Aicholding, Hofmarkschloss, Schlosskirche St Martin
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Schloss und Schlosskirche in Aicholding vermitteln zusammen eine lebendige Anschauung von der baulichen Gruppierung eines kleinen Edelsitzes aus der Frühzeit des 12. Jahrhunderts in der Oberpfalz. Die 1725 gemalten Fresken harmonisieren dabei vortrefflich mit der romanischen Archaik der Kirche.

Hofmarkschloss Aicholding: Lage; Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte
Lage
Das kleine Schlösschen Aicholding und die dazu gehörige romanische Schlosskirche St. Martin stehen am östlichen Stadtrand von Riedenburg im unteren Altmühltal. Die Bautengruppe schmiegt sich flußabwärts (Altmühl) der Stadt an einen Abhang, der fortifikatorische Nachteile und landschaftlich ansprechende Vorteile miteinander verbindet.
Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte
Vom 11. bis in das 14. Jahrhundert werden die Aicholdinger als Herren des Schlosses genannt und gaben mit ihrem Familiennamen auch dem Ort ihre Bezeichnung.[1]
Aus der Zeit des 12. Jahrhunderts stammen Schlosskirche und Schloss, das man allerdings im 18. Jahrhundert im Inneren veränderte. Die Schlosskirche hingegen ist in ihrem baulichen Bestand bis heute der romanischen Epoche zuzurechnen. Die in der Zeit ab 1720 durchgeführten Umbaumaßnahmen (Vergrößerung der Fenster an der Südseite) veränderten allerdings das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich. Lediglich die Ausmalung der Gewölbeflächen und Chorbogenwand sowie die zeitgleiche Ausstattung des Chores mit neuem Altar fügten dem Innenraum einen Farbtupfer hinzu, der mit dem romanischen Wandcharakter eine harmonische Einheit bildet.
„Die Jahreszahl (A 1725) am Chorbogen gibt das Datum dieser Ausstattung.“[2]
Die Schlosskirche St. Martin: Das Bauwerk
Nördlich des Schlösschens Aicholding liegt die dazu gehörige Kirche St. Martin. Deren kompakt erscheinender Gesamteindruck resultiert aus den großteils sehr sorgfältig behauenen Kalkstein-Quadern, aus welchen das Langhaus und der quadratische Chor gefügt sind. Das Äußere mit seinen ursprünglich schießschartenähnlichen schmalen Fenstern (die größeren Fenster an der Südseite sind eine Veränderung von 1725) verrät zusammen mit den 1 ½ m dicken Mauern die ehemalige Funktion des Gebäudes als Wehrkirche, deren Chor bei einer potentiellen Bestürmung als Bergfried dienen konnte.[3]
Ungewöhnlich und beeindruckend ist die steile Proportionierung des West-Giebels, die allerdings mit ihren Schwalbenschwanz-Zinnen eine gotische Zutat sind.[4]
Das Innere der Schlosskirche: Beschreibung und Maße
Die Schlosskirche zeigt im Grundriss eine einfache Raumanlage, die aus einem zweiteiligen Langhaus und einem eingezogenen quadratischen Chor im Ostturm besteht. Der Chor wie der Steilraum des Langhauses sind mit Kreuzgratgewölben versehen, die auf Konsolen (Chor) bzw. auf Wandpfeilern aufsitzen.
Die Innenmaße des Chores sind mit 2,7m Länge und 2,8m Breite annähernd quadratisch. Die Höhe bemisst sich auf 5,7m.
Die östliche Raumeinheit des Langhauses (Joch) ist 4,1m lang, 4,7m breit und 7,7m hoch. Das westliche Joch mit der hölzernen Doppelempore hat die gleichen Grundmaße, die Höhe der unteren Empore misst 2m, diejenige der oberen 3,2m.
Auftraggeber und Künstler
Auftraggeber
Auftraggeber der Wand- und Deckenbilder war „Johann Georg von ,Hag‘, Bürgermeister und Landschaftsmitverordneter zu Landshut“[5], der ab 1720 Aicholding in seinem Besitz hatte.[5]
Künstler
Ein Künstler der Wand- und Deckenbilder in der Aicholdinger Schlosskirche ist bisher archivalisch nicht nachweisbar.
Chor-Zugang: Der heilige Geist
Am Arkadenscheitel des Einganges in den Chor ist in einem Stuckrahmen aus konkaven und konvexen Formen die weiße Taube des Heiligen Geistes zu sehen. Sie ist von unten zu sehen, hat die Flügel ausgebreitet, den Kopf und Füße soweit in Stellung gebracht, um in den offenen Seelen der Gläubigen zu landen. Hinterfangen ist sie von dem göttlichen Strahlenkranz.
Die Positionierung an dieser Stelle soll die positiven Schwingungen der Inspiration ausdrücken, die auf den Geistlichen beim Weg in den Chor übergehen, um anschließend den Gläubigen im Langhaus die göttlichen Botschaften überzeugend nahebringen zu können.
Östliche Chorbogen-Wand: Das Treffen von Kaiser Heinrich III. und Papst Leo IX.
Die ganze obere Hälfte der Chorbogenwand nimmt ein Wandfresko ein, das in der Art einer Theaterbühne inszeniert ist. Zwei Stuckengel schlagen einen gipsernen Vorhang mit weiß-blauem Dekor zurück und geben auf diese Weise den Blick auf ein historisches Geschehen frei, das 1052 in Aicholding stattgefunden haben soll.
