Laß, Heiko:Bad Pyrmont, Schloss Pyrmont, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/e845a8d3-8643-4374-8ca2-66300f52c7b6

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Das ehemalige Residenzschloss Pyrmont ist eine gut erhaltene Renaissancefestung hinter einem Wassergraben mit barockem Gebäudebestand. Das Hauptgebäude birgt geringe Reste barocker Deckenmalerei von ca. 1706/10 sowie herausragende Wandmalerei von Johann Heinrich Tischbein d.Ä. von 1777.

Geschichte und Beschreibung

Schloss Pyrmont

Das ehemalige Residenzschloss Pyrmont ist eine gut erhaltene Renaissancefestung hinter einem Wassergraben mit barockem Gebäudebestand.[1] Neben dem Hauptgebäude mit den Wohn- und Repräsentationsräumen gehören weitere Wohnbauten und Nebengebäude zum Komplex.

Die ursprüngliche Anlage mit Festung und Schloss wurde für die Grafen von Spiegelberg 1526-36 und 1557-62 erbaut. Sie erlitt im Dreißigjährigen Krieg schwere Beschädigungen. Erst 1706-10 erfolgte ein Neubaubeginn vor allem des Schlosses unter Fürst Anton Ulrich von Waldeck und Pyrmont durch vermutlich Hermann Korb. Julius Ludwig Rothweil, sein Sohn Franz Friedrich Rothweil sowie dessen Nachfolger Johann Matthias Kitz führten die Arbeiten im 18. Jahrhundert fort. 1838 wurde eine Feste Brücke zum Schloss gebaut. Nachdem das Land Niedersachsen das Schloss 1956 erworben hatte, erfolgten 1960-62, 1978-80 und 1984-87 Instandsetzungs- und Sanierungsabreiten der Gesamtanlage einschließlich der Festungsreste.

Die trapezförmige Befestigung von rund 230 auf annähernd 180 Meter in Pyrmont ist neben jener der Zitadelle in Spandau die einzige annährend erhaltene aus dem 16. Jahrhundert in Norddeutschland. Hinter einem bis zu 40 Meter breiten umfassenden Graben erheben sich Erdwälle mit einer Eckbastion, einem Torhaus sowie Kasematten. An der Eingangsseite im Süden erhebt sich über dem Wall das Schlossgebäude hinter einer Gartenterrasse auf dem Wall. Es wird von zwei kleinen Kavaliershäusern flankiert. Hinter dem Gebäude befindet sich ein Innenhof. Zwei Rampen an der Ost- und Westseite führen zum Eingang des Hauptgebäudes empor. In der Mitte des Hofes und ihn in zwei annähernd gleich große Bereiche teilend erhebt sich der Kommandantenbau. Ein ehemaliger Magazinbau an der Nordseite des Hofes hat sich nicht erhalten.

Stadt Pyrmont

Das Schloss befand sich zwar nur in einem Nebenterritorium der Waldecker Fürsten hatte aufgrund der Bedeutung des Ortes aber einen hohen Stellwert. Pyrmont[2] ist bereits in spätantiker Zeit aufgrund seiner Quellen als Bad genutzt worden. Schon in karolingischer Zeit wird der Ort genannt. 1194 wurde Pyrmont Sitz einer eigenständigen Grafschaft. 1494 gelangte die Grafschaft im Erbfall an die Grafen von Spiegelberg, dann an die Herren von Lippe und 1583 an die Grafen von Gleichen und 1625 an die Grafen von Waldeck.

Ab 1668 entwickelte sich Pyrmont unter den Grafen und ab 1712 Fürsten von Waldeck zu einem international frequentierten Kurbad. Alleen, Badanlagen mit Brunnenallee sowie ein neues Schloss schufen zusammen mit einer 1720 gegründeten Neustadt den entsprechenden Rahmen. Ende des 18. Jahrhunderts begann unter Friedrich zu Waldeck und Pyrmont ein erneuter Ausbau und die Stadt wurde zu einem wichtigen Kommunikationszentrum der Aufklärung

Das Hauptgebäude

Geschichte und Beschreibung

Das Hauptgebäude[3] von Schloss und Festung Pyrmont wurde 1706-10 für Fürst Anton Ulrich von Waldeck und Pyrmont errichtet — vermutlich nach Plänen von Hermann Korb. Es entstand auf den Grundmauern eines nach Kriegszerstörungen niedergelegten Vorgängerbaus

Kurzbeschreibung und Lage

Der Hauptbau ist 13 Achsen breit und vier Achsen tief. Er ist in die Südseite des Festungswalls gesetzt. Zum Hof hin misst es drei Geschosse mit zusätzlichem Mansardgeschoss, zum Wall hin zwei Geschosse mit zusätzlichem Mansardgeschoss, wobei das untere Geschoss an der Wallseite wie ein Souterrain zur Hälfte von einer Terrasse mit einen kleinen Garten verdeckt wird. Der Baukörper setzt sich aus einem siebenachsigen Kernbau und jeweils zweiachsigen Anbauten an der Ost- und Westseite zusammen. Der Kernbau sowie die mittleren drei Achsen an der Hof- und fünf Achsen an der Gartenseite unter einem Dreiecksgiebel werden von Eckrustizierungen begrenzt. Die Annexe haben gerundete Ecken. Gurtgesimse trennen die Geschosse. An der Gartenseite sind die Annexe nur um ein Weniges zurückgesetzt, zur Hofseite hin um die Tiefe einer Fensterachse. Hauptgeschoss ist das oberste Geschoss. Zwei Treppenläufe ermöglichen den Zugang um Garten auf dem Festungswall.

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Der 1706-10 aufgeführte Schlossbau[4] wurde bereits 1721-1727 durch Johann Julius Rothweil ergänzt. Zumindest die landesherrlichen Gemächer beiderseits des Hauptsaals waren durch Giacomo Perinetti ausstuckiert worden und zumindest teilweise mit Deckengemälden versehen. 1763-75 wurde das Schloss um Annexe an der Ost- und Westseite durch Franz Friedrich Rothweil erweitert. Zugleich wurde bis 1777 das Hauptgeschoss renoviert und es erfolgte zumindest teilweise eine Neuverputztung der Decke sowie Übermalung der Deckengemälde. Die neuen Räume erhielten Boiserien an den Wänden. 1777 wurde im Saal des östlichen Annexes in die Wandverkleidungen Wandgemälden von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. eingelassen.

Wohl 1852-55 erfolgte eine Aufstockung der Annexe und das Gebäude erhielt im Äußeren sein endgültiges Aussehen. 1855 erfolgte auch eine erste Renovierung, eine weitere um 1900 und dann 1960/61 im Hauptgeschoss. Damals legte man die Fresken im Hauptsaal wieder frei.

1978-80 und 1981-87 erfolgten aufwendige Grundinstandsetzungen und Sanierungen der Gesamtanlage. Dazu gehörten ein Außenanstrich nach Befund und Rekonstruktionen teilwiese Rekonstruktion der Innenräume des Hauptgeschosses in das 18. Jahrhundert, wobei beim Mittelteil weitgehend ein Zustand entsprechend der Zeit um 1710 und bei den Annexen von 1780 erreicht wurde.

Auftraggeber

Das Hauptgebäude von Schloss und Festung Pyrmont wurde für Graf (seit 1712 Fürst) Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont erbaut. Die Erhebung in den Fürstenstand führte im ganzen Land zu intensiven Baumaßahmen, vor allem an Residenzstadt und Residenzschloss Arolsen, aber auch an Schloss Friedrichstein in Wildungen. Die Erweiterung des Pyrmonter Gebäudes an der Ost- und Westseite 1763-75 veranlasste Fürst Karl Friedrich Ulrich, der Sohn von Anton Ulrich. Es starb aber bereits 1763. Vollendet wurden die Arbeiten erst unter seinem Sohn Friedrich Karl August.[5]

Architekten, Künstler und Handwerker

Am Schloss haben verschiedene Künstler mitgewirkt. Leider sind jene, die 1706-10 am Neubau mitgearbeitet haben, weitgehend unbekannt. Als Architekt gilt Hermann Korb. Der Weiterbau 1721-27 erfolgte nach Plänen von Julius Ludwig Rothweils, des fürstlichen Baudirektors. Die Vergrößerung des Schlossgebäudes 1763-77 erfolgte durch seinen Sohn Franz Friedrich Rothweil, seit 1732 der zweite fürstliche Baudirektor und nach 1768 unter dessen Amtsnachfolger Johann Matthias Kitz. Die Stuckdecken der ersten Bauphase gestaltete Giacomo Perinetti, der Maler der Deckengemälde ist unbekannt. In den Annexen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt der Parkettfußboden von Christian Friedrich Valentin. Die Säle wurden in von Kitz bzw. Valentin ausgestattet, die Malerei im östlichen Saal schuf Johann Heinrich Tischbein d. Ä.

Baubeschreibung

Der Hauptbau ist relativ schmucklos. Es handelt sich um einen verputzten Bruchsteinbau von 13 Achsen Breit und vier Achsen Tiefe. Das Gebäude ist derart in die Südseite des Festungswalls gesetzt, dass es zum Hof hin drei Geschosse mit zusätzlichem Mansardgeschoss misst, zur Wallseite eines weniger. Eckrustizierungen und Gurtgesimse sind die Gliederungselemente des Gebäudes. Es wird von einem Walmdach abgeschlossen. Repräsentationsseite ist die Wall- und Gartenseite. Der schwach vorspringende fünfachsige Mittelrisalit wird von einem Dreiecksgiebel überfangen, in dem das Allianzwappen des Bauherrn unter einem Fürstenhut zwischen Wilden Männern und Kriegstrophäen präsentiert wird. Das mittlere Geschoss erscheint gegen den Wall hin eingetieft. Eine doppelläufige Freitreppe erschließt das obere Geschoss. Das obere Mansardgeschoss, das die Höhe des Dreidecksgiebels hat, springt über dem abschließenden Gesims leicht zurück und ist gänzlich schmucklos. Treppe und Eingangsportal stammen von der Baumaßnahme 1721-27. Die ab 1763 angefügten zwei Achsen breiten und drei Achsen tiefen Annexe überbrücken auf Bogenstellungen einen ehemaligen Umgang. Sie zeigen keine Eckrustizierungen. Vielmehr sind die Ecken gerundet. Die ursprünglichen Terrassendächer sind im 19. Jahrhundert überbaut worden, die ehemals offenen Bogenstellungen wurden ebenfalls geschlossen. Die rosane Farbgebung des Baus mit hellgrauen Gliederungselementen geht auf Befunde zurück und entspricht der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Das Hauptgebäude steht auf einem einfachen Rechteckgrundriss. Lediglich auf der Nordseite springen die Seitentrakte um eine Achse zurück. Ein an der Nordwestecke gelegenes Treppenhaus erschließt die Geschosse. Die beiden Obergeschosse sind prinzipiell gleich organisiert — im unteren Geschoss sind heute jedoch bei Nebenräumen und Degagements einige Wände ver- und Türen zugesetzt. Zur Hofseite hin befindet sich ein zentral an der Nordseite gelegener drei Fensterachsen breiter Vorsaal, der vom Treppenhaus erschlossen wird. Gegenüber dem Treppenhaus an der Nordostdecke des Hauses sind die ehemalige Retirade und die ehemalige Garderobe des Fürsten gelegen. Vom Vorsaal erreicht man einen an der Südseite gelegenen Saalsowie ein Degagement im Osten. Das westliche Pendant zum Degagement wird vom Treppenhaus aus erreicht und diente als Garderobe. Der fünf Fensterachsen breite Saal erschließt nach Ost und Westen jeweils eine Raumfolge. Diese besteht im ursprünglichen Kernbau aus zwei Räume. Direkt an den Saal angrenzen sind es je ein zwei Fensterachsen breiter und zwei Fensterachsen tiefe annähernd quadratisches Schlafzimmer bzw. Vorzimmer. Nach Norden erreicht man von ihnen je einen kleinen ebenfalls annähernd quadratischen Raum von einer Achse Tiefe (an der Westseite heute verschlossen). Er wird/wurde auch von der jeweiligen Garderobe erschlossen. Von den Vorzimmern erreicht man auch die Räume in den jüngeren Annexen. An der Ostseite befindet sich im Obergeschoss lediglich ein großer Raum, von man wiederum im Kernbau den kleinen Raum erreicht. An der Westseite sind hier zwei Räume von jeweils gleicher Größe mit zwei Achsen auf anderthalb Achsen. Einer ist zur Südseite gelegen, einer zur Hofseite. Von letzterem ist wieder das kleine Zimmer im Kernbau zu erreichen.

