Dreyer, Angelika:Regensburg, Altes Rathaus, in: Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland, hg. von Stephan Hoppe, Hubert Locher und Matteo Burioni, München 2025, URL: www.deckenmalerei.eu/8eb9a697-b4da-4fc8-9419-d80fe6b0b1d5

Inventarnummer: cbdd20228

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Das Alte Rathaus in Regensburg, eines der ältesten kommunalen Profanbauten in Süddeutschland und bauliches Wahrzeichen reichsstädtischer Selbstverwaltung, besitzt mit der Ausstattung des Rats- und späteren Reichssaales einen historisch wertvollen Innenraum.

Regensburg, Altes Rathaus
Regensburg, Altes Rathaus

Lage, Bau- und Ausstattungsgeschichte

Lage

Das Alte Rathaus, der „administrative Mittelpunkt der freien Bürger befand sich beim alten Markt an der Nordwestecke des ehemaligen [römischen] Castrums, wo gegen Fluß, Hafen und Brücke die Römermauer zuerst niedergelegt worden war.“[1] Dieses innerstädtische Zentrum in unmittelbarer Nähe der Baugruppe des Regensburger Rathauses „liegt an einem die Stadt von Ost nach West durchziehenden Handelsweg“[2], wodurch die Nutzung als Markt vorgegeben war. Diese einfache Benennung als ,Markt‘ ist bereits 934 belegt und hielt sich bis 1740, ehe der Name ,Kohlenmarkt‘ sich langsam etablierte.[2]

„Der leicht nach Westen ansteigende Rathausplatz ist der Vorplatz des Rathauses, das ihn im Westen und Norden einfaßt. Im Süden wird er von hohen Wohn- und Geschäftshäusern gesäumt, die ihr heutiges Erscheinungsbild vornehmlich im 19. und 20. Jh. erhalten haben.

Nach Osten öffnet sich der Platz auf den Kohlenmarkt. Als Bindeglied zwischen den wichtigen Stadtplätzen Kohlenmarkt und Haidplatz sowie als Ort kommunaler Repräsentation kommt dem Rathausplatz eine herausragende städtebauliche Bedeutung zu.“[3]

Bau- und Ausstattungsgeschichte

„Die Geschichte des Reichssaales ist untrennbar mit der Geschichte des Gebäudes verbunden, dessen Obergeschoss er zur Gänze einnimmt. Schriftliche Quellen zur Errichtung des imposanten Saalbaues fehlen, doch sprechen stilistische und stadtgeschichtliche Gründe übereinstimmend für eine Datierung um 1320/30. [...] Allein schon die häufigen Besuche, die Kaiser Ludwig [der Bayer] Regensburg nach seinem Regierungsantritt 1314 abstattete, könnten den Rat von der Notwendigkeit eines repräsentativen großen Saales überzeugt haben. Um diesen aufzunehmen, wurde ein eigenes Gebäude errichtet, das sich zunächst als freistehender Baukörper im Südwesten des Ratssitzes erhob. Dem neuen, traufseitig auf den Rathausplatz ausgerichteten Saalbau musste eine bereits ebenfalls in Stein ausgeführte Bebauung weichen, die in ihren ältesten Teilen auf die karolingisch-ottonische Zeit zurückging. [...] Lage und Größe des Festsaales (ca. 360 qm) waren somit im Wesentlichen vorgegeben.

Die zweigeschossige Gliederung in ein kommerziell genutztes Erdgeschoss und einen großen Festsaal im Obergeschoss entspricht einem gängigen Typus früher bürgerlicher Gemeinschaftsbauten, die in Teilen Europas ab dem 12. Jahrhundert als Ausdruck wachsender kommunaler Selbständigkeit entstanden. Als Prototyp dieser monumentalen Saalgebäude kann der 1172 begonnene Palazzo della Ragione in Padua gelten. In Deutschland bietet sich als zeitnaher Bezugspunkt zum Regensburger Saalbau vor allem Münster an, wo zwischen ca. 1320 und 1337 an ein bestehendes Ratsgebäude eine Bürgerhalle angebaut wurde. Charakteristisch für den Regensburger Saalbau ist, dass er in Ergänzung zu einem bereits bestehenden, vom Rat genutzten und damit einem Turm versehenen Anwesen als völlig eigenständiger monumentaler Baukörper an stadträumlich prominenter Stelle errichtet wurde. Der Zugang erfolgte zunächst über eine Außentreppe im äußersten Norden der Ostseite [...] und über den Torbau im Süden. [...] Vielleicht durch die 1563 im Saalbau durchgeführten Maßnahmen ausgelöst, traten am nördlichen Anbau, ,welcher ... vorhin nur von holtzwerch gemacht gewesenn‘, massive statische Probleme auf. Man entschloss sich daher 1564 zu einem Neubau aus Stein, ohne dabei allerdings die zu Beginn des 15. Jahrhunderts – wohl um 1408 – am Rathausplatz geschaffene Zugangssituation mit dem künstlerisch wertvollen Schmuckportal zu verändern. [...] Vor dem Hintergrund der Renaissance-Ästhetik ist dies durchaus bemerkenswert, stellt doch das Stiegenhaus genau genommen eine empfindliche Störung der eigentlich symmetrisch angelegten Saalfassade dar. [...]

Mit der Schaffung des repräsentativen, im Obergeschoss als zweischiffige Halle gestalteten Festsaalzugangs im Jahr 1564 war die architektonische Entwicklung des Saalbaus im Wesentlichen abgeschlossen.“[4]

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts ließ man im Rats- und Reichssaal Wandmalereien anbringen, die vor allem auf scheinarchitektonische Weise die Fensteröffnungen und Portale umrahmten und aus dem Wandverband herauhoben. „Mit der Ausführung der Arbeiten wird, obwohl die Quellenlage denkbar dürftig ist, immer wieder Hans Bocksberger in Verbindung gebracht. Als Urheber der Erstfassung ist jedoch [Albrecht] Altdorfer nicht unwahrscheinlich, denn vor ihm waren in Regensburg vergleichbare, klar von der italienischen Renaissance beeinflusste Malereien nicht denkbar.“[5] „Gleichwohl erlaubt eine Bauamtsnachricht von 1564, wonach damals ,das gemel umb die [F]ensster, unnd thürn, widerumb vernewert worden‘, immerhin den Rückschluss, dass diese Malereien damals nur renoviert wurden. [...] Das System illusionistischer Rahmungen erstreckte sich auch auf die 1652 vermauerten Fenster der Westseite.“[5]

„Obwohl sich die Ausmalung des 16. Jahrhunderts an manchen Stellen mit Malereien des 17. Jahrhunderts vermischt, ist das Gesamtbild einheitlich.“[6] „Der Saalbau war [scheinbar][...] sowohl architektonisch als auch hinsichtlich seiner ikonographischen Ausgestaltung bereits vollendet, als er 1663 zum Ort des Immerwährenden Reichstags wurde.“[7]

Das Bauwerk

 
Regensburg, Altes Rathaus

Das Gebäude mit dem Rats- und Reichssaal ist das in Größe und Gestaltung auffälligste der mehrteiligen Baugruppe des Alten Rathauses. In Nord-Süd-Richtung verlaufend, hebt es sich als traufseitiger, zweigeschossiger Riegel mit hohem Satteldach von den Nachbarbauten ab.

Die Ostseite des Bauwerks nimmt man als Schaufassade wahr, die ihr Gesicht dem freien Platz davor zuwendet. In ihrer heutigen Erscheinung fallen besonders die großen Wandflächen der beiden Geschosse auf, die auf proportional gelungene Weise von dem Fensterband aus vier vierteiligen Maßwerkfenstern in der Mitte geteilt werden. Diese Fensterreihung halbiert ein durchfenstertes Erkergehäuse mit Stützpfeiler, das nicht nur für die symmetrische Aufteilung der Fassade, sondern auf für einen dreidimensionalen Akzent mit gotischem Zierrat sorgt. Die beiden gotischen Spitzbogenfenster des oberen Geschosses folgen ebenfalls diesem Symmetrieverhalten.

Lediglich die Tür- und Fensteröffnungen im Erdgeschoss, die den Zugang zu den dahinter befindlichen Räumen bilden und diese belichten, weisen zwar unterschiedliche Größe auf, aber ihre gleichhohe Scheitellinie unterstützt die horizontalen Gestaltlinien der Wand. Diese waagrechte Ausrichtung unterstreichen auch die darüber befindlichen runden Löcher, die im 16. Jahrhundert zur Be- und Entlüftung des Stauraumes zwischen den Gewölben der erdgeschossigen Räume und dem Fußboden des Reichssaales darüber notwendig geworden waren.

Insgesamt vermittelt die Fassade im heutigen Zustand eine spannungsvolle Gestaltungsweise, die vom Gegensatz des kräftigen Horizontalakzentes der Mittelfenster und den leiseren Vertikalkräften der Obergadenfenster lebt, die sich über die Traufe hinweg in den beiden Gauben fortsetzen und auf diese Weise den Wand- und Dachbereich miteinander verbinden.

Diese heutige proportionale Qualität und Wirkung, resultierend aus der Kahlheit der Wandfläche und den darin verteilten Öffnungen, war in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ganz anders, da nicht nur dieses Gebäude, sondern alle Rathaus-Bauten mit Fresken biblischen und historischen Inhalts überzogen waren, die Melchior Bocksberger 1573/74 gemalt hatte, aber 1721 bereits nicht mehr sichtbar waren.[8]

Beteiligte Künstler: Albrecht Altdorfer (1480–1538) (?) und Melchior Bocksberger (1530–1589) (?)