Laut „Überlieferung, in der wohl ein wahrer Kern steckt, [trafen hier] Kaiser Heinrich III. (reg. 1046–1056) und Papst Leo IX (1049–1054)“[6] zusammen.
„Der historische Hintergrund dieses Treffens ist bedeutsam in der Reichsgeschichte. Das Papsttum war kurz vorher durch Heinrich III., eine der mächtigsten Herrschergestalten des Mittelalters, ganz unter den Einfluss des deutschen Kaisers gekommen und hatte seit 1049 in Leo IX. einen Vertreter, der mit der Treue zu seinem kaiserlichen Verwandten eine eifrige kirchliche Reformtätigkeit verband.“[7]
Leo IX., der ein ausgeprägtes Reise-Papsttum pflegte, „insbesondere in Reichsteile nördlich der Alpen“[8], war damit nicht nur „in Regionen unterwegs, die bisher fernab vom unmittelbaren Einfluß Roms lagen. [...] Die Anwesenheit Leos bei Kirchweihen und Synoden, seine Predigten oder sein Zug durch die Lande selbst machten aus der fernen und eher abstrakten Figur des Papstes eine konkret erfahrbare und relevante Größe.“[8]
Diese päpstlichen Gepflogenheiten könnten ein Treffen der obersten Vertreter der geistlichen und weltlichen Macht durchaus in den Bereich hoher Wahrscheinlichkeit rücken.
In dem Wandgemälde wird das mögliche Zusammentreffen in einen Kircheninnenraum verlegt, deren rückwärtiges Mittelfenster offen ist und den Blick auf den blauen Himmel gewährt. Rechts und links davon sind die Mitglieder des kaiserlichen und päpstlichen Hofes als Machtblock zusammengerückt. Rechts sitzt Heinrich III. mit Kaiserkrone aus seinem Haupt, während er seinen rechten Fuß auf einem Schemel setzt, auf den er den Reichsapfel abgelegt hat.
In seiner Nähe sitzt ein Adeliger mit Fürstenhut, der ihn als Mitglied eines nicht regierenden fürstlichen Hauses charakterisiert. Dahinter sind vier Nichtadelige zu sehen, die wohl bei dieser Zusammenkunft städtische Ratsherren repräsentieren sollen.
Auf der linken Seite gegenüber sitzt Papst Leo IX. Er trägt die Tiara und das päpstliche Kreuz und ist von insgesamt acht Hofleuten umgeben. Vier davon gehören Ordensgemeinschaften an, wobei die figürlichen Repräsentanten der Bettelorden (Franziskaner, Zisterzienser) mit ihren Armutsgelübden eine innere Verbindung zum Hl. Martin herstellen. Ein Geistlicher, eine Nonne und der bildmittig platzierte Bischof, dem wohl als mittelalterlicher Mediator die Aufgabe zustand, zwischen den Machtblöcken zu vermitteln, vervollständigen das päpstliche Personal. Seine dahingehenden Versuche scheinen jedoch ins Leere zu laufen, da sowohl der Kaiser wie der Papst und ein Großteil ihrer Entourage sich nicht auf das irdische Verhandlungsgeschehen konzentrieren, sondern ihre Blicke nach oben richten.
Dort schwebt gerade Maria mit dem Jesusknaben auf einem Wolkenrund sitzend in das Kircheninnere ein und ihre Erscheinung löst bei den meisten Personen große Überraschung aus.
Maria wird in dem Fresko allerdings nicht allein als Gottesmutter, sondern mit ihrer Krone auch als Himmelskönigin gekennzeichnet.
Im Gesamt-Kontext des Bildes bietet sich eine zweifache Lesart an. Einerseits ist darin Maria als huldreiche Helferin zu verstehen, die ihren gnadenvollen Ratschlag den verhandelnden Parteien zukommen lässt. Andererseits ist ihr Erscheinen ein mahnendes Erinnern der beiden Machthaber daran, dass über ihnen eine übergeordnete, überirdische, himmlische Macht existiert.
Diesen grundsätzlichen Sinngehalt kann man bereits einem Blatt im Codex Aureus, einer Prachthandschrift aus der Zeit um 1045, entnehmen, in dem eben dieser Kaiser Heinrich III. dieses Evangeliar an Maria übergibt. Das umlaufende Rahmenband macht das bestehende Macht- und Rang-Verhältnis klar: „Oh Königin des Himmels, weise mich König nicht zurück. [...] Mögest du allzeit eine huldreiche Helferin sein.“[9]
Langhaus [Süden]: Die Totenerweckung eines Knaben
Das südliche Deckengemälde im Langhaus
Auf dem Weg nach Chartes kam Martin „durch ein Volckreiches Abgöttisches Dorff: Jung und Alt rennete zu ihn zu sehen“[10] und Predigten zu hören. „[W]ehrenden solchen Eyffers/tratte ein Wittib hinzu/legte ihm mit hellem Weheklagen ihr verstorbenes Söhnlein vor die Füß/sagend: wann er ja ein so grosser Freund seines Gottes/und von ihm etwas zuerbitten vermöge/so solle er disen ihren eintzigen Lebens=Trost widerumb zum Leben erwecken.“[10] „Der H. Mann [Martin] schöpffte hierauß eine Hoffnung/durch dises Wunderwerck so vil Seelen zugleich auß der Dienstbarkeit deß Teuffels zureissen/liesse sich alsobald auff die Knye/ruffte mit erhobenen Händen zu GOTT/ergriffe das Kind/und stellete es lebendig der Mutter zu.“[10]
Im Deckenbild wird nur der Anfang dieser Erzählung dargestellt, in der sich vier Frauen verschiedenen Alters, stellvertretend für die ganze Dorfgemeinschaft, vor der Stadt auf freiem Feld versammeln. Die Witwe trägt ihr Anliegen vor, indem sie auf das tote Kind unter einem Baum hinweist. Während in den Schriften von Severus und Ribadeneira/Canisius/Hornig die Frau dem Bischof Martin ihm gegenüber stehend den Gottesbeweis einfordert, ist im ausgeführten Fresko dieser ursprüngliche Zusammenhang dahingehend verändert, dass Martin als Bischof diesem Geschehen von einer Wolke darüber zusieht, womit eine zeitliche und inhaltliche Distanz zur literarischen Vorgabe hergestellt wird.
