschrift/Lemma: EFFVUGIA PERDVNT

Zustand: teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem LXVIII–„übertriebene Vorsicht [...]"

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „übertriebene Vorsicht bringt oft Unglück“[55]

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich im Emblembuches von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum in der Ausgabe von 1595 bei Emblem LXVIII.[56]

NIHIL DECENTIVS: Löwe, um dessen Hals sich eine Schlange windet

Bild/Icon: Löwe, um dessen Hals sich eine Schlange windet

Überschrift/Lemma: NIHIL DECENTIVS

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem VI –„nichts ziemt dem Edlen mehr [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich im Emblembuches von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum in der Ausgabe von 1595 unter dem Emblem mit der Nr. VI.[57]

Zoepfl übersetzt das Lemma mit: „nichts ziemt dem Edlen mehr als Stärke und Weisheit“[55]

HINC RECTE FACIES: Lade mit Laubkranz

Bild/Icon: Lade mit Laubkranz

Überschrift/Lemma: HINC RECTE FACIES (Bei Camerarius: SI RECTE FACIES)

Erhaltungszustand: leicht zerstört

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem L – HINC RECTE FACIES

Die deutsche Übersetzung des Dillinger Lemmas nach Zoepfl lautet: „der Kluge Tapfere Friedliebende wird belohnt“[55]

Bei Camerarius, 1590/1593, im Bd. 1, besaß das Pittura ursprünglich ein etwas anders Lemma: HINC RECTE FACIES.[58]

DVM VOLVITVR ISTE: Vase mit Blattpflanzen unter der Sonne

Bild/Icon: Vase mit Blattpflanzen unter der Sonne

Überschrift/Lemma: DVM VOLVITVR ISTE

Erhaltungszustand: schwer beschädigt

Das Vorbild: Camerarius I, Emblem LXXXXVII – „Standhaft steht Gott bei“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum im Emblem XLIX. Dieser Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.

Zoepfl übersetzte das Lemma mit: „Standhaft steht Gott bei“[55]

SIC VITAM INVENIES: Zwei Hände halten Ähren, aus denen Samenkörner entfallen

Bild/Icon: Zwei Hände halten Ähren, aus denen Samenkörner entfallen

Überschrift/Lemma: SIC VITAM INVENIES

Erhaltungszustand: teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LVII: „nur der zur Tat gebrachte [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LVIII. Dieser Band zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[59]

Zoepfls Übersetzung aus dem Lateinischen lautet: „nur der zur Tat gebrachte Gedanke ist nützlich“ [55]

TANTUM FRVGI: Hand mit Messer über einem am Rücken liegenden Schwein

Bild/Icon: Hand mit Messer über einem am Rücken liegenden Schwein

Überschrift/Lemma: TANTUM FRVGI.

Erhaltungszustand: teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius (1595), XLIX –„Geiz soll den Nutzen [...] nicht hindern“

Die Vorlage entstammt aus Joachim Camerarius "Symbolorum & Emblematicum" von 1590/1593, welches sich den tierischen Motiven widmet. [60]

Die deutsche Übersetzung des Lemmas nach Zoepfl lautet: „Geiz soll den Nutzen des Besitzers nicht hindern“[55]

TRIBVLATIO OPTIMA: Eine Hand drischt mit dem Dreschflegel auf das Weizen ein

Überschrift/Lemma: TRIBVLATIO OPTIMA

Bild/Icon: Eine Hand drischt mit dem Dreschflegel auf das Weizen ein.

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXXXIIII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXXXIIII. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[61]

Gemüths-Vergnügungen: „Trübsal ist nützlich“

Die Übersetzung nach Zoepfl lautet: „Leiden sind Lehren“[55].