Schrift- und Bildquellen

Es haben sich einige Bauaufnahmen und Entwürfe von Julius Ludwig Rothweil erhalten, die 2006 weitgehend publiziert wurden. Im Hessischen Staatsarchiv Marburg haben ich Schlossinventare erhalten, die nicht nur die mobile Ausstattung, sondern kursorische auch die Wandmalerei benennen.

Forschungsstand

Es gibt keine wissenschaftliche Monographie zu Schloss Pyrmont und seiner Ausstattung. Im Rahmen der Restaurierungen ab 1984 wurde jedoch die Bau- und Ausstattungsgeschichte des Schlosses weitgehend geklärt an verschiedenen Stellen publiziert. Vor allem die Schriftenreihe des Museums im Schloß Pyrmont[6] sowie die Beiträge von Lösche[7] sind hier zu nennen.

Der Vorsaal im Hauptgeschoss

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Die Räumfolgen im Hauptgeschoss von Schloss Pyrmont werden über ein Vorzimmer erschlossen.[8] Für den Vorsaal („Antichambre“) von Schloss Pyrmont ist in einem Inventar von 1710 eine „Tapete über alle mit ohl farbe mit hübschen landschaften und laub werck gemählet“ nachgewiesen.[9] Das konkrete Aussehen dieser Malerei ist unbekannt. Heute befindet sich an ihrer Stelle eine freie Rekonstruktion. Die Embleme auf den Paneelen konnten jedoch freigelegt und restauriert werden.[10] Deren originale Bemalung erfolgte in Tempera-Mischtechnik direkt auf das Holz, die Retuschen 1986/87 in Punkt-Strich-Technik.[11]

Beschreibung

Der längsrechteckige Vorsaal wird von einem Treppenhaus an der Nordwestecke des Schlosses erreicht. Er ist im Gebäude zentral an der Nordseite gegen den Hof gelegen, nach dem er sich mit drei Fenstern öffnet. Zwei Türen an der Ostseite erschließen Nebenräume sowie ein Degagement, an Westseite ist der Zugang vom Treppenhaus. In der Mitte der Südwand befindet sich eine Tür zum Hauptsaal. Die Stuckdecke zeigt einen profilierten Spiegel.

Das Programm des Vorsaals erscheint unspezifisch. Die archivalisch nachgewiesene Landschaftsmalerei zusammen mit den Emblemen lässt kein gemeinsames Programm erkennen, dass auf die Funktion des Raumes bezogen werden könnte.[12]

Die Embleme

Auf den grauen ca. 90 Zentimeter Lambris hohen ist eine Abfolge von Emblemen mit lateinischen, französischen, italienischen und deutschen Texten aufgemalt. Sie folgen Daniel de La Feuilles Erstausgabe Devises et emblemes von 1691. Es handelt sich um Doppelseiten, bei denen links die Texte und rechts die Bilder zu sehen sind. Die Texte sind in sieben Sprachen angeben (Latein, Französisch, Spanisch, Italienisch, Englisch, Flämisch und Deutsch). In Pyrmont wurden aber nur vier Sprachen verwendet (Latein, Französisch, Italienisch und Deutsch).[13] Die Embleme in querovalen Felder sind in ocker-goldener monochromer Malerei geschaffen und werden von einer Grisailleornamentik umgegeben. Oben sind in die Ornamentik zwei annährend symmetrisch gestaltete Schriftbänder beiderseits der Mitte eingefügt.

Im Einzelnen werden neun Embleme gezeigt. Es sind an der Nordwand gegen den Hof fünf. Drei befindenden sich unter den Fenstern in den Fensternischen, zwei zwischen den Fenstern. Es sind von links nach rechts ein Phönix, der aus dem Feuer emporsteigt „FATIS. CONTRA= / RIA FATA“ (unter dem linken Fenster), ein Bienenkorb mit Bienen „NON. TRAVAGLIAMO CHE / ALLA. MEDEMA COSA“ (zwischen den Fenstern links), ein Tisch mit Gläsern „HALTE. MAHS. IN ALLEN. DINGEN“ (unter dem mittleren Fenster), ein Obelisk mit Trophäen „„LA VIRTU M‘ HA. / INALZATA“ (zwischen den Fenstern rechts), ein rauchender Vulkan „VETERIS VESTIGIA FLAMMÆ.“ (unter dem rechten Fenster). An der Südwand sind links der Tür zum Hauptsaal ein Labyrinth „MA. DESTINEE. / M’EN. FERA SORTIR“ und eine Krähe an einer enghalsigen Flasche „PROFTERO DEL. / MIO INGENO“ zu sehen. Rechts der erblickt man eine Sonne „GIAMMAI. / IN. DIETRO.“ und eine Gans auf einem Turm „PRENEZ. GARDE. L’EN= NEMI EST PROCHE“.

Weder ist ein eindeutiges Programm auszumachen, noch kann ein Bezug zur Funktion des Raumes hergestellt werden. Am wahrscheinlichsten könnte es sich um eine Ermahnung des Eintretenden handeln oder um einen Hinweis auf die Tugenden des Fürstenpaares, zu dem man aus diesem Raum gelangte.

Phönix

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

1706/10 wurden im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik direkt auf die Vertäfelung aufgemalt.[14] Sie sind 1986/87 retuschiert und rekonstruiert worden.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Nordwand zeigt das erste Emblem von links — unter dem linken Fenster — einen Phönix, der aus dem Feuer aufsteigt. Der zugehörige Schriftzug lautet „FATIS. CONTRA= / RIA FATA“.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befanden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[15] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Ein Phönix in dem Feur.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die lateinische Version: „FATIS CONTRARIA FATA.“. Der deutsche Text lautet „Aus dem Tod das Leben.“

Bienenkorb

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik 1706/10 direkt auf die Vertäfelung aufgemalt.[16]Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem Grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Nordwand zeigt das zweite Emblem von links — zwischen den Fenstern — einen auf einem Tisch stehenden geflochtenen Bienenkorb. Er wird von einigen Immen umschwärmt. Der zugehörige ergänzte Schriftzug lautet: „NON. TRAVAGLIAMO CHE / ALLA. MEDEMA COSA“.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befanden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Ein Immen-Korb zusamt den Bienen.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die italienische Version: „Non travagliamo, che alle medema cosa.“. Der deutsche Text lautet „Sie verrichten alle einerley Arbeit.“[18]

Tisch

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

1706/10 wurden im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik direkt auf die Vertäfelung aufgemalt.[19] Sie sind 1986/87 retuschiert und rekonstruiert worden.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Nordwand zeigt das mittlere Emblem — unter dem mittleren Fenster — vor einer Zypressenallee einen Tisch, auf dem drei Gläser stehen. Der zugehörige Text lautet: „HALTE. MAHS. IN / ALLEN. DINGEN“.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befanden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Ein Tisch, worauf verschiedene Wein-Gläser stehen.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die deutsche Version: „Halte Maaß in allen Dingen.“[20]

Obelisk mit Trophäen

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik 1706/10 direkt auf die Vertäfelung aufgemalt worden.[19] Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Nordseite zeigt das vierte Bild von links — zwischen den beiden Fenstern rechts — eine kleine Pyramide mit Kriegstrophäen. Der zugehörige Schriftzug lautet „LA VIRTU M‘ HA. / INALZATA“.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befinden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Eine Pyramide mit einem Sieg-Zeichen behängt.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die italienische Version: „La virtu n‘ ha inalzata.“ Der deutsche Text lautet „Die Tugend erhebt biß in den Himmel.“[21]

Vulkan

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind 1706/10 auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik direkt auf die Vertäfelung aufgemalt worden.[22] Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Nordwand zeigt das Bild unter dem rechten Fenster einen rauchenden Vulkan. Der zugehörige Text lautet: „VETERIS. VESTI- / GIA. FLAMMÆ“.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befinden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Der Berg-Gibel, welcher Rauch und Feur ausstosset.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die lateinische Version: „VETERIS VESTIGIA FLAMMÆ.“ Der deutsche Text lautet „Zeichen der alten Liebe.“[21]

Labyrinth

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik 1706/10 direkt auf die Vertäfelung aufgemalt worden.[19] Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Südwand gegen den Hauptsaal zeigt die Darstellung ganz links ein Labyrinth. Der zugehörige Text lautet: „MA. DESTINEE. / M’EN. FERA SORTIR“.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befinden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Ein Irrgarten.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die französische Version: „Ma destinée n’en fera fortic.“ Der deutsche Text lautet „GOTT wird mich schon leiten.“[23]

Krähe

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind 1706/10 auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik direkt auf die Vertäfelung aufgemalt worden.[19] Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. Das Bild links neben der Tür zum Hauptsaal an der Südwand zeigt eine Krähe an einer enghalsigen Flasche. Der zugehörige Text lautet: „PROFTERO. DEL. / MIO. INGENO.“

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befinden, darstellen.