Die mit der Totenerweckung des Kindes verbundene Absicht Martins, „den Christlichen Glauben zu befördern,“[10] also die erfolgreiche Bekehrung des heidnischen Dorfes, bleibt ausgespart. Deren Bewohner, nun überzeugt von der Wirkmächtigkeit des christlichen Gottes „begehrten inständig den Unterricht im Christlichen Glauben sambt dem H. Tauff. Solcher reiche Seelen=Gewinn freuete den frommen Bischoff/als hätte er alle Kostbahrkeiten der gantzen Welt gewonnen.“[10]
Langhaus [Norden]: Die Messfeier des Hl. Martin und die Transsubstantiation
Das nördliche Deckengemälde im Langhaus
Der Hl. Martin wird vor einem Altartisch gezeigt, auf dem ein großes Kruzifix mit Christus am Kreuz steht. Zwei Messdiener knien rechts und links von ihm. Im Altarraum anwesend sind weiterhin zwei Engel, von denen derjenige am linken Bildrand eine Hostie beibringt, die Martin bereits mit ausgestreckten Armen sehnsüchtig erwartet, um die Eucharistie feiern zu können.
Mit dieser Darstellung sind drei wesentliche Elemente der Transsubstantiations-Lehre (Transsubstantiation = Wesensverwandlung) während einer Messe veranschaulicht: erstens die Verwandlung von Brot (Hostie) in den Leib Christi (Kruzifixus), zweitens die Rolle des Priesters, der an Stelle von Christus den Gottesdienst vollzieht und drittens die Vorstellung, dass man bei diesen feierlichen Handlungen in persona des Priesters sich eigentlich Christus imaginieren muss.
In Bezug auf das ikonographische Gesamt-Programm in Aicholding, das exemplarische Lebensstationen von Martinus dem Gläubigen vorstellt, scheint diese Szene nicht in den bildlichen Zusammenhang zu passen. Sowohl bei Severus, dem ersten Biographen, wie der Hagiographie von Ribadeneira/Canisius/Hornig aus dem Jahre 1705 lässt sich keine entsprechende Passage mit dieser substantiellen theologischen Aussage finden.
In Verbindung gebracht werden kann allerdings/jedoch ein Lebens-Abschnitt von Martin, der bildtraditionell den Heiligen als Priester am Altar bei der Messfeier zeigt und eine göttliche Feuerflamme empfängt. Diese ist als Belohnung Gottes dafür zu verstehen, dass Martin auf dem Weg zur Messe einem frierenden „armen Tropffen [...] mit seiner nackenden Haut“[11] begegnete, sich seiner erbarmte und dieser „zoge eylend seinen Rock auß/indessen sich nur mit dem priesterlichen Kleyd bedeckend/[...].“[11]
Diese Vorgeschichte ist, in Kenntnis der Martins-Legende, nur hinzuzudenken. Entscheidend ist der Passus mit der Belohnung für die Nächstenliebe: „Gott gefiele dises sonderbahre Werck der Lieb dermassen/daß er/als Martinus gleich darauff an den Altar getretten/sein heiligstes Wohlgefallen zuzeigen/ihm das Haupt in einen übernatürlich=leuchtenden Schein gleich einer Feuer=Flamme setzete/ [...].“[11] Diese literarische Vorgabe ersetzte der Programmierer durch die viel grundsätzlichere Darstellung mit der Transsubstantiation.
Langhaus [Westen]: Die Vertreibung des Teufels
Das westliche Deckengemälde im Langhaus
Martin machte sich auf Anraten des Bischofs Hilarius von Poitiers auf den Weg zu seinen Eltern zurück ins oberitalienische Pavia. In der Nähe von Mailand, das als Stadt-Silhouette im Hintergrund des Freskos sichtbar ist, erschien ihm der Teufel. Dieser drohte Martin damit, sich ihm überall, an allen Orten seiner Reisen, „zu widersetzen,“[12] also übel mitzuspielen. Martin, von Hilarius von Poitiers schon lange vorher als Exorzist eingesetzt und damit erfahren im Umgang mit satanischen Machenschaften, antwortete „mit unerschrockenem Hertzen: GOTT ist mein Helfer! Ich fürchte nit was mir der Mensch [Teufel in Menschengestalt] zuzufügen trachtet. Auf welches das Gespänst verschwunden.“[12]
Zwei Aussagen dieser Begegnung werden im Fresko noch zusätzlich verstärkt: einerseits zeigt sich die rettende Hilfe Gottes in dem auf Martin ausgerichteten Strahlenbündel. Andererseits wird die Bedrohung Martins durch den Teufel mit den lodernden Flammen der unterirdischen Welt des Höllenfürsten betont.
