Dieser Text stammt aus: Bauer, Hermann/Rupprecht, Bernhard: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, Band 14: Landkreis Ingolstadt; Landkreis Pfaffenhofen. Hirmer, München 2010, ISBN 978-3-7774-3001-0, S. 6–7, geschrieben von Büttner, Frank und Rupprecht, Bernhard. Original (Passwortgeschützt)
danach


Mit dem vorliegenden Band wird die Bearbeitung und Dokumentation der Denkmäler der barocken Deckenmalerei im Regierungsbezirk Oberbayern abgeschlossen. Er umfasst die beiden an bzw. südlich der Donau gelegenen Kreise Ingolstadt und Pfaffenhofen. Ingolstadt ist heute eine kreisfreie Stadt. Der ehemalige Landkreis Ingolstadt ist bei der Landkreisreform 1972 großenteils im Landkreis Eichstätt aufgegangen und in Band 13 behandelt worden.

Das Glanzstück der Stadt Ingolstadt ist der Kongregationssaal Maria de Victoria des ehemaligen Jesuitenkollegs mit seinem großen Deckenbild, das Cosmas Damian Asam 1735 ausführte. Die Deutung des inhaltsreichen, aber vielfältig verschlüsselten Bildes ist in mehreren wissenschaftlichen Arbeiten unternommen worden. Auf dieser Grundlage wird in unserem Beitrag versucht, die verschiedenen Bedeutungsebenen dieses einzigartigen Werkes zu erschließen.

Die im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Stadt hat noch weitere Objekte mit Deckenmalereien zu bieten, die alle in den 30er Jahren des 18. Jh. von dem in Ingolstadt ansässigen Universitätsmaler Melchior Puchner geschaffen wurden: Die Heiliggeist-Kirche, zwei Kapellen der Franziskanerkirche, die Alte Anatomie der ehemaligen Universität. Zerstört, aber in Abbildungen dokumentiert sind die Deckenbilder der Stadtpfarrkirche St. Moritz, des sog. Orbansaals im ehemaligen Jesuitenkolleg und des sog. Illuminatensaals. Ausführlich behandelt und bebildert, weil vor der Kriegszerstörung durch den so genannten »Führerauftrag« noch in vielen Einzelaufnahmen fotografiert, ist die ehemalige Augustiner-Eremitenkirche, ein Bau von Johann Michael Fischer mit Fresken von Johann Baptist Zimmermann und seinem Mitarbeiter Johann Georg Winter 1738/39.

Zum Stadtkreis Ingolstadt gehören die drei Dorfkirchen Etting, Pettenhofen und Zuchering mit ansprechenden Ausmalungen. Pettenhofen, ehemals dem Hochstift Eichstätt zugehörig, ist ein Spätwerk des Eichstätter Hofmalers Johann Michael Franz.

Der Landkreis Pfaffenhofen umfasst heute im Wesentlichen das Gebiet des ehemaligen Gerichts Pfaffenhofen und des kleinen Gerichts Reichertshofen. Bei der Gebietsreform 1972 wurde es um einige Orte aus den ehemaligen Landkreisen Ingolstadt (Baar, Reichertshofen) und Schrobenhausen (Alberzell) erweitert. Die Kirchen mit barocken Ausmalungen sind eher bescheiden, herausragen die Pfarrkirchen in Geisenfeld und Gosseltshausen mit umfangreichen Freskenzyklen; Melchior Puchner hat hier sein frühestes und sein spätestes Werk geschaffen. Historischer Mittelpunkt war das Benediktinerkloster Scheyern, dessen barocke Ausmalung der Klosterkirche, im 19. Jh. abgeschlagen, wenigstens noch durch Entwürfe dokumentiert werden kann.

Dem Bistum Eichstätt zugehörig ist die Stadt Ingolstadt mit einer Ausnahme, der Pfarrkirche Zuchering, die im Bistum Augsburg liegt. Der Landkreis Pfaffenhofen gehört überwiegend zum Bistum Augsburg, das nordöstliche Gebiet mit Geisenfeld und Gosseltshausen zum Bistum Regensburg und der südliche Teil mit Kloster Scheyern zum Erzbistum München und Freising.

In einem eigenen Band folgen ein Gesamtregister, das alle 14 Bände des Regierungsbezirks Oberbayern erschließt, und eine chronologische Übersicht der Denkmäler mit Ausmalungen.

DANK

Bei der Bearbeitung der vierzehn Bände haben wir im Verlauf vieler Jahre von vielen Seiten Unterstützung erhalten. Wir danken den Mitarbeitern des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, des Staatsarchivs München, des Stadtarchivs München und der Staatsarchive Augsburg und Landshut. Im Archiv des Erzbistums München und Freising erfuhren wir von Anfang an bereitwilligste Unterstützung durch die Archivdirektoren Dr. Peter von Bomhard (†), Prälat Dr. Sigmund Benker, Diakon Dr. Peter Pfister und ihre Mitarbeiter. Unser Dank gilt gleichermaßen Dr. Erwin Naimer vom Archiv des Bistums Augsburg, Dr. Paul Mai vom Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg und Dr. Herbert Wurster vom Archiv des Bistums Passau. Dr. Hans Ramisch vom Kunstreferat des Erzbistums München und Freising und seinem Nachfolger Dr. Norbert Jocher haben wir für vielfältige Hilfe zu danken, unter anderem für die Erlaubnis, das umfangreiche Fotoarchiv der Kunsttopographie der Erzdiözese zu benutzen. Nicht zuletzt gilt unser Dank den Mitarbeitern aller örtlichen Pfarrarchive und Kreisarchive, die uns bei unseren Recherchen unterstützt haben.

