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Sondershausen, Lusthaus Achteckhaus

Aus Deckenmalerei-Lab
Leibetseder, Stefanie und Laß, Heiko:Sondershausen, Lusthaus "Achteckhaus", in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2022, URL: www.deckenmalerei.eu/439572d2-1558-4a42-badf-a5f8cee2ecbf

Inventarnummer: cbdd10243

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Der Text dieses Artikels steht – ausgenommen Abbildungen – unter der Lizenz CC BY 4.0. Dieser Artikel ist lediglich eine Kopie der Originalveröffentlichung auf deckenmalerei.eu und kann veraltet sein; maßgeblich ist die dortige Originalfassung.

Im Achteckhaus in Sondershausen, einem Lusthaus von 1709/10 befindet sich die Kopie eines verlorenen Gemäldes von Lazaro Maria Sanguinetti von 1710/16. Es zeigt den Triumph der Venus.

Sondershausen, Schloss
Sondershausen, Schloss

Das Achteckhaus

Sondershausen, Schloss

Kurzbeschreibung und Lage

Das vermutlich von Johann Mützel und dem Bauschreiber Johann Nicol Ludwig ausgeführte so genannte Achteckhaus wurde auf regelmäßigem achteckigem Grundriss errichtet und nimmt nur einen Raum auf. Ein Treppenturm erschließt ein Belvedere auf dem Dach. Die Bauform des Achteckhauses entspringt seiner ursprünglichen Nutzung als Karussell.[1]

Das Achteckhaus ist ein Trabant des Residenzschlosses in Sondershausen.[2] Es steht in erhöhter Lage im Westen des Schlosses und liegt heute westlich des benachbarten Marstalls aus dem 19. Jahrhundert. Ursprünglich stand es als Einzelbau im Areal des terrassenartig auf dem nach Norden und Osten ansteigenden Schlossberg angelegten Lustgartens an seiner höchsten Stelle am Ende einer bereits bestehenden Mailbahn. Ferner befanden sich in unmittelbarer Nähe ein Turnierhaus und ein großes Gewächshaus.[3] Das Achteckhaus war damals weithin sichtbar. Auch heute noch kann man es von bestimmten Punkten in der Stadt und der Umgebung aus wahrnehmen.[4] Es gab noch zwei weitere kleinere Achteckhäuser im westlichen Tal des Schlossparks, die in den 1830er Jahren abgerissen wurden, sodass offenbar alle Achteckhäuser aufeinander abgestimmt und in der Größe variiert wurden. Im östlichen Teil des Landschaftsgartens entstanden zwischen 1711–1712 zudem zwei weitere Achteckhäuser. Ein sechstes Achteckhaus entstand in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[5]

Bau- und Ausstattungs- und Nutzungsgeschichte

Das Gebäude ist in den Jahren 1709–1710 errichtet und anschließend ausgestattet worden.[6] Der Rohbau wurde den Renteiabrechnungen zufolge vom Frühjahr bis Herbst 1709 abgeschlossen; in den Monaten Mai bis Juli kamen die Zimmerleute, nach ihnen und parallel zu ihnen im Juni und Juli die Maurer, im Juni auch die Maler dazu. Ende Juni folgte die Dachdeckung und als letztes waren im September die Tischler vor Ort. Tischlerarbeiten wurden 1711 nochmals abgerechnet. Die Ausführung der Stuckaturen und des Deckengemäldes im Inneren ist nicht durch Rechnungen belegt, doch war Stuckateur Abondio Minetti 1710 in Sondershausen nachweisbar und das Deckengemälde Lazaro Maria Sanguinettis ist ihm durch eine heute verlorene Signatur zuzuerkennen.[7]

Das Achteckhaus diente Fürst Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen als Lusthaus.[4] Dieser pflegte eine ausgeprägte höfische Kultur, die bis über die Landesgrenzen hinaus ausstrahlte.[8] Überwiegend erfüllte das Achteckhaus seine Funktion als „Karussell“. Dafür war es mit einem Drehboden und einer Halterung für Holzpferde ausgestattet. Ein Pferdegöpel im Souterrain drehte den Boden. Das Haus war aber auch Veranstaltungsort allgemeiner Festlichkeiten, für die man die Holzpferde entfernte, so etwa für einen Geburtstag Fürst Günthers I. 1728 oder anlässlich eines Besuchs der Fürsten von Anhalt-Bernburg 1735.[9] Bis 1850 diente das Gebäude als Vergnügungsort für die Hofgesellschaft.[10] Der Göpel wurde erst 1957/60 entfernt.[11]

Schon bald nach seiner Errichtung fielen Reparaturen im Achteckhaus an.[1] Seit 1854 wurde das Achteckhaus nach dem Bau des benachbarten Marstalls als Heumagazin verwendet. Man stellte eine Waage auf und vergrößerte den Eingang. Zu Beginn der 1850er Jahre brachte man auch Baumaterialien hier unter; 1852 plante man aber Reparatur- und Sanierungsarbeiten am Gebäude. 1860 sollte eine meteorologische Station in die Laterne einziehen. 1930 lagerte das örtliche Theater seine Kulissen hier.[10] Nach Restaurierungsmaßnahmen in den Jahren 1957–1960, während der auch Sanguinettis Deckengemälde durch Fritz Leweke nachgeschaffen wurde, nahm man das Karussell heraus und führte den Bau einer Nutzung als Konzerthalle zu. Nachdem diese 1999 wegen der Gefahr des Einsturzes gesperrt wurde, erfolgte bis zur Zweiten Thüringischen Landesausstellung 2004 eine grundlegende Wiederherstellung und Restaurierung des Baus nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten.[12]

