Wildenberg, Schlosskirche St Georg und St Katharina
Inventarnummer: cbdd10529
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Wildenberg, ursprünglich angelegt als Ritterburg und mit Hofmarkkompetenz versehen, fiel 1605 an das Hochstift Regensburg. Von bischöflichen Pflegern verwaltet, behauptete es den bestehenden Status eines regionalen Zentrums und stellt ein eindrückliches Dokument bayerischer Landesgeschichte dar.

Das Schloss: Lage und Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte
Lage
Auf der abgeflachten Stelle eines kegelförmigen Hügels ist die in sich zentrierte Anlage einer Ringburg sichtbar, „die den Konturen des runden Gipfelplateaus folgt“[1]. Sie erhebt sich auf beeindruckende Weise über dem darunter liegenden Dorf Wildenberg. Imposant ist ihre kompakt erscheinende Geschlossenheit, die den ehemals fortifikatorisch-abwehrenden Charakter gut zur Anschauung bringt. Einer möglichen Eintönigkeit des Äußeren widersprechen hingegen mehrere vom Kernbau vorspringende Anbauten, die der Gesamterscheinung eine spannungsvolle Lebendigkeit verleihen.[2]
Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschiche
„Hänslinus Ebran von Lauterbach erhielt 1271 in einem Tausch- und Lehensvertrag mit Bischof Leo von Regensburg die Hofmark Pürkwang und vereinigte diese mit der von ihm neu gegründeten Herrschaft Wildenberg.[3] 1272 erbaute dieser das Schloss.[4] „In den Händen der Ebrane, die sich nach dem Schlosse benannten, befand sich Wildenberg bis zu deren Aussterben 1605, worauf es an das Hochstift [Regensburg] zurückfiel.“[4]
„In der Folgezeit bis etwa 1628 war Wildenberg an Christoph von Stinglheim, fürstl. bischöflichen Rat, verpfändet, weiterhin bischöflichen Pflegern (bis 1659) bzw. Pflegsverwaltern (bis 1803) anvertraut.
Hierauf unmittelbar unter dem Fürstentum Regensburg, von 1811 ab Krongut, kam das Schloß 1813 durch Kauf als Allodialgut an Georg von Lindheimer, 1839 an den Kaufmann und Landrat Clemens Prantl von Landshut, 1840 an Fürst Eugen von Wrede. Seit 1843 als Fideikommiß im Besitz der Freiherren von Kesling.“[5]
Alix von Kesling (1889–1967), die letzte aus dieser Familie, hatte das Schloß 1945 dem Freistaat Bayern vermacht, das von 1946–1986 als Altersheim diente.[6]
Die Baugeschichte des Schlosses ist trotz der zeitbedingten Veränderungen seit seiner Erbauung einfach nachzuvollziehen. „Ursprünglich bestand nur die ringförmige, von einem Torturm unterbrochene Umfassungsmauer, in deren Innenbereich sich der runde Bergfried erhob. Seit dem 14. Jahrhundert wurden nach und nach Wohn- und Verwaltungstrakte an die Innenseite der Ringmauer angefügt, sodass sich im 18. Jahrhundert ein kompakter Ring aus dreistöckigen Hausbauten unter einem fortlaufenden Satteldach um den Innenhof legte. Bis auf den Bergfried, der um 1830 niedergelegt wurde, hat sich dieses Erscheinungsbild bis heute gehalten.“[1]
Diese relative Unversehrtheit des Schlosses ist vor allem dem Umstand zu verdanken, dass es im 30-jährigen Krieg beim Einfall der Schweden verschont blieb und damit seine „bäulichen Würden [behielt], weil es niemahls durch die Flammen, auch nit durch Feind sonderbahr verwüstet worden.“[7]
Die Ausstattung des Schlosses beschränkte sich in der Frühen Neuzeit allein auf repräsentative Räume, deren hervorgehobene Bedeutung man mit Stuckformationen betonte.
Die Schlosskirche: Entstehungs-, Bau- und Ausstattungsgeschichte
Die in das Schloßrund integrierte Kapelle ist urkundlich erstmals seit 1454[8] nachweisbar. Seit dieser Zeit ist auch das Patrozinium des Ritterheiligen Georg bekannt, das die Besitzer, die Ritter Ebran von Wildenberg, sicher mit Bedacht ausgewählt haben dürften.
Von dieser Kapelle ist im heute erhaltenen Baukörper das Langhaus und die Tonnenwölbung mit Stichkappen unter der barocken Ausstattung räumlich und strukturell noch nachvollziehbar.