Vorlagen und Vergleiche

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Eine Krehe läßt in ein mit Oel gefülltes Gefäß Steine fallen, damit das Oel überlauffen und sie trincken könne.“ Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die italienische Version: „Profitero del mio ingegno.“. Der deutsche Text lautet „Durch List und Verschlagenheit.“[24]

Sonnenhimmel

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind 1706/10 auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik direkt auf die Vertäfelung aufgemalt worden.[19] Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. Das erste Bild an der Südwand rechts neben der Tür in den Hauptsaal zeigt eine Sonne über Wolken am Himmel. Der zugehörige Text lautet „GIAMMAI. / IN. DIETRO.“

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befinden, darstellen.

Schrift- und Bildquellen

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Eine Sonne“. Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die italienische Version: „Giammai in dietro“. Der deutsche Text lautet „Ich gehe weder zurück, noch auf die Seite.“[25]

Gans auf Turm

 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Im Vorsaal des Hauptgeschosses von Schloss Pyrmont sind auf der umlaufenden 90 Zentimeter hohen Sockelleiste neun Embleme in Tempera-Mischtechnik 1706/10 direkt auf die Vertäfelung aufgemalt worden.[19] Sie wurden 1986/87 retuschiert und rekonstruiert.

Beschreibung und Ikonographie

Die Gestaltung der querovalen Embleme ist vom Prinzip her gleich. In einem grisaillerahmen ist eine ocker-goldfarbende Darstellung. Der zugehörige Text ist in einem Schriftband oben hinter dem Rahmen befestigt, ein Teil ist rechts, einer links in symmetrischer Gestaltung zu sehen. An der Südwand gegen den Hauptsaal zeigt das Bild ganz rechts eine Gans auf einem Turm. Der zugehörige Text lautet: „PRENEZ. GARDE. L’EN= / NEMI EST PROCHE“

Bislang sind keine Entwürfe bekannt geworden.

Vermutlich sollen die neun Embleme in der Summe auf Tugenden verweisen und im Vorsaal entweder den Besucher zu einem tugendsamen Verhalten ermahnen oder die Tugenden des Fürstenpaares, deren Räume sich hier befinden, darstellen.

Schrift- und Bildquellen

Das Emblem entstammt in Bild und Text Daniel de La Feuilles Erstausgabe "Devises et emblemes" von 1691.[17] Im Band wird das Bild bezeichnet als „Eine Gans auf einem Thurn“. Der Text ist in mehreren Sprachen angegeben und der Künstler wählte hier die französische Version: „Prenez garde, l‘ Ennemi est proche.“ Der deutsche Text lautet „Der Feind ist vorhanden“.[26]

Hauptsaal

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Der Hauptsaal[27] öffnet sich nach Süden zum Garten, der über eine Freitreppe erreicht wird. Man betritt den Saal von der Nordseite aus dem Vorsaal. Nach Westen schließt sich das ehemalige Appartement der Fürstin an nach, Osten das ehemalige Apartment des Fürsten.

Der Saal wurde immer wieder ergänzt und umgestaltet.[28] 1775 kamen die Kamine an die Schmalseiten und vermutlich damals wurden die Wand- und Deckengemälde überstrichen. Heute stellen sich die Schmalseiten der Kaminaufbauten verändert dar. An die Stelle der 1775 aus Holz hergestellten Pilasterrahmung trat 1960 eine moderne Einfassung.[29] Die Wandgemälde wurden zu nach Freilegung ihrer Reste 1960 anhand erheltener Konturen frei rekonstruiert.[30] Auch die Decke ist nicht original erhalten. Ihre Malerei wurde nach 1960/61 in drei von sechs begleitenden Medaillons freigelegt. Die übrigen Medaillons erhielten eine neutrale Ausmalung, das Mittelfeld wurde mit einer Wolkenmalerei versehen.[31]

Der Raum

Der Querrechteckige Raum von fünf zu drei Achsen wird von Norden an einer der Langseiten betreten. An den kurzen Ost- und Westseiten sind jeweils beiderseits eines Kamins symmetrisch zwei Türen angeordnet, wobei die nördlichen Scheintüren sind und die südlichen die Appartements erschließen. Die Südwand öffnet sich zum Garten beiderseits einer zentralen Fenstertür mit insgesamt vier Fenstern.

Die Wände

Die Wände werden über Lambris mit Wurzelholzfurnier von kannelierten gekuppelten jonischen Pilastern gegliedert. Alle Türen haben ebenfalls ein Wurzelholzfurnier. In der Mitte der Nordwand befindet sich eine Tür mit einer Supraporte, zu ihren Seiten je ein Rechteckfeld unter muschelgefülltem Rundbogen. An den Ost- und Westwänden sind beiderseits von Kaminen Türen mit Supraporten. Die Südwand hat in der Mitte eine Fenstertür mit Supraporte, zu deren Seiten sich jeweils zwei Fenster befinden. Die Fensterlaibungen sind mit Stuckrahmen gegliedert. Alle Supraporten nehmen Wandmalereien auf, ebenso die mittleren Rahmen der Fensterlaibungen. Über den Kaminen befanden sich ehemals Porträts des Fürsten bzw. der Fürstin,[32] worauf die gemalten Wappen in Stuckkartuschen über dem Kaminen heute noch verweisen. Die Fensterlaibungen präsentieren gemalte Putten, überwiegend mit Blumen.

Die Decke

Die profilgerahmte gefederte Stuckdecke schuf Giacomo Perinetti (1706/10). Sie zeigt einen profilgerahmten Deckenspiegel, der durch Stuck ein mehrere unterschiedlich große Felder untergliedert ist. Er bildet ein großes zentrales Oval, das von sechs kreisförmigen Medaillons umgeben ist — vier an den Langseiten und zwei an den Schmalseiten. Das Mittelfeld zeigt heute eine ahistorische illusionistische Wolkenmalerei in Stupftechnik,[33] in drei der sechs Medaillons sind Malereireste freigelegt worden. Neutralretuschen schließen die Fehlstellen.[28]

Das Bildprogramm

Das Programm des Hauptsaals kann anhand der rudimentär erhaltenen Deckenmalerei sowie der freien Rekonstruktionen der Wandmalereien nicht bestimmt werden.

Supraporten des Hauptsaals

Erhaltungszustand

Die sechs Supraporten des Hauptsaals wurden um 1710 geschaffen zu einem unbekannten Zeitpunkt übermalt. Nach Freilegung ihrer Reste 1960 erfolgte anhand erhaltener Konturen bei zwei Supraporten eine freie Rekonstruktion.[34] Die übrigens sind Neuschöpfungen.

Temperantia?

Das originale Gemälde in der Supraporte über der rechten (Schein-)Tür an der Westwand von ca. 1710 ist verloren. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück.[34] Es handelt sich jedoch prinzipiell um ein ursprüngliches Gemälde.[33] Es zeigt eine männliche Figur in einem sich bauschenden violetten Gewand. Sie gießt Wein in eine Trinkschale. Eventuell handelte es sich ursprünglich um eine Temperantia.

Diana

Das ursprüngliche Gemälde in der Supraporte über der linken — realen — Tür an der Westwand hat sich nicht erhalten. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück.[34] Das Gemälde ist auf Lehmputz in Leinfarbmalerei ausgeführt.[35] Es zeigt Diana. Sie hat sich auf dem Boden niedergelassen und wird von einem flatternden roten Gewand hinterfangen. Sie hält Speer und Bogen, den Pfeilköcher hat sie abgelegt. Im Hintergrund sind zwei Hirsche zu sehen.

Pyrmonter Brunnen

Das ursprüngliche Gemälde über der Supraporte an der Nordwand hat sich nicht erhalten. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück.[36] Das Gemälde ist nicht auf dem ursprünglichen Bildgrund, sondern wurde auf Lehmputz in Leimfarbenmalerei ausgeführt.[33]

Es zeigt eine Allegorie des Pyrmonter Brunnens in Gestalt eines wilden Mannes mit rotem Schurz. Er lagert im Bildvordergrund, während im Bildhintergrund das brocke Brunnenhaus von 1668 zu sehen ist. Unter seinen leicht angehobenen Knien liegt ein Krug, aus dem das Wasser hervorsprudelt. Um seine Hüften trägt er einen üppigen Fruchtkranz, sein Haupt ist mit Lorbeer bekränzt.

Schlüssel

Das originale Gemälde in der Supraporte über der linken (Schein-) Tür an der Ostwand von 1710 ist verloren. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück,[34] doch handelt es sich prinzipiell um ein ursprüngliches Gemälde.[33] Es zeigt eine Frau in grünem Gewand von hinten. In der einen Hand hält sie einen Schlüssel, in der anderen eine Keule oder ein Paddel.

Brunnenwasser

Das Gemälde der Supraporte über der rechten — realen — Tür an der Ostwand hat sich nicht erhalten. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück Das Gemälde ist nicht auf dem ursprünglichen Bildgrund, sondern wurde auf Lehmputz in Leimfarbenmalerei ausgeführt.[33]

Die Supraporte über der rechten — realen — Tür an der Ostwand zeigt eine sitzende Frau in rotem sich bauschenden Gewand, die Brunnenwasser aus einer Schale in ihre Hand gießt. Rechts von ihr lagern zahlreiche Flaschen mit abgefülltem Wasser, links von ihr trinkt ein kleiner nackter Junge von dem Wasser aus einer weiteren Schale.

Der Nachdenkliche

Die originale Malerei in der Supraporte an der Süewand ist verloren. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück.[34] Die Malerei ist auf dem ursprünglichen Bildgrund[33] und zeigt eine ruhende Gestalt in violettem Gewand in nachdenklicher Pose: Sie hat den Zeigefinger der linken Hand gegen die Schläfe gerichtet. In ihrer Rechten hält sie einen Stab.

Puttendarstellungen in den Fensterlaibungen

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die auch Puttendarstellungen in den Fensterlaibungen zum Garten wurden um 1710 geschaffen und zu einem unbekannten Zeitpunkt übermalt. Sie haben sich nicht erhalten. Der gegenwärtige Zustand geht auf 1960 zurück, als nach Freilegung der Malereireste eine freie Rekonstruktion nach erhaltenen Konturen erfolgte.[37] Die Wandbilder sind in Fresco-Secco-Technik ausgeführt.[33]

Erste Putte

Im linken Fenstergewände des östlichen Fensters an der Südwand ist in einen Stuckrahmen ein sitzender Putto dargestellt, dessen Oberkörper von einem sich bauschenden violetten Stoffband kreisförmig umfangen wird. Seine rechte Hand hat er mit einer rosenartigen Blume erhoben.

Zweite Putte

Im rechten Fenstergewände des östlichen Fensters an der Südwand des Hauptsaals von Schloss Pyrmont erblickt man in einem Stuckrahmen einen schreitenden Putto. Über seiner rechten Schulter hängt ein graues Tuch. Er trägt mit beiden Händen ein eingetopftes Bäumchen.