Auftraggeber

Der Auftraggeber, Fürst Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen,[13] hatte 1697 die Reichsfürstenwürde erhalten. Das Achteckhaus gehört zu den Maßnahmen, die aus der gräflichen Residenz in Sonderhausen eine fürstliche machten. Überregionale Ausstrahlung erlangte der Sondershäuser Hof durch seine aufwendigen Festlichkeiten.[8]

Architekten, Künstler

Das Achteckhaus wurde vermutlich 1709–1710 von Baumeister Johann Mützel parallel zu seinen Arbeiten am Sondershäuser Schloss errichtet, und zwar im Anschluss an die Erhöhung des Ost- und Südflügels des Residenzschlosses bis 1700.[14] Da entsprechend den Renteirechnungen bis 1721/22 Zahlungen an den Bauschreiber Johann Nicol Ludwig ergingen, kann von einer entsprechenden Zusammenarbeit mit Mützel ausgegangen werden.[15] Ludwig kümmerte sich um die Bauausführung.[16]

Die Stuckaturen im Achteckhaus stammen vermutlich vom Stuckateur Abondio Minetti, der 1710 in Sondershausen nachgewiesen ist,[17] möglicherweise auch von Mitgliedern der Castelli-Familie.[18] Ebenso könnten aber auch die Stuckateure der Carcani-Familie neben ihrer Tätigkeit im Schloss hier mitgewirkt haben.[19] Die Minetti-Familie arbeitete mit den Stuckateuren der Castelli-Familie eng zusammen und war in den 1710er und 1720er Jahren in Thüringen dominierend.[18]

Das Deckengemälde schuf Lazaro Maria Sanguinetti[20] 1710 oder 1716. Sanguinetti war zwischen 1682–1738 ausgehend von Koblenz als vielbeschäftigter Maler/Freskant mit der Ausschmückung von Kirchen und Klöstern sowie Schlössern mit Deckengemälden im süd- und mitteldeutschen Raum beschäftigt, wobei er offenbar eine Nähe zur Familie Dientzenhofer als Architekten pflegte. Sanguinetti arbeitete in Thüringen 1709 in Gotha-Friedrichsthal sowie 1714 in Meiningen und in Franken und am Rhein etwa in Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein 1682 und 1711 sowie in Bamberg in der Neuen Residenz 1695-1702.

Die Gemälde unter den Emporen stammen wohl von Carlo Ludovico Castelli oder dem Sondershäuser Hofmaler Daniel Müller.[21] Über den Maler Carlo Ludovico Castelli[22] ist wenig bekannt. Er wurde 1671 geboren und ist 1738 verstorben. Eine Monografie zu seiner Person steht bislang aus. Er entstammte der Castelli-Linie aus Melide, deren Mitglieder überwiegend als Stuckateure tätig waren. Er arbeitete u.a. 1694 in Bamberg, 1704-15 in Schloss Saalfeld, 1707-09 in Diez, 1711-12 in Altenburg, wo er auch im Residenzschloss tätig war, 1715-19 in Kassel, 1721-22 in Schloss Arolsen, 1727-31 im Aachener Rathaus. Über den Hofmaler Daniel Müller ist nichts Genaueres bekannt.

Beschreibung

Das Achteckhaus[23] erhielt seinen Namen, weil es auf dem Grundriss eines Oktogons errichtet wurde. Der Bau ist in einen von Süden nach Norden ansteigenden Hang gestellt. Er hat einen Durchmesser von 22 Metern und eine Höhe von 23 Metern. Der verputzte Fachwerkbau mit Bruchsteinausmauerung trägt ein Zeltdach mit Gauben, die an den Seiten von Voluten gerahmt werden. Den Abschluss bildet eine Laterne mit Aussichtsplattform. Die Wände des Achteckhauses werden von Ecklisenen eingefasst und auf sechs Seiten von jeweils neun gleichmäßig angeordneten Sprossenfenstern durchlichtet.

Im Nordosten erschließt ein viergeschossiger und fünfseitiger Treppenturm mit Wendeltreppe das Innere des Gebäudes. Seine Wand- und Fenstergliederung nimmt die des Hauptbaus auf. Im Norden liegt die zweiteilige Eingangstür. Der Zugang ins Sockelgeschoss erfolgt von Süden. Hier befand sich der Pferdegöpel, mit dem das Karussell gedreht wurde. Der Bau nimmt über dem Sockelgeschoss nur einen einzigen Raum auf. Die außen sichtbaren drei Geschosse entsprechen zwei Galerien im Inneren, die über den Treppenturm erschlossen werden.

Forschungsstand zur Baugeschichte

Das Achteckhaus wurde erstmals ausführlicher in den Bau- und Kunstdenkmälern von Heinrich Apfelstedt 1886 vorgestellt.[24] Wiederholt hat sich Hendrik Bärnighausen dem Achteckhaus zugewandt, zuletzt 2017.[25] Eine kunsthistorische Einordnung des Baus erfolgte durch Heiko Laß 2007,[26] der jedoch nicht auf die Malerei einging. Helga Baier-Schröcke legte eine erste Bestandsaufnahme der Stuckdekoration in Thüringen vor, in der auch ein Werkkatalog von Minetti und von Castelli enthalten ist.[27] Die umfassendste und gründlichste Erarbeitung der Baugeschichte und Innenausstattung des Achteckhauses einschließlich der Deckenmalerei stammt von Bärnighausen im Rahmen seiner Monografie zu Ovid in Schloss Sonderhausen 2017.[28] Sie bildet die Grundlage der folgenden Ausführungen.