 
Regensburg, Altes Rathaus

Der entwerfende Künstler der Wandmalereien des Reichssaales in der Zeit um 1530, dessen illusionistische Portal- und Fensterbildungen eine zeittypische Gestaltung aufweisen, ist archivalisch bisher nicht fassbar. Auf stilistischem Wege ist als „Urheber der Erstfassung [...] jedoch [Albrecht] Altdorfer nicht unwahrscheinlich, denn vor ihm waren in Regensburg vergleichbare, klar von der italienischen Renaissance beeinflusste Malereien nicht denkbar.“[5] „Der 1526 zum Stadtbaumeister gewählte Albrecht Altdorfer [(1480–1538)] war bis zu seinem Tod 1538 mehrfach mit Bau- und Ausstattungsmaßnahmen im Rathauskomplex befasst. [...] Eigene Arbeiten Altdorfers für den Reichssaal lassen sich jedoch nicht belegen.“[9]

Hans Bocksberger (1510–1561), dem man lange Zeit die Autorenschaft der Wandmalereien zutraute[10], ist wohl aus dem Kreis der potentiellen Entwerfer auszuscheiden.[11]

Vielleicht kommt ein anderes Mitglied aus der Familie Bocksberger, Melchior (1530–1589) für die Renovierung der Wandmalereien 1564 in Frage, denn, wie eine Notiz in der Bauamtschronik festhält, sind „das gemel [Gemälde] umb die Fennster, unnd thürn, widerumb vernewert worden.“[12]

Der Rats- und Reichssaal im 1. OG: Beschreibung, Maße und Funktion

„Der unregelmäßige, nur annähernd rechteckige Grundriss ergab sich aus der maximalen Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Platzes.“[13] Aus diesem Grund zeigen die Ost- und Westseite parallele Wandführung, während die Nord- und Südmauer in westliche Richtung nach außen ausscheren.

Daraus resultiert die Länge der Westwand von ca. 26,5m und ist damit um 3,5m länger als die Ostwand. Mit einer Gesamthöhe von 7,8m erreicht der stützenlose Saal ein beachtliches Raumvolumen.

„Über die Benutzung des Saales zu seiner Bauzeit, über seine genaue ursprüngliche Zweckbestimmung und über den Kreis der Nutzungsberechtigten schweigen die Quellen. Meist ist nur allgemein von ,dem Saal‘ die Rede [...]. Erst 1564 ist in der Regensburger Bauamtschronik explizit der ,grosse Saal‘ erwähnt, ,so man den tanntzpoden nennt.‘ Diese Bezeichnung deckt sich auch mit älteren Hinweisen auf die Verwendung des Saales.“[7]

Die Nordwand

Die Nordwand des Reichssaales ist gleichzeitig die Trennwand zu der nördlich davon gelegenen zweischiffigen kreuzgratgewölbten Halle, die als Vorraum zum Saal dient. Beide Räumlichkeiten sind durch eine leicht spitzbogige Türe miteinander verbunden.

Vom Vorraum aus ist dieses hölzerne Nordportal mit seinen einfachen Profilierungen relativ unscheinbar und erfüllt den Dienst einer praktischen Nutztüre, der gestalterisch nicht auf den bedeutenden Rats- bzw. Reichssaal vorbereitet.

Die gemalte Portalumrandung

An der Innenwand des Saales hingegen wird diese Öffnung mit hohem malerischen Aufwand inszeniert und aus dem Wandgefüge herausgehoben.

Hier erscheint diese simple Funktionsöffnung mittels einer sie umgebenden Bemalung als ein prachtvolles Triumphportal, dessen zweigeschossiger Aufbau sich eines üppigen Gliederungsapparates bedient, um seine Wirkmacht zu entfalten.

Der Unterbau des Portals besteht aus zwei massiven Pfeilerblöcken, welche die spätgotische Holztür einfassen. Die Gestaltung der Pfeilergebilde ist aufwendig und dekorativ zugleich, denn die Laibungsseiten wie auch die Vorderseiten weisen eine Vertiefung der Pfeilerspiegel auf, die auch noch zusätzlich marmoriert sind. Die beiden Stirnseiten des Pfeilers sind mit je einem Pilaster korinthischer Ordnung besetzt, die das dreiteilige wuchtige Gebälk und die schmale Attika tragen. In dieser mit Rankenmotiven verzierten Zone schneidet die korbbogige Portalarkade ein, deren Tympanonfeld eine Tafel mit der Jahreszahl 1564 beinhaltet. Eine gestalterische und inhaltliche Aufwertung erhält dieser Portalunterbau durch die Anwesenheit zweier Profilköpfe von Herrschern, die sich über die Distanz hinweg ansehen, jedoch durch die Bildung ihrer unterschiedlichen Herrschaftszeichen verschiedenen Epochen zuzuordnen sind. Das nordwestliche Tondo zeigt einen antiken Imperator mit Lorbeerkranz? auf seinem Haupt und der Herrscher gegenüber trägt eine mittelalterliche Zackenkrone.

Das mächtige Abschlussgesims bildet die Basis für den perspektivisch angelegten Zentralbau darüber. Diese Ansicht erlaubt einen Blick in das Kreuzgratgewölbe des quadratischen Innenraumes, deren Mitte eine Kreisform ausbildet, von der ein Lampengestell mit brennendem Leuchtmaterial herunterhängt.

Die vier Pilasterpfeiler korinthischer Art und die davon abgehenden Arkaden konstituieren einen raumoffenen Gerüstbau, der auf der Längsachse einen Durchblick in die Himmelsweite erlaubt. Auf der Querachse hingegen befinden sich zwei raumhaltige Konchen mit Kuppelgewölbe, deren Wände von rötlichen Balustersäulen begrenzt werden.

Den Eingang des architekturmotivisch aufwändigen Zentralbaues wertet zusätzlich ein Portikus mit Dreiecksgiebel auf, dessen Bogenfeld zwei ineinandergelegte Muscheln und Delfine zieren. Den Giebel bekrönen Spangen mit Blattwerk und ein mittiges Dekorstück.

Der Entwerfer dieses zweiteiligen Portalaufbaues war bestrebt, strukturelle und dekorative Einheitlichkeit beim Gesamtgebilde herzustellen. Zum einen wählte er in beiden Fällen als Eingangsmotiv einen Pilasterpfeilerkonstruktion mit Attika darüber, die sich im Auszug zu einem Portikus steigert. Zum anderen ist die Gestaltung dieser Pilasterpfeiler durch die Vertiefungen und ihrer ornamentalen Marmorierung eine ebenfalls beide Zonen verbindendes und sie vereinheitlichendes Element. Unterschiedlich ist hingegen die Besetzung des unteren Portals mit einer zusätzlichen Pilasterschicht, die den Besuchern eine vielgliedrige Eingangssituation suggeriert.

Die Westwand

Die Westwand des Rats- und Reichssaales erscheint auf den ersten Blick als eine etwas beliebige Ansammlung unterschiedlicher Elemente, die eine Grundordnung vermissen lassen. Diesen Eindruck vermitteln jedenfalls die Verteilung der drei vorhandenen Türen und die Anwesenheit einer Empore, welche der Wand noch eine blickverwirrende Geschossteilung hinzufügt.

Diese erste Wahrnehmung korrigieren hingegen die drei großen Maßwerkfenster, die der gesamten Westwand ihre Ordnung geben und im Zusammenklang aller Elemente eine angenehme Belebtheit vermitteln.

Das Mittelportal

Das Mittelportal ist, bezogen auf die Wandmitte, nach Norden versetzt und führt auf die dahinterliegende Altane in dem kleinen Innenhof, von der aus man das ehemalige Fürsten-Kollegium und die Fürstentreppe erreichen kann.

Im Saalinneren umfängt ein gemalter Rahmen die hochrechteckige Holztür. Dieser bildet ein großformatiges Ädikula-Motiv aus, deren Stützen aus zwei rötlichen Pilastern ionischer Ordnung mit Kanneluren bestehen. Über dem dreiteiligen Gebälk, deren Mitte ein rötlicher Keilstein ziert, sitzt ein Sprenggiebel, der einen Segmentbogen umgreift.

Das Nordwestportal

In der Nordwestecke des Raumes gibt es eine Holztür, die den Zugang in das ehemalige Fürstliche Nebenzimmer dahinter ermöglicht.

Der gemalte Rahmen suggeriert rustikale Stabilität, weil deren Aufbau aus sich abwechselnden Quadern und rechteckigen Steinblöcken mit Diamantschliff zusammensetzt. Diese robustere Machart zeigen auch die Voluten an der Basis und am Übergang zum massiven Gebälk, an dem ein feingliedriger Lorbeerkranz hängt.

Das Emporenportal

An der Nordwand befindet sich der Treppenlauf zur Empore, die sich sowohl an dieser Wand als auch, im rechten Winkel abbiegend, auf der Westwand erstreckt. In der Nordecke der Westwand öffnet sich eine kleine und schmale Holztür in den rückwärtigen Raum, das ehemalige Reichsstädtische Kollegium.

