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Vorwort Dank (Band 5)

Aus Deckenmalerei-Lab


Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 5: Landkreis Dachau. Hirmer, München 1996, ISBN 978-3-7774-6320-9, S. 6–7, geschrieben von Bauer, Hermann und Rupprecht, Bernhard. Original (Passwortgeschützt)
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Der vorliegende Band 5 behandelt die barocken Deckenmalereien des Landkreises Dachau. Der heutige Landkreis setzt sich zusammen aus der nördlichen Hälfte des alten Gerichts Dachau, aus dem ehemaligen Gericht Kranzberg und aus einem kleinen Teil des Gerichts Pfaffenhofen (Kollbach). Bei der Landkreisreform von 1972 kam ein Teil des ehemaligen Landkreises Aichach (mit Altomünster und Kleinberghofen) und ein Teil des ehemaligen Landkreises Friedberg/Schwaben (mit Sittenbach, Unterumbach, Egenburg und Pfaffenhofen) zum Landkreis Dachau, dessen westliche Grenze jetzt an den Regierungsbezirk Schwaben stößt. Diese Teile gehörten im 18. Jahrhundert zum Gericht Aichach bzw. zum Gericht Friedberg.

Zwei große Klöster bilden die künstlerischen Schwerpunkte: das ehemalige Augustiner-Chorherrnstift Indersdorf und das Birgittinerinnenkloster Altomünster. Sie prägten in künstlerischer Hinsicht auch die Kirchen der zugehörigen Hofmarken und inkorporierten Pfarreien. Einige Hofmarken (mit Kleinberghofen, Hirtlbach und Eisenhofen) waren zu dem Hochfürstlich Freisingischen Pfleggericht Eisenhofen zusammengeschlossen. Zu Freising gehörte auch die Hofmark Massenhausen. Im übrigen wiesen die Gerichte Dachau und Kranzberg eine Vielzahl von Adelshofmarken auf, unter denen Haimhausen hervorragt als dritter künstlerischer Glanzpunkt; auch in Schönbrunn und Sigmertshausen sind bedeutende freskierte Kirchen zu finden.

Obwohl das alte Gericht Dachau mit Nymphenburg, Neuhausen und Sendling Gebiete umfaßte, die von Münchner Künstlern geprägt waren, orientierten sich die Auftraggeber in unserem Bereich fast ausschließlich nach Augsburg. Matthäus Günther (Indersdorf), Johann Georg Bergmüller (Haimhausen) und Joseph Mages (Altomünster) waren dort ansässig. Auch Johann Georg Dieffenbrunner besaß das Augsburger Meisterrecht und arbeitete mit seinem Lehrer Günther in Indersdorf zusammen; ein Großteil seines Oeuvres findet sich im heutigen Landkreis Dachau. Erstaunlich ist, daß bei den vielen Adelshofmarken nur ein einziger Münchener Hofmaler auftritt – Balthasar Augustin Albrecht in Schönbrunn. Die in Dachau und Kranzberg ansässigen Maler waren wenig bedeutend; immerhin finden sich von Franz Mayr aus Dachau drei freskierte Kirchen.

Die Erfassung der Deckenmalereien im Landkreis Dachau erfolgte durch Cordula Böhm und Alois Harbeck. Die Bearbeitung lag bei Anna Bauer-Wild, Brigitte Sauerländer und Brigitte Volk-Knüttel. Cordula Böhm besorgte die Redaktion. Unser Unternehmen wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen. Den Damen und Herren, die dort mit der Betreuung des Corpus der barocken Deckenmalerei befaßt sind und die unseren Sorgen jederzeit Gehör schenken, sei herzlich gedankt für ihre Geduld und ihr Verständnis. Wir freuen uns, daß wir Herrn Professor Dr. Frank Büttner als Mitherausgeber des Corpus der barocken Deckenmalerei für mittlere und neuere Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung Bayerns an der Universität München gewinnen konnten. Frau Margit Voit, Sekretärin am Institut für Kunstgeschichte, erledigt die Verwaltungsarbeit; für ihr freundliches Entgegenkommen und ihre Mühe danken wir ihr sehr herzlich.

Bei unserer Arbeit wurden wir von vielen Seiten unterstützt. Empfehlungsschreiben des Ordinariats der Erzdiözese München und Freising und des Ordinariats der Diözese Augsburg haben uns die Arbeit erleichtert. Wir sind den Herren Pfarrern der einzelnen Kirchen sowie den Frauen Birgittinerinnen von Altomünster sehr verbunden, die uns Zutritt zu ihren Kirchen gewährten, Einsicht in Archivalien ermöglichten und die Erlaubnis für photographische Aufnahmen gaben.

Die Zusammenarbeit mit den einschlägigen Institutionen war ebenso ergiebig wie dankenswert erfreulich. Im Archiv der Erzdiözese München und Freising halfen uns Herr Prälat Dr. Sigmund Benker und die Archivare Manfred Herz und Dr. Erwin Neimer in bewundernswerter Weise. Herr Anton Gandl, der langjährige Bibliothekar, jetzt im Ruhestand, scheute beim Erfüllen der Bücherwünsche keine Mühe. Auch Frau Angela Landes und ihrer Nachfolgerin Manuela Kirschner möchten wir hier für freundliche Hilfe unseren herzlichen Dank abstatten. Im Archiv des Bistums Augsburg war man ebenso bemüht, uns zu helfen.

Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gewährte uns stets Einsicht in die Restaurierungsakten, ein Entgegenkommen, für das wir wegen der damit verbundenen Mühe unseren Dank sagen wollen. Dr. Christian Baur, Dr. Klaus Kratsch und Dr. York Langenstein haben uns durch ihre Sachkenntnis die Arbeit sehr erleichtert.

Auch im Bayerischen Hauptstaatsarchiv, im Staatsarchiv München, in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek, im Zentralinstitut für Kunstgeschichte und in der Staatlichen Graphischen Sammlung haben wir immer wieder Unterstützung gefunden.

Die Restauratoren der Fresken, besonders die Herren Franz Debold, Bernd Holderried, Gerhard Jehl, Hans Kellner, Klaus Klarner, Toni Mack, Johann Stachl und Otto Wimmer, waren freundlicherweise zu detaillierten Auskünften bereit. Ihnen allen sei herzlich gedankt.

Für Auskünfte haben wir ferner zu danken den Damen und Herren Johannes Daxer, München, Josef Berghammer, Kloster Indersdorf, Dr. Astrid Debold-Kritter, Berlin, Max Gruber (†), Bergkirchen, Dr. Ulrike Kretschmar, Berlin, und P. Dr. Gregor Schauber, Stift Reichersberg.

Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit dem Hirmer Verlag und danken dem Verleger Albert Hirmer für alle seine Mühen sowie Herrn Peter Mayr für die fachkundige und umsichtige Betreuung des Bandes bei der Herstellung. Das Zustandekommen dieser Publikation war nur möglich durch die Unterstützung des Ernst von Siemens-Kunstfonds; Herrn Dr. Heribald Närger sind wir für diese Hilfe dankbar verbunden.

Hermann Bauer/Bernhard Rupprecht