Schrift- und Bildquellen

Aussagekräftige Bildquellen aus der Erbauungszeit des Achteckhauses gibt es keine. Die älteste Darstellung bildet ein Holzschnitt der Schlossanlage von Süden, ihm folgen zeitlich ein Prospekt der Stadt Sondershausen von Johann Alexander Thiele aus dem Jahr 1736 und eine kolorierte Zeichnung von Ernst Schedensack von 1920 nach einer Vorlage von 1751. Der Holzschnitt und die Arbeit von Schedensack befinden sich heute im Schlossmuseum Sondershausen. Das Thüringische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie verwahrt zwei Schwarzweißaufnahmen des Deckengemäldes, die hier zusammengesetzt wurden.

Der Saal

Bau- und Ausstattungsgeschichte

An die Fertigstellung des Gebäudes 1710 schloss sich die Innenausstattung 1711 an.[29] Der Stuck stammt aus der Carcaniwerkstatt. Sehr wahrscheinlich waren auch der Stuckateur Minetti beteiligt, der 1710 in Sondershausen nachgewiesen ist und möglicherweise auch Mitglieder der Castelli-Familie.[30] Das Deckengemälde schuf Lazaro Maria Sanguinetti gemäß einer verlorenen Signatur 1710 oder 1716.[31] Die Gemälde unter den Emporen stammten von Carlo Ludovico Castelli oder Daniel Müller.[32] Alle Malereien sind fast komplett verloren. Die Wände des Raumes waren mit bemalten Leinwandtapeten ausgeschmückt, die Mitte des 18. Jahrhunderts entfernt wurden.[33] Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die bereits einmal erneuerte Erstfassung durch eine neue Fassung ersetzt.[34] In den Jahren 1957–1960 folgten Restaurierungsmaßnahmen und eine anschließende Nutzung als Konzerthalle.[35] Dabei wurden die Deckengemälde weitgehend kopiert oder neu geschaffen. Auch die Säulenschäfte der Kolossalsäulen erhielten 1959 eine neue Fassung. Die Kopie des Deckenfreskos erfolgte durch Fritz Leweke unter Mitarbeit von Horst Sassmann und Friedrich Hofmann zwischen 1957 und 1958. Die übrige Raumfassung wurde unter Anleitung von Horst Sassmann neu ausgeführt.[36] Bis 2004 wurde der Saal für die Zweite Thüringische Landesausstellung saniert und vor allem das kopierte Deckengemälde, die Emporenmalereien und die marmorierten Säulen zwischen Juni 2002–Juni 2003 restauriert.[37]

Beschreibung

Der Zentralraum über achteckigem Grundriss hat einen Durchmesser von 22 Metern und ist 23 Meter hoch. Hinter acht korinthischen Kolossalsäulen, welche die Decke tragen, sind zwei umlaufende Galerien angeordnet. Ihre Unterseiten tragen 32 emblematische Gemälde. Die Wände sind heute in zartem Rosa gehalten, die Fenster und Balustraden in Weiß, aber die Baluster und Kapitelle der Säulen bronzefarben gefasst. Zwischen den einzelnen Fenstern sind auf ockerfarbenem Fond Paare einzelner Stuckelemente angebracht. Die vertikal gliedernden Elemente sind holzfarben bzw. bronzefarben gefasst, während die horizontalen Ausstattungselemente, der Stuck und die Fensterrahmen, weiß sind und die Außenwand in einem hellen Ockerton gehalten ist; ebenso die Unterseite der Galerien mit Ausnahme der weiß gerahmten ovalen Felder.[38] Der Boden ist heute mit hellem Parkett belegt. Nichts erinnert mehr an die drehbare Fußbrettscheibe von 14 Metern Durchmesser mit ihren hölzernen Pferden.[39]

Die Säulen tragen eine Flachdecke, die ein großes Deckengemälde ziert. Es wird gerahmt von einem sechzehneckigen, mehrfach profilierten Stuckprofil aus miteinander abwechselnden Segmentbögen und Rechteckwinkeln. Um dieses herum gruppiert sich auf der ockerfarbenen Fläche des Deckenfonds weißer Akanthus- und Bandelwerkstuck, in den in einem breiten Streifen um das Gemälde herum alternierend Kartuschen aus Hermelinpelz mit dem fürstlichen Spiegelmonogramm „CW“ oder je zwei Profilköpfe römischer Kaiser unter Fürstenhüten präsentiert werden. Die Kartuschen werden umrahmt von Trophäenbündeln. Zwischen den Trophäen sind einzelne Putten in verschiedenen Posen angebracht, welche die Verbindung zwischen den einzelnen Abschnitten herstellen.[40] Die außerhalb dieses Bandes gelegenen Flächen zwischen den Säulenkapitellen sind abschnittsweise mit Akanthuszweigen, die seitlich aus konkav-konvexen Ornamentspangen hervorgehen, sowie Laubzweigen im Inneren und verbindenden Blütenfestons geschmückt.

Vorlagen und Vergleiche

Die gestalterisch stark vereinfachten Stuckporträts römischer Kaiser gehen auf eine Kupferstichfolge der zwölf frühesten römischen Kaiser des venezianischen Malers Andrea Meldolla, genannt Schiavone, zurück und sind dennoch anhand ihrer persönlichen Charakteristika sowie ihrer Lorbeerkränze und Bänder den einzelnen Persönlichkeiten zuzuordnen. Meldolla bezog sich seinerseits auf Tizians Abfolge von Kaiserbildnissen als Vorlage, deren künstlerische Gestaltung er jedoch zugunsten des Unverwechselbaren ihrer Physiognomien stark reduziert hatte.