Dritte Putte

Im linken Fenstergewände des zweiten Fensters von Osten in der Südwand des Hauptsaals von Schloss Pyrmont wird in einem Stuckrahmen ein kniender Putto präsentiert, der einen blühenden Rosenzweig hält.

Vierte Putte

Im rechten Fenstergewände des zweiten Fensters von Osten in der Südwand des Hauptsaals von Schloss Pyrmont wird ein sitzender Putto gezeigt, der mit beiden Händen einen Krug hält.

Fünfte Putte

Im linken Fenstergewände zweiten Fensters von Westen in der Südwand präsentiert ein Stuckrahmen einen knienden Putto, der an einer herabhängenden Rose duftet. Über seiner rechten Schulter liegt ein Tuch.

Sechste Putte

Im rechten Fenstergewände des zweiten Fensters von Westen in der Südwand des Hauptsaals von Schloss Pyrmont befindet sich in einem Stuckrahmen ein nach links schreitender Putto in einem leichten grünen Gewand. In seiner rechten Hand hält er eine Rose.

Siebte Putte

Im linken Fenstergewände des westlichen Fensters in der Südwand des Hauptsaals von Schloss Pyrmont präsentiert ein Stuckrahmen einen Putto, der in ähnlich einem Sämann in einem Tuch vor seinem Bauch Blumen trägt.

Achte Putte

Im rechten Fenstergewände des westlichen Fensters in der Südwand des Hauptsaals von Schloss Pyrmont erblickt man in einem Stuckrahmen einen Putto, der einem frontal entgegentritt. Über seine rechte Schulter ist ein Tuch gelegt, das einen Körper leicht umspielt. In seiner Rechten trägt er einen Blumenstrauß.

Deckenmedaillon

 

Der Freskorest befindet sich in einem Medaillon im Nordwestbereich der Decke des Hauptsaals von Schloss Pyrmont. Er wurde 1960 freigelegt und zeigt einen vermutlich antiken Krieger, der gerade im Begriff ist, sein Schwer zu ziehen.[38]

Deckenmedaillon

 

Der Freskorest befindet sich in einem Medaillon im Südostbereich der Decke des Hauptsaals von Schloss Pyrmont. Er wurde 1960 freigelegt und zeigt eine Frau — vermutlich hinter eine Wolke — die ihr Gesicht dem Betrachter zuwendet. In ihrer linken Hand hält sie eine Blume. Vor ihr fliegt ein Putto, der zu ihr zurückblickt. Ein Schriftband erläuterte die Szene.[38]

Deckenmedaillon

 

Der Freskorest befindet sich in einem Medaillon im Südwestbereich der Decke des Hauptsaals von Schloss Pyrmont. Er wurde 1960 freigelegt und zeigt eine Frau mit Stern über dem Kopf auf Wolken, die dem Betrachter den Rücken zukehrt. Sie blickt einen Gegenstand in der ausgestreckten linken Hand, der nicht mehr zu bestimmen ist, aber Schriftzeichen trug. Rechts im Vordergrund ist der Rest einer weiteren Person zu erkennen, die vermutlich zur Frau aufblickte. Ein geschwungenes Schriftband erläuterte die Szene.[39]

Appartement des Fürsten

 

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Das Appartement des Fürsten[40] im Hauptgeschoss von Schloss Pyrmont wurde 1706/10 etabliert und bestand anfänglich nur aus drei Zimmern: einem Vorzimmer (1710 Gemach des Fürsten genannt), einem Kabinett und einer Garderobe. 1728 wird zusätzlich eine Retirade genannt. Diese Raumfolge wurde später um das so genannte Tischbeinzimmer (1775 Gelber Saal genannt) erweitert. Es gab nun das Blaue Vorzimmer (das ehemalige Gemach des Fürsten), den Gelben Saal und ein Schlafzimmer (das ehemalige Kabinett) sowie die angrenzenden Räumlichkeiten.

Beschreibung

Die Raumfolge wird vom Hauptsaalaus nach Osten erschlossen. Das direkt an den Saal angrenzende Gemach ist annährend quadratisch und hat zwei Fenster nach Süden. Das hier ehemals vorhandene Deckengemälde ist verloren. Die ehemaligen Fenster in der Ostwand sind seit dem Anbau des angrenzenden Tischbeinzimmers zugesetzt. Das Tischbeinzimmer ist ein quergelagerter Raum von zwei Achsen Tiere und drei Achsen Breite. In seine Boiserieen sind Gemälde von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. eingelassen. Vom Tischbeinzimmer und auch vom Vorzimmer aus erreicht man das kleine ebenfalls annährend quadratische Schlafzimmer. Ein weiterer Zugang erfolgt über die Garderobe. Im Schlafzimmer hat sich der Rest eines Deckengemäldes von 1706/10 erhalten. Das Gemach des Fürsten war anfänglich grün ausgestattet und ist heute wieder den älteren Räumen in diesen Zustand gebracht worden. Der Tischbeinraum hat weitgehen das Aussehen von 1775 erhalten.

Ein Bildprogramm der gesamten Raumfolge kann aus den erhaltenen Resten nicht abgeleitet werden.

Tischbeinzimmer

 

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Der Raum des so genannten Tischbeinzimmers[41] entstand im Rahmten eines 1763-75 erfolgten Anbaus an der Ostseite des Hauptgebäudes von Schloss Pyrmont. Es erweitert das Appartement des Fürsten um einen Raum. Das Tischbeinzimmer wurde bereits unter Fürst Karl August Friedrich zu Waldeck und Pyrmont konzipiert. Aufgrund seines Todes 1763 wurde es aber erst unter seinem Nachfolger Friedrich Karl August zu Waldeck und Pyrmont vollendet, nachdem dieser 1766 aus der Vormundschaft entlassen worden war. Zwischen 1763 und 1766 ruhten die Arbeiten. Der Ausbau des Raumes begann unter Franz Friedrich Rothweil und wurde frühestens 1777 unter Rothweils Nachfolger Johann Matthias Kitz, der 1768 das Amt übernahm, abgeschlossen.[42]

Erste Umgestaltungen bzw. Renovierungen erfolgten gegen 1855. Die Wände wurden überfasst und der Raum erhielt eine neue Decke. Sollte der Raum jemals eine Deckenmalerei gehabt haben, ging sie spätestens damals gänzlich undokumentiert verloren. Eine dritte Fassung bekam der Raum um 1900 eine vierte 1960/61, in deren Rahmen eine erste Restaurierung des Raumes erfolgte, ohne dass auf eine historische Fassung Bezug genommen wäre. Seine heutige Erscheinung erhielt der Raum in einer weiteren Restaurierung nach Befundung 1985/86 ab 1988.[43]

Die konkrete historische Funktion des Zimmers und Rezeption des Raumes ist unbekannt – seine Gemälde und er selbst werden von den Zeitgenossen in ihren gedruckten Beschreibungen nicht erwähnt.[44] Erschwerend für eine Funkionsbestimmung kommt hinzu, dass das Zimmer nicht für jenen Auftraggeber vollendet wurde, von dem es beauftrag worden war. Fürst Friedrich Karl zu Waldeck und Pyrmont, der Tischbein beauftragte und die Wandverkleidungen in beiden Fassungen, wollte Pyrmont jedenfalls zu einem modernen Bad machen. Seinem eigenen Verständnis nach war er ein aufgeklärter Fürst, der Friedrich II. von Preußen bewunderte. So ist die Vermutung aufgekommen, dass der Waldecker Fürst wie sein preußisches Vorbild eine Tafelrunde einzurichten gedachte. Und ihr Ort sei das Tischbeinzimmer gewesen.[45] Zur fürstlichen Tafel wurden ohne Rücksicht auf Geburt „anständige Leute“ aller Schichten und Stände gezogen. Auch gab es einen regemäßigen Salon. Für all diese Aktivitäten könnte das Tischbeinzimmer genutzt worden sein.[46]

Der Fürst stand in Verbindung mit Winckelmann, Wieland, Goethe und Humboldt. War er auch kein Freimaurer, so war er doch der Protektor der nach ihm benannten Freimaurerloge „Friedrich zu den drei Quellen“ in Pyrmont. Deren Stuhlmeister war ab 1783 sein jüngster Bruder Prinz Ludwig war.[46]

Geschichte der Wandgestaltung

Die Geschichte der Wandgestaltung ist komplex.[47] Sie wurde von Baumeiters Johann Matthias Kitz begonnen und wohl auch vollendet. Schon bald aber veränderte der Bildhauer Christian Friedrich Valentin Teile der Ausstattung. Es war nach Kitz Ausscheiden 1787 dessen Nachfolger und ersetzte einige Rokokoformen durch frühklassizistische bzw. schuf derartige in Ergänzung. In der ersten Fassung waren die Wandflächen in Ocker gefasst, die Rahmungen und Füllungen mit abgesetzten Profilierungen in weiß begrenzt. Aus Eichenholz geschnitzten Rocaillen an den Wandfeldern wurden farblich sehr differenziert mit roten und blauen Blüten und Knospen, grünen Ranken und grünen und blauen kleinen Blättern versehen, und diese Malerei auf den Füllungen und Rahmungen in die Fläche hinein weitgeführt.[48]

Später wurden die Wände mehrfach überfasst. Die war auch der Fall, als 1852-55 die Annexe aufgestockt wurden. Alle Flächen wurden mit Ausnahme der Tür- und Fensterrahmungen als Holzimitation gestaltet (Die Decke des Saales hatte damals eine gemalte Holzkassettendecke). Im Wandbereich an der Westwand wurde hinter dem Kaminspiegel auf dem Kreuzrahmen eine Inschrift entdeckt: “Friedrich Wehrmann Maler hat die ganzen Schloßarbeiten verfertigt den 12. October 1852“. Damit ist wohl die Holzimitationsfassung gemeint.[49] Um 1900 erhielt der Raum eine dritte Fassung in Weiß und die Holzimitation wurde beseitigt. Eine vierte Fassung wurde im Rahmen einer Restaurierung 1960/61 geschaffen. 1988 suchte man, das ursprüngliche Aussehen wieder zu erlangen, was aber nur bedingt möglich war, da aufgrund der gebannten frühen Überarbeitung Teile der Erstausstattung verloren sind — es gibt keine Befunden für die Bereiche unter den klassizistischen Einbauten.[50] So präsentiert sich das Tischbeinzimmer seither mit verschiedenen Stilstufen der ersten Fassungen nebeneinander.[51]

Beschreibung

Das Tischbeinzimmer ist ein eingeschossiger quergelagerter Raum von zwei Achsen Tiefe und drei Achsen Breite. Zwei Türen an der Westseite erschließen den Raum. Zwischen ihnen ist ein mittiger Spiegelkamin angebracht. Zwischen den Fenstern sind über Konsoltischen weitere Spiegel in die Wände eingelassen. Die Wände werden von wandhohen, geschnitzten und farbig gefassten Boiserien bedeckt.[52] Über eine Sockelzone ist die Wand in vertikale Segmente unterteilt. Unter der Decke sind in die Wand über Türen und Spiegeln medaillonartig Gemälde von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. eingelassen. Über den beiden Türen werden in Grisaillemalerei zum einen die Bildhauerkunst und zum anderen die Malerei präsentiert. Über den Spiegeln erblickt man — jeweils als Zweiergruppe— Apoll und die sieben Musen.