Die gemalte Umrahmung bildet eine mit Pilaster korinthischer Ordnung gegliederte Travée, über deren schmalen Profilgesims zwei Dekorschnecken mit aufrecht stehendem Eichenblatt sich kringeln. Markant hervorgehoben ist als Eckfigur ein weibliches Mischwesen mit gespreizten Flügeln, eine Harpyie, die mit keck in die Hüfte gestemmten Arm ein ornamental geformtes Wappenschild vorweist.

Da diese Türe aus einer baugeschichtlich früheren Zeit stammt, war es dem Maler in der Frühen Neuzeit nicht möglich, die konstruktiv vorhandene Pilastertravée zur Gänze mit beiden Stützen abzubilden, sondern lediglich eingliedrig.

Die westliche Fenstergestaltung: eine Gesamtschau
 
Regensburg, Altes Rathaus

Die drei Maßwerkfenster verteilen sich in der gesamten Wandfläche auf symmetrische Weise. Allen drei Fenstern gemeinsam ist die gleichartige Bemalung der Laibungen mit Groteskendekor und einem ebenfalls gemalten Rahmen aus zwei Pilastern korinthischer Ordnung mit vertieftem und marmoriertem Spiegel an der Stirnseite. Auffällig sind die dekorativen Mischwesen über dem Kapitell, die an den beiden äußeren Fenstern zoomorphe, delfinartige Köpfe mit vegetabilen Körper besitzen, während am Mittelfenster Harpyien diese Position einnehmen. Auf diese Weise unterscheidet sich dieses Fenster von den beiden seitlichen ab und betont die daraus sich ergebende Symmetrieachse.

Nach oben hin vervollständigt sich das Rahmenwerk mittels eines gelblichen Bogenfeldes, das mit seinem Gesims direkt an die hölzerne Saaldecke anstößt und zwei rot umrandete Tondi mit den Profil-Bildnissen eines antiken und mittelalterlichen Herrschers beinhaltet. Die untere Rahmenleiste mit Voluten und Blattwerk dient als Auflage für die Pilastergliederung.

Die Gleichförmigkeit der architektonischen Scheinrahmung verstärkt den gewünschten Effekt der Einheitlichkeit und bildet zugleich mit seinem hohen dekorativen Eigenwert einen die gesamte Wandfläche gliedernden Charakter aus, dem die drei Türen und die wandteilende Empore anschaulich untergeordnet bleiben.

Das südliche Fenster

Das Südfenster der Westwand besaß ehemals ein echtes Maßwerk und Glasscheiben. Wegen einer Nutzungsänderung des benachbarten Raumes als Fürstenkollegium ab 1652 vermauerte man das Fenster und imitierte den ehemaligen Zustand durch formgleiche Malereien.

Die Laibungssaiten zieren symmetrisch aufgebaute Grotesken, während die Stirnfläche mit korinthischen Pilastern und vertieftem Spiegel rechts und links der Fensteröffnungen gegliedert ist. Stilisierte Tiermasken liegen auf den Kapitellen und ihre Ringelschwänze halten Rosetten, deren Rundung zu den schräg oberhalb sich befindlichen rot gerahmten Tondi in den Zwickeln des ockerfarbenen Bogenfeldes formal überleitet.

In dem südwestlichen Rundbild ist das Profilbildnis eines nicht benennbaren antiken Herrschers mit Lorbeerkranz erkennbar. Er richtet sein Gesicht zu seinem Gegenüber, dessen Gesichtstypus mit der markanten Nase, den langen Haaren unter dem tellerartigen Barrett graphische Darstellungen von Kaiser Maximilian evoziert oder zumindest an weniger berühmte Zeitgenossen erinnert.

Die Fensterumrahmung bildet eine in sich geschlossene Gestalteinheit, die sich nach oben mit einem grauen Profilgesims von der hölzernen Saaldecke abgrenzt und deren untere Horizontalleiste mit zwei Dekorschnecken und Blattwerk mehrfach profiliert ist.

Das mittlere Fenster

Das Mittelfenster ist ebenso wie der südliche Nachbar aufgebaut. Es ist ebenfalls ein Blindfenster mit gemalter Maßwerkimitation, mit bemalten Laibungen in Groteskenmanier und einem formgleichen Rahmenwerk mit Pilastern, Bogenfeld sowie oberer und unterer Gesimsleiste.

Zwei Unterschiede sind hingegen festzuhalten: der weniger augenfällige betrifft die Profilbildnisse der beiden Unbekannten in den Zwickeltondi und der markantere sind die beiden Sitzfiguren oberhalb des Kapitells. Diese weiblichen Zwitterwesen, Harpyien, mit nacktem Oberkörper und stilisiertem Unterleib, deren Enden sich kringeln und mehrschichtige Blütenformen beinhalten, besitzen anstatt Arme weit abgespreizte Flügel, die sich in dieser Art vom Südfenster und auch vom Nordfenster eklatant abheben und erst auf diese Weise die Symmetrieachse der drei fast gleichförmigen Fenster ausbildet.

Das nördliche Fenster

Das Westfenster ist im heutigen Zustand das einzige mit einer realen Lichtsituation, echtem Maßwerk und ahistorischem Glas. Die Malereien der Laibungen und des Rahmenwerks sind identisch mit dem Südfenster, nur musste hier wegen des Einbaues der Empore die untere Gesimsleiste weggelassen werden.

Die beiden Zwickel des Bogenfeldes zeigen in dem rot umrandeten Rundbild zwei sich über die Distanz anblickende Profilköpfe, vermutlich antike Herrscher mit Lorbeerkranz auf ihren Häuptern.

Die Südwand

Die Südwand erhielt ihre raumfunktionale Bedeutung innerhalb der Nutzung des Ratssaales als Versammlungsort der Reichstagsteilnehmer. Vor dieser Wand hatten der Kaiser und die Kurfürsten ihren herausgehobenen Sitzplatz, wobei der Monarch in diesem Personenverbund die hierarchisch höchste Sitzposition einnahm und zugleich von einem ihn auszeichnenden und überhöhenden Baldachinaufbau hervorgehoben war.

Die heute mit den zwei Fenstern harmonische Wandgestalt besteht in dieser Zusammensetzung erst seit 1611, als sich wegen Abbrucharbeiten die Gelegenheit ergab, ein zusätzliches Fenster dem Saal hinzuzufügen.

Die gemalten Umrahmungen der Fenster sind auch an dieser Wand im Grundprinzip wie alle anderen Fensteröffnungen gleichartig gebildet, nur baugeschichtliche Bedingungen erbrachten leichte Unregelmäßigkeiten im Aufbau, vor allem die unterschiedliche Höhe der Spitzbogenfenster, was am Abstand zur Holzdecke gut sichtbar wird.

An der Südwand mussten noch vorhandene spätmittelalterliche Relikte in die frühneuzeitliche Umgestaltung mit einbezogen werden, so die beiden neu gemalten musizierenden Engel in den Zwickeln, die in ihrer gotischen Machart frühneuzeitliche Stiladaptionen sind, weil sie sich den vorhandenen dreidimensionalen Skulpturen formal anpassten, um eine gewisse stilistische Einheitlichkeit herzustellen.

Die hervorgehobene Bedeutung der Südwand als Hintergrundfolie für Kaiser und Kurfürsten drückt sich auch in der Verwendung der Dekormotive oberhalb der Kapitelle aus. Auch hier werden die flügelschlagenden Harpyien, genauso wie am Mittelfenster der Westwand, als wichtigere und ranghöhere Zierde verwendet, weshalb dieses sehr spezielle Dekormotiv eigentlich dem fürstlichen Decorum angemessen ist.

Die Harpyien, in der antiken Mythologie mehrdeutige Mischwesen, dürften in diesem Zusammenhang eher einen apotropäischen, unheilabwehrenden, d.h. den imperial beschützenden Charakter symbolisieren.

Das östliche Fenster

Das mittelalterliche Spitzbogenfenster besitzt Bemalungen, die der Frühen Neuzeit zugehören. Die Laibungen sind mit einem symmetrisch aufgebauten Dekorband verziert, die ihre motivischen Anleihen aus dem Bereich der Groteskenmalerei beziehen.

Die Gestaltung der Stirnfläche folgt dem standardisierten Aufbauschema an den drei durchfensterten Saalwänden. Über einem Gesims mit Volutendekor richten sich zwei korinthische Pilaster mit vertieftem Spiegel auf und über deren Kapitelle Harpyien, weibliche Zwitterwesen mit nacktem Oberkörper und zoomorphen Unterleib sitzen, deren Charakteristikum die weit ausgespreizten Flügelarme sind.

Den Spitzbogenbereich oben überfängt ein rechteckiges Bogenfeld mit Abschlußgesims, in deren Zwickel Tondi mit Herrscherbildnissen zu sehen sind. An der Südwand hat man die vorhandene Skulptur eines die Orgel spielenden Engels aus der Gotik zum Anlass genommen, bei der Neuausmalung im 16. Jahrhundert die Idee eines Engelskonzertes aufzugreifen und einen die Trompete blasenden Engel als Gegenstück zu malen, der in Stilistik und Kleidung dem älteren Himmelswesen angeglichen ist.

Das westliche Fenster

Das Westfenster, das man erst nach „dem 1611 erfolgten Abbruch des südlich an den Saal angrenzenden Torbaus“[14] einbaute, ermöglichte damit nicht nur eine zusätzliche Belichtung des Reichssaales, sondern gab der Südwand auch ihre einheitlich harmonische und proportional ausgewogene Erscheinung.