Eindrücklicher formuliert es die zeitgenössische Übersetzung in den Gemüths-Vergnügungen mit: „Trübsal ist nützlich“[62]

SVSTINE VEL ABSTINE: Hand, die nach einem Dornenstrauch greift

Bild/Icon: Hand, die nach einem Dornenstrauch greift

Überschrift/Lemma: SVSTINE VEL ABSTINE

Erhaltungszustand: schwer beschädigt

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem XLI

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XLI. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[63]

Gemüths-Vergnügungen: „Leide / oder bleib davon“

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „halte aus oder enthalte dich“[55]

Die Gemütsvergnügungen zeigen dieses Lemma mit einer Stechpalme an. Das deutschsprachige Lemma lautet dort: „Leide / oder bleib davon“[64]

NIL INEXPLORATO: Einhorn an einem Flußufer, wo Schlangen an Land kriechen

 

Bild/Icon: Einhorn an einem Flußufer, wo Schlangen an Land kriechen

Überschrift/Lemma: NIL INEXPLORATO

Erhaltungszustand: Weitreichend zerstört

Die Vorlage: Camerarius (1595), XII – „[...] überwinde Schwierigkeiten [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XLI. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[65]

Die Deutsche Übersetzung nach Zoepfl: „begegne und überwinde Schwierigkeiten mit Weisheit“[55]

SIT MODUS IN REBVS: Ein gedeckter Tisch mit drei Kelchen, dahinter Weinranken

Bild/Icon: Ein gedeckter Tisch mit drei Kelchen, dahinter eine Spalier mit Weinranken

Überschrift/Lemma: SIT MODUS IN REBVS

Erhaltungszustand: Teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem XLVII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XLVII. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[66]

Gemüths-Vergnügungen: „Halte Maaß in allen Dingen“

Zoepfl übersetzt das Lemma wörtlich: „maßhalten in allen Dingen“[55]

Die deutsche Übersetzung in den Gemüths-Vergnügungen verwendet bezüglich der Kardinaltugend der Temperantia den Imperativ: „Halte Maaß in allen Dingen“[67]

NON METENTIS SED SER[R]ENTIS: Korngaben auf umzäunten Acker

Bild/Icon: Korngaben auf umzäunten Acker

Überschrift/Lemma: NON METENTIS SED SER[R]ENTIS

Erhaltungszustand: Beschädigt

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXXVIII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXXVIII. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[68]

Gemüths-Vergnügungen: „dem Säenden und nicht dem Mähenden“

Die eingängige deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „wer nicht sät, soll nicht ernten“[55]

In den Gemüths-Vergnügungen lautet das zum Fleiß anhaltende Lemma: „dem Säenden und nicht dem Mähenden“[69]

NIL MOROR ICTVS: Zwei Hunde greifen ein Stachelschwein an

Bild/Icon: Zwei Hunde greifen ein Stachelschwein an

Überschrift/Lemma: NIL MOROR ICTVS

Erhaltungszustand: Etwas beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem LXXXVI – „Tugend schützt vor allem Bösen“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXXXVI. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[70]

Zoepfl übersetzte das Lemma mit: „Tugend schützt vor allem Bösen“[55]

SVRGET VBERIOR: Sichel in einem Kornfeld

Bild/Icon: Sichel in einem Kornfeld

Überschrift/Lemma: SVRGET VBERIOR

Erhaltungszustand: Schwer beschädigt, größtenteils zerstört

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LVI – „weise Beschränkung kann befördern“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LVI. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[71]

Die Übersetzung nach Zoepfl lautet: „weise Beschränkung kann befördern“[55]

Dieses Bildfeld ist zerstört und nicht überliefert

 
Dillingen Fürstbischöfliche Residenz


AEQVE TANDEM: Schildkröte am Fuß eines Felsens, auf dem drei Gänse sitzen

Bild/Icon: Schildkröte am Fuß eines Felsens, auf dem drei Gänse sitzen

Überschrift/Lemma: AEQVE TANDEM

Erhaltungszustand: Teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem XCII

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XCII. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[72]

Gemüths-Vergnügungen: „Endlich“

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „Ausdauer führt zum Ziel“[55]

In den Gemüths-Vergnügungen. wird nur auf das Wort tandem Bezug genommen, die Gänse bleiben unberücksichtigt: „Endlich“[73]

MAGNOS VANA TERRENT: Löwe flieht vor einer brennenden Fackel

Bild/Icon: Löwe flieht vor einer brennenden Fackel

Überschrift/Lemma: MAGNOS VANA TERRENT

Erhaltungszustand: Leicht beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem IX

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer IX. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[74]

Gemüths-Vergnügungen: „Grosse Leut förchten sich auch vor geringen Dingen“

Nach Zoepfl lautet die Übersetzung des Lemmas: „selbst den Mächtigen erschrickt der leere Schein“[55]