Langhaus [Osten]: Der Tod und die vorbereitete Himmelfahrt Martins
Das östliche Deckengemälde im Langhaus
In der Bildmitte des Freskos ist im Hintergrund ein Steingebäude zu sehen und darüber erscheint Gottvater mit der Weltkugel in seiner rechten Hand aus den Wolken.
Dessen Blick und ganze Körperhaltung sind auf die Szene im unteren rechten Bildrand ausgerichtet, die in ihrer dezentralen, randständigen Positionierung auch thematisch motiviert ist.
Dort wird der Rückzugsort und einfache Lagerplatz von Martin gezeigt, der, im Kontrast zu dem von ihm außerhalb der Stadtmauern gegründeten Kloster Marmoutier, den allerbescheidensten Grundbedürfnissen einer schützenden Behausung genügte.[13] Damit war die innere Übereinstimmung aus Lebens- und Haushaltung überzeugend ausgedrückt.
Als Martin das sechsundachtigste Lebensjahr erreicht hatte,[14] „empfunde [er]|/nach so vilen überstandenen Müheseligkeiten/endlich einen Eckel und Verdruß ab allem Zeitlichen; söhnete sich derohalben Tag und Nacht deß Bandts der Sterblichkeit und ewigen Ruhe in dem Himmel; Gott erhörte auch sein Seufftzen/und erfreuete ihn mit gewissen Zeichen/daß die Stund seines Hinscheidens begünne anzunahen/[...].“[14]
Den von Martin herbeigesehnten Tod erschwerten ihm seine Mitbrüder, die elendiglich jammerten, was sein Herz betrübte, worauf er anfing zu weinen und sich direkt an Gott wandte: „seufzend also sagte [er]: Herr, ist dein Volck meiner noch bedürfftig/so weigere ich mich nit ferner zuarbeiten: geschehe dein Will: hiedurch großmüthig seine Gleichgewogenheit an den Tag gabe/eben so gern/wann es Gott beliebe/zur Arbeit zukehren/als bey ihm der ewigen Ruhe zu geniessen.“[14]
Die göttliche Entscheidung ist im Bilde gefallen: zwei Engel halten den entschlafenen Körper von Martin und bereiten ihn auf seine ewige Ruhe im Himmel vor.
Gestorben ist Martin auf genau die gleiche Weise wie er gelebt hat: demütig und ganz Gott ergeben. Obwohl ihn gewisse Lebensumstände dahin brachten, ein Bischofsamt zu bekleiden, dem er „voll Würde und Gnade“[15] nachkam, war seine Lebensweise darauf ausgerichtet, „die Einstellung und Tugend eines Mönches“[15] beizubehalten.
Die Zeitgenossen sahen sein Leben und Tod als Exempel an: „Wohl ein herrlich Lehr für uns/wie mannhafft wir uns Gott gäntzlich ergeben sollen/alles anzunehmen/zuthun und zuleyden/was seine höchste Majestät mit uns schalten und walten wolle.“[14]
In Aicholding präferierte man diese Aussage, die, im Vergleich mit anderen Martin-Zyklen, deswegen ungewöhnlich ist, weil sie nicht wie mehrheitlich den thematischen Schwerpunkt beim Ableben des Heiligen auf die erneute Anwesenheit des Teufels legt,[16] sondern eine human-gläubig Komponente bereithält, welche für die Gläubigen spontan nachvollziehbarer ist.
Empore [Süden]: Der Abschied von den Eltern
Das südliche Deckengemälde über der Empore
Der hl. Martin stammte aus adeligem Geschlecht und verbrachte seine Kindheit im oberitalienischen Pavia. Dort wandte er sich schon als Jugendlicher dem katholischen Glauben zu. Als zehn-oder elfjähriger Knabe ließ er sich gegen den Willen seiner heidnischen Eltern in das Buch der Tauffähigen eintragen, weil er „in einer Kirche Zuflucht“[17]suchte, was im Fresko bildwörtlich übersetzt ist.
Im Deckenbild ist der endgültige Abschied des christlich gesinnten Martin von seinen heidnischen Eltern dargestellt. Er wendet sich zurück und winkt dem Elternpaar zu, das, wie der Vater, überrascht und bestürzt auf die neue Glaubensausrichtung seines Sohnes reagiert, während die Mutter Martin einlädt, wieder in das Elternhaus zurückzukehren. Doch die Entscheidung steht für Martin fest, er wird dem christlichen Glauben folgen.
Dies wird im Fresko auch unmissverständlich ausgedrückt. Dort wird einerseits am rechten Bildrand die von ihm besuchte Taufschule in Gestalt eines Kirchengebäudes gezeigt. Andererseits wird die thematische Aussage mit dem Bewusstsein und der historischen Distanz von eineinhalb Jahrtausenden um die bilddominante Figur einer Päpstin mit Tiara, Kelch und päpstlichen Kreuz ergänzt, auf die Martin deutet. Gemeint ist damit nicht die fikitve Papissa Joanna,[18] sondern die Personifikation der Ecclesia, mit der, aus Sicht des 18. Jh., die erfolgreiche Institutionalisierung der Kirche und Etablierung des Papsttums verbunden ist.