Bei der Bemalung hat man sich penibel genau an die Gestaltung des Ostfensters orientiert. Der einzige Unterschied besteht in der gemalten Darstellung eines die Laute spielenden Engels, der genauso wie auf der Ostseite, in der stilistischen Auffassung und Gewandung sich an der gotischen Skulptur des die Harfe zupfenden Engels anlehnt, um formale Einheitlichkeit herzustellen.

Die Ostwand

 
Regensburg, Altes Rathaus

„Obwohl der Saal sein Licht von drei Seiten erhält, entwickelt er seine Schauseite, konform der Außengestaltung auf der Längswand gegen Osten. Die durchlaufende Fensterreihe der Fassade mit dem Erker als Mittelpunkt erfährt im Innern eine veränderte Akzentuierung, indem die Erkeröffnung an Gewicht zurücktritt und dafür beiderseits die Gruppierung aus je zwei Doppelfenstern mit dem darüber sitzenden Spitzbogenfenster erhöhte Bedeutung gewinnt – eine wohldurchdachte Komponente zu den an Volumen überlegenen hochsitzenden Fenstern der beiden anderen Saalwände.

Gegenüber dem ursprünglichen Zustand einer unmittelbaren Verglasung im Steinfalz der Maßwerkgewände wird die horizontale Wirkung der unteren Fensterreihe durch die wohl dem 16. Jahrhundert angehörenden rechteckigen Fensterflügel stärker betont.“[15]

Fensterband mit Erkeröffnung

In die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts gehört auch die proportional ausgewogene Einteilung der gesamten Fensterbreite, die zeittypisch die Vorgaben der klassischen Säulenordnungen anwendet.

Hauptgliederungselemente sind in Regensburg Pilaster mit korinthischer Ordnung, deren Besonderheit in der ornamentalen Behandlung des Pilasterspiegels mit einem Zierband in der Art einer Groteske besteht.

Auf die Gesamtlänge bezogen werden diese Pilaster viermal eingesetzt, wobei ihre Funktion variiert. Am nördlichen und südlichen Fensterende geben sie als Einzelelemente dem jeweiligen Bandende ihre anthropomorphe Stabilität. In der Wandmitte stehen die beiden Pilaster rechts und links des Erkerportals und rahmen diese.

Da die Verteilung und Verwendung der vier Pilaster als Eckstützen und Travée in der Entstehungszeit unter proportionalen Gesichtspunkten eher als unharmonisch wahrgenommen worden wäre, führte der Entwerfer ein zweites Gliederungselement ein, um die Abstände des Fensterbandes proportional ausgewogener zu gestalten. Aus diesem Grund steht zwischen Portaltravée und den Eckpilastern ein lisenenartiger Pfosten, der zwar Bestandteile einer kanonischen Gliederung wie Basis und anthropomorphe Proportionierung aufweist, aber dennoch vom Aufbau einer ,echten‘ Säulenordnung durch das Fehlen des Kapitells, also des Kopfstückes, unterschieden wird.

Eine weiterer Unterschied zu den Pilastern besteht in der Gestaltung des Lisenenkörpers, der statt einer Groteskenmalerei lediglich eine motivlose Marmorierung aufweist. Hochwertig bleibt der Pfosten aber dennoch wegen der Steinbinde im oberen Pfostendrittel, weil diese mit dem gemalten Imitat einer antiken Goldmünze mit Herrscherbildnis verziert ist.

Das Erker-Portal

Den breiten Erker-Zugang mit Flachbogen aus der Zeit kurz nach 1300 umfängt ein graues, konzentrisch verlaufendes Band, in das stilisierte, hochkantige Marmorquader mit Randsaum auf ornamentale Weise zu sehen sind und deshalb keiner architektonischen Aufbaulogik folgen. In den Zwickeln des ockerfarbenen Bogenfeldes darüber befinden sich zwei Rundbilder mit der Darstellung von sich anblickenden Herrscherköpfen, die im Profil wiedergegeben sind und eine Zackenkrone tragen. Direkt über dem Bogenscheitel schließt das Gebälk mit Architrav, die Frieszone, dekoriert mit Rankenornament und schuppigen, ringelschwänzigen Meereswesen sowie das mehrteilige Gesims an.

Zusammen mit den beiden Pilastern des Fensterbandes, die diesen Portalaufbau rahmen, entsteht eine imposante Eingangssituation, die der funktionalen Bedeutung des Erkers entspricht.

Gestalterischer Einfluss
 
Regensburg, Altes Rathaus

Der Entwerfer der Wandmalereien ist archivalisch nicht gesichert, aus stilistischen Gründen ist eine Autorenschaft von Albrecht Altdorfer denkbar.[16] Den vielfach vorgebrachten Vergleichsbeispielen sei deshalb an dieser Stelle, wegen der Funktionsgleichheit, ergänzend der Entwurf eines Portals aus der Zeit um 1525/30 angeführt.[17]

Im stilistischen Vergleich zwischen Erker und Portalentwurf fällt vor allem die hohe Übereinstimmung in der Pilasterbildung, speziell der Gestaltung des Pilasterspiegels auf. In beiden Fällen werden die Vorderseiten der Gliederungen nicht einfach glatt belassen, sondern sie erfahren zum einen eine Vertiefung und zum anderen werden diese Streifen mittels eines Dekorbandes in der Art einer Groteske ornamental ausgefüllt.

Diese auffällige Gestaltung der Pilaster weist generell auf eine motivische Herkunft aus dem venezianischen Kunstkreis hin, die auch Altdorfer bekannt gewesen sein dürfte und schon am Altarentwurf für die „Schöne Maria“ ihre frühe Ausprägung, um 1519/20, in Altdorfers Oeuvre zu beobachten ist.[18]

Dieses italienisch-venezianische oder „welsche“ Formenrepertoire aus Proportionierung, Formgebung und Ornamentik führte der Augsburger Hans Burgkmair (1473-1531) vor 1510 in den deutschen Kunst- und Kulturkreis ein, ehe nach 1520 diese moderne Gestaltung Allgemeingut und Grundlage künstlerischen Arbeitens wurde.[19]

Nicht mehr erhaltene Bemalung des Erkergewölbes

Die ehemalige Bemalung des Erkergewölbes ist heute nur noch fotografisch erhalten. Da im „Innern des Reichssaalbaus [...] Krieg und Nachkriegszeit ihre Spuren hinterlassen [hatten]“[20], waren „[i]m Erker [..] Malerei und Putz bereits stark angegriffen. Bei Beginn der [restauratorischen] Arbeiten im Frühjahr 1952 war ,mehr als die Hälfte‘ der Ausmalung irreparabel verloren. Von einer Kopie sah man ab, da die Reste durch zahlreiche Übermalungen kaum mehr einen Originalzustand erkennen ließen. Ein verfälschender Eindruck sollte um jeden Preis vermieden werden.“[21]

Aus diesem Grund sind die in den nördlichen Kappen des Kreuzrippengewölbes pro Kappe unterschiedlich gebildeten, großformatigenRankenmuster mit Blattwerk verloren gegangen. Die Laibungsseite der Portalöffnung wies im Bogenbereich eine stilisiert wiedergegebene Marmorierung auf.

Das nördliche Fenster in der Wappenzone

Das mittelalterliche Spitzbogenfenster mit Maßwerkfüllung ist von einer Rahmenmalerei umgeben, die in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts zu datieren ist. Die Fensteröffnung mit Groteskenmalerei auf den Laibungen weist an der Stirnseite einen konzentrisch gebildeten bräunlichen Rand auf. Diese mittelalterliche Form um- und überfängt ein frühneuzeitliches Gebilde aus zwei korinthischen Pilastern mit oberem Bogenfeld und Spangengiebel als Abschluss, der an die Holzdecke des Saales heranreicht. Diese Rahmenarchitektur steht auf einem ockerfarbenen Marmorsockel. Die verwendete Gliederung erfährt durch den marmorierten Pilasterspiegel, die Tiermasken über den Kapitellen und der Muschelform im Tympanon eine hohe dekorative Note, die sich mit der Blattbildung in den beiden Tondi des Bogenfeldes noch verstärkt.

Der ornamentale Anteil an der Fenstergestaltung setzt sich am Sockel fort, wo rosettenkrallende Spangen zu zoomorphen Wesen überleiten und das vertikale Rahmenwerk mit dem horizontalen Fenstergesims verbinden.

Das südliche Fenster in der Wappenzone

Das südliche Fenster ist identisch mit der Bemalung des nördlichen Fensters, weshalb auf die dortige Beschreibung verwiesen sei.

Einzig und allein in der Motivik der Ornamentspangen am Sockel zeigt sich ein kardinaler Hauptunterschied. Die dort sichtbare S-Form setzt sich aus zwei ineinander gesteckten Dekorelementen zusammen: einerseits aus zwei auseinander strebenden Blattbünden, die ein mit Kugeln verzierter Goldreif zusammenhält. Andererseits wird ein Adlerkopf mit gebleckter Zunge dargestellt, dessen Darstellung möglicherweise durch die Anwesenheit des kaiserlichen Wappens motiviert ist.

Die Wappenkartusche mit den allegorischen Figuren in der Wappenzone

„Über dem Erker zeigt eine Wappenkartusche den kaiserlichen Doppeladler, der durch den gespaltenen Herzschild (Österreich, Burgund) sowie die Mitrenkrone auf Maximilian I. verweist, der 1477 Maria von Burgund geheiratet hatte, während die den Herzschild umgebende potence, die Kette des Ordens vom Goldenen Vlies, unter Ferdinand I. dazugekommen ist. Das Wappen muss somit in seiner jetzigen Form nach Ferdinands Regierungsantritt 1556 gemalt worden sein.