Noch anschaulicher stellen es die Gemüths-Vergnügungen vor: „Grosse Leut förchten sich auch vor geringen Dingen“[75]

AEQVARI PAVET ALTA MINOR: Hand mit Stecken schlägt aufragende Mohnkapseln ab

Bild/Icon: Hand mit Stecken schlägt aufragende Mohnkapseln ab

Überschrift/Lemma: AEQVARI PAVET ALTA MINOR

Erhaltungszustand: Beschädigt

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXXVI

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXXVI. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[76]

Gemüths-Vergnügungen: „Unterschiedliche Maagsaamen-Köpff [...]"

Zoepfls Übersetzung des Lemmas ist alleine. schon sehr aussagekräftig: „Gleichmacherei bedroht das Hervorragende“[55]

Die deutsche Übersetzung in den Gemüths-Vergnügungen betont hingegen den rätselhaften Charakter des Emblem und regt zum Nachdenken an: „Unterschiedliche Maagsaamen-Köpff/ davon die höchste und längste abgeschlagen worden.“[77]

IRAM PRUDENTIA VINCIT: Ein Löwe [...] steht einem Mann [...] gegenüber

Bild/Icon: Ein Löwe mit bedecktem Haupt steht einem Mann, der Handschellen hält, gegenüber

Überschrift/Lemma: IRAM PRUDENTIA VINCIT

Erhaltungszustand: Teilweise zerstört

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem X

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer X. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[78]

Gemüths-Vergnügungen: „die Klugheit überwindet den Zorn“

Die eingängige deutsche Übersetzung von Zoepfl lautet: „Klugheit überwindet den Zorn“[55]

In den Gemüths-Vergnügungen ist das Motiv zudem um einen an Schellen angebundener Löwe erweitert, der ebenfalls ein Tuch über dem Kopf geworfen bekommen hat. Die Übersetzung ist gleichlautend: „die Klugheit überwindet den Zorn“[79]

PRETIOSVM QUOD VTILE: Einhorn vor Schätzen

Bild/Icon: Einhorn vor Schätzen

Überschrift/Lemma: PRETIOSVM QUOD VTILE

Erhalungszustand: Leicht beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem XIIII – „wertvoll ist was nützlich ist“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XIIII. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[80]

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „wertvoll ist was nützlich ist“[55]

TE STANTE VIREBO: Pyramide mit Halbmond als Spitze und mit Efeu

 

Bild/Icon: Pyramide auf Stufensockel stehend, mit einem auf einer Kugel montierten Halbmond als Spitze und mit Efeu umrankt.

Überschrift/Lemma: TE STANTE VIREBO

Erhaltungszustand: Beschädigt

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXIII–„Beständigkeit stützt das Streben [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXIII. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[81]

Deutsche Übersetzung nach Zoepfl: „Beständigkeit stützt das Streben nach Gutem“[81]

COELESTIA NON SIC: Rosenstrauch

Bild/Icon: Rosenstrauch

Überschrift/Lemma: COELESTIA NON SIC

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LI

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LI. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[82]

Gemüths-Vergnügungen: „die Himmlische dauren länger“

Zoepfl übersetzt das Lemma frei ins Deutsche: „irdische Schönheit vergeht, himmlische besteht“[55]

In den Gemüths-Vergnügungen heißt es: „die Himmlische dauren länger“[83]

TERRESTRIA FLAMIA VETANT: Pferd springt gegen zwei blasende Winde einen Berg an

Bild/Icon: Pferd springt gegen zwei blasende Winde einen Berg an

Überschrift/Lemma: TERRESTRIA FLAMIA VETANT

Errhaltungszustand: Fast unkenntlich

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem XXVIII „hartes Schicksal [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XXVIII. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[84]

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „hartes Schicksal hindert nicht den Weg der Tugend“[55]

PVLCHRIOR ATTRITA RESVRGO: Aufgehende Blüten aus Blumenzwiebeln werden zertreten

 

Bild/Icon: Aufgehende Blüten aus Blumenzwiebeln werden von einem aus Wolken kommenden Bein zertreten

Überschrift/Lemma: PVLCHRIOR ATTRITA RESVRGO

Erhaltungszustand: Nahezu unkenntlich

Die Vorlage: Camerarius I, Emblem LXXV

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXXV. Dieser Band von 1590/1593 zeigt Embleme mit pflanzlichen Motiven.[85]