Im Vergleich zum zehn bzw. fünfzehn Jahre früher entstandenen Stuckwerk des Südflügels von Schloss Sondershausen fällt auf, dass die Stuckaturen des Achteckhauses nicht die geschlossene, schwere und doch harmonische Form des Südflügels erreichen. Es handelt sich nicht mehr um Akanthuswerk und noch nicht um Bandelwerkornamentik.[41]

Programm

Die Zusammenstellung der Kaiserbildnisse folgte keinem erkennbaren Prinzip, sie sollte die Kaisertreue des neu in den Fürstenstand erhobenen Bauherrn Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen vorführen. Für ihn und seine Loyalität stehen stellvertretend die Kartuschen aus Hermelinpelz, die bekrönenden Fürstenhüte sowie die Trophäen als Herrschaftsinsignien und rahmende Attribute. Darüber hinaus kann hierin auch ein Hinweis auf die Anciennität des Fürstenhauses verborgen liegen.[42]

Das Deckengemälde

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Sondershausen, Achteckhaus

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die flache Decke des Achteckhauses erhielt innerhalb der profilierten und mit Stuckornamenten versehenen Rahmung entweder 1710 oder 1716 das Deckenfresko „Triumph der Venus“ von Lazaro Maria Sanguinetti. Die Jahreszahl der Signatur ist nicht eindeutig zu bestimmen.[43] Bei dem heutigen Fresko handelt es sich um eine Rekonstruktion von Fritz Leweke aus den Jahren 1957–1960.[44] Die Kopie des Freskos erfolgte durch Fritz Leweke unter Mitarbeit von Horst Sassmann und Friedrich Hofmann zwischen 1957 und 1958.[45] Nach Leweke war die originale Malschicht versalzt und aufgeblüht auf loser absondernder Putzhaut. Oberputz war ein Haarmörtel, der nur schwach am Unterputz (Kalk-Gips-Mörtel) haftete und bereits in großen Partien abgefallen war. Der Unterputz war mit diesem Rohrgewebe nur noch lose verbunden. Die Konturen der Malerei waren ursprünglich gegenüber der Vorzeichnung um etwa zwei Zentimeter versetzt, sodass der Sanguinetti die Zeichnung des in Arbeit befindlichen Teilstücks stets vor Augen hatte. So ging auch Leweke bei seiner Kopie vor. Die neue Malerei ist um ein Sechzehntel Drehung gegenüber dem Original versetzt. Die Farbe der Leweke-Kopie entspricht wohl der des Originals, soweit das aus den Resten der im Schlossmuseum verwahrten Fragmente zu ersehen ist. Zwei Schwarz-Weiß-Fotos des originalen Zustandes von 1930 zeigen, dass Leweke die Ikonografie und die Komposition des auf der linken Bildhälfte und oben schwer beschädigten Gemäldes übernommen hat. Die harten Umrandungen und starken Linien sind jedoch eine Zutat Lewekes.[46] Es gelang ihm aber, im Kolorit des Gemäldes eine harmonische Übereinstimmung mit der Raumfassung herzustellen.

Beschreibung und Ikonographie

Das Deckengemälde[47] von 150 Quadratmetern Fläche zeigt den „Triumph der Venus“ und ist um die Figur der Venus im Zentrum des unteren Bildteils herum komponiert. Das Haupt der Venus befindet sich genau in der Bildmitte. Formal ist das Bild durch mehrere Diagonalen von links unten nach rechts oben bestimmt. Abgebildet ist unten die irdische Welt mit Meer, Land und Himmel. Hier befinden sich verschiedene Gottheiten. Der Himmel über dem Horizont ist unbevölkert. Über ihm befindet sich der goldfarbene Götterhimmel, der durch ein schräg von links unten nach rechts oben verlaufendes Wolkenband vom irdischen Himmel geschieden ist. Eine erste Diagonale verläuft von den Wassergöttern zu den Erdgöttern und auf der Erde selbst zu einer Felsspitze rechts. Über der Mitte dieser Diagonale ruht die Venus. Der irdische Himmel ist diagonal zweigeteilt in seinen unteren Bereich der Morgenröte und einen oberen blauen. Es folgt das diagonale Wolkenband.

Das Fresko präsentiert verschiedene Sphären und Themen. Namentlich sind es in der unteren Bildhälfte die irdische Welt und in der oberen die göttliche. Im Mittelpunkt ist Venus vor dem irdischen Himmel. Ihr huldigen links vom Wasser aus Neptun und rechts von der Erde aus Kybele. Schräg links über der Venus ist der Sonnenwagen des Apoll mit seinen Rössern auf dem die Sphären scheidenden Wolkenband zu erkennen. Hier beginnt die göttliche Welt. Dort ist – genau über Venus – ein Paar auf einem goldenen Thron abgebildet. Das Wolkenband steht in der irdischen Welt für den Wechsel der Tageszeiten, die deren Leben bestimmen. Es wechselt dementsprechend von Apoll ausgehend seine Farbe im Wechsel der Tageszeiten.[48]

Die irdische Welt

Die Liebesgöttin Venus im roten Umhang kommt auf ihrem von Tauben gezogenen Wagen vom Himmel hernieder. Amor mit einer Fackel in der Hand ist im Begriff, sie mit dem Siegeskranz zu krönen. Venus blickt nach links zu Neptun, der mit seinem Wagen aus dem Meer aufgestiegen ist und ihr Muscheln und Perlen reicht. Das Meer ist mit Tritonen, Nereiden und Putten bevölkert. Rechts an Land nähert sich Kybele und bringt Venus zusammen mit Gehilfinnen verschiedene Fürchte dar. Die Erde ist von weiteren Personen mit Weingirlanden und Putten bevölkert sowie von Pan und einem Satyr. Venus und Amor sowie Neptun und Kybele sind formal hervorgehoben, da sie mit ihren Oberkörpern in den Himmel aufragen.[49]