Anstelle von Schildhaltern sitzen seitlich zwei allegorische Figuren, die durch Waage und Schwert als Gerechtigkeitbzw. durch einen Falken und einen Palmzweig (?) als Sorge um das öffentliche Wohl zu deuten sind.

Darüber erscheinen zwei Genien mit Reichsapfel und Zepter bzw. mit Krone und Palmzweig sowie, als Bekrönung der Wappenzier, ein Kranich, der einen Stein hält. Dies war in der zeitgenössischen Emblematik, etwa bei Nicolas Reusner (1581) ein Zeichen ,immer wacher Achtsamkeit und eines scharfen Geistes“.[22]

Die Wappenkartusche mit allegorischen Figuren und Kranich in der Wappenzone: Künstler und Datierung

Die Frage nach der genauen Datierung der Wappenkartusche ist wissenschaftlich bisher nicht thematisiert worden und über einen möglichen Autor der Wandmalerei gibt es lediglich kryptische Bemerkungen ohne argumentative Ausführung: „Die Malerei über dem Erker mit dem von allegorischen Figuren umrahmten Reichsadler könnte ein Werk des Matthäus Eimmart [1640–1707] im Zusammenhang mit den Reichstagen von 1653 oder 1663 sein.“[23]

Programm und Synthese der Wappenkartusche: Von der Macht zur Macht des Friedens

(fmd10044836/P8016047/P8016056/P8016065/P8016066/P8016070/P8016074/P8016079)

Die Wappenkartusche mit dem kaiserlichem Doppeladler, den zwei seitlichen allegorischen Personifikationen, dem steinhaltenden Kranich oben und den zwei Genien mit Zepter und Reichsapfel war in genau dieser Kombination spätestens seit 1722 ikonographischer Bestandteil der Ostwand und ist bis heute großteils unverändert geblieben. Bildnerisch festgehalten ist dies auf einer von Andreas Geyer (?–1729) in diesem Jahr angefertigten Zeichnung vom Inneren des Reichssaales. Sie diente dem Regensburger Kupferstecher als Vorlage für den 1725 publizierten „Gründliche[n] Abriß Der jenigen Zimmer [...]“[24], die man auf den Reichstagen für Beratungen, Geheimgespräche, Abstimmungen und Beschlussfassungen nutzte.

Im Unterschied zu diesem langen motivkonstanten Zeitraum von 1722 bis heute gab es nach der zeitlich nicht genau überlieferten Entstehung dieses imperialen Freskos eine Phase (1663–1722), die von bisher unbemerkt gebliebenen Änderungswünschen inhaltlicher Art geprägt war. Dies legt eine vergleichende Analyse verschiedener Darstellungen des Rats- und Reichssaales und ihrer ikonographischen Ausstattung nahe.

Zum erstenmal fassbar wird dieser Umstand auf einer Graphik mit folgender Erläuterung: „Eigentlicher Abriß der Reichstag Solennität so den 10–20 Ianuary 1663 in Regensburg auff dem gewohnlichen großen Rathhauß Saale bey eroffneter Keiserlichen Proposition angestellet und gehalten worden.“[25] Darauf ist neben der hierarchischen Sitzverteilung der Reichsstände auch die Wappenkartusche über dem Erkereingang zu sehen. Ihre Position zwischen den beiden Obergadenfenstern ist auf dem Kupferstich korrekt, nicht stimmig hingegen sind die Größenverhältnisse bezogen auf die Wandhöhe.

Dies mindert aber insgesamt nicht die Bildaussage, denn die Wappenkartusche mit den beiden dargestellten Frauenfiguren und die ihnen beigegebenen Attribute sind deutlich wahrzunehmen. Erkennbar sind zwei Personifikationen, von denen die nördliche, bildlinks, sitzend wiedergegeben ist und die in ihrer linken Hand eine Waage hält und mit ihrer rechten ein Schwert als Verkörperung der Gerechtigkeit vorstreckt. Die Iustitia, die bildtraditionell als oberste Herrscher-Tugend galt, war, aus heutiger, rückblickender Perspektive, von Anfang an integraler Bestandteil der Wappenkartusche.

Anders verhält es sich mit der weiblichen Symbolfigur ihr gegenüber. Auf dem Stich ist ebenfalls eine sitzende Frau sichtbar, aber ihr sie kennzeichnendes Attribut ist nicht wie heute der demonstrativ vorgezeigte Falke auf ihrer hochgereckten linken Hand. Zu sehen ist stattdessen ein Spiegel, den sie vor sich hochhält und in dem sie ihr Gesicht betrachtet, ein Umstand, der aufgrund der hohen Präzision der Graphik zu identifizieren ist. Das zweite Attribut in ihrer rechten Hand ist nicht eindeutig zu rekonstruieren, vermutlich handelt es sich um eine Schlange.[26]

Eigentlich genügt der beigegebene Spiegel, um in diesem Kontext die Frau als Prudentia, als Verkörperung der Klugheit zu bestimmen. Cesare Ripa schreibt hierzu in seiner Iconologia, dass sie nachdenkend sich im Spiegel betrachtet, um Erkenntnis ihrer selbst zu gewinnen und um klug handeln zu können.[27]

Die Wappenkartusche mit genau diesen beiden allegorischen Begleitfiguren versinnbildlichen in diesem Zusammenhang Tugenden, deren Eigenschaften sowohl auf den Habsburger-Kaiser als auch auf die Ratsherren der freien Reichsstadt Regensburg bezogen werden können. Im ersten Fall wären sie als die Charakterzüge eines idealen Regenten aufzufassen, denn „[s]owohl Aristoteles als auch Thomas von Aquin bezeichneten Justitia und Prudentia als die wichtigsten Tugenden eines Herrschers.“[28]

In symbolstrategischer Anlehnung an diese Herrscher-Ikonographie kann diese Tugend-Kombination genauso als Aussage kommunalen Selbstbewusstseins verstanden werden, weil auch „die Ratsherren [...] in ihrem Amt der Herrschertugenden Gerechtigkeit und Klugheit [bedürfen].“[29]

Übertragen auf den Rats- und Reichssaal ist eine problemlose multifunktionale Nutzung beider Parteien vorstellbar. Erst ab 1663 erfolgte eine funktionale Umgewichtung als die Reichstage immerwährend in Regensburg und im „Saal [...] dann Abstimmung und Beschlußfassung statt[fanden].“[30]

Dies könnte eventuell den frühesten Zeitpunkt markieren, als man sich entschloss, Prudentia, die Tugend der erkenntnisgesättigten Klugheit, durch eine andere Personifikation zu ersetzen. Den äußeren Anlass hierzu könnte die oben angedeutete veränderte Raumnutzung geboten haben, denn nunmehr wurde das „Schicksal des Rathauses vornehmlich von den Forderungen des Reichstages bestimmt.“[31]

Zu dieser Zeit war die nach dem Westfälischen Frieden von 1648 eingeleitete Machtverschiebung von Kaiser und Reichsständen bestimmend und der „nun in Permanenz tagende ,Immerwährende Reichstag‘ entwickelte sich [...] zu einem selbständigen Organ gegenüber der kaiserlichen Macht. Er nahm als Dauereinrichtung die Reichsgeschäfte wahr, die sich aus dem Recht der Stände auf Entscheidung (Conclusium) in allen wichtigen Reichsangelegenheiten [...] herleiteten.“[32]

Wann genau man auf die Idee kam unter diesen neuen politischen Verhältnissen die bestehende Bildsymbolik zu ändern, ist nicht untersucht. Bildlich dokumentiert ist diese sinnverändernde Konstellation auf der oben schon erwähnten Zeichnung von 1722 des Reichsaales, die als Vorlage für die Publikation aller Reichtstagsräume 1725 diente.[33]

An dieser Vorstudie, einer aquarellierten und lavierten Federzeichnung, sind überdeutlich die an der Wappenkartusche insgesamt vorgenommenen Veränderungen bzw. Ergänzungen zu beobachten, wobei man den kaiserlichen Doppeladler mit seiner ganzen Symbolkraft genauso wie die Verkörperung der Gerechtigkeit in seiner ursprünglichen Fassung beließ.[34]

Eine inhaltsschwere Umformung erfuhr hingegen die Personifikation der Klugheit, die sich zwar weiterhin als Sitzfigur präsentierte, aber jetzt in ihrer rechten Hand einen Palmzweig hält. Ihre linke hochgereckte Hand allerdings, mit der sie ehemals den Spiegel festhielt, bietet nun einem stolzen Falken eine Standfläche.

Die bisherigen Deutungen dieser Personifikation blieben eher unspezifisch und reichen von der Versinnbildlichung des „Vertrauen[s]“[35] bis zur „Sorge um das öffentliche Wohl“.[14] Unser Vorschlag, der die veränderte Raumfunktion und Machtkonstellation mit einbezieht, geht von einer allegorischen Darstellung der Pax, des Friedens, aus.