In der Zeit vor und nach 1700 machten sich an diesem Vorgängerbau massive Bauschäden bemerkbar, so dass die Kapelle 1712/1713 baulich gesichert und danach ausstuckiert wurde.[9]
Zu dieser Zeit war nach dem Aussterben des Rittergeschlechts 1605 von den neuen Besitzern dem Ritterheiligen Georg bereits die heilige Katharina als patroziniatische Stütze zugesellt worden.[10]
„Die bemerkenswerteste bauliche Umgestaltung der Schloßkapelle fällt jedoch in das Jahr 1766, unter dem damaligen Pflegsverwalter Franz Xaver Harter. Anlaß zu dieser umfassenden Maßnahme war, daß sich, wohl als Folge der 1718 erfolgten Aufmauerung des Kapellenturms, die Kapelle um einige Zoll von der Umfassungsmauer getrennt hatte.“[11]
Im archivalisch erhaltenen Baugesuch von F.X. Harter werden aber noch mehrere Gründe für die Umgestaltung genannt. In der Quelle heißt es, dass „die Schloß Capellen in sich selbstens so kurz und engfengerisch,“[12] also zu kurz und zu eng sei, weswegen „nun bey dieser beschaffenheit zur Beförderung und erweitherung der Ehre Gottes die Betrachtung eines Neuen Altärls und die Erweitherung der Capellen allerdings nothwendig seyn will.“[13]
Den vom Kloster Rohr kommenden Maurermeister Johann Adam Hazy war der Auftrag erteilt worden, dass die Kapelle „mithin auf 20 Schueh gegen die Schloß Ring Mauer verlängert werden sollte [...].“[13]
Der Pflegsverwalter hatte indes noch Größeres im Sinn. Neben der räumlichen Erweiterung der Kapelle wünschte er eigentlich eine völlige Neuausstattung des Innenraumes, die man tatsächlich genehmigte und bis heute sichtbar ist. Dazu gehören die „auferrichtung einer wohltuenden Ganzl [Kanzel] zu derer Predigt und exhordatione das Gegenyber wohl schickbare oratori, [...].“[13] Die Gestaltung des Hochaltares „durch den Landshuter Bilthauer Christian Jorhan“[13] sowie deren Fassung durch den „bürgerlich dereinstige Herzogl. Hofmahler in München, Ignaty Kauffmann“[13]war ebenso vorgeplant. Ignaz Kaufmann erhielt zusätzlich den Auftrag, nicht nur das Altarblatt, sondern genauso die Deckengemälde auszuführen. Dabei schlug der Pflegsverwalter vor, das Gewölbe „in Fresco ausmallen und zieren zu lassen, die Gips Arbeith allerdings beyseits zu lassen [...].[13]
Dies hatte einerseits finanzielle Gründe, weil mit der Stuckierung das zur Verfügung stehende Budget wohl überstrapaziert worden wäre. Andererseits spielten ganz praktische Erwägungen eine große Rolle: zum einen waren die bereits vorhandenen Stuckaturen zum Teil mehrmals heruntergebrochen und hatten Zusatzkosten verursacht. Zudem würden die dreidimenionalen Stuckarbeiten in dem neuen Kapellenraum „selbst nur zu finsterheit und auffangung des Staubs“[13] dienen.
Sein Vorschlag, die Stuckrahmung durch gemalte zu ersetzen, kam dann tatsächlich auch zur Ausführung, denn, wie er argumentierte, es „könnte zum Anstand und thauerhaftigst sein.“[13] Somit waren also die Voraussetzungen für den Maler Kaufmann geschaffen, „in Fresco [...] und in die [gemalten] Völlungen [Rahmen] schickhliche Histori, als wie das der Marter Todt der 2 heyl. Kirchen Patrones vorgestellt werden sollen [zu malen].“[13]
Das Bauwerk: Schlossanlage und Außenbau

Die Schlossanlage mit ihren äußeren Anbauten besitzt einen polygonalen, 11-seitigen Innenhof, dessen geringe Neigungswinkel den Gesamteindruck einer Rundform vermitteln. Alle Gebäudeteile sind dreigeschossig und besitzen ein umlaufendes Satteldach. Auf diese Weise wird, zusammen mit der gleichen Geschosshöhe, der gesamte Baukörper vereinheitlicht.
Mit dem völligen Verzicht auf eine architektonische Gliederung liegt die Ordnung bietende Struktur bei den unregelmäßig verteilten Fenstern, der jegliche Strenge fehlt und deswegen eine reizvolle Lebendigkeit des Innenhofes zu erzeugen vermag.
Die Schlosskirche: Beschreibung und Maße
Die Kapelle liegt an der Südostseite des Schlosses und stößt mit der Rundform des Chores über den Mauerring hinaus. Dieser dreigeschossige, durchfensterte Anbau schließt ab mit einem rund gewalmten Dach, was im äußeren Erscheinungsbild die bauliche Eigenständigkeit der Kapelle hervorhebt.
Die Kapelle ist vom Innenhof aus begehbar und zeigt sich als ein einschiffiger gewölbter Raum mit halbrund geschlossenem Chor. Das Langhaus mit einer Gesamtlänge von 10,5m, einer Breite von 5,6m und einer Höhe von knapp 5m (4,88m) weist aufgrund dieser proportionalen Verhältnisse einen niedrig wirkenden Charakter auf, der auf den spätmittelalterlichen Vorgängerbau zurückzuführen ist. Die Wölbung des Chores besteht aus einer Halbkuppel, diejenige im Langhaus aus einer Tonne; beide Gewölbeeinheiten werden von Stichkappen fragmentiert.
Bei der Neuausstattung dieser kleinen Kapelle 1766 waren alle daran beteiligten Künstler bemüht, dem Inneren eine würdevolle und dauerhafte Erscheinung zu verleihen, die „Also könnte zum Anstand und thauerhaftigst sein.“[13] Der dilettierende Maurermeister Hazy versuchte mittels einer scheinbar variantenreich eingesetzten Pilasterordnung den Raum sinnvoll zu gliedern. Aus diesem Grund fand er für das dreiteilige Langhaus eine singuläre Lösung. Dem Wandabschnitt unterhalb des Emporenbereich wies er einen einzelnen, lisenenartigen Pilaster zu. Den Hauptraum instrumentierte er in der Raummitte im Sinne einer gliedernden Steigerung mit einem Pilasterpaar zu.