Freundliche Hilfe wurde uns in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek München zuteil. Auskünfte und Druckerlaubnis für abgebildete Zeichnungen gewährten uns die Damen und Herren von verschiedenen Museen und Graphischen Sammlungen, Dr. Michael Semff und Dr. Kurt Zeitler von der Staatlichen Graphischen Sammlung in München, Dr. Hermann Maué und Dr. Dagmar Hirschfelder vom Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, Dr. Christoph Nicht von der Barockgalerie Augsburg und Dr. Hans-Martin Kaulbach von der Staatsgalerie Stuttgart.

Der Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte und ihrem Leiter Dr. Stephan Klingen danken wir für die Überlassung von Photographien insbesondere aus dem »Farbdiaarchiv zur Wand- und Deckenmalerei«, ebenso gilt unser Dank dem Bildarchiv Foto Marburg und seinem Direktor Prof. Dr. Hubert Locher. Dankbar haben wir auch den Fotonachlass von Carl Lamb im Landesamt für Denkmalpflege benutzt.

Dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, dem Generalkonservator Dr. Egon Johannes Greipl und seinem Vorgänger Dr. Michael Petzet sind wir für die großzügige Gewährung der Akteneinsicht sehr verbunden. Zu danken haben wir Dr. Florian Koch, dem Referenten für Ingolstadt und den Landkreis Pfaffenhofen für seine Hilfe und Dr. Markus Hundemer für die großzügige Bereitstellung von Bild- und Planmaterial. Dr. Johannes Hallinger verdanken wir die sachgerechte Aufbewahrung des Bildmaterials des Corpus im Bildarchiv des Landesamts. Frau Angelika Reichenberger und Frau Christine Koslowski danken wir für die Bereitstellung der Akten, Frau Renate Heckler für Rat und Hilfe in der Bibliothek.

Den Damen und Herren der Bayerischen Schlösserverwaltung danken wir für ihr Entgegenkommen, allen voran Herrn Architekt Ernst Götz für seine außergewöhnliche Hilfe bei der Bearbeitung des Quellen- und Planmaterials.

An Ort und Stelle waren es vor allem die Pfarrer, die sich für unsere Arbeiten interessierten und uns Auskünfte jeder Art gaben. Ihnen und auch den Heimatpflegern wollen wir an dieser Stelle herzlich Dank sagen, ebenso den Damen und Herren Restauratoren, die uns immer wieder wertvolle Auskünfte und Erklärungen gaben.

Die Aufnahme eines Objekts, das Photographieren, das Ausmessen, das allfällige Nachprüfen der fertigen Texte an Ort und Stelle ist für die jeweiligen Kirchenpfleger, Mesner und Mesnerinnen oft mit Mühe verbunden: an dieser Stelle wollen wir uns bei ihnen allen bedanken für ihre Bereitwilligkeit, uns auch bei Winterkälte oder Regensturm ihre Kirche aufzusperren, Sachen beiseite zu rücken, um das Photographieren zu ermöglichen, und uns Auskünfte zu geben.

In Ingolstadt waren uns Dr. Siegfried Hofmann und Dr. Beatrix Schönewald vom Stadtmuseum und Stadtarchiv, und Frau Prof. Dr. Dr. Christa Habrich und Frau Dr. Marion Maria Ruisinger vom Deutschen Medizinhistorischen Museum besonders hilfreich. In der Benediktinerabtei Scheyern hat uns Frater Joachim Zierer bei unserer Arbeit unterstützt.

Zu danken haben wir schließlich noch einem großen Kreis von Personen, der mit uns die Begeisterung für die Malerei des Barock teilt. Wenigstens einige von ihnen seien hier genannt. Dr. Alois Harbeck stellte uns in den ersten Jahren Wohnung und Auto zur Verfügung und war bei der Aufnahme der Objekte behilflich. Prälat Dr. Sigmund Benker prüfte unsere Manuskripte auf historische und theologische Richtigkeit. Dr. Georg Paula teilte mit uns seine umfassenden Kenntnisse barocker Deckenmalerei. Dr. Wolfgang Bassermann half uns auf dem zunehmend schwierigen Weg, den Druckkostenzuschuss aufzubringen.

Das Forschungsprojekt CORPUS DER BAROCKEN DECKENMALEREI wurde bis zum Jahresbeginn 2009 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragen. Wir möchten allen, die mit unserem Projekt befasst waren, danken für ihre Geduld und ihr Verständnis, für manche Anregung und Kritik.

Für die sorgfältige Verwaltung der Verträge und Finanzen des Projektes haben wir Frau Luise Fischer, Sekretärin am Institut für Kunstgeschichte, zu danken.

Dem Hirmer Verlag und Herrn Albert Hirmer sind wir zu großem Dank für die verlegerische Betreuung verpflichtet. Frau Katja Durchholz setzte fachliches Können, künstlerisches Geschick und großen persönlichen Einsatz bei der Herstellung der Bände ein.

Der Deutschen Forschungsgemeinschaft danken wir, dass sie die Publikation auch dieses Bandes und des Gesamtregisters mit einem hohen Druckkostenzuschuss unterstützt hat. Für einen großzügigen Zuschuss danken wir der Bauer'schen Barockstiftung, München, und ihrem Kuratoriumsvorsitzenden, Herrn Rüdiger von Michaelis. Zu danken haben wir auch der Stadt Ingolstadt und Herrn Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann, die uns mit einem hohen Subskriptionsbeitrag sehr geholfen haben.

Frank Büttner und Bernhard Rupprecht