In diese Neu-Bestimmung fließt auch das so harmlos wirkende Sitzmotiv der Friedensfigur ein, das in der zeitgenössischen Auffassung dazu diente, „die Herrschaft des/der Fürsten zu bezeichnen [...] vielleicht wegen der Übereinstimmung mit der Aussage des Aristoteles, die besagt, dass man die Klugheit der Seele durch das Sitzen einführt und durch die Ruhe.“[36]

Und der Palmzweig in ihrer rechten Hand, der hier den ihr viel öfters beigegebenen Ölzweig ersetzt, „bedeutet die Tugend [...] [und zeigt] die wahren Wirkungen eines ruhigen und vollendeten Friedens.“[37]Das Festhalten des Palmzweigs in ihrer rechten Hand erläuterte Ripa nur knapp, „führte zugleich aber eine neue, bisher von ihm nicht erörterte Begründung des politischen Friedens als eines politischen Guts ein [...]. Die Palme sei der Preis für diejenigen, die sich Verdienste erworben haben.“[38]

In diesem Sinne kann man die Verkörperung des Friedens auch als „Zustand der staatlichen Ordnung“[39] auffassen und in Allianz mit der Gerechtigkeit „stellen [beide] nun die Ordnung selbst dar, meinen die Qualität des Gemeinwesens (und derer, die es regieren)“[40] und bestätigt auch in diesem Fall, dass „Pax und Iustitia [...] immer auch Termini von Recht und Politik [waren].“[41]

Ungewöhnlich, fast singulär, ist im attributiven Zusammenhang der Friedens-Allegorie der Falke, den Pax mit ihrem Zeigefinger bildwirksam vorweist. Man kann verallgemeinernd den Raubvogel in Anlehnung an die zeitgenössische Emblem-Literatur als „Sorge um das öffentliche Wohl“[42] deuten. In unserem konkreten Vorschlag mit der Verkörperung des Friedens scheint eine bildliche Rückkoppelung mit einem stehenden und bärtigen Jäger nicht überzeugend.[43]

Zudem legt auf dem Wandbild der optische Bestand des Falken eher eine gerade vollzogene Rückkehr und Landung des Raubvogels auf der rechten Hand der Friedensfigur nahe, wie dies als personenneutraler Arm ebenfalls in der Emblem-Literatur verbildlicht ist. Dort liest man folgende Erläuterung: „Aus eigenem Willen kehre ich zurück [...]; nicht Gewalt ruft mich, sondern Anhänglichkeit an den Falkner.“[44]

Im versinnbildlichten Verständnis könnte man hierbei an die Rückkehr der Reichsfürsten oder deren Gesandten zu dem Regensburger Versammlungsort denken, um dort eine „Überreinstimmung vieler Willen“[45] durch ihre diplomatischen Beratungen herzustellen, wie dies Cesare Ripa als ein weiteres Kennzeichen des Friedens benennt.[46]

Diese allegorische Umwidmung der Prudentia in die Personifikation des Friedens ist in sich bild-und sinnlogisch, denn die Verkörperung der Gerechtigkeit war eigentlich nicht austauschbar, galt sie doch seit Aristoteles als „die bedeutendste und vollendete Tugend“[47]. Im Verbund mit Pax wird ihr Bedeutungskontext dahingehend verändert, dass sie jetzt unter anderem das Durchsetzungsvermögen von Recht und Gesetz symbolisiert, um gerechten Frieden zu schaffen. In genau dieser einen von mehreren möglichen Lesarten kommt die Bildaussage dem biblischen Ursprung aus Jesaja 32, 17 sehr nahe: „Das Werk der Gerechtigkeit wird der Frieden sein, der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer.“[48]

In der Zeit um/nach 1663 entschied man sich außerdem, die beiden weiblichen Personifikationen von Gerechtigkeit und Frieden um die Darstellung eines Kranichs zu ergänzen. Dieser hat sein rechtes Bein hochgehoben und hält in seinen Krallen einen Stein fest. Man kann dieses Motiv in Anlehnung an die zeitgenössische Emblematik als Ausdruck der „immer wachen Achtsamkeit und eines scharfen Geistes“ deuten[14], wobei sowohl deren Charakter als auch personale Zuordnung offen bleibt.

Mithilfe der damaligen Symbolbildwelt lässt sich diese unbestimmte Aussage allerdings präzisieren, weil in der Frühen Neuzeit sich seit circa 1550 ein Motivtopos herausgebildet hatte, das den Kranich in inhaltlichem Verbund mit der Personifikation der Gerechtigkeit zeigt.[49]Der „Kranich will [hierbei] besagen, daß einem gerechten Richter auch die Tugend der Wachsamkeit wohl anstehe“[50], denn „sonst leidet die Gerechtigkeit Schaden.“[51]

Die Frage, wessen Wachsamkeit gemeint sei, lässt sich im Blick auf die damalige historische Situation konkretisieren. Im gewandelten Verhältnis von Kaiser und Reichsfürsten nach 1648 war trotz „der Zugewinne wichtiger Rechte durch die Fürsten im Westfälischen Frieden [...] die Grundorganisation des Reiches als eines hierarchischen Verbandes erhalten“[52]geblieben.

Dieser erhalten gebliebene staatliche Zustand und damit die höchste Rangstellung des Kaisers kommt in den beiden neu hinzu gemalten Genien zum Ausdruck, welche das Zepter und den Reichsapfel mit Kreuz als Symbole irdischer Macht des christlichen Herrschers hochhalten und gleichzeitig auf das gesamte Reichsgebiet verweisen.

Da sich nach dem Westfälischen Frieden 1648 die stets fortschreitende Abkehr von der seit dem Mittelalter bestehenden Auffassung einer Universalmonarchie nicht mehr aufrechterhalten ließ, rückten nach den Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück zunehmend die diplomatische Arbeit der Gesandten ins politische und bildliche Interesse. In Form von „Druckgraphik, in Einzelblättern, Buchpublikationen sowie in Chroniken wie dem Theatrum Europaeum des Merian-Verlages“[53] machte man deren kompromisssuchende Verhandlungsstrategie öffentlich bekannt.[54]

Ein zeitnahes Beispiel dieser „Kunst der Diplomatie“[55] stellt die „Unterzeichnung des Nürnberger Exekutionsrezesses zum Westfälischen Frieden 1650“[53] dar. Darauf sind die wesentlichen Elemente dieser neuen Darstellungsform von Friedenkongressen und –beschlüssen vereint: der Blick in den Versammlungs-Ort, der die hierarchische Sitzverteilung der Verhandler wiedergibt und deren Namen über Nummernlisten zu entschlüsseln waren.

Dieses Bildkonzept lag in formaler Hinsicht bereits vor, denn es war für die veröffentlichten Illustrationen der feierlichen Eröffnungen der Reichstage fast schon zu einem Standardmodell geworden.

So griff der Entwerfer des Kupferstiches vom Beginn des Reichstags am 20. Juni 1653 auf das Bild- und Raumschema mit den wandhohen, schmalen Fenstern zurück, das man bereits für die Proposition des Reichstags von 1640 benutzt hatte.

Damit war aber nicht nur eine formale Ähnlichkeit mit dem Typus der Friedensbilder nach 1648 erreicht, oder vielleicht sogar angestrebt, sondern es erfolgte zusätzlich auch noch ein inhaltlicher Zugewinn. Dieser bestand darin, dass auf dieser ersten Reichsversammlung nach dem 30-jährigen Krieg die in Münster und Osnabrück und auf dem Nürnberger Friedensexekutionskongress 1649/50 offengebliebene Fragen noch nachverhandelt werden mussten und der Reichstag eigentlich den Charakter einer Friedenskonferenz bekam. Die hierbei erzielten Ergebnisse fanden im sog. Jüngsten Reichsabschied vom 17. Mai 1654 als Reichsgrundgesetz ihren Ausdruck[56], womit die zuvor stattgefundenen Friedensverhandlungen zu einem verfassungstechnischen Abschluss kamen und die historische Bedeutung des Regensburger Reichstags von 1653/54 begründeten.

In Vorbereitung auf diesen Reichstag beauftragte man 1652 „[d]as Bau Amt [...] die Schrannen (Bänke) auf den Reichssaal weg zu bringen, [...].“[57] Zugleich war „[a]uf Oberherrliche Bewilligung [...] die neue Fürsten Stuben zu bauen anbefohlen, solches schleunigst ins werck zu richten, und wurde dem Stadtschreiber angezeigt, die Räumung dieses Hauses zu beschleunigen [...].“[57] Mit der Umwandlung des Stadtschreiberhauses in ein Gebäude, „das den Reichsfürsten würdige Beratungsräume bieten sollte“[58], scheinen die eingeforderten Zusatzräume ein direkter Hinweis auf das nach 1648 bevorzugte Verfahren politischer Auseinandersetzung zu sein. Dies zeigt sich auch in der Umbenennung des Rats- und Reichssaales, denn „[s]pätestens ab 1663 bürgerte sich [...] die von der vormodernen Verhandlungsspraxis abgeleitete Bezeichnung ,Re- und Correlationssaal‘ ein.“[59]

Auf dem nächsten Reichstag im Jahre 1663 konnten sich die Mitglieder der drei Reichsstände sowohl als Repräsentanten „des Reiches als ,Rechts- und Friedenssystem‘“[60] als auch als Bewahrer eines immerwährenden Friedens verstehen, wie dies bereits in der Eingangsformel der Friedensverträge von 1648 festgeschrieben war: es „soll ein christlicher, allgemeiner und dauerhafter Frieden und eine wahre und aufrichtige Freundschaft zwischen dem Kaiser [...] als auch mit den Ständen des Reiches“[61] begründet worden.