Am Ende des Langhauses und Übergang zum Chor entschied er sich für eine leicht gekurvte Pilastertravée mit sich darüber entwickelndem Gewölbe, die sanft und geschmeidig zum Chor überleitet. Diese gemuldete und optisch zugleich elegante Formgebung ist gestalterisch und architekturhistorisch sehr nahe an Lösungen, die im bayerischen Raum generell mit der Architektur des Johann Michael Fischer zu verbinden sind.[14]
Der scheinbar proportional räumliche Nachteil des niedrigen Kapelleninneren wird indes durch einen großen blickintensiveren Vorteil aufgewogen. Dieser besteht darin, dass die einzelnen Darstellungen der Deckengemälde ganz nahe an den (gläubigen) Betrachter herangerückt sind und die darin enthaltenen Botschaften einen erhöhten Grad an nachhaltiger Eindringlichkeit vermitteln können.
Der Auftraggeber: Franz Xaver Harter

Wildenberg gehörte als eine sogenannte Mediatherrschaft zum Hochstift Regensburg, dies waren „grundherrschaftliche Besitzungen [...], aus denen sich wirtschaftlicher Nutzen ziehen ließ und mit denen zumeist auch Niedergerichtsrechte verbunden waren.“[15]
Die Neuausstattung der Wildenberger Schlosskapelle (1766) fiel genau in die Regierungszeit von Clemens Wenzelslaus August Hubertus Franz Xaver von Sachsen (1739–1812). Dieser hatte 1763 die bayerischen Bistümer Freising und Regensburg erhalten, aber bereits 1768 wieder darauf verzichtet, „um Erzbischof und Kurfürst von Trier und Fürstbischof von Augsburg zu werden.“[16]
Für die Verwaltung von Wildenberg verantwortlich war (seit 1605) jeweils ein hochstiftischer Pfleger, der „die Interessen seines geistlichen Herrn im fernen Regensburg vertrat.“[17] In dem hier zu untersuchenden Zeitraum war dies Franz Xaver Harter, der von 1762–1792 die verwalterischen Dienste versah.[18]
Der Freskant: Ignaz Kaufmann (1721–1781)

Der ausführende Freskant der Wildenberger Schlosskapelle war Ignaz Kaufmann (1721–1781).[19]
Dieser vielbeschäftigte Maler erhielt den Auftrag über die Protektion des Pflegverwalters Franz Xaver Harter, der seinem Vetter, Ignaz Kaufmann, so darf man vermuten, eine existenzsichernde Verdienstmöglichkeit schaffen wollte.[20]
Dies nährt den dringenden Verdacht von klassischer ,Vetternwirtschaft‘ (Nepotismus), bei der die Vorteilsnahme aufgrund verwandtschaftlicher Verhältnisse erstmal höher wog als gestalterische Versiertheit.
Das Deckenfresko im Chor: Heilige Dreifaltigkeit
An der Kuppelwölbung des Chores ist die Heilige Dreifaltigkeit dargestellt. Gottvater sitzt auf einer Wolkenbank und wird als Schöpfer und Herrscher des Universums gezeigt. In seiner rechten Hand hält er ein Zepter, das genau vertikal über der Weltkugel sichtbar ist. Mit einer Kopfwendung blickt er zu Christus, seinem Sohn. Dieser nähert sich ihm mit entblößter Brust und rotem Umhang, während er das Marterkreuz mit sich schleppt. Über beiden fliegt der Heilige Geist in Taubenform herbei und bildet damit eine gestalterisch sinnstiftende Dreieckskomposition aus. Körperlose und geflügelte Engelchen umkreisen die drei Personen. Die gesamte Szene wird von einer goldenen Strahlengloriole hinterfangen.
Hauptraum: Wappen Clemens Wenzeslaus, Bischof von Regensburg und Freising
In einer gemalten Rocaille ist auf rotem Grund eine Wappencollage von Clemens Wenzeslaus zu sehen.
Die äußere, die innen angebrachten Wappen umschließende goldene Dekorform zeigt hinter dem Schild schräggekreuzt Schwert und Krummstab sowie obenauf die Mitra als Insignien des fürstbischöflichen Ranges mit seiner geistlichen und weltlichen Macht. Ein achtspitziger Kreuzorden am blau-weißen Band wird an der unteren Seite markant hiervorgehoben.
Auf dem Wappenrot sind 2 bekrönte Mohrenköpfe und Schrägrechtsbalken als heraldische Hinweise auf die Bistümer Freising (Mohrenköpfe) und Regensburg erkennbar, die Clemens Wenzeslaus von 1763–1768 innehatte. Die Wappenmitte besteht aus zwei ineinander gefügten Wappen. Das größere Wappenschild mit einer Goldkrone weist mit den zwei gekrönten Adlern mit ausgebreiteten Schwingen und zwei geharnischten Reiter mit erhobenem Schwert auf Clemens Wenzeslaus als Prinz von Polen hin.
Im bildlichen Zentrum aller Wappen prangt das gekrönte Herzschild, „neunmal geteilt von Schwarz und Gold, schräg überdeckt mit einem grünen Rautenkranz“[21] als heraldisches Zeichen seiner Herkunft aus Sachsen.