Der dem Bild beigefügte Schriftzug lautet: Sihe da ist Martins Meßfalt. [unleserlich] 12, Vers 49.
Genau dieses Missfallen [Meszfalt] über die alte heidnische Religion und die dadurch bedingte Hinwendung zum neuen christlichen Glauben ist verbildlicht.
Im Abgleich mit verschiedenen Textpassagen in der Vulgata (bzw. Neuen Jerusalemer Bibel) und dem gesamten Aussagewert im Emporenbereich scheinen die Sentenzen 49 und 50 aus dem 12. Kapitel im Lukas-Evangelium (Vulgata) dem Inhalt des Deckenbildes am nächsten zu kommen. In Vers 50 ist das allerinnerste Bedürfnis des jungen Martin am nachvollziehbarsten beschrieben: „Aber ich muss mit einer Taufe getauft werden, und wie es mich drängt, bis es vollbracht wird.“[19]
Die seelische Voraussetzung dafür bietet aber tatsächlich Vers 49: „Ich [Christus] bin gekommen, Feuer auf die Erde zu senden, und was will ich anders, als daß es brenne?“
Martin hat von Christus und dem neuen Glauben Feuer gefangen und er reiht sich damit
dezidiert in die Nachfolge Christi ein, genauso wie die Zebedäusbrüder, die auf die Frage von Christus: „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke [Kelch in Hand der Ecclesia], oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?“ genauso wie später Martin mit voller innerster Überzeugung antworteten: „Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.“[20]
Empore [Norden]: Die Mantelspende
Das nördliche Deckengemälde über der Empore
Trotz seiner Affinität zum christlichen Glauben wurde Martin von seinem Vater zur Ableistung seines Wehrdienstes gezwungen.
Als Soldat in römisch-kaiserlichen Diensten war er bei Amiens stationiert. Dort begegnete er einem frierenden Bettler, dem er aus christlicher Barmherzigkeit die Hälfte seines Mantels zum Wärmen spendete.[21]
Das Fresko zeigt Martin auf seinem weißen Ross, der gerade dabei ist, seinen Soldatenmantel mit dem Schwert zu teilen. Unter Ross und Reiter liegt der Bettler, der begierig und dankbar mit der ausgestreckten linken Hand nach dem wärmenden Mantelstück greift.
Ungewöhnlich an der Darstellung in Aicholding ist das gestalterische Negieren jeglicher Allusion auf die Stadt Amiens, die eigentlich eine bildtraditionelle Konstante ist.[21] Sie ist ersetzt durch den Anblick einer gebirgigen Landschaft, die sich auf ähnliche Weise auch auf den anderen Emporen-Fresken wiederfindet, obwohl die Ereignisse eigentlich an völlig unterschiedlichen Orten stattfinden.
Dieses gestalterische Bemühen, alle Szenen in einer sich ähnelnden Voralpen-Landschaft anzusiedeln, geht möglicherweise auf eine Ortsangabe bei Ribadeneira/Canisius/Hornig zurück. Darin wird bei der „Reise [von Martin] zurück ins Vatterland“[22] von einem „wilde[n] Gebürg“[22] erzählt, durch das er kam und möglicherweise den Künstler dazu animierte, alle freskalen Örtlichkeiten dieser literarischen Vorgabe anzupassen und anschaulich zu vereinheitlichen.
Der unter dem Fresko angebrachte Schriftzug ist teilweise zerstört oder übermalen worden, womit folgende Teile noch erkennbar sind: Der falben zeiget [zerstört] M [Geb?] den Armen.
Daraus ist substantiell auf alle Fälle die Fürsorge und Barmherzigkeit von Martin gegenüber Armen erschließbar, eine Charakter-Eigenschaft, die zu einem seiner Tugend-Merkmale mutierte.
Empore [Westen]: Die Mantelvision Martins
Das westliche Deckenbild über der Empore
In der Nacht nach der Mantelteilung mit dem Bettler vor Amiens hatte Martin eine Vision.[23]Darin erschien ihm Christus mit der Mantelhälfte des Bettlers und forderte Martin auf, das verschenkte Gewandteil wiederzuerkennen. Damit offenbarte ihm Christus, dass die vortägige Mantelspende einem barmherzigen Akt gleichkommt, als sei „er [selbst] in dem Armen bekleidet worden [...].“[24] „Wahrhaft eingedenk seiner Worte, die er vormals gesprochen hatte: ,Was immer ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan‘ “.[25]
Dieser bei Severus geschilderte Traum, der die Mantelspende Martins gegenüber dem Bettler als Werk der Barmherzigkeit in Analogie zur Bekleidung von Christus selbst setzt, ist, entgegen bildtraditioneller Auffassungen, in Aicholding variiert.
Zum einen hat sich der Künstler entschieden, die üblicherweise dargestellte Vision des im Bett träumenden Martin ganz wegzulassen.
Zum anderen trägt Christus das Mantelstück nicht am Körper, sondern er präsentiert es demonstrativ zwei jungen Frauen, die im Voralpenland in der freien Landschaft knien und erstaunt und erfreut die Gewandhälfte ansehen.