Vor diesem politischen Hintergrund scheint eine nach 1663 erfolgte Anbringung der Verkörperung des Friedens denkbar, die geeignet gewesen wäre, dem Reichsständekollegium über die tagespolitische Konstellation hinaus die dauerhafte Erinnerung an die Friedenserhaltung allgemein und den 1653 stattgefundenen Friedenkongress in Regensburg wachzuhalten. Gleichzeitig konnte die Friedens-Allegorie den Gesandten als permanente Ermahnung dienen, ein krisen- und gewaltfreies Zusammenleben politisch durchzusetzen.

Die außer im Rats- und Reichssaal auch ansonsten vielerorts wirkende Virulenz und kollektive Verbreitung dieser allegorischen Paarung von Gerechtigkeit und Frieden lässt sich auch im öffentlichen Raum der Reichsstadt Regensburg konstatieren.[62]So gab 1656 der Rat der Stadt einen Justitia-Brunnen und 1659 einen Friedens-Brunnen in Auftrag, der seinen Platz im großen Rathaushof fand und die man als Bestandteile eines „allegorischen Zyklus auf die Verfassung von Reich und Stadt“[63]verstehen sollte.

Die im Rathaushof aufgestellte Statue mit ihren entblößten Brüsten, die man bisher „als Symbol der Venus wie auch des Friedens“[64] deutete, ist hier allerdings nicht auf den bekannteren und öfters verwendeten Typus der „pax romana“[65], sondern denjenigen der griechischen Friedensgöttin Eirene zurückzuführen, womit sie in der Regensburger Friedenszeit als „Amme des Reichtums“[66], des Wassers, fungiert, das die Reichsstadt ihren Bürgern zur Verfügung stellte.[67]

Sanierungen und Restaurierungen

 
Regensburg, Altes Rathaus

Die Sanierung und Restaurierung des Alten Rathauses begannen Ende des 19. Jahrhunderts ab 1897/98 und setzten sich im 20. Jahrhundert fort.[68] Von 1905–1910 fand die erste und grundlegende Restaurierung statt, 1937 erfolgte eine Restaurierung der Nebenräume und 1951/1952 boten kriegsbedingte Schäden den Anlass für eine erneute Restaurierung. 1975/76 war eine Sanierung des Gebäudes notwendig geworden, in dem man auch die Restaurierung der Wandmalereien des Reichssaales anging. „Die von dem Mindelheimer Restaurator Toni Mayer durchgeführte Voruntersuchung zeigte, dass nicht der gängige Fall der Überlagerung verschiedener historischer Schichten vorlag; vielmehr hatten verschiedene Restaurierungen in früheren Jahrhunderten, verbunden mit nur teilweisen Neuübermalungen, einen überaus komplexen Aufbau der Fresken verursacht. Mayers Ziel war, wie schon bei der großen Restaurierungskampagne am Beginn des Jahrhunderts, die Fassung von 1564 freizulegen und zu restaurieren.“[69] Die „Sanierung [war] 1987 abgeschlossen.“[70]

„Im Sommer 1999 wurde die Fassade abermals in hellem Ocker gefasst. [...] In dem Bewusstsein um diese besondere Bedeutung des Saales wurden 2007/08 umfangreiche restauratorische und raumklimatische Untersuchungen durchgeführt. [Diese sollen als] solide Grundlage für die dringend anstehende Gesamtsanierung des Reichssaals“[71] dienen.

Bibliographie

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  • Arndt, Kaiser, 1998 — Arndt, Johannes: Der Kaiser und die Kurfürsten nach dem Westfälischen Frieden, in: Bußmann, Klaus/Schilling, Heinz: 1648 – Krieg und Frieden in Europa (=Ausstellung Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 24.10.1998–17.1.1999), Textband I: Politik, Religion und Gesellschaft, München 1998, S. 425
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  • Bauer, Regensburg, 2014 — Bauer, Karl: Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte, Regenstauf 2014 (6. Auflage)
  • Bellot, Stilwahl, 2018 — Bellot, Christoph: Burgkmair und die Frage der Stilwahl. Zu Architektur und Ornament in Augsburg nach 1500, in: Augustyn, Wolfgang/Teget-Welz, Manuel (Hgg.): Hans Burgkmair. Neue Forschungen (=Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Band 44), Passau 2018, S. 69–156
  • Bellot, Welsches, 2023 — Bellot, Christoph: Welsches bei Hans Burgkmair, in: Augustyn, Wolfgang (Hg.): Hans Burgkmair. Neue Forschungen II (=Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Band 67), Passau 2023, S. 461–602
  • Boll, Reichstagsmuseum, 1973 — Boll, Walter: Reichstagsmuseum (=Sammlungen der Stadt Regensburg 9), Regensburg 1973 (4. Auflage)
  • Boll, Regensburg, 1983 — Boll, Walter: Regensburg, München/Berlin 1983 (4. Auflage)
  • Borgmeyer/Hubel/Tillmann/Wellnhofer, Regensburg, 1997 — Borgmeyer, Anke/Hubel, Achim/Tillmann, Andreas/Wellnhofer, Angelika: Stadt Regensburg, in: Petzet, Michael (Hg.): Denkmäler in Bayern: Ensembles – Baudenkmäler – Archäologische Denkmäler, Band 37:3, Oberpfalz, kreisfreie Städte, Regensburg, Regensburg 1997
  • Buschmann, Kaiser und Reich, 1994 — Buschmann, Arno: Kaiser und Reich: Verfassungsgeschichte des Heiligen Römischen Reichees Deutscher Nation vom Beginn des 12. Jahrhunderts bis zum Jahre 1806 in Dokumenten, Teil 2: Vom Westfälischen Frieden bis zum Ende des Reiches im Jahre 1806, Nr. 14, Göttingen 1994, S. 180–273
  • Drexler/Hubel, Regensburg, 2008 — Drexler, Jolanda/Hubel, Achim: Bayern V. Regensburg und die Oberpfalz (=Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler), München/Berlin 2008 (2. Auflage)
  • Falk, Burgkmair, 2023 — Falk, Tilman: Hans Burgkmair. Die Zeichnungen, hg. von Wolfgang Augustyn, Berlin 2023
  • Gastelius, Tractatus, 1675 — Gastelius, Christian: De statu publico Europae novissimo tractatus [...], Nürnberg 1675
  • Geyer, Abriß, 1725 — Geyer, Andreas: Gründlicher Abriß Der jenigen Zimmer/In welchen Bey noch fürwährendem Reichs-Tag [...], Regensburg 1725
  • Harms, Flugblatt, 1998 — Harms, Wolfgang: Das illustrierte Flugblatt als meinungsbildendes Medium in der Zeit des dreißigjährigen Krieges, in: Bußmann, Klaus/Schilling, Heinz: 1648 – Krieg und Frieden in Europa (=Ausstellung Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 24.10.1998–17.1.1999), Textband II: Kunst und Kultur, München 1998, S. 323–327
  • Heinisch, Chronik, 1910 — Heinisch, Hans: Chronik des Regensburger Rathauses, in: Stadt Regensburg (Hg.): Das Rathaus zu Regensburg. Ein Markstein deutscher Geschichte und Kunst, Regensburg 1910, S. 1–34
  • Heinisch, Baugeschichte, 1910 — Heinisch, Hans: Baugeschichte des Regensburger Rathauses, in: Stadt Regensburg (Hg.): Das Rathaus zu Regensburg. Ein Markstein deutscher Geschichte und Kunst, Regensburg 1910, S. 35–60
  • Henkel/Schöne, Emblemata, 2013 — Henkel, Arthur/Schöne, Albrecht: Emblemata. Handbuch zur Sinnbildkunst des XVI. und XVII. Jahrhunderts, Stuttgart 2013 (2. Auflage)
  • Kaeppele, Bocksberger, 2003 — Kaeppele, Susanne: Die Malerfamilie Bocksberger aus Salzburg. Malerei zwischen Reformation und italienischer Renaissance, Salzburg 2003
  • Kaulbach, Bild, 1998 — Kaulbach, Hans-Martin: Das Bild des Friedens – vor und nach 1648, in: Bußmann, Klaus/Schilling, Heinz: 1648 – Krieg und Frieden in Europa (=Ausstellung Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 24.10.1998–17.1.1999), Textband II: Kunst und Kultur, München 1998, S. 593–603
  • Kaulbach, Friede, 2003 — Kaulbach, Hans-Martin: Friede als Thema der bildenden Kunst – ein Überblick, in: Augustyn, Wolfgang: PAX. Beiträge zu Idee und Darstellung des Friedens (=Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte München, Band XV), München 2003, S. 161–242
  • Kaulbach/Manegold, Katalog, 2013 — Kaulbach, Hans-Martin/Manegold, Cornelia: Katalog, in: Kaulbach, Hans-Martin (Hg.): Friedensbilder in Europa 1450–1815. Kunst der Diplomatie, Diplomatie der Kunst, Katalogteil, Stuttgart 2013, S. 67–150
  • Kern, Tugend, 2002 — Kern Margit: Tugend versus Gnade. Protestantische Bildprogramme in Nürnberg, Pirna, Regensburg und Ulm (Berliner Schriften zur Kunst, hgg. vom Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin, Band XVI), Berlin 2002
  • Mader, Kunstdenkmäler, 1933 — Mader, Felix: Die Kunstdenkmäler der Oberpfalz. XXII. Stadt Regensburg, III. Profanierte Sakralbauten und Profangebäude, in: Landesamt für Denkmalpflege (Hg.): Die Kunstdenkmäler von Bayern, Regierungsbezirk Oberpfalz, XXII. Stadt Regensburg, München 1933
  • Mielke, Altdorfer, 1988 — Mielke, Hans: Albrecht Altdorfer. Zeichnungen, Deckfarbenmalerei, Druckgraphik (=Ausstellung zum 450. Geburtstag von Albrecht Altdorfer, Berlin, 13. Februar –17. April 1988; Regensburg, 6. Mai – 10. Juli 1988), Berlin 1988
  • Paulus, Pax et Justitia, 1993 — Paulus, Helmut-Eberhard: Pax et Justitia. Zwei Brunnen des Regensburger Rates, in: Glaser, Silvia/Kluxen, Andrea M. (Hgg.): Musis et Litteris. Festschrift für Bernhard Rupprecht zum 65. Geburtstag, München 1993, S. 175–179
  • Paulus, Brunnen, 1998 — Paulus, Helmut-Eberhard: Regensburger Brunnen und Plätze. Geschichte, Funktion und Ikonographie (=Schnell&Steiner, Große Kunstführer, Band 203), Regensburg 1998
  • Pevsner/Fleming/Honour, Lexikon, 1976 — Pevsner, Nikolaus/Fleming, John/ Honour, Hugh (Hgg.): Lexikon der Weltarchitektur, Band 1: A–K, Reinbek bei Hamburg 1976
  • Ripa, Iconologia, 2012 — Ripa, Cesare: Iconologia, Turin 2012
  • Schild, Gerechtigkeit, 1988 — Schild, Wolfgang: Gerechtigkeit als politische Tugend und Tugend der Polis, in: Pfleisterer, Wolfgang/Schild, Wolfgang (Hgg.): Recht und Gerechtigkeit im Spiegel der europäischen Kunst, Köln 1988, S. 130–148
  • Schütz, Neumann, 1986 — Schütz, Bernhard: Balthasar Neumann, Freiburg/Basel/Wien 1986
  • Steiger, Verträge, 1998 — Steiger, Heinhard: Konkreter Friede und Allgemeine Ordnung – Zur rechtlichen Bedeutung der Verträge vom 24. Oktober 1648, in: Bußmann, Klaus/Schilling, Heinz: 1648 – Krieg und Frieden in Europa (=Ausstellung Münster, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 24.10.1998–17.1.1999), Textband I: Politik, Religion und Gesellschaft, München 1998, S. 437–446
  • Tipton, Regentenspiegel, 1996 — Tipton, Susan: Res publica bene ordinata: Regentenspiegel und Bilder vom guten Regiment. Rathausdekorationen aus der frühen Neuzeit, Hildesheim 1996
  • Trapp, Repräsentation, 2009 — Trapp, Eugen: Kommunale Repräsentatioon und nationale Erinnerung. Zum Umgang mit dem Regensburger Reichssaal, in: Stadt Regensburg, Amt für Archiv und Denkmalpflege, Abteilung Denkmalpflege, Band II: Beiträge zur Denkmalpflege in Regensburg für die Jahre 2006 bis 2008, Regensburg 2009, S. 83–118
  • Winzinger, Altdorfer, 1963 — Winzinger, Franz: Albrecht Altdorfer. Graphik: Holzschnitte, Kupferstiche, Radierungen, München 1963