Zentrales Fresko im Hauptraum: Enthauptung von Georg und Katharina
Die Enthauptung von Georg und Katharina, die 3 Theologische Tugenden und Ecclesia
Das zentrale Deckenbild bildet ein griechisches Kreuz mit gerundeten Armenden und relativ einfacher Stuckrahmung aus. Diese Formgebung ergab sich aus dem älteren Vorgängerbau, der im Langhausgewölbe vier Stichkappen aufwies, zwischen denen man die neuzeitliche Gestaltung dynamisch eingepasste.
In die einzelnen Enden des griechischen Kreuzes sind Einzelszenen angebracht. Die Anordnung der perspektivischen Bildmotive ist ganz überlegt auf einen in den Kapellenraum eintretenden und ihn durchschreitenden Betrachter ausgerichtet.
Auf der Mittelachse ist aus diesem Grund der westliche Kreuzarm darstellungsfrei. In der zentralen Mitte der Kreuzung von Längs- und Querachse befindet sich die Verkörperung der 3 christlichen Tugenden von Glaube, Liebe und Hoffnung.[22] Sie sind in einer normierten Darstellungstradition ausgeführt: An einer imaginären Halkreislinie entlang ist unten im roten Kleid, mit sehnsuchtsvollem Blick und brennendem Herzsymbol die in Liebe zu Gott entflammte Tugendpersonifikation gezeigt.
Die Verkörperung der Hoffnung wird klassisch im grünen Gewand gezeigt, sie hat die Arme weit ausgebreitet und einen Zweig in ihrer linken Hand. Den sie kennzeichnenden Anker hält ein jugendlicher Engel. Die Personifikation des Glaubens trägt ein dunkles Ordenskleid, hält einen Kelch in ihrer rechten Hand und beim Vorweisen des großen Holzkreuzes hilft ihr ein geflügelter Engel.
Im östlichen Bildfeld ist die katholische Kirche, erhöht stehend auf der obersten Stufe einer Treppenanlage, als eine vom Papst geleitete Institution personifiziert. Dies zeigt sich sowohl an der Kleidung, dem päpstlichen Kreuz, gehalten von einem sitzenden Engel, und den dargestellten zwei Schlüsseln, welche dem Apostel Petrus in seiner Funktion als ersten Papst zum Zeichen der Bindegewalt überreicht wurden. Der Zentralbau mit Kuppel und Laterne ist ein architektonisches Symbol für die institutionalisierte Kirche (Ecclesia). Die dargestellte Szenerie ergänzt auf der bildrechten Seite eine Opfernde mit rauchender Schale und einem Piedestal, auf dem eine bauchige Vase mit obenauf liegender Märtyrerpalme steht.
Dieser eher tugendhaften und institutionalisierten Glaubens-Achse in Ost-West-Richtung sind auf der Querachse die beiden figuren- und ereignisreichen Szenen von der Enthauptung der Katharina (Südseite) und von Georg gegenüber dargestellt.
Auffällig an der gesamten Bildanlage, dem kompositionellen Aufbau und der Verteilung der Haupt- und Nebenfigur sind ihre gestalterischen Ähnlichkeiten, die sich allein in dem an der Hinrichtung teilhabenden Personal unterscheiden.
Bildnerisch eingeleitet und gleichzeitig gerahmt werden die beiden Enthauptungsszenen jeweils von zwei Rückenfiguren (Repoussoir-Figuren), deren Gesamterscheinung eher von dunklerem Kolorit geprägt ist. Mit diesem malerischen Gestaltungsmittel gelingt es dem Freskanten überzeugend, die in der Bildmitte farblich hell dargestellte Hinrichtungsszene, trotz ihrer räumlichen Zurückgesetztheit hervorzuheben.
Die Gemeinsamkeiten sind weiterhin im sockelartigen Richtplatz zu sehen, auf dem allein der Henker und die/der Hinzurichtende platziert sind und somit das eigentlich schreckliche Geschehen der Zeit um 300 n.Chr. mit dem gewussten Zeitabstand von 1400 Jahren als eine bedeutende Märtyrergeschichte präsentiert.
Motivisch ähnlich ist auch die Anwesenheit von Engel(n), welche die Märtyrerpalme und –krone als siegreiches Glaubenszeichen für die Hinzurichtenden herbeifliegen. Unterschiedlich ist hierbei nur der Grad der Wahrnehmung: während die Königstochter Katharina demütig ergeben den tödlichen Schwertstreich erwartet, kann sie die darauf folgende Auszeichnung als Märtyrerin nicht erkennen. Georg hingegen ist diese himmlische Schau vergönnt, denn mit weit geöffneten Armen und freudigem Blick nach oben nimmt er diese gnadenvolle Auszeichnung huldvoll entgegen.[23]
Nicht nur eine gestalterische, sondern auch thematische Besonderheit ist die Darstellung der beiden Henker. Sie werden mit entblößtem Oberkörper gezeigt und sind gerade im Begriff ihren todbringenden Auftrag auszuführen. Beide holen deshalb mit schwungvoller Geste aus, um mit dem Schwert die Enthauptung treffsicher zu vollenden.