„das Gute erhebet sich schöner nach der Bedrückung“

Zoepfl übersetzt das Lemma mit: „das Gute erhebet sich schöner nach der Bedrückung“[55]

Die Gemüths-Vergnügungen zeigen hingegen eine abweichender Bedeutung auf: „Die in einem Garten=Bette stehenden Blumen werden von einem Winde umgerissen. /SIC PULCHRIORA PEREUNT./ […] So vergehen die schönste Dinge.“[86]

FRAVDEM SAPIENTIA PELLIT: Mit Säcken beladener Esel in einem Fluß

Bild/Icon: Mit Säcken beladener Esel in einem Fluß

Überschrift/Lemma: DEM SAPIE LIT. (FRAVDEM SAPIENTIA PELLIT)

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem LXXIIII – „Weisheit verhindert Betrug“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer LXXIIII. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[87]

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „Weisheit verhindert Betrug“[55]

SEMPER IN METV: Löwe frisst aus einer Schale, die ihm eine Frau reicht

Bild/Icon: Löwe frisst aus einer Schale, die ihm eine Frau reicht

Überschrift/Lemma: SEMPER IN METV

Erhaltungszustand: Leicht beschädigt

Die Vorlage: Camerarius (1595), Emblem XI – „immer besorgt [...]“

Die Vorlage für dieses Emblem findet sich in dem Emblembuch von Joachim Camerarius mit dem Titel Symbolorum & Emblematicum und dort unter der Nummer XI. Dieser Band von 1595 zeigt Embleme mit tierischen Symbolen.[88]

Die deutsche Übersetzung nach Zoepfl lautet: „immer besorgt sein bei Gunsterweisungen“[55]

Programm und Synthese: Der Dillinger Rittersaal und die Emblematik im Lkr.

Die Ausstattung der Decke im Rittersaal des Dillinger Schlosses markiert den Beginn einer regen Tradition von Emblemdarstellungen im Kontext wandfester Ausstattungen im Landkreis Dillingen. Hierfür können die Embleme in den Fresken der Pfarrkirche St. Georg in Aislingen (1727) von Matthias Wolcker (1704–1742), im chemischen Labor in Dillingen (um 1757, Balthasar Suiter (vor 1719–1753) zugeschrieben), in der Pfarrkirche St. Maria in Echenbrunn von Johann Anwander (1715–1770) um 1740/50, in Gundelfingen, ehemalige Spitalkirche Hl. Geist von Anton Haffe aus den Jahren 1724/25, in der Pfarrkirche St. Maria in Schwennenbach von Johann Anwander von 1758, in Sonderheim, dort in der Filialkirche St. Peter und Paul aus dem Jahre 1765 und in Unterbrechingen in der Pfarrkirche St. Georg, die wohl ebenfalls von Johann Anwander zwischen 1747 und 1748 ausfreskiert wurde genannt werden[89] Die Ursache der großen Fülle von reichen emblematischen Ausstattungen in und um Dillingen ist in der Verfügbarkeit zahlreicher Emblembücher in der jesuitisch geprägten Bibliothek des örtlichen Priesterseminars zu vermuten.

Die Fassadenmalerei am Gartenhaus

„Als südöstlicher Abschluß des Schloßgartens befinden sich zu einer Baugruppe vereinigt Ulrichskapelle, Salettel und Gartenhaus. Der westliche Teil des Gartenhauses war ursprünglich als Turm (wohl Wachturm), mit Gewölbekeller, Erdgeschoßraum, Obergeschoßzimmer und Dachraum erbaut. Am Dachstuhl hat sich das Turmgebälk als kegelförmiges Spitzdach („Helmdach“) erhalten. Durch den zwei- und eingeschossigen Anbau nach Osten entstand das Gartenhaus in seiner heutigen Form. Der zweigeschossige Teil des Gartenhauses hatte am Norddach sowie am Süddach je zwei Dachgauben.“[90]