Das Wolkenband

Auf dem Wolkenband erkennt man links und vor allem rechts von Apoll diverse Gestalten. Da das Wolkenband prinzipiell den Wechsel der Tageszeiten darstellt, könnte man davon ausgesehen, dass die Figuren auf diesen Wechsel Bezug nehmen. Dem ist aber nicht so. Links von Apoll spannt ein Mann seinen Bogen – ein Pfeil ist nicht dargestellt. Drei Genien versuchen, ihn von seinem Vorhaben abzuhalten. An seinen Rücken schmiegt sich eine Frau. Dann folgen zwei weitere Genien, die Apoll zugewandt sind. Apoll mit strahlendem Haupt ist im Begriff, schwungvoll seinen Sonnenwagen zu besteigen. Das Wagenrad ist wie eine leuchtende Sonne dargestellt. Eine der Genien scheint Apoll auf den Wagen hinaufzuschieben. Rechts von Apoll folgt ein Mann, der Wasser aus einem Krug ausschüttet. Direkt vor ihm ist relativ unmotiviert ein Krebs bzw. ein Skorpion zu sehen. Rechts schließen sich dicht gedrängt ein Löwe und ein Widder sowie zwei Menschen an. Im Anschluss an diese beiden sind zwei weitere unter eine Decke dargestellt, die offensichtlich den Schlaf bzw. die Nacht personifizieren, denn über ihnen steht eine Mondsichel am Himmel. Ganz rechts kommen Winde aus den Wolken hervor. Die beiden Figuren hier haben keine Attribute. Eventuell handelt es sich bei den beiden Männern um Windgötter. In der Mitte des Wolkenbandes sind offenbar die Tierkreiszeichen Skorpion/Krebs, Wassermann, Löwe, Widder und Zwillinge zu sehen. In Analogie dazu könnte man links Schütze und Jungfrau erkennen. Es sind jedoch nicht alle Tierkreiszeichen dargestellt.[50]

Der Götterhimmel

Am goldenen Götterhimmel befindet sich links über Apoll Iris am oberen Ende eines Regenbogens, der bis zu den Pferden des Apoll hinabreicht. Fünf weitere Frauen mit emotionaler Gestik sind links von Apoll, unter Iris, zu sehen. Zentral sitzt am Himmel ein Paar auf einem goldenen Thron. Es handelt sich um eine geflügelte nackte Figur mit Fackel, die als Amor identifiziert werden kann. Neben ihm sitzt eine weitere Person im hellen Untergewand mit Lorbeer- und Blumenkranz im Haar. Sie wird von Amor umfasst, der in seiner anderen Hand ebenfalls Blumen oder Früchte hält. Diese zweite Person ist als Psyche oder Hymen interpretiert worden. In beiden Fällen würde das Paar auf dem Thron auf eine Hochzeit anspielen und damit die himmlische Liebe der Hochzeit als Gegenstück zur irdischen Liebe der Venus darstellen. Hendrik Bärnighausen hat vorgeschlagen, in dem Jüngling mit Fackel Phosphoros – den Morgenstern – zu sehen. Dieser schicke sich an, mit seinem Goldenen Wagen den Himmel von Osten her zu befahren, wozu als Gefährtin eine nicht näher zu bestimmende Tugend gehöre. Der Thron wäre dann als Wagen zu verstehen. Links des Paares tummeln sich Genien auf Wolken, rechts halten drei Putten einen (Hochzeits-)Kranz.[51]

Gestalterische Mittel – Komposition und Ansichtigkeit

Das Deckengemälde ist von der Eingangsseite im Norden bzw. dem Treppenturm im Nordosten her zu betrachten. Das Kolorit der Rekonstruktion greift die Farbigkeit der Wände und der Decke besonders in den Inkarnaten der Dargestellten auf und bereichert sie um gelbliche, grünliche, bräunliche und bläuliche Töne.[52] Die Farben des Originals sind weitgehend unbekannt. An den erhaltenen Fotografien ist aber zu erkennen, dass sich die Farbigkeit von den Bildrändern zur Mitte hin aufhellte; am stärksten war dies in den beiden Rändern der Wolkenzone zu beobachten. Die hellste Partie des Gemäldes befand sich hinter dem Kopf des Apoll, der die Lichtquelle ist.

Die Komposition ist um Venus herum zentriert. Die Figuren auf der Landzunge leiten den Blick der Betrachtenden durch ihre Wendung nach links zu ihr hin, ebenso wie Neptun mit den Wassergöttern nach rechts zu Venus hinführt. In der Himmelszone setzt sich dieses Prinzip fort. Der Regenbogen der Iris könnte bis zu Venus verlängert werden, das Wasser, das vom Wassermann über ihrem Kopf ausgeschüttet wird, fließt zu ihr und die Winde blasen in ihre Richtung. Die Personen der himmlischen Sphäre blicken fast alle nach unten, die der irdischen fast durchweg nach oben. Die Komposition weist den Betrachtenden einen zentralen Standpunkt unterhalb der Venusfigur zu, von dem aus alle Teile des Gemäldes gleichzeitig betrachtet werden können, was auch der Funktion des Achteckhauses als Karussell entspricht.

Entwürfe

Vorarbeiten zu diesem Gemälde sind nicht erhalten, jedoch wäre es möglich, dass der Antiquar und Concettist Carl Gustav Heräus an einem Konzept daran mitwirkte, obwohl er nur bis 1708 für den Sondershäuser Hof tätig war und im Jahr danach noch mit diesem korrespondierte.[53]

Schrift- und Bildquellen

Ikonografisch ist die im Barock beliebte Darstellung der „Triumphierenden Venus“ aus dem Thema der seit der Renaissance beliebten Darstellung der „Schaumgeborenen Aphrodite“ hervorgegangen. Es geht auf antike literarische Quellen zurück, namentlich ein Lehrgedicht des römischen Dichters Lukrez mit dem Titel „De rerum natura“. Auch Ovid widmete sich der Liebesgöttin in seinen „Fasti“.[54]