Und genau bei dieser auszuführenden Handlung stellt sich bei intensiverer Betrachtung eine sofort erkennbare Irritation im gesamten Körperverhalten beider Henker ein. Diese Störung besteht darin, dass alle zwei auffälligerweise in diesem Augenblick nicht auf die zu treffende und abzutrennende Halspartie konzentriert sind, sondern vom Delinquenten wegsehen und ihr Blick auf die Attribut-Engel gerichtet ist. Der Henker Georgs sieht auf den geflügelten Engel, der lässig auf dem Attribut von Georg, den von ihm getöteten Drachen sitzt, und die Kreuzesfahne als christliches Siegeszeichen aufrechthält. Der Henker Katharinas sieht auf den sitzenden Engel mit ihren sie auszeichnenden Marterinstrumenten (Rad, Kette, Morgenstern, Peitsche, Keule).
Südöstliche Nebenszene: Disputatio der hl. Katharina

Die Disputatio der hl. Katharina mit den kaiserlichen Philosophen
In dem monochromen Fresko wird in der Bildmitte Katharina mit weit bauschendem Kleid und Mantel darüber gezeigt. Auf ihrem Kopf trägt sie eine Krone, die sie als Tochter aus adeligem Haus kennzeichnet. Dieser gesellschaftliche Hintergrund ermöglichte ihr eine exzellente Ausbildung, so dass sie auch mit anderen Gelehrten disputieren konnte. Dies war notwendig geworden, als Kaiser Maximinus seine Untertanen zum Opferfest der von ihm bevorzugten heidnischen Götter in die Hauptstadt Alexandria befahl.[24] Zu ihnen gehörte auch Katharina, die, seit ihrer Kindheit dem christlichen Glauben anhing und deswegen den eingeforderten heidnischen Opferritus verweigerte. Aufgrund ihrer adeligen Abstammung ließ der Kaiser Katharina zu sich rufen und befragte sie nach den Gründen ihrer Verweigerung. Im Laufe der Unterredung erkannte er seine eigene geringe Überzeugungskraft, weshalb er befahl, die 50 weisesten Gelehrten aus seinem Reich an seinem Hof zusammenzuführen, um die Christin Katharina von ihrem Falschglauben argumentativ abzubringen. Dieses Ansinnen mißlang indes gründlich, denn, geschult in Fächern wie Grammatik und Rhetorik, konnte sie den Philosophen nicht nur argumentativ gegenreden, sondern auch ihre eigenen Beweggründe so überzeugend darlegen, dass die kaiserlichen Gelehrten großteils geneigt waren, den christlichen Glauben anzunehmen, worauf sie vom Kaiser zum Feuertod verurteilt wurden.[25]
Diese zum Verständnis des Bildes notwendige Rahmengeschichte, in der damaligen Hagiographie weit verbreitet, findet im Fresko ihre bildliche Übersetzung, indem Katharina auf körperlich heftig gestikulierende Weise dem „Haupt“[26], dem Sprecher der Philosophen, wild entschlossen entgegentritt und ihre Glaubensposition energisch verteidigt. Die restlichen Philosophen nehmen erstaunt an der Diskussion teil oder diskutieren untereinander die gerade ausgetauschten Begründungen.
Diese Disputatio ereignete sich auf einem öffentlichen Platz vor einem Tempel, der noch die Säulen seines Eingangsportikus andeutet. Bildsymbolisch ist auf diese Weise der heidnische Tempel bereits an den Rand gedrängt, die Hauptperson hingegen ist Katharina, die bildmittig ihren christlichen Glauben nicht nur verteidigt, sondern auch erfolgreich behauptet.
Südwestliche Nebenszene: Marter der hl. Katharina
In einer öden Landschaft werden zwei Martern miteinander kombiniert, die Katharina nach ihrer Verweigerung der heidnischen Opferrituale zu erleiden hatte. Im Bildhintergrund ist das eigens für sie hergestellte Marterwerkzeuge eines (von vieren) Rädern mit „eisernen Sägen und spitzen Nägeln“[27] dargestellt. Mit göttlicher Hilfe übersteht sie diese vom Kaiser angeordnete körperliche Bedrohung, indem Blitz und Donner das Foltergerät zerstören.
Im Vordergrund des monochromen Freskos wird eine weitere, schriftlich überlieferte Marter bildlich nur angedeutet. Diese bestand darin, dass man Katharina, als eine ihrer vielen körperlichen Qualen, auch noch die Brüste abschnitt. Dieser Vorgang vollzieht sich in einer bildlichen Abbreviatur, indem der Betrachter beim Anblick von zwei Soldaten, die gerade im Begriff sind, Katharina zu entkleiden, die darauf folgende Tortur selbst imaginieren muss. Die von Gott erflehte Hilfe war in diesem Fall physisch nicht erfolgreich, psychisch aber schon, denn sie war weiterhin in der Verfassung, die anderen Folterungen auszuhalten.
Nordöstliche Nebenszene: Der hl. Georg als Drachentöter
Georg sitzt in Rüstung und mit Federbuschhelm auf dem Kopf auf einem sich aufbäumenden Pferd. Er ist gerade dabei, hochkonzentriert mit einer Lanze einen Drachen zu töten. Dieser hatte für längere Zeit die Stadt Silena in Lybia bedroht und zu seiner Besänftigung mussten ihm täglich zwei Lämmer geopfert werden. „Als nun keine mehr aufzutreiben sind und schon viele Söhne und Töchter haben geopfert werden müssen, trifft das Los die Königstochter, die nach herzzerreißendem Abschied von den Eltern an den See vor der Stadt geht. Da kommt Georg von ungefähr dahergeritten und verspricht ihr Hilfe. Der Drache erscheint, mit dem Zeichen des Kreuzes schwingt Georg die Lanze, durchbohrt das Untier, das zu Boden stürzt.“[28]
Im Hintergrund des monochromen Freskos steht auf einem Felsenvorsprung die erwähnte Königstochter und breitet ganz erschüttert und überrascht von dieser Heldentat ihre Arme weit aus.[29]
Nordwestliche Nebenszene: Marter des hl. Georg
In der monochrom gemalten Marter-Szene ist Georg nackt, nur mit einem Lendentuch bekleidet, am Querbalken einer Holzkonstruktion aufgehängt. Sein Peiniger holt mit großem Armschwung aus, um ihn besonders effektiv und schmerzvoll mit der Peitsche zu verletzen.