Die Originalausstattung ist nicht komplett erhalten. Spätere Instandsetzungen haben die Qualität der Interieurs verunklärt. Die Paneele sind von Eichenholz und waren ehemals mit Kaseieinfarben mit Ölanteil ohne Wasserzusatz bemalt.[45] Nach der letzten Restaurierung sind nun zwei Stilstufen nebeneinander zu sehen.[53] In die Wandpaneele sind Rocaillen geschnitzt, die der ersten Ausstattungsstufe angehören. Über den Gemälden befinden sich aufgeleimte Schnitzereien der zweiten Fassung (oberhalb der Gemälde). Diese neueren ersetzten alte der ersten Fassung. Die Rahmungen der Spiegel sind noch jünger. Die gegenwärtige Ockerfassung entspricht weitgehend der orginalen. Sie ist mit den aufgenagelten Schnitzereien etwas weißlich abgemildert. Die Farbigkeit der Rocaillen blieb davon unberührt, ebenso die Weiterführung der Malerei auf den Füllungen. Die flache Spiegeldecke über einem stark profilierten Gesims ist ungegliedert und weiß gefasst.

Das Bildprogramm des Tischbeinzimmers

Das Programm des Tischbeinzimmers[54] wird durch die Wandmalerei Tischbeins vorgegeben: acht farbige Gemälde mit Apoll und den Musen und zwei Grisailledarstellungen von Bildhauerei und Malerei.

Über jedem Spiegel ist eine Musendarstellung in die Wandvertäfelung eingelassen. Über dem Spiegelkamin und damit mit höchstrangigen Ort sind Apoll und Urania zu sehen. Apoll setzt Urania einen Lorbeerkranz auf. Die anderen Gruppen sind Erato und Polhymnia, Euterpe und Terpsichore, Klio und Kalliope sowie Melpomene und Thalia. Musenzyklen waren in jener Zeit populär und man wird nicht fehlgehen, die Musen in Zeiten der Aufklärung nicht nur allgemein als Personifikationen der Künste, sondern als Zeichen für künstlerische und wissenschaftliche Bildung sehen. Deren Förderer ist der Fürst. In seinem Appartementliegt der Tischbeinsaal, er ist der Garant für ihr Gedeihen. Er führt die Künste so wie Apoll die Musen. Die Darstellungen von Malerei und Bildhauerkunst ergänzen den Zyklus. Die Baukunst wird nicht gezeigt – das Schloss selbst ist das Exempel. Der Fürst wird hier als Förderer der Wissenschaften und Künste selbst dargestellt.[55]

Der Stellenwert der Wandgestaltung

Ebenso wichtig wie die Wandgemälde ist aber auch die Verkleidung der Boiserien. In ihrer ursprünglichen Fassung von Kitz erinnert die Gestaltung der Paneele an die von Johann Christian Hoppenhaupt für Schloss Sanssoucigeschaffene Wandverkleidung des so genannten Voltairezimmers.[45] Diese Wandvertäfelung war 1752/53 gefertigt worden und zeigt über einem gelbem Fond bunte plastische Holzschnitzereien mit Blumen, Früchten, Sträuchern und Tieren. Die Wandgliederung geht auf Kitz zurück. Dieser hatte eine Vorliebe für die Dreigliederung der Vertäfelung repräsentativer Räume und stellte gerne in die untere Zone Kamine, Konsoltische oder andere Elemente einer Sockelzone. Den Raum erweiterte er mit Spiegelflächen und als oberen Abschluss wählte er Gemälde. Vergleichbar war bis 1935 das von ihm geschaffene Schloss Schwarzenraben bei Lippstadt.[56] Heute ist der Raum im Schloss Pyrmont das einzige erhaltene Beispiel Kitzscher Raumausstattung.

Der heute in Pyrmont sichtbare Schmuck ist eng verwandt mit dem des Schreiberschen Hauses in Bad Arolsen von 1790. Sie stammen vom selben Künstler. Valentin dürfte Eindrücke aus England verarbeitet haben. Er hatte eigens ein Stipemdium erhalten, um den englischen Frühklassizismus zu studieren.[57] Wichtig für Pyrmont ist, dass Valentins Verzierungen erst nach den Gemälden Tischbeins, und damit für diese als Rahmung geschaffen wurden. Nach dem Schloss in Pyrmont arbeitete Valentin im Schreiberschen Haus.

Bedeutung des Tischbeinzimmers

Sein hohe Bedeutung erhält das Tischbeinzimmer durch die namengebenden in die Wandvertäfelung eingelassenen Gemälde von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. Dieser war Hofmaler in Hessen-Kassel. Die Malerei ist auf 1777 datiert.[58] Bemerkenswert ist frühe Rezeption klassizistischer englischer Formen. 1773 war in Wörlitz eine antikisierende Wanddekoration angebracht worden. Im selben Jahr erschien der erste Wedgwood-Katalog. Nur zwei Jahre später reiste der Pyrmonter Bauherr selbst nach London. Nach der Rückkehr des Fürsten schuf Tischbein die Malereien 1777. Nachdem diese vollendet waren und Johann Friedrich Valentin von seiner undatierten Englandeise zurückkehrte, wurde die Ausstattung dem modernen Zeitgeschmack bis spätestens 1787 angepasst. Es handelt sich um die erste klassizistische Dekoration in Waldeck-Pyrmont. Dabei beseitigte man nicht die alten Schmuckformen wie die Rocaillen, sondern man ergänzte sie, verschmolz sie zu einer Einheit. Damit ist die Ausstattung des Tischbeinsaals ein nahezu einmaliges Beispiel des Stilwandels in Deutschland Ende des 18. Jahrhunderts.[59]

Musenzyklus mit Apoll

Beschreibung und Ikonographie

Im so genannten Tischbeinsaal ist ein fünfteiliger Musenzyklus von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. in die Wandvertäfelung eingelassen.[60] Auf den Gemälden sind Apoll und die neun Musen jeweils zu Zweiergruppen zusammengefasst. Gemeinsam dargestellt werden Apoll und Urania. Sie sind an bevorzugter Stelle in der Mitte der Westwand über einem Marmorkamin zu sehen. Ihnen gegenüber an der Ostwand sind die Gemälde von Thalia und Melpomene sowie von Klio und Caliope zu sehen. An den Schmalseiten im Norden und Süden werden Euterpe und Terpsychore sowie Polymnia und Erato präsentiert. Bis auf das kreisrunde Gemälde mit Apoll und Urania sind alle anderen Gemälde schmaler in einem leichten Hochoval zu sehen. Die Dargestellten sind im Allgemeinen nicht als gleichwertig wiedergegeben. So bekränzt Apoll aktiv die zum ihm passiv aufblickende Urania, Thalia hat ihre Maske abgenommen und lacht den Betrachter offensiv an während Melpomene in theatralischer Haltung hinter ihr steht, den Blick gen Himmel gerichtet. Klio und Caliope sind erscheinen scheinbar gleichwertig. Doch steht Clio hinter Caliope – mit einer Posaune in der Hand – und blickt auf Caliope herab, die vor ihr sitzt. Caliope wiederum hat den Kopf zurückgewendet, um auf Clio zu blicken. Terpsychore wird frontal und aufrecht präsentiert. Sie blickt jedoch nicht auf den Betrachter, sondern auf die rechts vor ihr sitzende Euterpe. Sie ist im Profil zu sehen und erwidert Terpsychores Blick. Polymnia blickt frontal auf den Betrachter und präsentiert ihm eine Schriftrolle, während Erato im Hintergrund bleibt und sich dem hinter ihr stehenden Amor zuwendet.

Vergleichsbeispiele

Das Thema des Musenzyklus ist nicht für Pyrmont konzipiert worden. Vielmehr griff Tischbein auf einen Zyklus zurück, den er in gleicher Gruppierung bereits in den 60er Jahren für das Lustschloss der Landgrafen von Hessen in Wilhelmsthalgeschaffen hatte.[61] Hier schmücken sie fünf Supraporten des so genannten Musensaals. Sie sind genauso kombiniert, wie in Bad Pyrmont.[62] Zwei Musenbildnisse erstellte Tischbein zudem bereits vor den Arbeiten für Pyrmont für seinen Waldecker Auftraggeber, und zwar im Residenzschloss Arolsen 1770 – es handelt sich um Melpomene und Thalia.[62]

Apoll und Urania
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Über der Kaminöffnung ist in die Holzvertäfelung ein großes kreisrundes Gemälde von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. eingelassen.[63] Es zeigt Apoll und Urania und gehört zu einem fünfteiligen Musenzyklus im Tischbeinzimmer. Der Zyklus ist vermutlich 1777 geschaffen worden. Er wird aber in zeitgenössischen Schriften im Gegensatz zu anderen Gemälden im Schloss nicht erwähnt.[64]

Beschreibung und Ikonographie

Das runde Gemälde präsentiert zwei Figuren. Hauptperson ist eindeutig der hell erleuchtete Apoll. Er sitzt rechts, in rotem Mantel und mit dem Lorbeerkranz bekrönt, die Leier lässig mit der Linken neben sich haltend. Sein Gesicht blickt nach links und ist mit griechischem Profil dargestellt. In der erhobenen Rechte hält er einen Lorbeerkranz, mit der er im Begriff ist, die links unter ihm sitzende Urania zu bekrönen. Beide stehen in Blickkontakt miteinander. Urania ist durch Himmelsglobus und Zirkel, die sie in ihren Händen hält, gekennzeichnet. Zusätzlich ist unter dem Globus ein großes Blatt entfaltet, an dessen unteren Rand „Urania“ geschrieben steht. Im Hintergrund auf einer Klippe ein Pegasus, im Begriff, abzuheben.

