Burioni, Matteo:Annaburg, Schloss, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/bb8b44f9-88ab-44ef-88fb-2c46081f48f9

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In Schloß Annaburg, errichtet im Auftrag von Kurfürst August I. und Kurfürstin Anna von Sachsen 1572-1575, hat sich eine Fladerdecke erhalten.

Schloß Annaburg
Schloß Annaburg

Die Fladerdecke

Im 1572-1575 von Kurfürst August und Kurfürstin Anna errichteten Schloß Annaburg hat sich eine bauzeitliche Fladerdecke erhalten. Die Verzierung von Holzbalkendecken mit figürlich und ornamental gedrucktem Papier ist für Schloß Freudenstein dokumentarisch belegt. Der Kunstmaler Andreas Bretschneider d. J. hat von der Stadt Dresden 1557 ein Patent erhalten. Die Technik der Fladerdecken aus dem 16. Jahrhundert hat sich nicht in vielen Exemplaren erhalten. Die Decke ist mit ornamentalen Motiven, dem kursächsischen und dänischen Wappen und dem Erzmarschallwappen geziert.

Bibliographie

  • Margitta Çoban-Hensel: Die archivalisch nachweisbare Verbreitung von Goldledertapeten in den kursächsischen Schlössern vom 16. Jahrhun-
  • dert bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts, in: Hendrik Bärnighausen/Miriam Röther (Hg.): Ledertapeten. Bestände, Erhaltung und Restaurierung. Dresden 2004, S. 31–43.
  • Ernst Gründler: Schloss Annaburg. Festschrift zur Einhundertundfünfzigjährigen Jubelfeier des Militär-Knaben-Erziehungs-Instituts zu Annaburg.
  • Berlin 1888.
  • Hoppe, Stephan: Anatomy of an early "Villa" in central Europe : the schloss and garden of the Saxon Elector Frederick the Wise in Lochau (Annaburg) according to the 1519 report of Hans Herzheimer, in: Monique Chatenet (Hg.), Maisons des champs dans l'Europe de la Renaissance, Paris 2006, S. 159-170.
  • Michalk, Heinz: Die Fladerdecke im Schloß Annaburg, in: Jahrbuch für Hausforschung, Bd. 51, 2002, S. 187-194.

Einzelnachweise