„An der Fassaden- Nordwand ebenso an der -Südwand befindet sich je ein Wappenstein des Bischofs Heinrich von Knoeringen [(1570-1646)] mit der Jahreszahl 1599. Die gesamte Fassade wurde um 1970 mit Zementmörtel neu verputzt. An der Nordwand (Gartenseite) befinden sich zwei Korbbogennischen mit allegorischen Darstellungen in Fresko. Durch aufsteigende Feuchtigkeit, bedingt durch den Zementputz an der Fassade, sind hier gravierende Schäden entstanden.“[91]

Bibliographie

  • Bosl, Bayern, 1961 — Bosl, Karl: Bayern. Stuttgart 1961.
  • Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593 — Joachim Camerarius d. J.: Symbolorvm & emblematvm ex re herbaria desumtorum centuria una. [Nürnberg: Hoffmann, Caymox] 1590/1593.
  • Camerarius, Emblematum, II, 1595 — Joachim Camerarius d. J.: Symbolorvm & emblematvm ex animalibvs qua drvpedibvs desvmtorum centvria altera collecta. [Nürnberg: Kaufmann] 1595.
  • Corte, Emblematik, 2019 — La Corte, Michael: Emblematik als Teil der profanen Innenraumgestaltung deutscher Schlösser und Herrenhäuser: Vorkommen - Form - Funktion. Göttingen 2019.
  • Dolce, Imprese, 1578 — Dolce, Lodovico: Imprese nobili, et ingeniose di diversi Prencipi, et D'Altri Personaggi Illustri nell'arme et nelle. 2. Imprese di diversi Principi, Duchi, Signori, e d'altri personaggi, et huomini illustri. Venetia 1578.
  • Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695 —
  • Immenköter, Universität, 1999 — Immenkötter, Herbert: Universität im ‚schwäbischen Rom‘ – Ein Zentrum katholischer Konfessionalisierung, in: Kießling, Rolf (Hrsg.): Die Universität Dillingen und ihre Nachfolger. Stationen und Aspekte eine Hochschule in Schwaben. Festschrift zum 450jährigen Gründungsjubiläum, Dillingen/ Donau 1999, S. 43–78.
  • Keßler, Alberthal, 1945-1949 — Keßler, Daniel: Der Dillinger Baumeister Hans Alberthal, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau, 51 (1945–1949) S. 1–151.
  • Layer, Mayr, 1980 — Layer, Adolf: Der Dillinger Renaissancebaumeister Jeremias Mayr. Ein Vorgänger und Konkurrent Johannes Alberthals, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau, 85 (1980), S. 77–81.
  • Lippert, Embleme, 1967 —
  • Lorenz, Hartmann, 1961 —
  • Meyer, Dillingen, 1971 — Meyer, Werner: Dillingen an der Donau – Von der Landesburg zum Barockschloss, in: Burgen und Schlösser 12, 1 (1971), S. 20–23.
  • Meyer, Deckenmalerei, 1967 — Meyer, Werner: Studien zur emblematischen Deckenmalerei an Beispielen aus dem Landkreis Dillingen an der Donau, in: Bericht des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 26 (1967), S. 133–169.
  • Meyer, Kunstdenkmäler, 1964 — Meyer, Werner (Bearb.): Die Kunstdenkmäler von Schwaben. Bd. 6: Stadt Dillingen an der Donau. (Die Kunstdenkmäler von Bayern; 7,6), München 1964.