Polhymnia und Erato
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

An der Nordwand des Tischbeinzimmers ist über einem Spiegel und zwischen zwei Fenster ein hochovales Gemälde in Öl auf Leinwand eingelassen, das Polymnia und Erato zeigt. Es gehört zu einem fünfteiligen Musenzyklus von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. Der Zyklus ist vermutlich 1777 geschaffen worden. Er wird aber in zeitgenössischen Schriften im Gegensatz zu anderen Gemälden im Schloss nicht erwähnt.[64]

Beschreibung und Ikonographie

Das Bild ist vertikal zweigeteilt. In der linken Hälfte erblickt man die aufrecht stehende Polhymnia. Sie ist mit einem weißen Kleid mit goldenen Borten und Edelsteinbesatz bekleidet. Über ihre reche Schulter hängt ein altrosafarbener Umhang. Die Rechte hat sie mit ausgestrecktem Zeigefinger erhoben. Ihren linken Ellenbogen hat sie auf eine undefinierte Fläche gelegt, in der herabhängenden Linken hält sie ein Schriftrolle, auf der zu lesen steht: „ Suadere / Polhymnia“. Ihr Haupt schmücken ein Diadem und Perlen. Währen rechts hinter ihr eine ebenfalls undefinierbare Architektur zu erkennen ist, ist links ihrer Haupt der freie Himmel zu sehen, vor dem sich ihr Zeigefinger prägnant abhebt und ihre Beredtsamkeit in den Vordergrund stellt. Links hinter Polhymnia erkennt man die sitzende Erato mit einer Leier in ihrer linken Hand. Auf deren Fuß ist der Schriftzug „Erato“ zu erkennen. Sie blickt zurück zum hinter ihr stehenden Amor, der sie mit Blumen bekränzt — ist sie doch auch für Liebesgesänge zuständet.

Clio und Caliope
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

An der Westwand des Tischbeinzimmerst ist gegenüber dem Eingang zwischen zwei Fenster über einem Spiegel ein hochovales Gemälde Öl auf Leinwand in die Wandvertäfelung eingelassen. Zu sehen sind die Musen Clio und Caliope. Das Gemälde von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. gehört zu einem fünfteiligen Musenzyklus. Dieser ist vermutlich 1777 geschaffen worden. Er wird aber in zeitgenössischen Schriften im Gegensatz zu anderen Gemälden im Schloss nicht erwähnt.[65]

Beschreibung und Ikonographie

Rechts im Vordergrund sitzt Caliope. Sie wendet sich zu der links hinter ihr stehenden Clio um. Beide tragen ein blaues Gewand, Clio jedoch einen orangfarbenen Umhang, Caliope einen rosafarbenen. Calliopes Haare schmücken Perlen und ein Diadem. Sie hat einen Griffel zur Hand genommen und ist offenbar im Begriff, ein Heldengedicht zu schreiben. Hinter ihr ist auf einem Steinblock der Schriftzug „Calliope“ zu erkennen. Darüber ist ein weiterer unlesbarer — eventuell griechischer — Schriftzug zu erkennen, der vielleicht auf einen Buchrücken steht. Lorbeerblätter umfangen dieses Objekt. Die lorbeerbekränzte Clio steht hinter Calliope und hat ihr freundschaftlich die linke Hand auf die Schulter gelegt, während sie liebevoll auf sie herabblickt. In der rechten Hand hält sie ihre Posaune. Ihr rechter Ellenbogen ist dabei lässig auf eine Schriftrolle gelegt. Auf dieser erkennt man die Schriftzüge: „Clio“ und „Thucydides“. Der Bildhintergrund ist floral, aber undefiniert.

Euterpe und Terpsichore
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

An der Südwand des Tischbeinsaals ist zwischen zwei Fenstern über einem Spiegel ein hochovales Gemälde Öl auf Leinwand in die Wandverkleidung eingelassen. Es stammt von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. und zeigt Euterpe und Terpsichore. Das Gemälde gehört zu einem fünfteiligen Musenzyklus. Dieser ist vermutlich 1777 geschaffen worden. Er wird aber in zeitgenössischen Schriften im Gegensatz zu anderen Gemälden im Schloss nicht erwähnt.[64]

Beschreibung und Ikonographie

Im Vordergrund rechts sitzt vor einem Naturwald die nach links blickende leicht bekleidete Euterpe, die Muse der Musik. Ihr Gesicht ist im Profil dargestellt, ihr Haar ist mit Rosen geschmückt. In ihrem Rücken liegt ein Dudelsack mit der Aufschrift: „Euterpe“. Sie hält eine Doppelflöte in Hände, hat diese jedoch nicht an den Mund gesetzt. Vielmehr blickt sie auf die links hinter ihr tanzende Terpsichore, die Muse des Tanzes. Im Gegensatz zu Euterpe erblickt man hinter ihr den blauen Himmel. Sie ist dem Betrachter frontal zugewandt. Ihr Haar ist mit Blumen und Federn geschmückt, ihre linke Hand ist emporgehoben, ihre rechte nach unten gerichtet. Mit beiden Händen hält sie eine Blumengirlande. Links von ihr ist mit einem blauen Band eine Leier an einem Ast gehängt. Die Leiter träft die Inschrift: „Terpsychore“. Beide Frauen stellen Blickkontakt zueinander her.

Thalia und Melpomene
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

An der Ostwand des Tiscbeinzimmers — an der Nordhälfte — ist zwischen zwei Fenstern über einem Spiegel ein hochovales Gemälde Öl auf Leinwand in die Wandvertäfelung eingelassen. Es zeigt Thalia sowie Melpomene und gehört zu einem fünfteiligen Musenzyklus. Dieser ist vermutlich 1777 geschaffen worden. Er wird aber in zeitgenössischen Schriften im Gegensatz zu anderen Gemälden im Schloss nicht erwähnt.[66]

Beschreibung und Ikonographie

Melpomene steht vor einem blauen Vorhang. Ihr Mantel ist ebenfalls blau und mit einem Hermelinbesatz verziert. Sie hat ihr bleiches Gesicht theatralisch nach oben gewandt. Ihr Haar ist mit Perlen und einem Lorbeerkranz geschmückt. In der hochgereckten rechten Hand hält Melpomene einen Dolch mit goldenem Griff, über dessen Klinke ein ebenfalls goldenes Krönlein gerutscht ist. Links von ihr aus gesehen steht ein Tisch auf den sie sich stützt. Dieser ist mit einer Blauen Decke bedeckt. Die goldfarbene Stickerei zeigt zum Betrachter hin den von Lorbeerblättern umkränzten Schriftzug: „Melpomene“. Auf dem Tisch liegt ein blaues Samtkissen, auf dem eine goldene Krone zusammen mit einem goldenen Zepter, Stab oder sonst einem länglichen Gegenstand vor einer Amphore ruhen.

Vor Melpomene sitzt auf einem Stuhl die leicht bekleidete Thalia. Sie hat ihre schwarze Maske in die linke Hand genommen und lächelt den Betrachter mit einem rotwangigen Gesicht keck an. Ihre rechte Hand liegt in ihrem Schoß und hält eine Schriftrolle auf der „Thalia“ zu lesen ist. Ihr Kopf ist mit Efeu und Haarband geschmückt.

Die Malkunst
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Über der Ausgangstür in der Südwestecke des Tischbeinsaals ist in die Wandverkleidung eine hochvale Malerei in Öl auf Leinwand eingelassen. Das Gemälde stammt von Johann Heinrich Tischbein d. Ä., ist signiert und auf 1777 datiert.[67]

Beschreibung und Ikonographie

Die Grisaillemalerei präsentiert eine vierfigurige Allegorie der Malerei. Vorne links im Bildvordergrund sitzt eine Putte auf einem Kissen. Auf ihr linkes Knie stützt sie ein Zeichenbrett, während sie mit seiner rechten Hand zeichnet. Sie blickt auf eine Gruppe von zwei Putten. Die eine fungiert dabei als Modell. Sie hat erhöht Platz genommen und ist mit Blumen im Haar geschmückt. Die zweite Putte muss ihr assistieren und fasst ihr an das Kinn, um ihren Kopf in die richtige Stellung zu bringen. Das Paar wird von einem Vorhang hinterfangen, den eine vierte Putte beiseiteschiebt, um auf die Zweiergruppte zu blicken. Links von ihr und hinter dem ‚Künstler‘ steht eine Staffelei. Unten ist eine Stufe dargestellt. Auf deren Sichtfläche steht der Schriftzug: „J. H. Tischbein pinxit Caessel A 1777“.

Die Bildhauerkunst
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

An der Westwand des Tischbeinzimmers über der Tür zu einem Nebenraum ist über Tür in der Nordwestecke in Wandvertäfelung ein hochovales Gemälde eingelassen. Die Grisaillemalerei zeigt eine dreifigurige Allegorie der Bildhauerkunst und wurde 1777 von Johann Heinrich Tischbein d. Ä. Öl auf Leinwand erstellt.[68]

Beschreibung und Ikonographie

Eine Gruppe von drei Putten ist in einem scheinbar gemauerten Halbrund zu erkennen. Links ist in der Wand ferner eine leere Nische auszumachen. In der Mitte steht ein Sockel, der vermutlich eine Urne trägt — nur der Fuß ist zu sehen. Eine Putte im Bildvordergrund links bearbeitet mit Meißel und Schlegel eine am Boden liegende Heldenbüste. Eine weitere Putte steht zentral vor dem Sockel. Sie ist aufgerichtet und hält ein Maßband vor sich herab. Rechts im Hintergrund sitzt eine dritte Putte vor einem Block und überprüft mit einem Zirkel Eintragungen auf einem auf dem Block ausgebreiteten Papier. Am unteren Bildrand ist eine Stufe. Auf ihrer Sichtfläche ist ein Schriftzug zu sehen: „J. H. Tischbein C. fecit 1777“.

Kabinett

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Der Raum[69] wurde als Kabinett des Fürsten ab 1706 erbaut und als solcher 1710 bezeichnet. Nach dem Anfügen des östlichen Anbaus wurde er 1767 Schlafzimmer genannt. Der Raum hatte ehemals ein Fenster an der Ostseite, dort, wo sich heute die Tür zum Tischbeinzimmer befindet. Von der historischen Ausstattung hat sich kaum etwas erhalten. Das vermutlich bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts überfasste Deckengemälde wurde nach 1960 wieder freigelegt und ist in Resten erhalten.

Beschreibung

Der Raum ist annähernd quadratisch und hat Türen an der Nord-, Ost- und Westseite. Ein Fenster ist an der Nordostecke. Die stuckierte Voutendecke mit abschließendem Simsprofil präsentiert Reste eines Deckengemäldes. Ein Programm kann aus den erhaltenen Resten nicht abgeleitet werden.

Deckengemälde
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das Deckengemälde[70] in Fresco-Secco-Technik wurde vermutlich bereits im 18. Jahrhundert überstrichen und 1960 freigelegt und anschließend restauriert.

Beschreibung und Ikonographie

Das zentrale Deckenfeld präsentiert die Reste eines Deckengemäldes.[71]Es zeigt auf einer Wolke sitzenden Engel mit einer Harfe in seiner Linken. Sein Haupt trägt eine Kopfbedeckung, die aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes des Gemäldes nicht mehr zu bestimmen ist. Er wird von zwei Putten begleitet. Eine Putte speilt Querflöte, die andere streut Blumen.

