Stadtilm, Schloss
Inventarnummer: cbdd10115
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Das Schloss in Stadtilm entstand nach 1533 auf den Resten eines alten Klosters und war kurzfristig Residenz. Wohl um 1684 erhielt es eine dekorative Ausmalung durch Seivert Lammers . Erhalten ist davon nach einem Brand 1897 nichts.
Schloss Stadtilm
Geschichte
Das Schloss[1] in Stadtilm geht auf ein Kloster des Mittelalters zurück, das 1533 aufgelöst wurde. 1628 wurde die bereits ruinöse Anlage zu einem Schloss umgebaut. 1780 kam es zu einem Brand und 1811 wurde das Gebäude von der Landesherrschaft veräußert. Am 13.10.1897, gegen 8:00 Uhr abends, brannte das Stadtilmer Schloss. Der Stadtilmer Anzeiger vom 16. Oktober 1897 berichtet dazu: "Das ganze riesige Gebäude sowie die mächtigen beiden Türme sind vollständig ausgebrannt; außerdem fielen einige angrenzende, zu Ökonomie- und Brauereizwecken dienende Gebäude dem entfesselten Element zum Opfer." 1918/20 wurde das Schloss zum Rathaus umgebaut.
Unbekannte Malereien von Seivert Lammers
Seivert Lammers[2] war vom 4. Juni bis zum 1. Juli 1694 mit einem Gehilfen und einem Lehrjungen im Stadtilmer Schloss tätig. Vermutlich wurde eine dekorative Ausmalung geschaffen, von der aber nichts bekannt ist. Möglicherweise lassen sich zukünftig Entwürfe Stadtilm zuweisen.
Bibliographie
- Literatur:
- Dittrich, Lammers, 1980. – Dittrich, Christian: Seivert Lammers 1648–1711. Ein Beitrag zur thüringischen Kunstgeschichte im Zeitalter des Barock. Dresden 1980.
- Dreißig, Stadtilm, 2002. – Dreißig, Herbert: Das "Alte Schloß" in Stadtilm. In: Aus der Vergangenheit von Arnstadt und Umgebung. Ein heimatkundliches Lesebuch 12 (2002), S. 29-33.
- Lehfeldt, KDM Oberherrschaft, 1894. – Lehfeldt, Paul: Oberherrschaft: Amtsgerichtsbezirke Rudolstadt, Stadtilm, Königsee, Oberweissbach und Leutenberg. Jena 1894.