Damit scheint im Fresko die um 1725 bekannte Tatsache angedeutet zu sein, dass die Mantelhälfte künftig auch als eine Reliquie gelten wird, die sogar zu den Reichskleinodien des französischen Königtums gehörte, dem wiederum seit den Merowingern der hl. Martin als Schutzpatron diente.[26]
Der unter dem Fresko hinzugefügte Schriftzug: Also hat mich MARTINVS Gehehrt [Gehört] bezieht sich auf den Vers 16 im Kapitel 10 des Lukas-Evangliums, in dem die Vermittlerrolle von Martin zwischen dem Irdischen und Göttlichem formuliert ist: „Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat.“[27]
Empore [Osten]: Die Taufe Martins
Das östliche Deckenbild über der Empore
In einer voralpinen Landschaft mit typischem Kirchenbau kniet Martin vor einem Geistlichen, der ihn mit Wasser tauft. Laut Sulpicius Severus, dem ersten Biographen des Heiligen, erhielt Martin die Taufe im Alter von 18 Jahren.[24]
Wiedergegeben ist Martin als römischer Soldat, der sich mit und nach der Taufe nicht mehr als Kämpfer für den Kaiser, sondern als Soldat Christi versteht: „Mir ist es nicht erlaubt zu kämpfen.“[28]
Der dem Fresko beigefügte Schriftzug, dass Martin genauso wie Christus im Jordan-Fluss getauft worden sei,[29] entspricht natürlich nicht den tatsächlichen historischen Verhältnissen, versucht allerdings mit dieser motivischen Analogie eine narrative Parallele herzustellen, um die enge Verbindung zwischen Martin und seiner Imitatio Christi begreiflich zu machen.
Kirchengebäude und Turm als Ausdrucksträger
Mit der im Fresko vollzogenen Taufe Martins, der damit endgültig auch im richtigen Glauben angekommen ist, könnte auch der dargestellte Kirchenbau inhaltlich zusammenhängen. Bezieht man in der hier vorgenommenen Deutung die Gestalt des räumlich direkt benachbarten Kirchenbaus mit ein [Abschied des Martin von seinen Eltern], wäre über die Art und Weise der Darstellung der Kirche mit ihren beiden Bauteilen von Kirchengebäude und Turm ein jeweils eigener, die Gesamtaussage ergänzender Motivzusammenhang geschaffen. Bei der Abschiedsszene stehen nämlich Turm und Kirche als eigenständige Bauteile bezugslos nebeneinander und unterstreichen den damit in dem begleitenden Spruch geäußerten inständigen Wunsch, endlich getauft zu werden.
Eine Bildphase weiter wird Martin endlich getauft und die Kirche, das architektonische Symbol seines neues Glaubens, hat eine andere Form angenommen. Der Turm bildet jetzt die Vorderseite der Kirche, beide Bauteile sind aufeinander bezogen und ergeben zusammen eine harmonische Einheit. Somit ist nicht mehr das Neben-, sondern das Miteinander betont, so als ob sich bei Martin mit der Taufe die separierten Elemente von spirituellem Geist und christlicher Seele in harmonischer Bezugnahme ganz auf Gott ausgerichtet und vereint hätten.
Diesen architektursymbolischen Aspekt mag man nur dann für Über-Interpretation halten, wenn man in der Kirchendarstellung (Gebäude und Turm) einzig und allein eine gemalte Variation als Gestaltungsgrundlage anführt. Hat man hingegen im Blick, wie der Konzeptor und/oder der Maler bei dem ganzen Zyklus auf relativ freie, vor allem reflektierte Art mit den biographischen Vorgaben von Severus und Ribadeneira umgeht, kann und muss man dem Freskanten fast eine derartige thematische Bewusstheit unterstellen.
Programm und Synthese: Martin als christlicher Tugendheld der ,Imitatio Christi'
Das Programm in der Aicholdinger Kirche glänzt nicht durch ikonographische Feinheiten und intellektuelle Bezüge, die sich der Gläubige selbst erschließen muss. Im Gegenteil, mit der Betonung von Grundwerten und Haupt-Tugenden, die dem Titelheiligen Martin zugesprochen werden, soll ein hoher Identifizierungsgrad mit dem gläubigen Volk erreicht werden.
Die Biographie des heiligen Martin eignet sich besonders gut dafür, die von ihm vor-gelebten Einstellungen als vorbildhafte Eigenschaften eines gläubigen Menschen zu verstehen, die in den alltäglichen Lebenslauf gut zu integrieren waren. Freigebigkeit gegen Arme und Nächstenliebe, Demut und Bescheidenheit sowie Sanftmut und Geduld sind humane Vorstellungen, die den Charakter eines Gläubigen prägen sollten und eine gute Lebensführung auch im menschlichen Umgang miteinander erwarten lassen.
Zur Entstehungszeit der Fresken in Aicholding galt das Leben vom hl. Martin als „der lebhafft=und vollkommene Entwurff eines heiligen Bischoffs.“[30]
Der unbekannte Entwerfer des Martin-Zyklus’ hat aus den damals bekannten Biographien von Sulpicius Severus und Ribadeneira/Canisius/Hornig eine exemplarische Auswahl getroffen und die bei Severus enthaltene Struktur, den Lebensweg des Heiligen in eine Zeit vor dem Bischofsamt und sein Wirken während seines Bischofsamtes einzuteilen, grundsätzlich übernommen.