Vorlagen und Vergleiche

Lässt sich auch für die Gesamtkomposition kein Vorbild nennen, so gibt es doch konkrete Vorlagen für verschiedene Teilbereiche, die Sanguinetti in seinem Deckengemälde miteinander verband. Der zentrale Bereich mit Venus, Neptun und Kybele geht auf das Deckengemälde „Triumph der Venus“ (1670er Jahre) in der Villa Falconieri in Frascati von Nicolò Berrettoni zurück, einem Mitarbeiter Carlo Marattas. Die triumphierende Venus mit Neptun und seinen Rössern sowie den badenden Meereswesen mit dem Triton, der sich aus einer Muschel mit Wasser übergießt, zu ihrer Rechten finden sich bei Berrettoni, ebenso die Gruppe der Erdgötter um die herbeieilende Kybele.[55]

Die beiden Tritonen, von denen einer eine Nereide emporhält, geht auf Raffaels „Triumph der Galatea“ von 1514 in der Villa Farnesina in Rom zurück, vermittelt wohl durch einen Stich von Hendrick Goltzius.[56] Auch die zentrale Gruppe von Amor und Psyche/Hymen auf dem Goldenen Thron kann auf ein 1517 vollendetes Werk Raffaels und seiner Mitarbeiter in der Villa Farnesina zurückgeführt werden, und zwar auf das gleichnamige Gemälde in der Nordloggia.[57]

Die Gruppe mit dem den Wagen besteigenden Apoll entnahm Sanguinetti einem Gemälde mit dem Titel „Le lever du soleil“, das Simon Vouet in den Jahren 1630/31 neben einem „Mondaufgang“ in Begleitung einer „Götterversammlung“ für die Decke von Schloss Chilly bei Paris malte. Das betreffende Fresko des „Sonnenaufgangs“ ist leider nicht erhalten, aber auf einem Kupferstich von Michel Dorigny (1616–1665) von 1638 überliefert: Sanguinetti übernahm die Anordnung der im Himmel aufsteigenden Sonnenpferde, drehte jedoch die Figur des rosselenkenden Apoll nach vorn in die Neige.[58]

Sanguinetti verwendete die genannten Vorlagen auch für andere seiner Arbeiten. Die Venus etwa findet sich fast identisch im Hauptsaal von Schloss Elisabethenburg in Meiningen 1713/14.[59]

Programm

Das eigentliche Programm des Freskos ist nicht geklärt. Im Mittelpunkt steht jedenfalls Venus und das Achteckhaus kann als Rundtempel verstanden werden, der der Venus gewidmet ist.[60] Man könnte meinen, dass auf eine Hochzeit angespielt werden sollte, wie es das Paar auf dem goldenen Thron am Götterhimmel nahelegt. Es lassen sich jedoch in der Entstehungszeit keine Hochzeiten nachweisen. Zeitlich kommt nur die 1712 erfolgte Verehelichung des Prinzen Günther (I.) mit Prinzessin Elisabeth Albertine von Anhalt-Bernburg in Frage. Zu dieser steht jedoch die Ausführung des Gemäldes im Jahr 1710 oder 1716 nicht in Beziehung. Es ist zwar möglich, dass die Malerei in Erwartung der Eheschließung bereits 1710 entstanden ist oder erst nachträglich, um dieses bedeutende dynastische Ereignis zu würdigen, aber eher unwahrscheinlich.[61] Die Interpretation des Jünglings als Morgenstern Phosphorus würde auf den Anbruch eines Goldenen Zeitalters hindeuten. Die Blumen bzw. Früchte in der Hand des Phosphorus wären dann als die „Goldenen Äpfel“ der Hesperiden zu interpretieren. Diese wäre ebenfalls ein Hinweis auf ein neues goldenes Zeitalter. Und die Hand ist formal nahe an jener Hand des Herkules Farnese, die die drei Orangen hält, sodass diese Interpretation wohl zutreffend ist.

Die eigentlich wichtigen Anlässe in jenen Jahren waren keine Hochzeiten, sondern die Erhebung Christian Wilhelms in den Fürstenstand und das Absterben der Sondershäuser Teillinien, die das Fürstentum wieder unter einer Hand, und zwar der des neuen Fürsten, vereinte. Auf Christian Wilhelm bezieht sich auch der Deckenstuck, wie die Spiegelmonogramme in den Kartuschen des rahmenden Stuckkranzes „CW“ zusammen mit Hermelinpelz und Fürstenhut verdeutlichen.[53] Mit der Herrschaft dieses neuen Fürsten brach für Sondershausen sozusagen das Goldene Zeitalter an. Und das wird an der Decke des Achteckhauses bildlich gezeigt.

Die Malerei unter den Emporen

Befund – Entstehungs- und Erhaltungsgeschichte

Die 32 emblematischen Malereien unter den Emporen wurden nach 1710 von Carlo Ludovico Castelli oder Daniel Müller geschaffen. Heute sind noch rund 30 Prozent der ursprünglichen Substanz stark überarbeitet erhalten.[62]Die übrigen 70 Prozent wurden von Leweke 1959 nach „freiem Entwurf neu gemalt“.[63]Es ist nicht dokumentiert, welche Bereiche die erhaltenen sind.

Beschreibung und Ikonographie

Die Emporenunterseiten nehmen jeweils achtmal je zwei Gemälde in Stuckrahmen auf. Man erblickt Landschaften, Interieurs und Architekturdarstellungen. Ursprünglich handelte es sich wohl ausschließlich um Embleme. Die Malerei ist Rot in Rot gehalten. Unter der ersten Empore sind die Gemälde kreisrund, unter der zweiten eckig mit konkaven Seitenrahmen. So sind unten runde Felder mit Malerei versehen, die oben frei bleiben.