Diese Georg bevorstehenden körperlichen Qualen versucht dieser im gläubigen Vertrauen auf seinen christlichen Gott mit einem nach oben gerichteten, seelischen Beistand erflehenden Blick erträglicher zu machen.
Die am Boden sitzende Person scheint möglicherweise die nächste Folterung vorzubereiten.[30]
Dass diese qualvollen Folterungen im Auftrag der damals regierenden Staatsmacht, bzw. ihrem Stellvertreter, ausgeführt wurden, deutet auf architektursymbolische Weise die rustizierte Säule im linken Bildvordergrund an, die für Macht und rohe Gewalt steht.
Nebenbild im Hauptraum über Kanzel: Heiliger Geist
In einer gemalten Rocaille-Rahmung ist der Heilige Geist in Taubenform von unten zu sehen. Mit weit ausgebreiteten Schwingen setzt sie zur Landung an, um ihre spirituelle Botschaft in den Worten des Predigers bei den anwesenden Gläubigen zu verbreiten.
Die von ihr radial ausgehende Strahlenformation verstärkt auf optisch einfache und dennoch eindringliche Weise die Strahlkraft des christlichen Glaubens.
Emporenbrüstung: Das Wappen der Ritter Ebran

„Die Wappen der Ebran haben in einem linksschräggeteilten Schild drei silberne Zinnen im blauen Feld.“[31] Die auch in Siebmachers Wappenbuch verbreitete Gestaltung wies zwar hinsichtlich „des Helmschmuckes [...] einige Variationen“[32] auf, grundsätzlich erhalten blieben Pfauenfedern, ursprünglich einundzwanzig an Zahl, welche „die Teilnahme an den Kreuzzügen“ andeuten.[31]
Unklar ist, ob das an der Emporenbrüstung angebrachte Wappen der Ritter Ebran auf einem gemalten Brokatvorhang tatsächlich dem 18. oder möglicherweise erst dem 19. Jahrhundert angehört.
Die grundsätzlich verbindende Aussage besteht auf alle Fälle in der historischen Faktizität des Besitztums von Schloss Wildenberg bis 1605.
Programm und Synthese: Mannhaftigkeit/Tapferkeit versus Einsicht/Weisheit

Das in Wildenberg an die Decke gemalte Programm ist auf Einfachheit der Darstellung und Klarheit der Aussage hin angelegt. Dies sind erprobte Methoden, um eine christlich geprägte Landbevölkerung in der Richtigkeit ihres Glaubens zu bestärken. Zugleich erfahren sie mit ihren Augen ein dramatisches Geschehen, das an ihre mitleidende Empathie appelliert und ihre Seelen zu einer christlichen Lebensführung animieren oder bestärken soll.
Die beiden zentralen Figuren einer vorbildhaften Lebensweise im Glauben an den christlichen Gott sind Katharina und Georg. Ihre Biographien wirken als Exempel umso intensiver und nachhaltiger, gerade weil sie unter gesellschaftlich erschwerten Bedingungen, zur Zeit der Christenverfolgung, von dem verbotenen christlichen Glauben überzeugt waren, dafür viele körperlich schmerzvolle Folterungen auf sich nahmen und letztendlich ihr Leben dafür hingegeben haben.Als Märtyrer, als erste Zeugen des Glaubens, für den sie viele Martern erlitten haben, stehen sie deshalb auf der katholischen Beglaubigungsliste an höchster Stelle.
In Wildenberg war die Entscheidung für Georg allerspätestens im 15. Jahrhundert gefallen. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass die Ritter Ebran als Schlossbesitzer den Ritterheiligen Georg zu ihrem Schutzpatron erkoren.
Etwas später gesellte sich die heilige Katharina hinzu, ebenfalls eine Märtyrerin, ebenfalls sehr beliebt, vor allem bei der Landbevölkerung. Auch sie hatte das gleiche Schicksal wie Georg durchlitten, denn beide mussten für ihre Glaubensüberzeugung sterben und wurden enthauptet. Gerade deshalb wurden Georg und Katharina in den legendarischen Erbauungsschriften als Beweis der Unzerstörbarkeit des von Gott geschützten Lebens ausführlich beschrieben.
Diese tragischen Geschehen sind auf der Querachse der Kapelle figurenreich und eindrücklich dargestellt, deren emotionaler Effekt bei den Betrachtern sich durch die relativ niedrige Deckenhöhe und die dadurch bedingte Nähe der gemalten Ereignisse noch verstärkt haben dürfte.
Zugleich werden beide als entschiedene Kämpfer für den christlichen Glauben in den zwei vorderen Nebenszenen vorgestellt. Katharina benutzt hierbei die Waffen der Wörter und versucht mit gelehrten Argumenten die heidnischen Philosophen des Kaisers von der christlichen Religion zu überzeugen, was ihr gelingt, das aber gleichzeitig den Feuertod der Philosophen nach sich zieht.