Einzelnachweise

  1. Boll, Regensburg, 1983, S. 35.
  2. 2,0 2,1 Bauer, Regensburg, 2014, S. 260.
  3. Borgmeyer/Hubel/Tillmann/Wellnhofer, Regensburg, 1997, S. 478.
  4. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 83–86.
  5. 5,0 5,1 5,2 Trapp, Repräsentation, 2009, S. 101.
  6. Boll, Rathausmuseum, 1973, S. 28.
  7. 7,0 7,1 Trapp, Repräsentation, 2009, S. 86.
  8. Tipton, Regentenspiegel, 1996, S. 402–408; Kaeppele, Bocksberger, 2003, S. 148.
  9. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 100–101.
  10. Bauer, Regensburg, 2014, S. 266.
  11. Kaeppele, Bocksberger, 2003, S. 148.
  12. Heinisch, Baugeschichte, 1910, S. 48.
  13. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 84.
  14. 14,0 14,1 14,2 Trapp, Repräsentation, 2009, S. 104.
  15. Boll, Reichstagsmuseum, 1973, S. 28.
  16. Der motivische Abgleich bei: Trapp, Repräsentation, 2009, S. 117, Anmerkung 111.
  17. Winzinger, Altdorfer, 1963, Abbildung 93 und Text S. 87.
  18. Mielke, Altdorfer, 1988, S. 222 (Katalognummer 115).
  19. Bellot, Stilwahl, 2018 und Bellot, Welsches, 2023.
  20. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 96.
  21. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 110 und Abb. 33, Seite 111.
  22. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 103–104.
  23. Boll, Reichstagsmuseum, 1973, S. 29.
  24. Geyer, Abriß, 1725.
  25. Regensburg, Historisches Museum, Inv. Nr. G 2008/15.
  26. Generallandesarchiv Karlsruhe J-D R 2 (mit Namensliste) und J-D R 2a. Die exakte Kopie dieser Wappenkartusche ist als allgemeine Illustrierung einer Reichstagseröffnung auf dem Kupferstich von Peter Troschel (1615–1680) wiederholt: Gastelius, Tractatus, 1675, Abb. nach S. 1346.
  27. Ripa, Iconologia, 2012, S. 492–494, bes. S. 492.
  28. Kern, Tugend, 2002, S. 236. Siehe auch: Kaulbach, Friede, 2003, S. 171.
  29. Kern, Tugend, 2002, S. 241.
  30. Bauer, Regensburg, 2014, S. 267.
  31. Boll, Reichstagsmuseum, 1973, S. 11.
  32. Boll, Reichstagsmuseum, 1973, S. 15.
  33. Geyer, Abriß, 1725. Die Vorzeichnung ist vergrößert abgebildet in: Heinisch, Chronik, 1910, S. 20–21.
  34. Historisches Museum Regensburg, Inv. Nr. G 1981/149: „Der grosse Re- und Correlations-Saal.“
  35. Mader, Kunstdenkmäler, 1933, S. 90.
  36. Ripa, Iconologia, 2012, S. 448.
  37. Augustyn, Pace, 2021, S. 60–61.
  38. Augustyn, Pace, 2021, S. 60–61. Ripa, Iconologia, 2012, S. 449.
  39. Schild, Gerechtigkeit, 1988, S. 140.
  40. Schild, Gerechtigkeit, 1988, S. 141.
  41. Augustyn, Friede, 2003, S. 264.
  42. Trapp, Präsentation, 2009, S. 104.
  43. Henkel/Schöne, Emblemata, 2013, Spalte 781–782.
  44. Henkel/Schöne, Emblemata, 2013, Spalte 784.
  45. Ripa, Iconologia, 2012, S. 447.
  46. Aufgrund der vielen Übermalungen und Restaurierungen wäre durchaus anstatt des Falken eine Friedens-Taube vorstellbar. Damit verlöre er auch seine motivische Singularität. Zum mangelnden Wissen und Verständnis von Attributen in der Frühen Neuzeit: Tipton, Regentenspiegel, 1996, S. 206–207.
  47. Schild, Gerechtigkeit, 1988, S. 130.
  48. Deissler/Vögtle, Bibel, 2007, S. 1070.
  49. Schild, Gerechtigkeit, 1988, Abb. 200k: Bronzeplakette von Hans Peisser, Justitia mit Kranich, um 1550, München, Bayerisches Nationalmuseum.
  50. Kern, Tugend, 2002, S. 279.
  51. Kern, Tugend, 2002, S. 279, Anmerkung 84.
  52. Arndt, Kaiser, 1998, S. 425.
  53. 53,0 53,1 Kaulbach/Manegold, Katalog, 2013, S. 130.
  54. Über die Rolle der Flugblätter als wichtigste Nachrichtenbörse jener Zeit: Harms, Flugblatt, 1998, S. 323–327.
  55. Kaulbach/Manegold, Katalog, 2013, S. 123.
  56. Buschmann, Kaiser und Reich, Teil 2, Nr. 14, S. 180–273.
  57. 57,0 57,1 Heinisch, Baugeschichte, 1910, S. 52.
  58. Bauer, Regensburg, 2013, S. 278.
  59. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 88. Geyer, Abriß, 1725: „Der grosse Re- und Correlations-Saal.“
  60. Kaulbach, Bild, 1998, S. 593.
  61. Kaulbach, Bild, 1998, S. 593; Steiger, Verträge, 1998, S. 437.
  62. Augustyn, Gerechtigkeit und Friede, 2003, S. 273.
  63. Paulus, Brunnen, 1998, S. 6.
  64. Bauer, Regensburg, 2014, S. 282.
  65. Kaulbach, Friede, 2003, S. 164.
  66. Kaulbach, Friede, 2003, S. 194 und ergänzend S. 195.
  67. Eine differenzierte Aufschlüsselung in: Augustyn, Pace, 2021, S. 49–59.
  68. Ausführlich hierzu: Trapp, Repräsentation, 2009, S. 106–114.
  69. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 112.
  70. Drexler/Hubel, Regensburg, 2008, S. 607.
  71. Trapp, Repräsentation, 2009, S. 114.