So sind vier entscheidende Ereignisse aus der Kindheit (Abschied von den Eltern), seiner Soldatenzeit (Mantelspende, Vision) und seine von Jugend an ersehnten christlichen Taufe am Deckenbereich der Empore ausgebreitet.
Der Abschied von seinen heidnischen Eltern steht hierbei für die sehnsuchtsvolle Hinwendung zum christlichen Glauben in historisch ungünstigen Zeiten, als dieser noch nicht offiziell anerkannt war.
Aber sogar im kaiserlichen Militärdienst, zu den ihn sein Vater gezwungen hatte, hat Martin seine christlichen Ideale wie Nächstenliebe und Freigiebigkeit gegen Arme nicht verloren und auch nicht verleugnet (Mantelspende). Christus selbst hat diesen barmherzigen Akt der Mantelspende in Martins Vision besonders hervorgehoben und kann als spirituelle Vorstufe für die Taufe Martins gesehen werden, womit er endlich Mitglied in der Gemeinschaft Jesu Christi war.
Im Langhaus der Aicholdinger Kirche, in dem die Gläubigen die freskalen Belehrungen am direktesten und intensivsten verinnerlichen konnten, waren/sind vier Begebenheiten zu sehen, die sich während Martins Bischofszeit ereigneten.
Die sehr gezielte thematische Auswahl umfasst verschiedene Aspekte in dieser Lebensphase.
Einerseits wird Martin als derjenige vorgestellt, der mit Gottes Kraft und Hilfe ein totes Kind wieder zum Leben erweckt und auf diese wunderbare Weise gleichzeitig die kollektive Bekehrung von Heiden herbeiführt, was als großer Akt der Glaubens-Förderung zu verstehen ist.
Die Gelegenheit, Glaubens-Stärke zu beweisen, hatte Bischof Martin mehrmals in seinem Leben. Meistens kamen die irdischen Versuchungen in Gestalt des Teufels, der nichts unversucht ließ, Martin von den materiellen Verlockungen auf Erden zu überzeugen und damit vom christlichen Glauben abzubringen.
Mit der Darstellung der Transsubstantiation, der Wesensverwandlung, im Langhaus wird ein elementares Glaubensgut der römisch-katholischen Kirche berührt, das in die leicht nachvollziehbare, volkstümliche Version von Martin als Priester übersetzt wird. Der Titelheilige weist auf diese Weise auf die Notwendigkeit der Eucharistie und die Bedeutung des Priesteramtes bei der Vergegenwärtigung des Opfers Christi hin.
Mit dem Ableben von Martin wird den in Aicholding anwesenden Gläubigen im Deckenbereich zuletzt vorgeführt, wie man in der Stunde seines eigenen Sterbens sich verhalten könne. Martin hatte in dieser finalen Lebenssituation noch die Kraft, seinen weinenden und trauernden Mitbrüdern Trost zu spenden. Dieser Trost speiste sich aus dem Glauben an Gott, dem er sein ganzes Vertrauen schenkte und in dessen ewiges Reich er auffahren und einkehren wird.
Martins vorbildgebende ,Imitatio Christi‘ nimmt somit einerseits auf die Funktion des Kirchenraumes Bezug und dient andererseits als Identifikationspotential für den gläubigen Besucher.
Die Restaurierungen
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vor allem ab den 1950er Jahren versuchte man vor allem die erheblichen Bauschäden mit beratender und finanzieller Unterstützung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in München zu beheben,[31] was 1959 auch tatsächlich geschehen war.[32]
Im Zusammenhang mit der Gebäudesanierung und –stabilisierung begutachtete man auch den Zustand der Fresken im Rahmen einer Ortsbegehung am 23.03.1955, wobei man festhielt: „am Deckengewölbe löst sich an manchen Stellen die Stuckierung und die Bemalung ab.“[33]
Nachdem Frau Ammer das Schlösschen Ende der 1950er Jahre dem Riedenburger Kloster St. Anna vermacht hatte, kam es um 1960 in den Besitz der Familie Josef Preissler, der sich genauso wie seinen Erben um einen erhaltungswürdigen Zustand von Schloss und Schlosskirche bemühten, was eine völlige Sanierung im Jahre 1986 mit einschließt.[34]
Am 13. Oktober 1999 ging das Schlösschen Aicholding in den Besitz der Stadt Riedenburg über.[35]
Bibliographie
- Brix, Niederbayern, 2008 — Brix, Michael: Bayern II. Niederbayern (Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bayern II. Niederbayern), München/Berlin 2008 (2. Auflage)
- Deissler/Vögtle — Deissler, Alfons/Vögtle, Anton: Neue Jerusalemer Bibel, Freiburg/Basel/Wien 2007 (3. Auflage)
- Hofmann/Mader, Kunstdenkmäler, 1908 — Hofmann, Friedrich Hermann/Mader, Felix: Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz&Regensburg, Heft XIII. Bezirksamt Beilngries II. Amtsgericht Riedenburg (Hager, Georg (Hg.): Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern. Zweiter Band, Regierungsbezirk Oberpfalz und Regensburg. XIII. Bezirksamt Beilngries II), München 1908