Georg ist hingegen als Mann der Tat, als energischer Kämpfer mit Lanze gezeigt, der den bösen Unglauben besiegt.
Fasst man deren unterschiedliches Vorgehen im Sinne der tradierten Tugendlehre zusammen, die drei Grundfunktionen der menschlichen Seele zu unterscheiden weiß, so repräsentiert Georg den mutartigen Seelenanteil, die Mannhaftigkeit oder Tapferkeit. Katharinas Verhalten hingegen stellt die vernünftige Seele der Einsicht und Weisheit dar.[33]
Dieses vorbildhafte Leben und Sterben beider Märtyrer wird in Bezug zu den Darstellungen auf der Hauptachse gesetzt. Dort sind genau im Kreuzungspunkt von Quer- und Längsachse die drei theologischen Tugenden angebracht. In ihrer hierarchischen Abstufung von unten nach oben: Liebe, Hoffnung und Glauben sind sie Ausdruck einer von katholischer Seite ab Papst Gregor dem Großen (540–604) kanonisierten Tugendlehre. Der Programmentwerfer war bemüht, das tugendhafte Leben der beiden Märtyrer als Exempel vorzustellen, deren äußeres Verhalten zum Glauben eine innere Haltung ausdrückte, die man daraufhin als Theologische Tugenden für alle Gläubigen als Leitfaden eines gemeinschaftlichen Lebens erhob. Ihren hervorragenden Rang nach dem Tridentinum zeigt allein schon der Umstand, dass sie „zum Lehrteil der christlichen Ethik, nicht zur Kasuistik“[34] gehörten.
Diese drei Tugenden, die „im Gegensatz zu den zehn Geboten [...] keine konkreten Handlungsvorschriften, sondern von Christen [...] Einstellungen bzw. innere Haltungen“[35] verlangen, sind auf der für den eintretenden Betrachter zuerst einsichtigen Längsachse des Kapellenraumes platziert. In Verlängerung der drei Theologischen Tugenden ist in Richtung Chor die päpstliche Kirche versinnbildlicht dargestellt, womit diese Hauptachse als primäre Sichtachse fungiert, die eher einen ,institutionellen‘ Charakter aufweist.
Die inhaltlich finale Steigerung findet sich im Chorfresko mit der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit als repräsentativen Ausgangs- und Endpunkt des christlichen Glaubens und ihrer Weltauffassung.
Restaurierungen

Die an der gesamten Schlossanlage bestanderhaltenden Restaurierungen sind bereits ab 1804 bis in die jüngere Zeit (1994) nachvollziehbar.[36]
Konkretere Dokumente zur Restaurierung der Schlosskapelle sind selten. Man weiß zwar aufgrund einer Kirchenrechnung von 1816/17 von Reparaturen an der Kapelle, diese sind allerdings nicht näher ausgewiesen.[37] Dokumentarisch fassbar ist 1890 „eine größere Instandsetzungsmaßnahme am Äußeren der baufälligen Schlosskapelle. Nachdem die Schlosskapellenstiftung für die Jahre 1897 bis 1899 von der Diözesankonkurrenz befreit wurde, ist anzunehmen, dass zuvor weitere Reparaturmaßnahmen an der Kapelle vorgenommen wurden.“[38]
Bibliographie
- Benz, Legenda Aurea, 1963 — Benz, Richard: Die Legenda Aurea des Jacobus de Voragine, Berlin 1963
- Delhaye, Theologische Tugenden, 1986 — Delhaye, Philipp: Theologische Tugenden, in: Höfer, Josef/Rahner, Karl (Hgg.): Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i.Br. 1986, Band 10, Spalte 76–79
- Eckardt, Kunstdenkmäler, 1930 — Eckardt, Anton: Die Kunstdenkmäler von Bayern, Band XXII, Bezirksamt Rottenburg (=Mader, Felix (Hg.): Die Kunstdenkmäler von Bayern, Regierungsbezirk Niederbayern, Band XXII. Bezirksamt Rottenburg), München 1930
- Filser, Kesling, 2018 — Filser, Erwin: Die Kesling: Vom Schloss zum Altersheim. Die Mallersdorfer Schwestern im Alfredheim. Das Benefiziatenhaus, o.O. 2018
- Gründel, Tugend, 1986 — Gründel, Johannes: Tugend, in: Höfer, Josef/Rahner, Karl (Hgg.): Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i.Br. 1986, Band 10, Spalte 395–399
- Hausberger, Bistum, 2017 — Hausberger, Karl: Das Bistum Regensburg 1. Die Regensburger Bischöfe von 1649 bis 1817 (=Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (Hg.): Germania sacra. Die Kirche des Alten Reiches und ihre Institutionen, Dritte Folge 13: Die Bistümer der Kirchenprovinz Salzburg. Das Bistum Regensburg 1: Die Regensburger Bischöfe von 1649 bis 1817), Berlin/Boston 2017
- Holzmayr, Wildenberg, 2001 — Holzmayr, Matthias (Hg.): Das Schloss Wildenberg, Wildenberg 2001
- John/Nadler, Wildenberg, 2018 — John, Sabine/Nadler, Stefan: Schloss Wildenberg, (Gde. Wildenberg, Kr. Kehlheim). Dokumentation zur Bau-, Ausstattungs- und Restaurierungsgeschichte. Erstellt im Auftrag der Freiherrlich Alfred und Alix von Kesling`schen-Stiftung Wildenberg, o.O. 2018 [Exemplar im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, München]
- Keller, Lexikon, 1979 — Keller, Hiltgart Leu: Reclams Lexikon der Heiligen und biblischen Gestalten. Legende und Darstellung in der bildenden Kunst, Stuttgart 1979 (4. Auflage)
- Paula, Denkmäler, 1992 — Paula, Georg: Landkreis Kelheim: Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländearchitektur (=Denkmäler in Bayern, 30:2 Niederbayern), München/u.a. 1992
- Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705/1710 — Ribadeneira, Petrus/Hornig, Johann: Die Triumphierende Tugend [...], Augsburg 1705/1710
- Ripa, Iconologia, 2012 — Ripa, Cesare: Iconologia, Turin 2012
- Seidel, Ortsgeschichte, 1988 — Seidel, Rudolf: Ortsgeschichte von Wildenberg-Pürkwang, o.O. 1988 (2. Auflage)
- Weithmann, Burgen, 2013 — Weithmann, Michael: Burgen und Schlösser in Niederbayern. Führer zu Burgen und Schlössern im Bayerwald, zwischen Donau, Isar und unterem Inntal, Straubing 2013
- online
- https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Clemens_Wenzeslaus von Sachsen&oldid=227438390
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Weithmann, Burgen, 2013, S. 35.