  • Reinhard, Konfession, 1981 —
  • Riedl, Bildprogramm, 2001 — Riedl, Gerda: Das Bildprogramm der Spitalkirche Mariae Himmelfahrt in Gundelfingen an der Donau. Angewandte Emblematik und ihre theologische Intention, in: Jahrbuch des historischen Vereins Dillingen an der Donau 102 (2001), S. 321–376.
  • Schaul, Schwaben, 1986 — Schaul, Bernd-Peter: Schwaben. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler (Denkmäler in Bayern Bd. VII.). München 1986.
  • Schneider, Jesuiten, 2014 — Schneider, Christian: Kirche und Kolleg der Jesuiten in Dillingen an der Donau. Studien zu den spätbarocken Bildprogrammen. „UT IN NOMINE IESU OMNE GENU FLECTATUR“. (Jesuitica; 19), Regensburg 2014.
  • Schromm/Zeune, Dillingen, 2017 — Schromm, Arnold/ Zeune, Joachim: Burg und Schloss Dillingen. Anmerkungen zur baugeschichtlichen Entwicklung, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau 116, 117 (2015, 2017), S. 47–75.
  • Schröder, Kunst und Künstler, 1905 — Schröder, A.: Kunst und Künstler vergangener Jahrhunderte in Dillingen, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau 18 (1905), S. 92–105.
  • Spindler, Fürstbischof, 1911 — Spindler, Joseph: Heinrich V. von Knöringen, Fürstbischof von Augsburg (1598–1646), Dillingen an der Donau 1911.
  • Weiß, Dillingen, 1861 — Weiß, Wilhelm: Chronik von Dillingen im Regierungsbezirke Schwaben und Neuburg des Königreichs Bayern, Dillingen 1861.
  • Wüst, Dillingen, 1987 — Wüst, Wolfgang: Die Residenz zu Dillingen. Höfischer Lebens- und Wohnstil im Spiegel barocker Schloßinventare, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau, 89, 1987, S. 147-212.
  • Zoepfl, Studienbibliothek, 1968 — Zoepfl, Friedrich: Die Studienbibliothek in Dillingen. Ihre Geschichte von 1549 bis 1945. 2. Auflage, Dillingen 1985 (=Sonderdruck des Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen 70 (1968))
  • Zoepfl, Kunstgeschichte, 1950 — Zoepfl, Friedrich: Beiträge zur Kunstgeschichte der Dillinger akademischen Gebäude, in: Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen 52 (1950), S. 190–212.
  • Zoepfl, Bistum, 1955 — Zoepfl, Friedrich: Das Bistum Augsburg und seine Bischöfe im Mittelalter. München 1955.
  • QUELLEN
  • Onnen, Rittersaal, 1982: BLfD, Ordner Dillingen Schloßstraße 3 Wand Bd. 13 Schwaben Restaurierung 1982 bis 1982 Kleiner Rittersaal – Holzdecke: Restaurierungsbericht mit Fotodokumentaion, Onnen, Ewald, Restaurierungswerkstätte / Seidenath, Otto, Restaurierungswerkstätte
  • Eggert, Gartenhaus, 1997: BLfD Ordner Dillingen an der Donau, Schloßstraße 3, Schloß, diverse Gewerke Bd. 2, Schwaben
  • Gartenhaus – Fassade und Innenräume – Wände, Decken und Türen: Befundbericht, Anton Eggert, Kirchenmaler