Unter der unteren Empore erblickt man heute, ausgehend von der Eingangstür im Uhrzeigersinn eine Ente im Wasser, ein Spinnrad, eine einzelne Glockenblume, einen Altar vor Säulen mit Brandopfer und Phönix an der Schauseite, ein Segelschiff, Schafe auf einer Weide, ein an einem Baum hängendes Jagdhorn, eine vor einem Schloss in den Boden gerammte Lanze, einen barocken Brunnen mit Putte und Fischen, einen Hund vor einem Gittertor, einen Fisch auf dem Meer, einen mit Flaschen und Kannen gedeckten Tisch, einen über Berge fliegenden Vogel, zwei Rebhühner und zuletzt einen Brotkorb am Boden vor Zinnen.

Unter der zweiten Empore erblickt man, ebenfalls ausgehend von der Eingangstür im Uhrzeigersinn ein Pfauenpaar, einen Löwen am Strand, Kiefern vor einem Nachthimmel, einen Adler mit Blitzbündel in den Klauen, einen kleinen spitzen Schober, zwei fliegende Vögel, Bäume unter einem Regebogen, ein Dromedar vor Pyramiden, Strauße mit Kokospalme, eine Sonnenblume vor südländischem Gehöft, einen Weinstock vor südländischem Haus, eine Holländerwindmühle vor brennendem Dorf, ein niederdeutsches Hallenhaus mit angefügtem Stall, holländische Fischerboote, eine Holländerbrücke sowie zuletzt Stranddisteln.