- ↑ Denkmal-Nummer: D-2-73-181-2; Adresse: Rohrer Straße 27, 93359 Wildenberg.
- ↑ Paula, Baudenkmäler, 1992, S. 498. Quelle von 1271 in: Seidel, Ortsgeschichte 1988, S. 171–172.
- ↑ 4,0 4,1 Eckardt, Kunstdenkmäler, 1930, S. 278.
- ↑ Eckardt, Kunstdenkmäler, 1930, S. 279. Ausführlicher: Seidel, Ortsgeschichte 1988, S. 62–64 und Holzmayr, Wildenberg, 2001, S. XXII–XXXII.
- ↑ Filser, Kesling, 2018, zu Altersheim und Stiftung: besonders S. 52–98 und 103–123.
- ↑ Wening, 1723, in: Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 44.
- ↑ John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 86.
- ↑ John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 5, 7, 8, 9.
- ↑ Im Urbar von 1672 ist das Doppelpatroziniat erwähnt: Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 44.
- ↑ Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 70.
- ↑ Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 70–71.
- ↑ 13,00 13,01 13,02 13,03 13,04 13,05 13,06 13,07 13,08 13,09 Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 71.
- ↑ Diese Anmerkung will an dieser Stelle keine Baumeisterfrage auslösen, sondern lediglich den durchaus qualitätvollen Charakter der Kleinarchitektur betonen.
- ↑ Hausberger, Bistum, 2017, S. 25–26.
- ↑ Hausberger, Bistum, 2017, S. 245–260; https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Clemens_Wenzeslaus_von_Sachsen&oldid=227438390[zuletzt abgerufen am: 18.11.2022].
- ↑ Hausberger, Bistum, 2017, S. 26.
- ↑ Holzmayr, Wildenberg, 2001, S. XXI.
- ↑ Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 71. Biographie und Werkverzeichnis: John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 53, Anmerkung 30.
- ↑ John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 55.
- ↑ Hausberger, Bistum, 2017, S. 260.
- ↑ Die Personifikationen sind in ihrer attributiven Ausstattung großteils nach Ripas Iconologia gebildet: Ripa, Iconologia, 2012. Zur Ecclesia (=Religione): S. 507–511, zum Glauben (=Fede): S. 184–188, zur Hoffnung (=Speranza): S. 551–555 und zur Liebe (=Carità): S. 88–91.
- ↑ Eine hieran anknüpfende, modernistisch geprägte Genderdiskussion ist in diesem historischen Bezugsrahmen weder angestrebt noch angebracht.
- ↑ Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 862.
- ↑ Benz, Legenda Aurea, 1963, S. 995; Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 864.
- ↑ Ribadeneira/Hornig, Tugend, 1705, S. 864.
- ↑ Benz, Legenda Aurea, 1963, S. 996.
- ↑ Keller, Lexikon, 1979, S. 216; Benz, Legenda Aurea, 1963, S. 327.
- ↑ Die dargestellte Armhaltung könnte zusätzlich auch einen Dankesgestus an den christlichen Gott für die Errettung ausdrücken.
- ↑ Der nicht optimale Erhaltungszustand des Freskos lässt eine ganz genaue Bestimmung nicht zu.
- ↑ 31,0 31,1 Seidel, Ortsgeschichte, 1988, S. 46.
- ↑ Holzmayr, Wildenberg, 2001, S. XVII.
- ↑ Gründel, Tugend, 1986, Band 10, Spalte 395–399.
- ↑ Delhaye, Theologische Tugenden, 1986, Band 10, Spalte 78.
- ↑ htpps://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Theologische_Tugenden&oldid=225708282 [zuletzt abgerufen am: 18.11.2022].
- ↑ BLfD, München: Ordner: Wildenberg, NB, Rohrer Str. 27, Wand, Band 1: Schloss – Fassade: Befunduntersuchung; John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 24, 74, 135, 138, 141–147.
- ↑ John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 78.
- ↑ John/Nadler, Wildenberg, 2018, S. 20.