Einzelnachweise

  1. Corte, Emblematik, 2019, insb. S. 71–82 ; 449–454.
  2. Zur 1. Urkundlichen Erwähnung siehe Lorenz, Hartmann, 2017, S. 85.
  3. Schromm/Zeune, Dillingen, 2017, S. 70.
  4. Lorenz; Hartmann, 2017, S. 91f. und Zoepfl, Bistum, 1955, S. 588–590.
  5. Bosl, Bayern, 1961, S. 130.
  6. Wüst, Dillingen, 1987, S. 148.
  7. Die ausführlichste Abhandlung zum Dillinger Schloss ist , Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 45–553.
  8. Siehe Rekonstruktion durch Schromm/Zeune, Dillingen, 2017.
  9. 9,0 9,1 Hier und im Folgenden: Schromm/Zeune, Dillingen, 2017, S. 70–74.
  10. Zu dessen dezidiert gegenreformatorischer Bau- und Ausstattungsikonographie siehe: Reinhard, Konfession, 1981, S. 165–189.
  11. 11,0 11,1 Wüst, Dillingen, 1987, S. 154.
  12. Wüst, Dillingen, 1987, S. 155, dort auch Nennung des vorhandenen Quellenbestandes zu den „Gipsarbeiten“.
  13. Zitiert nach Wüst, Dillingen, 1987, S. 155.
  14. Schromm/Zeune, Dillingen, 2017, S. 72–74.
  15. Zoepfl, Dillingen, 1964. Zur Stuckausstattung: Wüst, Dillingen, 1987, S. 155.
  16. Reinhard, Konfession, 1981.
  17. Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 539f. mit Abb. S. 540.
  18. Wüst, Dillingen, 1987.
  19. Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 522-529.
  20. Camerarius, Symbola, 1590-1604.
  21. Lippert, Embleme, 1967, S. 134 und Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 5528f. und Schemata S. 523.
  22. Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 529.
  23. Dolce, Imprese, 1578.
  24. Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 526-528.
  25. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695.
  26. 26,0 26,1 Onnen, Rittersaal, 1982, Vorblatt.
  27. Onnen, Rittersaal, 1982, S. 1.
  28. 28,0 28,1 Onnen, Rittersaal, 1982, S. 2.
  29. Onnen, Rittersaal, 1982, S. 3-5.
  30. 30,0 30,1 Onnen, Rittersaal, 1982, S. 6.
  31. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 27f., Abb. 6.
  32. Zoepfl, Dillingen, S. 526.
  33. Camerarius, Emblematum, II, 1590/1593, S. 90, Emblem XLLLII.
  34. 34,0 34,1 34,2 34,3 Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 526.
  35. Camerarius, Emblematum, II, 1590/1593, S. 49, Emblem XLI.
  36. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 43f., Abb. 6.
  37. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 27f, Abb. 12.
  38. Camerarius, Emblematum, I, 1590/93, XLIII, S. 53.
  39. Camerarius, Emblematum, II, 1590/1593, S. 92, Emblem LXXXIIII.
  40. 40,0 40,1 40,2 40,3 40,4 40,5 40,6 40,7 Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 527.
  41. Camerarius, Emblematum, I, 1590/93, LXIX, S. 79.
  42. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 27f, Abb. 14.
  43. Camerarius, Emblematum, I, 1590/93, XCI, S. 101.
  44. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 31f, Abb. 2.
  45. Camerarius, Emblematicum, 1595, Emblem VII, S. 15
  46. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 32f, Abb. 2.
  47. Camerarius, Emblematum, I, 1590/93, LXXX, S. 90.
  48. Camerarius, Emblematum, I, 1595, Emblem LXXXV, S. 93.
  49. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem XLII, S. 50.
  50. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1710, Taf. 8, Bild1.
  51. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem LXXXIX, S. 97.
  52. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem LXIII, S. 71.
  53. Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 527f.
  54. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 43f, Abb. 10.
  55. 55,00 55,01 55,02 55,03 55,04 55,05 55,06 55,07 55,08 55,09 55,10 55,11 55,12 55,13 55,14 55,15 55,16 55,17 55,18 55,19 55,20 55,21 55,22 Zoepfl, Dillingen, 1964, S. 528.
  56. Camerarius, Emblematicum, 1595, Emblem LXVIII, S. 76.
  57. Camerarius, Emblematicum, 1595, Emblem VI, S. 14.
  58. Camerarius, Emblematicum, Bd. 1, 1590/1593, Emblem L, S. 60.
  59. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LVII, S. 67.
  60. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem XLIX, S. 657.
  61. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LXXXIIII, S. 94.
  62. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 7f, Abb. 13.
  63. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem XLI, S. 51.
  64. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 32f, Abb. 7.
  65. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem XII, S. 20.
  66. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem XLVII, S. 57.
  67. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 32f, Abb. 13.
  68. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LXXVIII, S. 88.
  69. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 7f, Abb. 10.
  70. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem LXXXVI, S. 94.
  71. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LVI, S. 66.
  72. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem XCII, S. 100.
  73. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 41f., Abb. 6.
  74. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem IX, S. 17.
  75. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 32f., Abb. 6.
  76. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LXXVI, S. 86.
  77. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 7f, Abb. 8.
  78. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem X, S. 18.
  79. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 32f, Abb. 5.
  80. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem XIIII, S. 22.
  81. 81,0 81,1 Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LXIII, S. 73.
  82. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LI, S. 61.
  83. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 27f, Abb. 7.
  84. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem XXVIII, S. 36.
  85. Camerarius, Emblematum, I, 1590/1593, Emblem LXXV, S. 85.
  86. Heckenauer, Gemüths-Vergnügungen, 1695, S. 39f, Abb. 7.
  87. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem LXXIIII, S. 82.
  88. Camerarius, Emblematum, 1595, Emblem XI, S. 19.
  89. Lippert, Embleme, 1967, dort überaus zahlreiche Abb. der Fresken und den vorbildgebenden Ausschnitten aus den Emblembüchern.
  90. Eggert, Gartenhaus, 1997, Blatt 1.
  91. Eggert, Gartenhaus, 1997, Blatt 2.