Bibliographie

  • Literatur:
  • Anemüller, Christian Wihelm I., 1878. – Anemüller, Ernst: Art. „Christian Wilhelm I.“ In: Deutsche Biographie 4 (1876), S. 211–212.
  • Apfelstedt, Kunstdenkmäler, 1886. – Apfelstedt, Heinrich (Bearb.): Die Unterherrschaft (Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Fürstenthums Schwarzburg-Sondershausen, 1). Sondershausen 1886.
  • Baier-Schröcke, Stuckdekor, 1968. – Baier-Schröcke, Helga: Der Stuckdekor in Thüringen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert (Schriften zur Kunstgeschichte, 10). Berlin 1968.
  • Bärnighausen, Sondershausen, 1990. – Bärnighausen, Hendrik: Sondershausen. Historische Bauten und Sehenswürdigkeiten. Arnstadt 1990.
  • Bärnighausen, Achteckhaus, 1993. – Bärnighausen, Hendrik: Das Achteckhaus im Sondershäuser Schloßpark als Schauplatz barocker Hoffestlichkeiten. In: Berns, Jörg Jochen/Ignasiak, Detlev (Hrsg.): Frühneuzeitliche Hofkultur in Hessen und Thüringen (Jenaer Studien, 1). Erlangen/Jena 1993, S. 90-114.
  • Bärnighausen, Sonderhausen, 2004. – Bärnighausen, Hendrik: Zur Baugeschichte von Schloss Sondershausen. In: Scheurmann, Konrad/Jördis, Frank (Hrsg.): Thüringen – Land der Residenzen [1485 – 1918]. 2. Thüringer Landesausstellung. Schloss Sondershausen. 15. Mai – 3. Oktober 2004. Bd. 1. Mainz 2004, S. 18–21.
  • Bärnighausen, Achteckhaus, 2005. – Bärnighausen, Hendrik: Achteckhaus und Marstall. Zur Bau- und Kulturgeschichte zweier Gebäude im Sondershäuser Schlosspark. In: Paulus, Helmut-Eberhard (Hrsg.): Raum für die Künste. Das Marstallensemble Schloss Sonderhausen. Dokumentation der Sanierung 1999-2004 (Berichte der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, 5). Rudolstadt/München 2005, S. 15-24.
  • Bärnighausen, Ovid, 2017. – Bärnighausen, Hendrik: Ovid in Sondershausen. Das Schloss und die Bilder (Sondershäuser Kataloge XIII, Nr. 14 der Reihe des Hist. Vereins für Schwarzburg, Gleichen und Hohenlohe in Thüringen e.V.). Dresden 2017.
  • Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005. – Blank, Ralf/Plein, Irene/Witte, Bianka : Die Restaurierung des Achteckhauses von Schloss Sondershausen. In: Paulus, Helmut-Eberhard (Hrsg.): Raum für die Künste. Das Marstallensemble Schloss Sonderhausen. Dokumentation der Sanierung 1999-2004 (Berichte der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, 5). Rudolstadt/München 2005, S. 35-40.
  • Dehio, Thüringen, 2003. – Dehio, Georg: Thüringen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler). Bearbeitet von Stephanie Eißing und Franz Jäger. München 2003.
  • Laß, Lustschlösser, 2006. – Laß, Heiko: Jagd- und Lustschlösser. Kunst und Kultur zweier Landesherrlicher Bauaufgaben. Petersberg 2006.
  • Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014. – Löffler, Anja/Novotny, Eva/Raasch-Bertram, Julia: Kyffhäuserkreis. Westlicher Teil (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmale in Thüringen, 5.2). Erfurt 2014.
  • Lutze, Vergangenheit, 1909. – Lutze, G[unter]: Aus Sondershausens Vergangenheit. Ein Beitrag zur Kultur- und Sittengeschichte früherer Jahrhunderte. 3 Bde. Sondershausen 1905, 1909, 1919.
  • Paulus, Orangerieträume, 2005. – Paulus, Helmut-Eberhard: Orangerieträume in Thüringen. Orangerieanlagen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (Große Kunstführer der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, 2). Regensburg 2005.
  • Archivalien:
  • Nüthen, Restaurierungen, 2003. – Nüthen Restaurierungen. Restaurierungsbericht über die durchgeführten Maßnahmen am Objekt Sondershausen, Schlosskomplex, Achteckhaus. Deckenmalerei, Emporenmalereien und marmorierte Säulen. Restaurierung des Deckengemäldes, der Emporenmalereien und der marmorierten Säulen. Ausführungszeitraum Juni 2002-Juni 2003. In: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloss. Dokus & Untersuchungen. 2003-1998.
  • Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloss. Dokus & Untersuchungen. 2003-1998.
  • Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Achteckhaus oder Karussellbau. Ab 1946.
  • Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Nordflügel, Ostflügel, einzelne Räume. Ab 1957.
  • Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Achteckhaus – Schlosskomplex Sondershausen. Dokumentation zur Fassungsuntersuchung. LAD Nr. 40.
  • Witte, Achteckhaus, 2001. – Witte, Bianca: Dokumentation zur Fassungsuntersuchung. Achteckhaus. Schlosskomplex Sondershausen. 2001. In: Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Achteckhaus – Schlosskomplex Sondershausen. Dokumentation zur Fassungsuntersuchung. LAD Nr. 40.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 356.
  2. www.deckenmalerei.eu/d1ff19e8-ea18-40c3-ad3a-27fbb1434602.
  3. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352, 355; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452; Laß, Lustschlösser, 2007, S. 343-435; Lutze, Vergangenheit 1909, S. 44.
  4. 4,0 4,1 Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352.
  5. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352–355.
  6. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452; Laß, Lustschlösser, 2006, S. 343-435; Apfelstedt, Unterherrschaft, 1886, S. 87.
  7. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 354-356.
  8. 8,0 8,1 Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 154.
  9. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352, 356; Bärnighausen, Sondershausen, 1990, S. 23; Bärnighausen, Achteckhaus, 1993, S. 93, 109; Lutze, Vergangenheit, 1909, S. 117-119.
  10. 10,0 10,1 Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 356–357.
  11. Witte, Achteckhaus, 2001, S. 6.
  12. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352, 355-357; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452; Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005. Nüthen, Restaurierungen, 2003.
  13. Anemüller, Christian Wihelm I., 1878.
  14. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352, 356; Bärnighausen, Sondershausen, 2004, S. 19–20.
  15. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 160.
  16. Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 432.
  17. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 354, 363.
  18. 18,0 18,1 Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 363; Baier-Schröcke, Stuckdekor, 1968, S. 130, 134.
  19. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 162; Dehio, Thüringen, 2003, S. 1158.
  20. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 354, 376. https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Lazaro_Maria_Sanguinetti&oldid=188330377.
  21. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 363; Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005, S. 36; Baier-Schröcke, Stuckdekor, 1968, S. 130, 134.
  22. Die Castelli aus Melide und Bissone, Ausgabe 19.02.20, S. 11-12. In: www.sueddeutscher-barock.ch.
  23. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 355–356, 363; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452; Laß, Lustschlösser, 2007, S. 343-435.
  24. Apfelstedt, Kunstdenkmäler, 1886, S. 87-88.
  25. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 351-381; Bärnighausen, Achteckhaus, 2005, S. 16-19; Bärnighausen, Achteckhaus, 1993; Bärnighausen, Sondershausen, 1990, S. 31-32.
  26. Laß, Lustschlösser, 2007, S. 434-435.
  27. Baier-Schröcke, Stuckdekor, 1968.
  28. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 351-381.
  29. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 355.
  30. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 354, 357, 363, 365; Baier-Schröcke, Stuckdekor, 1968, S. 130, 134.
  31. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 354, 357, 365.
  32. Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005, S. 36.
  33. Laß, Lustschlösser, 2007, S. 434.
  34. Witte, Achteckhaus, 2001, S.19-20.
  35. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 356–357; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452.
  36. Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005, S. 37. Witte, Achteckhaus, 2001, S. 7, 13; Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Achteckhaus oder Karussellbau. Ab 1946.
  37. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 356–357; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452; Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005. Nüthen, Restaurierungen, 2003.
  38. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 355, 363, Abb. 398.
  39. Lutze, Vergangenheit, 1909, S. 44; Bärnighausen, Sondershausen 1990, S. 31-32.
  40. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 357–358.
  41. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 363–365.
  42. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 358; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452.
  43. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 365, 375.
  44. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 357, 376. Nüthen, Restaurierungen, 2003; Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Achteckhaus oder Karussellbau. Ab 1946.
  45. Witte, Achteckhaus, 2001, S. 7; Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Achteckhaus oder Karussellbau. Ab 1946.
  46. Bärnighausen, 2017, S. 357, 376. Witte, Achteckhaus, 2001, S. 23-25.
  47. Vgl. vor allem Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 352, 365-375.
  48. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 365.
  49. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 366–367.
  50. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 365, 371–372.
  51. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 372–375.
  52. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 364.
  53. 53,0 53,1 Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 378.
  54. Bänighausen, Ovid, 2017, S. 367.
  55. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 369-370.
  56. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 369–370.
  57. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 373.
  58. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 371-372.
  59. http://www.deckenmalerei.eu/0bdc8d17-5b36-44aa-9404-b2809e8cacf0#514e9a9f-15b1-4820-89c7-118b892c16c0.
  60. Paulus, Orangerieträume, 2005, S. 117.
  61. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 377–378.
  62. Bärnighausen, Ovid, 2017, S. 363; Löffler/Novotny/Raasch-Bertram, Kyffhäuserkreis, 2014, S. 452; Blank/Plein/Witte, Achteckhaus, 2005, S. 36. Nüthen, Restaurierungen, 2003; Witte, Achteckhaus, 2001, S. 8; Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Achteckhaus oder Karussellbau. Ab 1946.
  63. So Fritz Leweke am 30.08.1959. Vgl. Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archiv [65.080-0005]. Sondershausen. Schloß. Nordflügel, Ostflügel, einzelne Räume. Ab 1957.