Appartement der Fürstin

 

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Das Appartement der Fürstin[72] im Hauptgeschoss von Schloss Pyrmont wurde 1706/10 etabliert und bestand anfänglich nur aus drei Räumen, einen Schlafzimmer, das 1710 so bezeichnet wurde, einem Kabinett und einer Garderobe. 1728 wird ferner eine zweite Garderobe genannt, die nicht verortet werden kann. Später wurde die Raumfolge um zwei Räume erweitert. Das Schlafzimmer war nun das Grüne Zimmer (so 1775 bezeichnet), an das sich jetzt im Westen das neue Wohnzimmer der Fürstin (so 1775 bezeichnet) anschloss, auf welches das ebenfalls neue Schlafzimmer der Fürstin (so 1775 bezeichnet) folgte, von dem aus man in das Kabinett gelangte. Heute gibt es keine Verbindung mehr von Grünem Zimmer zum Kabinett. Ergänzt wurde die Raumfolge durch die Garderoben.

Beschreibung

Das Appartement der Fürstin schließt im Westen an den Hauptsaal an. Es bestand aus vier bzw. fünf Räumen. Erster Raum ist das annähernd quadratische Grüne Gemach mit zwei Fenstern nach Süden. Auf dieses folgt im Westen das längsrechteckige Wohnzimmer der Fürstin mit ebenfalls zwei Fenstern nach Süden und einem Fenster nach Westen. Nach Norden schließ das gleicht große Schlafzimmer mit zwei Fenstern nach Norden und einem Fenster nach Westen an. Kabinett und ehemaligen Garderobe sind heute nicht mehr zugänglich.

Ein Bildprogramm der gesamten Raumfolge kann aus den wenigen geringen Resten nicht erschlossen werden.

Gemach der Fürstin

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Das Gemach der Fürstin bzw. das Grüne Zimmer[73] ist 1707/10 entstanden und wurde später umgestaltet. Ursprünglich handelte es sich um einen Eckraum mit zwei Fenstern an der West- und zwei Fenstern an der Südseite. Es wird vom Hauptsaaldurch eine Tür an der Südostecke erschlossen. Nach Süden gelangte man durch eine Tür in der Nordwestecke in ein anschließendes Kabinett, durch eine Tür in der Nordostecke in einen kleinen Raum (die Garderobe). Mit der Anfügung des westlichen Annexes wurden die westlichen Fenster zugesetzt und in das südliche eine Tür zum nun angrenzenden Wohnzimmer gesetzt. Die Tür zum Kabinett verschloss man. Auch das Deckengemälde wurde wohl bereits im 18. Jahrhundert überstrichen. Wohl um 1830 kam die Wandvertäfelung in das Zimmer — ebenso der der Kaminaufbau. Der Unterbau des Kamins aus Marmor stammt noch vom Beginn des 18. Jahrhunderts.[74]

Beschreibung

Der annähernd quadratische Raum wird von Osten vom Hauptsaal aus betreten. Hier steht in der Wandmitte ein Kamin mit Aufbau. Nach Süden erleuchten den Raum zwei Fenster. Nach Westen gelangt man in das Wohnzimmer. Die Voutendecke zeigt Reste eines nach 1960 freigelegten Deckengemäldes in achteckigem Stuckrahmen.[75] Das Deckengemälde wurde vermutlich bereits im 18. Jahrhundert überstrichen.[76] 1960 wurde die Malerei wieder entdeckt. Die Restaurierung erfolgte in Tempera.

Programm

Aus einem Inventar von 1710 ist bekannt, dass das Gemach als Schlafzimmer genutzt wurde.[77] Es war in rot gestaltet, über den Supraporten befanden sich Gemälde, von denen eines den der Sage nach zweibeweibten Grafen von Gleichen und über der anderen seine sagenhafte zweite Gemahlin zu sehen war. Das Thema des Gemäldes über dem Kamin ist unbekannt. Die Decke zeigte zwei kämpfende Krieger auf Wolken unter Jupiter.

Deckengemälde

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Das Deckengemälde im ehemaligen Gemach der Fürstin (1710) wurde vermutlich bereits im 18. Jahrhundert überstrichen.[76] Es ist ursprünglich in Fresco-Secco-Technik erstellt worden und später mit stark abgebundener Kaseinfarbe überfasst worden. 1960 wurde die Malerei wieder entdeckt. Die Secco-Malerei ist fast komplett verloren und die dargestellten Wolken und Figuren sind nur mehr schemenhaft zu erkennen. Die Restaurierung erfolgte in Tempera.

Beschreibung und Ikonographie

Die Malerei an der Decke ist nur noch in Resten erhalten. Die Ansichtigkeit ist auf das Fenster an der Südseite ausgerichtet. In der unteren Bildhälfte erblickt man zwei antikisch gewandete Krieger im Schwertkampf. Sie stehen jeder auf einer Wolke. Die obere Bildhälfte wird von einer girlandenartigen Wolkenbank eingenommen, auf der sich Jupiter niedergelassen hat, um den Kampf zu beobachten. Er ist kenntlich aufgrund eines Adlers links von ihm.

Schlafzimmer
 

Bau-, Ausstattungs- und Funktionsgeschichte

Das Schlafzimmer der Fürstin[78] befindet sich im 1763-75 an der Westseite des Schlosses angefügten Annex. Es wird vom ehemaligen Wohnzimmer der Fürstin erreichte und verfügte über ein Kabinett. Die Ausstattung des Raumes ist wohl von Johann Mathias Kitz gestaltet worden.[79]

Beschreibung

Der querrechteckige Raum wird von Süden durch eine Tür betreten.[80] An der Nordseite spenden zwei Fenster Licht. Die Südwestecke des Raumes ist mit einem Kamin abgeschrägt. Er trägt ein nicht ursprüngliches Gemälde, das ehemals eine Supraporte war. Die Wände sind teilweise mit Boiserien vertäfelt. Dabei befindet sich zwischen den Fenstern über einem in die Wand eingelassenen Spiegel ein ebenfalls in die Wand eingelassenen Gemälde von Johann Friedrich August Tischbein: „Die Toilette der Venus“.

Das Gemälde „Die Toilette der Venus“ spielt auf die Funktion des Raumes als Schlafzimmer an.

Toilette der Venus
 

Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

In die Nordwand des Schlafzimmers der Fürstin ist zwischen zwei Fenster ein Gemälde von Johann Friedrich August Tischbein eingelassen. Es präsentiert die Toilette der Venus.[81]

Beschreibung und Ikonographie

Gezeigt wird eine Dame mit nacktem Oberkörper, die sich auf einem Fauteuil niedergelassen hat. Sie betrachtet sich in einem Spiegel, den ihr eine Dienerin entgegenhält, während ihr eine andere Dienerin die Haare frisiert. Ein Kind schaut über ihre rechte Schulter ebenfalls in den Spiegel. Eine dritte Dienerin ist im Begriff, Waschschüssel und Kanne fortzutragen. Grüne Vorhänge und Stoffbahnen verdecken den Raum vollständig, in dem sich die Szenerie befindet.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Alfter/Lösche, Tischbein, 1989. – Alfter, Dieter/Lösche, Dietrich (Hrsg.): Johann Heinrich Tischbein der Ältere und das Schloß Pyrmont (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 11). Bad Pyrmont 1989.
  • Altwasser, Tischbeinsaal, 1989. – Altwasser, Bernd-Gero: Fürst Friedrich und der Tischbeinsaal. In: Alfter, Dieter/Lösche, Dietrich (Hrsg.): Johann Heinrich Tischbein der Ältere und das Schloß Pyrmont (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 11). Bad Pyrmont 1989, S. 59-62.
  • Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975. – Bühring, Joachim (Bearb., unter Mitarb. von Guido Große Boymann und Jürgen Klemcke): Die Kunstdenkmäler des Landkreises Hameln-Pyrmont (Die Kunstdenkmäler des Landes Niedersachsen, 35). Hannover 1975.
  • Dehio, Niedersachsen, 1992. – Dehio, Georg: Bremen - Niedersachsen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Gerd Weiß. München/Berlin 1992.
  • Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987. – Grote, Rolf-Jürgen/Königfeld, Peter: Die Restaurierungen von Schloß Pyrmont (Ldkr. Hameln-Pyrmont) und seine Belétage. In: Niedersächsische Denkmalpflege, Bericht über die Tätigkeit der Bau- und Kunstdenkmalpflege in den Jahren 1985-1986, 12 (1987), S. 167-180.
  • Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987. – Grote, Rolf-Jürgen/Königfeld, Peter: Die Restaurierung der Beletage. In: Alfter, Dieter (Hrsg.): Festung und Schloß Pyrmont. Restaurierung und Nutzung (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 3). Bad Pyrmont 1987, S. 23-27.
  • Hahn, Bedarf, 2006. – Hahn, Stephanie: Zwischen Bedarf und Prestige – Die Stadt als fürstliche Bauaufgabe. In: Kümmel, Birgit/Schütte, Ulrich (Hrsg.): Julius Ludwig Rothweil und die Architektur kleinfürstlicher Residenzen im 18. Jahrhunderts. Petersberg 2006, S. 53-64.
  • Kümmel/Schütte, Rothweil, 2006. – Kümmel, Birgit/Schütte, Ulrich (Hrsg.): Julius Ludwig Rothweil und die Architektur kleinfürstlicher Residenzen im 18. Jahrhunderts. Petersberg 2006.
  • Kuratorium, Pyrmont, 1987. – Kuratorium Schloß Pyrmont (Hrsg.): Festung und Schloß Pyrmont. Restaurierung und Nutzung (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 3). Bad Pyrmont 1987.
  • La Corte, Emblematik, 2019. – La Corte, Michael: Emblematik als Teil der profanen Innenraumgestaltung deutscher Schlösser und Herrenhäuser. Vorkommen – Form – Funktion. Göttingen 2019.
  • Lösche, Sanierung, 1987. – Lösche, Dieter: Die Sanierung der Schloßanlage 1984-1987. In: Kuratorium Schloß Pyrmont (Hrsg.): Festung und Schloß Pyrmont. Restaurierung und Nutzung (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 3). Bad Pyrmont 1987, S. 15-18.
  • Lösche, Baugeschichte, 1987. – Lösche, Dietrich: Baugeschichte von Festung und Schloß Pyrmont. In: Kuratorium Schloß Pyrmont (Hrsg.): Festung und Schloß Pyrmont. Restaurierung und Nutzung (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 3). Bad Pyrmont 1987, S. 45-50.
  • Lösche, Musenzyklus, 1989. – Lösche, Dietrich: Der Pyrmonter Musenzyklus. In: Alfter, Dieter/Lösche Dietrich (Hrsg.): Johann Heinrich Tischbein der Ältere und das Schloß Pyrmont (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 11). Bad Pyrmont 1989, S. 44-50.
  • Lösche, Baugeschichte, 1989. – Lösche, Dietrich: Baugeschichte und Restaurierung des Tischbeinsaales. In: Alfter, Dieter/Lösche, Dietrich (Hrsg.): Johann Heinrich Tischbein der Ältere und das Schloß Pyrmont (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 11). Bad Pyrmont 1989, S. 51-58.
  • Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995. – Lösche, Dietrich/Alfter, Dieter: Schloß Pyrmont (Schnell Kunstführer, 1664). Regensburg 1995.
  • Neumann, Schreibersche Haus, 1984. – Neumann, Michael: Das Schreibersche Haus in Arolsen. Ein fürstliches Palais in der Schloßstraße (Museumshefter Waldeck-Frankenberg, 5). Arolsen 1987.
  • Schlöder/Kassner, Antichambre, 1987. – Schlöder, Elke/Kassner, Fred: Die emblematischen Darstellungen im Antichambre von 1710. In: Kuratorium Schloß Pyrmont (Hrsg.): Festung und Schloß Pyrmont. Restaurierung und Nutzung (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 3). Bad Pyrmont 1987, S. 28-30.
  • Tiegel, Tischbein, 1989. – Tiegel, Petra: Leben und Wirken des Malers Johann Heinrich Tischbein d.Ä. In: Alfter, Dieter/Lösche, Dietrich (Hrsg.): Johann Heinrich Tischbein der Ältere und das Schloß Pyrmont (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont, 11). Bad Pyrmont 1989, S. 7-17.
  • Quellen:
  • Feuille, Devises, 1691. – La Feuille, Daniel de: Devises et Emblèmes Anciennes et Modernes. Tirées des plus celebres auteurs, avec Plusieurs autres Nouvellement inventées et mises en Latin, en François, en Espagnol, en Italien, en Anglois, en Flamand et en Allemand. Amsterdam 1691.
  • Offelen, Devises, 1697. – Offelen, Heinrich/LaFeuille, Daniel de: Devises et Emblemes Anciennes & Modernes tireés des plus celebres Auteurs. Oder: Emblematisache Gemüths-Vergnügung Bey Betrachtung Siben hundert und funffzehen der curieusesten und ergötzlichsten „Sinn-Bildern, Mit ihren zuständigen Teutsch-Lateinisch-Französisch- und Italienischen Beyschrifften. 3. Aufl. Augsburg 1697.
  • Archivalien:
  • StAM 121/8012, Inventar 1728. – Hessisches Staatsarchiv Marburg, 121/8012. Inventar von Schloss Pyrmont 1728
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (1)
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (2)
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (2): Schloss in Bad Pyrmont – Ausmalung Schriftwechsel, Tischbeinsaal, Festsaal, Gemäldes des Museums. Protokoll vom 28.01.1987 durch Bieger.
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4)
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987.
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (6)
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (9): Restaurierungsbericht von Atelier für Restaurierung Schlöder &Kassner August 1987.
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10)
  • NLD, Restaurierungsakten – Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10): Schloss in Bad Pyrmont: Vorzustandaufnahmen der Innenräume, Fotodoku, Restaurierungsbericht Schlöder & Kassner August 1987.