- Kempe, Leibniz, 2022 — Kempe, Michael: Die beste aller möglichen Welten. Gottfried Wilhelm Leibniz in seiner Zeit, Frankfurt a.M. 2022
- Kimpel, Martin, 1994 — Kimpel, Sabine: Martin von Tours, in: Braunfels, Wolfgang (Hg.): Lexikon der christlichen Ikonographie, Band 7, Rom/Freiburg/Basel/Wien 1994, Spalte 572–579
- Lampl, Riedenburg, 2010 — Lampl, Sixtus: Riedenburg: Die Kirchen der Pfarrei St. Johannes, Abensberg 2010, S. 26–30
- Mages, Atlas, 2021 — Mages, Emma: Riedenburg. Die Pfleggerichte Riedenburg, Altmannstein und Dietfurt (Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe I, Band 68), Kallmünz 2021
- Radspieler, Aicholding, 1963 — Radspieler, Hans: Aicholding, Landkreis Riedenburg/Oberpfalz, München 1963
- Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben 1705 — Ribadeneira, Pedro/Canisius, Jacobus/Hornig, Johann: Das Leben deß H. Bischoffs und Beichtigers Martini, in: Die Triumphierende Tugend/Das ist: Die außerleßenste Leben Aller Heiligen Gottes/So aus denen bewehrtesten Geschichtsschreibern zusammen getragen/Und mit grossem Fleiß nicht allein denen Apostolischen Predigern zu besonderer Hülff/sondern auch jedem frommen Christen zu Trost/Anreitzung zur Tugend und begierigen Nachfolg eingerichtet [...], Band 2, Augsburg/Dillingen 1705, S. 713–776
- Severus, Martin, 2017 — Severus, Sulpicius: Vita sancti Martini. Das Leben des heiligen Martin (Lateinisch/Deutsch: Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Gerlinde Huber-Rebenich), Stuttgart 2017
Einzelnachweise
- ↑ Radspieler, Aicholding, 1963, S. 9–10. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schloss_Aicholding&oldid=210938754[letzter Zugriff am 26.04.2022].
- ↑ Hofmann/Mader, Kunstdenkmäler, 1908, S. 10.
- ↑ Lampl, Riedenburg, 2010, S. 26–27.
- ↑ Brix, Niederbayern, 2008, S. 14.
- ↑ 5,0 5,1 Mages, Riedenburg, 2021, S. 233.
- ↑ Radspieler, Aicholding, 1963, S. 2.
- ↑ Radspieler, Aicholding, 1963, S. 2–3.
- ↑ 8,0 8,1 https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Leo_IX.&oldid=213453911[letzter Zugriff am 26.04.2022].
- ↑ https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Heinrich_III._(HRR)&oldid=215059815[letzter Zugriff am 26.04.2022].
- ↑ 10,0 10,1 10,2 10,3 10,4 Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 718.
- ↑ 11,0 11,1 11,2 Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 717.
- ↑ 12,0 12,1 Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 715.
- ↑ Severus, Martin, 2017, S. 33; Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 716.
- ↑ 14,0 14,1 14,2 14,3 Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 774.
- ↑ 15,0 15,1 Severus, Martin, 2017, S. 31.
- ↑ Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 775.
- ↑ Severus, Martin, 2017, S. 13.
- ↑ Kempe, Leibniz, 2022, S. 189–191, 202–206, 209–212.
- ↑ https://vulgata.info/index.php/Kategorie: BIBLIA_SACRA: NT: Lk 12.
- ↑ Deissler/Vögtle, Bibel, 2007, S. 1447.
- ↑ 21,0 21,1 Severus, Martin, 2017, S. 15; Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 714.
- ↑ 22,0 22,1 Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 714.
- ↑ Severus, Martin, 2017, S. 17; Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 714.
- ↑ 24,0 24,1 Severus, Martin, 2017, S. 17.
- ↑ Severus, Martin, 2017, S. 17 und Anmerkung 40.
- ↑ Kimpel, Martin, 1994, Spalte 572.
- ↑ Deissler/Vögtle, Bibel, 2007, S. 1478.
- ↑ Severus, Martin, 2017, S. 19.
- ↑ Schriftzug: MARTINUS ist im Flus Jordan gedaufft worden.
- ↑ Ribadeneira/Canisius/Hornig, Leben, 1705, Band 2, S. 713.
- ↑ BLfD, München: Akten-Ordner: Aicholding, Schlosskapelle St. Martin: Korrespondenz 1916–2003: Brief vom 07.10.1954 der damaligen Besitzerin Rosine Ammer an BLfD.
- ↑ BLfD, München: Akten-Ordner: Aicholding, Schlosskapelle St. Martin: Korrespondenz 1916–2003: Donau-Kurier vom 4./5. April 1959.
- ↑ BLfD, München: Akten-Ordner: Aicholding, Schlosskapelle St. Martin: Korrespondenz 1916–2003: Torsten Gebhart in einem Brief vom 12.04.1955 an die Besitzerin, Frau Ammer.
- ↑ . BLfD, München: Akten-Ordner: Aicholding, Schlosskapelle St. Martin: Korrespondenz 1916–2003: Mittelbayerische Zeitung Kelheim, 01.09.1997, S. 30.
- ↑ . BLfD, München: Akten-Ordner: Aicholding, Schlosskapelle St. Martin: Korrespondenz 1916–2003: Kaufvertrag.