Einzelnachweise

  1. Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 170-173; Lösche, Baugeschichte 1987, S. 45-50. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 4-7; Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987, S, 167; Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 24-53.
  2. Hahn, Bedarf, 2006, S. 57-60; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 168; Alfter/Lösche, Tischbein, 1989, S. 6; Altwasser, Tischbeinsaal, 1989, S. 59.
  3. Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 34-53; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 170-172.
  4. Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987; Lösche, Baugeschichte, 1987; Lösche, Baugeschichte 1989, S. 52, 54; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 171-172; Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 4-7.
  5. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 4-7.
  6. Kuratorium, Pyrmont, 1987. Alfter/Lösche, Tischbein, 1989.
  7. Lösche, Baugeschichte, 1987. Lösche, Sanierung, 1987. Lösche, Baugeschichte 1989.
  8. Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987, S. 27
  9. StAM, 118/3315.
  10. Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S,. 177.
  11. Restaurierungsbericht von Atelier für Restaurierung Schlöder &Kassner August 1987. in: Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (9).
  12. Schlöder/Kassner, Antichambre, 1987.
  13. La Corte, Emblematik, 2019, S. 207-214; La Feuille, Devises, 1691.
  14. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S: 21; Grote/Königfeld, Restaurierungen 1987, S. 177; Schlöder/Kassner, Antichambre 1987;
  15. Die richtige Vorlage entdeckte La Corte, Emblematik, 2019, S. 212. La Feuille, Devises, 1691, S. 24/24.
  16. Die richtige Vorlage entdeckte La Corte, Emblematik, 2019, S. 212. Alter Forschungsstand: Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S: 21; Grote/Königfeld, Restaurierungen 1987, S. 177; Schlöder/Kassner, Antichambre 1987.
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 17,4 17,5 17,6 17,7 Die richtige Vorlage entdeckte La Corte, Emblematik, 2019, S. 212.
  18. La Feuille, Devises, 1691, S. 23/23.
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S: 21; Grote/Königfeld, Restaurierungen 1987, S. 177; Schlöder/Kassner, Antichambre 1987.
  20. La Feuille, Devises, 1691, S. 32.
  21. 21,0 21,1 La Feuille, Devises, 1691, S. 39.
  22. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S: 21; Grote/Königfeld, Restaurierungen 1987, S. 177; Schlöder/Kassner, Antichambre, 1987.
  23. La Feuille, Devises, 1691, S. 33.
  24. La Feuille, Devises, 1691, S. 23.
  25. La Feuille, Devises, 1691, S. 18.
  26. La Feuille, Devises, 1691, S. 21.
  27. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 20; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 172; Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987, S 27; Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 36-37; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4).
  28. 28,0 28,1 Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987, S. 27.
  29. Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 36.
  30. Lösche Baugeschichte, 1989, S. 52; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 177; Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 36; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987.
  31. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 20; Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 172; Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 177; Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987, S. 27; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987.
  32. StAM 121/8012.
  33. 33,0 33,1 33,2 33,3 33,4 33,5 33,6 Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987.
  34. 34,0 34,1 34,2 34,3 34,4 Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 36.
  35. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987
  36. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 36,
  37. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Bürhing, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 36.
  38. 38,0 38,1 Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 177.
  39. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Grote/Königfeld, 1987), S. 177.
  40. Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987; Alfter/Lösche, Tischbein, 1989; Lösche/Alfter: Pyrmont, 1995, S: 22-23. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (1); 032-5308-001-02 (2); 032-5308-001-02 (4); 032-5308-001-02 (6); 032-5308-001-02 (10).
  41. Dehio, Niedersachsen, 1992, S. 172; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174-176; Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 43; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (6).
  42. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 54.
  43. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 54-56; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (2)
  44. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47.
  45. 45,0 45,1 45,2 Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (2): Schloss in Bad Pyrmont – Ausmalung Schriftwechsel, Tischbeinsaal, Festsaal, Gemäldes des Museums. Protokoll vom 28.01.1987 durch Bieger.
  46. 46,0 46,1 Altwasser, Tischbeinsaal, 1989, S. 59.
  47. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23; Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 56; Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174.
  48. Dietrich Lösche: Baugeschichte und Restaurierung des Tischbeinsaales. In: Dieter Alfter und Dietrich Lösche (Hrsg.): Johann Heinrich Tischbein der Ältere und das Schloß Pyrmont (Schriftenreihe des Museums im Schloß Bad Pyrmont 11). Bad Pyrmont 1989, S. 51-58, hier S. 54.
  49. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10): Schloss in Bad Pyrmont: Vorzustanduafnahmen der Innenräume, Fotodoku, Restaurierungsbericht Schlöder & Kassner August 1987
  50. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 54, 56.
  51. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 54; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 176.
  52. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 176.
  53. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 56, 58,
  54. Vgl. Lösche, Musenzyklus, 1989.
  55. Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 45.
  56. Ebd.; Altwasser, Tischbeinsaal, 1989, 60-61..
  57. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23; Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 65; Altwasser, Tischbeinsaal, 1989, S. 61; Neumann, Schreibersche Haus, 1987, S. 13-23; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (2): Schloss in Bad Pyrmont – Ausmalung Schriftwechsel, Tischbeinsaal, Festsaal, Gemäldes des Museums. Protokoll vom 28.01.1987 durch Bieger.
  58. Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174; Grote/Königfeld, Restaurierung. 1987. S. 23-27.
  59. Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47; Altwasser, Tischbeinsaal, 1989, S. 61.
  60. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23.
  61. Tiegel, Tischbein, 1989, S: 16.
  62. 62,0 62,1 Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47. Muse Thalia als Supraporte: 140 x 146 cm.. bezeichent J. H. Tischbein pinx: 1770. Muse Melpomene als Supraporte 140 x 146 cm. bezeichnet: J.H. Tischbein Pinx. 1770. Vgl. Tiegel, Tischbein 1989, S. 16.
  63. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23-24; Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47.
  64. 64,0 64,1 64,2 Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47.
  65. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23-24; Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47; Grote/Könnigfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174.
  66. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23-24; Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174.
  67. Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174.
  68. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 23; Lösche, Musenzyklus, 1989, S. 47; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 174.
  69. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4); Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10).
  70. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 54; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987.
  71. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S: 22.
  72. Grote/Königfeld, Restaurierung, 1987;Lösche/Alfter: Pyrmont, 1995, S. 24; NLD, Restaurierungsakten, 032-5308-001-02 (1); 032-5308-001-02 (4); 032-5308-001-02 (6); 032-5308-001-02 (10).
  73. Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 27.
  74. Bühring, Hameln-Pyrmont, 1975, S. 37.
  75. Lösche, Baugeschichte 1989, S. 52.
  76. 76,0 76,1 Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (4): Schloss in Bad Pyrmont, Restaurierungsbericht Beletage Fr. Ochsenfarth Paderborn 12.12. 1987; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10): Schloss in Bad Pyrmont: Vorzustandaufnahmen der Innenräume, Fotodoku, Restaurierungsbericht Schlöder & Kassner August 1987.
  77. Lösche/ Alfterm Pyrmont, 1995., S. 22; Grote/Königfeld, Restaurierung 1987.
  78. Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10): Schloss in Bad Pyrmont: Vorzustandaufnahmen der Innenräume, Fotodoku, Restaurierungsbericht Schlöder & Kassner August 1987
  79. Lösche, Baugeschichte, 1989, S. 52; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 170.
  80. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 24; Grote/Königfeld, Restaurierungen, 1987, S. 170; Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover, Foto-, Schrift- bzw. Plansammlung und Sammlung der Restaurierung, 032-5308-001-02 (10): Schloss in Bad Pyrmont: Vorzustandaufnahmen der Innenräume, Fotodoku, Restaurierungsbericht Schlöder & Kassner August 1987.
  81. Lösche/Alfter, Pyrmont, 1995, S. 24.